Arktischer Fünfklang – Mit der MS Bremen im hohen Norden unterwegs (10.07. - 03.08.2019)

    • 2019
    • Danke, @Nordlicht, ich surfe mit dem Tablet, aber so wie ich das sehe, IST das die Desktop-Version*grübel*
      Früher hab ich mit demselben Gerät gesurft und da hat's geklappt.

      Aber egal, das ändert ja nix an meiner Begeisterung für Noschwefis Bericht*zwinker*
      Liebe Grüße
      little.point Claudia

      :ilhr:

      Meine Reiseberichte: siehe Profil
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      @Noschwefi
      Jeden der Berichte habe ich bisher mit Begeisterung gelesen und mir die Fotos dazu angeschaut.
      Das Schöne an ihnen ist, dass sie Erinnerungen an Orte wachrufen, wo ich schon mal war, wie Svalbard, Island und Grönland, und dann vor allem Orte, wo ich noch nicht war und so viel Neues und Interessantes erfahre und kennenlerne. Vielen Dank dafür!
      Ich freue mich auf die Berichte vom Rest der Reise!
      BBe49
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      Montag, 29. Juli 2019 – Tag 20

      Ein Tag im Nebel mit einigen Lichtblicken

      Heute dürfen wir endlich mal wieder ausschlafen. Dennoch bin ich um 6 Uhr wach, drehe mich aber noch mal rum :sleeping:
      Gegen 7:30 Uhr stehe ich dann aber doch auf, schließlich naht die Frühstückszeit. Ein Blick aus dem Fenster zeigt viel Weiß. Eisberge? Eisbären? Nein, nur Nebel :pardon:

      Als wir beim Frühstück sitzen, mischt sich von oben ein Hauch von Blau ins Weiß, aber es weht kein Wind. Das Schiff fährt ganz langsam, die Anzeige zeigt zwischen 2 und 3 Knoten :hmm:
      Gegen 9 Uhr rasselt dann die Ankerkette ins Wasser – irgendetwas wird hier wohl sein. Etwas später kommt dann auch eine Durchsage: Wir liegen auf Reede, da der Pier wegen Bauarbeiten geschlossen ist. In einer halben Stunde beginnt die (trockene) Anlandung :|

      Da wir in der letzten Gruppe sind, dauert es ein wenig länger, aber in der Zeit nutzt der Nebel die Chance sich ganz leicht zu heben, und so sehen wir eine kleine Insel an Backbord liegen.
      Als wir unser Zodiac besteigen und uns dem Landesteg nähern, reißt der Nebel immer weiter auf, und so betreten wir Paamiut mit etwas Sicht :)
      Der Ort mit rund 1.800 Einwohnern liegt in Südwestgrönland und besteht seit 1742. Heute ist hier die Fischerei- und Schifffahrtsschule Grönlands angesiedelt.

      Gegenüber der Anlegestelle steht ein Container, der das Tourismusbüro enthält. Dort dürfen wir uns mit Stadtplänen eindecken und dann die Stadt entdecken :locomotive:
      Ich habe auf der Karte ein Stück außerhalb des Orts Gletschermühlen entdeckt, die ich mir gerne ansehen würde. Göga bleibt lieber mit A. im Ort, und so gehen wir wieder getrennter Wege.

      Von der Anlegestelle sind es nur ein paar Meter zum Narsartaq – dem Stadtpark.



      Von hier aus sieht man schon die ersten bunten Häuser sowie im Hintergrund die Fabrik zur Kabeljau-Verarbeitung :)



      Nun ist es nicht mehr weit zum Museum, wo ich mir die Kanus, Kajaks und den alten Overall aus Robbenfell ansehe.



      Gegenüber liegt die Kirche aus dem Jahr 1909, die sehr an eine norwegische Stabkirche erinnert. Überraschenderweise ist sie sogar leer, als ich reinkomme :thumbup:



      Nun mache ich mich erst einmal auf in Richtung Südost, denn ich habe nur noch eine gute Stunde Zeit bis ich wieder an der Kirche sein will; dann gibt es ein Konzert mit grönländischen Liedern.
      Nach ein paar hundert Metern erreiche ich den Zentralfriedhof.



      Der südliche Teil ist von kanadischen Lupinen überwuchert (die es auch massenweise in Island gibt), dahinter verschwinden die Häuser im Nebel :rolleyes:



      Ich folge dem Weg ortsauswärts in die Tundra.
      Hier, nur wenige Meter außerhalb von Paamiut, ist die Stimmung nicht mit dem Ort zu vergleichen. Die Ruhe, der Geruch des sumpfigen Geländes, die Nebelschwaden, die durch das Gelände ziehen – einfach nur schön :love:



      Für die Rauschbeere ist schon Herbst, was allerdings an einer Pilzkrankheit liegt :|



      Je weiter ich komme, desto dichter wird der Nebel; außerdem führt der Weg einen steilen Hügel mit Kletterpassagen hinauf. Daher ziehe ich es lieber vor, umzudrehen – Zeit zum genießen bleibt ja leider auch nicht :/
      Am Ortseingang hat mich die Sonne wieder eingeholt.



      Ich gehe einen anderen Weg zurück und quere auf dem Weg zur Fischfabrik eine Wiese mit Wollgras.



      Blick über Wiese und Sportplatz auf den sich langsam hebenden Nebel :rolleyes:



      Das Museum liegt einsam und verlassen da, das Konzert wird wohl gleich beginnen 8|



      Um 11:58 Uhr komme ich gerade noch rechtzeitig an und rein.

      Das Konzert des einheimischen Kirchenchors in Tracht ist schön anzuhören und ziemlich entspannend, um nicht zu sagen entschleunigend :D
      Als es zu Ende ist, verlasse ich ziemlich rasch die Kirche, denn ich möchte auf dem Rückweg noch einen kleinen Umweg einlegen.



      Ich habe 12 Minuten, den rund 400 Meter langen Weg auf den knapp 45 Meter hohen Aussichtshügel zu besteigen und wieder zum Hafen zu gelangen – also sollte ich mich ein wenig beeilen :locomotive: Der Weg verläuft zuerst auf einer Straße und dann auf einer Holztreppe zwischen den Häusern, um auf einen Felsenpfad überzugehen. Zum Schluss gilt es noch den Aussichtsturm zu bezwingen.
      Oben bin ich ein wenig aus der Puste, aber der Ausblick lohnt sich :thumbsup:



      Ich stehe im strahlenden Sonnenschein und sehe den Ort und die Berge klar vor mir – nur vom Meer ist nichts zu sehen ?( Es versteckt sich unter einer Nebeldecke, darüber wieder strahlend blauer Himmel ^^



      Nun muss ich aber auch schon wieder runter, wobei ich die örtliche Werft passiere und nach immerhin 14 Minuten (und nicht als letzter) am Landungssteg ankomme :D



      Auf dem Rückweg kommen wir noch an der alten Werft vorbei.
      Als ich Anstalten mache, das Schiff zu fotografieren, bekommt der Zodiacfahrer das mit und dreht extra noch eine Runde :thumbsup:



      Wieder an Bord begeben wir uns zum Mittagessen, während sich die MS Bremen langsam wieder den Weg nach draußen sucht.
      Als wir auf dem offenen Meer sind, ist zumindest zeitweise wieder ein wenig Land zu sehen.



      Für ein paar Minuten begleiten uns ein paar Buckelwale, aber sie sind im Dunst sehr schlecht zu erkennen :(
      Da das Schiff immer weiter in den Nebel hineinfährt, verziehen wir uns in die Kabine und machen ein Nickerchen || Pünktlich zur Kaffeezeit sind wir wieder auf den Beinen und lassen uns im Anschluss im heutigen Vortrag noch über die Plattentektonik und deren Entstehungsgeschichte informieren.

      Zur Einstimmung zum besonderen Abendessen erfahren wir noch viele interessante Infos über Grönland, wie die erste (für Grönländer absolut sinnlose :D ) Überquerung des Inlandseises oder die Kunst der Inuit.
      Anschließend begeben wir uns nicht ins Restaurant, sondern in die Kabine – heute müssen wir uns fürs Abendessen warm anziehen, denn es findet auf dem Pooldeck statt :huh:
      Hier hat das Serviceteam am Nachmittag verschiedene Stände aufgebaut und präsentiert uns den MS-Bremen-Freimarkt.



      Neben diversen Essensständen (u.a. mit Spanferkel, Steaks, Gemüse, mexikanischen Gerichten und Kuchenbuffet) gibt es auch eine Wurfbude, bei der man einen Kräuterschnaps gewinnen kann :whistling:
      Wir essen uns satt und vergnügen uns, aber nach zwei Stunden wird es für unsere Rücken etwas unbequem und wir verziehen uns in den Club. Im Gegensatz zu draußen gibt es aber hier leider keine Freigetränke :/
      Chor: Wir sind alle Individualisten :)
      Einzelstimme: Ich nicht :P


      Reiseberichte siehe Profil :lofoten2:


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      Dienstag, 30. Juli 2019 – Tag 21

      Eine belebte Urlandschaft, viele schöne Stimmungen und ein tieferes Verständnis für die Inuit

      Heute müssen wir wieder ausschlafen, denn wir fahren erst nach 8 Uhr in Landesnähe, und auch erst zu dieser Zeit gibt es Frühstück :pardon:
      Wie fast immer sind wir Teilnehmer an der offiziellen Eröffnung des Frühstücksbuffets, während draußen das gleiche Weiß zu sehen ist wie am Vortag. Wenn das Schiff im Kreis gefahren wäre, hätten wir es kaum mitbekommen (außer natürlich über die ständig aktualisierte Seekarte im Kabinen-TV, aber die soll man ja auch manipulieren können) :hmm:
      Während des Frühstücks sind schemenhaft einige Felsen zu sehen, so dass ich nach dem Abschluss des selbigen nach draußen gehe.
      Als erstes schaue ich direkt auf eine Jagd: 2 Raubmöwen haben es auf eine Dreizehenmöwe abgesehen 8|



      Wie die Jagd ausgeht, erfahre ich nicht mehr, denn die Möwen fliegen rasch davon.
      Wir befinden uns in der Einfahrt in den Sermilinguaqfjord. Zwischenzeitlich hat sich der Nebel sogar ganz verzogen, ins Landesinnere traut er sich anscheinend nicht :whistle3:
      Nach vorne hin bietet sich gerade eine traumhafte Stimmung inmitten der ältesten Oberflächengesteine der Welt – mehr als 3 Mrd. Jahre alt ^^



      Ein Blick ins Ende des Fjords.



      Die Sonne kämpft sich immer wieder ein wenig durch die Wolken und zaubert eine schöne Stimmung aufs Wasser und die rund 1.100 Meter hohen Berge :rolleyes:



      Das Schiff wird immer langsamer und sucht einen Platz zum Ankern.
      Hier, deutlich näher am Gletscher, ist das Wasser ganz trüb von mitgeschwemmten Sedimenten =O



      Dann zeigen sich uns die Reste eines früher wohl noch beeindruckenderen Gletschers.



      Nun wird es langsam Zeit fürs Umziehen, denn wir dürfen bei Windstille und 10 Grad Außentemperatur wieder auf die Zodiacs.
      Diesmal gibt es allerdings keine Anlandung, sondern wir machen eine einstündige Rundfahrt über den Fjord :)



      Unser Besuch gilt den Vogelfelsen, die es hier auf beiden Seiten des Fjords gibt.



      Hier eine Liveübertragung von vor dem Felsen :/



      Aber auch schöne Wasserfälle bekommen wir zu sehen.



      Nun wechseln wir die Fjordseite, dort brüten neben Möwen auch Tordalken und Dickschnabellummen.



      Die Felsen sind auf dieser Seite viel steiler und glatter – ein Gruß vom zurückgezogenen Gletscher :huh:



      Wieder zurück an Bord können wir uns etwas ausruhen, bevor es zum Mittagessen geht.
      Die MS Bremen fährt derweil wieder aus dem Fjord hinaus mit immer wieder schönen Ansichten rechts und links der Strecke :)



      Hier noch ein Eindruck vom Fjordausgang:



      Langsam bewegen wir uns Richtung offenes Meer.



      Zum Abschied bietet sich uns wieder ein beeindruckendes Panorama – sogar ohne Nebel und mit etwas blauem Himmel :thumbup:



      Wir haben noch eine gute Stunde bis zur Kaffeezeit, die wir weiterhin für einen Aufenthalt an Deck nutzen.

      Im Anschluss hören wir einen unter die Haut gehenden Vortrag von unserem Bord-Ethnologen. Er erzählt uns die Geschichte von Sedna, der Meeresgöttin der Inuit.
      Ich kann es nur empfehlen, den Link einmal aufzurufen und den Text zu lesen :thumbup:
      Nebenbei kann ich es mir so sparen, die Geschichte selber hier zu erzählen :whistle3:

      Darüber hinaus bindet er die Aufgaben der Schamanen in die Geschichte mit ein und anschließend zieht er Parallelen zwischen dem Glauben der Inuit und dem der evangelischen Prediger.
      Er stellt einige Aussagen der Prediger dar und überlässt uns nach unseren gerade erworbenen Kenntnissen die Interpretation, wie dies auf die Inuit gewirkt haben muss, deren ganzes Leben auf diesem Fundament aufgebaut ist X/
      Und nicht zuletzt liefert die Geschichte von Sedna heute immer noch gültige Erklärungen und Lösungen für den Umgang mit Umweltverschmutzung und ausbleibenden Fängen: Schonung der Umwelt und in diesen Zeiten Beschränkung auf das Überlebens-Notwendige :pardon:

      Noch ganz beeindruckt von diesem sehr engagiert gehaltenen Vortrag bieten sich uns draußen immer noch (oder schon wieder) faszinierende An- und Aussichten :rolleyes:



      Während des Abendessens, um 19:55 Uhr, rumpelt es plötzlich, als der Kapitän etwas unsanft den Polarkreis überquert, diesmal wieder in Richtung Norden :S
      Im Anschluss ans Abendessen folgt Teil 2 der Einführung in die Lebensweise der Inuit, diesmal in Form eines Films aus dem Jahr 1933: Palos Brudefærd.

      Verpackt in eine typisch europäische Dreiecksgeschichte wird das Leben der Inuit von Laiendarstellern so dargestellt, wie es eine Generation zuvor, um die Jahrhundertwende, wirklich stattgefunden hat einschließlich eines Trommeltanzes zur Streitschlichtung sowie vieler typischer Alltagsszenen. Geschrieben hat das Ganze ein Grönlandkenner, Knud Rasmussen, den wir 5 Tage zuvor bereits kennen gelernt haben.
      Da uns die Sprache der Darsteller – ein ostgrönländischer Dialekt – noch nicht so vertraut ist, erfolgt eine Simultanübersetzung und -beschreibung durch unseren Bord-Ethnologen :thumbsup:

      Gegen 23 Uhr werden wir wieder in die Gegenwart entlassen, die uns zur Krönung des Tages geradewegs in einen fulminanten Sonnenuntergang führt :love:

      Chor: Wir sind alle Individualisten :)
      Einzelstimme: Ich nicht :P


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      @Sterna paradisaea
      In Grönland sind wohl auf natürlichem Weg eingewandert, auf den gleichen Routen wie die Inuit, die heute alle unter Schnee und Eis begraben sind.

      In Island sind sie als Schutz gegen Erosion gepflanzt worden, verdrängen aber jetzt teilweise die wenige einheimische Vegetation.

      Warum sie kanadische Lupinen heißen, hat unser Bord-Biologe uns nicht explizit gesagt. Meine Vermutung ist die Herkunft...
      Laut Wikipedia heißen Sie Alaska-Lupinen :)

      Viele Grüße
      Noschwefi
      Chor: Wir sind alle Individualisten :)
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      Mittwoch, 31. Juli 2019 – Tag 22

      Ein Tag in Weiß und Blau und etwas Bunt mit Feuerwerk zum Schluß (Teil 1)

      Ich wache bereits vor 7 Uhr auf, weil es so ungewohnt hell in der Kabine ist ?( Ich mache die Augen auf und schaue aus dem Fenster: blauer Himmel! Das sind wir ja gar nicht mehr gewohnt. Ich stehe auf und gehe näher, und schon gesellt sich das Weiß dazu, aber diesmal in Form kleiner Eisschollen :)
      Göga ist inzwischen auch wach, und so verziehen wir uns schnell an Deck.
      Hier angekommen sind die Eisschollen schon etwas größer geworden :huh:
      Es weht allerdings auch ein ordentlicher Wind aus ONO mit 5 – 6 Beaufort. Das ist halt der Preis für den blankgeputzten Himmel :|



      Wir suchen uns einen Fensterplatz zum Frühstücken und genießen Futter und Eis ^^

      Gegen 9 Uhr wirft die MS Bremen Anker. Wir liegen südlich der Diskoinsel und wollen nach Qerqertarsuaq, der einzigen Stadt auf der Insel mit rund 1.000 Einwohnern, austendern.
      Heute gibt es wieder eine Wanderung von rund 6 Kilometern (pro Strecke), die in rund 3 Stunden zurückgelegt sein müssen. Ziel ist eine Schlucht mit Basaltsäulen, und das bei wolkenlosem Himmel (was man bei der Anmeldung allerdings nicht wissen, höchstens anhand des Wetterberichts erhoffen konnte) :/
      Ich traue mir das zu, und so schiffen Göga und ich getrennt aus.
      Beim Anlanden werden wir von Walkieferknochen und einer alten Harpune empfangen, die vor dem Museum am Landungssteg aufgebaut sind :|



      Als ich die Fotos gemacht habe, ist der Rest der rund 15-köpfige Wandergruppe gerade noch am Ende der Straße zu sehen, die geplante Wegstrecke fordert jetzt schon ihren Tribut :S Ich schaffe den Anschluss, allerdings erreichen wir dann den Strand, wo ich natürlich wieder nicht widerstehen kann :whistle3:



      Gut dass der Weg jetzt erst einmal am Stand entlang verläuft, so dass dies nicht das einzige Eisberg-Foto bleiben muss :mosking:



      Wir kommen am Ortsende an der arktischen Forschungsstation vorbei, gegenüber befindet sich der Heliport am Strand.



      Wir entfernen uns vom Strand und landen erst einmal auf dem Campingplatz.



      Wir überqueren einen Fluss, der vom Lyngmarksgletscher gespeist wird (den wir aber nicht zu Gesicht bekommen). Auf der anderen Seite sehen wir die festen Häuser des Campingplatzes in Form eines Cafés :search_1:



      Ein Stück weiter erreichen wir eine Rampe oberhalb des Flusses mit toller Aussicht auf die Diskobucht :rolleyes:



      Nach Aussage unseres Guides ist es extrem selten so klar wie heute – das haben wir uns aber auch verdient :thumbsup:
      Ich halte mich im hinteren Drittel der Wandergruppe auf, so kann ich immer wieder ungestört Fotos machen und verliere trotzdem nicht den Anschluss, auch wenn es manchmal etwas mühsam ist – aber bei dem Wetter kann ich die Kamera ja nicht wegschließen :/

      Zur anderen Seite hin sehen wir wieder einmal die Nationalblume Grönlands, das arktische Weidenröschen.



      Nach rund 75 Minuten Wanderung durch eine einzigartige Tundralandschaft erreichen wir das obere Ende der Schlucht, knapp 100 Meter über dem Meer gelegen :)



      Auf dem linken unteren Foto kann man die Basaltsäulen erkennen, wenn man genau hinschaut.

      Ich schaue mich noch ein wenig um und genieße die Aussicht, bevor unser Guide zum Aufbruch ruft – noch 90 Minuten bis zum letzten Boot :| Da ich auch noch etwas vom Ort sehen möchte, gehe ich zügig zurück; der Weg ist ja nicht zu verfehlen.

      45 Minuten später finde ich am Sportplatz ein paar Sitzgelegenheiten; die Spiele scheinen nicht sehr interessant zu sein :whistle3:



      Am Strand angekommen zeigen sich wieder schöne Eisberge gegen die Sonne :rolleyes:



      Vor dem Strand bleiben sie stecken und werden von Wärme, Brandung und Strömung immer weiter zerkleinert.



      Ich wende mich nun weg vom Strand den Hügel hinauf zur Kirche (gebaut vom gleichen Architekten wie die in Paamiut). Aufgrund ihres Grundrisses heißt sie auch „Tintenfass Gottes“.



      Geöffnet ist sie allerdings nie außerhalb der Gottesdienste, trotz Ankündigung unseres Expeditionsleiters :pardon:
      Mir bleiben noch 5 Minuten, um einen kurzen Rundgang durch das interessante Museum zu machen. Hier gibt es hauptsächlich handgemachte Modelle zu sehen (von der Kirche, von einem Inuit im Kajak, von verschiedenen Behausungen) sowie Perlenstickereien.

      Gegen 13 Uhr sind wir wieder an Bord, erfüllt von Eindrücken. Wir genießen das Eintopf-Buffet, während die MS Bremen weiter ostwärts fährt. Nach dem Essen zieht es uns aber bei 17 Grad Lufttemperatur wieder raus; ein gigantischer Eisberg jagt den nächsten :)



      Die Sonne von hinten lässt das Eis schön leuchten :love:



      Ein schöner Fisch schwimmt vorbei…



      … aber von vorne ist er nicht mehr wirklich als solcher zu erkennen :hmm:



      Zur Kaffeezeit gibt es heute Wissen zum Anfassen. Es gibt diverse Tierknochen und Steine zu sehen, ebenso Flechten und Federn unterm Mikroskop – nicht zu vergessen die Gewehre der Eisbärwächter :/
      Außerdem kann man sich vom Expeditionsleiter die Fahrtroute in die Karten einzeichnen lassen, die wir vor der Reise zugeschickt bekommen haben. Da es hierbei ziemlich voll ist, nutzen wir einen Trick: Wir fotografieren die Originalkarte und zeichnen die Strecke zu Hause ein :D

      Gegen 17:30 Uhr erreichen wir den Ausgang des Ilulissat-Fjords. Hier befindet sich eine Untiefe von rund 200 Metern, an der viele Eisberge hängen bleiben, die der Sermeq Kujalleq täglich fabriziert – er schiebt sich täglich im Durchschnitt 30 Meter ins Meer 8|



      Nun steht eine Zodiacfahrt durch die Eisberge an. Langsam schieben sich Wolken in die Bucht; wir hoffen trotzdem mal dass das Wetter hält und genießen so lange den Anblick der Eisbergfront :/



      Da wir nun noch rund 1½ Stunden warten müssen, heißt es wieder einmal


      Fortsetzung folgt
      Chor: Wir sind alle Individualisten :)
      Einzelstimme: Ich nicht :P


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      Danke dafür, dass du die Erinnerungen an meine Grönlandreise 2018 wieder hervorgerufen hast. Mein Profilbild stammt auch aus Qerqertarsuaq.
      Für die Informatiker unter euch: Qerqertarsuaq ist der Geburtsort von Rasmus Lerdorf, dem Erstautor der Programmiersprache PHP.
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      Mittwoch, 31. Juli 2019 – Tag 22 (Teil 2)

      Ein Tag in Weiß und Blau und etwas Bunt mit Feuerwerk zum Schluß (Fortsetzung)

      Inzwischen ist es 19:30 Uhr, die Wolken haben sich wieder verzogen und wir warten auf die Rückkehr „unseres“ Zodiacs. Gut dass wir heute ausgiebig beim Kuchenbuffet zugeschlagen haben, denn mit dem Abendessen wird es wohl spät werden :/
      Viele Passagiere, die uns im Flur entgegenkommen, erzählen etwas von einem Eisbären :huh:
      Eisbär :?: Hier ?( Wir schauen uns etwas ratlos an und steigen ins (letzte) Zodiac.

      Dann fahren wir los, zum Glück hat sich auch der Wind etwas gelegt.
      Ein paar Minuten geht es übers offene Meer, in einem Bogen um den ersten Eisberg herum – und dann sehen wir ihn tatsächlich, den Eisbären :8o:



      Er bewacht die Besatzungsmitglieder, die uns allen ein Glas Sekt spendieren (im echten Glas; ein leerer Sektkarton kommt mit an Bord für die leeren Gläser) :whistle3: :mosking:
      Gut, dass wir bei dieser Reise nicht mehr in ein Eisbärgebiet kommen, denn dann würden wir bei einer Sichtung nicht weglaufen, sondern dem Eisbären mit der Erwartung auf ein Glas Sekt entgegenlaufen :laugh1:

      Nun fahren wir langsam durch die riesigen Eisberge. Wenn man genau hinschaut, sieht man rechts neben dem Eisberg gerade noch das Vorgängerboot :|



      In Abhängigkeit vom Winkel zur Sonne, zum Wasser und zum Himmel changiert das Eis seine Farbe von tiefblau bis strahlend weiß – einfach faszinierend :rolleyes:



      Wir haben Glück, dass wir im letzten Boot sitzen, denn die tiefstehenden Sonnenstrahlen lassen die Konturen auf den Eisbergen richtig plastisch wirken :love:





      Auch einen Eistroll bekommen wir zu Gesicht 8|



      Nun kommen wir langsam in die Treibeisfelder.



      Das ist knapp X/



      Detailaufnahmen mit Ausfluss mitten im Eisberg (was sogar unseren erfahrenen Guide überrascht hat).



      Da wir langsam Genickstarre bekommen, fahren wir langsam wieder zurück zum Schiff, wo wir kurz nach 21 Uhr ankommen. Die 75 Minuten kommen uns vor wie 5 :pardon:



      In Gedanken noch draußen im Eisfeld müssen wir uns erst einmal umziehen. Auf der Kabine finden wir die Aufforderung, unsere Gummistiefel vor die Kabinentür zu stellen; das erste untrügliche Zeichen für das nahende Ende der Reise :(
      Das machen wir da dann auch auf dem Weg zum Abendessen, das wieder etwas länger dauert. Deswegen heißt es erneut


      Fortsetzung folgt
      Chor: Wir sind alle Individualisten :)
      Einzelstimme: Ich nicht :P


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      Mittwoch, 31. Juli 2019 – Tag 22 (Teil 3)

      Ein Tag in Weiß und Blau und etwas Bunt mit Feuerwerk zum Schluß (2. Fortsetzung)

      Wir genießen unser Abendessen, während wir auf dem Wasser noch den einen oder anderen Eisberg vorbeitreiben sehen – aber so groß können sie gar nicht sein, dass wir uns für längere Zeit vom Essen ablenken lassen :D
      Gegen 23 Uhr sind wir dann endlich gesättigt, erhalten noch unsere Abschiedspraline und steigen ein Deck empor. Einen Blick aufs Umlaufdeck wollen wir uns dann doch noch antun :)
      Dort angekommen sehen wir, dass wir uns im Restaurant wirklich nicht vertan haben – die Eisberge haben einen leicht orangefarbenen Ton angenommen 8|
      Orange? Vielleicht sollten wir mal auf die andere Seite gehen? Gesagt – getan. Und schon bietet sich uns dieser Ausblick :8o:



      Durch den Dunst vor den Bergen können wir sogar die weit entfernt treibenden Eisberge noch klar im Gegenlicht erkennen :thumbup:



      Zur anderen Seite beginnen die Eisberge von innen zu leuchten :rolleyes:



      Mit dieser schönen Stimmung und nach diesem genialen Tag gehen wir in den Club und fragen, ob wir unseren Empfangs-Champagner aus der Kabine hier trinken dürfen. A. bringt ihre Flasche auch mit, wir erhalten noch Chips und Erdnüsse sowie Gläser aus der Bar dazu, und so stoßen wir auf einen unvergesslichen Tag an :beer:

      Gegen 23:45 Uhr gehen wir noch einmal raus, den Sonnenuntergang genießen :love:



      Noch einmal eine halbe Stunde später sehen wir sogar eine Fata Morgana :whistle3:



      Da wir diesen Eindruck in bunten Bilderchen mit nach Hause nehmen können, ist er doch nicht dem Champagner geschuldet :mosking:

      Da es heute Nacht nicht mehr dunkel wird (in zwei Stunden geht die Sonne ja schon wieder auf :/ ), gehen wir gegen 1 Uhr ins Bett; inzwischen haben wir die nötige Bettschwere erreicht :|
      Die zweite Zwischenabrechnung unseres Bordkontos legen wir erst einmal beiseite – die wird nach dem Aufstehen auch nicht anders aussehen als jetzt :whistling: || :sleeping:
      Das gleiche gilt für eine Einladung, die wir auf der Kabine vorfinden – die gilt auch erst für die Zeit nach dem Aufstehen ;)
      Chor: Wir sind alle Individualisten :)
      Einzelstimme: Ich nicht :P


      Reiseberichte siehe Profil :lofoten2:


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      Donnerstag, 1. August 2019 – Tag 23 (Teil 1)

      Ein Besuch in der Großstadt

      Nachdem es am Vortag noch deutlich mehr als 15 Grad gewesen sind, erwarten uns heute Morgen, einige Seemeilen weiter südlich, nur noch 8 Grad :|
      Aber die Sonne meint es immer noch gut mit uns, als wir uns gegen 8 Uhr zum Frühstück begeben :)



      Nach dem Frühstück gehen wir gemeinsam mit A. nach unten, wir sollen ins Hospital kommen uns vor dem Hospital einfinden. Warum, steht auch auf der Einladung, denn wir dürfen an einer Führung durch den Maschinenraum teilnehmen :) Bei der Fragerunde mit dem Kapitän hat er uns empfohlen uns bei Interesse bei der Rezeption zu melden, und das hat eindeutig funktioniert :thumbsup:

      Überpünktlich, 2 Minuten vor der vereinbarten Zeit, geht die Tür auf, und der leitende Ingenieur begrüßt uns sehr freundlich, aber auch erstaunt, denn er hat mit doppelt so vielen Teilnehmern gerechnet :/ Das regelt sich aber schnell, denn die nächsten drei Passagiere, die die Treppe runterkommen, werden einfach eingeladen mitzukommen (aber erst nachdem sich herausgestellt hat dass es die ebenfalls eingeladenen sind) :D Wir erhalten eine launige Einführung, wobei wir erfahren, dass die Schaltzentrale in der Brücke (links) nicht viel anders aussieht als die des Maschinenraums (rechts).



      Der Einblick in das verwinkelte, aber solide Innenleben der MS Bremen ist sehr interessant; wir werden – versehen mit Ohrschützern – rund 15 Minuten treppauf und treppab durch die Eingeweide des Schiffs geführt :thumbup:
      Etwas überrascht sind wir allerdings über das Standard-Fortbewegungsmittel unter Deck – von uns wäre keiner damit die Treppen rauf- oder runtergekommen :whistle3:



      Als wir wieder an Deck kommen, sehen wir nur weiß – der Nebel hat uns wieder, ein eindeutiges Zeichen, das wir uns dem Land nähern 8|
      In der Panorama Lounge könnten wir uns jetzt die FOTO-CD der Reise anschauen, um sie anschließend zum Sonderpreis von 65 Euro zu erwerben :hmm: Wir nutzen die Zeit lieber, um schon einmal den ersten Teil des heute notwendigen Übels hinter uns zu bekommen – packen :(
      Wir finden einen Handzettel in der Kabine, der uns die Modalitäten für den Folgetag beschreibt. Die für uns aktuell wichtigste Information ist der Hinweis, dass die Koffer bis spätestens 5 Uhr am nächsten Morgen vor der Tür stehen müssen. Dafür dürfen wir 30 kg Freigepäck (auch verteilt auf mehrere Gepäckstücke) pro Person ausnutzen – wir müssen also heute noch viel einkaufen ^^
      Wir erkundigen uns an der Rezeption über den genauen Ablauf der Gepäckverladung und erfahren zwei wichtige Dinge:
      Da die Koffer bewacht vom Schiff auf unsere Sondermaschine gebracht werden, brauchen wir beim Packen zumindest nicht darauf zu achten, die von uns in Deutschland vor der Heimreise noch benötigten Sachen zu verteilen.
      Außerdem wird das Gepäck bei uns im Flur gesammelt und um 7 Uhr verladen. So dürfen wir unsere Koffer alternativ auch selber bis 6:30 Uhr zur Sammelstelle bringen :thumbup:

      Nun wird es aber Zeit, wieder an Deck zu gehen, schließlich steht uns ja heute noch ein Landgang bevor. Zuvor dürfen wir uns noch einmal am (Mittags-) Buffet bedienen :essen:
      Wir haben eine kleine Vorab-Info und einen eher symbolischen Stadtplan für die zweitgrößte Stadt Grönlands erhalten, die wir auf eigene Faust erkunden können. Es soll einen Shuttlebus geben, der zwischen der Pier, dem Museum und dem Fischmarkt oben auf dem Berg pendeln wird, so dass wir mehr Zeit für den Ort haben. Es wird uns auch empfohlen, diesen zu nutzen, da der Weg sehr steil ist :/
      Während des Mittagessens kommt dann die Durchsage, dass der Bus leider ausfällt, da er kaputt ist X/ Der Weg in die Innenstadt wäre aber gut zu bewältigen, es fährt aber auch ein Linienbus ?(
      Wir sind etwas verwirrt, aber lassen wir uns halt überraschen.

      Während des Essens schiebt sich das Schiff ganz langsam an die Pier, während wir immer wieder einen kurzen Eindruck vom Ort erhalten, wenn sich der Nebel kurzzeitig lichtet.

      Um 13 Uhr erhalten wir Ausgang, und wir verlassen das Schiff, um die 5.200-Einwohner-Stadt Sisimiut zu erobern.
      Das erste was uns auffällt ist der viele Verkehr, den wir gar nicht mehr gewohnt sind. Wir sehen keine Verkehrsschilder, schon gar keine Tempobegrenzungen, und genau so fahren die Einheimischen auch :wacko1:
      Wir wagen uns aber dennoch die Straße hinauf, denn deswegen sind wir ja hier.
      Hinter dem ersten Hügel landen wir am Fischereihafen und der alten Werft. Wir sehen ein grönländisches Fischereiboot, das einen ganz anderen Aufbau hat als die, die wir gewohnt sind :)



      Ganz langsam zeigen sich die typisch bunten Häuschen :rolleyes:

      Ebenso ganz langsam gehen wir die Straße rauf, denn auch der Linienbus ist ein Gerücht :|



      Wir kommen an der alten Kirche und dem Museum vorbei, vor dem ein paar alte Boote liegen. Dieses Ensemble schauen wir uns aber auf dem Rückweg näher an.



      Am Straßenrand finden wir mehrere in Stein gehauene (ehemalige) Alltagsszenen.



      Jeder Platz muss ausgenutzt werden ;)



      Diese Schlitten gehören nicht zum Museum, sie warten auf den nächsten Winter.



      Oben auf dem Berg angekommen sehen wir den Friedhof. Die weißen Holzkreuze werden in ganz Grönland genutzt, hier fehlen allerdings die Blumen :huh:



      Für jede Jahreszeit das passende Gefährt :mosking:



      Am Südende des Friedhofs gibt es auf einmal doch Blumen.



      Dann, nach 45 Minuten, haben wir endlich den Fischmarkt erreicht, in dem es aber auch andere Viechereien gibt.



      Wir sind allerdings zu spät dran, um das Angebot in Natura begutachten zu können :pardon:

      Gut, dass wir in Begleitung eines der Eisbärenwächter sind, denn so haben wir die Möglichkeit noch ein spezielles Geschäft zu besuchen, das wir alleine nie gefunden hätten :thumbup:
      Auf dem Weg dorthin können wir gut erkennen, dass es hier Permafrostboden gibt.



      Wir sind etwas irritiert, nach so langem Aufstieg wieder auf Meeresniveau gelandet zu sein, werden aber schnell eines Besseren belehrt: Wir befinden uns am Nalunnguarfik, einem See rund 50 Meter oberhalb :)



      Noch einmal fünf Minuten später stehen wir vor einem kleinen Holzhaus, das mit einem schönen Symbol gekennzeichnet ist:



      Es wird von einem dänischen Händler und seiner grönländischen Frau betrieben. Hier gibt es eine große Abteilung mit grönländischen Steinen und eine große Auswahl an Büchern zum gleichen Thema. Es gibt Kleidung aus Moschusochsenwolle zu kaufen und grönländisches Kunsthandwerk von regionalen Künstlern :thumbup: Von letzteren lassen wir uns bezaubern und überlegen, mit diesen einmaligen Souvenirs unser Rückreisegewicht zu erhöhen :hmm:
      Da die Preise allerdings nicht gerade die günstigsten sind, müssen wir das Ganze ein wenig auf uns wirken lassen und daher heißt es wieder einmal


      Fortsetzung folgt
      Chor: Wir sind alle Individualisten :)
      Einzelstimme: Ich nicht :P


      Reiseberichte siehe Profil :lofoten2:


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      @Noschwefi, da waren wir wohl zur selben Zeit in der Diskobucht, du auf der Bremen, ich auf der Hamburg!
      Die Fata Morgana dauerte ziemlich genau eine Stunde (31.Juli, 17-18Uhr) und umfasste die ganze Bucht.
      Er war total beeindruckend und auch etwas unheimlich. So als würde die Welt sich auflösen.
      Niemand auf dem Schiff hatte je so etwas gesehen, weder Kapitän noch grönlanderfahrene Referenten!
      Physikalisch lässt sich das Phänomen ja leicht erklären, von mir allerdings nur stümperhaft.
      In den Hauptrollen: Die Sonne und unterschiedliche warme Luftschichten.
      So wie das Nordlicht hat dieses Phänomen früher sicher Angst und Schrecken verbreitet!













      Viele Grüße

      omlia
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      @omlia
      Ja, es war ein in jeder Hinsicht besonderer Tag :)

      Tagsüber und näher dran sieht das Phänomen ja noch beeindruckender aus :thumbup:

      Unser Wanderguide hat ja schon am Vormittag gesagt, dass dieses klare Wetter sehr untypisch ist, und die Fata Morgana war dann die (wetterbedingte) Krönung.
      Anscheinend hat sie sich weiter draußen länger gehalten, wir haben sie erst nach Mitternacht im Rückblick gen Norden gesehen, als wir mit dem Schiff schon wieder auf dem offenen Meer waren :hmm:

      Ich habe gerade noch einmal meine Fotos rausgesucht, gegen 18 Uhr an der Eiskante habe ich keine Fata Morgana auf meinen Fotos entdecken können.
      Ich denke ihr seid an einer anderen Stelle im Fjord und damit im Zentrum gewesen ^^

      Wer weiß, vielleicht ist das ja die "natürliche" Reaktion auf die norddeutsche Schiffsbegegnung :D
      Wobei die Hamburg sich wohl immer hinter einem Eisberg versteckt hat; ich habe sie jedenfalls nicht gesehen :whistling:

      Viele Grüße
      Noschwefi
      Chor: Wir sind alle Individualisten :)
      Einzelstimme: Ich nicht :P


      Reiseberichte siehe Profil :lofoten2:


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      @Noschwefi
      @omlia

      Gerade dachte ich, ich kann meinen Augen nicht trauen als ich eure Fotos sah!


      Am 29. Juli 2013 zwischen 11:00 und 12:00 Uhr, MS Hamburg hatte gerade den Prinz Christian Sund verlassen und nahm Kurs auf Island,
      stand ich an der Reling schaute zurück auf Grönland und machte diese Fotos:




      Zum Glück stand ich nicht allein an der Reling sondern mit einem Mitreisenden, so konnten wir uns gegenseitig bestätigen, dass wir keine Halluzinationen hatten.

      Aus Leipzig grüßt BBe49
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      Fasznierende Bilder und Eindrücke habt ihr da. Fata Morganen (oder Morganas ?( ) habe ich bisher nur im Süden bei grosser Hitze auf der Strasse gesehen, wo man das Gefühl hat, eine grosse Wasserlache vor sich zu haben.
      Jan 2009 FM ~ Jan 2010 NL ~ Jan 2011 FRAM (Antarctica) ~ Apr 2011 NN ~ Mrz 2012 LO ~ Jan 2013 LO (Alta) ~ Feb 2014 KH ~
      Jan 2016 LO ~ Feb 2018 LO

      Reiseberichte siehe Profil !


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      @Arctica Laut Duden beides richtig. Aber eigentlich im Plural nicht sinnvoll. Weil Fata Morgana aus dem Italienischen kommt und Fee Morgana heißt, also ein Eigenname einer einzelnen Person ist.
      Es grüßt Capricorn :hut:

      7/11 RW // 3/12 NX // 7/12 FM/VE // 3/13 VE // 1/14 TF // 3/14 LO //
      7/14 NX // 4/16 FR // 3/18 VE // 7/19 FR

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      Donnerstag, 1. August 2019 – Tag 23 (Teil 2)

      Ein Besuch in der Großstadt (Fortsetzung)

      Wir entscheiden uns schließlich für ein Ulo, das traditionelle Messer der grönländischen Frauen mit einem polierten Griff aus Rentierknochen, in den ein Beluga geschnitzt ist sowie eine kleine Steinplatte, auf der fünf verschieden große Eisberge, eine Walfluke und die Köpfe je eines Narwals, eines Walrosses und eines Seehunds (ebenfalls aus Stein, sorgfältig herausgearbeitet und poliert) befestigt sind – schöne Erinnerungen die uns die Reise jeden Tag wieder ins Gedächtnis rufen :)

      Wir lassen alles gut verpacken und gehen wieder nach draußen zum See. Als wir nach links, Richtung Ortsende, schauen, denken wir einen kurzen Moment, wir sind in Island 8|



      Wir gehen lieber in die andere Richtung und halten uns Richtung Zentrum. Bald darauf taucht das Taseralik, das Kulturzentrum von Sisimiut, vor uns auf.



      Wir laufen weiter zurück zur Hauptstraße, als ganz kurz der Nebel aufreißt und uns einen Blick in die Umgebung ermöglicht ^^



      Keine Minute später ist der Spuk schon wieder vorbei und die Berge sind wieder verschwunden :/

      Wir begeben uns zurück in Richtung Schiff, machen allerdings einen kleinen Abstecher zur neuen Kirche, die wir auch besichtigen können.



      Von dem Hügel vor der Kirche bieten sich uns richtig unwirkliche Aussichten :huh:



      Wir können zum Abstieg eine Treppe nehmen, die direkt oberhalb des Museums langführt.



      Dort angekommen durchqueren wir wieder einen Walkiefer-Bogen.
      Wir melden uns mit unserer Cruise-Card an (praktisch dass die hier auch gilt :thumbup: ) und können das alte Haus von 1755, das 1764 von Bergen aus ausgewandert ist, besichtigen.
      Hier sind u.a. eine Schulklasse und ein altes Türfenster zu sehen.



      Im Hof sind diverse Schlittentypen aus allen nordischen Regionen ausgestellt, sogar aus Alaska und Sibirien.



      Auch die anderen Museumshäuser sind schön bunt bemalt :)



      In der alten Kirche gibt es eine Ausstellung zum Thema „Christianisierung Grönlands“, in der sowohl ein Schamane als auch ein evangelischer Prediger zu Wort kommen – der visualisierte Anschluss an den Vortrag von vor einigen Tagen :thumbup:



      Auch eine reichhaltige Bootsausstellung gehört zum Museum.



      Langsam wird es Zeit, zum Schiff zurückzukehren.
      Auf dem Pier hat eine Verkäuferin ihren Stand aufgebaut, die Souvenirs aus Fell, aber auch aus Walknochen anbietet. Wir sind im Vorfeld informiert worden, dass wir nicht alle Materialien mit nach Deutschland nehmen dürfen, selbst wenn die Inuit zur Jagd und zur Verarbeitung berechtigt sind. Daher sind wir froh, dass wir unsere besonderen Souvenirs schon im Ort erstanden haben :|
      Interessant ist, dass man an diesem Stand mit Kreditkarte zahlen kann, während in anderen Orten keinerlei Kartenzahlung möglich war :|

      Wir bringen unsere Sachen in die Kabine und begeben uns in den Club – Kaffeezeit :cookie: :tee:
      Wir sitzen noch nicht lange, da kommt die Durchsage, dass wir uns doch auf dem Außendeck versammeln sollten – der grönländische Meister im Kajakfahren würde uns ein paar Übungen zeigen :D
      Die paar Übungen – mit Hintergrundinformationen von unserem Bord-Ethnologen versehen – dauern fast 20 Minuten, in denen wir diverse Eskimorollen (immer recht- und linksrum) und zum Abschluss sogar die 5-fache Rolle vorgeführt bekommen :thumbsup:



      Es ist schon sehr beeindruckend, wie elegant er mit dem Kajak umzugehen weiß :thumbup:

      Nun müssen wir uns aber wieder mit dem Abschiednehmen beschäftigen – das weitere Gepäck muss zusammengesucht und fürs Packen vorbereitet werden :pardon: Da heute Abend noch das Kapitäns-Abschieds-Abendessen und daran anschließend der Kapitäns-Abschieds-Cocktail stattfindet, können wir ja die dementsprechende Kleidung noch nicht zu weit wegpacken. Parallel zum Zusammensuchen des restlichen Gepäcks füllt Göga den Gästefragenbogen aus, den wir am Vorabend auf der Kabine gefunden haben :D
      Später werden noch die Bordkarten sowie die Gepäckbanderolen fürs Flugzeug verteilt, die wir persönlich gegen Unterschrift in der Panorama Lounge abholen müssen. Nicht zuletzt müssen wir noch Lose kaufen, denn am Abend wird eine handgemalte und künstlerisch gestaltete Seekarte der Fahrt verlost. Fair ist, dass die eine Hälfte des Erlöses in die Mannschaftskasse fließt und die andere Hälfte in eine Stiftung, die TUI Care Foundation :thumbup: Da tut der Preis (1 Los 10 €, 3 Lose 25 €) nicht mehr ganz so weh.

      Das Abendessen – heute bereits um 18:30 Uhr – bietet eigentlich keine Besonderheiten. Lediglich die Anwesenheit des Kapitäns weicht von den bisherigen Abenden ab, und zum Abschluss erhalten wir in einer kleinen Mappe sämtliche Speisepläne der gesamten Reise zur Erinnerung :thumbsup:
      Im Anschluss daran begeben wir uns in den Club, wo es den Abschied-Cocktail mit Rahmenprogramm geben wird.
      Pünktlich um 21 Uhr fasst der Kapitän einige der vielen Highlights der Reise noch einmal zusammen, bevor er sich in die „MS Bremen Nightingales“ einordnet. Dieser Crew-Chor präsentiert uns launige Lieder in mehreren Sprachen ^^ In den Pausen finden dann die Verlosungen statt, wir gehören erwartungsgemäß nicht zu den Gewinnern.

      Wir halten es noch eine gute Stunde lang im Club aus, dann zieht es uns langsam in die Horizontale ||
      Vorher werfen wir noch einmal einen Blick nach draußen, wo gerade eine gespenstische Stimmung herrscht =O Wir sind vor einer knappen Stunde im dichten Nebel in den 185 km langen Kangerlussuaq-Fjord eingefahren. Jetzt, eine halbe Stunde nach Sonnenuntergang, zeigen sich vereinzelt Lücken in den Wolken und geben einen kurzen Blick auf die umgebenden Berge frei :rolleyes:



      Zwei Minuten später ist wieder nur noch Nebel zu sehen, und so verziehen wir uns endgültig in die Kabine :huh:
      Auf der Kabine finden wir einen gefütterten Briefumschlag mit der Aufschrift „Ihr Logbuch der Reise BRE1914 Expedition Spitzbergen, Island & Grönland „Entdeckerdreiklang im hohen Norden“ auf USB-Stick – Viel Spaß bei der „Reise nach der Reise“ – Ihr Expeditionsteam“ :/
      Darin befindet sich ein wunderschön mit geschnitzten Pinguinen und Eisbären verzierter hölzerner USB-Stick mit dem 42-seitigen Logbuch der Reise, das ein Mitglied des Expeditionsteams geschrieben hat :thumbup:
      Neben der Übersicht der Offiziere und des Expeditionsteams (jeweils mit Kurzbiographie) finden wir für jeden Tag bis zum Redaktionsschluss am 31.07. um 24 Uhr die metereologischen sowie die Positionsangaben des Tages und eine launige Beschreibung sämtlicher Aktivitäten des Tages einschließlich einiger Fotos und zusätzlichen Informationen :) Für die beiden restlichen Tage finden wir ebenfalls eine recht detaillierte Beschreibung mit Hintergrundinformationen und dem Zusatz, dass alles was danach berichtet wird den Planungen entspricht und daher Übereinstimmungen mit der Realität rein zufällig sind :mosking:
      Zum Abschluss finden wir noch eine Liste sämtlicher Tier- und Pflanzenarten in alphabetischer Reihenfolge – da hat sich aber einer mächtig Mühe gegeben :thumbsup: :thumbsup: :thumbsup:

      Ich stelle den Wecker noch auf 5:30 Uhr, das ist aber auch die letzte Aktivität für heute :sleeping:
      Chor: Wir sind alle Individualisten :)
      Einzelstimme: Ich nicht :P


      Reiseberichte siehe Profil :lofoten2:


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      Freitag, 2. August 2019 – Tag 24 (Teil 1)

      Noch ein paar neue grönländische Ein- und Ausblicke

      Das Wettschlafen gegen den Wecker gewinne wieder einmal ich, so dass ich erst ins Bad gehen kann, bevor Göga auch geweckt wird :whistling:
      Ich ziehe mich rasch an und schaue kurz auf den Flur: Es ist jetzt 5:30 Uhr und der erste Koffer steht immer noch vor der Kabine, die blauen Jacken, die wir ebenfalls rausgelegt haben, sind aber inzwischen abgeholt. Dafür steckt unsere Bordkonto-Abrechnung im Briefkasten neben der Zimmertür. Im Gegensatz zu Hurtigruten muss sie erst unterschrieben und damit genehmigt an der Rezeption zurückgegeben werden, bevor die Kreditkarte belastet wird :thumbup:
      Ich wecke Göga und werfe dann einen ersten Blick aus dem Fenster: Wir liegen bereits vor Anker (mehr als eine Stunde vor der geplanten Ankunftszeit) :huh: Draußen ist alles braun, sowohl das Wasser als auch die Hügel am Horizont, darüber spannt sich ein wolkenloser Himmel. Nur von links taucht auf einmal ein weißer Kasten auf 8|
      Als ich selbigen noch einmal mit dem Tele betrachte, sehe ich auch den Schriftzug daran: Hamburg. Bei näherer Betrachtung liegt das Schiff da wie ausgestorben – kein Mensch zu sehen. Also kann ich auch kein Foto von @omlia machen, die sich wohl bereits von Bord gemacht hat :pardon:
      Ich packe fertig und bringe gegen 6:15 Uhr den zweiten Koffer zum Ausgang, wo er registriert und zu dem großen Haufen gestellt wird.
      Wir begeben uns in den Club, wo bald das Frühstück beginnt, noch ist es erstaunlich leer :essen: :tee:
      Nach einiger Zeit hören wir ein Rumpeln, und ich gehe kurz raus: Die Barge mit dem Container für das Gepäck hat angedockt.
      Nach dem Frühstück drehe ich noch eine Runde übers Schiff, denn nun haben wir noch rund 2 Stunden Zeit bis zur Ausschiffung.



      Auf dem Wasser treiben mehrere Boote, während unser Gepäck bereits den Heimweg angetreten hat. Es ist warm – jetzt schon über 15 Grad – und windstill. Hier – mehr als 150 Kilometer Luftlinie vom Meer entfernt – herrscht eindeutig Kontinentalklima.

      Gegen 9 Uhr kommt dann die Durchsage, dass wir uns zum Ausgang begeben sollen. Ein letztes Mal steigen wir nach einem letzten Scan der Bordkarte ins Zodiac, ganz ungewohnt ohne Gummistiefel und Regenhose :| Dann geht es los, und wir nähern uns dem Hafen.



      Gut, dass es dort 2 Anlegestellen gibt, denn an der anderen wäre für uns kein Durchkommen :/ Dort stehen mehrere hundert Leute und warten darauf, zur MS Hamburg gebracht zu werden. Und jeder will natürlich der erste sein; entsprechend wuselig geht es dort zu :wacko1:
      Wir erhalten noch unser Handgepäck gereicht und werden von den Crewmitgliedern auf dem Anleger verabschiedet und zum zentralen Sammelplatz geschickt, wo wir auf einer Liste abgehakt und in einen Bus gesteckt werden. Er ist bereits fast voll, aber wir finden noch zwei Plätzchen und schon setzt sich der Bus in Bewegung :locomotive:
      Wir fahren rund eine halbe Stunde über eine ziemliche Holperstrecke (ein Passagier meint: Einstimmung auf die deutschen Straßen :laugh1: ) parallel zum Wasser weiter ins Landesinnere, wobei wir unterwegs Informationen über den Ort und das Umland erhalten. Ganz allmählich geht der Fjord in einen Fluss über, ohne dass man an einer bestimmten Stelle festmachen kann wo die Grenze ist. In der Ferne sehen wir das Inlandseis in der Sonne glitzern :)
      Wir passieren den Flughafen und biegen anschließend ab, um einen 10-minütigen Halt an der Brücke über den Fluss einzulegen. Wir erhalten die Information, dass es sich hierbei um die zweite Brücke an dieser Stelle handelt =O
      Der Durchsatz aus dem Gletscher nimmt immer weiter zu, bis der Druck auf die Brücke zu groß wird. Die Reste der alten Brücke liegen einige hundert Meter weiter auf dem Grund, und es wird erwartet dass sich dies in einigen Jahren mit der jetzigen Konstruktion wiederholt X/ Die letzte Messung hat laut unserem Guide einen Durchsatz von 2 Mio. Liter Wasser und 9 Tonnen Sedimenten pro Sekunde ergeben; Tendenz weiter steigend 8|
      Die Aussicht ist schon beeindruckend.



      Aber erst im Video mit der entsprechenden Geräuschkulisse bekommt man wirklich einen Eindruck von der Wucht des Wassers ^^





      Wir fahren über den Fluss und halten uns links, immer bergauf. Unser Guide erzählt ins, dass wir hier gute Chancen haben, Moschusochsen zu sehen. Da die Jagdsaison gerade begonnen hat, halten sie sich gerne neben der Straße auf, denn die Tiere dürfen nur im Gelände, d.h. mindestens einen Kilometer von der nächsten Straße entfernt, geschossen werden.
      Kaum hat er ausgesprochen, da ist es auch schon passiert: Im Hang steht ein Bulle :D



      Aussteigen können wir natürlich nicht, aber durch die Scheibe können wir ihn ganz gut beobachten.
      Wir folgen weiter der Straße bergauf. Als wir am Horizont unser Schiff im Wasser liegen sehen, hält der Fahrer kurz an, damit wir noch einmal Abschied nehmen können :|
      Allerdings kommen wir dann nicht mehr weg, der Weg ist zu steil für den sandigen Untergrund; entweder die Räder drehen durch oder der Motor stirbt ab X/ Also hilft nur Plan B: Wir rollen rund hundert Meter zurück, bis die Straße wieder flacher wird. Hierbei geht es allerdings durch eine rechts-links-Kurvenkombination. Dass der Bus sich dabei besser auf der einspurigen Straße zwischen Berg- und Abhang halten sollte, brauche ich nicht extra zu erwähnen :hmm:
      Für einige Passagiere gefühlt 2 Stunden später fährt der Bus wieder bergan, diesmal ohne Zwischenstopp :nono: 10 Minuten später dürfen wir wieder aussteigen – wir haben den Aussichtspunkt Ravneklippen erreicht, an dem wir uns eine halbe Stunde lang umschauen dürfen.
      Hier gibt es eine Radaranlage, diverse Forschungs- und Messstationen sowie eine schöne Aussicht ins Tal :)



      Aber auch das Inlandseis können wir von hier aus gut erkennen.



      An einem See können wir mit dem Fernglas ein paar schwarze Steine erkennen, die sich bei genauem Hinschauen bewegen – es wird sich dann wohl doch um eine Herde Moschusochsen handeln, immerhin fast 20 Tiere ^^
      Ein Stück weiter steht ein Messgerät, mit dem die Landhebung exakt gemessen wird, die seit dem Ende der letzten Eiszeit permanent anhält.



      Das Gerät steht auf einem dermaßen glatten Stein, dass man sich beinahe darin spiegeln kann :/



      Nach Südosten hin genießen wir einen Blick in die Tundra und zu unserem nächsten Ziel, dem Lake Ferguson.



      Genau passend zu unserer Abfahrtszeit wird es voll: die beiden anderen Busse erreichen den Aussichtspunkt :S Gut, dass wir es noch in die erste und kleinste Gruppe geschafft haben.
      Nun fahren wir die Straße wieder runter in Richtung Brücke.



      Allerdings lassen wir selbige rechts liegen und fahren weiter zu dem See, der die Wasserversorgung Kangalussuaqs sichert. Wir werden zum Restaurant Roklubben gefahren, wo uns eine Toilette und ein Buffet erwarten :thumbsup:
      Wir setzen uns direkt am See auf eine der dort vorhandenen Bank-Tisch-Kombinationen und bedienen uns im Zelt am Buffet.
      Es gibt Lamm, Moschusochse (als Braten oder als Wurst), Brot und mehrere Salate (allerdings auf dänische Art mit Zucker angemacht) sowie diverse Getränke einschließlich grönländischem Bier und Likören. Nur der Wein ist nicht hier angebaut worden.



      Gut, dass wir heute nicht mehr fahren müssen, so können wir es bei inzwischen 25 Grad noch einmal gut gehen lassen :thumbup:
      Wir haben sogar noch etwas Zeit, uns am See umzuschauen, wo wir seit langer Zeit mal wieder einen Strauch sehen, der höher als einen Meter wächst :D



      Die Polarweide hält sich aber auch hier lieber am Boden auf.



      Auf dem Rückweg sehen wir am Ufer des Fjords (oder ist das hier schon der Fluss?) Reste der Sandablagerungen der letzten großen Flutwelle.



      Von oben betrachtet können wir sogar kleine Schluchten erkennen :|



      Nun machen wir uns langsam auf in Richtung Flughafen. Die Fahrt dauert aber noch ein wenig an, weswegen es (zum letzten Mal) heißt


      Fortsetzung folgt
      Chor: Wir sind alle Individualisten :)
      Einzelstimme: Ich nicht :P


      Reiseberichte siehe Profil :lofoten2:


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