Brückenbesichtigung und Führungen

    • Brückenbesichtigung und Führungen

      Moin,

      schade, dass es auf der MS Roald Amundsen keine Führungen gibt. Ich war bisher nur mit Aida, Ponant und Hapag Lloyd unterwegs, die jeweils sehr interessante und informative Führungen auf die Brücke, den Maschinenkontrollraum und den Maschinenraum (mit bereitgestellten Kopfhörern), sowie die Küche, Lagerräume, Wäscherei angeboten haben. Fotografieren und die Mitnahme von Smartphones war jeweils untersagt. Bei einer Kreuzfahrt durfte ich dann sogar noch einmal allein kommen und durfte sogar abgesprochene Motive fotografieren... Die Führungen durch die Küche wurden trotz der strengen Hygienebestimmungen angeboten.

      Grüsse
    • Da darf man aber auch nicht vergessen, dass auf diesen Schiffen in der Regel diese Räumlichkeiten grösser sind wie auf den vergleichsweise kleinen Schiffen von Hurtig.

      Trotzdem monierten wir schon auf unserer Antarktisfahrt 2011, dass es zig Vorträge gab, aber nichts über die FRAM. Ich hörte von einigen Passagieren, dass das von Interesse gewesen wäre.
      Jan 2009 FM ~ Jan 2010 NL ~ Jan 2011 FRAM (Antarctica) ~ Apr 2011 NN ~ Mrz 2012 LO ~ Jan 2013 LO (Alta) ~ Feb 2014 KH ~
      Jan 2016 LO ~ Feb 2018 LO

      Reiseberichte siehe Profil !


    • Mit der Größe hat das wohl eher weniger zu tun, schließlich gab es auf Lofoten und Nordstjernen auch Besichtigungen von Brücke und z.T. auch vom Maschinenraum.
      Generell spielen hier Sicherheitsaspekte und die jeweiligen Gesetze eine Rolle. Die Schiffe fahren unter verschiedenen Flaggen und müssen daher auch die jeweils nationalen Richtlinien bezüglich Sicherheit des Schiffes, Besatzung und Passagiere beachten.
      Das letzte Wort hat dann noch der jeweilige Kapitän. Er ist voll verantwortlich für Schiff und Menschen an Bord und die Einhaltung von Gesetzen und Regeln.
      Selbst wenn er da Spielraum hat unterliegt es seiner Verantwortung dies zu erlauben.
      Verletzt sich z.B. ein Passagier ernsthaft bei der Besichtigung des Maschinenraumes, ist das Geschrei groß.
      Dann wird zuerst der Kapitän zur Verantwortung gezogen und muss erklären warum und wieso.

      Denn seien wir mal ehrlich, der Passagier wird in den seltensten Fällen sagen, es war meine Schuld, eher das Gegenteil und nach Schmerzensgeld und Schadenersatz schreien.
      Gruß Jobo,

      Die gefährlichste aller Weltanschauungen ist die Weltanschauung der Leute, welche die Welt nicht angeschaut haben.
      - Alexander von Humboldt -

      (Links zu meinen Reiseberichten finden sich im Profil/über mich)

    • Moin,

      die Grösse ist sicher nicht relevant. Aida Luna ist deutlich grösser, die Le Soleal (142m) und Hanseatic Nature (138m) sind vergleichbar (bei deutlich weniger Passagieren) und die MS Europa ist zwar länger (199m), aber für 400 statt 500 Passagiere ausgelegt. Das Haftungsrisiko ist gering und ohnehin größtenteils ausgeschlossen und versicherbar. Die "Gehwege" waren sicher. Dort will man den Passagieren eben einen Einblick bieten .. und gerade bei der hochmodernen MS Roald Amundsen wäre dies für Interessierte besonders spannend... meinetwegen auch als kostenpflichtiger "Ausflug" mit eigenem, besonders angepasstem Haftungsausschluss.
    • HighLatitude wrote:

      Das Haftungsrisiko ist gering


      Sorry, aber die Aussage halte ich für sehr gewagt. :pleasantry_1: Man darf nicht vergessen, dass sich auf den Schiffen Passagiere aus allen Ländern befinden und wenn man dann nur mal schaut, wogegen alleine in USA Menschen klagen können .......

      HighLatitude wrote:

      meinetwegen auch als kostenpflichtiger "Ausflug" mit eigenem, besonders angepasstem Haftungsausschluss.


      Selbst dies würde wahrscheinlich nicht jede Regressforderung abdecken können. :search:
      Gruß Jobo,

      Die gefährlichste aller Weltanschauungen ist die Weltanschauung der Leute, welche die Welt nicht angeschaut haben.
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    • HighLatitude wrote:

      mit Hapag Lloyd unterwegs, die jeweils sehr interessante und informative Führungen auf die Brücke, den Maschinenkontrollraum und den Maschinenraum (mit bereitgestellten Kopfhörern), sowie die Küche, Lagerräume, Wäscherei angeboten haben

      Führungen durch die Küche werden inzwischen aus Hygienegründen, Besichtigungen der Lagerräume aus Sicherheitsgründen nicht mehr durchgeführt.

      Viele Grüße
      Noschwefi
      Chor: Wir sind alle Individualisten :)
      Einzelstimme: Ich nicht :P


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    • Ich bin mir sicher das es kein Kapitän gut findet eine Horde Passagiere auf der Brücke zu haben, die machen das nur weil sie das müssen und gute Mine dazu, genauso gilt das für die Maschine und den Chief - denn es ist und bleibt nun mal ein großes Sicherheitsrisiko... :/
      MfG aus dem Harz, Micha. :gr-cool:

    • micha wrote:

      das es kein Kapitän gut findet eine Horde Passagiere auf der Brücke zu haben, die machen das nur weil sie das müssen und gute Mine dazu

      Da bin ich mir nicht so ganz sicher.

      Auf der MS Bremen dürfen die Passagiere zwischen 8 und 22:30 Uhr jederzeit auf die Brücke, wenn es die Lage erlaubt. Der Kapitän legt fest, wenn die Brücke geschlossen wird und steht zu den übrigen Zeiten für Fragen zur Verfügung (wenn er keine Wache hat, sein jeweiliger Vertreter).
      Wenn er sich nicht sehr gut verstellt hat (was ich mir über mehr als 2 Wochen hinweg nicht gut vorstellen kann), hat allen jeweils Verantwortlichen der Umgang mit den Passagieren und deren Fragen Spaß gemacht.

      Diese Regelung hat natürlich auch dazu beigetragen, dass die Brücke nie überlaufen war, wie dies bei offiziellen Führungen zwangsläufig der Fall ist.

      Viele Grüße
      Noschwefi
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    • Ich streiche die Hoffnung auf Führungen auf der MS Roald Amundsen dann mal. Ich habe die Argumente wohl wahrgenommen ... trotzdem schade, denn für mich waren diese Führungen an Seetagen immer auch ein Highlight. Schade, denn andere Reedereien machen das eben möglich.
      Noch im letzten Jahr war Frau und Tochter (leider ohne mich) mit der Pride of America der Norwegian Cruiseline auf einer Hawaii Kreuzfahrt. Selbst dort gab es mit stark beschränkter Teilnehmerzahl solche Führungen. Egal ... dann freue ich mich eben auf den Vortrag zum Antriebskonzept ..
    • Fazit: Es entscheidet letztlich der Kapitän, der damit die volle Verantwortung für eventuelle Schäden übernimmt, oder der Chief, falls es um Maschinenraum-Führungen geht. Mir war es einmal vergönnt, vom Chief der TROLLFJORD seinen Tätigkeitsbereich gezeigt zu bekommen. Da ich selber beruflich im technischem Bereich tätig gewesen bin, war für mich insbesondere die Antriebsanlage höchst interessant.

      Lupo
    • Bei meinen bisher doch einigen Reisen habe ich auf der LOFOTEN noch nie eine offizielle Führung erlebt. Meine Maschinenraumbesichtigung war dank ein paar wenigen interessierten Passagieren, die fragten.

      Eine gute Regelung fand ich 2009 auf der FINNMARKEN, da war eine Brückenbesichtigung kostenpflichtig (wenn ich mich recht entsinne 80 NOK - dazu gab es ein Glas Sekt nach der Führung). Auf diese Art machten wirklich nur diejenigen die Führung mit, die auch interessiert waren. Bei allgemeinen Führungen tappen viele Passagiere mit, die sich eigentlich für die Brücke gar nicht interessieren, aber es hat halt Unterhaltungswert bei langweiligeren Passagen.

      Aber ich habe früher auf einem Kontrollturm resp. in der Flugsicherung gearbeitet, zu einer Zeit als es da auch noch Führungen gab, und es ist wirklich unangenehm wenn einem Aussenstehende im Weg rumstehen. Ebenso unangenehm ist, wenn man gerade einen Moment nichts zu tun hat und man dann Bemerkungen hört wie "die tun ja gar nichts!".
      Jan 2009 FM ~ Jan 2010 NL ~ Jan 2011 FRAM (Antarctica) ~ Apr 2011 NN ~ Mrz 2012 LO ~ Jan 2013 LO (Alta) ~ Feb 2014 KH ~
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    • @Noschwefi

      auf der MS Europa sind es zwar Führungen, aber mit begrenzter Teilnehmerzahl und kostenpflichtig. Ich hatte nicht nur den Eindruck, dass der Kapitän und die anwesenden Offiziere den Stolz auf Ihr Schiff hoch motiviert und mit Freude vermittelten, sondern ich durfte auch noch mal zwei Stunden allein kommen. All meine neugierigen Fragen zu Navigation, ECDIS, Radar, Maschine, Kommunikation - aus der Perspektive eines engagierten Hobby-Seglers - wurden ausführlich beantwortet.
    • Ich war vor etwa 4 Jahren mit der Artania unter Mortem Hansen (Verrückt nach Meer) unterwegs. Nur mit ganz vielen und intensiven Drängen erlaubte er eine Begehung der Brücke. Er hat den Teil abgesperrt, wo all die Instrumente waren. Das Volk durfte nur durchgehen ohne eine Frage zu stellen. Er verwies auf den schiffseigenen Kanal im TV, wo alles erklärt wurde.
      Ich hatte auf diese Führung verzichtet.
    • Jobo wrote:

      Sorry, aber die Aussage halte ich für sehr gewagt. Man darf nicht vergessen, dass sich auf den Schiffen Passagiere aus allen Ländern befinden und wenn man dann nur mal schaut, wogegen alleine in USA Menschen klagen können .......


      Vor 2 Jahren war ich mit der MS Fram in Nordost Grönland unterwegs und auch sehr interessiert an Führungen. Die Brücke durfte besichtigt auch fotografiert werden, aber Führungen im Maschinenraum waren zu dem Zeitpunkt nicht mehr erlaubt.
      Der Grund sei wohl, dass sich eben Passagiere aus den USA bei Führungen durch den Maschinenraum den Kopf gestoßen haben bei den Durchgängen und im Anschluß geklagt haben. Daraufhin hat man sich dann gegen Führungen entschieden.

      Daher denke ich auch, dass es wohl bei Vorträgen zu der Technik bleiben wird und leider keine Führungen an Bord der MS Roald Amundsen stattfinden werden.
    • Bei meiner Reise im vorigen jahr mit der Fram in die Diskobucht wurde am vorletzten Tag bei ruhiger See kurzfristig eine Brückenbesichtigung in Kleingruppen (orientiert an den Bootsgruppen) angeboten. Der Kapitän stand für Fragen zur Verfügung uns hat sie auch geduldig beantwortet. Fotografieren war erlaubt.


    • HighLatitude wrote:

      Schade, denn andere Reedereien machen das eben möglich.


      Das hat meiner Ansicht nicht mit der Rederei zu tun, sondern liegt, wie @Arctica schon schrieb im Ermessen des Kapitäns.

      rs1033 wrote:

      Der Kapitän stand für Fragen zur Verfügung uns hat sie auch geduldig beantwortet. Fotografieren war erlaubt.
      Mit dem selben Kapitän gab es auch bei meiner Fahrt letzten Monat Brückenführungen an einem der beiden Seetage bei der Überfahrt von Island nach Grönland (vorgeplant im Tagesprogramm und nach Bootsgruppe. Er beantwortete absolut offen die zahlreichen Fragen und es war überhaupt nicht erkennbar, dass ihm das gegen den Strich ging.
      Es grüßt Capricorn :hut:

      7/11 RW // 3/12 NX // 7/12 FM/VE // 3/13 VE // 1/14 TF // 3/14 LO //
      7/14 NX // 4/16 FR // 3/18 VE // 7/19 FR

    • Brückenbesichtigung

      Sorry für Off topic, aber es wurde in den letzten Tagen hier ausgiebig darüber 'geredet', deshalb möchte ich gerne darauf hinweisen, dass Oceanwide-Expeditions mit Schiffen wie Plancius, Ortelius, Hondius Open Bridge haben, d.h. zwischen 6 und 22 Uhr darf man jederzeit hin, sofern nicht ein Schild umgedreht ist. :thumbup: Übervoll war es nie, nur selten waren mehr als 6 Leute da. Fotografieren durfte man auch alles.
      Interessierte können ja mal bei deren Reisen stöbern.
      Auf der Ocean Diamond galt dasselbe.
      Viele Grüße
      Tina