Auf der Jagd nach Polarlichtern

    • 2019
    • Auf der Jagd nach Polarlichtern (Segelreise vom 23. bis 30. März 2019)

      Erstmals ist mir die Rubrik "Andere Reiseberichte" aufgefallen. Da ich im Forum gerne mitlese und - wie so viele - gedanklich mitreise, möchte ich Euch an meiner Reise auf einem Dreimastschoner teilnehmen lassen. Vielleicht habt Ihr Lust, mir dabei nachträglich zu folgen :thumbsup: .

      Die Vorgeschichte
      Polarlichter – eine lange gehegte Sehnsucht. Nach dem Informieren in verschiedenen einschlägigen Foren haben wir Nordnorwegen, genau genommen Tromsø , ins Auge gefasst. Dort sollen die Chancen für Polarlichtjäger gut sein. Und dann bin ich zufällig auf die Expeditions-Seereise Nordnorwegen und Aurora borealis – Wandern und Segeln gestoßen. Im ersten Moment war ich unsicher, wie (magen)verträglich das Reisen auf solch einem kleinen Schiff sein würde. Mein Göga ist seefest und ich hatte zumindest auf der Richard With keine Probleme bei heftigem Seegang. Und falls die Polarlichter sich nicht zeigen sollten, hätten wir ersatzweise andere tolle Erlebnisse als Reiseerinnerung.
      Naja, wer nicht probiert, ... Warum also nicht; gesagt, gebucht, gefreut.

      22. März: Anreise nach Tromsø
      Wir sind mitten in der Nacht aufgestanden und - ohne Frühstück und nur mäßig munter - kurz nach vier zum Flughafen gestartet. Gepäckaufgabe und Sicherheitskontrolle haben reibungslos geklappt. Danach hatten wir reichlich Zeit für die notwendige Stärkung. Aufgrund von Softwareproblemen bei der Flugsicherung in Langen sind wir allerdings mit 30 Minuten Verspätung gestartet, die wir ungemütlich im Flugzeug verbracht haben. Der eigentliche Flug mit Lufthansa war angenehm.
      Im Flieger las ich in der Zeitung, dass vor genau 100 Jahren der erste internationale Linienflug abhob. Es begann das, was wir heute unter internationaler Luftfahrt verstehen – wenn auch viel kleiner und um einiges abenteuerlicher. Damals gab es die ersten regelmäßigen Passagierflüge von Paris nach Brüssel.

      Da wir - entgegen vorheriger Informationen - die Koffer in Oslo noch einmal neu aufgeben mussten, wurde es bei ursprünglichen 90 Minuten Umsteigezeit kurz hektisch. Wir waren allerdings in guter Gesellschaft. Es fraß schon einige Zeit, die beiden Koffer vom Gepäckband holen, diese neu aufgeben und erneut mit den Rucksäcken durch die Sicherheitskontrolle gehen. Im Sauseschritt kamen wir gerade passend zum Boarding an; jedenfalls theoretisch, denn dieses begann ebenfalls leicht verspätet. Alles wieder im grünen Bereich, wenn auch etwas außer Puste. Der Weiterflug mit Scandinavian Airlines verlief ebenfalls angenehm und bei sonnigen Reisewetter.

      Kurz vor Tromsø zog sich der Himmel wieder zu und wir landeten pünktlich (ca. 12.15 Uhr) bei grauem Wetter und leichtem Schneefall. Nach längerem Suchen und Herumlaufen hatten wir dann endlich auch die Bushaltestelle ins Zentrum gefunden und ließen uns – nachdem wir die Koffer vorher durch den Schnee(matsch) geschleift hatten – im Bus erschöpft auf die Sitze fallen. Diesen Umweg konnten wir uns immerhin auf der Rückfahrt ersparen ; wir sind diesmal gemütlich und trocken durch das Parkhaus gelaufen.

      Zum Glück war das Zimmer im Hotel Aurora schon so zeitig bezugsfertig, so konnten wir unser Gepäck direkt ins Zimmer bringen. Nach einer kurzen Verschnaufpause und einem Kaffee mit Waffeln, Creme fraîche und Marmelade haben wir uns frisch gestärkt aufgemacht, Tromsø zu erkunden. Dieses kannten wir bisher nur von den Anlandungen auf der Postschiffroute.

      Dabei haben wir auch unser Segelboot SV Rembrandt van Rijn gesehen, das gerade an der Pier festgemacht hat. Ein wunderschöner Anblick und Gelegenheit für die ersten Fotos vom Schiff. Die Temperatur sank im Laufe des Nachmittags von 4°C auf unter 0°C. Nach dem Abendessen wollten wir ursprünglich mit der Kabinenbahn auf den Aussichtsberg Storsteinen hochfahren. Aufgrund der dichten Bewölkung und wenig Aussicht auf Polarlichter haben wir darauf verzichtet, zumal wir nach dem frühen Aufstehen auch ziemlich kaputt waren. Also sind wir lieber zeitig zu Bett gegangen, um am nächsten Tag wieder fit zu sein.

      (Da ich nicht weiß, ob und wie ich einen Entwurf speichern kann, sende ich diesen Teil - bevor ich ihn wieder irgendwie gelöscht habe ?( - ohne Bilder und Links ab. Ich bin so eifrig ans Werk gegangen, dass ich vorher keine Anleitung gelesen habe. Offenbar ein Fehler :thumbdown: .)
      Viele Grüße Saskia

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      2019/20 Antarktis mit MS Roald Amundsen

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    • Perfetto62 wrote:

      SV Rembrandt van Rijn


      Ah, schön, die Reise interessiert mich natürlich, da ich die REMBRANDT VAN RIJN ja selbst damals bei Uummannaq gesehen habe. :thumbup:

      Zum Schreiben empfehle ich dir den Text vorzuschreiben (z.B. office) und dann erst hier rein zu kopieren (dabei vorher Quellcode aktivieren, damit die Formatierungen weitestgehend erhalten bleiben). Bitte schreibe auch noch die Gesamtreisezeit in die Überschrift.
      Gruß Jobo,

      Die gefährlichste aller Weltanschauungen ist die Weltanschauung der Leute, welche die Welt nicht angeschaut haben.
      - Alexander von Humboldt -

      (Links zu meinen Reiseberichten finden sich im Profil/über mich)

    • Perfetto62 wrote:

      Links


      Vor lauter Begeisterung darüber, das ich einen Link hingebracht habe, hatte ich mich jetzt komplett aus dem Forum geschmissen.

      Ich habe die Dauer ergänzt und jetzt alles gelöscht????? Hilfe


      Viele Grüße Saskia

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    • lynghei wrote:

      Nein, wieso? Dein Beitrag ist da und die Reisezeit ebenfalls!


      Ich hatte schon einen Schreck bekommen, aber inzwischen gelernt, dass der Spamschutz bei "neuen Schreibern" erst mal aktiv wurde. Beim nächsten mal kann ich dann entspannt bleiben; gestern bin ich dann erst mal zum Sport ;)
      Viele Grüße Saskia

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    • Das Thema "Bilder einfügen" muss ich noch studieren, aber die folgen noch. Also weiter mit der Reise:

      23. März: Tromsø (Tag 1 der gebuchten Reise)
      Nach einem gemütlichen und ausführlichen Frühstück haben wir die Koffer im Hotel gelassen und sind mit dem Bus über den Tromsøysund zur Seilbahn Fjellheisen und mit selbiger hoch auf den Storsteinen gefahren. Ein mörderischer Wind, der den Schnee nur so über das Plateau getrieben hat. Schön, aber eher ungemütlich. Allerdings ein toller Blick herunter auf Tromsø . Jedenfalls war es angeraten, sich gut festzuhalten und nicht zu dicht am Abhang zu laufen. Trotzdem hat sich mein Göga einmal hingelegt :cursing: , aber glücklicherweise nur leicht weh getan. Zum Glück blieb der Fotoapparat unbeschädigt :thumbsup: .

      Als wir und bei einer Tasse Kaffee aufwärmten, wurde es plötzlich heller und wir sind wieder nach draußen geflitzt. Wirklich besser wurde es aber nicht. Diese rasche Wetteränderungen hat uns während der Reise permanent begleitet. Von Sonne über Wolken mit und ohne Sonne bis hin zu Schnee und Schneegraupel gab es alles.

      Da es eh‘ schon nach 14 Uhr war, sind wir mit der Kabinenbahn runtergefahren und haben uns zu Fuß auf den Rückweg nach Tromsø gemacht. Ein Zwischenstopp in der Ishavskatedralen (eigentlich Tromsdalen kirke), die wir nur von weitem und vom Mitternachtskonzert kannten, war natürlich Pflicht. Dort probte die Stadtkapelle Tromsø für ein Konzert am folgenden Abend und wir lauschten der schönen Musik von Edvard Grieg; die Akustik ist einfach fantastisch.
      Auf der Tromsøbrua (deutsch „Tromsø-Brücke“) hat uns insbesondere in der Mitte der Wind so heftig entgegen geblasen, dass wir froh waren als wir die andere Seite wieder erreicht hatten.

      Jetzt endlich konnten wir aufs Schiff. Nach einem kleinen Schlenker am Hotel vorbei, um die Koffer abzuholen, ging es endlich zur
      SV Rembrandt van Rijn. Die Vorfreude war riesig. Wir haben unsere Kabine bezogen und versucht, die Kofferinhalte im übersichtlich großen Schrank unterzubringen - Oceanwide Expeditions bezeichnet dies mit "reichlich Stauraum" ;( .Nach einer Tasse Kaffee gab es die Möglichkeit, Mitreisende und Crew kennen zu lernen. Es waren beiderseits viele Nationen vertreten. Unser Kapitän war Deutscher; die Guides kamen aus Deutschland und Kanada.

      Vor dem Abendessen, am ersten Abend in Buffetform, gab es erste Informationen zum Boot und zur Reise. Anschließend wurden wir mit den wichtigsten Regeln an Bord vertraut gemacht. Die Sicherheitseinweisung wurde auf den nächsten Morgen vertagt – größere Probleme, die den Einsatz von Rettungswesten notwendig machen würden, waren im Hafen ja nicht zu erwarten. Die eigentliche Reise startete erst am Folgetag.
      Viele Grüße Saskia

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    • Immerhin ein Bild, aber nicht dort, wo es hin sollte. Noch mal zu den Anleitungen ....

      Na also, geht doch - bis aufs Drehen. Schonmal nicht schlecht für eine Anfängerin, wenn auch mit ein paar Anläufen. :saint: Danke für Eure umfangreiche Unterstützung. :thumbup:

      Und wie kann ich zum Anreisetag nachträglich Bilder einfügen? "Bearbeiten" erscheint nicht mehr.

      Viele Grüße Saskia

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