Eine Reise durch die Jahreszeiten – Ostern auf der MS Lofoten 14.04. - 28.04.2019

    • B-K-B
    • Eine Reise durch die Jahreszeiten – Ostern auf der MS Lofoten 14.04. - 28.04.2019

      Prolog

      Es gab einmal eine Zeit, in der es hieß, dass im Oktober 2019 die letzte Abfahrt der MS Lofoten stattfinden würde :/ Aus diesem Anlass stellten wir fest, dass wir inzwischen beinahe zu allen Jahreszeiten mit Hurtigruten gefahren sind, nur eine Frühlingsabfahrt fehlte uns noch. Also beschlossen wir, dies zum einzig möglichen Zeitpunkt nachzuholen ^^
      Da die Abfahrten bis Ende März bereits alle ausgebucht waren (für uns ist ja eine Reise ausgebucht, wenn unsere Lieblingskabine auf unserem Lieblingsschiff nicht mehr buchbar ist :D ), warteten wir auf den neuen Fahrplan. Am 11. April 2018 war es dann soweit und wir buchten mit der für uns kürzesten Vorlaufzeit von gerade mal 12 Monaten =O Da die Osterabfahrt perfekt auf Dienstag bis Samstag fiel, entschieden wir uns dafür, die Feiertage einmal an Bord zu verbringen :8):
      Bald darauf konnten wir auch schon die Flüge buchen. Warum auch immer war der Flug am Montag deutlich teurer als der Sonntagsflug einschließlich Zusatzübernachtung :fie: Gut, dass die Abfahrt am Dienstag war, so konnten wir die Reise auch ohne zusätzlichen Urlaubstag – ja was eigentlich ?( Verlängern macht man ja eigentlich am Ende, und Vorziehen passt auch nicht, da wir ja nicht früher zurückfliegen würden. Aber egal, wir waren schlicht und einfach einen Tag mehr unterwegs :thumbsup:

      Aufgrund der kurzen Wartezeit waren wir froh, dass wir beim Stammtisch in Langenfeld von @Nugget rechtzeitig daran erinnert wurden, dass die Reise ja bald losgehen würde – aber ich bin mir sicher dass wir auch sonst daran gedacht hätten :whistle3:
      @Nugget und wir kannten uns bereits von unserem UKT in Kjøllefjord im Vorjahr. Da wir zufällig die gleiche Abfahrt gebucht hatten, beschlossen wir unsere Buchungen zusammen zu legen, so dass wir beim Abendessen an einen gemeinsamen Tisch kommen würden. Dass unsere Kabinen auch noch nebeneinander liegen würden, haben wir nebenbei auch noch erfahren :huh:
      Wir nahmen die Erinnerung zum Anlass, unsere Ausrüstung noch einmal durchzugehen und stellten fest, dass Göga noch Stiefel mit ausklappbaren Spikes fehlten. Es gestaltete sich allerdings problematisch, diese auch zu bekommen :S Alle Geschäfte bei denen wir fragten, hatten diese aus dem Sortiment herausgenommen. Wir bekamen aber den richtigen Tipp von @Arctica und haben sie noch rechtzeitig geliefert bekommen :thumbup:

      Zwischendurch wurden wir von @Laminaria noch darauf aufmerksam gemacht, dass uns noch ein spezieller Reiseführer fehlte, da wir ja schließlich mehr als 2 Tage in Bergen verbringen würden :rolleyes:
      Wir waren uns schnell einig, dass uns dieses Büchlein sicher auch nützlich sein würde. Allerdings waren wir uns nicht sicher, ob der Postversand rechtzeitig funktioniert, daher schied diese Variante aus.
      Eine Vorbestellung zu einer Buchhandlung in Bergen würde sich auch schwierig gestalten, da diese ja Sonntags immer geschlossen sind :(
      Dann fiel mir aber die Tanum-Buchhandlung am Flughafen ein, bei der wir ja immer unser Tax Refund abholen. Ich schaute im Internet nach und fand auch eine Mailadresse nebst passenden Öffnungszeiten :) Einen Tag und 3 Mails später war die Reservierung perfekt – das Buch gehört dort sogar zum Standard-Repertoire (auch die englische Version). Uns würde ein Exemplar zurückgelegt, wir könnten es dann bei unserer Ankunft abholen ^^
      Besonders beeindruckend fand ich noch die letzte Mail, in der wir nach unserem Flug gefragt wurden :huh: Ich war erst einmal etwas irritiert, aber dann stellte sich heraus dass wir nur bei einem Inlandsflug auch an der Buchhandlung vorbei kämen. Bei unserem Flug aus Amsterdam müssten wir erst wieder durch die Sicherheitskontrolle. Also wurde uns angeboten, dass uns das Buch in die Abflughalle gebracht würde – das nenne ich einen perfekten Kundenservice :thumbsup:
      Chor: Wir sind alle Individualisten :)
      Einzelstimme: Ich nicht :P


      Reiseberichte siehe Profil :lofoten2:


      Post was edited 1 time, last by “Noschwefi” ().

    • Sonntag, 14. April 2019 – Tag 1

      Eine böse Überraschung und ein neuer Weg

      Inzwischen sollten wir es ja gewohnt sein, aber das Aufstehen um 3:30 am Morgen fällt trotzdem schwer :S Wie meistens bin ich eine Minute vor dem Wecker wach und mache ihn arbeitslos. Unsere Routine funktioniert wieder reibungslos und so stehen wir kurz nach 4 Uhr an der Straße :| Das Wetter stimmt uns schon einmal auf unser Reiseziel ein – es ist sternenklar und knapp über 0 Grad.
      Wir wollen gerade nach Polarlicht schauen, als das Taxi auch schon vorfährt. Also verschieben wir das :pardon:
      Wir sind überpünktlich am Flughafen. Ein paar Minuten müssen wir noch warten, bevor wir unser Gepäck abgeben dürfen, da es an zweien der drei Schalter Probleme zu geben scheint und es dort nicht voran geht. Wir sind aber gerade rechtzeitig angekommen, denn als wir den Schalter verlassen stehen bereits rund 30 Passagiere in der Schlange :whistle3: Die Sicherheitskontrolle geht dafür um so schneller, und gegen 6 Uhr sind wir bereits am Gate.
      Wir sitzen überpünktlich im Flieger, der noch enteist werden muss. Dennoch sind wir so rechtzeitig in der Luft, dass wir den Sonnenaufgang bereits über den Wolken erleben, die sich pünktlich zu unserer Ankunft am Flughafen gebildet haben :)
      Wir kommen 15 Minuten zu früh in Amsterdam an und haben viel Zeit, um zum Abfluggate zu kommen. Die nun 80 Minuten Umsteigezeit reichen locker aus :locomotive:
      Je weiter wir fliegen, desto klarer wird die Luft, und erstmals bekommen wir bei einem Anflug die Inselwelt vor Bergen klar vor Augen geführt ^^



      Pünktlich um 10 Uhr landen wir in Bergen . Wir bekommen natürlich wieder die Frage gestellt, ob wir richtig gelandet sind ?( Vorher folgen wir aber den eindeutigen Beschilderungen :D



      Wir fragen uns noch, warum die englische Übersetzung der Gepäckhalle (Bagasjehall) die Gepäckermittlung ist, als Göga eine SMS von KLM erhält, dass sich unser Gepäck noch im Amsterdam befindet :wacko1: Jetzt wissen wir warum. Zumindest brauchen wir uns nicht mehr am Kofferband anzustellen, sondern gehen direkt zum Schalter (wie 3 andere Paare nach uns auch). Wir geben unsere Verlustmeldung auf und bekommen mitgeteilt, dass die Koffer in die nächste Maschine nach Bergen verladen werden sollen und gegen 15 Uhr am Hotel sein sollten :hmm:
      Zumindest haben wir jetzt den Vorteil, dass wir uns ohne Gepäck in die Stadt begeben können. Wir sehen den Hinweis zum Flybussen (das Ticket haben wir uns zu Hause bereits über Visit Bergen besorgt), der in 12 Minuten fährt. Vorher allerdings muss ich ja noch einen kleinen Umweg einlegen. Die Telefonnummer von der Tanum-Buchhandlung habe ich natürlich bei, und der freundliche Herr am anderen Ende der Leitung erklärt sich sofort bereit, mit dem Buch in die Abflughalle zu kommen :thumbsup: Ich habe das Geld passend in Euro dabei (den exakten Preis habe ich vorher in der Mail erfahren, denn Kartenzahlung funktioniert nur in der Buchhandlung selber). Ich fahre die Rolltreppe rauf und erkenne den Herrn an der grünen Papiertüte und dem suchenden Blick. Er ist etwas überrascht, dass ich Euro dabei habe, hat aber kein Problem damit. Er steckt sein norwegisches Wechselgeld wieder ein und wir ziehen beide zufrieden unserer Wege :)
      Nun sind es noch 5 Minuten bis zur Abfahrt des Flybussen – das passt doch perfekt.

      Wie gewohnt fahren wir bis zur Endhaltestelle. Diesmal werden wir allerdings nicht – wie bisher immer – am Radisson Blu Hotel rausgelassen, sondern an der Bushaltestelle vor Bryggen :/ Uns soll es egal sein, da wir eh kein Gepäck haben. So erreichen wir um 11:30 Uhr bei schwachem Wind, strahlendem Sonnenschein und 12 Grad das Thon Orion, unser meistbesuchtes Hotel in der Stadt. Wir erhalten sofort unser Zimmer und machen uns ein wenig frisch.
      Göga möchte gerne ein wenig Schlaf nachholen, ich das schöne Wetter nutzen. Wir besprechen noch kurz unser geplantes Programm für den Folgetag – und schon habe ich ein Ziel für einen kleinen Spaziergang :locomotive:
      Ich verlasse das Hotel und laufe direkt gegen ein Hurtigrutenschiff in Schieflage :huh: Es handelt sich dabei aber um kein echtes Schiff, sondern einen Hurtigruten-(Ausflugs?)-Bus, der gerade abgeschleppt wird :fie: Ich biege rechts ab, um einen kurzen Blick ins Festungsgelände zu werfen und werde prompt mit einem schönen Blick auf die Håkonshalle belohnt. Nach ein paar Minuten verlasse ich das Gelände wieder und folge dem Vågen an Bryggen vorbei.
      Hier liegen Rücken an Rücken (oder besser: Heck an Heck :mosking: ) das Minentauchereinsatzboot „Rottweil“ der deutschen Marine und die „Arctic Sunrise“, ein Greenpeace-Schiff. Ich betrachte das interessante Arrangement im Vorübergehen.



      Bald darauf erreiche ich auch mein Ziel, die Touristinformation. Hier erstehe ich zwei Tickets für einen Ausflug, der allerdings ein frühes Aufstehen erfordert – um 8 Uhr geht es los, eine halbe Stunde vorher beginnt der Einlass :| Andererseits ist dies aber auch eine (für uns) einmalige Gelegenheit, da dieser Ausflug nicht zu unseren gewohnten Reisezeiten angeboten wird.
      Auf dem Rückweg ergibt sich noch ein schöner Blick auf die Skansen brannstasjon :)



      Gegen 12:40 Uhr bin ich wieder im Hotel und eine Viertelstunde später machen wir uns gemeinsam auf den Weg. Nach wenigen Metern gibt es den ersten Zwischenstopp – an Bäcker Bruns können wir nicht vorbeigehen, ohne uns mit Kanelbollern einzudecken :cookie: Wir lassen sie uns einpacken, denn wir haben eine besondere Stelle für unsere Mittagspause geplant. Das stellt sich im Nachhinein als eine gute Idee heraus, denn als wir bei der Fløybanan ankommen, können wir direkt unser Ticket lösen und uns für die nächste Bahn anstellen (da wir nur rauf fahren wollen, habe ich zum ersten Mal festgestellt, dass zwei einfache Fahrten kaum teurer sind als ein Retourticket :huh: ). Als wir wenige Minuten später einsteigen, reicht die Schlange schon bis auf die Straße hinaus – also alles richtig gemacht :thumbup: So stehen wir gegen 14 Uhr auf der Aussichtsplattform, wo wir uns ein halbwegs windgeschütztes Plätzchen suchen – natürlich immer mit Blick aufs Wasser, denn die Zeit für unseren Aufenthalt hier ist natürlich nicht zufällig gewählt :search_1:
      10 Minuten später ist es auch schon so weit. Die MS Finnmarken kommt pünktlich in Sicht ^^



      Wir beobachten noch, wie sie eine elegante Rechtskurve hinlegt und rückwärts einparkt. Bald darauf haben wir unsere Boller vertilgt und verziehen uns am Restaurant vorbei zum „Vergnügungspark“. Hier sehen wir einige freilaufende Ziegen, die sich von den vielen Kindern zwar streicheln, aber nicht einfangen lassen. Der Troll sorgt dafür, dass alles ruhig und gesittet zugeht :to_keep_order:



      Wir schlagen einen Bogen nach links und erreichen bald den Waldkindergarten und gegenüber eine schöne Aussichtsstelle :)



      Nun folgen wir gemütlich dem Wanderweg, der in sanftem Zickzack den Hang hinunterführt. Immer wieder finden wir vereinzelte Blüten am Wegesrand – der Frühling hält eindeutig Einzug. An der Mittelstation überqueren wir die Bahn. An einer geschützten Stelle sind bereits einige Rhododendronblüten aufgegangen 8|



      Nach knapp 1½ Stunden erreichen wir das Reservoir der Feuerwache, wo wir eine längere Pause einlegen.



      Wir sind nun am Ende des Fjellsiden-Wegs angelangt, einem der in unserem neuen Buch beschriebenen Routen. daher steigen wir nicht die Treppen hinunter zur Talstation der Fløybanan, sondern folgen dem Øvre Blekeveien bis zur Søndre Kleivesmauet, deren Treppen wir hinunter folgen.



      Immer wieder lohnt es sich, auch auf die Details zu achten ^^



      Auch wenn sie nicht mehr an der beschriebenen Route liegt, gefällt uns der Blick in den Nedre Stølen :thumbsup:



      Wenige Minuten später erreichen wir die Mariakirken und kurze Zeit später unser Hotel. Es ist noch eine Stunde Zeit bis zum (kostenlosen) Abendessen, so dass wir ein wenig die Beine lang machen können. Wir lassen es uns schmecken (das haben wir uns ja auch verdient) und gehen wieder aufs Zimmer :essen:
      Unsere Koffer sind immer noch nicht da, aber laut neuester SMS von KLM befinden sie sich immerhin schon in Bergen :hmmz:

      Göga hat genug Bewegung für den Tag, aber mich zieht das schöne Wetter noch einmal nach draußen. Ich bin noch nie auf der oberen Festung, der Sverresborg, gewesen und möchte das gerne ändern.
      So laufe ich quer durch die Festung bis zur kleinen Verbindungsstraße, die zum Festningsmuseum führt. Gegenüber führt eine Treppe steil bergan, der ich folge. Am Ende stehe ich auf einem kleinen Wall mit schönen Ausblicken nach Skuteviken, überragt von der Rothaugen-Schule :rolleyes:



      Ein Stück weiter fühle ich mich beobachtet… :/



      Noch ein paar Meter, und ich folge dem Weg in die Sverresborg, die ich einmal auf dem Wall umrunde. Hierbei ergibt sich eine ganz neue Perspektive.



      Ich folge einem Weg, der durch ein kleines Tor nach unten führt und befinde mich plötzlich mitten in Skuteviken mit seinen schönen Holzhäusern :rolleyes: Durch die indirekte Beleuchtung ergibt sich eine richtig schöne Stimmung. Ich folge der Straße nach unten und erreiche den Skutevikstorget. Hier befindet sich ein kleines Denkmal. Es erinnert an die Gefallenen des 1853 gegründeten „Skutevikens Buekorps“, einer für Bergen typischen Jugendorganisation.



      Ich überquere die (um diese Uhrzeit zum Glück nicht mehr so stark befahrene) Uferstraße und erreiche Skuteviken Brygge.



      Ich folge dem Ufer, vorbei am Kreuzfahrtterminal, in Richtung Stadt. Eigentlich bin ich für heute genug gelaufen, aber das schöne Licht verleitet mich noch zu einem Umweg durch die Festung – und das ist eine gute Entscheidung :thumbup:



      Gegen 21 Uhr erreiche ich nach zwei Stunden wieder das Hotel (so lange ist mir das gar nicht vorgekommen) und bin nun auch froh nicht mehr laufen zu müssen.
      Wenige Minuten, nachdem ich das Hotel verlassen habe, sind unsere Koffer tatsächlich geliefert worden, so dass wir uns doch nicht ums Zähneputzen drücken können und auch für den nächsten Tag etwas Sauberes zum Anziehen haben :yeah:

      Durch die viele Bewegung sind wir beide rechtschaffen müde, so dass wir eine halbe Stunde später sanft entschlummert sind :sleeping:
      Chor: Wir sind alle Individualisten :)
      Einzelstimme: Ich nicht :P


      Reiseberichte siehe Profil :lofoten2:


    • Montag, 15. April 2019 – Tag 2

      Ein Tag auf dem Schiff

      Bereits vor einigen Tagen hat sich abgezeichnet, dass es heute einen perfekten Sonnentag geben würde :8): Da wir dank KLM die einmalige Gelegenheit haben einen Ganztagsausflug zu machen :whistle3: , wollen wir das auch nutzen. Das Ziel steht auch schnell fest: Flåm. Die Frage ist nur, ob wir die Rundreise mit Schiff und Eisenbahn oder die komplette Fjordtour machen wollen. Der wolkenlose Himmel gibt dann schließlich den Ausschlag für die letztgenannte Variante :)

      Gegen 6 Uhr bin ich auch ohne Wecker wach und nutze schnell das freie Bad. Bald darauf ist auch Göga ausgeschlafen. Eigentlich wollen wir um 6:30 Uhr das Frühstücksbuffet eröffnen, aber das klappt nicht :/ – für die Zeit ist es bereits erstaunlich voll. Hoffentlich wollen die nicht alle den gleichen Ausflug machen… :S
      Kurz nach 7 Uhr sind wir satt, holen unsere Sachen vom Zimmer und machen uns auf, einmal den Vågen zu umrunden. Es ist frisch – knapp über 0 Grad – aber die Sonne scheint schon von einem wolkenlosen Himmel auf die Dächer.
      Um 7:40 Uhr betreten wir am Norled-Kai die MS Njord. Im unteren Bereich ist es relativ eng, so orientieren wir uns direkt nach oben. Hier haben wir die freie Auswahl und entscheiden uns für eine Sitzbank mit Tisch an der Backbordseite.
      Ein kurzer Rundgang ergibt, dass wir es zwar etwas weiter zur Verpflegungsstation haben (die wir aber wahrscheinlich eh nicht benötigen), dafür sind wir schnell auf dem offenen Achterdeck und ebenso schnell auf dem Panoramabalkon mit Blick nach Vorne. Ein Gang nach draußen ist zur Zeit allerdings – zumindest hinten – nicht zu empfehlen, da das Deck weitgehend vereist ist :huh:

      Punkt 8 Uhr legt das zu ungefähr einem Drittel besetzte Schiff ab und wir verlassen Bergen , vorbei an der erst in der Nacht eingelaufenen Statsraad Lehmkuhl. Wir stehen draußen an der Reling, als das Schiff langsam durch den Hafen fährt. Kaum haben wir Nordnes hinter uns gelassen, gibt der Kapitän ordentlich Gas und das Schnellboot macht seinem Namen alle Ehre 8|
      Eine knappe halbe Stunde später wird das Boot wieder merklich langsamer und wir begeben uns zur Passage des engen Radsundes wieder nach draußen. Das Achterdeck ist zum Glück zwischenzeitlich (durch die Sonne) enteist worden, so dass dies gefahrlos möglich ist :thumbup:
      Die Einfahrt wird gut von Hund und Möwe bewacht, so dass wir unbesorgt passieren können :mosking:
      Eine knappe Stunde später passieren wir die Mjømnessundbrua, die einzige rosafarbene Brücke Norwegens, und bald darauf erreichen wir Skjerjehamn mit seiner König-Olaf-Statue.



      Nicht viel später erreichen wir die Einfahrt zum Sognefjord und sehen uns der AIDAaura gegenüber :/ Gut dass bald eine Engstelle kommt, so wird uns das Kreuzfahrtschiff nicht so schnell nachkommen können :whistle3:



      Pünktlich um 10:50 Uhr erreichen wir Nordeide. Ab hier werden die Berge langsam steiler und die Stimmung immer schöner :rolleyes:



      Jetzt wäre es schön, länger auf dem Balkon bleiben zu können. Theoretisch ist dies auch die ganze Fahrt über möglich, aber bei einer Geschwindigkeit von 33 Knoten (über 60 km/h) lässt es sich ungeschützt nur kurz aushalten :wacko1: Dabei ist die Temperatur (inzwischen deutlich über 10 Grad) gar nicht das Problem, sondern der doch sehr kräftige Fahrtwind. Daher sind wir froh, auch nach hinten schnell draußen zu sein.

      Zwischen Vik und Balestrand mit seinem schönen Hotel (und der kleinen Stabkirche) wird der Fjord von riesigen Obstplantagen mit insgesamt über 80.000 Bäumen gesäumt. Leider sind es noch ein paar Wochen bis zur Blütezeit, dann muss es hier grandios aussehen. Eine halbe Stunde später verlassen wir den Sognefjord. Kurz nachdem wir in den Aurlandsfjord eingefahren sind, passieren wir bei langsamer Fahrt den Weiler Simlenes. Unmittelbar danach erscheint ein gefrorener Wasserfall, der auf dem Felsen zu sitzen scheint ^^



      Ganz langsam geht es weiter über das spiegelblanke Wasser :love:



      Bei Undredal, einem malerisch an einem Talausgang gelegenen Ort, reduziert das Schiff ein letztes Mal das Tempo.



      20 Minuten später erreiche wir überpünktlich Flåm, wo wir zwei Stunden Zeit haben uns die Beine zu vertreten :locomotive:
      Wir suchen uns ein windstilles Plätzchen und genießen erst einmal unsere mitgebrachten Kanelboller :cookie: Anschließend drehen wir eine Runde durch den ausgesprochen ruhigen Ort, wobei wir auch hier eine kleine Obstbaum-Plantage entdecken.



      Ein Blick ins Flåmbahnmuseum und die Hauptattraktion des Ortes (die Touristen-Einkaufsmeile) müssen natürlich noch sein :whistle3:



      Als wir wieder zurück zum Hafen schlendern, steht dort eine große Menschenmenge von geschätzt 100 Personen. Es scheint sich um eine große ostasiatische Reisegruppe zu handeln, die darauf wartet, an Bord gehen zu dürfen. Zu unserem Glück steigen sie aber in ein anderes Boot, das sie im Rahmen von „Norway in a Nutshell“ durch den Nærøyfjord schippern wird :)
      Wir laufen noch ein Stück den Pier entlang und entdecken das Kreuzfahrt-Terminal, das komplett eingezäunt ist, der Ein- und Ausgang ist lediglich durch ein verschließbares Tor möglich :huh: Ob dadurch verhindert werden soll, dass sich die Passagiere nachts in den Ort ergießen?
      Wir sind jedenfalls froh, dass hier kein Schiff liegt und besteigen kurz nach 15 Uhr wieder unser Bötchen. Wir setzen uns wieder auf unseren „Stammplatz“.
      Pünktlich um 15:30 Uhr beginnt die Rückfahrt. Es sind ungefähr gleich viele Passagiere auf dem Boot wie auf der Hinfahrt, einige Gesichter erkennen wir auch wieder.

      Im Unterschied zur Hinfahrt verzichtet der Kapitän auf die langsamen Fahrpassagen im offenen Gewässer :/ (lediglich bei den engen Passagen besteht eine Geschwindigkeitsbegrenzung, an die er sich halten muss).
      Dennoch bleibe ich die halbe Stunde bis zur Mündung des Nærøyfjords auf dem Balkon stehen.



      Wiederum eine halbe Stunde später passieren wir Vangsnes mit seinen Erdbeerfeldern und der von Kaiser Wilhelm II 1913 gestifteten Statue von Fridtjof, der Titelfigur der gleichnamigen Heldensage.



      Wir genießen die Landschaft erneut, wie hier hinter Balestrand :rolleyes:



      Um 20.40 Uhr erreichen wir überpünktlich Bergen . Die Sonne hat sich verabschiedet, nur der Ulriken ist noch angestrahlt. Entsprechend frisch ist es auch wieder geworden. So laufen wir ziemlich zügig zurück zum Hotel. Wir überlegen noch, uns unterwegs eine Kleinigkeit zum Essen zu kaufen, aber da es bis 21 Uhr das Abendessen im Hotel gibt entscheiden wir uns, sofort in den Speisesaal zu gehen und uns noch einen Teller voll zu holen.
      5 Minuten vor der Zeit sind wir auch tatsächlich da und können uns noch eine Kleinigkeit gönnen :essen:

      Gegen 21:30 Uhr sind wir auf dem Zimmer und können aus unserem Fenster die angestrahlte Sverresborg im letzten Tageslicht bewundern.



      Der Ausflug hat sich auf jeden Fall gelohnt, da sind wir uns beide einig :thumbsup:
      Wer allerdings nur eine Fahrt mit dem Schiff macht, sollte besser die Hinfahrt von Bergen nach Flåm wählen, da nur in dieser Richtung die besonderen Stopps eingelegt werden.
      Chor: Wir sind alle Individualisten :)
      Einzelstimme: Ich nicht :P


      Reiseberichte siehe Profil :lofoten2:


    • Noschwefi wrote:

      Wir laufen noch ein Stück den Pier entlang und entdecken das Kreuzfahrt-Terminal, das komplett eingezäunt ist, der Ein- und Ausgang ist lediglich durch ein verschließbares Tor möglich Ob dadurch verhindert werden soll, dass sich die Passagiere nachts in den Ort ergießen?


      Kreuzfahrtterminals sind doch oft ziemlich abgeriegelt - spätestens seit 9/11.

      Wenn im Sommer täglich 1-2 Kreuzfahrtschiffe in Flåm liegen, gehört der Ort ebenso wie Geiranger zu den wenigen weiträumig zu meidenden Orten in Norwegen. Ihr hattet richtig Glück, die schöne Gegend in Ruhe genießen zu können.

      Danke für die wunderschönen Fotos vom Sognefjord. :thumbsup: Wir hatten bei Balestrand vor Jahren mit unseren Kindern ein Ferienhaus gemietet. Die Bootsfahrt ab Bergen wäre eine schöne Möglichkeit, die Landschaft noch einmal wieder ohne großen Anreiseaufwand zu genießen. Das kommt in meine To-do-Liste. :)

      Viele Grüße
      Laminaria


      Reiseberichte in meinem Profil
    • Dienstag, 16. April 2019 – Tag 3

      (Holz-) Häuser wohin man sieht

      Heute schlafen wir aus – zumindest so lange die Sonne das zulässt :whistling:
      So sitzen wir – für unsere Verhältnisse eher spät – um 8:30 Uhr beim Frühstück und sind 50 Minuten später unterwegs durch die Festung nach Skuteviken, dem vom Hotel aus am nächsten gelegenen Holzhaus-Viertel :) Wir lassen uns ein wenig durch die weiß gestrichenen Häuser aus dem 18. und 19. Jahrhundert treiben, der Straßenname (Skutevikens smalgang) ist dabei Programm :mosking:



      In der Bøkkesmauet (Böttcherallee) gibt es dann ein wenig farbliche Abwechslung.



      Wir laufen in einem großen Bogen oberhalb der Festung entlang zur Mariakirken, die leider noch geschlossen ist. Beim gegenüberliegenden Coop besorgen wir uns noch ein paar unserer Lieblingskekse, die zufällig gerade im Angebot sind (und die auch alle in Deutschland gelandet sind :D ). Da wir noch auschecken müssen, gehen wir wieder zurück ins Hotel, packen unsere Sachen zusammen und stellen die Koffer im Gepäckraum unter.

      Wir laufen nun ein wenig an den Geschäften in Bryggen vorbei und in einem großen Bogen zurück zur Mariakirkan, die inzwischen geöffnet hat (und die erstaunlicherweise ohne Eintritt zu besichtigen ist :thumbsup: ). Auf dem Weg dahin sehen wir noch die ein oder andere Impression und erstehen in einem Second-Hand-Laden zwei norwegische Fähnchen.



      Nach einem Zwischenstopp bei Baker Bruns machen wir uns auf gen Nordnes, wo wieder viele (diesmal mehr bunte als weiße) Häuschen auf uns warten ;)



      Gegen 14 Uhr erreichen wir den kleinen Park an der Nordspitze von Nordnes. Während sich die MS Bergensfjord auf den Weg nach Stavanger macht, ist in der Ferne bereits die MS Lofoten zu erahnen :search_1: Wir machen erst einmal unser (Kanelboller-) Picknick, als sich von hinten @Nugget und ihre norwegische Freundin nähern. Zufall? Nein, wir haben uns vorher hier verabredet ^^
      Nun dauert es auch nicht mehr lange und unser Lieblingsschiff fährt an uns vorbei :lofoten2:



      Wir gehen noch gemeinsam ins UTF einen Kaffee trinken (was sogar ohne Jacke im Freien möglich ist :thumbup: ). Nach einer halben Stunde verabschiede ich mich und laufe noch einmal quer durch Nordnes, wobei ich oberhalb des Parkhauses einen Carsharing-Parkplatz entdecke 8|



      Weitere 10 Minuten später erreiche ich unser Hotel und lasse mir ein Taxi bestellen.
      Ich habe mein Gepäck noch nicht auf die Straße gerollt, da kommt das Taxi auch schon angefahren und weitere 15 Minuten später stehe ich vor dem Hurtigrutenterminal, wo Göga mich bereits erwartet und wo wir ohne Wartezeit einchecken können. Wenige Minuten später erreichen wir dann unser zweites Zuhause :love:

      Zum Abendessen sind wir für Tisch 4 eingeteilt, einem 6er-Tisch. Wir wundern uns ein wenig darüber, kommen aber später auf die Erklärung: Ich hatte bei der Zusammenlegung um einen 4er-Tisch gebeten, und daraus ist dann wohl per stille Post Tisch 4 geworden… :laugh1:
      Das Bierpaket ist deutlich teurer als zuletzt und lohnt kaum noch :thumbdown: Auf Nachfrage erhalten wir den Hinweis, dass wir es von zu Hause aus hätten buchen sollen, dann wäre es deutlich billiger gewesen. Darauf sind wir allerdings nie hingewiesen worden, aber es geht auch mal ohne.
      Leider sind wir 5 Minuten zu spät für die erste Sicherheitseinweisung, aber dafür ist unsere Kabine schon freigegeben und ich fange an einzuräumen. An der zweiten Sicherheitseinweisung nehmen wir teil und nach einem kurzen Rundgang über Deck erreichen wir (natürlich rein zufällig :whistle3: ) das Restaurant. Wenn wir schon mal da sind, können wir ja eigentlich auch direkt essen…
      Pünktlich zum Sonnenuntergang werden noch die Scheiben geputzt, aber die Crew ist ja schon immer für guten Service bekannt gewesen :thumbsup:



      Anschließend packe ich den Rest aus (schließlich wollen die großen Schubladen und Schrankfächer ausgenutzt werden), bevor wir zur Einführungsveranstaltung gehen. Die können wir uns natürlich nicht entgehen lassen, da wir erstmals mit Harald Weinreich als Reiseleiter fahren ^^
      Auch diesmal müssen wir uns überlegen, an welchen Ausflügen wir teilnehmen wollen, denn bei Buchung bis zum nächsten Tag gibt es wieder 10% Rabatt. Außerdem müssen wir ja etwas mit unserem Bordguthaben anfangen… :pardon:

      Mit ein paar Minuten Verspätung geht die Reise dann (letztmals für uns um 22:30 Uhr) los. Bis zur Askøy-Brücke bleiben wir wieder draußen, die sich bei toller Lichtstimmung im letzten Tageslicht zeigt :8o:



      Danach ziehen wir uns in die Horizontale zurück :sleeping:
      Chor: Wir sind alle Individualisten :)
      Einzelstimme: Ich nicht :P


      Reiseberichte siehe Profil :lofoten2:


      Post was edited 2 times, last by “Noschwefi” ().

    • Vielen Dank für den interessanten Reisebericht mit schönen Bildern. :good3: Diese wecken Erinnerungen an meine erste Reise. Damals bin ich (als Bestandteil von "Norway in a Nutshell") ebenfalls mit der Expressfähre von Bergen nach Flåm gefahren - mit Zwischenübernachtung in Balestrand. Die Statue von Kong Olav ist mir damals aber irgendwie entgangen, was wohl am eher mäßigen Wetter an diesem Tag lag ... :pardon:

      Noschwefi wrote:

      Jetzt wäre es schön, länger auf dem Balkon bleiben zu können. Theoretisch ist dies auch die ganze Fahrt über möglich, aber bei einer Geschwindigkeit von 33 Knoten (über 60 km/h) lässt es sich ungeschützt nur kurz aushalten :wacko1:


      Ich habe diesen Bereich erst am zweiten Tag der Fahrt - also nach Balestrand - entdeckt. Dafür bin ich dann die meiste Zeit bis Flåm dort geblieben - inklusive eines kurzen Graupelregens, der als Gesichtspeeling wirkte ... ;) Was mich überraschte, waren Mitreisende, die mit ihren Pads fotografierten - deren große Oberfläche wirkt quasi wie Segel, so dass es nicht leicht ist, diese gegen den Wind zu drücken - ohne Angst zu haben, dass dieses davongeweht wird ... 8|
      <3 lig hilsen
      Bernhard

    • Mittwoch, 17. April 2019 – Tag 4 (Teil 1)

      3 Schiffsbegegnungen und viele neue Eindrücke

      Ich habe mir den Wecker gestellt, um damit meine innere Uhr einzunorden. Das hat wieder bestens funktioniert, diesmal bin ich sogar mehr als 30 Minuten vor dem Klingeln wach :) Ich schleiche ins Bad und anschließend vorsichtig nach draußen, wo ich kurz vor 6 Uhr einen stimmungsvollen Monduntergang erlebe :rolleyes:



      Ich genieße die Morgenstimmung – nur noch der Steuermann ist hier oben zu sehen.
      Eine halbe Stunde später nähert sich die MS Richard With, genau passend am Hornelen und zu den ersten Sonnenstrahlen :thumbup:



      Inzwischen befinden sich eine Handvoll Leute auf Deck 6, aber alle genießen schweigend die Natur.



      Gegen 7 Uhr kommt Måløy in Sicht :search_1:



      Inzwischen sind auch Göga und @Nugget auf der Nock angekommen, und wir nutzen die Liegezeit aus um zum Frühstück zu gehen.
      Pünktlich zur Passage von Skongsnes fyr stehen wir wieder an Deck, während heute das Oberdeck gereinigt wird :whistle3:
      Wir merken absolut nichts davon, dass wir nun Stadhavet passieren :huh: Das Vestkapp präsentiert sich bei wolkenlosem Himmel im Gegenlicht, was das Fotografenherz nicht gerade höher schlagen lässt :pardon:
      Das gilt allerdings nicht für die Passage von Flåvær fyr und die Einfahrt nach Torvik :D



      Wir legen 10 Minuten zu früh an, so dass wir uns ein wenig Zeit an Land nehmen können. Zuerst müssen wir uns aber davon überzeugen, dass unser Schiff auch gut festgemacht hat :mosking:



      Wir haben kaum abgelegt, als eine Schiffsbegegnung durchgesagt wird: Die MS Roald Amundsen macht eine Probefahrt. Rund 20 Minuten lang fahren wir mehr oder weniger parallel :thumbup:



      Ich habe Glück und kann die „offizielle“ Begegnung mit der akustischen Begrüßung einfangen :D



      Ich buche noch unsere Ausflüge, bevor wir um 11:30 Uhr zum Mittagessen gehen (müssen).
      Pünktlich um 12 Uhr erreichen wir Ålesund .



      Göga hat Harald gebeten, ihr ein Großraumtaxi für sich und einige Mitreisende zu bestellen, was er auch getan hat :thumbsup: Da ich lieber laufen (und dabei ein paar neue Ecken entdecken) möchte, trennen wir uns für ein paar Stunden.
      Ich laufe am Kai entlang zur Kongens gate, wo ich die 471 Stufen zum Aksla in Angriff nehme :locomotive:



      Oben angekommen kann ich mich noch einmal von Göga verabschieden, die gerade wieder ins Taxi steigt ^^ Ich schaue mich oben noch ein wenig um und genieße die Aussicht beim Abstieg.



      Ich laufe zum kleinen Aussichtspunkt gegenüber vom Ålesund Museum. Auf dem Weg dahin wundere ich mich über die Zufahrt zum Parkhaus. 1,90 m maximale Höhe mag ja angehen – aber die Zufahrt über die Treppe ?( Man muss nicht alles verstehen… 8|



      Am Museum vorbei steige ich wieder zum Wasser runter, überquere den Ålesundet und folge der Straße zur Kirche.



      Ich werfe einen kurzen Blick hinein (drinnen findet gerade eine Konzertprobe statt) und laufe nach Norden, wo ich auf dem Steilhang oberhalb des Hafens lande.



      Ich folge einem kleinen Pfad hinunter und erreiche wenig später das Fischereimuseum und den dahinter liegenden Leuchtturm :)



      Um 14:30 Uhr erreiche ich durch den Korsatunnel die Fußgängerzone, wo ich wenig später Göga einhole. So bummeln wir die letzten Meter gemeinsam zum Schiff zurück, das wir pünktlich 10 Minuten vor der Abfahrt erreichen :|





      Fortsetzung folgt
      Chor: Wir sind alle Individualisten :)
      Einzelstimme: Ich nicht :P


      Reiseberichte siehe Profil :lofoten2:


      Post was edited 1 time, last by “Noschwefi” ().

    • Noschwefi wrote:

      In der Bøkkesmauet (Kupferallee) gibt es dann ein wenig farbliche Abwechslung.


      Bøkker ist eigentlich der Böttcher und smug oder smau heißt Gässchen. Bøkkersmauet ist also das Böttchergässchen.

      Nichts für ungut. :) Das liegt mir ein wenig am Herzen. Ein Vorfahre von mit war nämlich um 1800 Böttchergeselle in genau der Gegend von Bergen .

      Viele Grüße
      Laminaria


      Reiseberichte in meinem Profil
    • @Laminaria
      Danke für deinen Hinweis :)
      Ich hatte mich schon über die Übersetzung gewundert, die ich aus dem kleinen Reiseführer habe. Da man aber liest, was man lesen will, habe ich statt cooper (Böttcher) copper (Kupfer) gelesen :blush2:
      Dein Anmerkung kam aber gerade noch rechtzeitig, so dass ich es nch korrigieren konnte ^^

      Viele Grüße
      Noschwefi
      Chor: Wir sind alle Individualisten :)
      Einzelstimme: Ich nicht :P


      Reiseberichte siehe Profil :lofoten2:


    • Mittwoch, 17. April 2019 – Tag 4 (Teil 2)

      3 Schiffsbegegnungen und viele neue Eindrücke (Fortsetzung)

      Kurz nach dem Verlassen von Ålesund passieren wir ein schönes Haus mit unverbaubarer Aussicht ^^



      Eine halbe Stunde später erreichen wir einen der unscheinbareren Leuchttürme – Lepsøyrev fyr :|



      Auf dem Achterdeck und im Glaskasten ist inzwischen kein Durchkommen mehr, die Liegestühle haben sich dort schlagartig ausgebreitet :S Immer wenn das Schiff leicht die Richtung wechselt, verschiebt sich die Armada. Was man ihr noch beibringen muss, dass sie sich zur Ausbalancierung des Schiffs in den Wind bewegen muss und nicht in den Windschatten… :whistle3: :mosking:
      Das Traumwetter im Midfjord genieße ich lieber von der Nock aus, hier herrscht wenigstens Ruhe ;)



      Die Romsdalsalpen kommen in Sicht.



      Molde erreichen wir fast 30 Minuten zu früh. Da wir um 18 Uhr zu Abend essen, gibt uns das die Gelegenheit, ein paar Schritte durch den Ort zu laufen :thumbup:



      Beim Abendessen haben wir einen neuen Tisch, dies ist allerdings eher dem Zufall zu verdanken. Eine der Mitreisenden, die mit dem Taxi zum Aksla gefahren ist (und die zufällig die vierte Mitnutzerin unseres Bads ist :D ) hat ihre Essenssitzung von der späten auf die frühe Zeit umstellen lassen und ist dabei alleine an einem 4er-Tisch gelandet. Das haben wir dann ausgenutzt, uns dazu setzen zu lassen.
      Nach dem Dinner hat sich an der schönen Stimmung – wie hier im Julsund – nichts geändert :rolleyes:



      Bald darauf passieren wir eine der grüßten Raffinerien Norwegens auf Aukra.



      Vor Bud treffen wir die MS Nordnorge :godtur:



      Nicht viel später passieren wir Vikan fyr.



      Dann wagen wir uns auf die sturmgepeitschte Hustadvika :lol:



      Eine gute Stunde später passieren wir zuerst Kvitholmen fyr und anschließend Hestskjær fyr. In der Ferne zeichnet sich Grip fyr klar gegen den farbenfrohen Himmel ab :8o:


      Mit dem letzten Tageslicht erreichen wir Kristiansund .



      Wir nutzen die Stimmung für einen kleinen Spaziergang zum üblichen Ziel ;)


      Chor: Wir sind alle Individualisten :)
      Einzelstimme: Ich nicht :P


      Reiseberichte siehe Profil :lofoten2:


      Post was edited 1 time, last by “Noschwefi” ().

    • (Grün-) Donnerstag, 18. April 2019 – Tag 5 (Teil 1)

      Am Rande des Hochs

      Ich liege im Halbschlaf und will gerade auf die Uhr schauen, als es auf einmal stockfinster in der Kabine wird 8| Schlagartig bin ich wach und schaue aus dem Fenster (praktisch, dass ich mich dafür nur aufzurichten brauche ;) ). Wenige Meter vor mir befindet sich eine schwarze Wand, darüber ein roter Streifen – und die Wand bewegt sich ?( Einige Sekunden später gibt es die Auflösung, als auf der schwarzen Wand der Schriftzug „Trollfjord“ auftaucht – es ist 6:30 Uhr, und selbige parkt rückwärts hinter uns ein :/ Ist ja auch logisch, denn sie fährt schließlich vor uns wieder ab :whistle3: :mosking:
      Nun sind Aufstehen und Frühstück angesagt. Vorher müssen wir aber noch die Aussicht prüfen – und es lohnt sich. Munkholmen zeigt sich in einem schönen warmen Licht :thumbup:



      Wir wundern uns, warum beim Frühstück – im Gegensatz zu den letzten Touren – niemand mehr mit den Kaffeekannen herumläuft. Anscheinend sind die Schichten diesmal ein wenig anders eingeteilt. Da bis 7:30 Uhr nur eine Servicekraft im Restaurant tätig ist, bleibt dafür leider keine Zeit mehr :thumbdown:

      Gegen 8:15 Uhr machen Göga und ich uns auf zu einem kleinen Stadtbummel. Wir laufen hinter dem Clarion Hotel vorbei zum Pirterminalen, wo uns immer wieder neue Ansichten geboten werden :rolleyes:



      Am Bahnhof vorbei geht es Richtung Innenstadt zur Vår Frue Kirche, die wir zum ersten Mal betreten. Dort sind die Vorbereitungen für das Mittagessen bereits voll in Gange.



      Die Stadt wirkt wie ausgestorben. Heute ist Gründonnerstag und damit der erste von 5 landesweit arbeitsfreien Tagen. Das merkt man insbesondere daran, dass sämtliche Geschäfte außer Kiosken und Restaurants geschlossen haben :pardon:

      Bald passieren wir die Gamle Bybro und erreichen Bakklandet :locomotive:



      Nun geht es steil bergauf. Zuerst am Fahrradlift vorbei und dann weiter geradeaus. Wir erreichen den kleinen Park an der Kristiansten Festung und genießen den Rückblick auf die Stadt :search_1:



      Wir umrunden die Festung und betreten sie am Haupteingang, wobei wir eine Schweizer Reisegruppe von der MS Lofoten treffen.



      Nach einer ausführlichen Runde durch das Festungsgelände folgen wir einem Weg durch den Park gen Norden. Gegen 10 Uhr erschallt ein lautes Typhon – die MS Trollfjord ruft ihre Schäfchen zusammen :| In den nächsten Minuten hören wir dieses Signal (samt Echo) noch mehrfach, bis sich das Schiff mit rund 10 Minuten Verspätung vom Kai löst und seine Fahrt fortsetzt :/



      Wir durchqueren den nördlichen Teil von Bakklandet und erreichen an der Bakke Bru den Nidelv.



      In der Ferne sehen wir rote Punkte auf uns zukommen, die sich später als die Kajakfahrer der MS Lofoten entpuppen ^^ Bei 13 Grad eine gute Gelegenheit sich abzukühlen :D



      An den alten Docks vorbei gehen wir wieder zurück und erreichen nach knapp 3 Stunden wieder unser Zuhause :lofoten2:





      Fortsetzung folgt
      Chor: Wir sind alle Individualisten :)
      Einzelstimme: Ich nicht :P


      Reiseberichte siehe Profil :lofoten2:


    • Noschwefi wrote:


      Auf dem Weg dahin wundere ich mich über die Zufahrt zum Parkhaus. 1,90 m maximale Höhe mag ja angehen – aber die Zufahrt über die Treppe ?( Man muss nicht alles verstehen… 8|

      Das Parkhaus ist bestimmt für geländegängige Auto´s gedacht :lol:

      Danke für die wieder schönen Bilder und den Bericht.
      Grüße aus dem Rheinland

      Berichte sind in meinem Profil

    • (Grün-) Donnerstag, 18. April 2019 – Tag 5 (Teil 2)

      Am Rande des Hochs (Fortsetzung)

      Pünktlich um 12 Uhr verlassen wir den Pier und folgen der altbekannten Strecke. Die Sonne verschwindet ganz langsam hinter hohen Wolken, aber es bleibt beinahe windstill :/
      Wir erfahren, dass alle Kabinen belegt sind. Sogar die sogenannten Tierhalterkabinen (306, 308 und 310), die ausschließlich telefonisch gebucht werden können, sind vergeben :|

      Kjeungskjær fyr (auch „roter Segler“ genannt) ist in dieser indirekten Beleuchtung so schön zu sehen wie selten :rolleyes: Auch können wir die derzeitigen Mieter dabei beobachten, wie sie ihre Wochenendeinkäufe anlanden :mosking:



      Ganz langsam wird es diesig, aber der schöne Gesamteindruck bleibt.



      Kurz nach 16 Uhr nähern wir uns dem Stokksund , der sich uns mit spiegelblanker See präsentiert.
      Bei der Einfahrt fahren wir allerdings diesmal nicht durch den Krokholmsund, sondern umfahren die Insel ausnahmsweise :huh:



      Kurz vor der Ausfahrt erschallt das Typhon – genau an der richtigen Stelle, denn das Echo ist phänomenal :thumbsup:
      In dem Inselgewirr westlich von Vingsand erreichen wir auf einmal eine Rechts-vor-Links-Kreuzung :|



      Dabei fragen wir uns, wie denn an so einer Stelle tatsächlich die Vorfahrtsregelung aussieht :hmm:
      Wir passieren noch ein Leuchtfeuer mit Toilette, bevor wir Buholmråsa fyr und damit den Beginn der Folda passieren – genau pünktlich zum Abendessen :essen:



      Diesmal gibt es die Zettel für den Polarkreiswettbewerb nicht am Tisch, sondern nur an der Rezeption (wo sie auch wieder abgegeben werden können).
      Das Schiff schwankt das erste Mal seit der Abfahrt ein wenig, aber eher symbolisch. Dafür wird der Himmel immer beeindruckender ^^



      In Rørvik sind wir mehr als 15 Minuten zu früh, so dass wir die elegante Wende sowie das Anlegemanöver der MS Kong Harald in aller Ruhe beobachten können, während unser Schiff bereits entladen wird :8):



      Bald darauf strömen die Besuchermassen, um den Passagieren der zweiten Sitzung beim Essen zuschauen zu können :fie:



      Inzwischen weht ein recht kräftiger und kalter Wind. Dennoch will ich mir die Beine ein wenig vertreten. Ich laufe bis zum Kystmuseum, wo ich neben den brütenden Möwen eine einsame Eule entdecke 8|



      Bei der Abfahrt wird das Gebäude bereits angestrahlt. Hierbei schnappe ich auf, wie sich ein Passagier über das „Plastikschiff Harald Kong“ aufregt :laugh1: – anscheinend ein (neuer) Lofoten-Fan :D



      Nun wird es langsam ungemütlich draußen, so dass wir den Tag in der Bar beschließen (in der jeden Abend ab ca. 19 Uhr dezente Musik und ein freundlicher Barkeeper anwesend sind) :beer:
      Chor: Wir sind alle Individualisten :)
      Einzelstimme: Ich nicht :P


      Reiseberichte siehe Profil :lofoten2:


    • (Kar-) Freitag, 19. April 2019

      Ein trüber Tag kann auch seine Höhepunkte haben

      Auch ohne Wecker bin ich wieder früh wach. Es ist 6:30 Uhr, aber der Ausblick aus dem Fenster hat sich im Vergleich zum Vortag grundlegend geändert :| Dabei meine ich jetzt nicht die fehlende schwarze Wand; diese ist durch eine graue Wand abgelöst worden, die aber nicht schnell vorbeizieht :/ Dafür gibt es dort ab und zu dunklere Schattierungen, die sich bei genauerem Hinsehen als schemenhafte Umrisse von Inseln herausstellen :huh:

      Dennoch stehe ich auf; schließlich will ja der Polarkreisüberquerungstipp verifiziert werden. Auf der Nock herrscht bereits großes Gedränge, als ziemlich genau um 7 Uhr der Typhon erklingt 8|



      So können wir auch heute pünktlich kurz nach 7 Uhr zum Frühstück gehen. Da es inzwischen auch zu regnen angefangen hat, genießen wir es recht ausführlich, bis eine Stunde später die Durchsage kommt, dass wir Gegenverkehr haben, nämlich von der MS Vesterålen.
      Dass dies meine ungewöhnlichste Schiffsbegegnung werden würde, ahne ich zu dieser Zeit noch nicht =O Ich gehe auf Deck 3, wo ich mich mitsamt Kamera bei dem Wetter am besten aufgehoben fühle. Auf der Backbordseite sehe ich allerdings nur Felsen, an denen wir relativ nahe vorbeifahren. Dann höre ich das Typhon – aber es ist immer noch nichts zu sehen ?( Aber dann, ganz plötzlich, taucht sie auf 8|



      Keine 10 Sekunden später ist das Schiff nicht mehr zu sehen. Dies ist wohl die kürzeste Schiffsbegegnung der Welt gewesen :D

      Gegen 9 Uhr tauchen die markanten Berge von Ørnes auf :rolleyes:



      Langsam nähern wir uns dem Kai, an dem wir pünktlich auf die Minute anlegen. Von den Kaffeetrinkern ist heute nichts zu sehen, die wollen wohl ihren Kaffee auf dem Balkon nicht verwässert bekommen :S
      Auch am Strand von Reipå ist nichts los heute.



      Die Polarkreiszeremonie verläuft so ab wie immer. Es ist allerdings erstaunlich, dass die Gewinnerin mehr als 30 Sekunden neben der Zeit liegt :hmm:
      Ansonsten ist es immer wieder nass bei 8 Grad, dafür hält sich der Wind (noch) sehr zurück.



      Wir überlegen noch, ob wir in Bodø überhaupt vom Schiff gehen wollen, als uns der Wetterbericht dort trockenes Wetter ansagt :huh: Wir zweifeln zwar etwas daran, aber dennoch wollen wir früh zum Mittagessen gehen um für alle Eventualitäten gewappnet zu sein. Schließlich haben wir uns – falls es trocken sein sollte – zu viert zu einem neuen Ausflug abgesprochen. Auf dem Papier (sprich dem Stadtplan :whistle3: ) handelt es sich um eine Strecke von ca. 5 Kilometern, für die wir gut 2 Stunden Zeit haben. Nicht zu planen sind die (absolut) 170 Höhenmeter und die Wegbeschaffenheit, denn unser Ziel ist das Rønvikfjell oberhalb der Stadt.

      Da es wirklich trocken ist, geht es um kurz nach halb eins los. In knapp 40 Minuten haben wir den Anstieg zum Ausflugsrestaurant geschafft :locomotive: Diese Gebäude würde beim Wettbewerb um das heruntergekommenste Gebäude aus den letzten 5 Jahren garantiert auf einem der vordersten Plätze landen :mosking: , aber für diese Preisverleihung sind wir ja nicht hier herauf gelaufen :D
      Wir suchen uns einen Weg in grob westlicher Richtung und orientieren uns immer halb links, da wir dann eher wieder in die Stadt als weiter ins Fjell wandern würden. Die Wege sind stellenweise recht abenteuerlich, aber die Aussichtspunkte sind selbst bei diesem schlechten Wetter atemberaubend :8o: Bei schönem Wetter ist dies ein absolutes Muss für meinen nächsten Aufenthalt in Bodø :!:



      Durch die vielen Zwischenstopps (und mehrere Bachüber- und durchquerungen) benötigen wir für die ca. 1,5 km bis zum Abstieg wiederum 40 Minuten. Aber die Aussichten muss man eben auch genießen :/



      Schließlich finden wir einen Weg, der uns nach unten führt und erreichen bald wieder die Straße, die uns pünktlich 20 Minuten vor der Abfahrt wieder zum Schiff führt :) Die letzten 10 Minuten davon legen wir bei leichtem Regen zurück – das Wetter hat doch perfekt mitgespielt.
      Gut dass es nicht wärmer gewesen ist, denn dann hätten wir uns deutlich schwerer getan, die Zeit einzuhalten :huh:

      Bei der Ausfahrt aus Bodø können wir noch einmal eine schöne Stimmung genießen :rolleyes:



      Sobald wir den Hafen verlassen haben, wird die See unruhig. Für die Überfahrt ist uns Windstärke 5 – 6 aus Südwest, also genau von der Seite, prophezeit worden :wacko1:
      Solange wir uns noch im Windschatten von Landegode befinden, ist davon noch nichts zu merken, nur die Wolken werden immer dramatischer ^^



      Dann erreichen wir das offene Meer und wissen auch schnell, warum sich der Landegodemann so an den Felsen klammert – er will schließlich nicht ins Wasser geweht werden :whistle3:



      Je weiter wir vom Land wegkommen, desto abenteuerlicher / unruhiger wird die Überfahrt. Auf Deck 3 finde ich die perfekte Stelle, das Ganze im Windschatten zu beobachten :thumbup:



      Die Wellen sind schon beeindruckend 8|



      Nicht viel später fängt das Schiff richtig an zu schaukeln.



      Das ist dann wohl das Zeichen, dass es Zeit fürs Abendessen wird :D
      Im Restaurant sind viele Plätze nicht besetzt. Auf dem Weg dorthin sehe ich einige Passagiere, die sich darauf freuen, die zweite Sitzung in ruhigeren Gewässern genießen zu können ;)
      Uns macht das zum Glück nichts aus; wir genießen unser Dinner, auch wenn wir ab und zu 3 – 5 Hände gebrauchen könnten um alles festzuhalten :mosking: Aber außer 1 – 2 Gläsern und etwas Besteck geht nichts im Restaurant zu Boden.

      Kurz bevor wir Stamsund erreichen, hat sich die Lofoten auf einen gleichmäßigen Rhythmus eingespielt.



      Wenige Minuten vor der Hafeneinfahrt kommt doch tatsächlich für einige Sekunden noch die Sonne zum Vorschein ^^



      An den Booten, die in Stamsund ausgeladen werden, sieht man dass es künftig mit einigen Frachtgütern Probleme geben kann. Auf anderen Schiffen wären sie nicht so ohne weiteres mitgekommen. Beim Ablegen sehen wir noch die beiden Abholer vor den Booten stehen, die selbige auf ihrem Bootsanhänger weiter transportieren wollen… ?(
      Uns zieht es weiter Richtung Henningsvær, bevor das Problem gelöst ist :whistling:

      So friedlich der Blick nach Westen ist, so unheimlich ist der nach Norden.



      Im Gegensatz zur Prognose einiger Passagiere ist die See jetzt noch deutlich bewegter als auf dem Vestfjord, was wir auch am Auf und Ab der MS Spitsbergen merken :pinch:



      Bedingt durch den Wind erreichen wir Svolvær mit 30 Minuten Verspätung. Wir erhalten 15 Minuten Extrazeit durch die verschobene Abfahrtszeit :thumbsup: und nutzen das trockene, aber immer noch stürmische Wetter für einen kurzen Bummel durch den Ort.



      Da wir beide recht müde sind, schenken wir uns die nächtliche Annäherung an den Trollfjord . Wie wir am nächsten Morgen erfahren, ist das eine gute Idee. Vor lauter Regen ist eh kaum etwas zu sehen gewesen. Also schon wieder alles richtig gemacht :)
      Chor: Wir sind alle Individualisten :)
      Einzelstimme: Ich nicht :P


      Reiseberichte siehe Profil :lofoten2:


    • Noschwefi wrote:

      ... denn unser Ziel ist das Rønvikfjell oberhalb der Stadt ... In knapp 40 Minuten haben wir den Anstieg zum Ausflugsrestaurant geschafft :locomotive: Diese Gebäude würde beim Wettbewerb um das heruntergekommenste Gebäude aus den letzten 5 Jahren garantiert auf einem der vordersten Plätze landen :mosking: ...


      In diesem Musikvideo ist es in einem etwas besseren Zustand zu sehen: :search:

      <3 lig hilsen
      Bernhard

    • (Kar-) Samstag, 20. April 2019 – Tag 7

      Ein Hauch von Ostern

      Obwohl (oder weil?) wir so früh ins Bett gegangen sind, sitzen wir wieder um 7 Uhr am Frühstückstisch :whistling: Der Sturm des vergangenen Tages hat sich verzogen, aber Harstad zeigt sich noch grau in grau :gr-pupillen:
      Erst eine Stunde später, als die MS Nordlys mit Verspätung herangebraust kommt (wir haben bereits abgelegt), da kommt die erste Farbe des Tages ins Spiel :gr-thumbup:



      Danach werden die Wolkenformationen immer faszinierender :rolleyes:



      Nicht mehr lange, und die Sonne lugt vorsichtig zwischen den Wolken hervor. Dadurch kommen die Farbschichten der Landschaft (Dunkelblau, Braun, Grün, Grau, Weiß, Hellblau) so richtig zur Geltung :|



      Je näher wir Finnsnes kommen, desto mehr Wolkenlücken zeigen sich ^^



      Wir erreichen den Hafen pünktlich, so bleibt genug Zeit die üblichen Sehenswürdigkeiten zu besuchen.



      Als wir den Hafen verlassen, wird das Wetter richtig traumhaft :rolleyes:



      Die Wolken und die Gisundbrua lassen wir hinter uns.



      Meine Lieblingsinsel Senja bietet uns traumhafte Impressionen :love:



      Aber auch im Malangen zeigen sich uns wunderschöne Aussichten.



      Der letzte Abzweig vor Tromsø :8):



      Auch hier laufen wir (über-) pünktlich ein. Das Manöver zum Festmachen ist richtig spannend. Die MS Lofoten fährt ziemlich in der Mitte zwischen den beiden Ufern, als sie den Anker fallen lässt :huh: Danach dreht sie in einem großen Bogen um 180 Grad und legt am neuen Terminal an. Wir wundern uns ein wenig, aber das wird schon seine Richtigkeit haben. Bei der alten Anlegestelle ist uns das allerdings nie aufgefallen :hmm:
      Wir verlassen das Schiff ziemlich als letzte und wundern uns, dass aus dem Ausflugsbus auf einmal so viele Personen aussteigen ?( Die Erklärung ist relativ einfach: Aufgrund des ziemlich kräftigen Windes wird die Seilbahn auf den Storsteinen für den Rest des Tages geschlossen. Aus diesem Grund darf jeder, der den Ausflug gebucht hat, kostenlos stornieren :thumbup: So steigt rund die Hälfte der Passagiere wieder aus.
      Kaum ist der Bus abgefahren, steigert sich allerdings die Verwirrung: Man kann eindeutig erkennen, dass die Seilbahn fährt :S Dies nimmt eine kleine Gruppe von Ex-Ausflüglern zum Anlass, mit dem Linienbus zur Seilbahn zu fahren um doch hochzufahren. Wie sich hinterher herausstellt, wird an diesem Tag allerdings nur noch Material transportiert; der Personenverkehr ist tatsächlich eingestellt worden :pardon:

      Da wir bereits bei besserem Wetter oben waren (inzwischen haben uns die Wolken wieder eingeholt), laufen wir erst einmal am alten Anlegeplatz vorbei :locomotive:



      Erstaunt stellen wir fest, dass der gesamte Pier nun mit einem Zaun versehen ist; zum Glück für uns sind allerdings nicht alle Tore verschlossen 8|
      Weiter gehen wir Richtung Festung. Auf dem Weg dorthin sehen wir ein halb durchsichtiges Panoramafenster am Ufer stehen. Bei näherem Hinsehen entpuppt es sich als Option, die geplante Neubaumaßnahme am Weg zwischen Festung und Brücke zu begutachten :/
      Das Gelände ist bereits bis auf eine alte Lagerhalle geebnet; im Rahmen der Abbrucharbeiten werden sogar Werkzeuge genutzt, die bereits als eingemottet gelten :whistle3:



      Im Zentrum entdecken wir gegenüber der katholischen Kirche das Denkmal von Arthur Arntzen mit Oluf, seinem Tromsøer Hofnarren.
      Auf unserem weiteren Weg schauen wir uns die gelungene Neugestaltung des Domvorplatzes an :thumbup:



      Unser nächstes Ziel sind die Ølhallen, die heute allerdings nur bis 17 Uhr geöffnet haben. Für ein Bier reicht es trotzdem :beer:



      Als wir wieder draußen sind, erscheint uns der Wind viel kälter als vorher :negative: Das kann natürlich auch daran liegen, dass er uns nun nicht mehr von hinten schiebt :mosking: So laufen wir auf kürzestem Weg zurück zur MS Lofoten, nicht ohne die neue Aussicht zu genießen.



      Vor dem Abendessen haben wir noch ein wenig Zeit, uns bei den Andenkenläden im Terminal umzuschauen (2 haben noch geöffnet) und den Schildern zurück zum Schiff zu folgen (die eindeutig zu erkennen sind, wenn man weiß das Hurtigrute etwas anderes ist als Hurtigbåt ;) ).

      Heute gibt es zum Nordkapp-Buffet als Nachtisch die erste Ostertorte. Abgesehen von dem einen oder anderen dezenten Schmuck (und den geschlossenen Geschäften) ist dies das einzige, was uns bei dieser Fahrt an die Feiertage erinnert :|



      Pünktlich zum Ende des Abendessens fängt es an zu regnen (zu unserem Glück, denn angekündigt war der Regen bereits zu unserer Einfahrt in Tromsø ). Da wir beide ziemlich müde sind, gehen wir nach einem kurzen Aufenthalt in der Bar und der Begegnung mit der MS Nordkapp in weiter Ferne :search_1: in unsere Kabine.



      Es dauert nicht lange, und wir werden von den Wellen rasch in den Schlaf geschaukelt :sleeping:
      Chor: Wir sind alle Individualisten :)
      Einzelstimme: Ich nicht :P


      Reiseberichte siehe Profil :lofoten2:


      Post was edited 1 time, last by “Noschwefi” ().