Mit AIDAprima eine Woche Ostsee vom 31.5. bis 8.6.2019

    • 2019
    • @kalrai64 Vielen Dank für Deinen interessanten Bericht und die wunderschönen Fotos. Wir haben die Ostseetour vor ein paar Jahren mit der „kleinen“ AIDAcara gemacht und waren auch begeistert. Leider war uns das Wetterglück in Tallinn nicht ganz so hold, da hatten wir heftige Gewitter.
      LG Lundefugl
    • Was Radfahrer und rote Ampeln betrifft, kann ich - in der Reihenfolge der Gefährlichkeit -empfehlen: Kopenhagen - Antwerpen - AMSTERDAM!!!
      Und für Helsinki braucht man einfach mehr Zeit - wir fanden es 2013 eine Woche lang nicht langweilig dort.
      Gruß
      egoix
    • Gerade in Kopenhagen erlebte ich den Fahrradverkehr als äusserst entspannt und rücksichtsvoll. Nur als Fussgänger darf man nie die Strasse bei Rot überqueren, auch wenn man weit und breit kein Auto sieht - irgendwoher kommt meistens eine Radspur, die gerade grün bekommt. Und Radfahrer hat es immer! Ich wunderte mich aber wie die Radfahrer da die roten Ampeln beachten. So unterschiedlich sind die Wahrnehmungen.
      Jan 2009 FM ~ Jan 2010 NL ~ Jan 2011 FRAM (Antarctica) ~ Apr 2011 NN ~ Mrz 2012 LO ~ Jan 2013 LO (Alta) ~ Feb 2014 KH ~
      Jan 2016 LO ~ Feb 2018 LO

      Reiseberichte siehe Profil !


    • In Kopenhagen fand ich den Fahrradverkehr auch entspannt. Und war fasziniert, wie viel Platz die Radfahrer haben. Jim Knopf wollte die Art der Radwege am liebsten umgehend auf Deutschland übertragen haben! Ich glaube, dann wäre mein Schatz nur noch als ein vorbeirauschendes Etwas zu sehen gewesen ;) Nicht an jeder Hofeinfahrt abbremsen zu müssen wäre ihm sehr willkommen gewesen!
      Lynghei

    • Sorry, ich hatte das extrem blöd formuliert - mea culpa. Was ich gemeint hatte, war, dass von drei Städten, in denen ich viel Fahrradaufkommen erlebt hatte, Kopenhagen am Angenehmsten - und Amsterdam am Schrecklichsten war...
      Gruß
      egoix
    • Tag 6, Donnerstag 6.6.2019 – Stockholm Teil 1

      Stockholm teile ich mal in zwei Teile auf.

      Heute klingelt um 6 Uhr der Wecker, denn die Fahrt durch den Schärengarten von Stockholm wollen wir uns natürlich nicht entgehen lassen. Für die meisten Paxe sicher ein faszinierendes Erlebnis, für Leute wie uns nicht ganz so spektakulär. Ähnliches kennen wir schließlich vom Oslofjord bzw. den HR-Reisen. Das ändert natürlich nichts daran, dass die Fahrt trotzdem traumhaft schön ist. Zumal sich auch heute das Wetter wieder von seiner allerbesten Seite zeigt.

      Wir werden verfolgt. Bevor's nass wird.

      GöGa und ich werden uns allerdings nicht ganz einig, wann wir zum Frühstück gehen sollen. Ich plädiere für 8 Uhr, damit wir unmittelbar nach unserer Ankunft das Schiff verlassen können. GöGa möchte allerdings bis kurz vorm Anlegen draußen bleiben. Als wir dann schlussendlich gegen 10 Uhr vom Schiff kommen, sind die Schlangen am Shuttlebus bzw. Hop On Hopp Off dementsprechend lang. Und das bei schon jetzt sengender Sonne. Gut, dann eben Plan B. Ich sehe ein Hinweisschild, dass in 300m eine Bushaltestelle des ÖPNV ausweist. Dort wollen wir unser Glück versuchen. Als wir an der Haltestelle ankommen, fährt uns der Bus vor der Nase weg. Und weil der nächste erst in 20 Minuten kommt, gehen wir weiter zu Fuß in die Stadt.



      Gegen 11 Uhr erreichen wir dann endlich die Altstadt Gamla Stan und bummeln durch die Gassen Richtung Schloss.



      Dort wollen wir uns die Wachablösung anschauen, die um 11:45 Uhr beginnen soll. Vorher haben wir also noch Zeit, einen Blick in den Dom zu werfen.

      Rechts das Nobel-Museum

      Obwohl heute Nationalfeiertag ist, sieht man in der Stadt so gut wie nichts davon. Hier und da ein paar mit Fahnen geschmückte Hotels, aber ansonsten gar nichts.



      Nicht mal dem Schloss sieht man an, dass heute ein besonderer Tag ist. Das kennen wir aus Norwegen ganz anders und sind dementsprechend erstaunt. Die Wachablösung trägt dem Feiertag dann offensichtlich doch Rechnung, denn es gibt eine XXL-Variante.



      Im Hof des Schlosses knallt die Sonne unbarmherzig auf uns herab, sodass wir nach knapp 1,5 Stunden in brütender Hitze den Platz verlassen. Wir wollen ja schließlich noch etwas sehen. Nach einem Bummel durch die Altstadt, bei dem wir auch an der ( leider geschlossenen ) deutschen Kirche vorbeikommen, gehen wir Richtung Hafen.



      Wir möchten eine Runde mit dem Hop on hop off-Boot drehen.

      Außerdem liegt hie die traumhaft schöne Segelyacht EOS. Laut Internetrecherche das viertlängste Segelyacht der Welt.

      Ich möchte unbedingt am Vasa-Museum aussteigen und dort rein.

      Fortsetzung folgt...
      Gruß Rainer

      Reiseberichte im Profil.

    • Stockholm Teil 2

      Im Museum empfängt mich erstmal eine angenehm klimatisierte Halle. Das tut gut, nach der Hitze. Das Museum ist eins der schönsten, die ich bisher besucht habe. Ganz toll gemacht. Die Vasa ist schon ein sehr imposantes Schiff. Aber leider nicht schwimmfähig. Sie war topplastig, sprich das Gewicht über der Wasserlinie war zu groß. Nach nur 1300m wurde ihr der zweite Windstoß zum Verhängnis und sie sank 1628 noch im Hafen von Stockholm. Das Schiff wurde 1956 eher zufällig gefunden und aus rund 98% der Originalteile wieder zusammengesetzt. Da ich GöGa nicht allzu lange warten lassen will, düse ich in 45 Minuten durch das Museum. Hier möchte ich unbedingt nochmal hin um mir alles in Ruhe anschauen zu können. Das Museum ist für mich ein absolutes Muss bei einem Stockholmbesuch.

      Ich bin überrascht, wie bunt das Schiff offensichtlich bemalt war.

      Ein Model gibt's auch.

      Immerhin hatte das Schiff 480 Mann Besatzung.



      Mit dem nächsten Boot fahren wir noch eine halbe Runde. Wir kommen am Vergnügungspark Gröna Lund mit mehreren, teils abenteuerlichen, Achterbahnen und nochmal an der EOS vorbei

      und steigen am königlichen Theater ein letztes Mal aus um einige Fotos zu machen.

      Das letzte Boot, das praktischerweise auch direkt vor der AIDAprima eine Haltestelle hat, nehmen wir und sind dann gegen 17 Uhr wieder an Bord.

      Das Auslaufen und die Schären genießen wir natürlich ebenso wie heute Morgen bei der Ankunft.



      Ein toller Tag und eine fantastische Reise mit perfektem Wetter neigt sich dem Ende zu. Also ein letzter Blick zurück .

      Morgen steht der zweite Seetag auf dem Programm, mit dem ich Euch aber nicht langweilen möchte.

      Fazit:

      Uns hat die Reise sehr, sehr gut gefallen. Trotz des riesigen Schiffes haben wir uns immer wohl gefühlt und die Anzahl der Paxe nie wirklich wahrgenommen. Ich weiß nicht, wo die vielen Leute alle waren. Es war jedenfalls im Verhältnis nicht anders, als auf einem ausgebuchten HR-Schiff. Was natürlich sehr angenehm war.

      Die besuchten Städte haben uns auch alle sehr gut gefallen. Wobei wir St. Petersburg und Stockholm gerne nochmal bereisen möchten, weil die Zeit auf einer Kreuzfahrt naturgemäß nur für einen groben ersten Eindruck reicht.

      Das Wetter hat natürlich sein Übriges getan. Damit steht und fällt jede Städtereise. Insofern alles perfekt.

      Bis zum nächsten Mal.



      ENDE
      Gruß Rainer

      Reiseberichte im Profil.

    • kalrai64 wrote:

      Sie war topplastig, sprich das Gewicht über der Wasserlinie war zu groß.


      ... bzw. sie war zu schmal gebaut für den hohen Schwerpunkt und die unteren Geschützpforten waren zu knapp über der Wasserlinie (nur ca. 1,2 bis 1,5 m). Dadurch neigte sie sich zu sehr zur Seite und in die unteren Geschützpforten drang sofort riesige Mengen Wasser ein, was zum Kentern führte. :pardon:
      Gruß Jobo,

      Die gefährlichste aller Weltanschauungen ist die Weltanschauung der Leute, welche die Welt nicht angeschaut haben.
      - Alexander von Humboldt -

      (Links zu meinen Reiseberichten finden sich im Profil/über mich)

    • Sehr interessiert habe ich diesen Bericht über die vielen kulturellen Eindrücke in den Ostseemetropolen verfolgt. Ihr hattet dazu auch noch traumhaftes Wetter und gute Erfahrungen mit einem nagelneuen, sehr großen Aida-Kreuzfahrtschiff gemacht. Danke für all die wunderbaren Fotos. :thumbsup:
      Aida-Schiffe kennen wir zwar noch nicht, haben aber auch bei Tui Cruises die Erfahrung gemacht, dass eine große Zahl von Passagieren auf einem sinnvoll konzipierten und organisierten Schiff keineswegs Gedränge bedeuten muss.

      Aus Erfahrung weiß ich, dass es unterwegs oft schwierig ist, das eigene Schiff am Anleger aufzunehmen, da bei Abstand fast immer Gebäude die Sicht versperren.
      Beim diesjährigen Hafengeburtstag ist zwar nicht die Aida prima, aber immerhin die baugleiche Aida perla abends ganz nah an unserem Ausflugsdamper vorbeigeschleppt worden. Vielleicht habt Ihr Freude an den Fotos?





      Viele Grüße
      Laminaria


      Reiseberichte sind in meinem Profil verlinkt.