Zwischen Gold und Weiß – eine stimmungsvolle Reise mit der MS Lofoten durch den Herbst (04. - 21.10.2019)

    • B-K-B
    • Montag, 14. Oktober 2019 – Tag 11 (Teil 1)

      Ein neuer Aussichtspunkt und stationäre Unwetter

      Heute bin ich wieder früh wach, so dass ich bereits um 7 Uhr an einem kleinen Frühstück sitze :gutenmorgen: Da Göga noch schläft, esse ich nur die erste Hälfte meines normalen Frühstücks und gehe dann raus, um die Morgenstimmung zur Zeit des offiziellen Sonnenaufgangs zu genießen :)



      Es herrscht eine seltsame Stimmung. Beherrschend ist ein fahles Licht mit Orangetönen und violetten Farbspielen. An einigen Stellen hängen Schauer in der Gegend rum :|



      Obwohl es windstill ist, ist wieder ordentlich Bewegung auf dem Schiff 8|



      Gegen 8:20 Uhr schießt die MS Finnmarken (mit @borea an Bord) um die Ecke und bringt die ersten Sonnenstrahlen mit :thumbup:



      Langsam aber sicher nähern wir uns Havøysund .



      Ich schaue nach Göga und wir nutzen den kurzen Aufenthalt im Ort, um uns dem Frühstücksbuffet zu widmen :thumbup:

      Gegen 10 Uhr stehe ich wieder an Deck. Die Grundstimmung hat sich inzwischen Richtung Blau bewegt ^^



      Wenig später passieren wir die Stikkelvågkjerringa, die immer noch auf Erlösung wartet :pardon:



      Wir erreichen die Südküste von Magerøya , auch wenn es beinahe aussieht wie der Mars, der sich hinter einem Hügel versteckt :/



      Die Stimmung ist einfach unbeschreiblich, daher lasse ich einfach die Fotos für sich sprechen :rolleyes:



      Ganz unerwartet taucht auf einmal eine Herde Rentiere auf – so spät im Jahr eher ungewöhnlich 8|



      Ich bin froh, dass ich an keinem Ausflug teilnehme, da ich mich einfach nicht losreißen kann und so das Mittagessen noch warten kann :)



      Heute fallen mir zum ersten Mal die fast senkrecht verlaufenden Felsbänder auf :huh:

      Nun nähern wir uns Honningsvåg . Göga möchte gemeinsam mit D. und H. den Nordkappausflug auf eigen Faust unternehmen, so verabschiede ich mich von den dreien und begebe mich ins beinahe leere Restaurant.
      Das dauert jetzt ein wenig; deshalb heißt es wieder einmal



      Fortsetzung folgt
      Chor: Wir sind alle Individualisten :)
      Einzelstimme: Ich nicht :P


      Reiseberichte siehe Profil :lofoten2:


    • Montag, 14. Oktober 2019 – Tag 11 (Teil 2)

      Ein neuer Aussichtspunkt und stationäre Unwetter (Fortsetzung)

      Um 11:30 Uhr trifft sich ein kleines Grüppchen von 5 Nockstehern vor dem Schiff, um gemeinsam eine kleine Wanderung zu unternehmen :locomotive:
      Da die meisten von ihnen noch nie im Ort gewesen sind, laufen wir am Wasser entlang in Richtung Kirche und dann nach links bergan.
      Hier können wir noch einmal Abschied von der MS Lofoten nehmen :huh:



      Nun geht es mehr oder weniger gleichmäßig durch das Elvedalen bergauf. Nach rund 120 Höhenmetern wird es flacher und bald haben wir einen schönen Blick über die Hochebene hinunter nach Honningsvåg und weiter bis zum Festland ^^



      Bald haben wir den Pass überschritten und es geht wieder bergab, bis auf einmal vor und unter uns nach ziemlich genau 50 Minuten Wanderzeit das dunkle Auge des Prestvatnet auftaucht 8|



      Wir genießen ein wenig die zart verschneite Landschaft und beobachten einen seltsamen Vogel :hmm:



      Es ist absolut windstill, wodurch es sich auch bei Temperatuten von unter 0 Grad gut hier aushalten lässt. Nach einer knappen Viertelstunde machen wir uns aber langsam wieder auf den Rückweg, schließlich haben wir uns noch ein höheres Ziel vorgenommen ;)
      Wir laufen zurück ins Elvedalen, folgen bald aber einer Pfadspur nach links und erneut bergauf.

      Es geht rund 10 Minuten gerade den Berg hoch. Nach vorne ist immer nur Tundra und darüber blau mit weißen Wölkchen zu sehen. Gerade als diese eintönige Aussicht langweilig zu werden droht, wird der Weg erst unmerklich, dann spürbar flacher. Noch ein paar Schritte und wir stehen an der Abbruchkante und es bietet sich uns dieser Ausblick :8o:



      Rund 200 Höhenmeter unter uns liegt Nordvågen, von Seeseite aus ziemlich unspektakulär anzuschauen :rolleyes:
      Gerade kommt ein Fischerboot zurück. Wir schauen gebannt, wie es einerseits die Wellen zusammenschiebt und andererseits die Torstangen mittig passiert :whistling:



      Die Aussicht ist einfach überwältigend :thumbup:



      Wir laufen noch ein Stück nach Süden, immer der Kante entlang, bis wir auf die Überreste eines alten Funkmastes stoßen :huh:



      Die Wolken am Horizont haben inzwischen beschlossen, dass sie nicht dichthalten wollen, was die Aussicht noch ein wenig spektakulärer macht :/ Links sind ganz klein die übrigen Teilnehmer der Wandergruppe zu sehen, was die Dimensionen noch eindrucksvoller macht.
      Nun müssen wir uns leider wieder von dieser Aussicht verabschieden und steigen ab in Richtung Honningsvåg (der Abstieg nach Nordvågen wäre nicht wirklich zielführend gewesen) :mosking:

      Im Ort angekommen empfangen uns wieder die reinen Herbstfarben :rolleyes:



      Wir laufen jetzt geradeaus am Hafenbecken entlang und kommen gerade rechtzeitig, um den Abschluss der Rettungsübung mit zu erleben :lofoten2:


      Auf dem Rückweg zum Schiff gibt es wunderschöne Spiegelungen :love:



      Als wir wieder an Bord kommen, sind die Ausflügler erstaunlicherweise schon wieder zurück; mehr als 20 Minuten vor der (Abfahrts-) Zeit 8|

      Göga berichtet ganz begeistert von dem Ausflug. Sie sind (ohne Voranmeldung) mit insgesamt 8 Personen im Linienbus 406 (es gibt auch noch eine andere Linie) für NOK 680 pro Person gefahren. Der Fahrer hat viel erzählt. Auf der Hinfahrt gibt es einen Fotostopp mit Blick auf das Teufelshorn sowie einen Abstecher nach Skarsvåg.
      Am Nordkapp selber gibt es 80 Minuten Aufenthalt; auf der Rückfahrt gibt es noch eine kleine Stadtrundfahrt durch Honningsvåg .
      Fazit: Mehr Leistung für deutlich weniger Geld (aktueller HR-Preis: 189 Euro) :thumbsup:

      Apfelkuchen und Kakao schenken wir uns, es zieht uns vielmehr wieder nach draußen die Stimmung genießen :)
      Die Schauer scheinen ziemlich kräftig Wind aufzuwirbeln, denn es ist wieder ordentlich Bewegung auf dem Schiff. Wir fahren dennoch ziemlich geradewegs auf den stationären Schneeschauer zu, den wir bereits vor mehr 2 Stunden von oben gesehen haben :/



      Wenig später wird es richtig dramatisch =O



      Gleiche Stelle, gleiche Zeit, andere Richtung 8|



      Wir sind nicht die einzigen, die sich an dieser Vor-Weltuntergangsstimmung nicht sattsehen können :D



      Vor uns haben sich nun zwei Schauer zusammengetan, um uns zu empfangen :huh:



      Wenig später herrscht wirklich Weltuntergangsstimmung, ein heftiger Hagelschauer macht jede Unterhaltung unmöglich – und schon ist es in der Höhe der Finnkjerka beinahe tiefste Nacht X/ Selbige ist nur noch schemenhaft zu erahnen, nur der Blick nach hinten zeigt noch einige wenige Konturen.



      Als wir Kjøllefjord wieder verlassen, ist der Weg aus dem Fjord hinaus wieder freigeräumt. Auch hat sich die Nacht wieder in eine Abenddämmerung verwandelt ^^



      Beim Abendessen bleiben einige Plätze leer, andere Passagiere lassen sich einen Brotkorb bringen und verschwinden damit schnell wieder auf der Kabine. An einem Tisch wird ein großer Behälter Eiswürfel bestellt und zwischen den Gängen fleißig gelutscht – und es scheint zu helfen :thumbup:
      Uns macht das (subjektiv gesehen) bisschen Schaukelei nichts aus; ganz im Gegenteil werden wir davon später sanft in den Schlaf geschaukelt :sleeping:
      Chor: Wir sind alle Individualisten :)
      Einzelstimme: Ich nicht :P


      Reiseberichte siehe Profil :lofoten2:


    • Dienstag, 15. Oktober 2019 – Tag 12 (Teil 1)

      Unwirkliche Farben und schon wieder ein neuer Ausflug

      Heute gibt es eine Premiere – zum ersten Mal beginnt der Tag laut Tagesbefehl nicht mit „Frukost“, sondern es ist tatsächlich der Besuch in Vadsø aufgeführt :thumbsup:
      Das können wir uns natürlich nicht entgehen lassen und stehen bereits bei der (verspäteten) Einfahrt in den Hafen draußen.
      Die Stimmung schwankt dabei zwischen unwirklich und grandios 8|



      Wir bleiben noch bis zur Abfahrt draußen und gehen dann zum Frühstück. Zwischendurch muss ich selbiges aber mal kurz unterbrechen, denn die tiefst-stehende Sonne lässt das Ufer in einem surrealen Licht erscheinen :huh:



      Zur anderen Seite hin ist nichts Spektakuläres zu sehen, denn die Sonne steht für uns unterhalb des Horizonts :pardon:
      Wir frühstücken zu Ende (wobei wir uns wieder im aufrechten Gang zum Buffet bewegen können :thumbup: ) und stellen anschließend fest, dass wir uns bereits im Bøkfjord befinden.
      Die Herbststimmung ist aber auch noch hier zu bewundern :)



      Nach der Ankunft in Kirkenes trifft sich vor dem Schiff wieder ein Wandergrüppchen um Neuland zu entdecken: Es soll einmal rund um Prestøya gehen.
      Da die Beschreibung des offiziellen Ausflugs erst am Folgetag von @Flemming T. erstellt wird, halten wir uns wirklich an das „rund um“ :whistling:
      Wir biegen nach dem Verlassen des Kais links ab und folgen dann dem Prestøyveien wiederum nach links bergauf. Wir werden dann von Dr. Palmstrøm eingeladen, seinem Weg (wiederum nach links) zu folgen. Bei den ersten Häusern wenden wir uns nun zum vierten Mal nach links (nein, auch bei 4x links abbiegen sind wir nicht im Kreis gegangen :D ) und folgen nun einer Pfadspur oberhalb der Hafenanlagen nach Nordost. Bald gelangen wir an einen kleinen Unterstand.



      Wir vermuten, dass es sich um die Stelle handelt, an der beim offiziellen Hurtigrutenausflug eine Pause eingelegt wird und wähnen uns auf dem richtigen Weg :thumbsup:
      Nach einigen Minuten verzweigt sich der Pfad. Eine Spur geht bergab zum (Felsen-) Strand, die andere geht weiter bergauf, endet aber an einer Felskante :S Also bergab, aber auch nicht für sehr lange. Einerseits ist es am Strand sehr unbequem zu laufen und andererseits gibt es auch hier bald eine ohne Kletterausrüstung unüberwindliche Felsbarriere X/ Also folgen wir einem (vielleicht ansatzweise vorhandenen, vielleicht auch eingebildeten) Pfad bergan.
      Egal ob dies der richtige Weg ist oder nicht, wir werden nach wenigen Höhenmetern mit unberührter (Herbst-) Natur belohnt :rolleyes:



      Wir befinden uns nun auf einem Sims, dem wir auf einem gut gepolstertem Weg nach Südosten folgen.



      Bald sehen wir nach Süden in der Ferne die „neue“ Brücke der E105 am Südende des Bøkfjord sowie ein paar Häuser, letztere aber deutlich näher.
      Beim Abstieg müssen wir aufpassen, denn der blanke Fels hat sich mit einer dünnen, aber dafür unsichtbaren Eisdecke vor der Kälte geschützt :huh: Wir ziehen aber eh den Polsterweg vor und stehen bald vor Garagen, die auch schon bessere Zeiten gesehen haben. Dafür sind einige Briefkästen um so besser gepflegt :hmm:



      Wir folgen nun der Straße bergab und landen an dem auch von @Flemming T. beschriebenen Unterstand. Ab hier gibt es einen Wanderweg direkt am Ufer und einem Vogelschutzgebiet entlang. Vögel sehen wir keine, aber dafür die gesammelten Wegmarkierungen des Rundwegs :fie: Kein Wunder, dass wir den Weg nicht gefunden haben, sondern ihn suchen mussten! Vielleicht ist aber auch der Bauwagen so baufällig, dass er von den Markierungsstangen abgestützt werden muss, wer weiß :|

      An der Südspitze angekommen haben wir zwei Alternativen: Wir können über den Geröll-Strand weiter oder hoch zur Straße steigen, wo es sicher angenehmer zu laufen ist. Diese Variante ziehen wir vor und entdecken dabei noch ein paar eigentümliche Anblicke.
      Das lange nicht benutzte Auto bietet ja auch optisch noch einen Reiz, während man bei dem Spezialisten für Reifenwechsel aus dem Kopfschütteln nicht mehr herauskommt :dash:



      Der Notausgang bei einem Bürogebäude aus dem Obergeschoss ist ja noch originell und zweckmäßig, aber wie die Leute vom Dach evakuiert werden sollen, ist mir ein Rätsel ?( Aber das wird sich der Architekt sicherlich schon nichts dabei gedacht haben :wacko1:
      Und die Zusammenarbeit zwischen der Musik-Garage und Malmklang wird sicherlich sehr experimentell ausfallen :D

      Das letzte Foto ist erst nach dem Ausflug entstanden. Die übrigen Wanderer haben sich nach dem Verlassen der Halbinsel wieder in Richtung Schiff oder Supermarkt bewegt, während ich am Friedhof vorbei ins Zentrum gelaufen bin, wo ich mich kurzfristig noch mit Göga nebst Begleitungen verabredet habe. So können wir den Rückweg gemeinsam zurücklegen :)

      Wir legen pünktlich ab. Ich möchte gerne die Fahrt durch den Bøkfjord genießen (außerdem ist das Restaurant komplett belegt), und so verschieben wir die Nahrungsaufnahme um eine halbe Stunde ^^
      Wir haben einen Passagier ohne Ticket an Bord, der sicherlich Ausschau nach potentiellen Nahrungsquellen außerhalb des Bordrestaurants hält :mosking:



      Ob er wohl auf diesem Schiff fündig wird?



      Ich wende mich wieder den Herbstfarben zu :rolleyes:



      Vorbei am Eingang des Bunkers fahren wir weiter bis Bøkfjord fyr, das sich uns wie ausgestorben präsentiert :huh:



      Nun wird es aber wirklich Zeit zum Mittagessen (die anderen warten schon), und daher muss wieder einmal unterbrechen :D



      Fortsetzung folgt
      Chor: Wir sind alle Individualisten :)
      Einzelstimme: Ich nicht :P


      Reiseberichte siehe Profil :lofoten2:


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    • Flemming T. wrote:

      Da passiert richtig etwas in der Natur ...

      Ja, gerade im Herbst geht das richtig schnell ;)


      Nun aber weiter mit

      Dienstag, 15. Oktober 2019 – Tag 12 (Teil 2)

      Unwirkliche Farben und schon wieder ein neuer Ausflug (Fortsetzung)

      Gegen 14:30 Uhr zieht es mich wieder nach draußen, genau zu Beginn der goldenen Stunde. Dass sie sich so präsentiert, hätte ich allerdings nicht erwartet 8|



      Eine halbe Stunde später passiert uns ein Jagdgeschwader :/



      Die Vögel machen so viel Wind, dass das Schiff wieder anfängt ein Eigenleben zu entwickeln 8| Vielleicht sind sie aber auch zu nah an der MS Lofoten vorbeigeflogen, und sie macht sicherheitshalber Ausweichmanöver (soweit sie im Rahmen eines unveränderten Kurses halt möglich sind) :D

      Wir halten sicherheitshalber immer Hornøya im Blick, nur für den Fall dass sich wieder ein paar Vögel aufmachen :search_1:



      Wir nähern uns Vardø , wo der Verfall der alten Speicherhäuser immer weiter um sich greift ;(



      Hier finden wir ganz unerwartet auch den Hauptstützpunkt unserer Angreifer von vor 1½ Stunden :whistling:



      Wir nutzen den Ausgang für etwas Bewegung. Da wir rund 15 Minuten Verspätung haben, gehen wir diesmal zur Festung und nicht nach Steilneset :nono:
      Einige Gebäude sind aktuell von Soldaten bewohnt, was der Stimmung in der blauen Stunde sehr zugute kommt :)



      In einem Schuppen finden wir alte Geschütze, eins davon mit integriertem Schneeschieber :|


      Wir müssen wieder zurück zum Hafen, denn auch diesmal wird die MS Lofoten wohl nicht auf uns warten. Dort angekommen warte ich aber noch, bis der große Ansturm vorbei ist. Dennoch bin ich nicht der letzte zurück an Bord ^^



      Die MS Lofoten wagt sich in der blauen Stunde wieder aus dem sicheren Hafen hinaus in die windstille, aber dennoch bewegte See :/



      Kurz nach 17 Uhr entdecken wir im Osten ein Ufo – zumindest sieht es so aus 8| ?( 8| Wir haben jedenfalls keine natürliche Erklärung dafür.
      Erst zu Hause komme ich auf die Idee, dass es sich um den aufgehenden Mond handelt, der durch eine Lücke in den Wolken lugt :D



      Im Restaurant sind beim Abendessen wieder einige Tische nicht vollständig gefüllt. Insbesondere einige neue Gesichter an Bord wechseln zwischen häufiger zwischen kalkweiß und grün, aber es geht alles gut :thumbup:

      Den Abend verbringen wir wieder in der Bar, ziehen uns aber früh zurück. Schließlich wird morgen ein langer Tag, gefolgt von einer kurzen Nacht… :pardon:
      Chor: Wir sind alle Individualisten :)
      Einzelstimme: Ich nicht :P


      Reiseberichte siehe Profil :lofoten2:


    • Mittwoch, 16. Oktober 2019 – Tag 13 (Teil 1)

      Der Tag des indirekten Sonnenscheins

      In der Nacht werden wir mehr oder weniger sanft geschaukelt. Ich werde ab und zu wach und klemme mich dann im Bettrahmen so ein, dass ich zumindest nicht mehr hin und her rutsche :S
      In der Nacht ist wohl so viel Ladung an Bord genommen worden, dass wir am Morgen rund 30 Minuten Verspätung haben – und das obwohl die MS Lofoten in Kjøllefjord vor der Hafeneinfahrt gedreht und dadurch Zeit eingespart hat 8|

      Wir gehen gegen 7:30 Uhr zum Frühstück und sind gerade rechtzeitig fertig, um die Einfahrt nach Havøysund zu erleben :)



      Es gibt nur ein kurzes An- und Ablegemanöver, damit wir der MS Nordnorge Platz am Kai machen können.
      Dass diese ebenfalls Verspätung hat und wir uns am üblichen Platz treffen, können wir ja zu der Zeit noch nicht wissen :pardon:



      Nach Norden hin zeigen sich die Berge an ihren Gipfeln bereits tief winterlich verschneit ^^



      Die nächsten Stunden vergehen relativ ereignislos, erst als wir Melkøya passieren, zeigen sich die ersten etwas größeren Wolkenlücken ^^



      Wir erreichen Hammerfest mit 30 Minuten Verspätung, die durch eine pünktliche Abfahrt wieder herausgeholt werden sollen. Daher laufen wir direkt zum Einstieg des Zigzag-Weg und folgen ihm auf den Salen :locomotive: Der Weg ist etwas vereist und an der ersten großen Kehre bin ich froh, meine Spikes-Schuhe angezogen zu haben. Ohne ist es hier sehr mühsam, und nicht wenige kehren an dieser Stelle um :wacko1:
      Als Lohn für die Anstrengung ist die herbst- und winterliche Aussicht heute wieder sehr beeindruckend :thumbup:



      Der rund 80 Meter hoch gelegene Salsvannet ist zwar komplett zugefroren, am Ufer aber alles andere als tragfähig =O



      Auf dem Rückweg drehe ich nach dem Besuch der katholischen Kirche noch eine Runde an der evangelischen vorbei (in der außer mir kein Mensch ist), die ich das letzte Mal vor 2 Jahren besucht habe. Auch der Friedhof lohnt heute einen Besuch :)



      Auf dem Weg zurück zum Hafen komme ich noch an einer etwas seltsamen Konstruktion vorbei, deren Sinn sich mir nicht so ganz erschließt ?(



      Das Schild mit dem Verweis auf den Beluga Hvaldimir hängt noch am Hafen, obwohl er sich ja jetzt offensichtlich nicht mehr hier aufhält. Zumindest eine entsprechende Ergänzung könnte sicher nicht schaden :thumbdown:
      Ich finde Göga im Eisbärenclub, in den ich noch einen kurzen Blick werfe. Aufgrund der fortgeschrittenen Zeit können wir uns nur noch kurz hier aufhalten, für einen Einkauf reicht es aber trotzdem noch :whistling: Zurück an Bord finden wir sofort einen freien Tisch im Restaurant und nutzen dies für eine kleine Mahlzeit :essen:
      Anschließend sehen wir, dass die Wolkenschieber halbe Arbeit geleistet haben – sie haben die Wolken so weit verschoben, dass wir die Berge im strahlenden Sonnenschein sehen können. Wir selber bleiben vorerst im Schatten :hmmz:



      Ich mache einen Rundgang durchs Schiff und entdecke dabei ein paar interessante Dinge. Die gelben Bojen zur Befestigung und Sicherung von Fischzuchtanlagen haben wir in Hammerfest an Bord bekommen. Sie nehmen sich aber (vor allem im Sonnenschein) beinahe malerisch aus :D



      An mehreren Stellen sind neue Mülleimer montiert worden, die zur Mülltrennung beitragen sollen. Leider ist nicht dran gedacht worden, auch die entsprechenden Symbole anzubringen, und ob jeder anhand der Farbe die richtige Zuordnung hinbekommt? :/
      Das Notfallbett für Tagespassagiere finde ich ebenfalls sehr interessant :D Die Krönung ist aber das Schild in der Bar… :laugh1:

      Als ich wieder an Deck komme, liegt die MS Lofoten wieder im Schatten, aber die Lichtstimmung im Sørøysund ist auch so (oder besser: gerade deswegen) überwältigend :rolleyes:



      Bei der Passage von Sternøya bemerken wir, dass sich die 0-Grad-Grenze im Vergleich zum Morgen wieder ein wenig angehoben hat :huh:



      Øksfjord erreichen wir mit 10 Minuten Verspätung und in der goldenen Stunde.



      Es erfolgt wieder die an diesem Ort typische Durchsage, dass wir lediglich einen kurzen Halt zum Be- und Entladen einlegen und nicht von Bord gehen sollen :nono:
      So nutzen wir mangels Alternativen die Gelegenheit, den (unveränderten) Zustand des einladenden Hotels zu begutachten ;)



      Gleichzeitig zieht sich das Entladen dermaßen hin (inzwischen werden die gelben Bojen vom Vordeck entladen), dass wir jetzt doch mal schauen müssen, ob wir von Bord kommen. Deswegen heißt es



      Fortsetzung folgt
      Chor: Wir sind alle Individualisten :)
      Einzelstimme: Ich nicht :P


      Reiseberichte siehe Profil :lofoten2:


    • Wieder sind deine Fotos der Landschaften , der Gebirge mit der halbhohen Schneefallgrenze soooo beeindruckend ! Vielen Dank dafür ... :rolleyes: . Mir gefällt bei den Vardö Bildern besonders Bild 51 ( zerfallender Speicher in Grossaufnahme ) und Bild 55 Lofoten mit Pfützenspiegelung zur blauen Stunde ! Alles Kalenderbilder <3 :love:.
      Reisen 2002 - 2012 mit MS NORDSTJERNEN , MS LOFOTEN , MS FINNMARKEN :)
    • Mittwoch, 16. Oktober 2019 – Tag 13 (Teil 2)

      Der Tag des indirekten Sonnenscheins (Fortsetzung)

      Es ist klar, dass es in diesen Situationen keinen Ansprechpartner gibt ;) Die Ausgangstür ist verriegelt und der Rezeptionsbereich ist verwaist bei ebenfalls verriegelter Tür. Verständlich, denn wahrscheinlich kommt die Anweisung vom Kapitän selbst :whistling:
      So erleben wir den längsten Aufenthalt an einem Hafen ohne Ausstieg, denn wir legen erst nach 40 (in Worten: Vierzig) Minuten wieder ab :wacko:
      Wir wollen es dem oder den Verantwortlichen mal zugutehalten, dass irgendwo etwas schief gelaufen ist, denn auf den gerade ausgeladenen Bojen befindet sich ein kleiner weißer Hurtigruten-Aufkleber mit der Aufschrift Hammerfest ?( Wir können natürlich spekulieren, wer wann einen Fehler gemacht hat, der dazu führt dass die Bojen jetzt in Øksfjord an Land getragen worden sind, aber auf die richtige Lösung werden wir wohl niemals kommen :pardon:

      Zumindest einen Vorteil hat die verspätete Abfahrt: Die Stimmung ist deutlich beeindruckender als sie vor einer halben Stunde gewesen wäre, die Berge scheinen von innen heraus zu brennen :rolleyes:



      Zur anderen Seite hin zeigt sich der Himmel nicht weniger beeindruckend :8o:



      Als ob das noch nicht genug gewesen wäre, färbt sich der Himmel bald darauf auch noch violett 8|



      Auch unsere Mitreisenden sind fasziniert :)



      Nach dem Abendessen gehe ich mal kurz raus. Es ist kalt geworden, so um die 0 Grad, aber die Nacht ist sternenklar. Leider zeigt die aktuelle Polarlichtvorhersage nur Stärke 0,33 an mit gleichbleibender Tendenz für die nächsten Stunden. So bleibe ich erst einmal drinnen :/
      Nachdem wir nach Skjervøy durch einen ultrakurzen Aufenthalt wieder im Fahrplan sind, zieht es mich eine Stunde später doch nach draußen. Der Mond steht am Himmel und es ist so klar, dass die Sterne zum Greifen nah und die Berge richtig plastisch erscheinen. Sogar die auf dem Gipfel des Trolltinden (gelegen auf der Insel Arnøya) in 850 Meter Höhe gelegene Hütte ist gut zu erkennen :love:



      Dann erscheint im Nordosten ein schwaches grünes Band, allerdings nur mit der Kamera zu erkennen. Dieses Band bleibt mehr als 1½ Stunden lang mehr oder weniger an der gleichen Stelle stehen, bis sich ganz langsam im Westen ein senkrechter Streifen zeigt, der sich gemächlich bewegt :huh:



      Nun geht es auf einmal ganz schnell, und 5 Minuten später steht der Himmel in Flammen :woot:



      Egal wohin man schaut, wabert es grün, sogar mit dem bloßen Auge zu erkennen :thumbsup:
      So schnell wie die Explosion gekommen ist, ist sie aber auch schon wieder vorbei und nur im Westen halten sich noch ein paar schöne Bögen :|



      Ganz langsam verblassen diese dann auch. Das passt zeitlich ganz gut, denn wir nähern uns Tromsø und es wird Zeit, dass wir uns für den letzten Höhepunkt des Tages vorbereiten, das Mitternachtskonzert :whistling:

      Wir sind diesmal in drei Gruppen unterwegs, von denen die kleinste wieder mal die schnellste ist (2 Busse + der joggende Kapitän :mosking: ). Das Konzert ist wie gewohnt sehr stimmungsvoll, heute mit Bariton, Flöte und Pianist.
      Auf dem Weg vom Bus zur Kirche haben einige Passanten Probleme, da der Boden stellenweise spiegelglatt ist X/ Aus diesem Grund dürfen wir nach dem Konzert eine Führung durch die Katakomben absolvieren, die direkt am Bus endet :thumbup:
      Kurz nach ein Uhr sind wir wieder an Bord, nicht ohne auf den letzten Metern wieder treppauf und treppab laufen (bzw. fahren) zu müssen :thumbdown:

      Anmerkung:
      Da @Scotty1076 und @KamillaS in ihren Berichten bereits viele und schöne Polarlichtfotos eingestellt haben, verzichte ich an dieser Stelle weitgehend darauf zu Gunsten des Folgetags ;)

      Noch eine Anmerkung, bevor ich das vergesse:
      Was der Ersteller des Schilds an der Bar (auf Foto 68) eigentlich sagen will: Bin gleich zurück, holen Sie sich bis dahin an der Cafeteria etwas zu trinken :D Zumindest sagt das die englische Inschrift so aus :laugh1:
      Chor: Wir sind alle Individualisten :)
      Einzelstimme: Ich nicht :P


      Reiseberichte siehe Profil :lofoten2:


    • Noschwefi wrote:

      Montag, 14. Oktober 2019 – Tag 11 (Teil 1)

      Gegen 8:20 Uhr schießt die MS Finnmarken (mit @borea an Bord) um die Ecke und bringt die ersten Sonnenstrahlen mit :thumbup:



      @Noschwefi
      Und ich habe die MS Lofoten-Begegnung verpasst und konnte euch nicht winken. :dash: Dafür hab ich euch wenigstens die Sonne mitgebracht. :mosking:
      Vielen Dank für deinen wunderbaren Reisebericht und die vielen tollen Bilder. Ich war gleich wieder in Gedanken auf der traumhaften Tour. :love:
      02/03-2016; 04/05-2018; 10-2019 MS Finnmarken :lofoten2:
    • Donnerstag, 17. Oktober 2019 – Tag 14 (Teil 1)

      Ein Highlight und noch ein Highlight und dann das Ganze noch mehrmals von vorn

      Auch heute bin ich vor dem (sicherheitshalber gestellten) Wecker wach. Göga möchte am Vesterålenausflug teilnehmen, mich lockt neben dem gemeinsamen Frühstück der Wetterbericht: Klarer Himmel nach Nachtfrost :)
      Kurz vor 7 Uhr stellen wir fest, dass die Voraussetzungen für einen schönen Tag auf jeden Fall gegeben sind :thumbup:



      Eine Viertelstunde später kommt erste Farbe ins Spiel ^^



      Wiederum 15 Minuten danach sind auch die ersten Wolken mit einbezogen :huh:



      Eine weitere Viertelstunde später müssen wir schon wieder raus, diesmal aber wegen der Begegnung mit der MS Kong Harald :D



      Schnell macht sie wieder die Sicht frei auf den schönen Morgenhimmel, während wir die Pier ansteuern :godtur:



      Ich gehe mit den Ausflüglern von Bord und schaue mich ein wenig um.
      Die „alten“ Graffiti zur Wasserseite hin sind kaum noch zu erkennen und auch weitgehend zugestellt (man könnte auch sagen: zugemüllt :fie: ). Eines zur Seite hin ist aber noch gut zu erkennen.



      Das alte Hafengebäude am jetzigen Hurtigbåtkai zeigt sich in einem schönen Licht ^^



      Beim Gehen heißt es wieder höllisch aufpassen, denn es gibt viele überfrorene (oder besser gesagt: durchgefrorene) Pfützen :S

      Kurz nach der Abfahrt sehen wir die Ausflügler, die gerade an der Trondenes Kirche ankommen. Die Abfahrt hat sich um mehr als 20 Minuten verzögert, da nicht alle Teilnehmer mitbekommen haben, dass der Ausflug unmittelbar nach der Ankunft losgeht :dash:
      Den ersten zaghaften Sonnenstrahlen ist das relativ egal, sie wärmen erst einmal nur die Berge im Hintergrund ;)



      In der nächsten Stunde sehen wir nach links eine Welt in Gold und Weiß …



      … während zur anderen Seite hin Gelb-Orange und Schwarz vorherrschen :/



      Der Übergang zwischen Schnee und Raureif ist fließend.



      Bald nähern wir uns der Risøyrenna , in der wir neben einem jungen Seeadler (natürlich wieder an der gewohnten Stelle) viele mehr oder weniger neugierige Kormorane sehen können :thumbup:



      Die vorherrschende Farbe hat sich nun auf Blautöne eingespielt :rolleyes:



      An Land bleiben wieder 10 Minuten, die ich zum Besuch des Tonnen-Pärchens ausnutze :locomotive:



      Die künstliche Sanddüne ist genau richtig platziert worden, um für eine warme Stimmung zu sorgen :thumbsup:



      Ich genieße noch ein wenig die Sonne auf dem Steg und daher heißt es



      Fortsetzung folgt
      Chor: Wir sind alle Individualisten :)
      Einzelstimme: Ich nicht :P


      Reiseberichte siehe Profil :lofoten2:


    • Donnerstag, 17. Oktober 2019 – Tag 14 (Teil 2)

      Ein Highlight und noch ein Highlight und dann das Ganze noch mehrmals von vorn (Fortsetzung)

      Wir legen pünktlich ab, und schon wetteifern wieder die sonnigen und die schattigen Herbstimpressionen miteinander :)



      Dann entdecke ich in der Ferne einen schwebenden Leuchtturm 8| :8o:



      Es handelt sich um Anda fyr, ca. 5 km nördlich von Langøya gelegen und damit gut 30 km von der MS Lofoten entfernt. Bisher hat es dieser Leuchtturm noch nicht einmal ins Hurtig-Wiki geschafft, was die Recherche nicht gerade einfacher gemacht hat :nono:
      Aber ich gebe zu, dass ich auch niemals mit so einer Fernsicht gerechnet hätte :D

      Zum Ausgleich beschränke ich mich erst einmal auf die unmittelbare Umgebung :search:



      Auch unsere gefiederten Begleiter genießen den Sonnenschein ^^



      Bald taucht der Reka auf, der durch seine eindrucksvolle Form höher wirkt als seine 605 Meter. Die Form erinnert an das Blatt eines Spatens, woraus der Berg einer Sage nach ja auch entstanden ist :D



      Was hier auf dem Foto nicht zu erkennen ist: Der Berg ist rund 15 Kilometer entfernt, die Häuser davor nur 5. Dazwischen befinden sich noch das ebenfalls rund 5 Kilometer lange Vikeidet sowie das nördliche Ende des Eidsfjords. Letzterer wurde von einem Troll gegraben, der die Insel Langøya in zwei Teile auftrennen wollte. Leider wurde der Untergrund immer felsiger, und schließlich zerbrach der Spaten. Das Blatt flog in die Luft und wurde von der aufgehenden Sonne in Stein verwandelt; der Troll schaffte es noch wenige Kilometer nach Westen und wurde dort (von hier aus nicht sichtbar) ebenfalls in Stein verwandelt :pardon:

      Eine Anmerkung zum Link: Hier sieht man gut den Verlauf der Grabungen bzw. des Eidsfjords. Wenn man einmal reinscrollt, erscheint mittig auch der Name "Reka" in der Karte.

      Nun ist es nicht mehr lange hin, bis wir uns Sortland nähern :rolleyes:



      Hier kommen die Ausflügler wieder an Bord und wir stärken uns erst einmal am Mittagsbuffet. Nebenbei stellen wir fest, dass die Fische hier wirklich frisch auf den Tisch kommen :thumbup:



      Bald heißt es wieder Leinen los und wir folgen dem Sortlandsund gen Süden.

      An der Backbord-linken Seite werden wir von hohen schneebedeckten Bergen begleitet, an der Steuerbord-rechten Seite ist davor noch Platz für einige Bauernhöfe :)



      Die Farbübergänge sind bei diesem Licht einfach wunderschön anzuschauen :rolleyes:



      Wir passieren die Brücke über den Langøysund, die neben einem Doppel-Kormoran (der hier im Norden den Doppel-Adler ersetzt) auch ein besonderes Kunstwerk aus naturbelassenen Materialien anzubieten hat :whistle3: :mosking:



      In Stokmarknes legen wir überpünktlich an. Bei der Anfahrt sehen wir, dass die Aufmerksamkeit mit speziellen Lichteffekten auf ein bestimmtes Gebäude gelenkt werden soll, aber wir haben nicht herausbekommen warum :hmm: Vielleicht soll aber auch nur davon abgelenkt werden, dass der Pier heute nicht betreten werden sollte – außer wenn man Kontakt mit einer Dampfwalze machen möchte :wacko1:



      Schließlich wird dieses Problem auch gelöst und wir können an Land, die MS Finnmarken einmal ohne Dach bewundern.
      Ich laufe wieder einmal nach Børøya zum Denkmal „Tag und Nacht“.



      Bei den leuchtenden Farben ein lohnender Ausflug :D

      Auf dem Rückweg habe ich noch etwas Zeit, weswegen ich mir unterwegs ein Fahrrad für eine kleine Rundfahrt ausleihen möchte :whistling:



      Hierfür benötige ich aber beide Hände und kann daher nicht weiter schreiben :/
      Deswegen heißt es erneut



      Fortsetzung folgt
      Chor: Wir sind alle Individualisten :)
      Einzelstimme: Ich nicht :P


      Reiseberichte siehe Profil :lofoten2:


    • @vilem
      Wir hatten die ganze Fahrt über sehr viele Fata Morganas. Bisher sind sie mir noch nie so aufgefallen :pardon:


      Nun aber weiter mit


      Donnerstag, 17. Oktober 2019 – Tag 14 (Teil 3)

      Ein Highlight und noch ein Highlight und dann das Ganze noch mehrmals von vorn (2. Fortsetzung)

      Das Fahrrad weigert sich standhaft benutzt zu werden, und so gehe ich halt zu Fuß zurück zum Schiff :/
      Dort sehe ich, dass mir Göga von ihrem Einkaufsbummel ein Glas meiner Lieblingsmarmelade mitgebracht hat :thumbsup:
      Wir legen pünktlich ab, und ich lege mich auf die Lauer, um die achteckige Hadsel kirke zu erspähen :search_1:



      Von der Grundstruktur her passend, aber sonst nicht mit wirklich vielen Gemeinsamkeiten präsentiert sich eine halbe Stunde später das Leuchtfeuer von Brattholmen :whistling:



      Nach ein wenig Slalomfahrt biegen wir dann gen Süden in den Raftsund ein, in dem überraschenderweise auch der Herbst Einzug gehalten hat :rolleyes:



      Orte und Bötchen ziehen in der tiefstehenden Sonne vorbei und erhalten von der Postfahne einen letzten Gruß :)



      Da ich die Durchfahrt durch den Svartsund bereits mehrfach auf der Nock genießen durfte, halte ich mich diesmal bewusst im Bereich vor dem Glaspalast auf. Einerseits ist es hier nicht so eng (wie es @KamillaS leidvoll erfahren muss) und andererseits steht die (vom Schiff aus unsichtbare) Sonne nun in meinem Rücken ^^



      Langsam fahren wir in den Trollfjord ein.



      Dann ist es schlagartig still, alle Passagiere sind fasziniert von der Stimmung im Fjord :love:



      Die MS Lofoten gleitet langsam weiter durch diese faszinierende Märchenwelt :lofoten2: :woot:



      Schlagartig meldet sich der nahende Winter zu Wort :/



      Bei der Ausfahrt zeigt sich der Herbst umso prächtiger und signalisiert: Ich bin auch noch da! :thumbsup:



      Die beiden Besatzungsmitglieder, die sich am Fuße des Schornsteins aufgehalten haben, verziehen sich nun wieder nach drinnen. Dies ist das Zeichen, den Trollfjord endgültig zu verlassen, aber auch zurück im Raftsund zeigen sich in der blauen Stunde immer noch eindrucksvolle Impressionen ^^



      Leider müssen wir diese Stimmung recht abrupt verlassen, denn es gibt heute zum Abendessen Buffet mit freier Platzwahl, das pünktlich mit der Abfahrt aus Svolvær zu Ende geht :| Das heißt, wer an einem Ausflug teilnimmt oder einen ausführlichen Landgang plant, ist zum frühen Abendessen gezwungen.
      Ich hatte im Vorfeld bereits signalisiert, alleine ein kurzes Abendessen zu mir zu nehmen, aber gegen 17:30 Uhr bekomme ich auf einmal ein Zeichen, dass Göga, H. und D. ebenfalls Hunger haben und wir alle zusammen zum Essen gehen können :essen:
      Daher sind wir rechtzeitig zur um 10 Minuten vorgezogenen Ankunft in Svolvær fertig. Ich plane – bei sternklarer Nacht – den Spaziergang von unserer Osterfahrt hinüber nach Kjeøya zur Fischersfrau zu wiederholen. Den anderen ist das zu weit, und so tigere ich alleine los :hmmz:

      Auf der Brücke nach Svinøya genieße ich zum ersten Mal die Aussicht :)



      Zum Glück bin ich den Weg schon einmal im Hellen gegangen, andernfalls wäre die Orientierung stellenweise etwas problematisch. An einigen Stellen wird man von Scheinwerfern geblendet, an anderen ist es stockfinster :S Dennoch komme ich zügig voran und bin nach gut 40 Minuten am Ende der Mole gegenüber der Fischersfrau angelangt. Unterwegs begegne ich zweimal einem Jogger, der Statur nach unser Kapitän. In der Dunkelheit ist das aber nicht zu erkennen :nono:
      Für den Rückweg kann ich mir nun etwas mehr Zeit lassen und versuche die Stimmung an den Fischgestellen einzufangen :)



      Ein Stück weiter setzt der aufgehende Mond der Stimmung am Hafenbecken noch das i-Tüpfelchen auf :rolleyes:



      Ich bin pünktlich wieder an Bord und bleibe bei der Abfahrt noch eine Weile draußen. Danach gehe ich in die Bar um mich ein wenig aufzuwärmen, bevor ich in Stamsund noch einmal von Bord gehe.
      Hier sind mir auf der Hinfahrt bereits ein paar Zeichnungen aufgefallen, die ich aber mangels Kamera nicht festhalten konnte. Dies hole ich nun nach ;)



      Damit geht dann auch dieser stimmungsvolle Tag voller Höhepunkt zu Ende || :sleeping:
      Chor: Wir sind alle Individualisten :)
      Einzelstimme: Ich nicht :P


      Reiseberichte siehe Profil :lofoten2: