Arktischer Fünfklang – Mit der MS Bremen im hohen Norden unterwegs (10.07. - 03.08.2019)

    • 2019
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      @Noschwefi
      Beim Stöbern bin ich auf Deinen Bericht gestoßen und habe ihn mit Begeisterung gelesen; was für eine tolle Reise, von Grönland kannte ich bisher eigentlich gar nichts. Dieses Licht und die Farben v.a. bei den Fotos von Tag 22 und die Gletscherfotos sind einfach wunderschön... Vielen Dank für's "Mitnehmen"!
      Liebe Grüße, Beate
      :lofoten2:
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      Freitag, 2. August 2019 – Tag 24 (Teil 2)

      Noch ein paar neue grönländische Ein- und Ausblicke (Fortsetzung)

      Gegen 13 Uhr erreicht der Bus den Flughafen. Wir steigen aus und stellen uns in die Warteschlange. Schnell stellt sich heraus, dass es die zum (einzigen) Security-Schalter ist, so dass wir zwischendurch noch WC-Besuche einlegen können :/ Nach 20 Minuten haben wir die Kontrolle passiert und können gerade noch einen Sitzplatz im Wartebereich ergattern.
      An einer Treppe sehe ich ein Schild „Lounge“ und bin neugierig, was sich dahinter verbirgt.



      Irgendwie sieht der Bereich auch nicht anders aus, nur dass man sich, um hier sitzen zu dürfen, vorher bei der Imbissbude Verpflegung kaufen muss :hmm:

      Der Duty-Free-Shop gibt auch nicht viel her. Wir überlegen noch, eine Moschusochsenwurst mitzunehmen, aber da diese gekühlt werden muss verzichten wir lieber :|
      Nach einer halben Stunde, gegen 14 Uhr, wird auf einmal unser Flug aufgerufen. Wir sind etwas irritiert, da er erst um 15:10 Uhr starten soll, aber vielleicht hat sich alles verschoben :huh:
      Wir gehen durch die Ticketkontrolle und anschließend eine Treppe hinunter. Die Tür aufs Rollfeld ist allerdings geschlossen, und so haben wir lediglich den Sitzplatz im klimatisierten Warteraum gegen einen Stehplatz im Backofen getauscht X/
      Keine 15 Minuten später geht dann die Tür doch auf und wir dürfen zum Flugzeug laufen.

      Wir steigen in unsere Finn-Air-Maschine ein und finden unsere Sitze – allerdings direkt am Notausgang ohne Fenster 8| Wer kommt denn auf so eine Idee?????
      Nachdem alle Plätze belegt sind (und sich weiter nichts tut) fragen wir nach, ob wir uns auf eine andere freie Sitzreihe setzen dürfen. Die Antwort lautet nein, das wäre aus Sicherheitsgründen nicht erlaubt ?( Aber wenn der Steigflug vorbei ist, dürfen wir uns einen anderen Platz suchen :/
      Wir können also nur noch hoffen, dass dann noch etwas vom Inlandseis zu sehen ist. Nach Auskunft der Grönlandkenner im Expeditionsteam ist es wohl extrem selten, dass man es von oben sehen kann; meistens ist es unter Wolken verborgen. Und klare Tage – so wie heute – sind wohl noch seltener :huh:

      Jedenfalls heißt es so oder so warten, denn auch der Start verzögert sich weiter. Anscheinend wollten die Flughafenmitarbeiter einfach wieder ihre Ruhe haben und uns so schnell wie möglich loswerden…
      Dann ist es endlich so weit, und immerhin 15 Minuten vor der geplanten Abflugzeit rollen wir auf die Gangway.
      Aus welchem Grund auch immer starten wir gen Südwesten, so dass wir dann doch noch oberhalb der Küste die Möglichkeit haben, eine andere Sitzreihe anzusteuern; die freundliche Stewardess bringt uns sogar unsere Kissen mit :thumbup:
      Und so erleben wir doch von oben die westliche Abbruchkante des Inlandeises :8o:



      Wenige Minuten später befinden wir uns komplett über dem Eis und wir erkennen Flüsse und Seen, die allerdings auf ein Tauen des Eises hinweisen :/



      Aber schön sieht es trotzdem aus :D

      Bald darauf ziehen Wolken auf, und wir sehen nur noch einheitliches Weiß.
      Wir lassen uns ablenken, denn nun dürfen / können / müssen wir schon wieder Champagner trinken – zumindest wird uns das von unserer freundlichen Stewardess nahe gelegt :whistling:
      Als ich eine halbe Stunde später zufällig wieder aus dem Fenster schaue, haben wir die ostgrönländische Küste erreicht, und die Wolken haben sich wieder verzogen :love:



      Nun heißt es endgültig Abschied nehmen von Grönland.

      Der restliche Flug verläuft ziemlich ereignislos; um 23:30 Uhr setzen wir zur Landung in Hannover an. Als wir aussteigen, begeben wir uns zu dem angegebenen Band fürs Gepäck, allerdings geht es jetzt stoßweise. Es kommen 10 Koffer aus unserer Maschine, dann ist auf einmal Gepäck aus Mallorca auf dem Band :huh:
      In diesem Rhythmus geht das noch eine Zeitlang weiter, aber um 0:20 Uhr haben wir immerhin „schon“ alles beisammen :S Zwischenzeitlich haben wir uns von allen verabschiedet, und wir suchen den Ausgang zum Taxistand. Wir haben ein Zimmer in einem Hotel in Langenhagen, ca. 5 km vom Flughafen entfernt, reserviert, das nur halb so teuer wie das Flughafenhotel ist.
      Kaum sitzen wir im Taxi und nennen das Ziel, mosert der Fahrer, dass wir nicht weiter fahren :ireful: Er hält sich noch lange dran, aber wir stellen auf Durchzug und denken uns nur „Willkommen in der Servicewüste Deutschland“ :nono:
      im Hotel werden wir trotz unserer späten Ankunftszeit sehr freundlich empfangen. Im Zimmer ist die Minibar – wie vom Schiff gewohnt – kostenfrei, was uns nach der anstrengenden letzten Stunde zupass kommt :thumbup: Wir finden noch einen Zettel auf dem Bett, dass wir möglichst nicht zwischen 8 und 9:30 Uhr frühstücken sollten, da das Hotel komplett ausgebucht ist und dies die am höchsten frequentierte Frühstückszeit ist :pardon:
      Jetzt aber erst einmal ins Bett – es ist schließlich bereits 1:30 Uhr – und dann schauen wir weiter, wenn wir aufwachen || :sleeping:
      Chor: Wir sind alle Individualisten :)
      Einzelstimme: Ich nicht :P


      Reiseberichte siehe Profil :lofoten2:


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      Noschwefi wrote:

      wir haben den Aussichtspunkt Ravneklippen erreicht

      Toll jetzt Bilder im Sommer zu sehen - die Aussicht ist wirklich super, wir haben sie im Winter auch genossen (und kamen auf Schnee auf Anhieb hoch... ;) )

      Noschwefi wrote:

      so können wir es bei inzwischen 25 Grad noch einmal gut gehen lassen

      ... und somit ca. 55 Grad wärmer wie auf meiner Reise... :D

      Noschwefi wrote:

      An einer Treppe sehe ich ein Schild „Lounge“ und bin neugierig, was sich dahinter verbirgt.

      Jetzt sehe ich endlich was da oben ist, bei uns war die Lounge resp. die Treppe ganz geschlossen :whistling:
      Jan 2009 FM ~ Jan 2010 NL ~ Jan 2011 FRAM (Antarctica) ~ Apr 2011 NN ~ Mrz 2012 LO ~ Jan 2013 LO (Alta) ~ Feb 2014 KH ~
      Jan 2016 LO ~ Feb 2018 LO

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      Capricorn wrote:

      Ihr musstet nach der Reise eure Expeditionsjacken wieder abgeben ?

      Wir hätten sie auch für den eher symbolischen Preis von 80 Euro mitnehmen können, da die Jacken eine ausgezeichnete Qualität haben.
      Das kam für uns aber gar nicht in Frage, da wir ja bereits mit HR-Expeditionsjacken ausgerüstet sind und zu Hause dann nicht gewusst hätte wohin damit.
      Außerdem hätten wir ja dann ständig Werbung für Hapag-Lloyd gemacht ;)

      Davon abgesehen haben wir ja unser Gepäcklimit bereits mit unseren Souvenirs ausgeschöpft. Die Jacken hätten wir entweder anziehen oder über den Arm nehmen müssen :pardon:
      Bei 25 Grad das perfekte Vergnügen :D


      Arctica wrote:

      bei uns war die Lounge resp. die Treppe ganz geschlossen

      Ganz nebenbei lag oben auch der Raucherbereich, allerdings auf der Aussichtsterrasse. Und die war im Winter mit Sicherheit geschlossen ;)

      Viele Grüße
      Noschwefi
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      Samstag, 3. August 2019 – Tag 25

      Heimkehr

      Kurz nach 8 Uhr bin ich wach und kann auch nicht mehr einschlafen :| So gehe ich erst einmal unter die Dusche. Wieder im Zimmer angekommen hat Göga bereits ein halbes Auge offen, und so haben wir gegen 9 Uhr unsere Sachen zusammengepackt und könnten jetzt eigentlich frühstücken gehen, wenn da nicht diese Warnung gewesen wäre :hmm:
      Wir versuchen es trotzdem, denn im Zweifelsfall können wir ja immer noch einmal später wiederkommen ;) Wir betreten den Frühstückssaal und sind erst einmal komplett überrascht: es ist kein Mensch zu sehen 8|
      So fällt es uns schon ziemlich schwer, uns für einen Tisch zu entscheiden, aber irgendwann haben wir das auch geschafft :whistling:

      Wir lassen uns beim Bezahlen noch den Weg zum S-Bahnhof schildern und verlassen das Hotel. Unmittelbar davor finden wir eine Bushaltestelle, aber wir brauchen ja die S-Bahn, also gehen wir weiter :D



      Wir kommen samt Gepäck pünktlich zu unserem geplanten Zug an und sind am Hauptbahnhof froh, dass wir genügend Zeit zum Umsteigen haben. Es ist brechend voll, aber wir finden an unserem Bahnsteig eine ruhige Ecke zum Warten :/ Unser Wagen befindet sich ganz vorne, also orientieren wir uns dorthin. Als der Zug einfährt, stellt sich heraus, dass er verkehrt herum eingesetzt worden ist ?( Da er natürlich innen nicht durchgängig ist, müssen wir schnell versuchen in den zweiten Zugteil zu kommen, was ich auch gerade so schaffe :S Und da ich die Tür für Göga blockiere, schafft sie das natürlich auch :thumbup:
      Nun müssen wir uns noch innen durch 6 Waggons einen Weg suchen, und keine 20 Minuten nach der Abfahrt haben wir schon unsere Sitzplätze erreicht :wacko1:

      Das ist aber auch das letzte bemerkenswerte Erlebnis. Wir steigen in Dortmund um, und an unserem Zielbahnhof wartet schon das vorbestellte Taxi auf uns. Gegen 15 Uhr stehen wir vor unserem wild wuchernden Garten :flower: , und so ist auch dieser schöne, ereignisreiche Urlaub zu
      Ende.
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      Es fehlt noch das Fazit der Reise:

      Wir haben viel gesehen und erlebt. Zeitweise war es an der Grenze zur Reizüberflutung, daher waren die 4 Seetage auf der Reise zur (geistigen) Erholung gar nicht verkehrt :)
      Es hat sich wieder einmal bewährt, die Anreise auf eigene Faust zu machen, zumal das Wetter in Tromsø voll auf unserer Seite war :8):

      Aus dem (von Hapag-Lloyd) geplanten Nordischen Dreiklang Spitzbergen, Island, Grönland ist durch das Vorprogramm zuerst ein Vier- und durch die ungeplante Anlandung auf Jan Mayen sogar ein arktischer Fünfklang geworden.
      Jede dieser Destinationen hatte ihre eigene Faszination für uns.

      In Tromsø haben wir es ruhig angehen lassen und einfach in Stadt und Natur die Seele baumeln lassen, wofür dieser Ort perfekt geeignet ist :)
      Spitzbergen hat seine ganz besondere Atmosphäre, die uns trotz der oft tiefhängenden Wolken erneut in ihren Bann gezogen hat. Hier hatten wir den Eindruck, dass hinter jedem Berg, in jeder Bucht eine neue Welt darauf wartet, von uns entdeckt zu werden :rolleyes:
      Jan Mayen war wieder ein ganz besonderes Highlight. Davon abgesehen, dass wir nun zu dem elitären Kreis derjenigen gehören, die mehrmals dort an Land gehen durften (und das bei einer Erfolgsquote von 100% :whistling: ), konnten wir diesmal auch noch etwas vom Inselinneren kenn lernen. Die Stimmung und die Stille dort sind einfach unbeschreiblich :thumbup:
      In Reykjavik konnten wir bei Traumwetter einen Ausflug nachholen, den wir bei unserem ersten Besuch zurückgestellt hatten und am Nachmittag noch einmal Erinnerungen auffrischen – der perfekte Zwischenstopp, um den Kopf wieder frei für neue Eindrücke zu bekommen :)
      Grönland war für uns komplettes Neuland und hat uns auch sehr gut gefallen. Allerdings kam es uns eher so vor, dass wir hier und da einen Ausschnitt präsentiert bekommen haben, eher Bruchstücke ohne Zusammenhang. Das kann aber auch daran liegen, dass wir hier an vielen Tagen die typische Kreuzfahrt hatten: Eine Anlandung pro Tag und dazwischen oft Landsicht nur am Horizont :pardon: Hinzu kam auch, dass wir mit den Inuit eher in den Vorträgen als an Land in Berührung gekommen sind. Die Landschaft ist faszinierend, fällt aber im Gesamteindruck dieser Reise für uns hinter Spitzbergen zurück :|

      Zum Schiff:
      Im Vorfeld war ich etwas skeptisch, ob es auf der MS Bremen nicht etwas zu abgehoben zugehen würde, insbesondere was die Förmlichkeit bei den Mahlzeiten angeht :hmm:
      Das hat sich aber ganz schnell gelegt, nur bei den beiden offiziellen Kapitänsterminen war Verkleiden angesagt, aber es wurde auch keiner dazu gezwungen ;)
      Der Service und die Mahlzeiten waren um Klassen besser als auf der MS Fram :thumbsup: Bedingt durch die deutlich geringere Passagierzahl konnten wir mehr Anlandungen durchführen, die bei weniger Wartezeit mehr Zeit an Land zugelassen haben :thumbup:

      Bei Hurtigruten hätten wir bei einer vergleichbaren Reise pro Tag rund 40 Euro weniger gezahlt. Wenn ich das Mehr an Leistung (und das Weniger an Passagieren, speziell im Vergleich zur MS Roald Amundsen ) dagegen halte, hat sich das allemal gelohnt ^^
      Hinzu kommt die weitgehend deutsch sprechende Besatzung.
      Alle Offiziere und das gesamte Expeditionsteam waren deutschsprachig. Die Crew im Restaurant und im Club war zur Hälfte deutsch-, zur anderen Hälfte englisch-sprachig (meist Osteuropäer).
      Die Hotel- und Zodiac-Crew bestand aus Philippinos.
      Bis auf 2 Ausnahmen im Servicebereich war die ganze Crew hochmotiviert. Die Brücke war fast immer offen, und sowohl die Offiziere als auch das Expeditionsteam waren ständig ansprechbar :thumbsup:

      Die Vorträge waren inhaltlich sehr interessant und wurden uns meist sehr unterhaltsam und engagiert (und auf Deutsch) präsentiert.
      Für uns sehr wichtig: Es gab ein Umlaufdeck :locomotive: Zum Bug hin musste man zwar für die komplette Umrundung zwei Treppen rauf (wobei die erste an der Brücke vorbeiführte), aber wir hatten die Möglichkeit, Beobachtungen vom Deck aus in alle Richtungen zu machen.
      Zusätzlich gab es ganz oben noch das Helikopterdeck, an dem wir zu den Seiten hin freie Sicht hatten :search_1:

      Leider geht die MS Bremen im Mai 2021 außer Dienst, sonst hätten wir sicherlich noch mehr Fahrten damit ins Auge gefasst :|
      Ich denke, auf Spitzbergen werden wir nicht das letzte Mal gewesen sein. Nach Grönland würden wir wahrscheinlich auch noch einmal fahren, aber uns dann eher auf eine Reise mit lokalen Veranstaltern nach Ostgrönland beschränken.

      Alles in allem eine faszinierende Reise, von der wir noch lange zehren werden :) :) :)
      Chor: Wir sind alle Individualisten :)
      Einzelstimme: Ich nicht :P


      Reiseberichte siehe Profil :lofoten2:


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      Ja, wirklich sehr schade, dass dein Bericht schon zu Ende ist, @Noschwefi!

      Du schreibst in deinem Fazit, dass ihr auf eurer Reise kaum Kontakt zu den Inuit bekommen habt.
      Dabei ist das für mich das besonders Faszinierende an Grönland.
      Ich war ja schon einige Male dort und habe für mich folgende "Kontaktstrategie" entwickelt:
      -Keine geführten Touren
      -Linienbus fahren. Das geht natürlich nur in den größeren Orten wie Nuuk, Qaqortoq oder Sisimiut
      (leider nicht in Ilulissat). Die Busse können ja nicht anders als im Kreis fahren. So fährt z.B. in
      Sisimiut der Bus alle 30 Minuten von einer Haltestelle nicht weit vom Anleger (Du brauchst Bargeld!). In etwa 40 Minuten, nach
      vielen Schleifen rechts und links der Hauptstraße erreicht er die Haltstelle oberhalb des Tales der Hunde, wo ich immer
      ausssteige. Jeder, der in den Bus einsteigt, grüßt dich, manchmal bekommt man bei kleinen Gespräche auf Englisch oder
      mit Händen und Füßen anregende Tipps.
      - Wenn man wiederkommt: Fotos von früheren Reisen ausdrucken und nach den Menschen fragen, die man fotografiert hat.
      Das hat schon zu manchen intensiven Begegnungen geführt. Davon könnte ich viel erzählen.
      - z.B. in Krankenhäuser gehen / Polizisten ansprechen. Das habe ich gerade in Upernavik und in Ummannaq getan. Was ich da zu hören bekam, beschäftigt mich noch heute.

      So mache ich es auch in Norwegen, wenn ich mit Hurtigruten oder mit dem Auto unterwegs bin.

      Noch einmal ganz herzlichen Dank für deinen so anregenden Bericht! :flower:

      Viele Grüße

      omlia
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      omlia wrote:

      -Keine geführten Touren

      So pauschal will ich das nicht sehen. Ich habe an zwei Orten das Positive an geführten Touren erlebt.
      1. In Qeqertarsuaq war der Ort fast ausgestorben. Die Führung wurde von einer jungen Frau durchgeführt, die diesen Job während der Semesterferien in ihrem Heimatort ausübt und sonst in Aarhus studiert. Wir erfuhren viel über das Leben im Ort und die dazugehörige Probelmatik. Wäre man allein durch den Ort gegangen, hätte man kaum den Kontakt zu Einheimischen schließen können.
      2. In Uummannaq habe ich den von HR angebotenen 'Ausflug' "Kontakt mit den Einheimischen" gebucht. Dort wurden wir von drei Bewohnern durch den Ort geführt, trafen den Fischer, der gerade seine Schnüre präparierte, landeten schließlich außerhalb des Ortes bei den Hunden, die einem der Bewohner gehörten.

      Und ergänzend:
      3. (keine Führung - aber von HR organisiert - kostenlos) Kaffemik in Itilleq. An einigen Häusern im Ort waren Schilder zu finden, die anzeigten, dass man als Gast willkommen ist. Die Gäste wurden in Gruppen von max. 10 Personen bewirtet und da ergaben sich Gespräche und Einblicke in das dortige Leben.
      (Für Reisen nach Südgrönland gibt es ein kostenpflichtiges Angebot von HR in Qaqortoq - https://www.hurtigruten.de/ausfluege/groenland/qaqortoq-kaffemik/)


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      @rs1033, ich reise gern auf eigene Faust, was aber in Grönland nur sehr schwer möglich ist.
      Auf ein Kreuzfahrtschiff zu gehen ist da ein Kompromiss, der mir gar nicht so leicht fällt.
      Sicherlich hast du Recht, was die Qualität der Ausflüge betrifft, aber dass ich an Land ohne
      Gruppe unterwegs bin, verschafft mir zumindest ansatzweise das Gefühl individuell unterwegs zu sein.

      Viele Grüße

      omlia