17. - 28.05.2019 Finnmarken oder: die lauteste Seereise der Welt

    • B-K-B
    • 17. - 28.05.2019 Finnmarken oder: die lauteste Seereise der Welt

      Da wir nun leider wieder zurück sind, will ich mal anfangen, zu berichten.
      Nachdem wir unsere Reise 2013 abbrechen und 2015 am Vorabend absagen mussten, war das nun der dritte Versuch. Diesmal lief alles wie geplant. Eine Mai-Reise sollte es werden. Den 17.5. wollten wir gerne mal "live" erleben. Da bot es sich an, am 16.5. anzureisen, den Nationalfeiertag mit zu feiern und am Abend das Schiff zu entern. So wurde es die Finnmarken. Das kam uns entgegen, denn wir wollten gerne ein "altmodisches" Schiff mit Charme.

      Die Anreise
      An-und Abreise buchten wir bei Lufthansa von Frankfurt via Oslo nach Bergen . Schade, dass es keine Direktflüge mehr gibt.
      Da wir nicht sicher sein konnten, ob das Gepäck nun durchgecheckt wird oder nicht, planten wir für Oslo jeweils zwei Stunden Umsteigezeit ein. Der Hinflug wurde komplett von SAS durchgeführt und das Gepäck durchgecheckt. Zurück flogen wir erst mit SAS, dann mit LH , wobei das Gepäck ebenfalls durchgecheckt wurde. Wir blieben im Transitbereich und eine Stunde wäre völlig ausreichend gewesen. Ein online-Einchecken war für alle Flüge nicht möglich. Auf der LH-Seite wurde man zur SAS-Seite weiter geleitet und erfuhr dort, dass es nicht möglich sei. Am SAS-Schalter des Flughafens sagte man uns, dass es generell nicht gehe, online einzuchecken, wenn man bei LH gebucht hat. OK, wieder was gelernt.
      Oslo empfing uns mit stahlblauem Himmel und Sonnenschein, dazu ein Duft von Waffeln und Zimt, himmlisch. Auch in Bergen war tolles Wetter. Wir brachten die Koffer ins Hotel und zogen gleich noch in die Stadt. Es herrschte schon reichlich Betrieb und vor den Lokalen standen lange Schlangen. Ganz Bergen und das Umland machte sich bereit für den großen Feiertag.

      Übrigens kann man Tickets für den Flybussen, Skyssbuss und die Bybahnen am Automaten in der Ankunftshalle erwerben. Vom Gepäckband Richtung Ausgang rechts.

      Fortsetzung folgt.....

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    • 17.5. Nationalfeiertag

      Der Nationalfeiertag ist in Norwegen ein fröhlicher und lauter Tag. Wir wurden schon um 7 Uhr mit 21 Schuss Salut geweckt. Mittags und am frühen Abend wurde nochmal geschossen. Man begrüßt sich statt mit "hej" mit " Gratulerer med dagen". Gleich nach dem Frühstück warfen wir uns ins Getümmel. Überall waren schon Musikgruppen unterwegs, es wurden Kränze an vielen Denkmälern abgelegt. Es gab zwei Paraden, die sich an einer Stelle begegneten. Es waren Umzüge, ähnlich unseres Karnevals, aber ohne Bonbons. In Bergen flog Eis am Stiel :) Aus dem ganzen Umland waren die Norweger angereist. Die Damen trugen zumeist Tracht. Wer keine Tracht trug, hatte sich zumindest fein rausgeputzt. Die Herren trugen meist Anzug mit Krawatte. Natürlich durfte der rot-weiß-blaue Anstecker und das obligatorische Fähnchen nicht fehlen. Beim Umzug ertönte lautstark Hipp-hipp-hurra. Die Sonne brannte so stark, dass Schattenplätze heiß begehrt waren. In den Lokalen war kaum ein Platz zu finden. Man hatte den Eindruck, halb Norwegen habe sich in Bergen versammelt. Trotzdem gab es nur freundliche Gesichter. Erst am Abend merkte man, dass Einzelne wohl etwas viel Alkohol getrunken hatten.
      Am nächsten Tag erfuhren wir, dass das der wärmste 17.5. in Bergen war, seit Wetteraufzeichnung. Es waren sagenhafte 24 °C.


      Hier sollten jetzt Bilder auftauchen, aber sie sind nicht da???? Was habe ich falsch gemacht?????
    • Unser guter Geist im Wiki , Manfred, hat gleich recherchiert und herausgefunden, dass dies das Ergebnis eines Kunstwettbewerbes ist, den der Isländer Ragnar Kjartansson gewonnen hat.

      Zitat aus der Information zu dem Wettbewerb:

      -The wild, raw nature in our region gives multiple opportunities for great adventures in the majestic mountains and fjords. The region is well
      known for innovation in oil and gas, maritime industry, media and finance. Western Norway is also famous for culture and musical talent. The
      possibilities are endless, and the answers are many. We believe Kjartansson has captured this. says Head of Business Development in
      Avinor, Aina Tysse. -The piece of art will create reflection, and we hope that the population, the tourists and the business sector in our region
      will contribute with all the answers to the question: BERGEN ?”
      The jury / project manager says:
      -The artwork encourages a sense of curiosity and open-mindedness towards the surroundings, and it places a question mark over what we
      think we know. Bergen ? embraces humour, excitement and wonder, expectations and dreams. The artist does not seek to provide textbook
      answers, instead pointing to the universal human experience of being new to a place. Bergen is the place – but the place for what? The
      question mark contains an infinitude of possibilities.
      Gruß Jobo,

      Die gefährlichste aller Weltanschauungen ist die Weltanschauung der Leute, welche die Welt nicht angeschaut haben.
      - Alexander von Humboldt -

      (Links zu meinen Reiseberichten finden sich im Profil/über mich)

    • Jobo und Manfred,

      viele Dank für die Aufklärung. Dann passt das ja, dass ich im Nachprogramm Bergen erkundet habe.

      Die Bilder sind da, fehlt noch der weitere Text:

      Fortsetzung zum 17.5.2019

      Am frühen Abend hieß es dann, auf zur Finnmarken. Das Einchecken ging relativ zügig, wir hatten wohl einen guten Zeitpunkt erwischt. Es waren schon viele Passagiere an Bord. Nach uns kamen zwei Busse, da wurde die Schlange schon länger.

      Was mich schon etwas geschockt hat, war die Tatsache, dass zwar überall Automaten zur Händedesinfektion aufgestellt wurden, aber weder Gebrauch davon gemacht wurde, noch durch das Personal darauf hingewiesen wurde. Alle stürmten an den Automaten vorbei.

      Beim Kabinenlotto bekamen wir die 391 zugewiesen. Da die Nummerierung an den Türen etwas durcheinander geraten war, war dies die hinterste Kabine.

      Kühlschrank und Safe gibt es noch, die Fernseher wurden allerdings auf Deck 2 und 3 komplett entfernt. Einen Mülleimer gibt es nur noch im Bad. Dort gibt es Spender für Duschgel, Lotion und einen zum Hände waschen.

      Am Bergen-Buffet gab es nichts auszusetzen. Auf den Tischen standen Wasserkaraffen.

      Pünktlich um 18 Uhr legten wir ab. Dem Feiertag angepasst, zeigte sich der Himmel in rot und gold getaucht. Wir fuhren an im Fjord Badenden vorbei. Sogar ein Feuerwerk illuminierte den Abendhimmel. Es war eine einmalig schöne Stimmung und viele Paxe waren noch lange draußen.