Eine Reise durch die Jahreszeiten – Ostern auf der MS Lofoten 14.04. - 28.04.2019

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      Freitag, 26. April 2019 – Tag 13 (Teil 1)

      Ein traumhafter Tag mit Steigerungspotential

      Als ich heute wach werde, ist es erstaunlich ruhig – nichts bewegt sich. Ein Blick aus dem Fenster bestätigt meine Vermutung – wir liegen bereits in Trondheim :)
      Ich stehe auf und schleiche mich aus der Kabine, da Göga noch schlummert.
      An Deck ist es sonnig, nur ein paar zarte Wölkchen bevölkern den Himmel :thumbup: Da mir der Magen knurrt, gehe ich schon einmal ein wenig frühstücken. Zurück in der Kabine rührt sich etwas, und wir gehen noch einmal zusammen in den Frühstücksraum :essen: Inzwischen ist auch @Nugget aufgetaucht und gesellt sich zu uns. Da beide keine Lust auf einen Spaziergang haben, nutze ich das schöne Wetter alleine aus :locomotive:
      Es ist jetzt 8 Uhr morgens, aber bereits zu warm um eine Jacke anzuziehen – und das im April 8|

      Diesmal passiere ich das Clarion Hotel auf der Vorderseite und laufe durch die – wieder weitgehend menschenleeren – Straßen zum Stiftsgården.



      Da das Tor geöffnet ist, schaue ich mich im Innenhof um, der sich in sanftem Licht, verziert von zartem Grün, präsentiert ^^



      Ich folge dem Pilgrimsleden zu Dom.



      Auch hier hat der Frühling Einzug gehalten :thumbup:



      Ich schlendere weiter zur Gamle Bybro, die sich ausnahmsweise ohne Touristenmassen zeigt.



      In Bakklandet entdecke ich wieder ganz neue Perspektiven. Dabei werde ich sogar für meinen Fußmarsch gelobt :mosking:



      Weiter geht es durch das alte Werftgelände, wobei ich dem Kran ebenfalls eine neue Perspektive abgewinne :)



      An der Brücke über den Nidelva sehe ich ein Warnschild vor Straßenglätte. Wo soll denn jetzt – bei 16 Grad und wolkenlosem Himmel – Schnee oder heftiger Regen herkommen ?(
      Die Auflösung folgt beim Weg über die Brücke – dort fährt ganz langsam ein Reinigungswagen der Stadtwerke, während die Blumenkästen aus einem offenen Rohr bewässert werden. Dass sich 90 Prozent des Wassers nun den Weg des geringsten Widerstands die Brücke hinab suchen, ist nun doch nicht weiter verwunderlich :S
      Als ich hinter der Brücke an der Ampel stehe, schaue ich auf die Uhr. In 20 Minuten legt das Schiff ab :hmm: Da ich keine Lust habe durchs Industriegebiet zu laufen, entscheide ich mich am Fluss entlang und am Bahnhof vorbei zu gehen. Bei der Überquerung der Gleise sehe ich erstmals ein futuristisches Solardach vor mir :|
      Die Auflösung hierzu finde ich allerdings erst später im Reisebericht von @Albatross:

      Albatross wrote:

      Das neue Gebäude am Brattørkaia ist fast fertig und auf dem geneigten Dach komplett mit Solarzellen bestückt. Es ist von Snøhetta entworfen und soll mehr Energie produzieren, als es verbraucht: snohetta.com/project/60-powerhouse-at-brattorkaia

      Trotz kurzem Fotostopp bin ich um 9:50 Uhr zurück am Kai, so dass ich noch in Ruhe meine letzte Schiffbegegnung an diesem Ort dokumentieren kann. Unser Schiff kann sowieso noch nicht abfahren, da genau in diesem Moment unser Kapitän an mir vorbeigejoggt kommt :D



      Mir fällt auf, dass die MS Lofoten diesmal anders herum als sonst am Kai liegt. So sieht die Aussicht doch gleich viel schöner aus :thumbsup:



      Wir laufen pünktlich aus, und schon ist auf dem Deck kaum noch ein Durchkommen X/ Es ist ein wenig diesig, aber keine Wolke mehr am Himmel zu sehen. So können wir die Fahrt durch den Trondheimsfjord in vollen Zügen bzw. auf dem vollen Deck genießen :mosking:
      Allerdings gibt es eine Überraschung: Die Nock auf der Backbordseite ist gesperrt =O ?( ?( ?( =O
      Beim Näherkommen ist dies allerdings zu erklären: Der komplette Boden wird abgeschliffen und neu versiegelt :thumbsup:


      Die Nebelglocke ist immer wieder schön anzusehen :rolleyes:



      Bald darauf haben wir eine (nicht angekündigte) Schiffsbegegnung mit der MS Nordlys. Nur weil sie in der Werft liegt und keine Passagiere an Bord sind, darf man sie doch trotzdem begrüßen… :hmm:



      Am Agdenes fyr kommt die Durchsage sehr verspätet, aber gerade noch rechtzeitig ;)



      Nun wird es schon wieder Zeit für die Nahrungsaufnahme. Auch heute gehören wir zu den ersten. Bei dem Wetter zieht es uns aber auch schnell wieder nach draußen.



      Am Terningen fyr sichten wir einen Seeadler , wenn auch einen künstlichen :search_1:



      Ich suche mir nun auch ein sonniges Plätzchen am Heck hinter dem Glaspalast. Hier kann ich sowohl die Sonne genießen als auch die Landschaft mit Blick in Fahrtrichtung auf der steuerbord-rechten Seite an mir vorbeiziehen lassen :thumbup: Nach einer guten Stunde muss ich mich schon wieder erheben, als wir Tyrhaug fyr passieren. Ein paar Minuten später löst sich der Leuchtturm langsam wieder auf.



      Inzwischen merkt man, wer sich auf einen möglichen Sommereinbruch vorbereitet hat. Die ersten Tops und kurzen Hosen tauchen auf, denn die 20-Grad-Marke ist geknackt :D

      Ich lasse noch die Kirche von Korsvoll an mir vorbeiziehen, dann ist wieder Sonne genießen angesagt.



      Später gelingt mir noch eine Momentaufnahme mit Beweiskraft, denn keine zwei Minuten später hat sich das Alibi-Wölkchen bereits wieder aufgelöst :whistle3:




      Fortsetzung folgt
      Chor: Wir sind alle Individualisten :)
      Einzelstimme: Ich nicht :P


      Reiseberichte siehe Profil :lofoten2:


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      Freitag, 26. April 2019 – Tag 13 (Teil 2)

      Ein traumhafter Tag mit Steigerungspotential (Fortsetzung)

      Gegen 16 Uhr, also viel zu früh, biegen wir in den Bremsnesfjord ein und nähern uns Kristiansund :)



      Hier scheint ein größeres Hochwasser erwartet zu werden – warum sonst befinden sich so viele Boote auf dem höchsten Punkt der Mole ?(



      In der nächsten Stunde können wir uns vor Schiffsbegegnungen und -sichtungen kaum noch retten :whistle3:



      Im Ort ist eine kleine Kirmes aufgebaut. Während der Fischersjunge ganz fasziniert dort hin schaut, wendet sich die Klippfischfrau ab und sorgt dafür, dass die Arbeit auch heute erledigt wird :mosking:



      Wir legen pünktlich ab und biegen auf den Bremsnesfjord ein, auf dem sich ein Containerschiff mit Vollgas an uns vorbeischieben will 8|



      Das wird noch spannend, schließlich wollen wir ja vorne nach links abbiegen :/ Wir schauen gebannt zu, wie sich die Situation entwickelt, als plötzlich – kurz vor dem Erreichen des Stavenes fyr – das Containerschiff das Tempo rausnimmt, so dass wir wieder überholen können :| Im Rückblick sehen wir, dass das andere Schiff eine recht enge 360°-Kurve dreht und dann nach rechts abbiegt :hmm:

      Nun dauert es nicht mehr lange, und Hestskjær Fyr erscheint im Dunst :rolleyes:



      Wir können am Ufer die Straße des Atlanterhavsvegen erkennen, bevor wir uns zum Abendessen begeben. Dass wir uns auf der Hustadvika befinden, bekommen wir gar nicht mit. Hier ist vor wenigen Wochen ein Kreuzfahrtschiff in Seenot geraten – das können wir gar nicht glauben :hmm: Was wir allerdings auch nicht glauben können, ist die Suppe, die Göga als Ersatz für die Muschelsuppe bekommt :fie: Wir ahnen schon, dass etwas nicht stimmt, als die Suppe mit einem bedauernden Blick an den Tisch gebracht wird :huh: Die kalte Sahnebrühe mit grob geschnittenen Porree-Stücken ist eine absolute Zumutung :puke: Hier wäre eine Entschuldigung dafür, dass die Ersatzsuppe einfach vergessen worden ist, angebrachter gewesen :negative:
      Diese Entschuldigung wurde beim Abräumen des vollen Tellers zwar nachgeholt, kam aber deutlich zu spät :pardon:
      Wir lassen uns die gute Laune dennoch nicht verderben, auch wenn wir noch nicht wissen können, dass die bisherigen Stimmungsbilder des Tages noch überboten werden würden :)

      Nach dem Abendessen gehen wir natürlich wieder nach draußen, denn die nächste Schiffsbegegnung ist bereits in Sicht, auch wenn sie im Tagesbefehl erst für zwei Stunden später angekündigt wird; hier hat wohl schon (oder noch?) der Sommerfahrplan seine Finger im Spiel gehabt :whistle3:



      Als wir bald darauf in den Romsdalsfjord einfahren, wissen wir gar nicht in welche Richtung wir schauen sollen :search_1:



      Wir gleiten dahin und genießen :rolleyes:



      Die Romsdalsalpen zeigen sich im schönsten Abendlicht.



      Langsam nähern wir uns Molde ^^



      Als wir uns auf den Weg zum Ausgang machen, sind wir ganz überrascht im Salon einen Rollstuhlfahrer zu sehen ?( – muss das Schiff nicht aus dem Liniendienst ausscheiden, weil genau so etwas nicht möglich ist ?( ?( ?( Wenige Minuten später sehen wir, dass das wirklich nicht praktikabel ist :/
      4 kräftige Besatzungsmitglieder erscheinen im Salon und nehme jeweils eine Ecke des Rollstuhls (mitsamt Passagier) :huh: Mühsam gehen sie die Treppe zum Unterdeck hinunter :wacko1: Auf dem Weg die Gangway hinunter passiert die ganze Prozedur erneut – das ist wirklich unzumutbar :fie:

      Auch wir verlassen nun das Schiff und begeben uns zu einem kleinen Abendspaziergang in die Stadt. Vor der Kirche haben sich jetzt Tulpen zu den Narzissen gesellt, aber das Rosenmädchen wartet immer noch auf eine Bepflanzung :pardon:



      Zurück am Schiff genießen wir die beinahe mystische Stimmung jenseits des Wassers ^^



      Wir finden einen freien Tisch in der Bar und genießen ein Bier bzw. Cocktail. Zwischendurch laufen wir aber immer wieder aufs Achterdeck die Stimmung genießen :beer:
      Außerdem lassen wir uns die Abrechnung der Cruisecard ausdrucken – passt alles :thumbsup:

      Midøya präsentiert sich gegen 22:45 Uhr nur noch als Silhouette :rolleyes:



      Als wir eine Viertelstunde später den Midfjord verlassen, ist die Stimmung kaum noch zu toppen :love:



      Mit diesem schönen Bild vor Augen verziehen wir uns in unsere Kojen, denn laut Wetterbericht ist für den nächsten Tag mit andauerndem Regen zu rechnen :(
      Chor: Wir sind alle Individualisten :)
      Einzelstimme: Ich nicht :P


      Reiseberichte siehe Profil :lofoten2:


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      Samstag, 27. April 2019 – Tag 14

      Von Bunt nach Grau

      Auch am letzten Tag bin ich früh wach. Bereits auf dem Rückweg von der Dusche in die Kabine sehe ich neben der Tür die Kreditkartenabrechnung. Durch das Sichtfenster im Umschlag sehe ich neben dem Namen und der Kabinennummer die vollständige Adresse =O Bisher ist mir das noch nie aufgefallen. Ein Blick an die Nachbarkabinen zeigt mir, dass dies – logischerweise – überall so ist :| Da die DSGVO ja auch in Norwegen gilt, sollte dies von Hurtigruten schnellstmöglich abgestellt werden, denn diese Praxis ist damit nicht vereinbar :huh: Falls jemand dagegen klagt, kann es teuer werden, zur Verteilung genügt schließlich auch die Kabinennummer :hmm: Es würde ja alternativ schon reichen, die Umschläge mit der Adresse nach innen an der Tür zu befestigen :/
      @Jobo, kannst du deinem Kontakt bei Hurtigruten vielleicht einmal einen entsprechenden Hinweis geben?

      Um 6:15 Uhr stehe ich auf Deck 6 vor der Nock. Wir haben bereits den Hornelen passiert, ich kann ihn im Rückblick noch sehen. Haben wir damit auch das Gegenschiff verpasst ?( :| :hmm: Hier ist keiner, den ich fragen kann, also bleibt nur abwarten. Laut Tagesbefehl ist es schon zu spät, und weder ein Schiff noch ein Mensch sind zu sehen :(

      Wir passieren den Vingelva, der sich in Kaskaden in die Frøysjøen ergießt ^^



      Der Wetterbericht hat zum Glück nicht recht. Es ist trocken bei knapp 18 Grad, und nach Osten hin sind sogar kleine Wolkenlücken zu sehen :thumbup:



      Gegen 6:40 Uhr kommt dann doch noch die MS Polarlys angerauscht :) :godtur:



      Eigentlich habe ich anhand der frühen Uhrzeit eine lautlose Begegnung erwartet, aber das sehen die Steuerleute anders. Die erste Begrüßung ist ganz zaghaft, bevor die ausführliche Typhonisierung beginnt :thumbsup:
      Gegen 7 Uhr erscheint auch Göga an Deck, und wir gehen frühstücken.
      In der Höhe von Årebrotet muss ich die Mahlzeit einmal kurz unterbrechen :/



      Wir legen pünktlich in Florø an. Bei der Einfahrt können wir einen wunderschönen Blick in den Botnafjord genießen :rolleyes:



      Während der Liegezeit fange ich an zu packen.
      Beim Auslaufen fahren wir ganz dicht an dem Forschungsschiff Sanco Sword vorbei, das von @Albatross bereits im Forum verewigt wurde.
      Bis Stabben fyr bleibe ich draußen, danach muss ich mich wohl oder übel dem Gepäck widmen :/



      Kaum habe ich unsere Koffer an den großen Haufen gestellt, passieren wir den engen Sund zwischen den Inseln Sula und Losna.
      Göga und @Nugget habe einen Tisch in der Cafeteria besetzt, von dem aus wir uns reihum aufmachen, die Gegend bzw. die Kabinen begutachten :locomotive:



      Wir warten noch die Passage von Skjerjehamn und der rosa Brücke ab, bevor wir uns einen Platz im Restaurant suchen :essen:



      Gegen 14 Uhr begebe ich mich auf die offene Nock an Steuerbord. Eine knappe halbe Stunde später passieren wir Nordnes, und 10 Minuten später legen wir am Kai an :| Exakt mit dem Werfen der ersten Leine dreht Petrus die Dusche auf, und so leert sich das Oberdeck schlagartig X/
      Nun beginnt das übliche Prozedere – alle Besatzungsmitglieder einschließlich Kapitän sorgen dafür, dass das Gepäck in die großen Transportbehälter und anschließend aufs Fließband gebracht werden. Bei einigen Passagieren macht sich Nervosität bemerkbar, denn bei SAS wird gestreikt und es wissen wohl noch nicht alle, wie es jetzt weiter geht :/
      Uns betrifft das zum Glück nicht. Einerseits fliegen wir erst am nächsten Tag und andererseits mit KLM. So gehen wir ganz entspannt als letzte von Bord (natürlich nicht ohne vom Kapitän und der Hotelchefin verabschiedet zu werden) und weiter zum Gepäckband, wo wir auch schon unsere Koffer kreiseln sehen :)
      Wir verabschieden uns von @Nugget und einigen anderen Mitreisenden, bevor wir uns auf den Weg zum Hotelbus machen. Bei einem Preis von NOK 100 pro Nase ist dies die ebenso bequeme, aber zumindest diesmal preiswertere Alternative zum Taxi :) Sogar zwei Hurtigruten-Mitarbeiter fahren mit uns, allerdings nur bis zum Bahnhof. Dort müssen sie mit dem Zug weiter nach Oslo fahren, denn ihre Flüge sind ja gecancelt worden :(
      Dass die Busfahrt auch die spannendere Alternative zum Taxi sein könnte, erleben wir bei der Anfahrt zum Thon Orion =O Da die Uferstraße wegen einer Sportveranstaltung gesperrt ist, fährt der Bus über die Øvregatan oberhalb von Bryggen . Als wir das Hotel umfahren, stehen mehrere Busse im Halteverbot, so dass der Fahrer mehrmals vor- und zurücksetzen muss, um die Kurve zu passieren :wacko1: Es klappt aber alles reibungslos, und so stehen wir kurz nach 15 Uhr vor der Rezeption. Wie der Bus allerdings wieder herausgefunden hat, erfahren wir nicht mehr. Wir wissen nur, dass er zwei Stunden später nicht mehr vor dem Hotel steht ;)

      Auf dem Zimmer angekommen, ruhen wir uns ein wenig aus. Draußen regnet es sich ein, und die Temperatur ist ordentlich gesunken, es sind gerade noch 10 Grad ;( Wir wollen noch ein paar Einkäufe erledigen (schließlich haben wir noch 2,5 Kilo Freigepäck übrig :D ) und das mit einem kleinen Spaziergang verbinden.
      Wir laufen durch die Fußgängerzone bis zum Smålungeren, wo wir ein paar trübe Frühlingsaussichten genießen :/



      Auf dem Rückweg gehen wir noch in den Coop Marmelade und ein paar süße Kleinigkeiten kaufen :hmmz:

      Nach knapp 1½ Stunden sind wir wieder am Hotel angekommen und begeben uns bald zum Abendessen. Die Nudeln mit Fleischbällchen und frisches Brot dazu sind gerade das Richtige für einen kleinen Imbiss :)
      Wieder auf dem Zimmer machen sich das trübe Wetter und das Schlafdefizit bemerkbar, und gegen 21 Uhr sind wir beide sanft entschlummert :sleeping: Nur das mit dem „in den Schlaf schaukeln“ funktioniert nicht mehr so wirklich :|
      Chor: Wir sind alle Individualisten :)
      Einzelstimme: Ich nicht :P


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      Sonntag, 28. April 2019 – Tag 15

      Abenteuer Rückreise

      Am Vorabend haben wir uns noch erkundigt, wann der Flybussen zum Flughafen fährt. Schließlich gilt ja dank Großbaustelle in der Innenstadt seit einer Woche ein neuer Fahrplan, der von hier aus nur einmal die Stunde eine Abfahrt vorsieht :/
      Unser Flug geht bereits um 10:40 Uhr (4 Stunden später wäre pro Nase mehr als 40 Euro teurer gewesen) und so entscheiden wir uns, den Bus um 8:30 Uhr zu nehmen. Frühstück gibt es ab 7:30 Uhr, und diese Zeit peilen wir auch an :)
      Dank der frühen Schlafenszeit sind wir rechtzeitig wach und haben vor dem Frühstück auch bereits alles gepackt. Heute gibt es – trotz Sonntag – leider keine frischen Waffeln, aber wir werden trotzdem satt ^^ Ein paar Tage später erhalte ich vom Hotel eine Mail mit Bitte um Bewertung des Aufenthalts. Hier habe ich das vermerkt und keine Stunde später kommt bereits die Antwort, dass dies ein Versehen war und das nächste Mal nicht mehr vorkomme :thumbup:

      Um 8:20 Uhr stehen wir an der leeren Bushaltestelle, 5 Minuten später können wir einsteigen. Kurz vor der Abfahrt kommt eine Frau aus dem gegenüberliegenden Radisson Blu Hotel und fragt den Fahrer, wann denn die Abfahrt sei. Er gibt die Antwort „Um 8:30 Uhr“ und die Frau verschwindet wieder im Hotel mit den Worten „komme gleich“. Da sie nicht wieder auftaucht, fährt der Bus eine Minute nach der vorgesehenen Zeit ohne sie ab – man muss nicht alles verstehen ?(
      Um 9 Uhr stehen wir am Flughafen am Baggage Drop-Off und geben unsere Koffer auf – beide jeweils 23,0 Kilo :thumbsup: Nach der Sicherheitskontrolle lasse ich noch kurz meinen Tax Refund auf die Kreditkarte gutschreiben, bevor wir zum Gate gehen. Wir sind pünktlich da, aber es tut sich nicht wirklich viel 8| Wir bekommen so viel mit, dass es am Flughafen in Amsterdam Verspätungen gebe und wir deswegen auch verspätet fliegen würden :hmm:
      Mit rund 30 Minuten Verspätung heben wir dann ab.
      Der Flug vergeht ereignislos, erst als wir die niederländische Küste überfliegen, gibt es wieder schöne Lichtstimmungen :rolleyes:



      Beim Landeanflug bekommen wir noch einen „lokalen Schauer“ mit, der wirklich nur ein Gebiet von ca. 100 m² benetzt :mosking:
      Wir landen auch mit rund 30 Minuten Verspätung. Kurz vor der Landung wird noch einmal durchgesagt, dass der Anschlussflug nach Düsseldorf noch erreicht wird, die betreffenden Passagiere möchten sich ein wenig beeilen :locomotive:
      Dies wird allerdings dadurch ein wenig schwierig, dass das Flugzeug noch eine Flughafenrundfahrt von knapp 10 Minuten absolviert :S
      Außerdem werden nicht etwa die anderen Fluggäste gebeten sitzen zu bleiben oder den zweiten Bus zu nehmen :thumbdown: So sind wir die ersten Passagiere, die den zweiten Bus nehmen dürfen :wacko1: Das wäre ja auch noch nicht so schlimm gewesen, aber als wir unser Abflugterminal passieren, fährt der Bus nicht etwa eine Tür an, sondern er fährt noch 3 Terminals weiter X/ Als wir dann vor der Tafel mit den Abflügen stehen, wird unser Weiterflug gar nicht mehr aufgeführt, obwohl die Abflugzeit noch nicht erreicht ist – dieser ist zum Ausgleich extrapünktlich ;(

      Wir gehen erst einmal zum Informationszentrum. Die erste Frage an uns lautet: „Warum sind Sie denn nicht früher zum Flughafen gekommen?“ Darauf fällt uns erst einmal gar nicht ein ;( Als ich dann dezent :ireful: darauf hinweise, dass KLM ja den Zubringerflug nur pünktlich hätte durchführen müssen, werden wir zu einem Schalter geschickt. Dort werden wir auf den übernächsten Flug 3 Stunden später umgebucht, da der nächste bereits aufgerufen ist :S
      Als wir unsere Tickets haben, frage ich noch nach Verzehrsgutscheinen, und gnädigerweise bekommen wir 2 Gutscheine a 10 Euro – besser als nichts :fie:

      Wir gehen schon einmal in das Terminal für unseren Weiterflug und finden ein Stück weiter auch zwei Sitzplätze. In der Nähe befindet sich ein Kiosk, in dem wir 2 Kaffee und ein leckeres Schokoladen-Muffin für 10,20 Euro erhalten – das passt doch :cookie: Ich denke noch daran, unser Taxi auf die neue Flugzeit umzubestellen, das klappt auch noch rechtzeitig.
      Eine Stunde vor dem Abflug gibt es das gleiche Menu noch einmal, und wir steigen gesättigt in den Bus, der uns zu unserer dritten Flughafenrundfahrt dieses Tages abholt :S
      Dass dieser Flug auch noch einmal eine Viertelstunde Verspätung hat, fällt nicht mehr ins Gewicht. Mit insgesamt 4 Stunden Verspätung landen wir dann – immerhin mitsamt unserem Gepäck – in Düsseldorf :)
      Wir erhalten eine SMS von KLM, dass wir in den nächsten Tagen eine Nachricht bzgl. Schadenersatzansprüchen bekommen würden. Da dies nach 14 Tagen noch nicht erfolgt ist :| , schreiben wir eine Nachricht mit den entsprechenden Daten. Wiederum eine Woche später haben wir die Wahl, eine Gutschrift von 350 Euro oder eine Barauszahlung von 250 Euro pro Person zu erhalten. Noch einmal 4 Wochen später ist das Geld auf unserem Konto; zumindest das hat reibungslos funktioniert :|

      Unser Taxi kommt nun auch bald, und wir sind gegen 19 Uhr wieder zu Hause. Auch die Sonne zeigt sich pünktlich zur Ankunft. Wir schaffen unsere Koffer ins Haus und damit ist auch dieser schöne, ereignisreiche Urlaub zu
      Ende.
      Chor: Wir sind alle Individualisten :)
      Einzelstimme: Ich nicht :P


      Reiseberichte siehe Profil :lofoten2:


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      Phänomenaler Reisebericht mit traumhaften Bildern!!!!
      Vielen Dank dafür.

      Vor allem auch so detailliert beschrieben. Einfach toll!

      Werde diesen, deinen Bericht bei meiner Nordnorge Fahrt ab 30.9. (bin ja positiv, dass sie stattfindet) begleitend zur Hand nehmen, damit ich auch das alles sehe, was mir bisher verborgen blieb, bzw. nicht die entsprechende Aufmerksamkeit von mir bekommen hat. Obwohl ich schon öfter gefahren bin.

      Du kennst ja auch die ganzen Leuchttürme. Diese finde ich immer so schön, wenn die da so auf kleinen Inseln stehen.

      Nicole74 und ich haben uns
      ja bei einem sehr netten UKT im Januar 2018 in Rorvik mit dir und deiner lieben Göga getroffen und uns u. A. über die vielen, kleinen Leuchttürmchen unterhalten, die du ja zu meiner Verblüffung alle kennst!!!

      Die Entschädigung von der Fluggesellschaft hat ja problemlos geklappt. Da hört man sonst auch andere "Geschichten".

      Liebe Grüße
      seealpe
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      Ganz lieben Dank für diesen wirklich tollen Bericht samt Bildern. Der Heimflug hatte dann ja doch noch sowas wie einen Hauch von Abenteuer :/ , etwas, das man nicht unbedingt braucht (egal ob auf der Hin- oder Rückreise)
      Grüße aus dem Rheinland

      Berichte sind in meinem Profil

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      @all
      Danke für die Blumen :thank_you:

      seealpe wrote:

      Du kennst ja auch die ganzen Leuchttürme.

      Das liegt aber nur daran, dass sie vollständig im Hurtigwiki aufgeführt sind :D
      Die mrkantesten erkenne ich, das ist richtig, aber längst nicht alle ;)
      Ich habe mir mal anhand des großen HR-Reiseführers die ungefähren Passagezeiten aufgeschrieben und kann dann durch die Uhrzeit der Fotos darauf rückschließen, welchen ich erwischt habe.
      Und im Zweifelsfall kann ich ja dann im Wiki noch mal die Fotos kontrollieren :whistle3:

      seealpe wrote:

      Werde diesen, deinen Bericht bei meiner Nordnorge Fahrt ab 30.9. begleitend zur Hand nehmen

      :sdanke: :sdafuer:

      Viele Grüße
      Noschwefi
      Chor: Wir sind alle Individualisten :)
      Einzelstimme: Ich nicht :P


      Reiseberichte siehe Profil :lofoten2:


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      Vielen Dank für den wunderschönen Reisebericht. Deine Fotos sind ja immer toll! Es hat Spaß gemacht euch zu begleiten ( wenn auch nur vom Sofa aus ;) ). Deine Hinweise zur "Insel Senja" habe ich studiert. Mal sehen wann wir da mal hinkommen ? :) . Vielleicht können wir das beim nächsten Stammtisch in Langenfeld mal vertiefen.

      Liebe Grüße

      Senja
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      zum Bericht vom 26. April:

      Zur Zeit wird die Steuerbord-Nock bearbeitet. Auf der Fahrt vom 10. bis 21. Juni wurde damit begonnen, den Boden abzuschleifen. Eigentlich sollte der Rest gestern vormittag zwischen Floro und Bergen erfolgen, doch dann kam ein derartiger Huscher, dass das Crewmitglied abbrechen musste. Nach dem Schauer holte er noch den Staubsauger, um die Reste zu entfernen - aber das hatte überhaupt keinen Sinn. Ich denke daher, dass die Restarbeiten gestern nachmittag in Bergen erfolgten und das Versiegeln sich dann anschließt.
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      Es fehlt noch das Fazit der Reise:

      Es war wieder eine sehr schöne und entschleunigende Tour, nicht zuletzt auch dank unserer netten Mitreisenden :)

      Dank KLM durften wir noch ein besonderes Erlebnis vorweg genießen, und das bei perfektem Wetter ;)
      Ebenso KLM haben wir aber auch die nicht ganz ereignislose An- und Abreise zu verdanken ;( Immerhin haben wir sie ja im Nachhinein nicht bezahlen müssen, und einem geschenkten Gaul… :whistle3:
      Aber dass wir den ersten Gepäckverlust und die erste zahlungspflichtige Verspätung auf der gleichen Reise erleben durften, gibt uns dann doch zu denken :hmm:

      Über das Wetter brauchen wir uns – wieder einmal – nicht zu beklagen :D Wir hatten keinen Dauerregen, dafür viele Sonnenstunden. Wind und Wellen waren (für uns) gerade richtig und trugen an der ein oder anderen Stelle zur Unterhaltung bzw. Dekoration auf dem Foto bei ;)

      Das Classic-Konzept der MS Lofoten wurde – im Vergleich zu unserer letzten Fahrt im vergangenen Jahr – an einigen Stellen zurückgefahren :| Wenn wir es zum ersten Mal erlebt hätten, wäre uns das gar nicht aufgefallen. So aber fiel der Wegfall des morgendlichen Kaffeeservices beim Frühstück und auch des Vorlegens am Tisch beim Abendessen auf. Dafür konnte pro Tag eine halbe Stunde beim Frühstück sowie eine ganze Servicekraft beim Dinner eingespart werden :hmm:
      Auch der still und heimlich durchgeführte Wegfall eines Gangs beim Abschiedsdinner und das Verhalten beim Bierpaket (der günstige Preis gilt nur bei Vorbestellung, was aber nirgends sichtbar ist :negative: ) zeigt recht deutlich den Spardrang bei Hurtigruten.

      Neu und am Anfang gewöhnungsbedürftig war das neue Konzept in der Bar. Bei der Ausfahrt aus Bergen wurden wir lautstark mit einem knallroten Gummiboot beglückt, so dass wir schon das Schlimmste befürchtet haben :fie: Nach 2 Tagen hat sich das Prozedere aber eingespielt.
      Immer um ca. 19 Uhr wurde die Bar von einem humorvollen Barkeeper geöffnet, der dann für dezente Musikuntermalung sorgte. Er war immer präsent, aber nie aufdringlich. Getränke durfte / musste man nach wie vor an der Bar ordern :thumbup:

      Normalerweise ist der Umgang zwischen den Passagieren auf diesem Schiff recht locker und man kommt schnell ins Gespräch. Dies war diesmal nicht so der Fall, was unserer Meinung nach an den 3 großen Reisegruppen (jeweils mehr als 10 Personen) lag, die an der Fahrt teilgenommen und eher für sich geblieben sind :(
      Insbesondere die größte Gruppe hat uns manchmal doch ziemlich genervt. Dass sie tagsüber über viele Stunden die Bar zum Vortragsraum gemacht haben – geschenkt. Aber dass viele aus der Gruppe im Restaurant regelmäßig nach dem Essen einfach sitzen geblieben sind und sich nicht daran gestört haben, dass andere Passagiere einen freien Platz gesucht haben gehört sich gar nicht :nono:
      Uns hat das meist nicht selber betroffen, da wir eh immer früh zu den Mahlzeiten gekommen sind, aber es hat die Stimmung auf dem gesamten Schiff doch beeinträchtigt :(
      Was uns bisher noch nicht so extrem wie dieses Mal aufgefallen war, war der ständige Durchgangsverkehr durch den Speiseraum während der Mahlzeiten, insbesondere während des Abendessens :pillepalle:
      Leider haben die Passagiere, mit denen wir zu Beginn der Reise näher ins Gespräch gekommen sind, fast alle in Kirkenes das Schiff verlassen . Die meisten davon zwar mit der Bemerkung „hätten wir doch die vollständige Fahrt gebucht“ – aber das war dann eindeutig zu spät :pardon:

      Bei dieser – unserer 5. Fahrt auf der MS Lofoten – hatten wir eine Premiere. Zum ersten Mal begleitete uns Harald Weinreich als Reiseleiter. Nachdem wir erst einmal mit ihm warm geworden sind, haben wir ihn als einen interessanten Gesprächspartner und Berater kennen gelernt, der uns viel Hintergrundwissen vermittelt hat. Wir waren jedenfalls sehr zufrieden mit ihm :thumbsup:

      Trotz unserer inzwischen 6. Fahrt haben wir wieder neue Aussichten und Ecken kennengelernt – so viel zu dem Thema „ist doch immer die gleiche Fahrt" :mosking: Aber dazu haben sicher auch die langen Tage beigetragen.

      Alles in allem hat es uns wieder sehr gut gefallen und wir freuen uns schon auf die nächste Fahrt mit der alten Lady :lofoten2:
      Chor: Wir sind alle Individualisten :)
      Einzelstimme: Ich nicht :P


      Reiseberichte siehe Profil :lofoten2:


      Post was edited 1 time, last by “Noschwefi” ().

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      Noschwefi wrote:


      Aber dass wir den ersten Gepäckverlust und die erste zahlungspflichtige Verspätung auf der gleichen Reise erleben durften, gibt uns dann doch zu denken

      Vielleicht hat da irgendwer gedacht es wäre eure letzte Tour und dass es doch mal an der Zeit für sowas *duckundweg*
      Grüße aus dem Rheinland

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      Auch von mir ein herzliches Dankeschön für deinen Reisebericht, der nicht bloß sehr ausführlich - sondern auch sehr anschaulich schildert, was man bei einer HR-Fahrt so sehen und erleben kann. Da kommen einem natürlich schon Gedanken an eine mögliche (erst) dritte Fahrt in den Sinn...
      LG
      egoix