Sri Lanka und Südindien – Eine Asienreise im Vorfeld der Coronakrise – 25.01.-15.02.2020

    • Asien
    • Sorry @Laminaria - grätsche nochmal kurz mit China dazwischen - wir waren in diesem Hotel, war damals wohl das Beste am Platze. Ein paar Bilder von Chongquing gibt es noch in meinem kurzen Reisebericht. Jetzt aber wirklich zurück :)
      Jan09 FM B-K ~ Jan10 NL B-K-B ~ Jan11 FRAM (Antarctica) ~ Apr11 NN B-K-B ~ Mrz12 LO B-K-B ~
      Jan13 LO B-Alta ~ Feb14 KH B-K ~ Jan16 LO B-K-B ~ Feb18 LO B-K ~ Jan20 LO B (T)-Alta-B

      Reiseberichte siehe Profil !

    • Bei den Felsen auf Bild 63 musste ich erst mal genauer hinschauen.
      Auf den ersten Blick könnten die beiden unteren auch als Elefanten durchgehen, der rechte davon sogar mit Ohren und einem Auge :D

      Viele Grüße
      Noschwefi
      Chor: Wir sind alle Individualisten :)
      Einzelstimme: Ich nicht :P


      Reiseberichte siehe Profil :lofoten2:


    • Tag 5 – Von Sigiriya nach Kandy – 29.01.2020

      Relativ früh verlassen wir unser Hotel, denn auf dem Programm steht heute der Aufstieg zu den Ruinen der Felsenfestung Sigiriya (Löwenfelsen). Die Burg wurde im 5. Jahrhundert auf einem etwa 200 m hohen Monolithen errichtet.

      Es ist ratsam, die morgentlichen Temperaturen für die Wanderung auszunutzen, denn insgesamt sind 1862 Stufen zu bewältigen. Am Fuße des Felsens durchqueren wir zunächst die königlichen Gärten mit ihren Wasserbecken und schattigen Bäumen.



      Der Weg führt weiter zwischen Felsblöcken hindurch über aus Ziegeln gemauerte Treppen und eiserne Stege immer weiter aufwärts. Wir bewegen uns permanent im Schatten, aber es ist dennoch eine schweißtreibende Angelegenheit.



      Höhepunkt der Anlage sind die berühmten Fresken der Wolkenmädchen. Von ursprünglich ca 500 weiblichen Darstellungen sind unter einem Felsvorsprung noch 22 erhalten. Zunächst kommt man an einer als „Spiegelwand“ bekannten Mauer vorbei, an deren polierter Innenseite sich antike Graffiti (7.-11. Jhd.) befinden. Über eine metallene Wendeltreppe gelangt man zu den wunderschönen Fresken, die durch eine Bretterwand vor der Witterung geschützt sind. Fotografieren ist hier streng verboten, auch ohne Blitz. Einen Eindruck bekommt man in diesem Wikipedia-Artikel.



      Man muss dann die Wendeltreppe wieder hinuntersteigen und die Spiegelwand entlang bis an die nördliche Schmalseite des Felsens gehen.. Nach einigen weiteren Treppen gelangt man zur Löwenplattform. Auf diesem Plateau beginnt zwischen den beiden gewaltigen Löwenpranken der letzte Teil des Aufstiegs.



      Die Metalltreppen sind steil und man hat dort keinerlei Schatten mehr. Ich tue es vielen anderen Besuchern gleich und beschließe, hier unter einem Baum zu warten, während Sumi und Göga die Treppen in Angriff nehmen. Ich schäme mich nicht sehr, denn außer uns sind weit und breit keine anderen Leute im Rentenalter zu sehen.

      Auf dem Gipfelplateau nimmt mein Göga die Ruinen der Festung und des Badesees auf.



      Dies ist einer von mehreren erhaltenen Thronsitzen.



      Ich genieße inzwischen den Schatten und beobachte dabei, wie Affen ihre Chance nutzen, Touristen Bananen aus der Hand zu reißen.

      Schließlich steigen wir gemeinsam wieder ab, zuletzt auf einem anderen Weg, der uns vorbei an dem Kobrafelsen und den Überresten des Audienzraumes schneller zum Parkplatz führt.



      Unterwegs machen wir wieder an einem Gemüseladen halt und versorgen uns mit roten Bananen.



      Bemerkenswert finde ich die kleinen Schreine, die in keinem Laden fehlen. Die Heiligtümer sind oft mit Plastikhüllen vor Straßenstaub geschützt und mit bunten Lichterketten verziert. Daneben stehen kleine Teller und Fläschchen mit Opfergaben.



      In Dambulla halten wir an einem buddhistischen Zentrum, vor dem eine vergoldete Stupa und eine riesige goldene Buddhafigur imponieren. Diese wird gerade gesäubert. Hoch oben unter dem Kinn der Figur befand sich ein Wespennest. Ein angeseilter Arbeiter beseitigt gerade die letzten Spuren davon.



      Unmittelbar hinter dem Golden Temple befinden sich die berühmten Höhlentempel von Dambulla, ein UNESCO-Weltkulturerbe. 5 Tempel wurden hier unter überhängende Felsen gebaut. Sie sind reich an Statuen und Wandmalereien. Leider steht der Besuch dieser Kulturschätze nicht auf unserem Programm. :( Vermutlich wäre eine individuelle Änderung des Programms für unsere Zweiergruppe möglich gewesen, aber wir konnten ja nicht abschätzen, wie zeitaufwendig die weitere Fahrstrecke sich noch gestalten würde.

      Stattdessen steht ein doofer Gewürzgarten auf dem Programm. Ein Ayurveda-Experte führt uns durch eine schattige Anpflanzung von allerlei Nutzpflanzen. Schön finden wir die Einfassung der Wege mit leeren Kokosnussschalen. Eine standortfremde Heliconie trumpft hier mit ihren schönen Farben auf. Wir sehen, wie Kautschuk gewonnen wird, wie Jackfrüchte und Kakaofrüchte aussehen und kommen dort vorbei, wo der Pfeffer wächst.



      Noch eine Vielzahl weiterer Pflanzen wird uns gezeigt, immer mit dem Hinweis auf deren Wirksamkeit gegen dieses oder jenes Gebrechen. Nun, wir sind mehr in der Schulmedizin verhaftet, hören zwar geduldig zu, aber kaufen in dem angeschlossenen Laden dann nur höflichkeitshalber ein Döschen Tigerbalsam.

      Jetzt ist für heute nur noch die Fahrt nach Kandy zu unserem Hotel geplant. Wir müssen die Stadt während der Rushhour durchqueren und dann einen der umliegenden Berge hinauffahren. Waren wir bisher in etwas gewöhnungsbedürftigen 3-Sterne-Hotels untergekommen, so sind wir nun sehr angetan. Ein modernes Stadthotel, wie schön! An der Rezeption dürfen wir nach der Begrüßung je eine Schwimmkerze anzünden.



      Wir erwidern gern den Gruß mit vor der Brust gefalteten Händen. Sumi achtet uns Deutsche auf seine Weise, indem er ein Freund des Händeschüttelns ist – jeden Tag morgends und abends. Hätte er nur bloß nicht so eine fürchterliche Erkältung erwischt! Wir denken dabei überhaupt nicht an Covid-19, möchten uns aber trotzdem nicht anstecken.

      Wir hatten vor etwa einem Jahr beobachtet, dass unsere kleine Enkelin in der Kita das Husten in die Armbeuge lernt. Als wir nach dem Abendessen und einem Abstecher an die Bar im Zimmer den Fernseher einschalten, sehen wir einen Werbespot, der genau dieses Verhalten erklärt. :thumbsup:

      Wenig später erfahren wir, dass heute die gesamte Provinz Huabei als Quarantänemaßnahme wegen der SARS-Cov-2-Epidemie komplett abgeriegelt worden ist und Millionen von Menschen einer Ausgangssperre unterliegen „Das wäre in einer europäischen Demokratie undenkbar.“ äußert mein Göga.


      Reiseberichte sind in meinem Profil verlinkt.
    • Tag 6 – Kandy – 30.01.2020

      In der vergangenen Nacht quälten uns keine Gedanken an irgendein Viehzeug und so haben wir endlich ausgezeichnet geschlafen. Wir freuen uns, dass wir noch eine weitere Nacht hier verbringen werden. Der Blick aus unsrem Fenster ist umwerfend. Öffnen sollen wir es aber nicht. Es klebt eine Warnung vor Affen auf der Scheibe.
      Wir können bis zum See hinüber blicken, der 1807 im Auftrag des letzten singhalesischen Königs der Stadt künstlich angelegt wurde. An seinem Ufer lässt sich auch der Palast mit dem Zahntempel ausmachen, den wir später noch besuchen werden.



      Unser erstes Ziel nach dem Frühstück ist aber der Königliche Botanische Garten der in früheren Zeiten ein Lustgarten der Herrscher war. Es ist eine ausgesprochen schöne Anlage. 1957 wurde hier sogar eine Szene des Films „Die Brücke am Kwai“ gedreht.



      Der Park beherbergt eine Vielzahl tropischer Pflanzen, darunter besonders viele imponierend gewaltige Bäume. Besonders beeindruckend fanden wir den Riesenbambus und ein weibliches Exemplar der Coco de Mer, der Seychellenpalme. (Der männliche Baum daneben ist weniger fotogen.)



      Wunderschöne Blüten hat der in Lateinamerika beheimatete Kanonenkugelbaum.



      Wir kommen an einigen Bäumen vorbei, auf denen sich eine gewaltige Kolonie von Flughunden breitgemacht hat.



      Ganz zuletzt besuchen wir das Orchideenhaus.



      Während der Weiterfahrt sehe ich durch das Busfenster wieder einmal einen Verkaufsstand mit Fahnen.



      Der Nationalfeiertag steht nämlich bevor. Am 4. Februar 1948 erlangte Sri Lanka die Unabhängigkeit von Großbritannien. Im einheimischen Fernsehen haben wir am Abend zuvor viele Beiträge gesehen, die sich mit der Geschichte des Landes und den Vorbereitungen der Feierlichkeiten befassten. Auffällig oft wurden auch kleine „Werbespots“ wiederholt, in denen die Harmonie zwischen den verschiedenen Ethnien in kleinen Alltagsszenen gezeigt (und damit vielleicht auch beschworen) werden sollte. Immerhin litt das Land bis vor 9 Jahren noch unter einem Bürgerkrieg, in dem tamilische Separatisten um die Unabhängigkeit ihrer Siedlungsgebiete kämpften.

      Dieses Thema spielt auch eine Rolle, als wir an dem Tempel des heiligen Zahns aussteigen, der bedeutendsten Pilgerstätte des Landes und UNESCO-Weltkulturerbe. Es handelt sich um einen Komplex aus mehreren Schreinen, in dessen mittlerem unter einem goldenen Dach die Nationalreliquie Sri Lankas von Mönchen gehütet wird, der obere linke Eckzahn Buddhas.



      Im 4. Jahrhundert soll eine Nonne ihn in ihrem Haar versteckt nach Sri Lanka gebracht haben. Lange Zeit wurde er in Polonnaruwa verwahrt, seit Ende des 16. Jahrhunderts befindet er sich in Kandy. 1998 verübten extremistische Tamilen einen Selbstmordanschlag auf die Anlage. Durch seine zentrale Lage wurde der Hauptschrein jedoch nicht zerstört.

      Heutzutage müssen Besucher nun durch eine strenge Sicherheitskontrolle, nachdem sie zuvor ihre Schuhe ausgezogen haben. Hier sind also wieder Tempelsocken angesagt.

      Für den Besuch des Tempels ziehen die Gläubigen sich festlich an, am besten in weiß. Als Opfergaben werden meistens die wunderschönen Lotusblumen dargebracht. Es gibt einen Andachtsort, an dem die Besucher ihre auf Stoffstreifen geschriebenen Wünsche hinterlassen können.



      Hinter den Türen des Hauptschreins wird die Reliquie verwahrt.



      In einer großen Andachtshalle befinden sich wertvolle Buddhastatuen und eine Reihe von Abbildungen, auf denen die verschiedenen Stationen der „Reise“ des Zahns dargestellt sind.



      Nachdem wir noch einige weitere Teile des Gebäudekomplexes besucht haben, können wir endlich wieder unsere Schuhe anziehen. Wir werden an unsrem Hotel abgesetzt, wo wir uns ein wenig ausruhen können, bevor wir am frühen Abend zu einer Darbietung traditioneller Tänze abgeholt werden.

      Sumi hat ausgezeichnete Plätze für uns reserviert, so dass wir auch ein paar Aufnahmen machen können. Die Trommler und Tänzer sind Teil einer alten kulturellen Überlieferung. Wir sehen die Kostüme auf Abbildungen von Tempelfesten und sie werden uns auch am Nationalfeiertag bei der Fernsehübertragung der Feierlichkeiten aus Colombo wieder begegnen.



      Nach dem Ende der Vorstellung präsentieren sich einige der Männer als Feuerschlucker und Feuerläufer.



      Das Abendessen nehmen wir in unserem Hotel ein und schauen dann noch einmal in der Bar vorbei.


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    • Tag 7 – Von Kandy über Nuwara Eliya nach Bandarawela – 31.01.2020

      Wir fahren weiter südwärts und kommen durch das zentrale Hochland der Insel, das durch seine vielen Teeplantagen geprägt ist. Ursprünglich wurde in der Kolonie Ceylon Kaffee angebaut. Als die Pflanzen durch eine Krankheit vernichtet wurden, verlegten sich die Briten auf den Teeanbau.

      An der Plantage Damro Tea machen wir Halt. Aus der Ferne können wir viele Pflückerinnen bei der Arbeit sehen. Es sind die Nachfahren hinduistischer Tamilen, die erst am Ende des 19. Jahrhunderts aus Indien angesiedelt wurden.



      Bei einer Führung durch die Fabrik beobachten wir diverse Arbeitsgänge wie etwa das Welken, Fermentieren, Rollen, Trocknen und das Unterteilen der Blattgrade durch Rüttelsiebe. Am Ende dürfen wir die verschiedenen Qualitätsstufen auch probieren.



      Weiter geht es nach Nuwara Eliya. Die Stadt ist bekannt für ihre im englischen Kolonialstil erbauten Häuser. Zuerst halten wir an dem ehrwürdigen, über hundert Jahre alten Grand Hotel der Stadt. Als wir uns dem Eingang nähern, tritt sofort der Concierge auf uns zu und bietet eine Führung an. Das Interieur scheint seit der Kolonialzeit unverändert zu sein. Die vielen farbigen Dosen an der Wand des Frühstücksraumes sind hunderte von Teesorten, die hier angeboten werden. In dem riesiegen Billardraum können wir in einer Glasvitrine Kugeln aus Elfenbein bestaunen.



      Für das Hotel lassen wir uns gemütlich viel Zeit. Es ist eine Oase der Ruhe. Dann geht es aber weiter in die wuselige Innenstadt.



      An der zentralen Markthalle steigen wir aus. Die schön sortierten Waren sind immer wieder ein beliebtes Fotomotiv: Fisch, Gemüse, Hülsenfrüchte und Nudeln, die wie Süßigkeiten aussehen.



      Allgegenwärtig sind auf solchen Märkten Betelnüsse und -blätter.



      Dem Markt gegenüber befindet sich das alte Postamt. Hier versorge ich mich mit Briefmarken.



      Beim Verlassen von Nuwara Eliya erhaschen wir noch Blicke auf koloniale Architektur. An dem schönen See befinden sich sowohl Häuser der Teepflücker als auch einige imposante Villen.



      Unterwegs kommen wir an einem roten und goldglänzenden Hindutempel vorbei. Er ist dem Affengott Hanuman gewidmet. Ich habe keine Lust meine Schuhe auszuziehen und mache ein paar Fotos von außen. Göga dringt bis zum inneren Schrein vor.



      Am späten Nachmittag erreichen wir den Ort Bandarawela. Unser 3-Sterne-Hotel Orient ist an einen Hang gebaut und schon etwas älter. Es hat keinen Fahrstuhl, weshalb die armen Kofferträger sich die vielen Stufen bis zu unserem ganz oben gelegenen Zimmer hinaufquälen müssen. Von dort hat man einen schönen Blick auf die gegenüber liegende Moschee. Gleich von unserem Flur aus gelangt man in einen liebevoll gepflegten Garten.



      Was die Hauptsache ist: Es gibt hier keine unliebsamen Zimmergenossen.


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    • Tag 8 - Ratnapura – 01.02.2020

      Die letzten zwei Tage hatten wir uns in höher gelegenen Landesteilen aufgehalten, die ein durchaus angenehmes Klima hatten. Heute nehmen wir den Weg wieder hinunter in die Ebene mit ihrer tropischen Hitze und der Kreis unserer Rundfahrt wird sich schließen.

      Die Gegend um Ratnapura, durch die wir nun fahren, ist bekannt für seine Edelsteinminen. Bereits am Vortag hatte man uns zu einem zertifizierten Juwelier geführt, wo uns alle Arten von geschliffenen Steinen präsentiert wurden, die das Land zu bieten hat - in ungefasster Form, aber auch zu Schmuck verarbeitet. Ich mochte besonders den tiefblauen Topas. Unser Sohn heiratet im Juli. Ist es nicht so, dass die Braut dabei gern etwas Blaues bei sich hat? ….

      Heute nun sollen wir eine Mine besuchen. Ich hatte mir darunter richtig große Ausschachtungen im Terrain vorgestellt. Stattdessen halten wir inmitten von Reisfeldern, wo zu beiden Seiten provisorische Hütten zu sehen sind. In einer dieser Minen wird gearbeitet und Sumi führt uns nun auf einem Trampelpfad dorthin.



      Als erstes sehen wir drei Männer, die ein paar Holzstämme bearbeiten.



      Diese werden dazu gebraucht, ausgehobenen Schächte abzustützen und auszukleiden.

      Einen solchen Einstieg sehen wir nun auch vor uns. Mit großem Lärm wird störendes Wasser daraus abgepumpt. Einer der Männer füllt in der Tiefe einen Sack mit Schlamm. Auf ein Zeichen hin betätigt einer der oben stehenden Arbeiter eine Winde und holt den Sack nach oben. Der andere öffnet ihn und kippt den Inhalt in eine dafür vorgesehene Grube. Daraus sollen später die rohen Edelsteine gewonnen werden.



      Der Fund gehört dem Betreiber der Mine; die Arbeiter verdienen einen Anteil daran. Sind keine Steine vorhanden, gehen sie leer aus – recht hart bei dem lebensgefährlichen Job. Ist eine solche Mine erschöpft, muss das Feld des Reisbauern in den ursprünglichen Zustand zurück versetzt werden. Dann wird an anderer Stelle gegraben.

      Als wir die Stadt Ratnapura erreichen, besuchen wir ein kleines geologisches Privatmuseum. In staubigen Vitrinen und mit vergilbten Beschriftungen wird hier eine erstaunlich große Sammlung an rohen und geschliffenen Steinen und Fossilien präsentiert. Das Fotografieren ist verboten, aber ausnahmsweise erlaubt der Besitzer es mir, ein Bild des anschaulichen Minenschacht-Modells zu machen.



      Danach gibt es eine Teepause und wir fahren zu unserem Strandhotel nach Kalutara, einem Badeort etwas südlich von Colombo. An der Rezeption bekommen wir den üblichen Erfrischungstrank und dann verabschieden wir uns von unserem freundlichen und kompetenten Reiseleiter und dem Fahrer. Es war sehr angenehm, mit ihnen unterwegs zu sein.



      Die nächsten 5 Nächte werden wir also in diesem 3 ½ – Sterne – Resort quasi als Individualtouristen verbringen. Die Kombination einer einwöchigen Studienreise in Sri Lanka und einer gleichlangen Tour durch Südindien mit einem erholsamen Badeurlaub dazwischen hatte uns damals bei der Buchung sehr gereizt.

      Unser Zimmer liegt im meerseitigen Trakt der Anlage. Auf dem Weg dorthin löst der Schatten von Palmblättern auf dem Weg bei mit schon erste Begeisterung aus.



      Wir kommen am Pool vorbei und müssen dann zwei Etagen hinaufsteigen. Von oben hat man einen guten Blick auf die Anlage und die Umgebung. Palmen soweit das Auge reicht.



      Richtig Glück haben wir dann mir dem Zimmer. Es hat Meerblick. Wir warten noch den Sonnenuntergang ab und gehen dann zum Abendessen.



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    • Ja. Wir haben nicht auf die Uhr geschaut, aber gefühlt fällt die Dunkelheit in den Tropen wie ein Vorhang. Das haben wir so auch schon auf den Seychellen erlebt.
      Die lange Dämmerung bei uns in Norddeutschland und speziell im hohen Norden ist definitiv spannender. :thumbsup:

      Viele Grüße
      Laminaria


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    • Vielen Dank für den interessanten Reisebericht. :good3:

      Ein Frage hätte ich noch nachzuholen zu folgendem Zitat:

      Laminaria wrote:

      Auf unserem Weg kommen wir zunächst an einem modernen Buddhaheiligtum vorbei, das sehr malerisch an einem Stausee errichtet wurde. Hier weist Sumi uns darauf hin, dass man niemals einer Buddhafigur den Rücken zukehren darf.


      Erfolgt der Rückweg die Treppe hinunter dann rückwärts gehend? :hmm:
      <3 lig hilsen
      Bernhard

    • Tage 9-12 – Am Strand von Kalutara – 02.-05.02.2020

      Am nächsten Tag treffen wir einen Tui-Mitarbeiter, der uns zwei Gebeco-Leute mitbetreut. Er weist uns auf die Möglichkeit weiterer Ausflüge hin, z.B. zur alten portugisischen Stadt Galle ganz im Süden der Insel oder mit dem Boot durch die Mangroven. Wir sind leider etwas faul geworden und bleiben in der Anlage. Inzwischen bedauere ich das eigentlich, aber damals hatte besonders ich erst einmal genug von Anstrengungen bei Hitze. Es sollte ja sowieso noch eine weitere Woche mit Besichtigungen folgen.

      Der Strand ist schön, aber leider gibt es nirgends Schatten und das Schwimmen ist auch nicht immer möglich. Bei stärkerer Brandung warnt die rote Fahne.



      Wenn wir das Hotel zur Straßenseite hin verlassen, können wir zwischen den Häusern der Fischer und einer Eisenbahntrasse bis zum nächsten Hotel gehen.



      Werden wir am Tor eingelassen, so können wir bis zum Strand passieren und den Rückweg antreten – vorbei an vielen malerischen Fischerbooten. Am Abend können wir von unserem Balkon aus auch immer die Rückkehr der Fischer beobachten



      Als wir an diesem Wegweiser vorbeikommen, muss ich absurderweise an einen ähnlichen am Flughafen von Longyearbyen denken.



      Am Hotel haben wir endlich wieder Schatten unter den hohen Pandanus-Pflanzen.



      Dort mache ich leider schlechte Erfahrungen mit Mücken. Ich gebe zu, dass ich mich öfter auf unseren Balkon flüchte. Mit dem Blick über das Meer und dem klimatisierten Raum als Zuflucht hinter mir fühle ich mich wohl.

      Wir haben uns mit einem sehr netten deutschen Paar angefreundet und verbringen drei Abende gemeinsam. Am 4. Februar, also am Nationalfeiertag, ist den ganzen Tag Ausschank von Alkohol verboten. Vielleicht fürchtet man den Ausbruch von Spannungen zwischen den verschiedenen Bevölkerungsgruppen, aber möglicherweise geht es auch einfach um Respekt. Das Alkoholverbot gilt auch in Touristenhotels und auch an anderen Feiertagen. Wir erleben das auf dieser Reise das zweite Mal.

      Am Tag vor unserer Weiterreise sind wir bereit für neue Eindrücke.


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    • In der Tat ist es mir diesmal ebenso ergangen, wie bei unserer Indienreise 2007 nach Delhi und Rajastan. Als ich dort war, wollte ich möglichst schnell wieder nach Hause. 14 Tage später wäre ich aber am liebsten gleich wieder hingefahren. Man sieht so unglaublich viel Schönes.

      Ich kann Hitze schlecht vertragen und habe schmutzige Stehtoiletten sehr schnell satt. :hechel: :fie: Die Erinnerung daran tritt zu Hause aber rasch in den Hintergrund, wenn ich unsere Eindrücke anhand von Fotos Revue passieren lasse. =O

      Viele Grüße
      Laminaria


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    • Naja - schmutzige Stehtoiletten sind mir lieber wie schmutzige "normale" Toiletten... :wacko: Aber ich habe es bisher noch nie erlebt, dass ich auf einer Reise zurück wollte... :8o:
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      Jan13 LO B-Alta ~ Feb14 KH B-K ~ Jan16 LO B-K-B ~ Feb18 LO B-K ~ Jan20 LO B (T)-Alta-B

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    • Hitze vertrage ich auch sehr schlecht, das kann ich dir nachfühlen. Man kann im Bericht deutlich spüren, wie du im Hochland aufgeatmet hast! Mich würde interessieren, was ihr für Impfungen gebraucht habt- Cholera, Typhus, Tollwut, was sonst noch?
      Viele Grüsse, Albatross
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    • Arctica wrote:

      Aber ich habe es bisher noch nie erlebt, dass ich auf einer Reise zurück wollte...

      Bei unserer Rajastanreise gab es ständig Leute mit Darmproblemen, mal lag es an Monzezumas Rache, mal an ungewohnten öligen Speisen (quasi ein Rizinus-Effekt). Man war froh, wenn der Bus dann im Notfall auf freier Strecke anhalten konnte, selbst auf einer Baum- und Strauchfreien Hochebene (Damen links vom Bus, Herren rechts vom Bus - das war einem dann auch schon egal. ;( ).
      Einmal hielt der Bus aber erst, als es schon zu spät war, und das auch noch mitten auf einer belebten Dorfstraße. 1. Peinlichkeit: Notdurft im Rinnstein vor aller Augen, ;( 2. Peinlichkeit: Den Koffer des Herrn zwischen dem Gepäck der Gruppe finden, damit er sich umziehen kann.
      Ich hoffe, das war jetzt nicht zu drastisch. Es sollte nur erklären, warum ich froh war, als wir die Reise hinter uns hatten. Die Situation wünscht man sich nicht.
      Für Hitze bin ich irgendwie auch nicht geschaffen. Da ist eigentlich schon Andalusien grenzwertig. ;)


      Albatross wrote:

      Mich würde interessieren, was ihr für Impfungen gebraucht habt


      Wir hatten uns darum gekümmert, dass alle Impfungen aufgefrischt waren, die man auch bei uns braucht, z.B. Tetanus. Dazu noch Typhus und Hepatitis A. Gegen Tollwut sollten Trekking-Reisende in Indien ebenfalls geimpft sein. Auf dem Lande ist das ein Problem. Gruppenreisen haben da eher kein Risiko.


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