Wo geht`s zum nächsten Regenbogen? Mit Dino und MS Lofoten durch den Herbst (14.09. bis 03.10.2019)

    • B-K-B
    • Thea - Auch im Museum - 30. September 2019

      @Trollebo @Polarlichtfan @Sally @ruder-rabe und an alle anderen lieben Mitreisenden. Es freut mich dass Euch meine Fotos gefallen. Denn das ist genau der Grund warum ich gerne fotografiere - schöne Momente mit Anderen teilen :rolleyes: .

      @Noschwefi ja es ist schon beeindruckend was so ein paar Wochen ausmachen. Ich habe gestern angefangen Deinen Reisebericht zu lesen und bin sehr beeindruckt davon. Das ist schon wieder ein Grund die Reise nochmal zu machen :D

      @Tomoka Ich habe auf meinem Objektiv einen UV-Filter drauf so dass es geschützt ist. Im Zug halte ich das Objektiv direkt an die Glasscheibe, dadurch gibt es keine Spiegelungen. Sobald man es nur ein klein bisschen schräg hält sind sie da. Für mich hat es sich bewährt die Kamera auf Serienbildaufnahme und manuelle Belichtung zu stellen: Blende 7,1 oder 8 (je nach Helligkeit) Belichtungszeit 1/640 und ISO Automatik. So macht man zwar unglaublich viele Bilder hat aber die Chance dass trotz Straßenschilder, Bäumen und sonstigen Dingen die ganz plötzlich da sind, auch schöne Bilder macht.

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      So und nun geht es weiter mit dem 30. September 2019 in Oslo.

      @elpunto ich scheine später mit Frühstück fertig geworden zu sein als Du. Denn als ich aus dem Hotel komme regnet es und zwar kräftig. Also beschließe ich ebenfalls dass das es der richtige Tag für einen Museumsbesuch ist. Mit dem Bus fahre ich zum Fram-Museum. Anfangs ist es noch recht ruhig aber dann kommt eine Schulklasse und es wird unangenehm laut. Das Museum ist beeindruckend und eine perfekte Ergänzung zu meinem Besuch im Polarmuseum in Tromsö . Und so bin ich mehrere Stunden auf den Spuren der großen Polarforscher unterwegs. In aller Ruhe erkunde ich die Fram und bekomme so einen guten Eindruck vom Schiff. An den oberen Rand des Saales werden unterschiedliche Wetter und Lichtverhältnisse projiziert, dazu gibt es die entsprechenden Geräusche. Das gibt dem ganzen Museumssaal eine ganz besondere Atmosphäre. Danach gehe ich hinüber in den älteren Teil des Museums. Eine junge Frau kommt mir entgegen und grüßt mich erfreut. Ich bin sichtlich verdutzt, wer kennt mich in Oslo? Es ist die junge Frau vom Fotomarathon in der Bergenbahn gestern.

      Hinter dem Museum stehen die Skulpturen der Männer, mit denen zusammen Amundsen die Expedition zum Südpol unternommen hat. Leider befanden sich dahinter ganz und gar nicht dekorative Baucontainer. Darum habe ich lieber ein paar Portraits gemacht.



      Ich bin gerade rechtzeitig draußen um die Abfahrt der Color Line zu sehen.



      Ein Museum am Tag reicht mir. Die Eindrücke will ich wirken lassen. Darum geht es mit dem Bus zurück in die Stadtmitte und als Gegenpol zu Schnee und Eis bewundere die die Herbstblumen auf der Karl Johans Gate.



      Danach stärke ich mich erst mal bei Egon und lege anschließend eine Pause in meinem Hotelzimmer ein. Eigentlich bin ich müde, aber andererseits habe ich ein 24
      Stunden-Ticket das muss man doch nutzen meint mein Schwaben-Gen. Also raffe ich mich nochmal auf und fahre mit Bus und Straßenbahn zum Vigeland-Park oder um ganz korrekt zu sein, in den im Frognerpark um die Vigelandsanlegget zu bewundern.

      An einer Station steigt ein Mann mit zwei Beistelltischen in die Straßenbahn. Als er aussteigen will kommt er plötzlich nicht mehr mit beiden durch die Türe. Die
      Situation hat etwas komisches und gleichzeitig bin ich beeindruckt wie gelassen alle bleiben. Schließlich steigt er mit einem Tisch aus und ich reiche ihm den zweiten hinaus, was mir ein „tussen Tak“ einbringt.

      Ich bin froh dass ich mich aufgerafft habe. Die Skulpturen im Vigelandpark werden von der Abendsonne wunderbar angeleuchtet. Ich finde sie beeindruckend, manche aber auch brutal oder sogar verstörend.



      Natürlich darf auch eine Aufnahme von „Sinnataggen“, dem Trotzkopf nicht fehlen. Mein Favorit ist allerdings diese Frauenskulptur.



      Es sind zahlreiche Asiaten unterwegs die ebenfalls an den Skulpturen interessiert sind. Um uns herum zeigt Oslos Bevölkerung wie sportlich sie ist. Manche beziehen auch die Stufen der Skulpturengruppe um den Monolithen in ihr Training mit ein. Es ist ein interessanter Miteinander.



      Auf der Rückfahrt zum Hotel steigt in den Bus ein Pärchen mit Esstisch und 2 Stühlen ein. Ich muss wohl überrascht geschaut haben. Sie meint, ja so zieht man hier um wenn man kein Auto hat. Mir gefallen diese kleinen alltäglichen Begegnungen gut.
    • Thea wrote:

      aber dann kommt eine Schulklasse und es wird unangenehm laut


      Davon kann ich ein Lied singen, morgen ;( .

      Thea wrote:

      Die Skulpturen im Vigelandpark werden von der Abendsonne wunderbar angeleuchtet. Ich finde sie beeindruckend, manche aber auch brutal oder sogar verstörend.


      So ist es mir auch ergangen - "verstörend" gibt meine Empfindungen perfekt wieder.
      Viele Grüße

      Elpunto :lofoten2:

      1988 MS Narvik/ 1994 MS Harald Jarl/ 2013 MS Lofoten/ 2014 MS Lofoten/ 2016 MS Lofoten/2018 MS Lofoten/2019 MS Lofoten
    • Thea wrote:

      Und so bin ich mehrere Stunden auf den Spuren der großen Polarforscher unterwegs.

      Kannst du dir meine Enttäuschung vorstellen, als bei der Gruppenreise "Facettenreiches Norwegen" für den Aufenthalt im Fram-Museum nur 30 Minuten vorgesehen waren?
      Ich muss die nächste Fahrt auf der Hurtigrute unbedingt mit einem etwas längeren Oslo-Aufenthalt kombinieren.
    • Das Fram-Museum hab ich auch mal besucht. Da war ich den halben Nachmittag drin und hatte kaum Zeit für die Ausstellung, weil ich so begeistert davon war, dieses berühmte Schiff berühren und betreten zu dürfen, dass ich es mir in allen Einzelheiten angeschaut habe.
    • Thea - Irgendwann geht jede Reise zu Ende

      1. Oktober - Irgendwann geht jede Reise zu Ende

      Wie ihr schon am Titel seht, geht meine Reise heute zu Ende. Und darum will ich ausnahmsweise Dir @elpunto vorgreifen :) .

      Nun heißt es wieder Koffer packen. Nach dem Frühstück checke ich aus und stelle den Koffer im Hotel unter. Heute habe ich Glück mit dem Wetter, die Sonne lacht. Mit dem Bus fahre ich nach Günnerlokken und steige an der Jakobskirche aus.



      Eine Freundin hatte mir von einem Spaziergang entlang der Akerselva berichtet. Aber als ich an einer Brücke Fotos von einer Skulptur mache fühle ich mich unangenehm beobachten. Und ich beginne darüber nachzudenken welchen Wert meine Kameraausrüstung hat. Diesen Gedanken hatte ich in Norwegen noch nie. Eigentlich wollte ich unten am Fluss entlang gehen, doch dort torkelt ein wild gestikulierender Betrunkener umher. Ich gehe dann noch ein Stück die Straße entlang zu einer anderen Brücke. Es bleibt dabei, ich fühle mich in diesem Viertel unwohl. Und unten am Fluss taucht die nächste seltsame Gestalt auf – vermutlich ein Junkie auf Drogen. Vielleicht habe ich den falschen Abschnitt oder die falsche Uhrzeit erwischt. Aber ich höre auf mein Bauchgefühl und mache mich auf den Rückweg.



      In der Stadtmitte komme ich an einem Markt vorbei und bin beeindruckt von der Farbenvielfalt der Erika die es hier zu kaufen gibt. Auch die Blumenbehälter an der Straße sind schön herbstlich.



      Ich beschließe die Karl Johans Gate entlang zum Schloss zu gehen. Der Park vor dem Schloss ist ein Ruhepol verglichen mit den zahlreichen Menschen auf dem Hauptweg.



      Und die Möwen haben selbst vor dem Denkmal von König Karl Johan keinen Respekt. Am Schloss ist gerade Wachwechsel. Nachdem ich mich davon überzeugen konnte, dass bei Königs alles okay ist, gehe ich zurück zum Nationaltheater und setzte mich dort noch eine Weile an den Brunnen.



      Schließlich ist es Zeit den Koffer aus dem Hotel zu holen. Ich fahre mit dem Flytrain zum Flughafen. Über Brüssel geht es zurück nach Stuttgart. Und damit geht die Reise und damit auch mein Teil des Reisebericht zu Ende. Es hat mir Spaß gemacht ihn für Euch und zusammen mit Dir @elpunto zu schreiben.
    • Dienstag, 01.10.2019 Oslo

      TRAUMWETTER, TRAUMTAG

      Früh am Morgen wache ich auf; vor dem Fenster: Traumwetter für meinen letzten Tag in Oslo . Ich frühstücke, genieße die aromatischen Kaffeespezialitäten aus der Maschine und kaufe schon einmal etwas Verpflegung für den Tag.

      Wie gestern laufe ich zu den Anlegern am Rathaus, diesmal vorbei an der Nationalbank und einem Traditionsrestaurant:






      Davor, ganz versunken, ein Mädchen mit Kopfhörern und Smartphone:




      Sehe auf dem Weg ein Kussmundschiff und Mein Schiff 3. Es ist wirklich traumhaftes Wetter:






      Heute weiß ich, dass es ZWEI Anlegestellen auf Bygdøya gibt (das hatte ich gestern gar nicht beachtet und war wie selbstverständlich beim ersten Anleger aus dem Boot gestürmt). Also warte ich den zweiten Anleger ab:




      Fram- und Kontikimuseum sind in unmittelbarer Nähe und ...Neiiiiiin!!! Unzählige Reisebusse stehen auf dem Parkplatz; natürlich: die Kreuzfahrer! Aber auch viele Schulklassen entsteigen den Bussen! Damit hatte ich nicht gerechnet...

      Naja, dann erstmal ins Fram-Museum. Dort wird mir geraten, zunächst den Film anzusehen. Der ist gerade zuende, aus dem Kinosaal strömen
      gefühlt 100 000 Schüler und sausen herum. Gottseidank, als der Film erneut startet, wird es ruhiger. Der Film macht mich neugierig auf die Ausstellung, und ich sehe mir zuerst die Gjøa-Abteilung an. Ich hätte gern an der ein oder anderen Stelle ein RUHIGES Plätzchen auf einer Bank, um meine Eindrücke zu sortieren, aber leider: solche Plätze gibt es hier und jetzt nicht.

      Nun gut, dann also jetzt die Fram: Hallendes Lärmen wie in einem Spaßbad, wuselnde Minis, hin und her, kreuz und quer rennend, spiegelnde und blendende Glitzerglasbrüstungen an schmalen Galerien, das ganze im Halbdämmer der Ausstellung: Dino wird panisch! Weglaufen geht nicht auf den engen Wegen treppauf und treppab. Er hält sich die Ohren zu und flüchtet sich in einen ruhigen Winkel; ich kann ihn da kaum herausbekommen, um die Ausstellung weiter zu betrachten.

      Also gibt es, leider, leider, einen Schnelldurchgang und ich flüchte mich ins Kontikimuseum.

      Welch eine Wohltat: Eine ruhige Atmosphäre, leise, angenehme Musik von irgendwoher, viele Ruheplätze, auf denen ich meinen Gedanken nachhänge.
      „Hier bleiben wir, hier bleiben wir, hach! Was tut das gut!“ Und so setzte ich mich auf eine Bank vor das Floß und genieße den Moment...

      Dann gehe ich in Ruhe herum, lese mir die Texte durch, betrachte die Exponate - all das berührt mich sehr, vielleicht, weil ein Teil der Expeditionen ja in meine Jugendzeit fiel.

      Wie schön, dass mein Museumsausflug so in Muße ausklingt.

      Für den Rückweg nehme ich diesmal das Boot bis zum Rathaus. Im Reiseführer hatte ich über Grünerløkka gelesen, ein lebendiges Szeneviertel. Das möchte ich mir ansehen.

      Im Stadtplan ist es aufgeführt, ich habe auch schon die Straßenbahnlinien herausgefunden, die dorthin fahren. Aber welche Haltestelle nehme ich am besten? Die stehen nicht im Stadtplan. Ha, dort an der Haltestelle wartet ja eine Passantin; ich krame mein bestes Englisch hervor und frage sie; auch sie kramt ihr bestes Englisch hervor, um sich als Touristin zu outen (vermutlich sind wir beides Deutsche :D ).

      Na gut, dann erst mal in die Bahn, die gerade kommt. Dort bietet mir eine nette Norwegerin den Sitzplatz neben sich an und wir kommen ins (englische) Gespräch; nach kurzem Nachdenken meint sie, dass Birkelunden die günstigste Haltestelle zu Aussteigen sei. Dort steige ich aus; Die Sonne scheint, aber es weht ein eisekalter Wind. Ich laufe durch die Straßen (die Hauptstraße, die zum Zentrum führt, ist in voller Länge und Breite aufgerissen durch Bauarbeiten), einen schönen Park:




      wieder andere Straßen und Grünanlagen. Gegenüber ist ein Café: Das ist jetzt genau das Richtige.




      Ich trage meinen Cappuccino samt nahrhaftem Schokokuchen zu einem Tischchen; Bohème-Atmosphäre: Ein Mann studiert das Feuilleton einer Wochenzeitung, junge Leute an ihren Laptops - Gestärkt laufe ich noch ein bisschen durch die Straßen:







      dann zieht es mich zurück. Durch belebte Seitenstraßen mit bunten Geschäften laufe ich Richtung Hauptbahnhof; bis ich den Akerselv erreiche. Hier kann ich den Weg nicht mehr aussuchen, ich muss über die Brücke auf die andere Seite und gerate auf die Fußgängerwege der Bausstelle. Lärm, Staub, Gedränge, aufgerissener Asphalt. Plötzlich klammert sich Dino an meinen Arm, er ist ganz blass und seine Nasenspitze zittert: Neben uns, in einem Hauseingang,kaum eine Armeslänge entfernt, sitzt ein Junkie zwischen seinen Habseligkeiten und setzt sich gerade eine Spritze in das entblößte Bein. Unmerklich hat sich der Charakter des Viertels verändert; ich fühle mich nicht mehr wohl und betrachte die mir entgegenkommenden Leute mit Vorsicht. So beschleunige ich meine Schritte und, Gottseidank, da ist die Domkirche. Ein Fest findet drumherum statt, fröhliche Menschen, eine vertraute Atmosphäre.





      Ich bin aufgewühlt von dem Erlebnis und will für mich sein; also besorge ich mir in den zahlreichen Geschäften des Bahnhofes etwas für das Abendessen: Knäckebrot im „Joker“, norwegischen Käse und Butter im „Flavour’s“ (die haben wirklich FEINE Sachen); etwas Wein habe ich noch von gestern.

      Ich bringe alles in mein Hotel. Bevor ich aber meinen Abend genieße, gehe ich noch einmal die paar Schritte in die Bahnhofshalle (inzwischen habe ich nämlich den NEBEN-Ausgang des Hotels in der 1. Etage entdeckt: Bis zum NEBEN-Eingang des Bahnhofes sind es vielleicht 50 Meter, und auf die Gleise komme ich direkt :thumbsup: ! Bei meiner Märzreise war ich hier noch mit Schwester und Schwager im Dunkeln treppauf treppab mit den Koffern durch Schneematsch geirrt :thumbdown: . Dort in der Bahnhofshalle hatte ich nicht nur den Hinweis „Flybussen“ entdeckt, sondern auch den Hinweis „Flytorget“ und mich schon einmal schlau gemacht. Flytorget! Das ist es doch! Alle 10 Minuten mit nur einem Zwischenhalt direkt zum Flughafen; und mit meiner SENIORENERMÄßIGUNG nur ca. 10 Euro. DAS gönne ich mir, auch wenn ich inzwischen den barrierefreien Weg zum Busterminal entdeckt habe: Zum Flytorget hat mein Hotelzimmer quasi Gleisanschluss! Der junge Mann, der mich berät, weist mich noch darauf hin, dass ich unbedingt „Track 13“ nehmen soll - Dino zupft mich am Ärmel - er ist etwas abergläubisch: "Hoffentlich geht das gut."
      Viele Grüße

      Elpunto :lofoten2:

      1988 MS Narvik/ 1994 MS Harald Jarl/ 2013 MS Lofoten/ 2014 MS Lofoten/ 2016 MS Lofoten/2018 MS Lofoten/2019 MS Lofoten
    • @Thea Als ich deinen Bericht gelesen habe, war ich verblüfft, wie ähnlich es uns am Akerselv ergangen ist :S .
      Danke für den gemeinsamen Reisebericht - auch mir hat es viel Freude gemacht :flower: .
      Viele Grüße

      Elpunto :lofoten2:

      1988 MS Narvik/ 1994 MS Harald Jarl/ 2013 MS Lofoten/ 2014 MS Lofoten/ 2016 MS Lofoten/2018 MS Lofoten/2019 MS Lofoten
    • Das Kon-Tiki-Museum hat mir seinerzeit (Anfang März 2014) auch sehr gefallen. Die Vorstellung, mit solch einfachen Booten über das Meer zu fahren, ist schon sehr abenteuerlich.

      Zuvor hatte ich das Fram-Museum besucht. Das Innere der FRAM fand ich faszinierend - zugleich aber auch etwas sehr beengt. Bei stürmischer See konnte man sich dafür aber vermutlich leichter irgendwo festklemmen ... ;)
      <3 lig hilsen
      Bernhard

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      Mittwoch, 02.10.2019 Oslo-Düsseldorf und Donnerstag, 03.10.2019 Nach Hause!

      MAUSERL!

      Ich lasse mich wieder vom anbrechenden Tag wecken und mache mich für das Frühstück präsentabel; danach habe ich noch reichlich Zeit, alles für den Flug fertig zu machen (ich habe ja Zimmer mit Gleisanschluss :D ).

      Das Auschecken ist schnell erledigt und ich rolle meinen Koffer komfortabel direkt zu Gleis 13 - keine 3 Minuten brauche ich dafür (wenn ich da an die Anreise denke :pinch: )

      Die Schaffnerin geht durch den Zug und lächelt mich freundlich an - mein Ticket will sie nicht sehen ....20 flotte Minuten später sind wir am Flughafen. Ha! Jetzt wird es mir klar: Um den Bahnsteig zu verlassen, muss ich durch eine Sperre! Natürlich mit einem gültigen Ticket! Ich scanne den Barcode auf dem Ticket und die Schranke öffnet sich. Dino fällt ein Stein vom Herzen - er ist bei solchen Aktionen immer leicht besorgt, dass etwas schiefgeht. Ich tätschel ihm ein bisschen überheblich den Kopf und nenne ihn eine Bangbüxe.

      In der Abflughalle checke ich schon mal ein (natürlich at the aisle! ) und suche mir dann einen ruhigen Platz - bis zum Abflug habe ich reichlich Zeit: Kaffee Reisebericht, beobachten: Die Atmosphäre ist ausgesprochen entspannt und hat nichts vom hektischen Lärmen anderer Flughäfen.

      An der Security ist es gerade recht übersichtlich: Also nichts wie hin! Ich soll auf Platz 2 - hä? Dann sehe ich die Markierung auf dem Boden - praktisch. Habe ich an alles gedacht? Ich denke schon, also los. „Neiiiiin!“ Die Schleuse blinkt und piept.“Hast du SCHON WIEDER den Geldgürtel vergessen?“ Aber der kann es nicht sein, denn er ist im Koffer und tritt hoffentlich den Weg nach Düsseldorf an. Aber was dann? Also Schuhe aus, so komme ich Gottseidank erstmal durch. Aber der Scanner??? Auch da geht’s weiter. Dann aber werde ich ausgiebigst unter Anwendung verschiedenster Werkzeuge auf was weiß ich getestet (Befund gottseidank negativ). Meine Schuhe rollen natürlich wieder auf einem anderen Band als meine übrigen Sachen. „Ob du das jemals hinkriegst", meckert Dino. Aber schließlich gelingt es mir, alles zusammenzuführen und mich wieder zu sortieren - puh! geschafft.

      Inzwischen wird auch das Gate angezeigt; so dass ich mir schon einmal den Weg ansehen kann. Gut gefällt mir, dass in der Nähe eines Gates immer auch ein Restaurationsbetrieb ist, und so suche ich mir etwas in der Nähe meines Gates, esse ein Lachsbrot, gönne mir ein letztes Glas Rotwein zu Norwegen-Preisen...

      In der Maschine gehe ich gelassen zu meinem Platz - ich habe ja at the aisle gebucht, und warte dann gespannt auf meine Sitznachbarn: Vielleicht die, die da gerade ankommen? Oder der? Einer nach dem anderen geht vorbei - die Plätze neben mir bleiben leer. Dino strahlt: „Nimm die Mitte, nimm die Mitte! Und schau, da sind 2 Fenster zum Rausgucken!“ Und das tue ich dann auch: Ich setze mich in die Mitte und sehe hinaus.

      Obwohl wir verspätet gestartet sind, landen wir pünktlich, wie schön. Jetzt nur noch das bange Warten, ob der Koffer überhaupt und wenn ja, ohne weitere Beschädigungen ankommt. Er kommt, aber neben ihm liegt eine Socke, die von mir sein könnte. Misstrauisch drehe ich also den Koffer hin und her, ob eventuell irgendwo ein Loch ist, aber der Koffer ist dicht und nicht weiter demoliert.

      So rolle ich bequem ins Flughafenhotel, hole mir im Supermarkt noch etwas Käse, Cräcker und Rotwein, und genieße den restlichen Abend bei „Go, Trabi, go“ - ist ja schließlich der 3. Oktober!

      Auf dem Schreibtisch liegt ein Lebkuchenherz: „MAUSERL!“ .. ?( . hä?



      Morgen werde ich, ausgeruht und voller Eindrücke von meiner Regenbogenreise, zurückkehren und mich auf die nächste Reise freuen:

      MS Lofoten, ich komme wieder!
      Viele Grüße

      Elpunto :lofoten2:

      1988 MS Narvik/ 1994 MS Harald Jarl/ 2013 MS Lofoten/ 2014 MS Lofoten/ 2016 MS Lofoten/2018 MS Lofoten/2019 MS Lofoten
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      elpunto wrote:

      Dann aber werde ich ausgiebigst unter Anwendung verschiedenster Werkzeuge auf was weiß ich getestet (Befund gottseidank negativ). Meine Schuhe rollen natürlich wieder auf einem anderen Band als meine übrigen Sachen.

      @elpunto
      Natürlich sind diese Kontrollen wichtig, aber ich hasse sie. Bei unserem letzten Abflug 2015 von Oslo hatte mein GöGa plötzlich keine Bordkarte mehr in der Hand. Hatte sie wohl bei den ganzen Kontrollen entweder irgendwo abgelegt, als er alles mögliche ablegen oder ausziehen mußte oder einfach aus den Hand verloren als er am Ende an verschiedenen Bändern seine Gepäckstücke wieder zusammensammeln mußte. Ich sah schon unseren Flieger ohne uns starten. Doch meine Nachfrage bei den Kontrolleuren war erfolgreich: Jemand hatte sie irgendwo auf einem Band zwischen all dem Gepäck oder sogar am Boden gefunden. Unsere Erleichterung war dementsprechend und das war dann auch unser erster Flug wieder seit Jahren und zugleich unser letzter Flug bis jetzt. Wir müssen nicht mehr um jeden Urlaubstag feilschen, sondern An- und Abreise zu HR geht per Bahn und Schiff. Und wohin wir jetzt noch wollen, kommen wir auch mit Bahn und Schiff oder sogar PKW.
      Und so geruhsam wie du lieben wir auch den Abschluß einer HR-Reise bis hin zum Gläschen Wein aus der Minibar zu Norwegenpreisen. :)
      Liebe Grüße von Trollebo
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      Liebe @elpunto und @Thea herzlichen Dank für Euren Doppelbericht und die tollen Fotos.

      Am Flughafen in Bergen durfte ich letztes Mal meine Wanderschuhe zu meiner Überraschung anbehalten, aber irgendwas hat man auch an mir gesucht Irgendwer meinte, mit diesem Gerät werden Drogen gesucht, jedenfalls hat man nichts gefunden, aber ich frage mich immer, was ist, wenn jemand am Ende des Bandes schnell etwas von meinen Sachen einsteckt.

      Liebe Grüße, Kamilla