Nordwestpassage 2019 mit der Roald Amundsen

    • Zwischen wenigen Kleinigkeiten die kaum stören über viele Kleinigkeiten die in Summe richtig störend sind und das Gesamt-Reiseerlebnis deutlich beeinträchtigen bis hin zu einem Horrortrip ist es ein weiter Weg.

      Wir werden Netto 21 Tage also drei volle Wochen an Bord verbringen und insgesamt 4 Wochen weg sein. Dafür haben wir nicht nur einen ganz erheblichen Anteil unseres Jahresurlaubs investiert, sondern auch einen nicht ganz unerheblichen Betrag an Hurtigruten überwiesen.

      Hoffen wir mal, dass es sich mithin um Kleinigkeiten handelt, die nicht wirklich stören.

      Ursprünglich hätten wir - in Kenntnis der Tatsache das neue Schiffe immer mit technischen Kinderkrankheiten zu kämpfen haben und sich die Prozesse und die Crew erst noch einspielen müssen - diese Reise wohl nicht gebucht, wenn wir denn damals geahnt hätten, dass das Schiff jetzt - im August 2019 - erst wenige Wochen im Einsatz ist.

      Das wird schon werden ... und der Kern der Reise dreht sich um all das, was wir sehen und erleben werden ... nicht um einen defekten Aufzug.
    • Es gibt auch keine Absage, oder Stornoangebot .. mithin sind wir im zunehmend nervösen ... was müssen wir evtl. noch am Montag einkaufen und was nehmen wir mit und was nicht Modus.

      Gibts Rasierschaum im Bordshop, oder rein damit in den Koffer ... also richtig wichtige Schicksals-Bestimmende Frage :)
    • HighLatitude wrote:

      Gibts Rasierschaum im Bordshop, oder rein damit in den Koffer


      Der Bordshop der MS Roald Amundsen ist deutlich kleiner als bei den Postschiffen und bietet viel Luxuskrams, wie teure Uhren und Parfums. Dinge des täglichem Bedarfs habe ich dort nicht gesehen, allerdings auch nicht danach gesucht. Also lieber mitnehmen, was du unbedingt brauchst.

      Ich wünsche auf jeden Fall eine schöne Reise ohne unangenehme Überraschungen und eine freie Fahrt durch die Nordwestpassage.
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      Hallo, hier das Neuste - und vermutlich letzte - Update vor der Abreise bzgl. der Eissituation.
      Wird schon werden!

      „Das Jahr 2019 weist weiterhin ein sehr geringes Vorkommen an Meereis auf und erreicht damit das Rekordtief von 2012. Dies ist hauptsächlich auf die extrem frühe Auflösung der westlichen Arktis zurückzuführen. Der größte Teil der Nordwestpassage ist derzeit eisfrei und ein langjähriges „Problemgebiet“ -der Larsen Sound -löst sich gut und vorzeitig auf. Die Auflösung des Eises im Prince Regent Sound, den wir vom Lancaster Sound nach Fort Ross durchfahren möchten, ist verzögert. Sollte die Durchquerung dieser Region nicht möglich sein, können wir alternative Routen verwenden. Es sind noch ca. 10 Tage, bis wir diesen Bereich erreichen, und in dieser Zeit kann sich viel zum Positiven ändern. Mögliche Änderungen wie diese sind in der Nordwestpassage nichtunwahrscheinlich!Außerdem möchten wir die mit MS Roald Amundsen reisenden Gäste darüber informieren, dass wir aufgrund der US-Einwanderungs-Auflagen und der Schiffsfreigabe nicht wie geplant am Point Barrow landen können. Dies ist eine geringfügige Änderung der Reiseroute und ändert nichts an der insgesamt geplanten Reise.“
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      @Kristjan
      das klingt doch gut! Hoffen wir mal, dass sich die Verhältnisse bis zum Monatsende nicht negativ verändern.
      MS Bremen hat übrigens die genannten Orte passiert und ist jetzt zum nächsten Ziel ‚ Pearce Point‘ weiter westlich unterwegs.
      also gute Reise!
      BBe49

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      Ich frage mich ob die MS Roald Amundsen nur in Point Barrow, oder im ganzen Bereich der arktischen Nordküste Alaskas keine Anlandungen durchführen wird und auch warum. Immerhin hätten wir dann statt maximal zwei zusammenhängenden Seetagen jetzt schon derer fünf am Stück. Bin gespannt ob die MS Bremen und die vier Tage nach uns ebenfalls von Kangerlussuaq nach Nome aufbrechende l'Austral von Ponant in Point Barrow anlanden werden. Hurtigruten wird sich sicher tolle Alternativen einfallen lassen. Ein must see ist Point Barrow/Utqiagvik ja auch nicht zwingend.

      Koffer gepackt ... also fast

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      HighLatitude wrote:

      oder im ganzen Bereich der arktischen Nordküste Alaskas keine Anlandungen durchführen wird und auch warum

      Da darfst du dich beim amtierenden Präsidenten der USA beschweren.
      Vor einigen Wochen hat er ein Gesetz aus dem vorletzten Jahrhundert reaktiviert.
      Dieses Gesetz besagt, dass eine Ausbootung aus einem auswärtigen Schiff nur mit amerikanischem Personal und amerikanischen Booten durchgeführt werden darf.

      Da beides auf die Schnelle nicht an allen Orten zu gewährleisten ist, werden viele geplante Anlandungen ausfallen.

      Auf gut deutsch:
      Die Zodiacs der Nicht-amerikanischen Schiffe dürfen in amerikanischen Gewässern nicht von Bord gelassen werden.

      Diese Informationen wurden an Bord der MS Bremen gegeben als Aussicht für die Passagiere der Nordwestpassage.
      Höchstwahrscheinlich werden also bei keinem Expeditionsschiff auf der Nordwestpassage Anlandungen in Alaska stattfinden können.

      Viele Grüße
      Noschwefi
      Chor: Wir sind alle Individualisten :)
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      Reiseberichte siehe Profil :lofoten2:


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      Danke für die Erläuterung ...

      wenn man schon solche Gesetze reaktiviert, sollte man eben zuvor sicher stellen, dass ausreichend US-Amerikanische Boote und Bootsführer für gutes Geld die Touris an Land bringen. Dann würden die Ausflüge eben etwas teurer und die Einheimische Wirtschaft hätte was davon. Das wäre ein Deal ...

      Kostenpflichtige Mooringbojen verbunden mit einem strikten Ankerverbot ein weiterer.

      So könnte es ein typischer Fall von selbst ins Knie geschossen werden .. no Deal... zumindest in Point Barrow.
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      HighLatitude wrote:

      sollte man eben zuvor sicher stellen, dass ausreichend US-Amerikanische Boote und Bootsführer für gutes Geld die Touris an Land bringen

      Außerhalb von Alaska wird das sicher der Fall sein ;)

      Es soll ja die (bestehende) einheimische Wirtschaft gefördert werden und so schnell können die amerikanischen Expeditionsschiffe nicht die Nordwestpassage befahren :|

      Viele Grüße
      Noschwefi
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