Corona-Virus in Norwegen und weltweit

    • @Sterna paradisaea
      ich gebe Dir vollkommen recht, wenn ich jetzt normale Zeiten zuhause oder mit Trips innerhalb Europas vor mir hätte.
      Ich fliege aber in gut einem Monat nach Südamerika und bin drei Nächte in Santiago bevor ich auf das Schiff gehe. Da könnte ich zuhause noch negativ sein und in Santiago kann "Positives" zuschlagen, was evtl. durch eine 5. Impfung vermieden würde. Die Reise ist nur teilweise versichert, da ich mit den Reiserücktrittsversicherungen nur großen Ärger hatte (wenn es in den vier- oder fünfstelligen Bereich geht). Ich kann somit nicht nur eine schöne Traumreise, sondern auch massiv Geld verlieren. Soll ich auch in einem solchen Fall nur auf die Stiko setzen, die immer sehr spät kommt? Ansonsten ist das auch immer meine Antwort - und auch die meines Impfarztes, der sich mit der 5. Impfung schwer tut.
    • Um es noch einmal deutlich zu machen:

      Wie auch bei Rechtsfragen ist das Forum kein geeigneter Ort, sich verbindliche medizinische Beratung bzw. Argumentationshilfen einzuholen. Entscheidungen über Impfungen usw. sind im Zweifelsfall mit dem Hausarzt zu klären.


      Balou wrote:

      Da könnte ich zuhause noch negativ sein und in Santiago kann "Positives" zuschlagen, was evtl. durch eine 5. Impfung vermieden würde.

      Oder eben auch nicht...

      Balou wrote:

      Ich kann somit nicht nur eine schöne Traumreise, sondern auch massiv Geld verlieren.

      Das ist fraglos eine unschöne Perspektive, aber eben auch allgemeines Lebensrisiko - so hart das auch kingen mag...
      Takk for oss

      BRITANNICUS :)
    • Balou wrote:

      Die Reise ist nur teilweise versichert, da ich mit den Reiserücktrittsversicherungen nur großen Ärger hatte (wenn es in den vier- oder fünfstelligen Bereich geht).


      Da hast du wohl die falsche Versicherung. Reisen sind bei den Versicherungen bis zu einem bestimmten Betrag versichert (was inzwischen auch für Covid bedingte Abbrüche oder Rücktritte gelten sollte). Übersteigt der Preis die versicherte Summe, kann man sich entsprechend einmalig höher versichern lassen. Bei dementsprechend teuren Reisen sollte der Höherversicherungsbeitrag nicht wirklich das Problem sein.
      Gruß Jobo,

      Die gefährlichste aller Weltanschauungen ist die Weltanschauung der Leute, welche die Welt nicht angeschaut haben.
      - Alexander von Humboldt -

      (Links zu meinen Reiseberichten finden sich im Profil/über mich)

    • Balou wrote:

      Da könnte ich zuhause noch negativ sein und in Santiago kann "Positives" zuschlagen, was evtl. durch eine 5. Impfung vermieden würde

      Da liegst du falsch - die Impfungen sind dafür, dass du nicht schwer erkrankst, nicht dass du dich nicht ansteckst, das sind zwei Paar Schuhe. Daher bringt dir die 5. Impfung gar nichts, sofern 4. noch nicht zu lange her ist.
      Jan09 FM B-K ~ Jan10 NL B-K-B ~ Jan11 FRAM (Antarctica) ~ Apr11 NN B-K-B ~ Mrz12 LO B-K-B ~
      Jan13 LO B-Alta ~ Feb14 KH B-K ~ Jan16 LO B-K-B ~ Feb18 LO B-K ~ Jan20 LO B (T)-Alta-B ~ Jan22 VA B-K-B

      Reiseberichte siehe Profil !

    • Noch zum Beitrag von @Nordlicht bzgl. Corona bei unserer Grönlandreise.

      Es hat wohl doch Coronafälle an Bord der MS Hamburg gegeben.
      Vor dem Aufzug hatten Mitreisende ihre Masken vergessen und meinten: oh je, müssen wir noch schnell holen, sonst kommen wir noch zu den Anderen runter in die Quarantänekabinen.

      War zwei Tage vor Reiseende.

      Gruß seealpe
    • @Arctica "Daher bringt dir die 5. Impfung gar nichts, sofern 4. noch nicht zu lange her ist."

      Genau das ist es ja! Die 4. Impfung ist mehr als 6 Monate her und nutzt fast gar nichts mehr. Meine Schwestern, bei denen es noch 2 Wochen länger her ist, haben gerade Corona bekommen.

      Aber @Arctica, Deine Antwort und die von @Trollebo waren die einzigen, die auf das von mir gestellte Thema eingingen; alle anderen Antworten gingen nur auf meine Begründung ein, die meine Privatsache ist und damit hier nichts weiter zu suchen hat.
      Gerne stelle ich aber weiter die 5. Impfung zur Diskussion, da - so meine ich - ein Großteil der Forum-Mitglieder schon seit plus/minus 6 Monate zum 4. mal geimpft sind; dies Thema gilt auch für die Pflegeheime; auch hier wird dies noch nicht diskutiert. Ich finde das nicht nachvollziehbar. Noch einmal: Ich stelle hier nur die Frage, ob jemand im Forum sich mit sachverständigen Medizinern schon über dieses Thema unterhalten hat und was dabei herausgekommen ist.

      Balou
    • Balou wrote:

      Meine Schwestern, bei denen es noch 2 Wochen länger her ist, haben gerade Corona bekommen.


      Du kannst auch Corona bekommen, wenn deine Impfung erst drei Wochen her ist, dass hat mit der Impfung nichts zu tun. Die Impfung verhindert nur, dass du schwerer an Covid erkrankst. Lass dich doch mal vernünftig von deinem Arzt beraten.

      Balou wrote:

      ein Großteil der Forum-Mitglieder schon seit plus/minus 6 Monate zum 4. mal geimpft sind


      Das ist nur Spekulation, bei mir steht gerade erst die vierte Impfung an.

      Aber noch einmal, wir führen hier keine öffentliche Impfdiskussion und auch keine medizinische Beratung. Wer sich darüber unterhalten will, kann dies jederzeit per Konversation tun.
      Gruß Jobo,

      Die gefährlichste aller Weltanschauungen ist die Weltanschauung der Leute, welche die Welt nicht angeschaut haben.
      - Alexander von Humboldt -

      (Links zu meinen Reiseberichten finden sich im Profil/über mich)

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      seealpe wrote:

      sonst kommen wir noch zu den Anderen runter in die Quarantänekabinen.


      Die einzelnen Reedereien scheinen das sehr unterschiedlich zu handhaben. Wir waren im Juni/Juli mit einem Phoenix-Schiff auf der Donau unterwegs - von Passau zum Donaudelta und wieder zurück. Das Schiff fuhr unter Schweizer Flagge und wir kamen fast nur durch Länder, in denen er keine Corona-Maßnahmen mehr gab.
      Bei der Buchung musste man mindestens zweifach geimpft sein, was aber beim Betreten des Schiffes nicht kontrolliert wurde. Auch Tests waren im Vorfeld nicht erforderlich. Eine Maskenpflicht an Bord gab es nicht.
      Am 11. Tag der Reise hatte mein Mann Symptome und ich habe an der Rezeption einen Coronatest besorgt, der dann auch positiv ausfiel. Daraufhin ließ auch ich mich testen und war negativ. Mir wurde eine eigene Kabine angeboten, was ich nicht für sinnvoll hielt. Wir durften dann beide in unserer schönen Kabine bleiben. Ich hätte weiterhin frei herumlaufen können, solange mein Test negativ war, habe mich aber lieber gleich mit isoliert. Das war gut so, denn am nächsten Tag hatte auch ich Symptome.
      Wir beide waren 4x geimpft und hatten wohl das, was man einen leichten Verlauf nennt: 2 Nächte Fieber unter 39 Grad und tagsüber schlapp vor dem Fenster oder dem Fernseher geruht. Die Versorgung durch die Crew war ausgezeichnet. 3x täglich konnten wir auf dem Menü ankreuzen, was wir wollten und bekamen das warm zur Kabine gebracht. So gut hätten wir es zu Hause nicht gehabt. ;)
      Nach jeweils 3 Tagen waren unsere Tests negativ und wir konnten sofort wieder am Bordleben und an den Ausflügen teilnehmen:

      Der relativ pragmatische Umgang mit der Pandemie führte letztlich zu ziemlich vielen Infektionen an Bord, was man an den zunehmenden Geschirrtabletts vor den Kabinen ablesen konnte. Schwere Verläufe gab es aber nicht.

      Letztlich glaube ich, dass ein Kreuzfahrtschiff ein idealer Ort für die Verbreitung des Virus ist, auch bei strengeren Maßnahmen. Verwandte waren im August mit der Europa in Norwegen unterwegs und kamen trotz Maskenpflicht beide mit Covid-19 heim.
      Es ist eben ein Risiko, das man mit einer solchen Reise eingeht. Solange man mit einem leichten Verlauf rechnen kann und mit einer kurzen Qurantänezeit, ist eine Erkrankung unterwegs meiner Meinung nach nicht so problematisch. Ich gebe aber zu, dass wir uns während der Pandemie lieber noch nicht aus Europa herausgetraut haben.

      Viele Grüße
      Laminaria
      Reiseberichte sind in meinem Profil verlinkt.

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      Ich muss das präzisieren: Zunächst gab es keine Maskenpflicht. Nachdem es Fälle an Bord gab, trug die Crew im Restaurant Masken und für uns wurde die Empfehlung mehrfach ausgesprochen. Manche hielten sich daran. Nachdem wir so schnell aus der Quarantäne durften, trugen wir in den öffentlichen Bereichen auch lieber freiwillig Masken, da noch ein Restrisiko bestand, dass wir vielleicht andere anstecken könnten.
      Für Ausflugsbusse wurde immer eine Maskenempfehlung ausgesprochen. Wenn dann die örtlichen Reiseleiter uns auslachten, verschwanden etliche Masken gleich wieder.
      Am ersten Tag wieder in "Freiheit" habe ich der ungarischen Leiterin gesagt, dass wir die Masken tragen, um uns nicht gegenseitig den Urlaub zu verderben. Dafür hatte sie dann doch Verständnis.
      Reiseberichte sind in meinem Profil verlinkt.

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      Laminaria wrote:

      Die einzelnen Reedereien scheinen das sehr unterschiedlich zu handhaben.

      Dann steuere ich mal die "COVID-19-Regeln" von Plantours bei Flusskreuzfahrten im Sommer 2022 bei.

      Ich war zweimal für jeweils eine Woche mit diesem Schiff, das unter deutscher Flagge fährt und vom Eigner als Kapitän gesteuert wird, in den Niederlanden, wo es momentan keine "Corona-Einschränkungen" gibt. Das Schiff war von Plantours gechartert. Start und Ziel waren jeweils deutsche Städte.

      Voraussetzung für die Mitreise war eine laut digitalem COVID-19-Zertifikat vollständige Covid-19-Impfung, gegebenenfalls mit Booster, oder Impfung und vollständige Genesung, falls die Infektion nicht länger als drei Monate zurücklag.
      Einige Tage vor der Abreise musste ein ausgefüllter Fragebogen mit Angaben zum Impfstatus bei Plantours eingereicht werden.
      Vor dem Betreten des Schiffs wurde mit einem IR-Thermometer die Stirntemperatur gemessen. Bei Werten ab 37,5 °C hätte man das Schiff nicht betreten dürfen. Danach musste man einen tagesaktuellen medizinischen Fragenbogen und einen maximal 24 Stunden alten negativen Schnelltest einer offiziellen Teststelle abgeben.
      Das heißt also, ich musste mich selbst um eine Teststelle in den beiden Abreisestädten kümmern, da ein Test von einer Teststelle meines Wohnorts beim Einchecken mehr als 24 Stunden alt gewesen wäre.
      Zum Glück gabs in beiden Städten eine Teststelle in einer bahnhofsnahen Apotheke und diese waren - auch mit dem Gepäck - relativ gut zu erreichen.

      Zum Thema Masken:
      Plantours hatte zwar empfohlen, beim Einchecken und später auf den Laufwegen im Schiffsinneren und am Buffet (gabs nur beim Frühstück) eine Maske zu tragen.

      Als ich beim Einchecken eine Maske getragen habe, wurde mir sofort gesagt, das sei nicht nötig.

      An den ersten beiden Tagen bin ich trotzdem noch mit Maske ins Restaurant gegangen und hab sie nur zum Essen abgemommen. Außer mir hat das aber kaum jemand gemacht. Die Crew hat keine Masken getragen.

      Ab dem dritten Tag hab auch ich keine Maske mehr getragen, denn sollte tatsächlich auf dem Schiff- vor allem im Restaurant - jemand sein, der unwissentlich die Viren verteilt, wären sie in der Luft und früher oder später wäre jeder dem Risiko ausgesetzt, sie einzuatmen.

      Immerhin hat die Belüftung des Restaurants sehr gut funktioniert. Die hatten anscheinend die Frischluftzufuhr immer auf die höchste Stufe eingestellt. Das Frühstücksbuffet schien mir hygienetechnisch in Ordnung zu sein und mir sind da auch keine Paxe unangenehm aufgefallen. Außerdem waren immer zwei Sevicemitglieder in der Nähe, die ein Auge auf das Buffet hatten.

      Die vollbesetzte Lounge habe ich möglichst gemieden. Da war mir die Luft oft nicht frisch genug.

      An Ausflügen hab ich mit einer Ausnahme immer nur geführte Stadtbesichtigungen gemacht und dabei keine Maske getragen. Um große Abstände zwischen den Teilnehmern einhalten zu können, gab es in jeder Kabine für jeden Passagier ein Audiogerät mit einem neuen Ohrhörer, den man während der Reise benutzen und dann entsorgen konnte.

      Ich hab beide Reisen gesund überstanden und mir ist auch nichts über einen Corona-Ausbruch während dieser Reisen zu Ohren gekommen.

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      Laminaria wrote:

      Wenn dann die örtlichen Reiseleiter uns auslachten....

      Hierzu durfte ich kürzlich auch meine Erfahrungen sammeln. :D

      Wir sind gerade aus einem 3-wöchigen Süd-Norwegen-Urlaub zurück. Mit dem Auto hatten wir den Katamaran Fjord FSTR gebucht, der in angegebenen 2,15 Std. von Hirtshals nach Kristiansand und umgekehrt 'fliegt'. Allerdings hatten wir auf dem Rückweg 2 m hohe Wellen und brauchten etwas über 3 Std. ;)

      Es ist weder in Dänemark noch in Norwegen in Hotels oder auf dem Katamaran mit 1.200 Passagieren eine Rede von Corona. Masken, Testergebnisse, Fiebermessen? Alles Schnee von gestern. Am Buffet in der Lounge des Katamarans trat uns eine ältere, anscheinend sehr hungrige, Reisegruppe bald in die Hacken. Abstand Fehlanzeige! ;( Mehrstündige Fjordtouren finden ebenfalls ganz entspannt wie vor Corona statt.

      Man kann fast sagen, dass sich jemand MIT Maske als Deutscher outet, jedenfalls in unserem Urlaub. :cool: Darum wurden wir in unserem Hotel in Stavanger mal von Norwegern lächelnd gefragt, warum wir Deutschen so eine Angst hätten. Was sollte ich darauf antworten? :schiefguck:

      Kaum wieder zurück in Deutschland, wurden die neuesten Corona-Regeln von Herrn Prof. Dr. Lauterbach für den Herbst verkündet. :lol:
      Liebe Grüße, borea :flower:

      Give peace a chance!
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      Bei meiner jüngst zuende gegangenen Reise gab es nur auf den Flügen von Frankfurt nach Oslo und zurück eine Maskenpflicht - wie diese laut Lufthansa bei allen Flügen von und nach Deutschland gilt.

      An Bord der NORDSTJERNEN wurden wir lediglich beim Warten auf die Anlandung - weil wir im Bereich bei der Rezeption eng beieinander standen - gebeten, Maske zu tragen - sonst nicht.
      <3 lig hilsen
      Bernhard