Zwischen Gold und Weiß – eine stimmungsvolle Reise mit der MS Lofoten durch den Herbst (04. - 21.10.2019)

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    • Zwischen Gold und Weiß – eine stimmungsvolle Reise mit der MS Lofoten durch den Herbst (04. - 21.10.2019)

      Vorbemerkung:
      Auch wenn es bereits 3 Liveberichte zu dieser Reise gibt, habe ich mich entschlossen auch noch eine weitere Sicht auf diese Fahrt hinzuzufügen.
      Da ich unbedingt über unser interessantes Vorprogramm berichten möchte, bin ich ja sozusagen gezwungen diesen zweiten Teil unserer Reise auch noch zu beschreiben
      :whistle3:
      Aber es wird hier keiner genötigt, diesen auch zu lesen ;)
      Vielleicht möchte ja der eine oder die andere diese Fahrt auch noch einmal im Nachgang miterleben, in diesem Fall viel Spaß beim Mitreisen ^^



      Wie alles begann

      Im Februar 2018 lesen wir hier in diesem Forum, dass im Oktober 2019 die letzte Linienfahrt mit der MS Lofoten stattfinden würde =O Es ist zwar gerade ein paar Monate her, dass wir zu ziemlich exakt dem gleichen Zeitraum unterwegs gewesen sind, aber dennoch wollen wir uns das natürlich nicht entgehen lassen. Also schauen wir jeden Tag (mehrfach) bei Hurtigruten nach, wann denn die Reise buchbar ist :| Anfang April fragen wir auch einmal per Telefon nach und erhalten die Auskunft, dass die Reise im Laufe des 9. April buchbar sein sollte.
      Überraschenderweise ist diese Aussage sogar belastbar, obwohl die Homepage erst gegen Mittag umgestellt wird. Als ich um 8:30 Uhr am Morgen des 9. April anrufe, kann ich sofort die Reise buchen, und unsere Lieblingskabine ist auch noch frei :8o: Eine Stunde später habe ich bereits die Mail mit der Buchungsbestätigung im Posteingang. Wiederum 3 Tage später erhalten wir eine neue Buchungsbestätigung, in der auch das ab dem Nachmittag des 9. April auf der Homepage beworbene Bordguthaben enthalten ist :thumbup:

      Ein Blick in den Kalender zeigt uns, dass die Fahrt an einem Mittwoch in Bergen startet. Da wir eh am Vortag anreisen, könnten wir ja eigentlich auch den Montag noch mitnehmen :/ Außerdem sind wir schon lange nicht mehr in Oslo gewesen, und die Bergenbahn hat uns im Mai so gut gefallen, dass wir es auch einmal im Herbst ausprobieren wollen. Also buchen wir Flüge und Hotels für ein Vorprogramm in Oslo und einen Verlängerungstag in Bergen :D

      Im Juli wird es dann langsam Zeit, an die Tickets für die Bergenbahn zu denken. Ich verfolge jeden Morgen die Preise, mit denen pünktlich um 8:25 Uhr die Preise für in 90 Tagen sichtbar sind. NOK 1189, NOK 1079, NOK 1159… ;( Warum sind denn die Einstiegspreise so teuer? Das war doch vor 4 Jahren noch ganz anders??? :diablo:
      Es hilft alles nichts, alle Einstiegspreise vom 1. bis zum 7. Oktober liegen weit jenseits der 1.000 Kronen :S Dann naht der Tag, an dem wir gen Tromsø aufbrechen wollen. Zum Glück geht der Flug nicht so früh; das Taxi kommt erst kurz nach 9 Uhr. So kann ich um 8:25 Uhr ins Internet und erwarte ungeduldig den Tagespreis – NOK 389 :huh: Nun heißt es ganz schnell buchen, bevor jemand merkt dass die 1 vorne fehlt :mosking: Ich reserviere uns zwei schöne Sitze in der Komfortklasse, bezahle schnell und darf mich dann direkt fertig machen für den anstehenden Urlaub.

      Nun ist es September und langsam Zeit mit den Planungen für Oslo zu beginnen. Ich mache ein paar Recherchen im Internet und finde dabei einige uns bisher unbekannte Ecken in Oslo, viele davon sogar direkt im Zentrum ^^ Parallel dazu nimmt Göga Kontakt mit A. auf, die wir im April auf der MS Lofoten kennengelernt haben und die uns damals angeboten hat dass wir uns mal melden sollen wenn wir in ihre Heimatstadt kommen :thumbup:

      Dann beginnt der Oktober und damit wird es auf einmal richtig spannend :|
      Die MS Lofoten liegt in Bodø und es ist alles andere als sicher, ob dieser Urlaub so wie geplant stattfinden kann ;( Dennoch wollen wir erst einmal unsere Tage in Oslo genießen und uns im Forum auf dem Laufenden halten… :lofoten2:
      Chor: Wir sind alle Individualisten :)
      Einzelstimme: Ich nicht :P


      Reiseberichte siehe Profil :lofoten2:


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    • Freitag, 4. Oktober 2019 – Tag 1

      Eine unbekannte Stadt mit Wiedererkennungswert

      Das frühe Aufstehen ist inzwischen Routine, ebenso die restlichen Tätigkeiten bevor das Taxi kommt :hmm: So absolvieren wir den Weg zum Flughafen, Gepäck abgeben, Gate und Sitzplatz finden im gesunden Halbschlaf ||
      Gegen 7:30 Uhr sind wir pünktlich in Amsterdam, wo wir die Umsteigezeit sinnvoll nutzen, denn wir müssen uns noch auf unsere Ankunft in Oslo vorbereiten. Wir haben im Vorfeld festgestellt, dass wir uns in den nächsten Tagen in der Stadt viel mit öffentlichen Verkehrsmitteln bewegen wollen, und auch hier kostet die Wochenkarte weniger als 3 Tageskarten :| Die Oslo-Card lohnt sich nicht für uns, da wir uns weitgehend draußen aufhalten wollen. Die meisten Museen, die uns interessieren, haben wir bereits beim letzten Aufenthalt in Oslo besucht. Da der Preis sich in den letzten 4 Jahren verdoppelt hat, haben wir immer noch ein Budget von NOK 200 für mögliche Eintritte, bevor wir an den Preis der Oslo-Card herankommen :/
      So laden wir uns statt dessen die App der Osloer Verkehrsbetriebe – Ruter.no – aufs Handy und kaufen schon mal unsere Wochenkarte für die Innenstadt. Praktisch ist, dass sie auch offline funktioniert. Nach der Aktivierung läuft der Gültigkeitszeitraum automatisch rückwärts ab :thumbup:

      Kurz nach 11 Uhr landen wir pünktlich in Oslo, sammeln unser Gepäck ein, kaufen und aktivieren die Zusatzfahrkarte vom Flughafen in die Stadt und begeben uns zum Bahnsteig, wo wir noch knapp 10 Minuten auf den Zug warten müssen.
      Pünktlich auf die Minute kommt er eingefahren, und pünktlich auf die Minute steigen wir gut 20 Minuten später an der Centralstation aus. Unser Hotel liegt zu Fuß 3 Minuten entfernt, allerdings benötigen wir vorher die gleiche Zeit, um vom Gleis zum Ausgang zu kommen :huh:

      Wir folgen der Karl Johans gate, biegen die zweite links ab und stehen schon vor dem Hotel – praktischer geht’s kaum. Obwohl es erst 12:30 Uhr ist, erhalten wir bereits unser Zimmer und können uns kurz frisch machen :thumbsup:
      Im Gegensatz zum Wetterbericht (der bewölkt bei 4 Grad angekündigt hat) ist es sonnig bei immerhin 6 Grad. Daher hält es uns nicht lange auf dem Zimmer und wir gehen zurück zur Karl Johan. Nur wenige Schritte später erreichen wir den Dom und laufen die Stufen hoch zum Vorplatz.
      Dort fällt uns ein seltsamer Brunnen auf, der voller Rosen zu sein scheint ?(



      Es handelt sich um das Denkmal „Jernrosene“ (Eisenrosen), das erst am vorangegangenen Wochenende eingeweiht worden ist. Es erinnert an die Anteilnahme der Osloer Bevölkerung nach den Anschlägen in Oslo und Utøya im Jahr 2011, als der Domplatz tagelang einem Blumenmeer geglichen hat. Das Monument besteht aus 1.000 eisernen Rosen-Nachbildungen.
      Je länger wir uns das Denkmal anschauen, desto mehr Details fallen uns auf wie beispielsweise die einzelne rote Rose :)



      Nach 10 Minuten reißen wir uns aber doch los und überqueren den Stortorvet. Durch einen Brunnen haben wir noch einmal einen schönen Blick zurück zum Dom. Wie man sieht, ist das Denkmal hierfür genau richtig positioniert :mosking:
      Wir kommen wieder auf die Karl Johan und wenden uns gen Schloss.



      Wir schlendern bis zum Brunnen hinter dem Parlament (zumindest für uns, die Osloer würden wohl die Variante „vor dem Parlament“ vorziehen :/ ).
      Bei Göga macht sich nun doch das frühe Aufstehen bemerkbar und wir gehen wieder zurück zum Hotel. Schließlich haben wir ja heute Abend noch etwas vor ^^

      Mich lockt das schöne Wetter aber schnell wieder nach draußen. Ich beschließe die Halbinsel Vippetangen zu umrunden und gehe zurück zum Parlament, dort halte ich mich aber links Richtung Rathaus. Ein Blick auf die Uhr zeigt mir, dass es gerade geöffnet ist. Da ich noch nie drin gewesen bin eine gute Gelegenheit :)



      Im Erdgeschoß sowie im ersten Obergeschoß (oder wie die Norweger sagen: in der 1. und 2. Etage) sind viele Räume zugänglich, die zu weiten Teilen mit großen Wandmalereien versehen sind. Es ist so interessant, dass ich beinahe eine halbe Stunde im Rathaus verbringe – deutlich länger als vorher gedacht 8|
      Ich gehe nun weiter Richtung Wasser und überquere den Kontraskjæret, den großen Vorplatz, an dem sich mehrere Piers mit Ausflugs- und Linienbooten befinden. Am östlichen Ende stolpere ich über ein knuddeliges rotes Gefährt, das gerade hält ?( Es handelt sich um ein Experiment, das im Rahmen der „grünen Hauptstadt Europas“ umgesetzt worden ist: einen selbstfahrenden Bus.

      Ich bin hin- und hergerissen, ob ich jetzt damit fahren soll oder zu Fuß weiter gehe, aber nachdem ich mit dem Begleiter (einen Fahrer kann ein fahrerloser Bus ja schließlich nicht haben) gesprochen habe, hat sich das Thema erledigt. Heute finden nur Probefahrten statt, aber am Wochenende wäre der Bus im Einsatz :thumbup: Für mich eigentlich die perfekte Auskunft, denn nun kann ich guten Gewissens zu Fuß dem Ufer weiter folgen und habe andererseits geklärt, wann wir den Bus ausprobieren können :good3:

      So laufe ich weiter an der Wasserkante entlang, wobei ich diesen Bereich ganz anders in Erinnerung habe. Als ich das letzte Mal hier war (2008 endete eine Fahrradtour hier), musste ich mich noch durch den Verkehr einer Hauptverkehrsstraße kämpfen :S Heute kann ich durch eine verkehrsberuhigte Zone laufen, allerdings nur bis zur Südspitze, denn die Fähranleger gen Dänemark befinden sich immer noch hier, und die müssen ja per Auto erreichbar sein :pardon:

      Auf dem Weg stelle ich fest dass es bezüglich der Kunstwerke einen deutlichen Unterschied zwischen der West- und der Ostseite der Halbinsel gibt :|



      Das linke Foto ist am Kreuzfahrtterminal unterhalb der Festung entstanden; auf dem rund 3 Meter hohen Betonsockel befinden sich 2 Poller zum Festmachen.
      Auf der anderen Seite, unmittelbar hinter der Oper, finden wir das Werk eines Künstlers, der sich anscheinend weder auf die Ausarbeitung von Armen noch von Beinen versteht. Wahrscheinlich soll das davon ablenken, dass das neue Munchmuseum (im Hintergrund) langsam aber sicher nach vorne kippt :hmm:
      Der Wechsel vom „ich“ zum „wir“ ist korrekt, denn nachdem ich dem der Oper gegenüber liegenden Ufer gefolgt bin, treffe ich mich vor selbiger mit A., die inzwischen Feierabend hat :friends:
      Da die Sonne immer noch zwischen den Wolken zu sehen ist, beschließen wir spontan den Bus zum Campingplatz zu nehmen. Nicht, dass der Campingplatz an sich eine große Sehenswürdigkeit wäre. Leere Zeltwiesen und abgeschlossene Gebäude haben zwar einen etwas morbiden Charme, der uns aber nicht wirklich fasziniert :/
      Bald haben wir aber das Gelände durchquert und erreichen den Ekeberg Skulpturenpark.
      Wir laufen durch den Park, der immer wieder an einer (meist modernen) Skulptur vorbeiführt, aber auch durch die Bäume vereinzelt schöne Blicke auf die Stadt und den Fjord zulässt :rolleyes:



      Am meisten fasziniert hat uns aber diese Aussichtsplattform, auf der man sich nie alleine fühlt: :8o:



      Wir laufen weiter bergab und stellen fest, dass die Durchschnittsskulptur schwerer als Bäume sein muss. Wie sonst ist es zu erklären, dass im unteren Teil des Parks die Skulpturen überwiegen, während sich im nördlichen Teil hauptsächlich Bäume aufhalten :hmm: :whistle3:
      Wir nehmen es so wie es ist und wandeln zwischen einzelnen herbstlich ummantelten Bäumen und schwebenden Jungfrauen weiter durch den Park :mosking:



      Am Ausgang angekommen gehen wir erneut auf die Suche, denn hier in der Nähe müssen sich auch die einzigen erhaltenen Felszeichnungen Oslos befinden :search_1: Und tatsächlich, versteckt unterhalb der Schule, finden wir auch den kleinen – hinter einer Baumreihe versteckten – Park mit den Felsritzungen.



      Nun wird es Zeit, die Straßenbahn zurück zum Hotel zu nehmen, wo uns Göga bereits erwartet. Bevor wir uns dort festquatschen melden sich unsere Mägen zu Wort und so überlegen wir wo wir sie wieder auf stumm schalten können :|
      A. schlägt ein ca. 20 Meter vom Hotel entferntes thailändisches Restaurant vor, auf das wir alleine nie gekommen wären. Da sie mit dem Besitzer bereits beruflich zu tun hatte kennt sie es und wir wollen es ausprobieren. Dort angekommen gibt es allerdings keinen freien Tisch – eigentlich ein gutes Zeichen, aber trotzdem doof :S Nach wenigen Minuten ändert sich das und wir sind sehr positiv überrascht. Das Essen ist gut und reichhaltig. Für die Gäste, die mit Wasser zufrieden sind, ist selbiges sogar kostenlos; für jeden gibt es ein Halbliter-Glas :thumbup:
      Nach rund 1½ Stunden stehen wir wieder draußen, sind aber alle zu müde, um noch etwas zu unternehmen. So verabreden wir uns noch für den folgenden Morgen / Vormittag (je nach Sichtweise) und begeben uns in die Horizontale :sleeping:

      Dass wir uns für eine (zumindest für meine persönlichen Verhältnisse) späte Zeit entschieden haben, sollte sich noch als sehr positiv herausstellen, doch dazu später mehr :whistling:
      Chor: Wir sind alle Individualisten :)
      Einzelstimme: Ich nicht :P


      Reiseberichte siehe Profil :lofoten2:


    • Seit dem letzten Jo Nesbö steht der Ekeberg-Park auch auf meiner Liste :) . Und an dem Thai-Restaurant bin ich vorbeigekommen und fand, es sah gut aus. Wenn ich nicht schon andere Pläne gehabt hätte, wäre ich dort auch essen gegangen. Danke für den Tipp.
      Viele Grüße

      Elpunto :lofoten2:

      1988 MS Narvik/ 1994 MS Harald Jarl/ 2013 MS Lofoten/ 2014 MS Lofoten/ 2016 MS Lofoten/2018 MS Lofoten/2019 MS Lofoten
    • Vielen Dank für den interessanten Reisebericht :good3: von der (Nicht-)Abschiedstour (die Rechtschreibkorrrekturrr wollte gerade Abschiedstournee daraus machen :mosking: ).

      Als ich damals erfuhr, dass dies für mein :lofoten2: Lieblingsschiff LOFOTEN :love: die letzte Fahrt im Liniendienst sein sollte, war ich enttäuscht, weil eine Fahrt Mitte Oktober für mich aus betrieblichen Gründen nicht möglich ist. Ich hätte aber sicherlich versucht, zumindest auf dem Schlussabschnitt dabei zu sein ... :hmm:

      Beim Rosenbrunnen denke ich an Molde , bei der einzelnen roten Rose an Schindlers Liste ...

      Den Ekeberg Skulpturenpark hätte ich im März 2014 im Rahmen eines Winterwalks besuchen können - da dieser allerdings bereits früh am Nachmittag begann, hatte ich mich auf den Besuch der Museumshalbinsel konzentriert ... :pardon:
      <3 lig hilsen
      Bernhard

    • mil etter mil wrote:

      Abschiedstournee

      Wer weiß, vielleicht wird das ja auch eine ;)

      Wir hatten das Glück, bereits vor 4 Jahren die Museen ganz ausführlich und in aller Ruhe besuchen zu können, das war ja auch unsere erste Priorität.
      Nun konnten wir uns auf das neue Oslo und weniger bekannte Sehenswürdigkeiten konzentrieren.


      elpunto wrote:

      an dem Thai-Restaurant bin ich vorbeigekommen und fand, es sah gut aus

      Definitiv zu empfehlen, da es auch moderate Preise hat. :thumbup:

      Für die Noch-nicht-Oslo-Kenner hier der Link zum Restaurant ;)

      Viele Grüße
      Noschwefi
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    • Samstag, 5. Oktober 2019 – Tag 2

      Das moderne und das grüne Oslo

      Was ist das für ein Geräusch? Da pfeift ein Wasserkessel – träume ich das oder kocht sich Göga einen Tee? Und womit? Der Wasserkocher auf dem Zimmer kann doch gar nicht pfeifen??? ?( ?( ?( ?( ?(
      Als ich auch noch hin und her geworfen werde, versuche ich langsam in den Halbschlaf überzugehen :S Ich mache ein halbes Auge auf und bemerke Göga, die an meiner Schulter rüttelt. Das Geräusch geht dadurch aber nicht weg. Also langsam aufwachen und das Pfeifen lokalisieren – es kommt von oben :/
      Was treiben die denn da über uns? Ich glaube, es wird Zeit das Licht anzumachen. Dadurch geht das Geräusch zwar nicht weg, aber mein Blick fällt auf den Rauchmelder an der Decke. Hier ist doch gar kein Rauch im Zimmer und zu riechen ist auch nichts. Warum müssen wir denn das Zimmer mit dem defekten Rauchmelder bekommen :ireful: ? Ich versuche mich in der Senkrechten und an den Rauchmelder heranzukommen. Das klappt auch, aber ich finde den Ausschalter nicht (wie es ihn bei uns zu Hause gibt). Vielleicht sollten wir uns das nächste Mal unseren eigenen mitbringen :hmm:
      Göga meint, dass es vielleicht gar kein Rauchmelder ist, sondern der Feueralarm :pardon: ? Ich werfe einen vorsichtigen Blick aus dem Fenster. Dort stehen 3 Feuerwehrautos (ohne Blaulicht) und rund 50 Personen, teilweise im Schlafanzug 8| Wenn die Feuerwehr nichts tut, kann es ja nicht so schlimm sein, andererseits ist der Geräuschpegel so hoch, dass dieser uns in den nächsten Minuten unweigerlich in den Hörsturz treiben würde :wacko1: Wir einigen uns auf einen Kompromiss: Wir ziehen uns in Ruhe an und gehen dann nach unten. Genauso machen wir es auch. Beim Anziehen werfe ich einen Blick auf die Uhr: Der Tag ist gerade mal 75 Minuten alt :fie:
      Wir tappen den Flur entlang und die Treppen runter (gut dass es von der 4. Etage nur 3 Treppen bis zum Ausgang sind). Als wir in der Rezeption ankommen, sehen wir einen Feuerwehrmann, der ratlos vor der Schalttafel des Hausalarms steht ?( Da wir hier nur im Weg stehen, gehen wir lieber nach draußen, wo es auf einmal merklich ruhiger, aber auch deutlich kälter ist – gut, dass wir uns noch angezogen haben. Neben dem Eingang sind ein paar Hotelgäste dabei, einen großen Blumenkübel aufzurichten und wieder mit den herausgefallenen Pflanzen zu bestücken. Er muss wohl beim Ansturm (oder besser: Raussturm) der ersten Gäste zu Boden gegangen sein, und so gibt es wenigstens ein Opfer zu versorgen :D
      Hinter uns tröpfeln noch weitere Gäste aus dem Haus, wir sind bei weitem nicht die letzten gewesen.
      Nach 10 Minuten fehlt auf einmal etwas – das Pfeifen ist weg! Als wir das realisiert haben, gehen wir schnell wieder rein, denn noch haben nur wenige darauf reagiert. Wir stellen allerdings schnell fest, dass die Abschaltung des Feueralarms noch nicht bei den Fahrstühlen angekommen ist, diese weigern sich ihren Dienst aufzunehmen :negative: So müssen wir dann doch die Treppen wieder hinauf stapfen und liegen kurz nach halb zwei wieder im Bett – wann wir dann wirklich eingeschlafen sind, entzieht sich allerdings meiner Kenntnis :pardon:

      Als ich das nächste Mal aufwache, ist es draußen schon hell; die Sonne scheint auf das gegenüberliegende Dach. Ein Blick auf die Uhr: kurz vor 8 Uhr 8| – Zeit zum Aufstehen, wenn wir pünktlich an der Oper sein wollen. Schließlich möchten wir ja gemütlich frühstücken (und das Frühstück hier im Thon Astoria ist wirklich gut).
      Kurz vor halb 10 verlassen wir das Hotel und laufen durch Kvadraturen, eines der ältesten Stadtviertel Oslos, gen Osten :locomotive:



      Pünktlich mit 5 Minuten Karenzzeit erreichen wir die Oper und sehen A. schon in der Sonne sitzen.
      Wir folgen nun zu dritt dem Fjordufer, wobei wir die Börse rechts liegen lassen. Kirsten Flagstad lässt sich durch unseren Besuch ebenfalls nicht aus der Ruhe bringen :mosking:



      Sie erteilt uns aber die Erlaubnis, der Oper aufs Dach zu steigen. Die Aussicht von dort oben auf den Barcode hat sich in den letzten 4 Jahren komplett geändert, da zwischenzeitlich auch hinter der Oper gebaut wurde :huh: So sind von den markanten Gebäuden nur noch die oberen Stockwerke zu sehen. Dafür fehlen allerdings die orangefarbenen Farbtupfer, denn Baukräne sucht man an dieser Ecke vergebens (Betonung liegt auf dieser :P ). Die Spiegelungen sind allerdings nach wie vor faszinierend :rolleyes:



      Heute Morgen zeigt sich auch das gestrandete Segelschiff (oder ist das ein Eisberg?) in einem richtig schönen Licht :8o:



      Wir folgen dem Fjord weiter nach Süden und kommen an einem mobilen Saunapark vorbei.



      Hier befinden sich mehrere künstlich Inseln, die als Sauna dienen. Einige sind sogar motorisiert und lassen sich für Saunafahrten im Oslofjord mieten. Am gegenüber liegenden Ufer erkennt man ein Fischgestell (das übrigens mit T-Shirts vollgehängt ist). Dort befindet sich eine weitere künstlerisch gestaltete Saunalandschaft, verbunden mit einem Restaurant und einem Veranstaltungssaal namens SALT.

      Ein paar Schritte weiter stehen wir auf einmal dieser Ansicht gegenüber: :huh:



      Vielleicht sollte ich zur Erläuterung dazu sagen, dass wir hierfür ein wenig den Kopf in den Nacken legen müssen. Wir stehen genau gegenüber der Fassade des neuen Munch-Museums (siehe Foto 5) und sind von der Spiegelung in dem Überhang fasziniert :D

      Nun wandeln wir auf dem Wasser – oder genauer gesagt überqueren wir auf einer Fußgänger-Pontonbrücke den Fjord und kommen nach Sørenga, einem weiteren komplett neuen Stadtteil.
      Wir werden direkt von einem noch etwas scheuen Einwohner willkommen geheißen :thumbup:



      Hier befindet sich auch ein großes Freibad, teilweise sogar mit richtigen Bahnen. Die Planer scheinen die Norweger zu kennen, denn überall auf den Holzstegen befinden sich Hinweisschilder, das hier nicht gegrillt werden darf… X/



      Nun ist es nicht mehr weit bis nach Losæter, einem Projekt des „Urban gardening“, das im Rahmen der grünen Hauptstadt forciert wurde :thumbup:
      Hier, auf einem großen Brachgelände oberhalb der Stadtautobahn, genau zwischen den Entlüftungstürmen der selbigen gelegen, haben sich viele Vereine und Einzelpersonen zusammengeschlossen und betreiben eine Kombination von ökologischer Landwirtschaft und Sozialprojekten :good3:



      Dort findet sich auch ein Backhaus (mit Dachgarten), das sowohl funktionell als auch faszinierend anzuschauen ist. Daneben ist dieses Gebiet auch eine grün-bunte Oase mitten in der Stadt :thumbsup:



      Nachdem wir uns dort ausführlich aufgehalten und informiert haben, laufen wir ein paar Schritte gen Osten und stehen auf einmal in einer komplett anderen Welt: dem Mittelalterpark :| Hier gibt es neben einem See, der den Uferverlauf des Oslofjords im Mittelalter nachbildet, mehrere Kirchenruinen, teilweise mit Informationen und einer Nachbildung des Originals (so wie hier bei der Maria-Kirche).



      Nun wenden wir uns wieder der Gegenwart zu, wobei wir ein wenig überrascht sind, dass es auch in der Neuzeit noch Schildbürgerhäuser gibt – wie sonst ist die Außentreppe bei diesem neuen Haus zu erklären :hmm: :whistle3:



      Wenig später erreichen wir den Barcode, der auch am Boden mit moderner (Gebrauchs-) Kunst aufwartet :/



      Wir überqueren die Eisenbahn und sind froh, dass wir der Weltuntergangsstimmung auf der anderen Seite entflohen sind 8|



      Zum Glück ist es nicht mehr weit in die (ehemalige) mechanische Werkstatt, in der wir uns in urgemütlichem Ambiente bei Kaffee und Kakao ausruhen :tee:
      Nach einiger Zeit laufen wir weiter Richtung Busbahnhof und steigen in einen Bus Richtung Rathaus. Wir wollen zum Kontraskjæret und schauen, ob wir Auto-Bus fahren können. Wir kommen genau rechtzeitig an, um direkt zusteigen zu können :thumbup:
      Es dürfen genau 8 Passagiere mitfahren, denn Stehplätze gibt es nicht. 4 Personen sitzen in Fahrtrichtung, 4 entgegengesetzt. Der Grund steht auf einem Schild oberhalb der Tür: „Scharfes Bremsen“ :huh: Wir sind nur zu dritt, aber da zur Abfahrtszeit um 16 Uhr sonst keiner kommt, geht es für uns los. Der Bus surrt langsam, im Schritttempo, gen Süden. Als ein Radfahrer von der Seite kommt, erhalten wir eine Probe „scharfes Bremsen“ – der Bus steht sofort X/
      Es ist schon ein seltsames Gefühl als sich wenig später Poller auf der Straße automatisch senken und es auf der normalen (aber verkehrsarmen) Straße weitergeht. Nach rund 10 Minuten erreichen wir das Ende der Probestrecke, einer Endhaltestelle für E-Busse, die dort in einer Art Halbtunnel stehen und per Dachausleger die Batterien wieder aufladen können. Wir bleiben sitzen, denn wir wollen wieder zurück ins Zentrum.

      Wer möchte, darf gerne eine Minute mitfahren:



      Nach insgesamt einer halben Stunde sind wir wieder wohlbehalten zurück am Ausgangspunkt :)



      Wir gönnen uns zum (vorläufigen) Abschluss des Tages eine einstündige Fjordrundfahrt, denn wir sind genau passend 2 Minuten vor der Abfahrt am Pier. Es ist beinahe wie auf einem Hurtigrutenschiff: Wir sehen Landschaft, Gebäude und Vögel :D



      Wieder zurück an Land fahren wir gemeinsam ein Stück aus der Stadt hinaus, denn A. hat uns bei sich zu Hause zum Abendessen eingeladen. Gut dass wir das vorher gewusst haben, denn so können wir den (natürlich von zu Hause mitgebrachten) Wein beisteuern ;)
      Wir verbringen einen schönen Abend, der nach einem (zufälligen) Blick zur Uhr relativ zügig sein Ende findet, denn die Züge fahren nicht mehr allzu oft Richtung Zentrum, und draußen hat es bereits gefroren :| A. bringt uns durch eine Welt im Raureif zurück zum Bahnhof, den wir gerade passend erreichen, aber nicht ohne dass wir uns erneut für den nächsten Morgen verabredet hätten :)
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    • Ich denke es wird gar kein innen liegendes Treppenhaus mehr geben, ist mehr Wohnraum zum Opfer gefallen, sondern nur Fahrstühle und das ist halt die Feuertreppe... :whistling: Oslo hat ja eh ein massives Problem Wohnraum zu schaffen, durch den begrenzenden Raum der zur Verfügung steht, denn es darf nur ein gewisser Prozentsatz Bebaut werden und man hat auch schon Pläne viele Straßen in Zukunft zu überbauen... :/ Da gibt es halt keine Möglichkeit noch eine und noch eine Platz verschwendende und sinnfreie Einfamilienhaus-Siedlung nach der anderen zu bauen, so wie bei uns.....
      Und schade das jetzt auch in Oslo wahllos abgestellte E-Roller das Stadtbild verschandeln... :thumbdown:
      Bin schon gespannt wie es im Dezember in Oslo ausschaut und was es neues seid letztem Jahr zu sehen gibt... :8o:
      MfG aus dem Harz, Micha. :gr-cool:

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    • Sonntag, 6. Oktober 2019 – Tag 3

      Nachdenkliche An- und faszinierende Aussichten

      Heute Nacht ist es richtig langweilig – wir schlafen durch und sind rechtzeitig wach, um nach einem ausführlichen Frühstück gegen 9:30 Uhr das Hotel zu verlassen – und wenige Sekunden später treffen wir schon A. :thumbup:
      Da sie das neue Denkmal vor dem Dom noch nicht kennt, besuchen wir es ein weiteres Mal. Neben der besonderen Lichtstimmung, verursacht durch einige verirrte Sonnenstrahlen, fallen uns noch weitere Details wie die einzelne Figur oder der überwucherte Gewehrschaft auf :|



      Nun führt uns A. wenige Minuten durch die Stadt und wir stehen im Regierungsviertel, wo wir auf weitere Gedenk-Monumente des Anschlags treffen. Vor einer Stele am sogenannten Y-Block sind die Scherben der in den Bürogebäuden zerstörten Fenster eingearbeitet, was das ansonsten wie ausgestorben wirkende friedliche Ambiente doch – wie gewollt – etwas stört :/



      Wenige Meter weiter stehen wir am Grass Roots Square, einer Installation von 50.000 Bronzestatuen, die förmlich aus dem Boden wachsen.
      Die Figuren sind alle unterschiedlich und lebensecht gestaltet :rolleyes:



      Nun brauchen wir aber einen fröhlicheren Gegenpart, den wir im Botanischen Garten finden, wo wir uns eine gute Stunde lang die Beine vertreten :8):



      Anschließend fahren wir mit der Metro zurück ins Zentrum und überlegen, was wir mit dem schönen Wetter weiter anfangen wollen. A. schlägt eine kleine Wanderung vor. Göga möchte lieber nicht mit, so machen wir uns zu zweit auf den Weg. Wir fahren zum 198 Meter hoch gelegenen Sognsvann und laufen von dort aus über einen schönen Wanderweg zum idyllisch gelegenen Båntjern :locomotive:



      Anschließend heißt es noch gut 200 Höhenmeter erklimmen, und wir stehen auf dem Vettakollen mit schönem Blick auf Oslo :search_1: Die 6 Grad kommen uns im prallen Sonnenschein eher wie 16 vor, aber die Aussicht über die Stadt und den Oslofjord entschädigt uns für den steilen Anstieg :thumbsup:



      Nach Südwesten hin können wir den Holmenkollen und das gleichnamige Hotel gut erkennen ^^



      Wir laufen wieder zurück zur Metrostation Vettakollen, auf 197 Meter Höhe gelegen. Dort steigen wir in die Metro ein, die wir aber ein paar Stationen später verlassen müssen, da die Gleise repariert werden :S Eine Station weiter, einen knappen Kilometer Fußmarsch entfernt, dürfen wir uns wieder hineinsetzen.
      Gegen 16:30 Uhr treffen wir uns wieder mit Göga, gerade richtig um noch die 17-Uhr-Abfahrt der Oslofjord-Fähre zu erwischen – und bei dem Wetter lohnt sich das richtig :thumbup:



      Kurz vor 18 Uhr sind wie wieder am Kai und erreichen gerade noch den letzten Bus nach Vippetangen – natürlich wieder den selbstfahrenden :D Diesmal wollen wir dort allerdings aussteigen, denn wir wollen in die Vippa zum Abendessen :essen:



      In dieser ehemaligen Fabrikhalle befinden sich viele verschiedene Essensstände, an denen man sich versorgen kann und dann irgendwo in der Halle einen Tisch sucht.
      Wir haben Glück und finden Platz im Separee mit Blick auf den Oslofjord ^^

      Zwischendurch müssen wir immer wieder kurz nach draußen um die Stimmung zu genießen :love:



      Nach dem Abendessen genießen wir noch ein wenig die Abendstimmung :)



      Dann laufen wir zur Bushaltestelle und erreichen den abfahrtsbereiten Bus, der uns zur Sentralstation bringt. Dort heißt es Abschied nehmen, denn A. muss am nächsten Tag wieder arbeiten :| Wir haben uns auf jeden Fall über die angenehme Begleitung gefreut :thumbsup:
      Chor: Wir sind alle Individualisten :)
      Einzelstimme: Ich nicht :P


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    • elpunto wrote:

      Die E-Roller durfte ich auch "genießen"

      Ja, die haben uns auch anfangs ziemlich genervt.
      Nach einiger Zeit haben wir sie aber noch nicht mal mehr ignoriert - man kann sie ja schließlich nicht alle wegheben :(
      Nur diejenigen, die mit einem Affenzahn durch die proppevolle Fußgängerzone Slalom gefahren sind, ließen sich schlecht komplett ignorieren :wacko1:

      Viele Grüße
      Noschwefi
      Chor: Wir sind alle Individualisten :)
      Einzelstimme: Ich nicht :P


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    • Montag, 7. Oktober 2019 – Tag 4

      Der Tag der Skulpturen

      Nachdem wir wieder das ausführliche Frühstück genossen haben, verlassen wir – erneut bei strahlendem Sonnenschein – kurz nach 9 Uhr unser Hotel :) Heute macht sich die zentrale Lage wieder sehr positiv bemerkbar, denn eine Querstraße nach Süden befindet sich eine Straßenbahn-Haltestelle und wiederum eine Straße weiter können wir in diverse Busse einsteigen :thumbup:
      Heute nutzen wir das aus, um den Bus nach Tjuvholmen zu nehmen. Der westliche Teil war vor 4 Jahren noch eine große Baustelle und wir sind neugierig, wie es hier jetzt aussieht :/
      Als wir aus dem Bus aussteigen, stehen wir erst einmal vor einem riesigen Parkplatz, der von einer großen roten Halle beherrscht wird 8| Dort kann man jede Form von Elektrofahrzeug ausleihen (Autos, Fahrräder und Roller), außerdem gibt es dort eine Werkstatt für sämtliche Arten von Fahrrädern. Hier müssen auch alle Autofahrer, die weiter in Richtung Innenstadt wollen, ihre Fahrzeuge abstellen. Wer weiter fahren möchte, benötigt eine Sondergenehmigung. Und ohne diese geht gar nichts, denn die Fortsetzung der Straße ist durch Poller versperrt :D
      Uns behindern diese nicht, und so stehen wir bald vor einer Stele der Hafenpromenade, die sich über 9 Kilometer von Bygdøy bis zum Abzweig nach Losæter erstreckt.
      Hier gibt es Informationen über die Geschichte der jeweiligen Gegend, oft auch in Verbindung mit einer Zeichnung, zu sehen :thumbsup:



      Der Stelzensteher scheint aber ganz andere Probleme zu haben… :fie:

      Ein Stück weiter sehen wir, wie eine Skulptur auf Reisen geht. Wir fragen uns was es damit auf sich hat. Die (vermutliche, aber naheliegende) Lösung erhalten wir eine gute Stunde später, denn wir sehen auf der Uferpromenade ein Firmenfahrzeug mit dem Logo der Skulptur, hinter dem das Denkmal wieder abgeladen wird. Hier zieht wohl nicht nur die Skulptur, sondern die ganze Firma um :huh:



      Wir wandern weiter durch die Straßen zur Südspitze und passieren dabei das Astrup-Fearnley-Museum für moderne Kunst sowie diverse Wohngebäude. Keines gleicht dem anderen, und das nicht nur wegen des nur einmal vorhandenen Aussichtsturms ;)



      Ob der wohl oben genau so besch… aussieht wie der Möwen-Beobachtungspunkt? :hmm:

      Die Architektur des Museums ermöglicht uns faszinierende An-, Aus- und Durchblicke :rolleyes:



      Wir folgen der Uferpromenade Richtung Zentrum und passieren dabei die Aker Brygge. In diesem Gebäude (AMV = Akers mekaniske verksted) ist 1964 die MS Lofoten :lofoten2: gebaut worden.
      Die alte Uhr sowie ein Arbeiterdenkmal erinnern noch daran (an die Werft, nicht an die MS Lofoten :P ).



      Im Innenhof des Werftgebäudes schwebt heute eine Skulptur. Ob diese wohl die zur Arbeit eilenden Arbeiter symbolisieren soll, die alle gleichzeitig durchs Tor stolpern? :hmm: :whistle3:



      Ein paar Meter weiter erreichen wir eine Straßenbahnhaltestelle, von der aus wir ohne Umstieg den Vigelandspark erreichen können. Und da die Straßenbahn gerade um die Ecke kommt, auch ohne Wartezeit :thumbup:

      Eine Viertelstunde später sind wir auch schon dort und genießen die sonnige Herbststimmung.



      Rund eine Stunde später stehen wir wieder am Ausgang und gehen zur gleichen Straßenbahnhaltestelle wie bei der Hinfahrt. Wir wollen noch ein Stück weiter nach Majorstuen, denn dort befindet sich noch ein Geschäft mit norwegischem Design. Leider sind die Stücke, die uns gefallen, zu groß oder zu teuer (oder beides :pardon: ), und so fahren wir mit der Straßenbahn zurück Richtung Hotel.
      Jetzt nutzen wir die nördliche Innenstadtumgehung und landen daher am Stortorvet. Der Weg führt uns am Dom vorbei, der diesmal geöffnet ist. Das nutzen wir aus und entdecken einiges Neues :huh:
      Einerseits sehen wir einige Bilder und Skulpturen, denn die Ausstellung „den bibelske syklus“ von Håkon Gullvåg wird hier gerade ausgestellt, und andererseits finden wir hier einen Kerzenleuchter, der die Motive der eisernen Rosen aufnimmt.



      Zurück im Hotel möchte Göga ein wenig die Beine hochlegen, aber bei dem Wetter ist das nichts für mich. So suche ich mir einen Bus zum St. Halvards Plass, wo es sowohl den Beginn des Pilgerwegs nach zum Nidarosdom in Trondheim zu sehen gibt als auch weitere Ausgrabungen von mittelalterlichen Kirchen, teilweise in neuer Nutzung :thumbup:



      Bei dem schönen Wetter zieht es mich noch einmal in den nahegelegenen Ekebergpark, wo ich ein paar neue Wege ausprobiere :locomotive:



      Zwischenzeitlich fühle ich mich regelrecht verfolgt :/



      Aber das hört auch danach nicht auf… :huh:



      Um die Verfolger loszuwerden, flüchte ich mich in die Straßenbahn und fahre zurück zum Hotel :whistling:
      Nun laufen wir noch einmal gemeinsam los, um eine Runde am und dann im Oslofjord zu drehen :)



      Um 18 Uhr sind wir wieder zurück und überlegen, wo wir zum Abendessen hingehen sollen. Unterwegs ist uns nicht wirklich etwas aufgefallen, und nach Burgern ist uns auch nicht. Also besinnen wir uns auf die (im wahrsten Sinne des Wortes) naheliegendste Lösung und beschließen den schönen Tag noch einmal beim Thailänder neben dem Hotel :essen:
      Anschließend kommt noch die Pflicht: Koffer packen und (sicherheitshalber) den Wecker stellen, denn am nächsten Morgen heißt es Abschied nehmen von Oslo :|
      Chor: Wir sind alle Individualisten :)
      Einzelstimme: Ich nicht :P


      Reiseberichte siehe Profil :lofoten2:


    • Jetzt muss ich erstmal mit Stadtplan die Gegenden suchen die hier alle zu sehen sind ! Sehr moderne Stadt ist Oslo jetzt ... ich war vor über 10 Jahren zuletzt da - lang her . Ist schon was besonderes , müsste auch viele Architekten und Studenten anziehen ... Ich hatte mal ne Lampe mit " ägyptischen" Kopf dahinter die mir genauso nachsah wie das Gesicht im Park . :D Danke für ausführlichen Bericht und die Bilder ! :)
      Reisen 2002 - 2012 mit MS NORDSTJERNEN , MS LOFOTEN , MS FINNMARKEN :)
    • Polarlichtfan wrote:

      ich war vor über 10 Jahren zuletzt da - lang her

      Bei uns haben schon 4 Jahre gereicht, um vieles nicht mehr wieder zu erkennen ;)
      Dann wird es mal wieder Zeit für einen Besuch, das lohnt sich :thumbup:

      Nur das schöne Wetter musst du selber mitbringen (oder dann hinreisen, wenn wir das nächste Mal da sind :whistling: )

      Viele Grüße
      Noschwefi
      Chor: Wir sind alle Individualisten :)
      Einzelstimme: Ich nicht :P


      Reiseberichte siehe Profil :lofoten2:


    • @Noschwefi
      Was für ein tolles Vorprogramm für eine HR- Reise! Dein Oslo-Programm könnte ja für manchen schon ein ganzer Urlaub sein! Danke für die vielen Ortsbeschreibungen, ergänzt durch deine schönen Fotos, durch die man sich alles gut vorstellen kann. :)
      Ich habe noch eine Frage zu dem Thailändischen Restaurant: Kannst du mal genauer beschreiben, wo es liegt bzw. wie es heißt, falls es eine Namen hat? Wir sind im März auf dem Rückweg in Oslo im Scandic City Hotel und und so ein Restauranttip kann nicht schaden.
      Nun bin ich gespannt auf eure Bergenbahnfahrt. Ich zähle schon die Tage, wann ich unsere Tickets für März buchen kann. Dreimal sind wir ja schon damit gefahren : Im Sommer 2015, Winter Febr. 2017 und Herbst Sept. 2018.
      Liebe Grüße von Trollebo