"Facettenreiches Norwegen"- Gruppenreise vom 26.3.-7.4.2019

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      Tag 0
      Laut Reiseplan von Hurtigruten Abflug um 6:00 Uhr von TXL, mit dem Hinweis, dass man 2 Stunden vor Abflug schon am Flughafen sein soll. Das habe ich ignoriert und war um 4:45 Uhr dort, total übermüdet, weil ich Angst hatte, den Wecker zu überhören.
      Auf dem Flughafen sehen meine müden Augen dann das:

      Bin ich doch verkehrt? Aber nein, BER ist doch wirklich noch nicht fertig. Die Bänder müssen eben aufbraucht werden, denn bis zur Fertigstellung vom BER in einigen Jahren sind sie sicher porös und unbrauchbar.
      Flug nach Amsterdam, Umsteigen in den Flieger nach Oslo. Dort wartet die freundliche Reiseleiterin Alex auf die Gruppenmitglieder, von denen einige wegen der Software-Probleme der Flugsicherung Frankfurt nicht rechtzeitig anreisen konnten.
      Um 13:00 Uhr startete dann die Bustour in die Stadt. Eine deutschstämmige Stadtführerin stieg in Oslo zu und wir besichtigen das Fram-Museum (ca. 30 Minuten), durchschritten den Frognerpark (die Vigeland-Anlage), fuhren zur Skisprung-Schanze und abschließend durch die Stadt. Die 30 Minuten für das Fram-Museum waren definitiv zu kurz. Einmal Reinschnuppern und auf die Liste "muss ich mir mal in Ruhe angucken" setzen.
      Mein vorangehender Besuch im Frognerpark fand im Mai statt, die Fontainen waren im Betrieb und die Blumen blühten. Am 26. März waren die Pflanzen noch geschützt, das Wasser war noch abgestellt.
      Am Holmenkollen hat die Zeit leider nicht gereicht, um mit dem Schrägaufzug nach oben zu fahren, so dass wir die Gegend nur vom Schanzentisch aus betrachten konnten.

      Bei der abschließenden Stadtrundfahrt bin ich dann vor Müdigkeit im Bus eingeschlafen und musste von einer Mitreisenden geweckt werden.

      Bei diesem Programmpunkt besteht noch Verbesserungspotential für HR, z.B. den Frognerpark auslassen und mehr Zeit beim Fram-Museum und am Holmenkollen zulassen.

      Das Hotel war nahe dem Bahnhof gelegen und sehr gut. Für das Abendessen hat uns Alex einige Empfehlungen gegeben, denen in Kleingruppen gefolgt wurde.

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    • Ich denke mal, das Ziel der Stadtrundfahrt ist, einen Eindruck von Oslo zu vermitteln.
      Wir haben vor 4 Jahren exakt die gleiche Stadtrundfahrt absolviert, allerdings organisisiert von Color Line. Die Zeit im Fram-Museum war uns auch viel zu kurz, aber ansonsten fand ich den Ausflug für ein Reinschnuppern und Lust-aufs-Wiederkommen-Machen genau richtig :)

      Viele Grüße
      Noschwefi
      Chor: Wir sind alle Individualisten :)
      Einzelstimme: Ich nicht :P


      Reiseberichte siehe Profil :lofoten2:


    • @Noschwefi
      Vielleicht lag es daran, dass ich total übermüdet war und mich gehetzt fühlte. Ich hätte mir nach meiner Grönland-Reise im vorigen Jahr die Exponate im Fram-Museum gerne länger angeschaut.
      Ihr seid wahrscheinlich ausgeschlafen von der Fähre gekommen.

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    • rs1033 wrote:

      Das habe ich ignoriert und war um 4:45 Uhr dort,

      Das war aber sportlich wenn man bedenkt dass der Gepäckschalter normalerweise eine Stunde vor Abflug geschlossen wird =O
      Jan 2009 FM ~ Jan 2010 NL ~ Jan 2011 FRAM (Antarctica) ~ Apr 2011 NN ~ Mrz 2012 LO ~
      Jan 2013 LO (Alta) ~ Feb 2014 KH ~ Jan 2016 LO ~ Feb 2018 LO

      Reiseberichte siehe Profil!

    • Tag 1

      Um 6:20 Uhr wurden die Koffer vor dem Hotel eingesammelt. Jeder hat ein rotes Sicherheitsbändchen bekommen, das zu beschriften war, so dass sichergestellt war, dass nur Koffer der Gruppenmitglieder transportiert wurden.
      Das Frühstück im Thon Hotel Spectrum Oslo war toll, alle Gruppenmitglieder waren begeistert. Man konnte sich so stärken, dass man bis zum Schiff eigentlich nichts mehr kaufen musste.
      Nach dem Frühstück machten wir uns mit dem Handgepäck auf den Weg zum Bahnhof (kurzer Fußweg), kleinere Besorgungen konnten in der Bahnhofshalle noch gemacht werden, dann ging es los. Leider war der mir zugeteilte Sitzplatz suboptimal und das Abteil voll besetzt.



      Wichtige Informationen über die Bahn entnahmen wir aus einem von Alex verteilten Heftchen und an den Anzeigen am jeweiligen Ende des Abteils. ;)



      Hier sind einige Impressionen vom ersten, flacheren Teil der Strecke:




      Da lies sich das Fotografieren noch ohne Probleme bewerkstelligen.
      Auf dem weiteren Teil, dem Anstieg zur und auf der Hardangervidda war es schon schwieriger. Man musste schnell handeln, denn die Sichtbehinderungen wechselten sich schnell ab: Bäume, Schneeverwehungen, Tunnel. Fotos mit dem Smartphone waren nicht möglich, Also am besten die Serienbildeinstellung an der richtigen Kamera nehmen, den Auslöser drücken und hoffen, dass wenigsten ein Bild den meist überwältigen Eindruck wiedergibt.


      In Finse stiegen einige junge sportliche Menschen ein, die ihre Sportgeräte sicher im Abteil verstauten. Diejenigen aus unserer Gruppe, die ihre Taschen oder Rucksäcke auf dem Boden vor dem Sitz abgestellt hatten, erlebten dann beim Aussteigen eine Überraschung. Der an den Skiern haftende Schnee ist getaut und ein Rinnsal aus Wasser lief an den Seiten über den Boden des Wagons.

      Leider war für uns in Voss die Bahnfahrt zu Ende: Schienenersatzverkehr. Auf meine Anfrage bei HR Ende Januar erhielt ich die Auskunft, dass wir mit einem Bus von NSB nach Bergen befördert würden und dann in Bergen in den Stadtrundfahrtbus umsteigen sollten. Dies wurde jetzt doch besser gelöst, der Stadtrundfahrtbus holte uns schon in Voss ab und brachte uns nach Bergen und letztendlich zum Schiff, zur NORDNORGE.
      Diese Strecke konnten alle im Bus über den Monitor verfolgen.



      In Bergen erwartete uns das oft beschriebene "Bergen-Wetter", das ich erstmalig nach 4 Besuchen bei strahlendem Sonnenschein kennenlernen durfte. Die Stadtrundfahrt lief weniger hektisch ab als die in Oslo. Sie war auch verbunden mit neuen Erfahrungen, z.B. dass ein Besuch einer öffentlichen Toilette ohne Kreditkarte nicht möglich war. Haltepunkte auf der Stadtrundfahrt waren am Ufer des Hafens mit Blick auf Bryggen , die Stabkirche Fantoft und natürlich Bryggen . An der Stabkirche Fantoft war dann auch der erste Troll(-Fisch) zu sehen.


      Um 18:00 Uhr waren wir dann im HR-Terminal. Da zeigte sich ein Vorteil der Gruppenreise: wir mussten uns nicht in die Warteschlange einreihen, sondern bekamen den Umschlag mit den Unterlagen direkt von Alex ausgehändigt. Die im Vorjahr im Terminal durchgeführte Sicherheitseinweisung wurde jetzt aufs Schiff in einen der Konferenzräume verlegt. Jeder konnte sich seinen Termin auswählen, kontrolliert wurde am Ausgang. Auf dem Schiff angekommen, war das Klassenreisegefühl verschwunden.

      Die Abfahrt aus dem diesigen Bergen war unspektakulär, die erste Nacht an Bord verlief ruhig.



      @Arctica
      Lt. Angabe von KLM auf der Bordkarte war Gepäckabgabe bis 5:19 Uhr möglich.

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    • Dann geht es ja :thumbup: Ich glaube in Frankfurt ist es eine Stunde, aber da sind dann ja auch die Wege länger.
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      Reiseberichte siehe Profil!

    • Tag 2

      Am Morgen nach dem Frühstück ergatterte ich einen schönen Platz im Panoramasalon und konnte dort entspannt verfolgen, wie der Wind die Wellen anwachsen lies und deutlich machte, dass das Meer am Vestkap kein Ententeich ist. In der Monotonie des Schaukelns bin ich sogar einen Moment eingeschlafen, die letzten beiden Tage forderten ihren Tribut.


      Es gab kein Klassenreise-Gefühl mehr, man konnte die Gruppenmitglieder nur an den speziellen Schlüsselbändern mit HURTIGRUTEN-Aufdruck erkennen, das ich gar nicht erst an meiner Karte befestigt habe. Ich nahm die normale HR-Kordel.
      Ålesund empfing uns mit Sonnenschein, die Regenwolken zogen nach Süden ab. Ich hatte den Stadtrundgang gebucht, war ganz nett, aber das Geld hätte ich mir sparen können und mit einem Reiseführer (Taschenbuch ;) ) in der Hand die Stadt selbst erkunden können. An geheimnisvolle Ecken, die man selbst nicht entdeckt hätte, wurden wir nicht geführt.




      Während des Rundgangs mit der Zwischenstation im Jugenstilmuseum wurden wir vom Gesichtern beobachtet und von Figuren verfolgt.







      Der Preis für den von HR angebotenen Rundgang war ziemlich hoch. Allerdings war darin der Eintritt in das Jugendstil-Museum und der Besuch in einer Galerie enthalten, wo wir uns einen Druck im DIN A4-Format aussuchen konnten.



      Wenn man die Reise zu zweit macht, ist dieser von HR angebotene Stadtrundgang schon ein ziemlich heftiger Griff in die Urlaubskasse. Als Alleinreisende hat man doch den Vorteil des Austauschs mit den anderen Reisenden.

      Zurück auf dem Schiff sehen wir, wie die KONG HARALD draußen zu ungewöhlicher Zeit vorbei fährt. (MS KONG HARALD - Aktuelle Informationen)
      Das Wetter hat den Fahrplan ganz schön durcheinander gebracht.

      Am Nachmittag fand dann noch unter der Überschrift "NORWAYS COASTAL KITCHEN & POI" eine Verkostung von lokalem Lammfleisch draußen auf Deck 7 statt.


      Wir erfahren, dass Molde ausgelassen wird und dass die beiden ersten Essenssitzungen von 18:00 Uhr bzw. von 18:30 Uhr auf 17:30 Uhr vorgezogen und die beiden letzten zusammen auf 20:30 Uhr festgesetzt wurden. Es wurde also unruhige See auf der Hustadvika erwartet. Das hat sich dann auch bestätigt.
      Das Abendessen fand zum ersten Mal auf dieser Gruppenreise an gesetzten Plätzen in der ersten Gruppe statt. Mein Platz war an einem runden 7er Tisch im Heck des Schiffes und die Zusammensetzung der Tischgruppe war gelungen, sehr angenehm.



      Das Meer beruhigte sich zur Nacht wieder, wiegte uns aber dennoch in den Schlaf.

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    • Tag 3

      Beim Aufwachen lagen wir mit der NORDNORGE ( @Lupo ;) ) in Trondheim am Ilakai. Weit und breit war kein Schwesterschiff zu sehen. Dann hieß es, dass die VESTERÅLEN Verspätung hätte wegen des Sturms auf der Folda . Die Armen. (MS VESTERÅLEN - Allgemeines & Aktuelles)
      Vom Himmel kam soviel Wasser herunter, wie nur kommen konnte - keine Lust, das Schiff zu verlassen.
      Mit 4 Stunden Verspätung kam die VESTERÅLEN dann in Trondheim an und machte am Hurtigrutenkai fest. Also keine Möglichkeit zum Besuchen des Schwesterschiffes.
      Gegen 12:00 Uhr verließen beide Hurtigrutenschiffe Trondheim , wobei es nach Munkholmen zu einer kleinen Wettfahrt kam.



      Der Interessepunkt Munkholmen auf Deck 7 war spärlich besucht, weil diejenigen, die in der Stadt waren, erst einmal eine heiße Dusche und trockene Kleidung brauchten.
      Beim Mittagsbuffet gab es große Mengen an Muscheln, was zusammen mit den Nachrichten von der VESTERÅLEN nichts Gutes für das Wetter am Kjeunsgskjær Fyr ahnen lies, wo es sonst immer auf Deck 7 die Muscheln gibt und wie es auch im Tagesprogramm angekündigt war.
      Dieser Interessepunkt verlief dann auch bei ungemütlichem Wetter kurz und unspektakulär.


      Pünktlich zum Abendessen zeigte sich die Folda von ihrer ungemütlichen Seite.



      In Rørvig gab eszum Tagesausklang nun erstmalig (und wie sich später auch zeigen wird letztmalig) die Gelegenheit, das Schwesterschiff - hier die SPITSBERGEN - zu besichtigen. Die realen Bilder vermischten sich mit den Kopfbildern aus dem Bericht von @Stanie78 und brachten nach diesem Tag mit dem Schietwetter wieder gute Laune.


    • Wir haben uns gewundert, warum ihr am Ilakai angelegt hattet- der Wind? Wir sind dann ja im Trondheimsfjord eine ganze Weile nebeneinander hergefahren, ich glaube, die haben von Brücke zu Brücke ein Pläuschchen gehalten ;) Ich habe euch leider nur vom Lunch aus durch's Fenster sehen können.
      Viele Grüsse, Albatross
      Reiseberichte im Profil
    • Schöner Reisebericht, ich merke dass ich schon zu lange wieder keine Tour gefahren bin.

      rs1033 wrote:

      VESTERÅLEN dann in Trondheim an und machte am Hurtigrutenkai fest. Also keine Möglichkeit zum Besuchen des Schwesterschiffes.


      rs1033 wrote:

      Gelegenheit, das Schwesterschiff - hier die SPITSBERGEN

      Nordnorge, Vesteralen und Spitsbergen = Schwesterschiffe :lol: Klugscheißermodus AN: Als Schwesterschiffe werden hier die Schiffe bezeichnet, die aus der gleichen Werft stammen und dann noch relativ baugleich sind, also die "Ullsteiner" Nordnorge, Nordkapp und Polarlys oder die "Stralsunder" Nordlys, Richard With udn Kong Harald oder die aus der Fosenwerft stammenden Trollfjord und Midnatsol. Klugschießermodus AUS
      Es grüßt Capricorn :hut:

      7/11 RW // 3/12 NX // 7/12 FM/VE // 3/13 VE // 1/14 TF // 3/14 LO //
      7/14 NX Verweise auf Reiseberichte im Profil