Hurtigruten die 13.: MS Polarlys B-K-T 04.04. - 14.04.2019

    • eisloewe wrote:

      Zu 2.: Pilz- und Haferkuchenpastetchen,


      Lupo wrote:

      Da habe ich lieber das "A la carte Restaurant" aufgesucht und ein tolles Rindfleisch-Carpaccio, ein Sterling-Heilbutt und zum Abschluss eine Schokoladen-Terrine genossen.


      eisloewe wrote:

      Die Vorspeisen sind generell ein Witz! Ohne Lupe kaum auszumachen. Mit der Nachspeise verhält es sich ähnlich. Der Hauptgang fällt im Vergleich mit guten Mittelklassehotels in der Regel etwas ab, was aber nicht an der Qualität liegt, sondern an der Größe der Portionen. Nichts zum satt werden also.



      Moin zusammen,
      Ich muss gerade ein wenig schmunzeln, habe ein Déjà-vu . . . .
      wir sind im März mit der Kong Harald gefahren, zum ersten mal Hurtigruten, haben aber auch 15 Kreuzfahrten, auf großen und kleinen Schiffen hinter uns.
      Die Mahlzeiten und auch der Service an Bord waren, gemessen am Preis-/ Leistungsverhältnis, zu unterschiedlich. Mal richtig gut und dann wieder unterirdisch.

      Bei dem Haferküchleich musste ich (im Nachhinein) doch lachen. Wir (5 Personen) lasen das Menue und haben auf der Stelle das Restaurant Kysten reserviert. Traumhaftes Essen, ein sehr guter Service, es geht doch . . . .
      und was viele an Bord einfach nicht begriffen haben ist, dass man lediglich einen Aufpreis von 220 NOK zahlt, sofern man Vollpension gebucht hat. Natürlich haben wir das Rinderfilet gewählt und es genossen.

      Zu den Portionsgrößen: auch wenn das für mich meistens ausreichend war, aber die Herren rundherum sahen eher "unglücklich" aus. Mich hat eher diese schwankende Qualität verärgert, wir haben noch nie eine so grauenhafte Makrele serviert bekommen und das angebliche Entrecote? ich weiß bis heute nicht, ob das vertrocknete Stück Rind- oder Schweinefleisch war . . .

      LG Nane
    • Nane wrote:

      asen das Menue und haben auf der Stelle das Restaurant Kysten reserviert.


      Warum habt ihr nicht gleich bei der Restaurantleitung angegeben, dass ihr die nicht-vegetarische Variante des Hauptgangs haben wollt. Ich habe sie gesehen und bedauert, dass ich nicht umbestellt habe. Bei meinen nächsten Reisen mit HR werde ich es jedenfalls tun.

      Zur Größe der Portionen kann ich nur sagen, dass ich sie als ausreichend empfand, dass ich zwar sicher beim Buffet mehr auf den Teller getan hätte, aber mit Rücksicht auf das Breitenwachstum zufrieden war. Ich bin jeweils satt geworden und konnte mich noch bewegen.
    • ach ja, übers Essen kann man immer geteilter Meinung sein :| . Ich hab ja schon an anderer Stelle gesagt, dass ich sehr zufrieden war mit der Küche. An unserem Tisch hat sich jedenfalls niemand beklagt, auch nicht über die Haferspeise.Und weil ich kein Schweinefleisch esse, habe ich das mittags angegeben, es wurde problemlos vermerkt und abends perfekt organisiert. :)
      Ein leichtes Abendessen ist mir sowieso lieber als schwere Speisen, trotzdem bin ich an keinem Abend hungrig aus dem Restaurant gegangen. Am Buffet mittags hat man es ja auch im Griff, wieviel man sich auf den Teller lädt. Mir ging es da so wie Lupo- ich habe nicht zugenommen. Das hole ich jetzt zuhause nach :D , denn ich kann nicht mehr den ganzen Tag auf Fotosuche sein :wacko:
      Jedenfalls ist der Aspekt Verpflegung ein wichtiger Punkt, um gerne wieder zu buchen :lofoten2:
    • rs1033 wrote:

      Zur Größe der Portionen kann ich nur sagen, dass ich sie als ausreichend empfand


      Ich auch, aber das ist ja kein Maßstab. Es waren durchaus auch etwas jüngere Männer an Bord, große Kerle, die noch im Berufsleben stehen und beim Anblick dieser kleinen (Senioren)Portionen sehr sehr gerne ein Buffet bevorzugt hätten. :D Mich hat da eher diese unterschiedliche Qualität geärgert.

      Was den anderen Punkt betrifft, Änderungswünsche bei der Restaurantleitung anzugeben - tja, das betrifft u.a. unseren Kritikpunkt "Service". Als Ersttäter weiß man das schlicht und einfach nicht und wir haben auch keine Infos diesbezüglich erhalten. Wenn dann die Dame von gegenüber kein Lamm isst und nun Abends vor diesem Teller sitzt, ist es schlicht doof.

      LG Nane
    • Nane wrote:

      Als Ersttäter weiß man das schlicht und einfach nicht und wir haben auch keine Infos diesbezüglich erhalten.


      Das ist sehr schade. Hier zeigte sich dann der Vorteil der Gruppenreise, die Reiseleiterin hat alle informiert und es wurde sogar Rücksicht darauf genommen, wenn jemand keine Petersilie vertrug.

      Nane wrote:

      Mich hat da eher diese unterschiedliche Qualität geärgert.


      Offenbar gibt es deutliche Unterschiede bei den Schiffen. Die Qualität war bei meinen beiden Reisen mit der NORDNORGE jeweils gleichbleibend gut.
    • Tag 10 Bodø - Rørvik

      Will mich heute mal kurz fassen. Das Kapitänsdinner ist vorüber und Rørvik wird in etwa 45 Minuten angelaufen. Dann muss ich auch noch packen, denn für mich ist morgen in Trondheim die Reise zu Ende. Die Kabine muss bis 8 Uhr geräumt sein.

      Ich will nur noch auf ein Thema kurz eingehen: Die Mahlzeiten an Bord. Wie aus den verschiedenen Beiträgen ersichtlich, gibt es unterschiedliche Meinungen und Erfahrungen. Ich denke, das hängt wirklich von den Schiffen ab und davon, wer dort das Sagen in der Küche hat. Auch sind die Geschmäcker verschieden. Dennoch, ich bleibe dabei, auf der Polarlys könnte es besser sein. Damit schließe ich das Thema ab.

      Danke für das rege Interesse an meinen Beiträgen. Ich werde, wenn ich wieder zu Hause bin, in Ruhe und Ausführlichkeit über die verbleibenden Stunden an Bord berichten. Und ich werde ein Gesamtfazit ziehen. Bis dahin für alle Fories allzeit gute Fahrt, sollte demnächst oder in etwas fernerer Zukunft eine Fahrt mit den Hurtigruten anstehen.
      Gruß, Eisloewe :ilhr:

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      Tag 11 Trondheim und Heimreise

      Komme erst jetzt dazu, meinen Reisebericht abzuschließen. Das will ich jetzt in aller Ausführlichkeit tun.

      In Trondheim geht also die Fahrt zu Ende. Wir liegen am Kai zusammen mit der Nordlys. Ehe ich dem Schiff einen Besuch abstatte, nehme ich das letzte Frühstück auf der Polarlys zu mir. Allein sitzend und in aller Ruhe. Ich lasse die Reise dabei gedanklich Revue passieren, erinnere mich an dies und das.

      Mein Fazit ist ein Positives, auch wenn es Dinge und Geschehnisse gab, über die man geteilter Meinung sein kann.

      Zur Modernisierung der Polarlys habe ich ein ausgesprochen positives Verhältnis. Ich finde, die neue Inneneinrichtung ist optisch sehr gelungen. Zwar hätte ich mir im Restaurant etwas weniger von dem Bistro-Charakter gewünscht und an den 8-er-Tischen etwas mehr Bewegungsfreiheit. Ich saß ja die ganze südgehende Route an einem solchen, da ich den mir zugewiesenen Platz an dem ursprünglichen 4-er-Tisch auf meine Bitte hin verlies. Das hatte seine besonderen Gründe. Nur so viel, es lag nicht am Service oder am Bordpersonal. Das Personal war super und vermittelte immer den Eindruck, alles voll im Griff zu haben.

      Nun saß ich inmitten einer illustren, äußerst unterhaltsamen Runde. Diese bestand aus einer 20-köpfigen Reisegruppe aus Stade. Nach anfänglichem etwas reservierten Beschnuppern wurde ich gut aufgenommen und begann mich schon bald in der Runde wohlzufühlen. Es folgten äußerst interessante Gespräche, die nicht nur Themen zum Inhalt hatten, die unsere Reise betrafen. So erfuhr ich z.B. etwas über die Stadt Stade, für mich bis dahin ein relativ unbekanntes Fleckchen Erde.

      Die Besatzung der MS Polarlys war Spitze. Freundlich und jederzeit hilfsbereit, gab es etwas zu klären oder brauchte man irgendeine Hilfestellung. Und dann das Expeditionsteam, welches zum neuen Konzept auf dem Schiff gehört. Seien es die Points of Interest auf Deck 7 oder die Vorträge zu verschiedenen Themen, Norwegen betreffend. So hörte ich etwas über die Urbevölkerung, die Samen, die Wikinger, die Geschichte der Hurtigruten und vieles mehr. Alles von Jan aus dem Expeditionsteam professionell aufbereitet und vorgetragen.

      Die Durchsagen, die mancher im Forum wegen deren Vielzahl schon bemängelte, hielten sich in Grenzen. Ein einziges Mal allerdings, als Jan auf Deck 7 über den Magerøsundet referierte und durch eine ellenlange Durchsage in den drei Bordsprachen für gefühlte 5 Minuten unterbrochen wurde, machte sich ein gewisses Unverständnis unter den Zuhörern breit.

      Doch nun zurück zum Morgen in Trondheim . Ich stellte nach dem Frühstück den gepackten Koffer im Gepäckraum ab, denn die Kabine musste ja bis 8 Uhr geräumt werden.
      Dann enterte ich die hinter der Polarlys ankernde Nordlys. Ich gönnte mir einen ausgedehnten Schiffsdurchgang. Mein Fazit: Ich ziehe das Moderne der Polarlys dem etwas betagten Charme der Nordlys vor. Gegen 9:30 beendete ich die Besichtigung, holte meinen Koffer und machte mich auf den Weg zum Busterminal neben der Sentralstasion, wo ich den Koffer in einem Schließfach gegen die Gebühr von 60 NOK deponierte. Mein Flieger würde ja erst 16:20 abheben, also noch genügend Zeit für einen nochmaligen Stadtrundgang.
      Ich bewährte mich auf dem einmal sogar als Stadtführer, weil ein älteres Ehepaar (er mit Stock als Gehhilfe) den Weg zum Nidarosdom nicht kannte. Und wo es denn ein Taxi gäbe? Denn zurück zum Schiff die ganze Strecke laufen, dass würde man nicht schaffen. Auch hier konnte ich helfen. Eine gute Tat am Morgen hebt die Stimmung.
      Natürlich landete ich nach einem ausgedehnten Stadtrundgang wieder in der Dromedar Cafebar. Und ich trank in Ruhe meinen Cafe Latte, schaute mir die Menschen an, die in der Nedre Bakklandet vorbei spazierten. In der Stadt war es die ganze Zeit sehr ruhig, es war ja Sonntag. Teile der Stadt wirkten wie ausgestorben. Also machte ich mich früher als ursprünglich gedacht auf dem Weg zum Schließfach, um den Koffer zu holen. Der Flybussen stand auch schon da, und ab ging es in Richtung Airport.

      Naja, so richtig spannend war es dann nicht mehr. Der Flieger hob pünktlich ab und landete pünktlich in Bergen . Hier kam ich in den Genuss auf einer Großbildwand mir die erste Halbzeit und den Anfang der zweiten Liverpool vs Chelsea (2:0) anschauen zu können. Aber auch der Flieger nach Berlin hob pünktlich ab. Und auch er landete pünktlich, so dass ich den Flixbus entern konnte, der mich - ebenfalls pünktlich - nach Hause brachte.
      An diesem Tag funktionierte einfach alles. Meine zum Teil doch recht enge Reiseplanung passte. Man Dank gilt hier insbesondere Norwegian. Auf die norwegische Airline war wieder einmal Verlass.

      Danke an alle, die sich bei mir bedankt haben. Für die Mitnahme auf meine Reise oder für den einen oder anderen Bericht. Es hat mir im Übrigen Spaß gemacht, mal live von der Reise zu berichten.
      Gruß, Eisloewe :ilhr: