Wo geht`s zum nächsten Regenbogen? Mit Dino und MS Lofoten durch den Herbst (14.09. bis 03.10.2019)

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    • Wo geht`s zum nächsten Regenbogen? Mit Dino und MS Lofoten durch den Herbst (14.09. bis 03.10.2019)

      Wo geht’s zum nächsten Regenbogen? Mit Dino und MS Lofoten durch den Herbst (14.09. bis 03.10.2019)

      GESTATTEN: DINO!

      Endlich ist es soweit, ich bin wieder unterwegs mit MS Lofoten - und mit Dino, Dino, der bei meiner Weihnachtsreise 2018 kaum aus der Höhle kommen wollte, weil es ihm immer zu dunkel war.

      Am Ende der Reise schrieb ich:

      „Dino lässt sich nicht mehr blicken - war ich zu unfreundlich zu ihm? Ich lege ihm einen Zettel hin, dass ich ganz bestimmt nicht mehr zur dunkelsten Jahreszeit fahren werde und er nicht mehr im Stockdunkeln aus der Höhle muss. Hoffentlich tröstet ihn das.“

      Ich schrieb aber auch:

      „ADE, MS LOFOTEN . Ich komme wieder, versprochen!“

      Oh oh - da musste jetzt eine Lösung her, und weil es obendrein auch noch eine 400er Kabine sein sollte, telefonierte sich meine Reisebüro-Fachfrau, die sich schon über nichts mehr wundert, die Finger wund, um passende Termine zu finden. Die buchte ich dann, natürlich nicht ohne Dinos Einverständnis.

      Und so fahre ich erst einmal „Mit Dino und MS Lofoten durch den Herbst“.

      Und weil @KamillaS beim letzten Stammtisch in Hamburg Dino in ein konkretes Äußeres gekleidet hat, reist er jetzt nicht nur SPÜRBAR mit, sondern ist auch deutlich SICHTBAR, und ich glaube, das gefällt ihm richtig gut. So kann ich ihn doch nicht mehr so leicht unter den Teppich kehren - das gäbe ja eine schöne Beule! Tagsüber sitzt er gern am Fenster - er LIEBT die Aussicht:




      das hält ihn allerdings nicht davon ab, mir, egal wo ich mich befinde, gehörig dazwischenzufunken, wenn er anderer Meinung ist als ich; und das kommt schon mal vor... ;)

      Doch nun zum Reisebericht:


      Düsseldorf, Samstag, 14.09.2019

      OLIVENÖL AUS DER PIPETTE

      Wie schon das letzte Mal beginne ich auch diese Reise mit einer Übernachtung im Flughafenhotel. Also mache ich mich am Vorabend des Fluges auf den Weg. Der neue RRX ist gepflegt und komfortabel, und pünktlich ist er auch. Während der Fahrt stöber ich schon einmal im Bergen-Reiseführer und überlege, was ich mir für die Zeit, die ich dort bin, vornehmen möchte; immerhin habe ich zwei Übernachtungen. Da kann man eine Menge unternehmen! Der Wetterbericht klingt allerdings weniger gut: Stürmischer Wind und immer wieder Regen, Regen, Regen ...Hurrikan Dorian sendet seine Grüße bis zu uns! Nun - wir werden sehen ...

      Im Flughafen angekommen, checke ich erst einmal im Hotel ein (Dino will unbedingt sofort ans Fenster, und erst als er merkt, dass dort nun WIRKLICH nichts zu sehen ist außer einem spärlich begrünten Flachdach, gibt er Ruhe). Dann mache Ich mich auf zur Abflughalle, um schon mal zu sehen, wo die SAS-Schalter sind. Das erweist sich als gute Idee, denn SAS ist nicht in der großen Haupthalle, sondern in einer kleineren, die dieser angegliedert ist. So weiß ich doch am nächsten Morgen, wo ich hin muss, und muss nicht (immer aufgeregter!) durch das Terminal irren und mir Dinos „Ich hab`s dir ja gesagt!!!“ - Gezeter anhören. Und um den nächsten Morgen noch entspannter angehen zu können, checke ich am Hotel-PC auch schon mal für morgen ein. Das geht zwar etwas hakelig und von Herzklopfen begleitet (immer wieder wird mir angezeigt, dass mein Wunschplatz kostenpflichtig ist), aber schließlich klappt`s, und der etwas versteckte Drucker, bei dem ich nicht so richtig weiß, was ich von ihm halten soll, druckt mir tatsächlich die Bordkarten aus - Uff, geschafft!

      Um die gelungene Anreise abzurunden, hole ich mir mein Abendessen dieses Mal nicht im Flughafen-Supermarkt, sondern gehe ins Hotel-Restaurant. Einen der Kellner kenne ich von früheren Aufenthalten; er hat eine sehr persönliche, warme Art und wieder gute Wein-Tipps: Zu meinem Lachs empfiehlt er mir einen (sehr guten!) Rosé von der Mosel (an Mosel hätte ich bei „Rosé“ jetzt nicht so schnell gedacht), vorher aber bringt er mir etwas warmes, knuspriges Brot, grobes Salz, ein Schälchen aromatisches Olivenöl, und dazu - eine Pipette! Die erweist sich als sehr praktisch, um das Öl unfallfrei auf dem Brot zu plazieren. Und weil mir das sichtlich Freude macht, holt er mir aus der Küche eine handvoll weiterer Pipetten. Damit ist das Motto des heutigen Abends und meiner nächsten Fete klar: OLIVENÖL AUS DER PIPETTE!

      Nach dem Essen ist mir nicht nach Fernsehen oder irgendeiner Ablenkung - ich möchte `runterkommen, schon mal Notizen für den Reisebericht machen, mich auf die Reise einstimmen. Aber so ganz Grabesstille mag ich auch nicht. Da kommt mir eine FERNSEHsendung grad recht, die ich nur HÖREN muss: Anne-Sophie Mutter spielt Filmmusik! DAS ist es doch! Und so komme ich ‘runter, mache Notizen, stimme mich ein - bis Dino mich zaghaft am Ärmel zupft: „Komm schlafen, ist doch schon ganz dunkel!“
      Viele Grüße

      Elpunto :lofoten2:

      1988 MS Narvik/ 1994 MS Harald Jarl/ 2013 MS Lofoten/ 2014 MS Lofoten/ 2016 MS Lofoten/2018 MS Lofoten/2019 MS Lofoten
    • Ja, das stimmt. Er hat sich RIESIG auf diese Reise gefreut, weil ich ihm versprochen habe, dass er nicht im Dunkeln aufstehen muss. Und ich habe mein Versprechen gehalten! :thumbsup:
      Viele Grüße

      Elpunto :lofoten2:

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    • @KamillaS Dino hat mich oft an dich erinnert :) , ich berichte gern (hab`ja auch viel mehr gesehen, war ja länger hell ;) )

      @Kauderwelsch Ich nehme dich sehr gern mit (Dino ist sicher auch einverstanden, aber ich habe ihn heute noch nicht gesehen, er ist ja meistens verschwunden). Und lobe ihn mal nicht zu früh, so süß er auch aussieht, er hat es doch faustdick hinter den Ohren!

      @Noschwefi Gern - nun sind wir schon eine Reisegruppe ;)
      Viele Grüße

      Elpunto :lofoten2:

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    • @Pinguin Huch, da habe ich vorhin deinen Beitrag gar nicht beachtet. Willkommen in der Reisegruppe!!!

      Dann wollen wir uns mal weiter auf den Weg machen ...



      Düsseldorf - Bergen , Sonntag, 15.09.2019

      WAS FÜR EIN TAG!!!

      Wunderbar - ich habe herrlich geschlafen und wache vom Sonnenschein auf (die 99,9%-Verdunkelungs-Vorhänge in Hotels ziehe ich nur im äußersten Notfall zu, und draußen ist ja nur das spärlich begrünte Flachdach). Und gottseidank hat Dino nichts zu meckern - die Sonne scheint ja.

      Ich mache mich gemütlich fertig - frühstücken werde ich nach Kofferaufgabe und Security in aller Ruhe im Flughafen - dann ist genug Zeit dafür - und gehe zum Abflug-Terminal. Suchen? Ha! Ich weiß ja schon, wohin ich muss! 2 Stunden vor Abflug komme ich am SAS-Schalter an, also mehr als reichlich Zeit. Lange Schlange! EINE SAS-Dame, die aber auch nicht erkennbar tätig ist. Genau genommen passiert - NICHTS! Oder - KAUM etwas.

      Ich frage nach dem Koffer-drop-off, weil ich ja schon eingecheckt habe, aber den gibt es nicht. Also zurück in die Schlange. „Meine Güte, das dauert. Das Herumstehen nervt! Und was bitteschön ist mit dem gemütlichen Frühstück?“ Dino motzt. Aber was soll ich machen? Also setze ich ein freundliches Gesicht auf und warte. Schließlich kommt ein zweiter SAS-Mensch; er wirkt nicht gerade fit (ich lasse das mal so vage); ob er meinen Koffer wohl wirklich bis Bergen durchcheckt? Gesagt habe ich es ihm. Jetzt noch schnell durch die Sicherheitskontrolle - habe ja alles strategisch geplant und vorbereitet: Flüssigkeiten, Elektronik, Metall etc. - also alles ganz easy. ALARM!!! Der Geldgürtel - Mist! IRGENDETWAS vergesse ich immer! Der muss jetzt auch noch in einem eigenen Kistchen durch die Kontrolle, aber auf einem anderen Band! Dino wird panisch: „Wie soll man bitteschön die Wertsachen auf Band A und den Geldgürtel auf Band B gleichzeitig im Auge behalten??? Und jetzt sind es noch mal gerade 20 Minuten bis zum Boarding. Hat sich was mit geruhsamem Frühstück.“ Er hat ja recht. Aber zumindest reicht es für ein Croissant und einen Milchkaffee - und das sogar im SITZEN! Ich komme etwas herunter.

      Im Flieger suche ich meinen Fensterplatz - supi - vor den Tragflächen! Dann kommt mein Sitznachbar! Neiiiiiiiin! Er ist von der „Man-Spreading-Hier-Komm-Ich“- Sorte. Ich fühle mich eingequetscht zwischen Fenster und Nachbarplatz. „Kannst du ihm nicht den Kaffee über die Hosen kippen? Oder wenigstens den Ellenbogen in die Rippen stoßen?“ Dino hat eine Menge Tipps, um den Frust abzubauen. Aber ich bleibe zumindest nach außen hin höflich, und den Kampf um die Armlehne nehme ich gar nicht erst auf.

      In Kopenhagen landen wir pünktlich: also ca. 3 Stunden Zeit für Besorgungen, Snack usw. Da das Gate für den Weiterflug noch nicht angezeigt wird, gönne ich mir erst einmal eine Mittagsmahlzeit: Lachsbrot, Wasser und etwas Wein: „187 ml Wein - die spinnen, die Dänen, das ist die Hälfte von der Hälfte von einer Dreiviertelliter-Flasche, wer soll denn das verstehen?“ Ich erkläre Dino, dass das für die Mittagszeit eine durchaus angemessene Menge ist und dass die Dänen ihre Flaschengrößen selbst bestimmen dürfen; kleinlaut verkrümelt er sich. In einem etwas ruhiger liegenden Café trinke ich noch einen sehr guten Café Latte, besorge mir etwas Proviant für den Abend (falls ich, wie bei meiner letzten Reise, wieder keinen Platz im Restaurant bekomme), dann mache ich mich in Ruhe auf zum Abfluggate. Das Boarding startet mit Verspätung, und als ich zu meinem Platz komme, entdecke ich schon wieder so ein raumfüllendes Riesenwesen, und das auf MEINEM Fensterplatz. „Sei großzügig, biete ihm an, auf deinem Fensterplatz sitzen zu bleiben,“ schlägt Dino mir scheinheilig vor. Und tatsächlich, es klappt - ich sinke erleichtert auf den Gangplatz und orientiere mich diskret Richtung Mitte. Nie wieder Fensterplatz, wenn ich allein reise!

      Der Flug ist „etwas bewegt“, wie es auf dem Schiff immer so schön heißt. Vor der Landung in Bergen nimmt Dino all seinen Mut zusammen und schaut vorsichtig aus dem Fenster: Gottseidank, kein Feuerwehrauto-Empfangskomitee wie gestern bei @Flemming T , aber die Landung ist schon „a little bit rough“...



      Im neuen Flughafenterminal, das ich bei meiner Weihnachtsreise ja schon kennengelernt habe, marschiere ich zügig zur Kofferausgabe. Das Band dreht sich bereits und - juchhu - ich kann auch schon von weitem meinen Koffer erkennen. Erleichterung macht sich breit. So ein fehlender Koffer zu Beginn der Reise ist schon ziemlich doof. Ich will ihn mir schnappen und: O nein, der obere Griff ragt nur noch traurig und nutzlos aus einer der Halterungen. Die andere? Keine Ahnung.. Also erst einmal zum SAS-Schalter statt in den Bus und zum Hotel. Dino jammert: „Und was soll jetzt werden? Einen Koffer mit DER Innenausstattung bekommst du NIE wieder: Hast du doch selbst neulich gesagt, als du nach einem neuen Koffer geschaut hast. Wie willst du auf Studienreisen klarkommen, wenn du aus dem Koffer leben musst und keine vernünftige Inneneinteilung hast?“ Ich kann ihn ja verstehen, aber ich beschließe, erst einmal ruhig zu bleiben. Am SAS-Schalter treffe ich auf weitere Geschädigte. Auch deren Gepäck ist, wie mein Koffer, wirklich stark beschädigt (später auf dem Schiff wird der beste Reiseleiter von allen die noch intakte restliche Halterung mit dem BOLZENSCHNEIDER abtrennen, ein etwas zarteres Werkzeug hätte nicht gereicht!) Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, wodurch solche Gewalteinwirkung entstanden sein kann! Als die Formalitäten erledigt sind, rolle ich meinen Koffer mit dem nun verletzungsfreundlich steil und starr in die Luft ragenden oberen Koffergriff Richtung Bus. Es ist sehr windig (Dorian!) und auch empfindlich kalt, so dass ich schon ziemlich durchgefroren bin, als der Bus endlich mit Verspätung ankommt. Außerdem macht mir Dinos Gejammer wegen des Koffergriffs zu schaffen, und ich versuche ihn zu beruhigen, indem ich in Gedanken alle Lösungsmöglichkeiten durchspiele, die die Katastrophe abwenden könnten (Koffergriff einfach abmontieren und Koffer weiter verwenden? Kommt dann bei Flugreisen das Bodenpersonal ohne diesen Griff klar? Kann ich ihn dann überhaupt gut genug rollen? Koffer reparieren lassen? Geht das überhaupt? Vielleicht ... Koffer......ach!!!)

      Endlich kommt der Transferbus und - supi - er fährt als erstes zum Clarion Admiral. Aber: Nicht bis vor das Hotel (denn dann müsste der Fahrer weiterfahren und an einer geeigneten Stelle wenden ;) ).

      Also muss ich mit meinem Koffer ohne oberen Griff irgendwie über das Kopfsteinpflaster. Geschafft! Nichts wie ins Hotel, Koffer aufs Zimmer, und ab ins Restaurant!

      Das bleibt ein frommer Wunsch. Vor mir ist offensichtlich gerade eine Reisegruppe angekommen. An der Rezeption und vor den Aufzügen stehen gefühlt hundert Leute, die alle versorgt werden wollen. Also parke ich meinen Koffer an einer ruhigen Stelle und reserviere schon mal einen Tisch im Restaurant. Supi - es wird ein Fensterplatz mit Blick auf das nächtliche Bryggen . Nun kann ich gelassen darauf warten, auch in den Aufzug zu kommen, meinen Koffer abzuladen und mich zum Essen zu begeben.

      Ich habe einen schönen Tisch am Fenster weit weg von der wuseligen Reisegruppe, bestelle mir eine „butchers plate“ - Antipasti, Käse, Oliven, dazu leckeres Brot und Knoblauchbutter und Rotwein - genau meins. Der Kellner ist sehr freundlich, und so reserviere ich den Tisch schon mal gleich für morgen.

      Im Zimmer packe ich das Notwendige für die Nacht aus - neiiiiin! Das Gesichtswasser ist ausgelaufen! Meine „Kultur“ getränkt und reichlich feucht! Egal! Das ist die Challenge für morgen früh!

      Jetzt nur noch ‘runterkommen, Tagebuch, ein Glas Wein -WAS FÜR EIN TAG!!!
      Viele Grüße

      Elpunto :lofoten2:

      1988 MS Narvik/ 1994 MS Harald Jarl/ 2013 MS Lofoten/ 2014 MS Lofoten/ 2016 MS Lofoten/2018 MS Lofoten/2019 MS Lofoten

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    • Ja, ich finde auch, dass ich ihm manchmal mehr Raum lassen sollte, statt immer nur gute Miene zum bösen Spiel zu machen - und er hat ja auch seine fröhlichen Seiten! Und jetzt, wo ich ihn auch SEHEN kann, nehme ich ihn ohnehin viel leichter wahr als noch auf meiner letzten Reise :) .
      Viele Grüße

      Elpunto :lofoten2:

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    • Und noch eine Anreise

      @elpunto, Dino und alle weiteren Mitreisenden,

      jetzt schliesse ich mich auch der Reisegruppe an. Wie mit Elpunto ausgemacht werde ich die Fotos von unserer Reise beisteuern.

      Meine Reise begann ebenfalls an diesem Sonntag. Allerdings bin ich ab Stuttgart gestartet. Ich habe noch nie auf einem Flug während der ganzen Flugzeit die Landschaft unter mir sehen können. Beim Anflug auf Kopenhagen war ich einseits fasziniert von der Landschaft, andererseits habe ich mich gefragt warum wir so niedrig fliegen.



      Die Flugbegleiterin meinte, es wäre die ganz normale Flughöhe. Aber so richtig geglaubt habe ich ihr das nicht. Mein Weiterflug ging ebenfalls um die Mittagszeit. Vermutlich saßen wir @elpunto in der gleichen Maschine. Mein Koffer war unversehrt und ich war schnell am bereits gebuchten Flybussen. Als ich im Bus saß brach ein richtiger Wolkenschauer los. Mit Bangen dachte ich an das Aussteigen und den Weg zum Hotel. Doch bis wir am Festplassen waren nieselt es nur noch. Positiv beeindruckt hat mich der Busfahrer. Nachdem er mir und den Anderen den Koffer ausgehändigt hatte, wandte er sich den neuen Fahrgästen zu. Trotzdem bekam er mit dass ich mich suchend um sah. Sofort fragte er zu welchem Hotel ich wollte und wies mir den richtigen Weg. Soviel Aufmerksamkeit und Hilfsbereitschaft war ein schöner Anfang. Nachdem ich im Hotel Augustin eingecheckt hatte wollte ich eine kurze Runde durch Bergen machen. Da es wieder zu regnen begann wurde sie sehr kurz und ich landete früher als geplant im Egon.

      Danach wollte ich noch zum Hurtigrutenanleger. Verblüfft sah ich dass zwar ein riesiges "Hochhaus" von Tui da lag aber kein Hurtigrutenschiff. Später erfuhr ich aus dem Forum dass die Finnmarken wegen des Sturm ins Trondheim lag. Es war windig und naß. Darum habe ich nur noch ein paar Fotos gemacht und mich dann in mein gemütliches Hotelzimmer zurückgezogen.

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    • :thumbsup: Da freue ich mich ja riesig, dass du @Thea, dich einklinkst . Zum einen ist es immer toll, zu sehen, wie jemand anderes die Reise erlebt hat. Außerdem gestehe ich, dass ich ein wenig auf deine Fotokünste neidisch bin und sicher bin, dass dieser Bericht davon nur profitieren kann :rolleyes: .
      Viele Grüße

      Elpunto :lofoten2:

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    • Bergen , Montag, 16.09.2019

      DIES UND DAS

      Nach dem aufregenden Tag gestern bin ich gut eingeschlafen, aber in der Nacht wache ich auf - irgendein Regler klackt, deutlich hörbar, alle paar Sekunden. „Wie soll man denn dabei ein Auge zumachen? Tu ‘was, Sonst bist du ja morgen wie gerädert.“ Dino ist nicht zu überhören. Seufzend verlasse ich das kuschelige Bett, suche im Dunkeln die Ohrstopfen und schlafe noch einmal ein.

      Nach dem Aufstehen lasse ich mir Zeit, sortiere mich, repariere Schäden, und gehe schließlich zum Frühstück. Der größte Ansturm ist vorbei, ich habe eine ruhige Zeit mit Blick auf Bryggen und etwas Sonnenschein. Von meiner letzten Reise weiß ich noch: Die Kaffeemaschine kann ich bedienen (man muss den Knopf gedrückt halten) und auf das Knäckebrot mit Rosinen falle ich auch nicht mehr herein. Dann mache ich mich fertig für meine Erledigungen. Großes Glück: Sozusagen gleich um die Ecke entdecke ich einen Bio-Laden, in dem ich mein Gesichtswasser auffüllen kann. Ich bringe es ins Hotel, dann mache ich mich auf zur Erkundung von Bergen .





      @Laminaria hatte über Skuteviken berichtet, das habe ich mir für dieses Mal vorgenommen. Also mache ich einen Spaziergang zur Festung und weiter in das Viertel. Den Regenschirm brauche ich Gottseidank kaum, immer wieder kommt die Sonne durch die Wolken, aber kalt ist es.






      Zurück in Bryggen flüchte ich vor einem Regenschauer in Juhl’s Silberladen. Die Schmuckstücke sind schön, aber nicht der Stil, den ich tragen mag. Ich komme mit der Verkäuferin ins Gespräch - sie ist deutschstämmig und erzählt mir viel über die Silberschmiedin und deren Philosophie (sie muss als junge Frau in den 50ger Jahren als Deutsche nach Norwegen gekommen sein und hat mit ihrem Mann im Laufe der Jahre ein großes Besucherzentrum bei Kautokeino aufgebaut); es muss eine beeindruckende Frau sein.

      Ich laufe noch durch das Bahnhofsviertel,



      um den (oder das? oder gar kein Artikel?) Lillelungevardsvann, und weil das Laufen guttut und es trocken ist, schließlich bis zum Hurtigrutenterminal, um die Polarlys zu erwarten. Geplant hatte ich das nicht, sonst hätte ich mich rechtzeitig bei @Flemming T gemeldet. Sie kommt mit 25 Min. Verspätung an. Fasziniert beobachte ich, wie unendlich viele Paletten mit dem Gepäck der Passagiere abgeladen werden, es hört gar nicht auf - dagegen ist die Von-Hand-zu-Hand-Koffer-Kette der MS Lofoten ja geradezu niedlich ...Währenddessen hat sich draußen ein stürmischer Regenguss zusammengebraut. Heimlich nehme ich mir vor, ein Taxi zu bestellen, falls Dino zu schimpfen anfängt, aber siehe da: Der Regenschauer geht vorbei, Sonne und Wolken bestimmen den Himmel, und ich laufe trockenen Fußes zum Hotel.

      Zum Abendessen gibt es noch einmal die butchers plate (diesmal wohl von einem anderen Koch, denn die Zusammensetzung ist etwas anders, aber genauso lecker).

      In der übrigen Zeit erledige ich so DIES UND DAS: Duschen, Haare waschen, Koffer umpacken, Tagebuch schreiben - Es war ein voller Tag, und mir fallen die Augen zu. Dino schnarcht auch schon leise ...
      Viele Grüße

      Elpunto :lofoten2:

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