Expedition in die arktische Inselwelt A vom 26.5. bis 4.6.2019

    • Sonstiges
    • @omlia Der Kerl war ne Dame :whistling: Es werden nur weibliche Tiere gekennzeichnet.

      Sonntag, 2.6.2019
      Anlandung in Bamsebu
      Anlandung wieder bei Traumwetter. In der Sonne schon fast zu warm.






      Danach Cruisen mit der Fram durch den Fjord mit dem Plan, im Recherchfjord noch eine Anlandung am frühen Nachmittag abzuhalten. Anlandung im Recherchfjord abgebrochen: Eisbär

      Eisbär ?( Wohl eher nicht :whistling:

      Aber jetzt :saint:

      Plan B: Anlandung in Calypsobu (eine nach der HMS Calypso benannte Kohlengrube (1918 – 1920)). Wetter sehr schön (+4 °C, fast kein Wind) und etwa 20 Rentiere an Land zu sehen.


      Ein Hauch von Frühling:

      Abends Crewshow.
      Grüße
      Uwe

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    • Montag, 2.6.2019
      Anlandung auf Poolepynten

      Hier leben viele Walrosse. Es ist wieder recht kühl – etwa 0,5 °C und windig ( Windstärke 7) bei aufgelockerter Bewölkung :8):
      Einsteigen ins Polarcircleboot im Windschatten des Schiffes problemlos, Überfahrt holprig und feucht, Anlandung wieder einfach.
      Die kleine Gruppe Walrosse ist recht faul, nur gelegentlich bewegt sich ein Tier – etwa um sich zu kratzen oder umzudrehen.




      Nach der Abfahrt von Poolepynten noch eine Rettungsübung mit einem Hubschrauber aus Longyearbyen.

      Nachmittags noch eine Anlandung Ymerbukta. Der Anlandungsplatz mußte wegen Eises auf dem Meer etwas verlegt werden.


      Wanderung durch den tiefen Schnee bis zu einem Punkt mit Blick auf den Gletscher.




      Vom Verlassen der gespurten Trampelpfade wurde dringend abgeraten – was aber nicht hieß, daß man auch auf dem Trampelpfad plötzlich bis zum Knie im Schnee steckte. Eine Frau versank knapp neben dem Weg bis zur Hüfte :arghs: wurde herausgezogen und anschließend der Stiefel ausgegraben. Nach der – durch den tiefen Schnee - recht anstrengenden Wanderung zurück zum Schiff und die Gummistiefel wieder abgeben.

      Abends Abschiedsdinner (MS Lofoten 1964) mit kleinen Variationen – z.B. Fischsuppe statt Selleriesuppe. Sellerie sollte erst am nächsten Tag in Longyearbyen geladen werden :essen:



      Dann den Koffer endgültig packen und zum Lift bringen, die restlichen Stunden bis zur Ausschiffung mit der Verabschiedung von Crew, Team und anderen Passagieren verbringen. Nach dem Öffnen der Gangway streikt der Computer zum Auschecken – es werden Papier und Stift organisiert.

      Dienstag, 4.6.2019 Rückreise

      Die gesamte Rückreise verläuft spektakulär pünktlich :8o:

      Der Flieger aus Oslo kommt zwar ein paar Minuten zu spät, fliegt dafür mit einer leichten Verfrühung ab und kommt sogar einen halbe Stunde zu früh in Oslo an.

      Gepäck fast ohne Warten abholen und neu einchecken. Der Flieger nach Düsseldorf ist auch pünktlich, auch hier kommt das Gepäck sehr schnell. Also ab zum Bahnhof – wo wundersamerweise auch die Deutsche Bahn nach 4 Minuten Warten pünktlich kommt. So bin ich – trotz eines Imbisses am Heimatbahnhof – 30 Minuten früher zu Hause als meine optimistische Schätzung betrug :neo:

      Fazit:Wieder eine schöne Reise mit der MS Fram :thumbsup: :thumbup:
      Das Expeditionsteam unter Leitung von Tessa war fachlich gut aufgestellt, nur deutschsprachige Lektoren waren knapp. Dies sollte durch eine Simultandolmetscherin ausgeglichen werden – deren Qualität ich aber nicht beurteilen kann, da ich
      - die von mir besuchten Vorträge in Englisch angehört habe
      - viele Vorträge geschwänzt habe, weil diese an den Seetagen stattfanden und ich in den bewegten Vortragsräumen seekrank geworden wäre.

      Ich saß daher öfter vor dem Eingang des Restaurants (die Drehsessel sind nach einer Weile unbequem – die Sofas sind viel besser) quasi am Drehpunkt des Schiffes und habe gelesen.

      Die Köchin war wieder unübertrefflich gut :essen: :thumbsup: das Schiff mit den wenigen Passagieren angenehm leer – auch und gerade im Restaurant.
      Mal schauen, was die in etwa drei Wochen herunterladbaren Dokumente zu der Reise ergeben.
      Die 4 Bootsgruppen hatten 114 Teilnehmer, es sollen laut Tessa 113 Passagiere gewesen sein, von denen dann 119 ausgeschifft wurden ?(

      Das Wetter war nur an den reinen Seetagen schlecht – und auch wenn wir Jan Mayen „nur“ gesehen haben – was vom Team und dem Kapitän als große und noch nie erlebte Besonderheit dargestellt wurde – war es an den entscheidenden Stellen – alle Landgänge in Island und Spitzbergen - herausragend :thumbsup:

      Lediglich die Eisbären hätten etwas näher – aber immer noch in sicherer Entfernung - sein können :P
      Grüße
      Uwe
    • Vielen Dank für den ausführlichen Reisebericht und die schönen Fotos dazu :)
      Es wird Zeit, dass wir auch mal wieder in die Gegend kommen :whistling:

      MD800 wrote:

      Die 4 Bootsgruppen hatten 114 Teilnehmer, es sollen laut Tessa 113 Passagiere gewesen sein, von denen dann 119 ausgeschifft wurden

      Vielleicht wurde ja unterwegs noch ein Passagier aufgenommen, so dass es bei der Abfahrt wirklich 113 Personen waren.
      Und beim Ausschiffen wurden - dank Papier und Bleistift - bestimmt einige doppelt gezählt ^^

      Viele Grüße
      Noschwefi
      Chor: Wir sind alle Individualisten :)
      Einzelstimme: Ich nicht :P


      Reiseberichte siehe Profil :lofoten2:


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      Das sind herrliche Bilder einer mir unbekannten Gegend! Deshalb fand ich auch deinen detallierten Bericht sehr interessant und die Idee mit dem Vorprogramm grandios! :thumbsup:

      Die Eisbärbilder sind entzückend :love: , obwohl ich es nicht mag, wenn man wildlebenden Tieren so breite Halsbänder anlegt. Man könnte auch den Eindruck haben, sie will es wegschubbeln. ;)

      Es muss traumhaft gewesen sein bei dem größtenteils fantastischen Wetter! Vielen Dank, dass ich mit dir mitreisen durfte. :girl-dance:
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      Das traumhafte Wetter auf Island und auf Spitzbergen (und ich weiß aus eigener Erfahrung, das ist nicht selbstverständlich) hat dann wirklich für die etwas sehr stürmische Überfahrt entschädigt. Vielen Dank für die wunderschönen Bilder und Deinen Bericht! Vielleicht sehen wir uns dieses Jahr wieder in Langen, dann bin ich schon auf das Fotobuch gespannt.
      LG Lundefugl