Hurtigruten die 13.: MS Polarlys B-K-T 04.04. - 14.04.2019

    • Hurtigruten die 13.: MS Polarlys B-K-T 04.04. - 14.04.2019

      ANREISE UND BERGEN

      Mit dem Flixbus nach Berlin, eine bequeme Angelegenheit. Komme völlig entspannt in Schönefeld an und wünschte mir, dass der neue Airport (BER) eröffnet wäre.
      Denn Schönefeld ist total überlastet, es herrscht Chaos. Das entspannt sein schwindet. Dafür ist der Flieger (Norwegian) pünktlich und landet zehn Minuten früher.
      Und dass bei schönstem Wetter. Die Sonne scheint. Im Hurtigrutenbus zeigt das Thermometer +17 Grad an. Was für ein Empfang!

      Da die Polarlys in 10 Minuten ablegt, die Fortsetzung morgen. ^^
    • Gute Reise!

      Habe deinen Bericht hier ins Thema Live geschoben, hattest ihn irrtümlich unter den Reiseberichten abgelegt ;)
      Jan 2009 FM ~ Jan 2010 NL ~ Jan 2011 FRAM (Antarctica) ~ Apr 2011 NN ~ Mrz 2012 LO ~ Jan 2013 LO (Alta) ~ Feb 2014 KH ~
      Jan 2016 LO ~ Feb 2018 LO

      Reiseberichte siehe Profil !


    • Tag 2 - Doch ehe ich davon berichte erstmal den Rest von gestern.

      Nach dem check-in mit Rucksack und Foto in die Stadt. Ich gehe in Richtung Fischmarkt, dann direkt zur Talstation der
      Fløyenbahn. Es sind eine Unmenge Leute unterwegs, alle sommerlich gekleidet. Ich merke, dass ich mich viel zu warm
      angezogen habe.
      Die Bahn ist rappelvoll. Oben purer Sonnenschein. Es ist der reinste Wahnsinn! Nachdem ich die Aussicht genossen und
      fotografiert habe (natürlich die Polarlys) überlege ich, ob ich wieder runter fahre oder den Wanderweg hinunter wähle.
      Ich entschließe mich, zu laufen. :thumbdown:

      Leider bemerke ich zu spät, dass ich die falschen Schuhe anhabe. Auf dem Weg mit grobem Kies und zum Teil losen
      Steinen wird die Bergabtour schon bald ein Eiertanz. Aber, ich habe es ja so gewollt. Nach einer Ewigkeit komme ich unten
      an, durchschwitzt und mit müden Füßen. Trotzdem war es schön! :thumbup:

      Zurück auf dem Schiff gehts erstmal unter die Dusche. Da ist es bereits kurz vor 20 Uhr. Die Einweisung der Passagiere
      verpasse ich natürlich. Doch als "alter Fahrensmann" kennt man sich ja aus. Kein Problem!
      Dann suche ich das Restaurant auf. Nun, zur Innenarchitektur mag ich mir noch kein abschließendes Urteil bilden. Ich bin
      zum ersten Mal auf MS Polarlys. Mein Lieblingsschiff und MS Finnmarken sind mir noch gut in Erinnerung. Doch für einen
      Vergleich ist es noch zu früh.
    • @eisloewe lass dir Zeit beim Begutachten der Polarlys. Ich war auch skeptisch nachdem ich zunächst die Fotos gesehen habe, dann aber doch sehr angetan als ich alles live und in Farbe sah. GöGa und ich waren 2017 gleichzeitig mit @Trollebo auf dem Schiff. Rein interessehalber: um wieviel Uhr bist du gestern in Bergen gelandet?
      Grüße aus dem Rheinland

      Berichte sind in meinem Profil
    • eisloewe wrote:

      Ich merke, dass ich mich viel zu warm
      angezogen habe.

      Ich schreibe mir seit zehn Jahren jeden Tag die Temperaturen von einigen Orten auf, so auch von Bergen - gestern war mit 19 Grad die höchste Temperatur an diesem Tag, die zweithöchste war 12 Grad!
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    • Tag 2 - Ålesund - Molde

      Erstmal herzlichen Dank für Eure guten Wünsche. Somit bin ich auf der Reise ja nicht allein.

      Ålesund , die Jugendstilstadt. Neben Trondheim und Tromsø meine Lieblingsstadt. Dazu das herrliche Wetter. Wieland würde sagen
      großartig.
      Da ich mich gestern etwas übernommen habe, auch aus Zeitgründen, nehme ich ein Taxi hinauf auf den Aksla . Der Stadtberg ist für mich ein Muss. Das Taxi ist pünktlich 12:15 Uhr da. Meine Annahme, ich sei anfangs (fast) allein da oben - eine grobe Täuschung. Es ist parallel eine AIDA in Ålesund , deshalb sind bereits viele Leute oben. Glücklicherweise nicht in der Fjellstue, sodass ich in Ruhe meinen Cafe Latte trinken kann.
      Bergab gehts die 415 Stufen hinunter. Das schaffe ich auch spielend. Dann schnell eine Batterie für die Maus gekauft, damit ich wieder wie gewohnt und zügig meine Berichte schreiben kann. Dann noch Mundwasser und einen Schuhlöffel gekauft, beides hatte ich vergessen einzupacken.
      Anschließend die Stadtwanderung. Zuerst zur Ålesundkirke und die Gegend drumherum. Wieder habe ich das Gefühl, zu warm
      angezogen zu sein. Trotz der Erfahrung von gestern. Also Pullover wieder in den Rucksack. So lässt es sich aushalten. Am inneren Hafenbecken entlang zurück zum Schiff, die 3 Stunden sind wie im Flug vergangen.

      Das Mittagessen habe ich ausfallen lassen, mache es mir dafür im der EXPLORER Louge & Panorama Bar bequem. Den modernen Liegesessel, in den ich mich fallen lasse, finde ich zum Faulenzen gerade richtig. Dazu aus dem Cafe MULTE einen Milchkaffee, so lässt es sich aushalten. Natürlich halte ich immer die Kamera bereit, um sofort an Deck rennen zu können, wenn was spektakuläres
      auftaucht. Das Wetter ist nach wie vor bombig. Aber ich denke, dass ich es so verdient habe.

      In Molde sitze ich beim Dinner. Carpaccio vom Klippfisch, gesalzene Lammkeule aus Hellesylt, karamellisierter Apfel. Nicht schlecht.
      Zu den kulinarischen Dingen werde ich später eine Gesamtwertung abgeben.

      Jetzt ist es 20:25 Uhr. Die Sonne geht knallrot unter. Bald wird am Horizont nur noch ein roter Schimmer bleiben, ehe etwas später
      die Dunkelheit einbricht.

      Fortsetzung folgt ...
    • Hallo eisloewe
      wünsche eine schöne Reise mit der Polarlys.
      Ich war mit ihr im Juli/August 2018 unterwegs. Davor war ich 2x mit der Trollfjord unterwegs.
      Die Polarlys hat mir auch sehr gut gefallen. Ist halt vom Ambiente innen ein wenig anders.
      Aber die meiste Zeit hält man sich ja eh an Deck auf ;)
      Zum Glück geht es am 19.4. endlich wieder auf mein Lieblingsschiff, die Trollfjord :)
      Freue mich bis dahin hier auf Deinen Reisebericht!

      LG skyspotter
    • Tag 3 - Trondheim - Rørvik

      Am Morgen begrüßt mich MS Nordnorge, die vor MS Polarlys in Trondheim am Kai liegt. Leider kann ich ihr keinen Besuch abstatten,
      ich habe an Land einfach zu viel vor.
      Gegen 8:30 Uhr geht es los, und das bei ca. 3 Grad. Aber die Sonne scheint, es ist nur leicht bewölkt. Straffen Schrittes schlage ich den Weg bergauf in Richtung Kristiansten Festning ein. In zwanzig Minuten bin ich oben. Kaum ein Mensch ist zu sehen. Der Ausblick über die Stadt ist grandios. Aus dem Stadtbild ragt natürlich der Nidaros Dom heraus. Aber ich sehe in der Ferne auch die beiden Hurtigrutenschiffe liegen.
      Runter vom Berg folge ich der Straße mit der Sykkelheisen Trampe (Fahrradlift). Die Trampe ist leider noch nicht in Betrieb. Deren Schiene, in der das Zugseil läuft, ist mit Blechen abgedeckt, die fest verschraubt sind. Es liegt zwar kein Schnee mehr. Lange ist es aber wohl nicht her, dass welcher den Betrieb verhinderte.
      Ich komme zur Nedre Baklandet. Dort ist die Dromedar Cafebar. Hier trinke ich wie immer einen Cafe Latte, sitze draußen auf einem der mit Tierfellen belegten Stühle und schaue mir die Leute an, die nun in vermehrter Zahl herumschlendern. Nach 10 Minuten entschließe ich mich, den Weg über die Gamle Bybrua in Richtung Nidaros Dom zu nehmen. Dort angekommen mache ich die üblichen Fotos. Vom Dom natürlich.

      Auf dem Torget, an der Kreuzung Munkegata und Kongens Gate, dort wo die Olav Tryggvason-Säule steht, ist eine riesige Straßenbaustelle. Ich erkenne, dass in zukünftigen Gehbereichen eine Fussbodenheizung verlegt wir. Das finde ich prima, und die Trondheimer wirds freuen. Was wohl Wieland dazu sagen würde?
      Unweit vom Torget steht die Fruekirke. Neugierig schaue ich hinein. In ihr wird - wie früher aber auch schon - an Obdachlose Essen ausgegeben. Einige dieser armen Menschen lassen es sich gut gehen, denn es ist in der Kirche angenehm warm. Nachdem ich 10 Kronen in die Spendenbox getan habe, trete ich wieder auf die Straße.

      Mir fallen die vielen Fahrradausleihstationen auf. Hat es diese in dieser Zahl in Trondheim früher auch schon gegeben?

      Ehe ich mich auf den Weg zurück zum Schiff mache, schaue ich an der Busstation neben dem Bahnhof nach Schließfächern und stelle fest, dass man dafür 60 Kronen braucht. Ich werde nämlich von Trondheim zurückfliegen und den Flybussen nutzen. Da mein Flieger erst spät am Nachmittag abhebt, werde ich meinen Koffer erstmal dort deponieren. Das Schiff legt ja bereits 10 Uhr ab.

      Auf dem Schiff zurück erlaube ich mir nur einen kleinen Snack. An Munkholmen vorbei, später dann am tiefroten achteckigen Leuchturm Kjeungsskjær verlassen wir den Trondheimsfjord. Vor 17 Uhr dann der Stokksund . Alles drängt zum Bug, um die besten Fotos schießen zu können. Auf der Brücke, unter der wir durchfahren, stehen - wie sollte es auch anders sein - vier Leute mit einer norwegischen Flagge. Die Schiffssirene ertönt. Unser Schiff windet sich durch die engen Passagen, und dass, ohne anzuecken.

      Unser Expetitionsteam hält heute einen Vortrag über die Fjordlandschaft Norwegens und zeigt einen Film über die Küste von Trøndelag. Schon mal eine dicke 1+ für das Team. Und die kommende Tage gehts weiter so! Ich freue mich darauf.

      Ach ja, was gabs zum Dinner? Sodd von der Inderøz Slakteri, Lachs aus Aukra, Tzkkmelk-Pudding. Und nachmittags auf Deck Miesmuscheln (kostenfrei) aus dem Trondheimfjord.

      In dem Moment, in dem ich diesen Bericht schreibe, geht fast so wie gestern die Sonne blutrot unter. Dieses Mal allerdings von ein paar Wolkenstreifen durchzogen. Die See ist ruhig, es ist nur ganz minimaler Wellengang.
      Später liegt Rørvik an (21:45-22:15), wo wir MS Trollfjord treffen werden. Schade nur unsere kurze Liegezeit. Dem Lieblingsschiff hätte ich schon ganz gerne einen Besuch abgestattet.

      Fortsetzung folgt ...
    • eisloewe wrote:

      In ihr wird - wie früher aber auch schon - an Obdachlose Essen ausgegeben.


      Das konnten wir damals auch beobachten, auf der Tour 2016. Allerdings war es damals eine große Gruppe Rumänen, die auf die Öffnung der Kirche gewartet haben. Die waren größenteils mit alten Fahrzeugen dort und hatten diese voll mit allen möglichen Waren, die sie wohl in Trondheim verkaufen wollten.
      Scheinbar haben die die Speisung dort auch mitgenommen, ob zwischen den vielen Rumänen aus den Fahrzeugen auch noch Obdachlose waren, konnten wir damals nicht erkennen.
      Gruß Jobo,

      Die gefährlichste aller Weltanschauungen ist die Weltanschauung der Leute, welche die Welt nicht angeschaut haben.
      - Alexander von Humboldt -

      (Links zu meinen Reiseberichten finden sich im Profil/über mich)