Sri Lanka und Südindien – Eine Asienreise im Vorfeld der Coronakrise – 25.01.-15.02.2020

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    • Sri Lanka und Südindien – Eine Asienreise im Vorfeld der Coronakrise – 25.01.-15.02.2020


      Eigentlich hatte ich für das Forum nicht schon wieder einen Reisebericht schreiben wollen, der weder mit der Hurtigrute noch mit Norwegen oder wenigstens einer anderen Seereise zu tun hat. Nun habe ich es mir in dieser stilleren und erlebnisärmeren Zeit doch anders überlegt und hoffe, es ist in Ordnung.

      Wir hatten Ende 2018 beim Veranstalter Gebeco mit Freunden eine dreiwöchige Studienreise gebucht, die uns zu Jahresbeginn 2020 zum indischen Subkontinent führen sollte. Vor Jahren hatten wir bereits eine Gruppenreise durch Rajastan unternommen. Während uns dort kulturell die alte islamische Kultur der Moguln nahe gebracht wurde, wollten wir uns diesmal mehr den „indischeren“ , von Hinduismus und Budhismus geprägten Gebieten zuwenden. Kurz vor unserer Abreise mussten unsere Freunde ihre Reise leider stornieren, so dass wir uns allein auf den Weg machen sollten.

      Zu Jahresbeginn war bekannt geworden, dass in China eine Epidemie schwerer Atemwegserkrankungen ausgebrochen war. Schwerpunkt sei die Metropole Wuhan. Das Robert-Koch-Institut verlautbarte, dass für Deutschland keine Gefahr bestünde. Wir fragten uns, auf welcher Grundlage diese grundsätzlichen Aussage getroffen werden konnte. ?( Nun, für den Moment war das wohl richtig und mit einer extrem raschen Ausbreitung nach Indien war für den Zeitraum unseres Aufenthalts fern der großen Metropolen ebenfalls nicht zu rechnen.

      Tage 1 und 2 – Von Hamburg über Dubai nach Colombo – 25./26. Januar 2020

      Bei dieser Fernreise müssen wir nicht wie sonst zuerst eine innerdeutsche Fahrt hinter uns bringen, sondern können gleich ab Hamburg starten – zum allerersten Mal mit einem Airbus A380. 3 Stunden vor dem Abflug sollen wir am Terminal sein. Das erscheint uns übertrieben, aber wir halten uns vorsichtshalber an die Regelung.

      Unsere Freunde können zwar nicht mitreisen, aber sie fahren uns zum Flughafen und wollen uns nach dem Einchecken noch mit einem Gläschen Sekt verabschieden. Daraus wird dann leider nichts, denn die Schlangen an den drei Abfertigungsschaltern sind gigantisch. Na ja, die ca 850 Passagiere brauchen halt ihre Zeit. Wir raten den beiden, nicht auf uns zu warten, und verabschieden uns sogleich von ihnen und zwar ohne :sekt:

      Als wir unsere Economy-Plätze an Bord der Maschine eingenommen haben, genießen wir die Bequemlichkeit der breiteren Sitze und der größeren Beinfreiheit in diesem Flugzeugtyp. Das Flugzeug ist nur lückenhaft besetzt. Wir haben eine Dreierreihe für uns allein. Es gibt viele völlig leere Reihen.
      Die Airline wirbt damit, dass ihr Bordpersonal 40 Sprachen beherrscht. Das wundert uns nicht, denn die Flugbegleiterinnen kommen anscheinend aus aller Herren Länder. Emiratis sind sicher nicht dabei, denn die Damen sind alle unverschleiert.

      Pünktlich um 21:00 hebt die Maschine ab. Irgendwann wird ein leckeres Abendessen serviert. Wenig später wechselt mein Göga in eine andere, völlig leere Reihe. Wir haben also beide die Möglichkeit, uns quer auszustrecken und den Nachtflug im Liegen zu verbringen. Wegen der geformten Sitzmulden, die ja keine gerade Fläche bilden, ist das aber eigentlich nicht bequemer als das schräge Sitzen.

      Um 6:20 Ortszeit landet unsere Maschine im Flughafen von Dubai. In Hamburg war es ja schon dunkel am Terminal, aber hier gelingt mir nun eine Aufnahme unseres Flugzeugs.



      Emirates hat viele Maschinen mit dem Logo der Expo 2020 versehen lassen. Wir ahnen nicht, dass diese große Messe später abgesagt werden muss.



      Mich faszinieren auch die Muster anderer Airlines, die wir in Hamburg eher nicht zu sehen bekommen. Die soeben gelandete Maschine von Air India finde ich besonders schön.



      In der Shopping Mall des Flughafens sehen wir allenthalben Glückwunschbotschaften zum chinesischen Neujahr. Dieses Fest ist mit einem 12-tägigen Urlaub verbunden und also sind in dieser Zeit sehr viele Chinesen sowohl innerhalb ihres Landes als auch im Ausland unterwegs. Ausgerechnet während des Ausbruchs der Covid-19-Epidemie! ;(



      Während wir am Gate warten, sehen wir ungemein viele ostasiatische Reisende vorbeigehen, individuell und in Gruppen. Sie alle tragen ausnahmslos einen Mund-Nasen-Schutz. Das erzeugt bei mir ein etwas mulmiges, aber vornehmlich dankbares Gefühl. Wie nett, sie wissen nicht, ob sie vielleicht infiziert sind, und wollen uns schützen. :thumbup:

      Um 10:35 startet schließlich unser Weiterflug. An meinem Fensterplatz bekomme ich ein paar schöne Ausblicke auf Dubai, das wir vor 7 Jahren einmal besucht hatten.



      Ich hatte die vorgefasste Meinung, alle Flugzeuge von Emirates seien komfortabel. Weit gefehlt, wir sitzen nun so eng gedrängt, wie wir es natürlich auch sonst schon auf Reisen erlebt haben. Mir geht durch den Kopf, dass die Flüge zwischen Dubai und Sri Lanka üblicherweise von sehr vielen Gastarbeitern genutzt werden.
      Zum Glück dauert der Flug nur 4 ½ Stunden. Um 16:30 Uhr Ortszeit landen wir am Bandaranaike International Airport 35 km nördlich von Colombo.

      An der Passkontrolle stellen wir uns in die lange Schlange für Personen, die bereits online eine Einreiseerlaubnis erhalten haben. Als wir vorgerückt sind, will der Beamte den Ausdruck nicht sehen und schickt uns unwirsch zu einem Stehpult zurück. Dort müssen wir Einreiseformulare ausfüllen und uns erneut anstellen. Plötzlich weist ein Angestellter uns und andere hinüber zu einem weiteren Saal, in dem gerade neue Schalter geöffnet werden. Man muss auch einmal Glück haben!

      Auch in diesem Flughafengebäude führt der Weg später durch einen Duty Free Shop, der ganz auf chinesische Neujahrsreisende eingestellt ist. Bemerkenswerterweise tragen hier alle Verkäuferinnen bereits einen Mund-Nasen-Schutz.



      Nach Gepäckabholung und Geldumtausch machen wir ans auf den Weg in die Ankunfshalle, wo zahlreiche Schilder diverser Veranstalter in die Höhe gehalten werden. In dieser Situation fragt man sich immer, wie groß die Gruppe wohl ist, mit der man reisen wird. Bald erblicken wir unseren Reiseleiter von Gebeco. Er begrüßt uns und wir fragen, ob die anderen Teilnehmer der Gruppe wohl schon im Bus seinen. ?( Nein, wir seien die einzigen, ist die Antwort. Eigentlich sollten es 5 Gäste sein. Außer unseren Freunden hat noch ein einzelner Herr die Reise abgesagt.

      Wir werden zu einem Kleinbus geführt, wo wir auch den Fahrer kennen lernen. Im Inneren können wir uns mit unserem Kleinkram über alle 3 Sitzreihen ausbreiten. Ganz hinten bleiben dauerhaft unsere Winterjacken liegen, die wir ja erst in Hamburg wieder benötigen. :D

      Der Transfer zu einem Hotel nahe der Hauptstadt dauert etwa eine halbe Stunde. Hier verabschieden sich unsere beiden Begleiter, die sich während der nächsten Woche also ausschließlich um uns zu kümmern haben. So eine Situation haben wir noch nie erlebt, aber die Freude darüber ist größer als die Skepsis. Unser Reiseleiter ist ausgesprochen sympathisch und spricht sehr gut deutsch. Beim Abschied gibt er uns seine Visitenkarte. „Nicht verzagen, Sumi fragen!“ steht ganz unten gedruckt. Sehr freundlich.


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    • Reiseberichte nehmen wir doch immer gerne entgegen :thumbup: Die Erfahrung, dass Emirates nicht nur bequeme, großzügige Flugzeuge hat, musste ich auch schon machen- der volle A 380 war angenehm, die Boeing grauenhaft... Ich bin gespannt, was du aus einem mir unbekannten Land zu berichten hast!
      Viele Grüsse, Albatross
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    • Tag 3 – Fahrt nach Norden – 27.01.2020

      Wir haben nicht direkt in Colombo übernachtet und werden die Stadt auch nicht besuchen. Heute sollen wir eine Strecke von 200 km mit unserem Toyota Kleinbus zurücklegen, um am nächsten Tag die nördlicher gelegenen kulturellen Highlights von Polonnaruwa besuchen zu können.

      Um 8 Uhr begrüßen wir Sumi und unseren Fahrer, dessen Namen wir leider vergessen haben. Singhalesische Namen sind lang und für uns Europäer schwierig zu merken. Auch unser Reiseleiter heißt eigentlich Sumedha (geht ja noch), er möchte aber Sumi genannt werden.

      Besondere Sehenswürdigkeiten wird es heute nicht geben, aber doch einige recht interessante Stellen, an denen wir anhalten werden. Die Straße führt zunächst durch eine Gegend mit zahlreichen Gummibaumplantagen.



      Den ersten Halt machen wir an einer Ziegelbrennerei. Hier können wir beobachten, wie Lehmziegel geformt, zum Trocknen aufgereiht und schließlich gebrannt werden.



      Wir fahren weiter die Landstraße entlang. Immer wieder sehen wir am Rande Wellblechhütten, in denen Obst verkauft wird. Schließlich halten wir an, um uns mit ein wenig Proviant zu versorgen. Die Buden sind engmaschig vergittert und man sieht auf den Auslagen manchmal schaurige Masken.



      Das sind Maßnahmen gegen die vielen Meerkatzen, die auf den Bäumen und am Boden lauern und nur auf eine Chance warten, eine Frucht zu stehlen. Ich sehe, wie tatsächlich ein Affe eine Kokosnuss von einem Stuhl schnappt und mit der Beute hoch oben in einem Baum verschwindet. Das geht so rasend schnell, dass ich die Aktion unmöglich mit der Kamera einfangen kann. Wir beobachten, wie der Affe die geklaute Kokosnuss öffnet.



      Dann kaufen wir uns auch selbst jeder eine. Mit einem scharfen Messer wird die Spitze entfernt und so können wir den Saft mit dem Strohhalm trinken. Wir erstehen noch einige dieser schmackhaften roten Bananen und setzen dann unsere Fahrt fort.

      Zwischen Fahrer und Reiseleiter hindurch beobachte ich gern den Verkehr vor uns. Ich mag insbesondere gern all die bunt bemalten Lastautos.



      Wir durchqueren ein Gebiet mit Reisfeldern. Am Straßenrand wird für Dorfsafaris geworben und Sumi fragt, ob wir daran Interesse hätten. Wir haben ja sonst nichts vor und stimmen zu. Zunächst werden wir und Sumi mit einem Tuc-Tuc zu ein paar Lehmhütten gefahren.



      Hier empfängt uns eine junge Frau, die uns in einer dieser Hütten die Zubereitung einer typischen Speise zeigen wird.
      Zunächst Stampft sie Reiskörner in einem Holzgefäß. Den so behandelten Reis füllt sie in eine flache, geflochtene Schaufel und entfernt dann vor der Hütte die Spreu durch mehrmaliges Hochwerfen der Körner. Schließlich wird der Reis in einer steinernen Mühle zu Mehl gemahlen.



      Sodann spaltet sie Kokosnüsse draußen an einem Metalldorn. An einem ähnlichen spitzen Gerät werden in der Hütte dann Kokosraspel erzeugt. An all diesen niederen Arbeitsgängen dürfen wir uns auch beide versuchen. Unsere Ungeschicklichkeit ist natürlich allgemein erheiternd.

      Zuletzt werden Knoblauch, Chili und einige weitere Gewürze mit einem Stein zu einer roten Würzmischung gemahlen. Aus all den erwähnten Zutaten wird schließlich auf einem ganz einfachen Lehmofen ein traditionelles Gericht zubereitet. Sumi und uns wird etwas davon auf einem Bananenblatt serviert. Es schmeckt ausgesprochen gut.



      Das kleine Dorf liegt an einem der zahlreichen Stauseen Sri Lankas. Als nächstes ist für uns eine kleine Bootstour vorgesehen. Die Landschaft wirkt vom Wasser aus wirklich sehr malerisch. Wir sehen noch die Überreste gefluteter hoher Bäume und kommen am Wohnhaus unserer Gastgeberin vorbei.



      Die letzte Etappe zurück zum Bus legen wir auf einem Ochsenkarren zurück. Insgesamt waren drei Familien an diesem Tourangebot beteiligt. Sicher eine ganz gute Einnahmequelle.



      Um 14:30 kommen wir bei dem Hotel an, das uns für 2 Nächte beherbergen soll. Für die 200 km haben wir also mit Unterbrechungen 6 ½ Stunden Fahrzeit benötigt. Schneller werden wir auf der Insel nirgends voran kommen, denn der Verkehr in den Ortschaften, durch die man kommt, ist ausgesprochen chaotisch.
      Das Hotel liegt sehr ländlich mitten im Grünen. Restaurant und Bar sind nach außen völlig offen und es gibt einen Pool, den mein Göga auch sogleich aufsucht.



      Etwas skeptisch betrachte ich die kleine Hütte, die unser Zimmer darstellt. Erfahrungsgemäß hat man es da in der Regel mit allerlei Getier zu tun.



      Das bewahrheitet sich dann auch. Im Badezimmer über der Dusche gibt es eine Öffnung im Dach. Zwei Geckos huschen durch den Raum. Diese Tür werden wir also immer geschlossen halten. Später gesellen sich noch zwei kleine Frösche mit flachen Haftscheiben an den Fingern hinzu. Dieses anatomische Merkmal erlaubt es ihnen, senkrecht an den Fliesen hoch zu klettern. Einer von ihnen zieht aber den Aufenthalt in der Toilette vor. Nachdem ich ihn dort mehrfach entdecken musste (einmal auf der Unterseite der Brille) =O , kontrolliere ich diesen Ort regelmäßig.
      Durch keine geschlossene Tür lassen sich jedoch ein paar andere kleine Mitglieder der Fauna vom Schlafzimmer fern halten: Nach Einbruch der Dunkelheit laufen auch etliche kleine Schaben durch den Raum. <X

      Wir kümmern uns darum erst einmal nicht, sondern genießen unser Abendessen. Danach lassen wir uns an der Bar das Lion Beer und Cocktails schmecken.



      Reiseberichte sind in meinem Profil verlinkt.

      Post was edited 1 time, last by “Laminaria” ().

    • Danke fürs Mitnehmen in einen Teil der Welt, den wir höchstwahrscheinlich nicht selber sehen werden, da komme ich gerne mit :)

      Bei deinen Beschreibungen eures Zimmers mit seinen nicht zahlenden Bewohnern musste ich daran denken, dass wir auf unserer kompletten Ecuadorreise durch alle Klimazonen nur einmal Besuch von Zusatzbewohnern in Form von Ameisen hatten. Das lag aber daran, dass wir Essensreste im Papierkorb entsorgt hatten. Kaum hatten wir diesen geleert, waren auch die Ameisen verschwunden :D

      Viele Grüße
      Noschwefi
      Chor: Wir sind alle Individualisten :)
      Einzelstimme: Ich nicht :P


      Reiseberichte siehe Profil :lofoten2:


    • Tag 4 – Polonnaruwa – 28.01.2020

      Von unserer Unterkunft in Sigiriya aus machen wir heute einen Ausflug zum archäologischen Park von Polonnaruwa, einem UNESCO-Weltkulturerbe.

      Auf unserem Weg kommen wir zunächst an einem modernen Buddhaheiligtum vorbei, das sehr malerisch an einem Stausee errichtet wurde. Hier weist Sumi uns darauf hin, dass man niemals einer Buddhafigur den Rücken zukehren darf. Selfie mit Buddha – das geht gar nicht.



      Danach statten wir einer Holzschnitzerwerkstatt einen Besuch ab. Hier werden vor allen Dingen Holzfiguren und Masken, aber auch Kleinmöbel gefertigt. Unter der Bevölkerung Sri Lankas sind 70 % Buddhisten und etwa 13 % Hindus. Entsprechend finden wir im Geschäft hauptsächlich Buddhafiguren und diverse hinduistische Gottheiten. Beliebt sind auch die bunten singhalesischen Ritualmasken, deren Bedeutung den Kunden anhand von Schrifttafeln erklärt wird.



      Wir erstehen hier nichts, nutzen den Laden aber mit etwas schlechtem Gewissen für eine biologische Pause.

      Bald erreichen wir Polonnaruwa. Es handelt sich hierbei um eine antike Hauptstadt Sri Lankas, die im 11. Jahrhundert gegründet und im 12. Jahrhundert ihre Blütezeit hatte. Die Namen der Herrscher dieses alten Königreichs erspare ich uns. Man vergisst sie doch gleich wieder.
      Lange waren die Bauwerke überwuchert, bis sie im 19. Jahrhundert von britischen Archäologen ausgegraben wurden.

      Die weitläufige Anlage besteht aus Palastruinen und mehreren Schreinen und Tempeln, die in eine üppige Natur eingebettet sind. Hier ein paar Beispiele:



      Besonders schön ist das runde Reliquienhaus Hatadage mit seinen gut erhaltenen Wächterfiguren und dem halbrunden Mondstein am Aufgang. Im Inneren befinden sich vier sitzende Buddhafiguren.






      Vor dem Betreten der Heiligtümer muss man die Schuhe ausziehen und Kopfbedeckungen ablegen.



      Wir haben Tempelsocken mit, die ganz hilfreich auf den heißen Steinen sind. Generell setzt mir die Hitze sehr zu. Nach dem eineinhalbstündigen Rundgang könnte man mit dem Bus noch weitere Ruinen erreichen, aber es genügt uns nun, die wichtigsten Ausgrabungen gesehen zu haben.

      Auf dem Weg zu unserem Fahrzeug kommen wir am Haltepunkt eines Linienbusses vorbei, vor dem sich erfolgreich ein Eisverkäufer postiert hat.



      Am nahe gelegenen See haben sich viele Kuhreiher versammelt.



      Wir machen uns nun auf den Weg nach Gal Vihara, einer weiteren UNESCO-Welterbestätte.
      Es handelt sich dabei um 4 Buddhafiguren, die nebeneinander aus einer einzigen Felswand gehauen wurden. Besonders bemerkenswert ist die liegende Figur. Die
      erschlaffte Position des Ohrläppchens und der Zehen wird so gedeutet, dass es sich nicht um den schlafenden sondern den ins Nirwana eingegangenen Buddha handelt.





      Dieser Tag wird fortgesetzt.


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    • Geckos haben wir in Spanien auch öfters im Haus, das ist auch gut so gegen Insekten. Nur muss man immer aufpassen, die sitzen zu gerne in den Rollladenkästen, schnell hat man die Kleinen zerquetscht.
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    • Laminaria wrote:

      Es handelt sich dabei um 4 Buddhafiguren, die nebeneinander aus einer einzigen Felswand gehauen wurden.


      Das erinnert mich doch sehr stark an die vielen Felsenbuddas in Dazu/China. Deine Bilder könnte man problemlos zu meinen hinzufügen, ohne dass es jemand, der es nicht wüsste, merken würde. ;)
      Gruß Jobo,

      Die gefährlichste aller Weltanschauungen ist die Weltanschauung der Leute, welche die Welt nicht angeschaut haben.
      - Alexander von Humboldt -

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    • Ja, das war auch bei uns 2009 der Ablauf, tagsüber Dazu, dann Feuertopfessen in Chongching und danach aufs Yangtze-Schiff. :D
      Gruß Jobo,

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    • Bei mir 1984 war es umgekehrt - von Wuhan mit dem Flieger nach Yichang und dann mit dem Schiff nach Chongching.
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    • Ich war damals der Einzige der Gruppe der den inneren (scharfen) Topf benutzt hat :D . Die anderen haben ihre Fleischstücke nur im äußeren Topf (heißes Wasser) gegart. :whistling:
      Gruß Jobo,

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    • Laminaria wrote:

      Das war dann aber am Tisch einige riesige Ferkelei

      Das muss so sein, die Chinesen würden sonst annehmen, es hat nicht geschmeckt... :D

      Chongching war 1984 die grauenhafteste Stadt, die ich in meinem Leben gesehen hatte und ich hoffte, nie mehr in meinem Leben in dieses Riesennest zu müssen. Heute ist es wohl ganz anders. Und der grosse Guru von Bejing hatte auch noch beschlossen, wir müssen drei Nächste da aushalten... :whistling:
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    • Chongching soll wegen seines ständigen Nebels vom Stausee her die Frauen mit der schönsten Haut von ganz China haben. :D
      Wir durften nach einer nächtlichen Bahnfahrt dort in einem Hotel frühstücken und kurz ausruhen. Den Blick aus unserem Zimmer hinein in graue Hochhausschluchten werde ich nie vergessen. :8o:


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    • Vielleicht war es ja das gleiche Hotel in dem wir einige Stunden verbringen durften (Bilder 224- 228). ;)
      Gruß Jobo,

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    • @Jobo Unser Blick war tatsächlich viel schauriger. =O Aber nun zurück nach Sri Lanka.



      Tag 4 – Minneriya-Nationalpark
      – 28.01.2020 Fortsetzung

      Von Gal Vihara aus nehmen wir den Weg zurück nach Sigiriya. Unterwegs werden wir ein weiteres Highlight besuchen, nämlich den Minneriya-Nationalpark. Ganz richtig quert vor unseren Augen auch schon ein Elefant die Landstraße. Die Tiere laufen hier frei herum.



      Mittags wollen Sumi und der Fahrer eine Teepause einlegen. Wir bekommen die Gelegenheit, uns in einer Kleinstadt ein wenig umzuschauen und Proviant zu kaufen. Uns fällt die Sauberkeit angenehm auf. Das haben wir aus Indien in schlechterer Erinnerung.

      Ein paar Straßenszenen und ein Gefallenendenkmal:



      Die Schule ist aus. Alle Schulkinder in Sri Lanka tragen blütenweiße Schuluniformen. Jedes hat davon zwei Garnituren, so dass täglich eine in der Wäsche ist. Bei der Hitze trocknet ja alles sofort wieder.



      Wir finden eine Ladenzeile, wo wir uns Obst, Kekse und reichlich Mineralwasser besorgen.




      Am Minneriya-Nationalpark angekommen steigen Sumi und wir in einen offenes Safarijeep um. Jetzt wird es spannend für uns. 2011 in Namibia haben wir in der berühmten Etoschapfanne keinen einzigen Dickhäuter sehen können. Es war in dem betreffenden März noch zu grün gewesen und die Wasserlöcher daher für Tiere nicht attraktiv. Nun hoffen wir also auf den Anblick Indischer Elefanten.

      Sehr viele Jeeps sind auf den Wegen zwischen der üppigen Vegetation unterwegs. Die Leittiere können mittels GPS leicht aufgefunden werden und so bekommen wir auf der Tour tatsächlich immer wieder kleine Herden zu sehen. Oft preschen die Fahrer dabei recht rücksichtslos durch die Vegetation. Es sind eindeutig zu viele Fahrzeuge unterwegs. :thumbdown: Von all den schönen Tieren sind wir aber vollkommen begeistert.





      Gegen Ende der Safari kommen wir in ein felsiges Gebiet. Hier sehen wir einen Pfau am Wegesrand.



      Als wir ein großes Felsplateau besteigen, haben wir einen schönen Blick über den Urwald.



      Zufrieden kehren wir schließlich zum Bus zurück, der uns dann wieder in unser Quartier bringt – zu Amphibien und Schaben. ;(


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