Þetta reddast - mit Linienbussen durch Island (9.-26.8.2017)

    • 2017
    • Þetta reddast - mit Linienbussen durch Island (9.-26.8.2017)

      Wie man in diesem Form in den Reiseberichten bestens nachlesen kann, gibt es –vom jeweiligen Reiseziel abhängig – viele unterschiedliche Arten der Fortbewegungsmittel, mit denen man von 'A nach B' kommt.

      Bei meiner ersten (richtigen) Reise nach Island bin ich allein mit Linienbussen durch das Land gereist. Wenn während der Planungsphase Zweifel aufkamen, ob alles klappen würde, habe ich mich immer mit einer isländischen Redewendung, die ich irgendwo gelesen hatte, beruhigt:

      Þetta reddast
      - wird schon werden-

      Zur Vorgeschichte dieser Reise:
      2013 reiste ich mit MS Hamburg von Kangalussuaq mit einigen Anlandungen in Ostgrönland über Island, die Färöer, die Shetlandinseln sowie Bergen nach Hamburg.

      Nachdem wir Grönland hinter uns gelassen hatten, nahm die Hamburg Kurs auf Reykjavik, wo sie für einen Tag festmachte. Auf meinem Programm stand der organisierte Ausflug ‚Golden Circle’.
      Ich stand im geschichtsträchtigen ‚Þingvellir’ auf dem mittelatlantischen Rücken sozusagen zwischen der nordamerikanischen und der eurasischen Festlandsplatte, sah die Wassermassen den ‚Gullfoss’ hinabstürzen und einen Regenbogen, der ihn überspannte und staunte am Stóra Geysir über seinen Nachbarn ‚Strokkur’, der verlässlich alle paar Minuten eine Wasserfontäne herausschleuderte.

      An Bord zurück stand für mich fest, nach Island würde ich noch einmal zurückkehren. Mit viel mehr Zeit, jedoch nicht mit dem Schiff und nur einzelnen Landausflügen. Bereits 2013 war an den genannten Sehenswürdigkeiten eine beträchtlich große Anzahl von Bussen versammelt. Das war und ist ja auch leicht zu erklären, die Ausflugsbusse starten mehr oder weniger zur gleichen Zeit in Reykjavik oder anderen Häfen und dementsprechend voll ist es in der Regel an den Zielorten. Zu viel für mich, damals schon.

      Drei Jahre und einige, erlebnisreiche Reisen sowie einen Umzug von Bremen nach Leipzig später, dachte ich, nun wäre es Zeit nach Island zu fahren. Nur wie?
      Schiffsreisen schieden aus den schon genannten Gründen aus. Eine Gruppenreise kam auch nicht in Frage, ich wollte selbst entscheiden, wie lange ich mich wo aufhalte. Also blieb eine Rundreise mit dem Pkw. Allein mit dem Auto durch Island zu fahren traute ich mir nicht zu und es wäre in manchen Gegenden abseits der Ringstraße, z.B. im Hochland auch leichtsinnig.
      Es war nicht einfach eine Mitreisende/einen Mitreisenden zu finden: „Es regnet da doch immer, es ist kalt und teuer sowieso. Außer Natur gibt es nichts zu sehen usw. usf.“
      Ende 2016 hatte ich eine Mitstreiterin gefunden, ich freute mich schon und dann Anfang 2017 machte sie einen Rückzieher.
      Frust machte sich breit. Und dann dachte ich: „Bange machen gilt nicht! Wenn nicht jetzt, wann dann? Und jünger werde ich auch nicht!“

      In den diversen Reiseführern, die ich schon gewälzt hatte, fand sich unter der Rubrik ‚Hin&weg’ immer wieder der Hinweis auf Linienbusse.
      Da ich 2014 das Auto verkauft hatte und seitdem mit öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs bin, war und bin ich damit sehr vertraut.
      Also entschloss ich mich im Februar 2017 nach Island zu fliegen und mit Linienbussen durch das Land zu reisen.
      Es folgten intensive Studien weiterer Reiseführer und der Busfahrpläne, immer wieder Recherchen im Internet und die Suche nach geeigneten Unterkünften. Hotels waren mir zu teuer, Jugendherbergen bereits ausgebucht, meine Wahl fiel daher auf Gästehäuser. Die waren zwar auch nicht gerade ein Schnäppchen aber günstiger als Hotels.
      Schnell wurde deutlich, dass ich mich aus Zeitgründen auf einzelne Regionen beschränken und ich mich vor allem an den Busfahrplänen aber auch an der Erreichbarkeit (=Fußweg zwischen Haltestelle und Gästehaus) der Unterkünfte orientieren musste.
      Schließlich standen Zeitplan und Reiseroute fest und die Unterkünfte waren gebucht. Bei dieser Reise war auch noch die Art des Gepäcks zu bedenken. Ein herkömmlicher Koffer schied aus, weil ich ihn ja vom Bus zur Unterkunft und zurück transportieren musste und zwar oft über mehr als ein paar Meter. Nach einigen Überlegungen entschied ich mich für einen Rucksack mit Rollen, den ich, wo es möglich war, auch ziehen konnte.

      Ich hatte vor, an vier Orten jeweils 2-3 Tage zu verbringen und außerdem mit einem zweitägigen Aufenthalt in Reykjavik die Reise ausklingen zu lassen.
      Je näher die Reise rückte, desto aufgeregter wurde ich. Würde es ohne Probleme klappen, allein mit öffentlichen Verkehrsmitteln durch Island zu reisen?

      Immer half der Gedanke: wird schon werden:
      Þetta reddast’

      und es wurde dann ja auch!
    • Und los geht die Reise...
      Tag 1: 9.8.2017 Anreise

      Los geht es in Leipzig mit dem ICE um 7:35 Uhr nach Frankfurt a.M.-Flughafen –Fernbahnhof. Dort und auf dem Flughafen war nach meinem Eindruck wenig Betrieb. Vom Verlassen des Zuges bis Erreichen des Terminals 2 und Aufgabe des Gepäcks (eingecheckt hatte ich zu Hause online) sowie Passieren der Sicherheitskontrolle bis Ankunft am Gate vergeht nur eine Stunde und alles verläuft völlig problemlos.
      Es bleibt genügend Zeit, um etwas zu essen und zu trinken und dabei ein Schwätzchen mit einem älteren Herrn zu halten. Er erzählt mir etwas nervös, dass er mit seinem Sohn in die USA fliegen wolle: „Stellen Sie sich vor, mit fast 80 Jahren fliege ich zum ersten Mal in meinem Leben und dann gleich so weit!“
      Solche netten Begegnungen würde ich während der Reise noch einige haben.

      Der für 14:00 Uhr vorgesehene Start verzögert sich um circa eine halbe Stunde weil das Flugzeug von Icelandair aus Kevlavik kommend bereits mit Verspätung gelandet war.
      Der Fensterplatz 14 A direkt vor dem Tragflügel war gut ausgewählt und meine Sitznachbarin sehr angenehm. Sie wollte in Kevlavik nur umsteigen und weiter in die USA fliegen. Wie sie mir erzählt, wählen offenbar viele Leute die Route über Island, wenn sie nach Nordamerika wollen. Das Flugwetter war ideal, über den Wolken schien die Sonne genau wie beim Landeanflug auf Island. Ich saß zwar auf der ‚falschen Seite’, der linken, und habe Island deswegen erst etwas später gesehen, was mir aber nichts ausgemacht hat.
      Island ist auch von oben ziemlich beeindruckend.



      Die kleine Halle des Flughafens Keflavik ist voller Menschen, innerhalb kurzer Zeit müssen wohl mehrere Maschinen gelandet sein. Es gibt nur drei Gepäckbänder, die das viele Gepäck kaum aufnehmen können. Aber die Stimmung ist entspannt, alle warten ganz geduldig. Es geht dann doch relativ schnell bis ich meinen Rucksack habe und am Schalter von flybus stehe, um mir ein Ticket für die Fahrt nach Reykjavik zu kaufen. Kurz entschlossen nehme ich eins direkt zum ‚Bus Hotel’, weil ich keine Lust habe vom BSÍ (dem zentralen Umsteige-Busbahnhof) dorthin zu laufen und nicht einschätzen kann, wie weit es sein würde.
      Die Isländer haben ein einfaches System, um die vielen Touristen am BSÍ in die verschiedenen Zuliefererbusse zu verteilen, die einen zu der jeweiligen Unterkunft bzw. einer nahegelegenen Haltestelle bringen. Beim Kauf der Fahrkarte wird gefragt, wohin man will und erhält eine entsprechend farbige Karte. Unmittelbar vor dem Flughafengebäude halten die flybusse in einer langen Reihe. Man geht hin, zeigt sein Ticket, stellt das Gepäck neben den Bus, wenn der voll ist, fährt er los. Bei Reisegruppen ist das natürlich anders.
      Die Fahrt durch Lavafelder vom Flughafen bis nach Reykjavik dauert etwa 45 Minuten.
      Am BSÍ angekommen, nehme ich meinen Rucksack und steige in einen kleineren Bus um. Berücksichtigt man die Verspätung dann war ich doch recht schnell im ‚Bus Hostel’ angelangt, es war kurz nach 18:00 Uhr. Mein Zimmer war klein, sehr sauber und lag direkt gegenüber der Dusche + WC. Das war sehr praktisch, ein Blick durch die Zimmertür genügte. War die Tür der Dusche angelehnt, war sie frei, war sie geschlossen, war besetzt. Das funktionierte übrigens in allen Gästehäusern so.

      Ich bin dann ziemlich schnell Richtung Innenstadt und Hallgrimskirkja gelaufen, dorthin brauche ich knapp 15 Minuten. Auf dem Weg merke ich, dass es in Reykjavik ziemlich rauf und runter geht und nicht so eben ist wie in der norddeutschen Tiefebene. Das Wetter ist recht angenehm, lt. einer Anzeige 17°C, der Himmel ist zwar bedeckt aber es ist trocken. An der Hallgrimskirkja angelangt, beschließe ich spontan, auf den Turm zu fahren. Wer weiß, wie es auf der Rückreise aussehen würde. Von 73 m Höhe habe ich einen beeindruckenden Rundumblick über Reykjavik. Die riesige Kirche aus weißen Beton ist weithin sichtbar und dominiert das Stadtbild. Der Innenraum ist eher schlicht ausgestaltet, ins Auge sticht allerdings die große Orgel.




      Anschließend schlendere ich über die Laugavegur , kaufe in einer Information Tickets für den Bus und esse in der ‚Bakeri Sandholt’ etwas und kaufe auch gleich für den nächsten Morgen zum Frühstück ein. Für ein warmes Essen war es schon zu spät. Also suche ich mir ein großes Sandwich mit Salat, Ei und Geflügelfleisch aus. Das Graubrot ist ausgesprochen lecker, der Preis für umgerechnet etwa 14 € angemessen und relativ günstig.
      Insbesondere auf der Laugavegur ist auch gegen 21:00 Uhr noch reger Betrieb, Restaurants, Cafés und Bars sind gut besucht.
      Um am nächsten Morgen zur Haltestelle des Überlandbusses Richtung Borganes zu gelangen, muss ich einige Stationen mit dem Stadtbus fahren. Da ich im Internet gelesen hatte, dass die dem Hostel nächstgelegene Haltestelle wegen Straßenbauarbeiten verlegt worden ist, kundschafte ich auf dem Rückweg vorsorglich aus, wo sie sich aktuell befindet.



      In den Bussen von Strætó (sie betreiben die Buslinien in der Region Reykjavik und den größten Teil der Buslinien in ganz Island) kann man – außer in Reykjavik – bar, mit Karte oder mit Marken zahlen. Gezahlt wird immer der Preis bis zum nächsten offiziellen Halt, an dem man aussteigen will. Aber in Reykjavik kann man nur bar bezahlen und zwar passend, Wechselgeld gibt es nicht, oder eben mit der entsprechenden Anzahl von Marken.

      Im Hostel zurück schreibe ich noch kurz Tagebuch, benutze die sehr saubere Dusche und gehe bald ins Bett. Der morgige Tag würde früh beginnen.
    • Das ist schön - ein Reisebericht von Island :thumbsup:
      Ich war im Juli 2017 mit meinem damals 11jährigen Sohn mit dem Mietwagen im Süden und Westen Islands unterwegs. Auch uns waren Hotels zu teuer und so haben wir in sogenannten Sommerhotels (Internate, die im Sommer Hotels sind) übernachtet. Es war witzig in typischen Internatszimmern zu schlafen.
      Freue mich schon auf die Fortsetzung!
      LG Biggi


      Meine Reisedaten findet Ihr in meinem Profil.
    • Der Bericht interessiert mich sehr :thumbup: Ich habe mich bisher nicht mit öffentlichen Bussen durch Island getraut, das ist eine interessante Variante! Gesehen habe ich Linienbusse aber selbst auf den Hochlandpisten.
      Mit dem Rollen-Rucksack hast du sicher eine gute Entscheidung getroffen, denn herkömmliche Koffer sind im Norden oft keine gute Wahl. Ich habe mir so einen Rucksack neulich auch angeschaut, bin dann aber aus Gewichtsgründen doch wieder bei einer Rollen-Reisetasche gelandet, die ist nur bei Treppen etwas unpraktisch ;)
      Viele Grüsse, Albatross
      Reiseberichte im Profil
    • Tag 2 Weiterreise zur Halbinsel Snæfellsnes

      Natürlich bin ich am nächsten Morgen viel zu früh an der Bushaltestelle in Artun, wo ich um 7:50 Uhr in den Bus Nr. 57 nach Borganes einsteigen will. Es ist ziemlich kalt, unterwegs las ich, dass es um 7:00 Uhr 4°C waren. Alle sind entsprechend gekleidet, haben Mützen auf und Schals um. Auch ich ziehe sehr schnell den Anorak über die Fleecejacke. Übrigens wird in den Bussen bereits der Wechsel zum Winterfahrplan angekündigt: auf der einen Hälfte des Aushangs ein fettgedrucktes „Brrrrrr“ auf der anderen der Termin: 15.08.2017! Ich bekomme einen ziemlichen Schrecken, weil damit meine ganzen Planungen nicht mehr stimmen würden. Der zweite Blick zeigt mir, dass der Fahrplanwechsel nur für die Stadtbusse gilt! Also kein Problem!!!!!
      Im Wartehäuschen frühstücke ich erst einmal, esse das am Vortag gekaufte Brötchen und trinke den Tee, den ich mir im Gästehaus zubereitet hatte. Im ‚Bus Hostel’ gab es erst ab 7:00 Uhr Frühstück und da war ich ja bereits unterwegs.
      Laut Fahrplan habe ich in Borganes nur 5 Minuten Zeit zum Umsteigen. Deswegen werde ich doch etwas nervös, als der Bus mit 20 Minuten Verspätung in Reykjavik losfährt. Aber die Sorge war unbegründet, wir kommen pünktlich an. Offenbar sind zeitliche Puffer in den Fahrplänen eingebaut.
      Bei Abfahrt in Reykjavik sind insgesamt 10 Personen im Bus, bei Ankunft in Borganes außer mir noch drei.
      In Borganes an der Raststätte N 1 angekommen, steht bereits der Bus Nr. 58 nach Stykkishólmur dort, ein Kleinbus mit Anhänger. Der Busfahrer ist nirgends zu sehen, er trinkt bestimmt noch einen Kaffee. Da ich dringend zur Toilette muss, bitte ich einen der an der Haltestelle Wartenden, er möge dem Fahrer sagen, dass er wartet. Dieser Wunsch ist offensichtlich nichts Ungewöhnliches, kein Problem sagt der Mann. Ich stelle meinen Rucksack zu dem anderen Gepäck und den zwei Fahrrädern und gehe in das Gebäude. Als ich wiederkomme, ist alles im Anhänger verstaut, die Fahrgäste und der Busfahrer sitzen wartend auf ihren Plätzen, ich zeige meine Fahrkarte und los geht es!
      Nun weiß ich „Þetta Reddast!”

      Die Fahrt nach Stykkishólmur dauert insgesamt 2 Stunden und 45 Minuten. Die Landschaft ist einfach nur schön, ich kann mich nicht sattsehen. Ab Vegamont am Abzweig der Straße 56 wird es so richtig faszinierend. Rechts und links der Straße wechseln sich sattgrüne Wiesen mit grau-grünen Lavafeldern ab. Es wird gebirgig. Die Wolkendecke ist inzwischen recht dicht geworden, es musste auch geregnet haben. Plötzlich zeigt sich nämlich ein schöner Regenbogen, der erste von vielen.


      An der Kreuzung der Straßen 54 und 56 befindet sich eine Haltestelle von Strætó, an der einer der Mitreisenden aus- und umsteigen möchte. Jetzt verstehe ich allmählich das System. Die Fahrpläne der Überlandbusse sind so aufeinander abgestimmt, dass man ohne Wartezeit umsteigen kann. Außerhalb von Ortschaften warten die Fahrer auf den anderen Bus, lassen die Fahrgäste umsteigen, wechseln noch ein paar Worte und fahren weiter.
      10 Minuten später sind wir in Stykkishólmur angekommen.

      Stykkishólmur, der größte Ort der Halbinsel, liegt auf einer Landzunge, die sich ca 10 km in den Breiðarfjörður schiebt. Dank der vorgelagerten Insel Súgandisey, heute durch einen festen Damm mit der Stadt verbunden, ist der Hafen gut geschützt. Das führte schon um 1550 auf Initiative von Kaufleuten aus Bremen und Oldenburg zur Errichtung eines Handelsplatzes. Nach Lockerung des dänischen Handelsmonopols blühte Stykkishólmur im 19. Jahrhundert auf, Fischerei- und Schiffsbauindustrie entstanden.
      Rund um den Hafen stehen noch einige liebevoll restaurierte Gebäude, die vom Wohlstand jener Zeit künden, darunter das ‚Norska Húsið’.
      Heutzutage stützt sich die Wirtschaft hauptsächlich auf den Fang und die Verarbeitung von Garnelen. Außerdem profitiert der Ort von der Fährverbindung in die Westfjorde und den Bootstouren in die Inselwelt des Breiðarfjörður. Stykkishólmur ist auch ein ein guter Ausgangspunkt für Ausflüge auf der Halbinsel Snæfellsnes, deshalb bin ich auch hierher gefahren.






      neue Kirche alte Kirche
      beide werden noch genutzt


      Das ‚Comfort Guest House’, in dem ich drei Nächte verbringen möchte, ist leicht zu finden.

      das blaue Haus ist es


      Es ist ja noch relativ früh am Vormittag, deshalb ist das Zimmer noch nicht fertig. Ich lasse mein Gepäck dort und gehe zum Hafen. Dort tausche ich die Reservierungsbestätigung für die am Nachmittag geplante ‚Viking Sushi Adventure’ gegen eine Fahrkarte ein.

      Anschließend schaue ich mich etwas im Ort rund um den Hafen um und sehe mir im Norska Húsið an, wie eine wohlhabende Familie aus der Oberschicht im 19. Jahrhundert gelebt hat.

      Das Norska Húsið, das älteste noch stehende Haus Stykkishólmurs wurde 1832 von dem wohlhabenden Händler und Amateurastronomen Arni Thorlacerius erbaut. 1845 richtete er daneben eine Wetterstation ein und zeichnete seitdem seine Beobachtungen auf. Da nach seinem Tode diese Arbeit fortgesetzt wurde , verdankt man ihm die längsten, kontinuierlichen Wetterbeobachtungen Islands.
      Nunmehr ist in diesem sorgfältig restauriertem Gebäude das Regionalmuseum untergebracht. In der ersten Etage kann man die ursprüngliche Aufteilung eines Wohnhauses aus dem 19. Jahrhundert besichtigen, ausgestattet mit Originalmöbeln und Gegenständen dieser Zeit.


      Bevor ich ins Gästehaus zurückgehe, esse ich im Hafen Café noch eine Gemüse Quiche und trinke einen Kaffee. Dafür bezahle ich etwa 12€. Wasser gibt es wie immer gratis dazu.

      Im Gästehaus angekommen, beziehe ich mein Zimmer und ruhe mich ein wenig aus
      bis ich wieder zum Hafen aufbreche....
    • Tag 2 NachmittagsViking Sushi Adventure ’

      Ich hatte die Bootstour bereits von zu Hause aus gebucht. Dabei erhielt ich einen Senioren Rabatt. Island schätzt die älteren Menschen! Senioren Rabatte werden ab 67 Jahren und älter in vielen Museen, bei Touren usw. gewährt. Nur für den Fahrpreis in öffentlichen Bussen „fehlen“ mir zwei Jahre, Nachlass wird erst ab 70 Jahre gewährt.
      Die Bootstour soll um 15:30 Uhr beginnen. Inzwischen haben sich die Wolken weitgehend verzogen, die Sonne scheint, aber der Wind ist recht heftig.
      Gegen 15:00 Uhr mache ich mich warm angezogen auf den Weg zum Hafen. Zum Glück sind nicht allzu viele Menschen an Bord, so dass jeder genügend Platz hat. Das Schiff kreuzt zwischen den Inselchen und Inseln des Breyðarfjörður hin- und her, etwa 2500 sollen es sein.





      Es gibt flache, grün bewachsene und felsige mit markanten Basaltformationen.





      Im Gegensatz zu früher sind die Inseln bis auf zwei unbewohnt.


      Der Fjord ist ein Vogelparadies. Papageientaucher (isl. Lundi), Eissturmvögel, Gryllteisten, Küstenseeschwalben, Basstölpel, verschiedene Möwen- und Entenarten und Kormorane kommen zum Brüten hierher. Viele Lundis sehen wir nicht, die meisten sind wohl schon in ihre Winterquartiere auf dem offenen Meer aufgebrochen.


      Die letzten verlassen Snæfellsnes um den 20. August herum. Deswegen werden ab diesem Datum auch keine Lundi – Beobachtungstouren mehr angeboten. Aber auch so gibt es noch viele andere Vögel auf den Felsen und im Wasser zu beobachten.




      In einer ruhigen Bucht stoppt das Boot, am Heck wird ein Netz ins Wasser gelassen und nach ca 10 Minuten wieder herausgeholt voll mit Muscheln, Seesternen, Seeigeln, Schnecken und anderem Meeresgetier.



      Drei Mann von der Besatzung öffnen die essbaren Muscheln und Seeigel, der Rest wird wieder ins Meer geworfen.




      Ich esse Jacobsmuscheln mit Wasabi, Sojasauce und ganz dünn geschnittenen Bambus, ausgesprochen lecker. Zum ersten Mal in meinem Leben probiere ich Seeigelrogen, er schmeckt leicht süßlich, ebenfalls gut.

      Als das Schiff nach fast drei Sunden wieder im Hafen festmacht, bin ich sehr zufrieden!

      An einem Imbisswagen am Hafen esse ich noch eine Riesenportion Fish & Chips für 10 €, frisch zubereitet!
      Zwei Engländerinnen, die gerade auf der Suche nach etwas Essbarem vorbeikommen, fragen, wie die Chips seien. Meine Antwort: "Very good!" Als ich gehe, recken sie nur zustimmend die Daumen hoch.

      Zurück im Gästehaus, schreibe ich noch Tagebuch und die abendliche Rundmail in die Heimat und gehe bald schlafen.
    • Das Glück eines Nachlasses hatte ich auch - allerdings für meinen Sohn. Ohne dass ich es wusste, sind wir gerade noch rechtzeitig nach Island gefahren. Sehr viele Dinge waren unter 12 Jahren gratis oder verbilligt. :)
      LG Biggi


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    • Danke für den besonderen Islandbericht :) ! Ich war im Juni 2005 und im September 2009 mit meiner Nichte im Mietwagen unterwegs .Wir schliefen in hostels , einfachen Pensionen mit Familienanschluss und Jugendherbergen . Eigentlich alles direkt vor Ort gebucht und gesucht .War aber auch Nebensaison ... wie du schreibst , ist Island heutzutage teilweise überfüllt 8| - das war bei uns noch nicht der Fall . Ich erinnere mich sehr gut an das so ungewöhnliche Land und reise sehr gern mit ! :love:
      Reisen 2002 - 2012 mit MS NORDSTJERNEN , MS LOFOTEN , MS FINNMARKEN :)
    • @Polarlichtfan
      die Zeiten, dass man in Island vor Ort und vor allem günstig Unterkünfte ohne Vorbuchung finden kann sind wohl leider vorbei. Vielleicht geht das noch in Reykjavik außerhalb der Hauptsaison, dann aber für sehr viel Geld. Ich war Anfang Dezember 2018 für 1Woche in Reykjavik, die Unterkunft in einem Gästehaus hatte ich auch Monate vorher gebucht. Dabei habe ich auch nicht mehr das billigste bekommen. Und die Busse für die Tagesausflüge zum Gullfoss und zur Gletscherlagune waren voll. Das hätte ich auch nicht gedacht.

      aus Leipzig grüßt BBe49
    • @BBe49 - Danke für deinen spannenden Bericht! Ein schönes Motto - ‚wird schon werden‘ - danke auch dafür!
      Deine Berichte von den kurzen aber eindrücklichen Begegnungen sprechen mich sehr an. Das ist es eigentlich auch, was das Reisen ausmacht, ganz besonders bei Individualreisen. Ich sage mir auch immer in Situationen, wenn ich Hilfe brauche: Es gibt überall Menschen... Das so zu erleben, ist eine tolle Erfahrung, gerade wenn man wo „fremd“ ist.
      Das Motto deiner Reise werde ich mir zu eigen machen. ^^

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    • @Yine
      In der Tat, die Begegnungen mit fremden Menschen auf Reisen, und seien sie noch so kurz, empfinde ich als ungeheuer bereichernd. Früher, als ich noch nicht allein reisen musste, oder bei Gruppenreisen, habe ich das nie erlebt. Nun ja, um es ganz pragmatisch und fast ' platt' zu sagen: jede Art zu reisen ist anders und jede hat seine Vor- und Nachteile. Und das Motto "Þetta reddast = wird schon werden" entspricht auch meiner Grundhaltung, nicht die schlechteste würde ich sagen!
      Nun aber weiter mit der Reise:

      Tag 3 Ausflug nach Anarstapi

      Bevor ich den Ausflug nach Anarstapi schildere, ein paar allgemeine Informationen über Gästehäuser am Beispiel des ‚Comfort Guest House’, in dem ich in Stykkishólmur übernachte.
      Es handelt sich um ein umgebautes Wohnhaus, für die 8 Zimmer gibt es 2 Badezimmer/Toiletten und 1 Toilette extra. Im großen Aufenthaltsraum befinden sich Fernseher, Musikanlage, bequeme Sitzmöbel und ein großer Esstisch. Die gut ausgestattete Küche steht allen Gästen zur freien Verfügung. Das Frühstücksbuffet ist sehr reichhaltig und lässt keine Wünsche offen. Das (Einzel-) Zimmer ist relativ klein, außer dem bequemen Bett, einem Stuhl und einer kleinen Hängegarderobe passt nichts mehr rein. Alles ist sehr sauber, nach zwei Tagen werden Handtücher und Bettwäsche gewechselt.
      Da ich aus den Beschreibungen wusste, dass es in der Regel keine Schränke gibt, habe ich meine Sachen sortiert in kleine Taschen gepackt und diese dann in den Rucksack. So konnte ich gezielt das herausnehmen, was ich brauchte, ohne den gesamten Inhalt des Rucksacks im Zimmer zu verteilen. Diesen nützlichen Tipp hatte ich von einer Freundin bekommen, die ein halbes Jahr mit Rucksack unterwegs gewesen war.
      Mehr oder weniger trifft diese Schilderung auf alle Gästehäuser zu, in denen ich übernachte.
      Auch wenn Gästehäuser günstiger sind als Hotels, sind die Preise für Übernachtungen doch hoch. Spätestens seit 2013 kommen immer mehr Touristen nach Island, die Bettenkapazitäten reichen kaum aus und so steigen die Preise. Für die von der Finanzkrise 2007/2008 gebeutelten Isländer bedeutet der Tourismus eine willkommene Einkommensquelle.

      Nun aber zum Ausflug:
      Ich fahre mit einem kleinen Linienbus fast zwei Stunden immer an der Küste von Snæfellsnes entlang bis nach Anarstapi, zuerst durch tief zerfurchte Lavafelder, die wie Mondlandschaften aussehen, dann auf der einen Seite Wasser, auf der anderen Berge, Wasserfälle, schroffe Abhänge und über allem thront weithin sichtbar der Gletscher Snæfellsjökull, den Jules Vernes in seinem Roman "Reise zum Mittelpunkt der Erde" verewigt hat.
      Da schönes Wetter ist, verhüllt keine Wolke den Gipfel.

      von Norden gesehen aus dem Bus fotografiert
      In Grunðarfjörður war eine eine ältere Frau eingestiegen mit Rucksack und kleinem Rollkoffer. Über den wunderbaren Anblick kommen wir ins Gespräch. Sie kommt aus der Schweiz, ist seit sechs Wochen in Island unterwegs ist, ebenfalls allein und mit öffentlichen Bussen reisend.

      In Arnarstapi angekommen beschließen wir, gemeinsam an der Küste entlang Richtung Hellnar zu wandern. Ihr Gepäck kann sie übrigens im Bus lassen, wir werden ja in dreieinhalb Stunden mit ihm zurückfahren. Auch in Arnarstapi und Hellnar sind die Auswirkungen der seit 2013 deutlich angestiegenen Touristenzahlen deutlich zu merken.
      Der Küstenpfad ist im Gegensatz zu früher markiert, an vielen Stellen sind Seile gespannt, damit man nicht zu nahe an die Felskante gelangen kann. Es sind sehr viele Menschen unterwegs (auch dort, wo man nicht laufen sollte), es fliegt eine Drohne an den Klippen entlang, wahrscheinlich um besonders "tolle" Fotos von den dort reichlich nistenden Vögeln zu bekommen. Die Schweizerin erzählt mir, dass sie an anderen Stellen schon Verbotsschilder für Drohnen gesehen habe. Da es sich aber um ein Vogelschutzgebiet handelt, braucht es eigentlich keine Verbotsschilder.

      der Snæfellsjökull begleitet uns die ganze Zeit auf unserer Küstenwanderung


      Die Küste ist wunderschön und beeindruckend mit den Klippen, Abbrüchen, Naturbrücken, Gesteinsformationen und den unterschiedlichen Farben. Wie sich herausstellt, ist meine Begleiterin Geologin und weiß viel über die Unterschiede, die Entstehungszeiten usw. zu erzählen .


















      Auf der Rückfahrt, bekommen wir außerdem ein Stück aus dem isländischen Alltag mit: auf der Hinfahrt waren wir zu zweit im Bus, auf dem Rückweg steigen an jeder Haltestelle Kinder und Jugendliche ein, die alle über das Wochenende nach Reykjavik wollten. Das konnte man hören, wenn sie beim Bezahlen ihr Fahrziel angegeben haben.
      Das ist wohl an jedem Wochenende so. Jedenfalls wartet an der Umsteigehaltestelle ein größerer Bus von Straetó als der Minibus, mit dem ich am Donnerstag gekommen war.

      In Stykkishólmur gönne ich mir noch eine sehr schmackhafte Kjötsúpa (Suppe mit Lammfleisch und Gemüse).

      Wie schon gesagt, es ist richtig gutes Wetter, die Sonne scheint, am Himmel sind nur einige fotogene weiße Wolken zu sehen, es ist nahezu windstill also richtig warm. Was für ein schöner Tag!

      So kann es weiter gehen!
    • Tag 4 Wanderung zum Kirkjufell

      Bei dem wieder reichhaltigen Frühstück leistet mir heute die Schwiegertochter der Gästehausbesitzerin Gesellschaft. Sie stammt aus dem Nordosten Brasiliens und erzählt lachend, dass ihr Mann auf eine Heirat noch in diesem Sommer bestanden habe. Er hätte wohl Angst gehabt, sie gehe sonst nach dem nächsten Winter wieder in ihre Heimat zurück.
      Als ich sage, dass ich heute zum Kirkjufell wandern will, fragt sie etwas erschrocken, ob ich etwa auf den Berg steigen wolle. Das sei nämlich sehr gefährlich und nur etwas für geübte Bergsteiger. Nein, sage ich beruhigend, ich wolle nur von unten schauen.
      Es gibt verschiedene Erklärungen wie der Kirkjufell zu seinem Namen kam. Eine davon ist natürlich eine Saga, in der das verborgene Volk, das Huldufólk, eine entscheidende Rolle spielt.





      Ich fahre wieder mit dem Bus aber nur kurz. Bei den Fahrten bekommt man übrigens ganz nebenbei kostenloses Aussprachetraining und ich wundere mich immer wieder, wie sehr sich Schreibweise und Aussprache der Ortsnamen voneinander unterscheiden.
      Von Grunðarfjörður, einem netten kleinen Ort an einer Bucht im Schatten von sehr vielen Wasserfällen und eisbedeckten Gletschern gelegen, bin ich zum Kirkjufell ( 463m) und dem Kirkjufellsfoss gewandert. Der ist sicher nicht so mächtig, wie Dettifoss und Godafoss, die ich auch noch sehen werde. Aber sehr beeindruckend, wie das Wasser in zwei Stufen hinunterstürzt.
      Auf meiner Wanderung (hin und zurück ca 7km) auf Wirtschaftswegen oberhalb der Straße begegne ich keinem Menschen, was ich sehr genossen habe. Der Weg führt immer parallel zum Berghang bis zum Kirkjufell, es gibt kleine Flüsschen, manchmal mehr Rinnsale und kleinere Wasserfälle, Wollgras wächst und Islandpferde weiden.











      Das Wetter ist wieder sehr schön, mit blauem Himmel und Sonnenschein, so dass ich sogar die Jacke ausziehen kann. Daran ändern auch die wenigen Wolken nichts, die einige Gipfel im Gegensatz zum Vortag verhüllen.
      Am Kirkjufellsfoss angelangt bietet sich ein wunderbarer Anblick auf den Wasserfall und die imposante Silhouette des Kirkjufell, der direkt aus dem Wasser zu wachsen scheint.



      Leider war auch hier wieder das gedankenlose Verhalten vieler Touristen zu beobachten, die die Absperrseile missachten, die Felsen hinunterklettern oder auf den angrenzenden Grasflächen herumlaufen, obwohl es sich um deutlich gekennzeichnete Vogelschutzgebiete handelt. Das hat mich sehr geärgert. Wenn das so weitergeht, wird die bislang weitgehend unberührte Natur, weswegen die Leute ja hierher fahren, dachte ich jedenfalls immer, nachhaltig zerstört werden.
      Es bringt auch leider nichts, etwas zu sagen: die Angesprochenen reagieren mit Unverständnis und Schulterzucken.

      Bis zur Abfahrt des Busses ist noch genug Zeit in ‚Emils Café’ einen Kaffee zu trinken und selbstgebackenen Kuchen zu essen. Dieses befindet sich im Sagazentrum zusammen mit der Touristeninformation, einer Bücherei, einem kleinem Museum mit einem alten Fischerboot samt Ausrüstung sowie einer Spielzeugsammlung.
      Das Café gleicht eher einem gemütlichen Wohnzimmer mit den Sesseln und Sofas. Eine isländische Großfamilie ist auch gerade da, trinkt Kaffee und isst Kuchen. Ein Bekannter von ihnen kommt hinzu, spielt ein wenig auf einer der dort herumstehenden Gitarren und geht wieder.


      Wie gefährlich es ist, sich nicht an die gekennzeichneten Wege zu halten, habe ich heute aus dem Bus heraus gesehen. Am Rande des Lavafeldes lag ein Mann, hielt sich das Bein und konnte offensichtlich nicht aufstehen. Wie er da hin geraten ist, keine Ahnung. Vielleicht ist er außerhalb einer Haltebucht ausgestiegen (was aus gutem Grund verboten ist!), um zu fotografieren. Ein weiterer Pkw und ein Krankenwagen waren bereits da. Derlei Wagnisse habe ich jedenfalls nicht vor!

      Wieder in Stykkisholmur angekommen, kaufe ich an der Tankstelle N1 neue Bustickets (im 10er Block sind sie erheblich günstiger) und gehe erst einmal zum Gästehaus, um mich etwas auszuruhen.
    • Ich bin ganz fasziniert, was für ein Traumwetter du bisher in Stykkisholmur und auf Snaefellsnes hattest :love: Ich kenne das alles nur entweder im Nieselregen oder bei sintflutartigem Regen, und dazu noch Sturm ;)
      Das gedankenlose Verhalten konnten wir am Kirkjufellsfoss leider auch beobachten, an der Strasse steht inzwischen sogar ein Drohnen-Verbotsschild!
      Viele Grüsse, Albatross
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    • Tag 4 - 2. Teil Abschied von Snæfellsnes​

      Bevor ich morgens in den Bus nach Grundafjöður gestiegen bin, habe ich mich auf den Weg zur neuen Kirche gemacht, in der Hoffnung, auch hineinschauen zu können. Da sie aber erst ab 10:00 Uhr geöffnet wird, wurde aus dem Vorhaben nichts. Aber der Blick von da oben war schön, und den Ort in der zweiten und dritten Reihe zu sehen auch nicht schlecht. Auf dem Weg zur Bushaltestelle traf ich noch meine Schweizer Begleitung vom Tag vorher. Sie würde nachmittags nach Reykjavik fahren und drei Tage später nach Hause fliegen.




      Als sich meine Füße von der Wanderung erholt haben, gehe ich am späten Nachmittag zum Abschied noch einmal zum Hafen steige zum Leuchtturm Sungandisey hinauf. Von dort oben genieße ich den Ausblick über den Ort und den Fjord.
      Ich lasse die letzten Tage auf Snæfellsnes Revue passieren, freue mich über das, was ich gesehen habe und das gute Wetter. Wenn ich mit dem Auto hier gewesen wäre, hätte ich mir mehr anschauen können. Aber vermisst habe ich nicht wirklich etwas.






      Am Hafen esse ich noch einmal Fish & Chips, kehre dann ins Gästehaus zurück und packe soweit wie möglich meine Sachen.
      Morgen geht es dann weiter nach Norden, das bedeutet, einen Tag mit dem Bus zu fahren. Ich bin gespannt, was mich erwartet.
    • @BBe49
      Danke für deinen interessanten Bericht und die wunderschönen Bilder. Da ich 980 eine Zelt-Busreise durch Island gemacht habe und nächstes Jahr- also nach 40 Jahren- mal wieder auf die Insel komme, ist mein Interesse an deinem Bericht besonders groß. Zwar wird es nur ein kurzes Wiedersehen geben, denn wir haben die einwöchige Reise "Auf den Spuren der Wikinger" mit der Norröna/ SmyrilLine gebucht mit zwei Tagesausflügen auf Island. Ein kurzes Wiedersehen mit den Färöer ist auch inbegriffen, zwei Halbtagsausflüge dort Auf den Färöer waren wir mit dem eigenen Auto 2011 für 18 Tage.
      Aus Alters- und Gesundheitsgründen müssen wir, was Aktivurlaub anbelangt, kürzer treten. Aber es gibt ja gute Alternativen, um trotzdem noch einiges von der schönen Welt und Natur zu sehen. :)
      Liebe Grüße von Trollebo

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