Von Mallorca nach Hamburg mit Aida Cara – 23.2. – 10.3.2019

    • 2019
    • Von Mallorca nach Hamburg mit Aida Cara – 23.2. – 10.3.2019

      Jene von euch, die mich kennen, wissen, dass ich über die klassische Kreuzfahrt zu Hurtigruten gekommen bin. Es war einfach neu, im Winter nicht weit fliegen zu müssen, um einen Schiffsurlaub machen zu können, außerdem war ich neugierig auf eine Winterfahrt. Bei Winterfahrten mit HR ist es auch im großen und ganzen geblieben.

      Letzten Herbst wurde ich dann wehmütig, die letzte klassische Kreuzfahrt war im November 2014, eine Fahrt mit der Familie und einem ausgewachsenen Sturm im Mittelmeer mit mehr Seegang als auf der Drake-Passage.

      Nun in der Zwischenzeit hat sich in meinem Leben ein bisschen was getan und ich muss nicht mehr allein oder mit der Familie in den Urlaub. Aber wie wird man dem angeblich besten Reiseleiter von HR gerecht und bringt man ihn von seinem süßen kleinen Schiff auf einen Kreuzfahrtriesen?

      Zunächst liebäugelte ich mit einem kleinen alten Schiff, der MS Ocean Majesty. Eine Route im Herbst 2019 zu verschiedenen kleinen griechischen Inseln und durch den Kanal von Korinth. Ich hoffte allerdings noch auf ein besseres Angebot. So verging die Zeit, wir hatten Anfang November 2018 eine tolle Woche auf Lanzarote und dann, oh Schreck :fie: , kein geplanter Urlaub mehr weit und breit.

      Warum eigentlich nicht im Februar/März nochmal auf die Kanaren, dachte ich mir, und begann mit der Rechereche. Und da ich irgendwie auf ein Schiff wollte, landete ich irgendwann auf der Aida-Website. Statt einer 1-wöchigen Kanarenkreuzfahrt, sah ich dann plötzlich die 2-wöchige Reise rund um Westeuropa. Bis auf 2 Häfen, kannte ich diese Route noch nicht und die Biscaya sollte auch noch bezwungen werden. Naja, nicht unbedingt meine Lieblingsreederei, weshalb ich auch noch nie auf einem der Schiffe war. Aber das Preis-Leistungs-Verhältnis war einfach unschlagbar und ich brauchte auch nicht lange um A. zu überzeugen :friends: . Die Flüge haben wir uns jeweils von/bis Wien bzw. Oslo selbst gebucht.

      Wegen der ganzen Euphorie hatte ich nicht bemerkt, dass die Cara vor unserer Reise einen längeren Werftaufenthalt vor sich hatte. Ca. 1,5 Wochen vor Abreise gab es dann auch noch ein Mißverständnis im Kundenchat und wir dachten kurzfristig, das wars nun mit der Reise :help-sos: . Aber wie gesagt, gottseidank nur ein Missverständnis und so konnten bald die Koffer gepackt werden.

      Samstag, 23. Februar 2019 – Anreise nach Palma de Mallorca
      Um die Reise entspannt zu beginnen, haben wir uns eine Vorübernachtung in Palma gegönnt. Ich wär auch gern 2 Nächte da gewesen, aber da machte uns der Flugplan aus Oslo einen Strich durch die Rechnung.

      Bei winterlichen Temperaturen in Wien, stieg ich am späten Vormittag in den Flieger. Nach ca. 2 Stunden und einem schönen Anflug über Menorca und Mallorca selbst landete ich pünktlich, allerdings 3 Stunden vor A. So machte ich mich selbst mit dem Bus auf zu unserem kleinen Hostal unterhalb des Castell Bellvere. Die „Palmenpromenade“ vor dem Flughafen kannte ich bis jetzt nur aus dem Fernsehen und die plötzlichen 18 Grad verursachten einen Hitzeanfall. Dann wollte der doofe Fahrkartenautomat meine Geldscheine nicht, gottseidank hatte ich auch die 5 Euro in Münzen bereit. Man könnte auch direkt beim Fahrer bezahlen, dann ist aber das Umsteigen nicht inklusive. Mit der vorgekauften Karte durfte ich 1x im Stadtgebiet umsteigen, was für die Fahrt zum Hostal notwendig war, um die Koffer nicht zu weit schleppen zu müssen. Das funktionierte dann auch perfekt. :good3:

      Da ich auf die Gegebenheiten im Hostal gut vorbereitet war, ersparte sich der junge Mann an der Rezeption meinen Koffer in den 4. Stock zu tragen. Ich hatte alles notwendige (naja, bis auf Sonnencreme :blush2: ) in mein Handgepäck gepackt. Das Zimmer mit Bad und Balkon war einfach, aber sauber. Es stand eine kleine Flasche Wasser bereit, sogar Zahnbürsten gab es im Bad. Für 56,- Euro die Nacht (das DZ, nicht pro Person) würden wir hier gut zurecht kommen.

      Nach einer kurzen Erfrischungspause wollte ich unbedingt an den Hafen und drehte eine erste Runde, davon ein Stück an der Promenade entlang. Als ich die teuren Hotelbunker an der lauten Haufenpromenade gesehen habe, wusste ich, dass die Entscheidung für das Hostal richtig war. Nach etwa einer Stunde war ich wieder im Zimmer und setzte mich mit einem Buch auf den sonnigen Balkon und wartete auf A.

      Auch seine Maschine landete pünktlich, so konnten wir noch eine gemeinsame Runde durch den Supermarkt drehen (ich war ganz fasziniert von dem vielen Schinken, den man sonst nur auf Märkten sieht und der sehr appetitlichen Frischfischtheke) und den Abend mit ganz viel Hunger im Hard Rock Cafe ausklingen lassen. :essen:
      :gr-blume: Sandra

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    • Sonntag, 24. Februar 2019 – Palma und Einschiffung
      Als indivduell anreisende Gäste können wir irgendwann zwischen 14 und 20 Uhr am Schiff einchecken, Abfahrt ist heute erst um 22 Uhr. Also genügend Zeit um einen ruhigen Sonntag in der Altstadt von Palma zu genießen.

      Im Hostal gibt es auch die Möglichkeit zu frühstücken. Toast, Schinken, Käse und portionierte Marmeladen sind nun keine kulinarische Offenbarung, aber die EUR 3,50, die das Frühstück kostet, ist allein der Kaffee schon wert.

      Um 11 Uhr müssen wir das Zimmer verlassen, Gepäck lassen wir da und machen uns zu Fuß auf den Weg in die Altstadt. Zunächst die Promenade entlang zur Kathedrale und dann ins Herz zum Placa Major. Irgendwann kommen wir mit schmerzenden Fußsohlen an der Rambla wieder raus und machen erstmal Snackpause. Später finden wir noch einen sonntags offenen Laden einer Modekette und verfallen dem Shoppingrausch. Irgendwie hängt da alles so viel geordneter und schaut einfach viel besser aus als in Wien.


      Zurück zum Hostal nehmen wir dann den Bus und zum Hafen ein Taxi. Es wäre zu weit das Gepäck zum öffentlichen Bus zu schleppen. Vorteil beim Taxi ist auch, dass man direkt am Terminal aussteigen kann. Die Koffer wurden uns gleich aus der Hand genommen und zur Kabine gebracht.

      Das Einchecken funktioniert neumodisch an Stehtischchen, wo Pass und man selbst mit einem Smartphone abfotografiert wird. Wir kommen sofort dran und erfahren, dass ca. 1100 Personen die Reise gebucht haben, also ziemlich ausgebucht. Ich werde etwas besorgt, ob der Horrorgeschichten „ewig anstellen für das Abendessen oder keinen Platz finden“.

      Am nächsten kleinen Schalter erhalten wir die Bordkarten, die Kreditkarte haben wir vor der Reise schon online registriert. Es folgt das obligatorische Foto und dann können wir gleich direkt zur Kabine, wo unser Gepäck schon bereit steht. Die Eincheckzeit zwischen 17 und 18 Uhr war also gut gewählt. Übrigens hatten wir Glück mit unserer Kabine. Wir hatten den Glückskabinentarif für eine Innenkabine gebucht und dann eine behindertengerechte Kabine mit Meerblick, aber Sichtbehinderung bekommen. Diese lag steuerbord gleich beim vorderen Treppenhaus.

      Nachdem wir uns eingerichtet haben, knurrt der Magen und wir beschließen ins Restaurant auf Deck 9 zu gehen. Es gibt 2 Restaurants, jeweils eines auf Deck 8 und 9 achtern. Um ins Restaurant zu kommen, durchqueren wir den Sportbereich, finde ich sehr lustig. Außerdem hat hier der Spabereich einen kleinen Counter und wir sehen mal auf die Angebote. Plötzlich haben wir uns für die französische Saunanacht inkl. Massage eingetragen. 8|

      Der Eindruck vom Restaurant ist im ersten Moment wuselig und laut, dennoch finden wir gleich 2 Plätze. Es gibt vor allem viele 4er Tische hier und einige größere Runde Tische ganz hinten. Wein und Wasser werden in Karaffen auf Bestellung serviert, Bier, Softdrinks und Saft holt man sich selbst vom Automaten. Mir schmeckt es, die Auswahl ist einfach riesig und es stört mich nicht ein paar Mal aufstehen zu müssen. Der Rotwein ist gut trinkbar.

      Um etwa 20:30 Uhr ist dann die Seenotrettungsübung. Ich kenne dieses Prozedere ja schon von anderen Kreuzfahrtschiffen, trotzdem ist es immer etwas anders. Unsere Musterstation ist die Rezeption ein Deck tiefer. Da wir ja nicht wissen, ob es danach raus ans Boot geht, ziehe ich mich entsprechend an. Und irgendwann während des Prozederes dann wieder aus, weil wir in der Rezeption stehen bleiben. Den Ungehorsam und die Wortmeldungen mancher Mitreisender möchte ich hier nicht wiederholen. :fie: :dash:

      Um 21:20 Uhr werden alle wieder mit einem Glas Sekt am Pooldeck versöhnt. Wir lernen Entertainment Mangagerin und Hoteldirektor kennen, die Aida Stars kommen direkt von den Proben aus Hamburg und singen mittelprächtig ein paar Madonna Songs. Dann sollte es endlich los gehen, aber wir werden in Sachen Abfahrt um ca. 30 Minuten vertröstet. Der DJ setzt auf Schlager und siehe da, plötzlich geht die Post ab. Wir beobachten dies alles vom oberen Deck und genießen noch den Blick auf die Kathedrale.

      Das sogenannte Sailaway beginnt mit einem Ding Dong aus den Lautsprechern, Enya’s Orinoco Flow hat mir immer schon gefallen, aber was dann folgt ist naja, vor allem der 3. Titel ist von seltsamen Tierlauten geprägt. Ein Typhon beschließt das Ende. Übrigens wird auf der Cara unabhängig von der Uhrzeit bei der Abfahrt auch schön typhoniert.

      Übrigens können wir am ersten Blick nicht erkennen, ob irgendwas in der Werft nicht fertig geworden ist. Als wir in die Kabine zurück kommen, wartet das Tagesprogramm für den nächsten Tag, sowie Shuttle-Tickets für Ibiza auf uns. Wenn man sie benützt, werden sie aufs Bordkonto gebucht. Ein gutes System für den ersten Tag, was lästiges anstellen vermeidet.

      Ziemlich müde fallen wir bald in die Betten , getrennt und nicht zusammenstellbar, aber das wussten wir vorher. Morgen um 8:00 Uhr sollen wir in Ibiza festmachen.
      :gr-blume: Sandra

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    • Das geht ja Schlag auf Schlag mit den interessanten Reisenberichten! Und wieder so schön detailliert :thumbsup:

      cetraria wrote:

      dass ich über die klassische Kreuzfahrt zu Hurtigruten gekommen bin

      Mir gehts genau umgekehrt: nach 4 Hurtigruten Wintertouren dann 2016 auf der Westeuropa Tour der MS Midnatsol erstmals Urlaub in wärmeren Gefilden gemacht und gemerkt, dass ich dem Schifffahren ohne Sturmhaube und Skibrille durchaus auch was abgewinnen kann :D

      Daher bin ich nun freudig gespannt auf deine Westeuropa Aida Tour! Wie hat denn der beste Ehemann und Reiseleiter den Umstieg verkraftet?
      schöne Grüße Tini :ilhr:

    • Montag, 25. Februar 2019 – Ibiza
      Mit dem Sonnenaufgang um ca. 7:30 parkt die Aida Cara rückwärts an ihrem Liegeplatz in Ibiza-Stadt ein. Das Zentrum liegt allerdings genau gegenüber in der Bucht. Wir werden also die Shuttlebus-Tickets nutzen.

      Da wir wohl verhältnismäßig spät zum Frühstück gehen, ist es kein Problem einen Tisch zu finden, beim Frühstück sitzen wir sogar häufig allein. Es gibt alles was das Herz begehrt, diverse Eierzubereitungen werden auf Wunsch frisch zubereitet. Viele Kleinigkeiten wie geschnittenes Gemüse, Tomate-Mozarella und Aufstriche werden bereits portioniert in kleinen Gläschen ans Buffet gestellt. Auch der Lachs kommt scheibchenweise zusammengerollt in kleinen Schüsselchen. So bleibt das Buffet in großen Teilen sehr appetitlich und hygienisch. Der Kaffee kommt in Kannen, heiß schmeckt er laut A. besser auf HR Schiffen. Tee gibt es entweder im Beutel und sogar offen in den verschiedensten Sorten. Dazu auch Kandiszucker und Honig. Außerdem verliebe ich mich in die verschiedenen Brotsorten.

      Am späten Vormittag machen wir uns dann doch auf in die Stadt. Es ist sonnig und warm bei um die 20 Grad. Der Bus bringt uns einmal um die Bucht. Wir stellen sofort fest, dass hier noch absolut gar nichts los ist. Ich war schon mal in Ibiza und weiß, dass es da viele Cafes am Hafen und einige Straßen mit Marktständen gibt. Aber es hat noch alles geschlossen. So schlendern wir die Altstadt hoch zu Burg und Kirche und genießen die Ausblicke.


      Als wir am großen Tor der Stadtmauer wieder ankommen, brauchen wir eine Pause. Gut, dass es hier ein einziges Cafe gibt, das offen und freie Plätze draußen hat. Wir genießen ein kleines Bier mit kleinen Tapas.
      Dann setzen wir unseren Rundgang in den leeren Gassen fort. Die Ruhe ist sehr angenehm.

      Irgendwann beginnen die Füße zu streiken und wir kehren zum Shuttlebus zurück, allerdings werden wir von einem Rohschinken-Laden magisch angezogen und teilen uns noch ein Baguette. Gegen 16 Uhr sind wir wieder zurück an Bord.

      Ich beschließe mir heute mal den Saunabereich näher anzusehen. Erfreut stelle ich fest, dass es sich um einen Nacktbereich handelt und gemischtes saunieren möglich ist. Aufgüsse in der finnischen Sauna gibt es an Landtagen allerdings nur 2x täglich um 17 und 18 Uhr durch Personal. Zu anderen Zeiten selbst aufgießen kann man nicht. Neben der finnischen Sauna gibt es noch ein Dampfbad und eine nicht so heiße Bio-Sauna. Der gesamte Bereich wurde beim Werftaufenhalt erneuert und sieht sehr ansprechend aus. Weil es gerade passt, mache ich den Aufguss um 17 Uhr mit. Nach so einem langen Tag auf den Beinen ist das genau richtig.

      A. hat sich ein ruhiges Plätzchen zum Lesen gesucht, leider ist das gar nicht so einfach möglich. Ich finde ihn ganz oben in der Bar. Dann ruft allerdings der Sonnenuntergang. Zu meiner Freude schwimmen tatsächlich ein paar Delfine im Hafenbecken und weiter in die Bucht. Pünktlich um 19:30 legen wir dann wieder ab.

      Die beiden Restaurants bieten jeden Tag Buffets zu verschiedenen Länderthemen. Heute können wir wählen zwischen Skandinavien und Paella. Wir entscheiden uns für Skandinavien im Markt Restaurant auf Deck 8. Dort gibt es auch soetwas wie 2 Sitzungen. Beim 2. Durchgang um 20 Uhr, haben wir nie ein Problem einen Platz zu finden. Meistens passt es auch gut in unseren Tagesablauf später essen zu gehen.

      Im Theater findet heute noch die Kapitäns- und Offiziersvorstellung statt, danach werden die Aida Stars einzeln mit Video vorgestellt und singen jeweils ein Lied. Ich halte bis zum Ende durch, dann gehts ins Bett. Morgen wird hoffentlich ein entspannter Seetag.
      :gr-blume: Sandra

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    • Dienstag, 26. Februar 2019 – Seetag
      Ich persönlich mag ja Seetage, einfach nur aufs Wasser schauen, die Seele baumeln lassen. Aber dafür ist es notwendig auch ein entsprechend schönes Plätzchen zu finden und das fand ich leider auf der Cara bis zuletzt nicht wirklich.

      Wir lassen den Tag wieder gemütlich angehen, um 11 Uhr sind wir bereit für den 1. Vortag unseres Lektors, Klaus Kiesewetter. Wie sich herausstellt, war er auch schon öfters für Hurtigruten tätig. Ca 45 Minuten hören wir etwas über unser morgiges Ziel Cadiz und die Umgebung.

      Weil es recht schön und warm draußen ist, machen wir einen Versuch in Sachen lauschiges Plätzchen draußen finden und werden achtern auf Deck 6 fündig. Allerdings muss man hier immer drauf achten, dass die Jogger noch vorbei kommen. Da hinten gibt es gottseidank auch keine Musikbeschallung.

      Dann wird es Zeit für ein kleines Mittagessen, wo wir gleich bis zur Kaffe- und Kuchenzeit draußen auf Deck 9 einen Tisch finden. Irgendwann ist dort auch die Sonne weg und ich beschließe es im Saunabereich zu versuchen. An Seetagen gibt es nachmittags 3 Aufgüsse, außerdem bekomme ich einen bequemen Sessel. Ich brauch nur den Bademantel tragen, somit dürfte ich sowas wie meinen Lieblingsplatz indoor gefunden haben.

      Zum Abendessen gibt es heute die Wahl zwischen Afrika und Philippinen. Wir entscheiden uns für philippinisch und genießen Speisen vom Teppanyaki-Grill. Danach geben wir den Aida Stars noch eine Chance und lassen den Tag bei einem Cocktail in der Anytime Bar ausklingen. So schnell kann ein Seetag rum sein.

      Mittwoch, 27. Februar 2019 – Cadiz Teil 1
      Der Sonnenaufgang mit 8 Uhr ist heute recht spät, deshalb bin ich ausnahmsweise schon wach und springe schnell in etwas Kleidung um draußen zu fotografieren. Wir stehen bereits mitten im Zentrum von Cadiz.
      (unser Ausblick von der Kabine)

      Gegen 10 Uhr begeben wir uns auf Erkundungstour durch die Altstadt. Es ist nicht weit zum Rathaus und zur Kathedrale.

      Unser erstes Ziel, dass wir uns näher anschauen wollen, ist die Markthalle. Es gibt viel frischen Fisch und Meeresfrüchte – einfach herrlich, ein Augenschmaus!


      Danach schlendern wir weiter durch die engen, vom Karneval geprägten Gassen. Dieser beginnt allerdings erst am nächsten Tag, die Vorbereitungen sieht man überall.

      Mehr durch Zufall landen wir in der schönen Calle Virgen de la Palma. Wie der Name schon sagt, ist die Straße von Palmen gesäumt. Außerdem gibt es viele Restaurants, abends ist hier sicher mehr los. An der Strandpromenade Av. Campo del Sur verlassen wir die Gassen der Altstadt.


      Ganz in der Nähe geht es zum Castillo de San Sebastian. Ein langer Steindamm führt hinaus zum Castillo, dann steht man allerdings wegen Renovierungsarbeiten vor geschlossenen Türen.


      In der Strandbar am Stadtstrand La Caleta machen wir eine Pause. Es ist auch heute wieder sonnig und warm. Danach werfen wir einen Blick ins Castillo de Santa Catalina, der Eintritt ist frei und die Anlage entpuppt sich als wirklich hübsch, außerdem gäbe es verschiedene Ausstellungen zu besichtigen.
      :gr-blume: Sandra

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    • Mittwoch, 27. Februar 2019 – Cadiz Teil 2
      Wir gehen dann noch bis zum Botanischen Garten , biegen aber wieder ab in die Altstadt. Vom Gran Teatro Falla folgen wir der Calle Sacramento zum Torre Tavira. Der Eintritt von EUR 6,- beinhaltet auch die Camera Obscura und der Ausblick ist einfach phantastisch. Zufällig dauert es auch gar nicht lang bis zu einer deutschsprachigen Vorführung der Camera Obscura (torretavira.com/de/was-ist-eine-camera-obscura/). So lernen wir auch noch sehr kompakt einige Details über Cadiz.


      Um eine Kleinigkeit zu essen, gehen wir zur Kathedrale zurück, da es schon fast 16 Uhr ist, ist der Hunger doch größer. Danach wollen wir noch einen Blick auf das römische Theater werfen, allerdings sieht man von außen nichts und die „Attraktion“ hat bereits geschlossen. Als wir wieder am Rathaus vorbei kommen, sehen wir weitere Vorbereitungen. Es werden gerade riesige Karnevalsfiguren auf den Balkon gestellt.


      Da uns Cadiz irgendwie gefesselt hat, laufen wir trotz mittlerweile lahmer Füße noch ein Stück die Calle San Francisco hoch und finden unseren Weg zurück zum Schiff.


      Mit dem Sonnenuntergang gegen 19:30 sollten wir Cadiz wieder verlassen. Doch der Kapitän informiert uns, dass wir nur ablegen werden um das Schiff einmal zu drehen. Das Loading ist noch nicht abgeschlossen, weil ein Kran nicht zur Verfügung gestellt wurde. So brauche man das Förderband, dass es auf der Cara aber nur steuerbord gibt um die restlichen Paletten zu verladen. Zitat des Kapitäns: „Das Bier steht noch auf der Pier, deswegen bleiben wir noch hier.“ Die verspätete Abfahrt würde auch unsere nächste Ankunftszeit nicht beeinträchtigen.

      Nachdem wir gedreht haben, gehe ich auf Deck 6 (Umlaufdeck) um mir das Loading anzusehen. Ein bisschen erinnert mich das hier an HR.

      Um 20:00 Uhr gehen wir dann zum Abendessen, heute zum Thema Spanien.
      Anstatt einer Show im Theater, gibt es heute mal wieder eine Show am Pooldeck, danach werden die Laser aus den 90ern wieder belebt. Irgendwann zwischen 21:30 und 22:00 Uhr war dann das Loading auch fertig und es ging los in Richtung Lissabon.
      :gr-blume: Sandra

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    • Donnerstag, 28. Februar 2018 - Lissabon Tag 1
      In der Nacht dürfen wir 1 Stunde länger schlafen, denn die Uhren werden für Portugal zurück gestellt. Das hilft natürlich auch unserer Verspätung vom gestrigen Abend. Um 16 Uhr sollen wir in Lissabon sein.
      Wir beginnen den halben Seetag wieder sehr gemütlich, um 11 Uhr lauschen wir wieder dem Lektor um ein bisschen etwas über Lissabon zu erfahren. Danach gehen wir zum Poolbrunch mit kalten und warmen Portwein-Punsch.

      Bereits um 14 Uhr ist die berühmte rote Brücke „Ponte 25 de Abril“ zu erkennen, also sichern wir uns einen Platz auf Deck 6 vorne um gut fotografieren zu können. In der nächsten Stunde nähern wir uns langsam der Hauptstadt Portugals. Noch bevor wir die Brücke unterqueren sehen wir schon die ersten Sehenswürdigkeiten, den Torre de Belem, dahinter das Hieronymuskloster, sowie das Denkmal der Entdeckungen.


      Dann geht es unter der Brücke durch, die ihren ganz eigenen Sound hat.


      Danach sieht man rechts die Christus-Statue. Bilder dazu folgen bei der Ausfahrt, da waren die Lichtverhältnisse besser. Ganz langsam schiebt sich die Cara den Tejo entlang, vorbei am Praca do Comercio nach Alfama. Dort braucht das Schiff noch eine geschlagene Stunde bis es um 16 Uhr endlich am Neuen Cruise Terminal in St. Apolonia festgemacht hat.


      Nachdem das Schiff von den Behörden freigegeben ist, gehen wir gleich an Land und laufen gleich mal durch die Gassen von Alfama und kommen bei der Kathedrale „Sé de Lisboa“ wieder heraus. Auf dem Platz ist wildes Treiben, ein Haufen Tuk Tuks stehen der Straßenbahn im Weg und umgekehrt. Die Kathedrale ist auch noch offen und so werfen wir einen Blick hinein.


      Den Hügel hinunter geht es weiter in die Baixa, die Unterstadt. Da besorgen wir uns auch eine 24 h-Karte für die öffentlichen Verkehrsmittel. Darin inbegriffen sind nämlich auch die Funiculares sowie der Aufzug. Der Elevador de Santa Justa (Baujahr 1902, 45 m hoch) ist auch unser nächstes Ziel. Anstatt 1 Stunde in der Schlange zu warten, hätten wir auch zu Fuß nach oben gehen können, aber irgendwie gehört das Warten dort wohl zu Lissabon. Anstatt der zwei je 24 Personen fassenden Liftkabinen, ist auch nur eine in Betrieb. Und so ist es leider schon dunkel, als wir oben im Stadtteil Chiado ankommen.


      Wir laufen ein wenig durch die dunklen und noch wenig belebten Gassen zum Miradouro de Sao Pedro de Alcantara. Warum auch immer stoßen wir dort auf große Absperrgitter, die die Aussicht versperren. Deshalb halten wir uns nicht lange auf und mit der Funicular da Gloria geht es wieder hinunter zum Praca dos Restauradores.




      Dort liegt an einer Ecke auch das Hard Rock Cafe. Ein T-Shirt wird gekauft und eigentlich hatten wir vor, hier nochmal ein Steak zu essen, aber dies wäre mit Wartezeit verbunden. Also laufen wir über den Praca do Rossio zurück in die Baixa und nehmen für zwei Stationen die Straßenbahn wieder hoch in Richtung Kathedrale. Dort finden wir ein kleines Lokal, wo wir etwas Trinken. Zum Abendessen nützen wir die Pizzaecke am Schiff. Danach fallen wir müde in die Betten .
      :gr-blume: Sandra

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    • cetraria wrote:

      Torre de Belem


      Ja, den möchte ich auch gerne mal im Original von Nahen sehen. Bisher habe ich ihn lediglich aus der Luft bei Starts und Landungen in Lissabon, und die kleinere Version in Mindelo/Kapverdische Inseln gesehen.
      Gruß Jobo,

      Die gefährlichste aller Weltanschauungen ist die Weltanschauung der Leute, welche die Welt nicht angeschaut haben.
      - Alexander von Humboldt -

      (Links zu meinen Reiseberichten finden sich im Profil/über mich)

    • Freitag, 1. März 2018 – Lissabon Tag 2
      Gegen 10 Uhr starten wir wieder los, diesmal ziemlich geradeaus hoch vom Terminal durch Alfama. Einen richtigen Plan haben, wohin es gehen soll, haben wir nicht. Die Zeit ist viel zu kurz um sich für die Sehenswürdigkeiten ausreichend Zeit nehmen zu können. So ist von Anfang an klar, dass wir nicht nach Belem zum Kloster und Turm fahren werden.

      Durch die Gassen von Alfama erreichen wir diesmal das Castelo de Sao Jorge, allerdings gehen wir auch da nicht hinein. So verirren wir uns ein wenig da oben, finden dann aber einen Weg über verschiedene Treppen nach unten zum Martim Moniz-Platz. Dort sehen wir ein bekanntes Bild von gestern, eine Warteschlange, diesmal auf die Tram 28. Wir bleiben also bei den Füßen als Fortbewegungsmittel.


      Durch die Baixa, wieder vorbei am Elevador Santa Justa, gehen wir durch die Rue Garrett und besuchen einen alten Buchladen. Im Cafe A Brasileira machen wir eine Pause.


      Wir folgen noch ein Stück den Schienen der Straßenbahn in der Rua do Loreto zur Largo Calhariz. Denn hier startet die Funicular da Bica hinunter bis fast an den Tejo. Wir nutzen unsere 24 h-Karte und fahren mit hinunter und mit der nächsten Bahn wieder den Hügel hinauf. Ein wirklich schönes Erlebnis.


      Und dann kommt am Largo Calhariz auch die Tram 28 entlang, als wir einsteigen ist sie fast leer, das bleibt auch die ganze Fahrt über so. Wir fahren mit bis an die Endhaltestelle am Martim Moniz-Platz.


      Dann ist es auch schon an der Zeit den Weg zum Schiff zurück zu finden, denn um 16 Uhr heißt es wieder „Leinen los“. Dazu nehmen wir wieder die Füße in die Hand und laufen durch bis zum Praca Comercio und noch ein Stück weiter, dann schlagen meine Fußsohlen Alarm und wir warten auf einen öffentlichen Bus, der uns bis vor das Schiff bringt.

      Viel Verschnaufspause gönnen wir uns nicht, denn es geht pünktlich und bei Sonnenschein wieder unter der Brücke durch hinaus in den Atlantik. Vorher wird noch eine Pirouette zur Kompasseinstellung gedreht.




      Wir lauschen um 17 Uhr wieder dem Lektor – ein spannender Vortrag über Christoph Kolumbus. Danach verbringen wir die Zeit bis zum Abendessen im Wellnessbereich. Heute kann italienisch oder mexikanisch gespeist werden, für uns wird es mexikanisch. Danach gebe ich einem jungen Jonglierkünstler im Theater eine Chance. Dann geht es recht schnell in die Koje, morgen wollen wir schon früh unterwegs sein.
      :gr-blume: Sandra

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    • Samstag, 2. März 2019 – Leixoes/Porto Teil 1

      Heute stehen wir schon um 6:30 Uhr auf um um 7 Uhr für das Frühstück bereit zu sein. Wir wollen gleich los, nachdem das Schiff um 8 Uhr in Leixoes angelegt hat. Während wir uns anziehen, beginnt die Cara plötzlich zu rollen. Ich erkenne im Fenster schon die Hafeneinfahrt und mir ist klar, dass wahrscheinlich die Stabilisatoren eingefahren wurden. Die Dünung ist stark und so rollen wir ziemlich. Plötzlich ertönt die Stimme des Kapitäns, dass wir auf Grund der Schiffsbewegungen doch im Bett bleiben sollen ?( :pillepalle: :laugh1: :laugh1: :laugh1: – ja genau, selten so gelacht. Bevor wir zum Frühstück gehen, machen sich leider noch die diversen Broschüren, die im Fenster stehen selbsständig und zerstören ein Glas auf der darunter liegenden Kommode. Naja, shit happens, wir gehen frühstücken, um die Scherben soll sich später der Zimmerservice kümmern.

      Als wir durch die Aida Bar laufen, sehen wir, dass sämtliche Gläser ihren Platz am Boden der Bar gefunden haben – und dieses Schiff will auf die Biscaya? Echt jetzt? :hmm: :dash: :wacko1: Wir sind eigentlich ziemlich fassungslos. Das Restaurant ist jedenfalls noch ziemlich leer, bald hört die Schaukelei auch auf. Ich ahne Böses, denn auf Marinetraffic habe ich bereits gesehen, dass uns eine sehr bewegte Biscaya bevorstehen könnte.

      Aber nun volle Konzentration auf Porto. Wir sind bei den ersten dabei, die das Schiff verlassen. Wir werden mit einem Shuttlebus zum Hafenausgang gebracht. Von dort laufen wir zur Station der Metro. Ich habe diesen Tag schon im Vorfeld ziemlich genau geplant und mich somit sofort mit dem Fahrscheinautomaten zurecht gefunden. Diese Linie bringt uns größtenteils oberirdisch direkt ins Zentrum von Porto, wir nehmen den Ausstieg Bolhao. Eigentlich wollen wir in die Markthalle, stattdessen können wir einen Feuerwehreinsatz beobachten und feststellen, dass die Markthalle eine große Baustelle ist. Den nahe gelegenen Ersatzstandort finden wir nicht, also gehen wir zum Rathaus.


      Jobo hat ja bereits ausführlichst über Porto berichtet, deswegen versuche ich jetzt darzustellen, was wir so an nur 1 Tag gemacht haben.

      Vom Rathaus führt uns der Weg ein Stück die Av. Dos Aliados hinunter, dann biegen wir rechts ab, wir möchten zu einem Flohmarkt, der zufällig heute am Praca de Carlos Alberto stattfindet. Dort sind wir dann ca. um 10 Uhr, es werden noch Stände aufgebaut, aber es ist mehr ein Kunstmarkt. Trotzdem finden ein paar Schallplatten den Weg in A.s Tasche. Ich seh mir inzwischen die Blütenpracht an.


      Vorbei an der Igreja dos Carmelitas umkreisen wir die Universität. Ganz in der Nähe befinden sich hier die berühmte Buchhandlung Livraria Lello sowie der Torre dos Clerigos. Die Buchhandlung lassen wir auf Grund der langen Schlange aus und probieren es am Torre dos Clerigos. Doch das ist nur die Schlange zur Kasse, wo uns gesagt wird, dass wir um auf die Aussichtsplattform zu kommen, oben nochmal ca 50 Minuten warten müssten. Schnell finden wir den Weg wieder nach draußen, denn so viel Zeit haben wir einfach nicht.


      Also laufen wir wieder in Richtung Praca Liberdade und Bahnhof Sao Bento. Auf dem Weg dahin schauen wir kurz in den Hard Rock Shop sowie zu Mc Donald. Dieser war früher das Imperial Cafe und wurde von der Fast-Food-Kette nahezu im Originalzustand belassen.


      Ein paar wenige Schritte weiter sind wir schon am Bahnhof, der für seine Azulejos berühmt ist. Nach einer kurzen Pause in einem mittelmäßigen Cafe gehen wir zur Kathedrale. Auch diesen Gebäudekomplex umrunden wir einmal, gehen aber nicht hinein, da sich mir nicht erschließt, wo der Eingang ist.


      Und dann laufen auch wir wie viele andere die Ponte Luis auf der oberen Etage entlang bis ungefähr bis zur Mitte und genießen die Aussicht. Eigentlich würde ich auch gerne bis ganz auf die andere Seite und einen Blick in die vielen Portwein-Betriebe werfen. Aber dafür ist die Zeit eindeutig zu knapp. So gehen wir wieder zurück um den Treppenabgang zur unteren Etage zu finden. Das klappt auch gut.


      Teil 2 folgt...
      :gr-blume: Sandra

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    • cetraria wrote:

      mir nicht erschließt, wo der Eingang ist.


      :laugh1: Der Eingang ist in dem Gebäude rechts neben der eigentlichen Kathedrale. Normalerweise hängt aber an der Tür der Kathedrale ein Schild, dass mit Pfeil nach rechts zu dem Eingang zeigt. :search:
      Gruß Jobo,

      Die gefährlichste aller Weltanschauungen ist die Weltanschauung der Leute, welche die Welt nicht angeschaut haben.
      - Alexander von Humboldt -

      (Links zu meinen Reiseberichten finden sich im Profil/über mich)

    • Jobo, mit dem Kommentar hab ich gerechnet :laugh1:
      Ehrlich gesagt, war der Porto-Tag mein Tiefpunkt auf dieser Reise. Ich musste einsehen, dass die ganze Planerei total für die Katz ist, wenn dein Mann, der dir sonst immer fast davon läuft, plötzlich den Schleichgang einschaltet :pardon: und hinter jede Ecke schaut. Außerdem sollten wir am nächsten Tag ein große Kathedrale besuchen, ich wollte ihn nicht mir Kirchenbesichtigungen überstrapazieren, vor allem weil zu dem Zeitpunkt gerade die Sonne schön raus kam.

      Samstag, 2. März 2019 – Leixoes/Porto Teil 2

      Hier noch ein paar Impressionen vom Treppenabstieg nach Ribeira:


      Nachdem die Häuser von Ribeira in allen Variationen abgelichtet sind, stürzen wir uns ins Getümmel der Touristen. Es gibt ein paar Marktstände, wo wir ein paar Souvenirs erstehen. Dann ergattern wir ein Plätzchen an der Sonne eines kleinen Lokals, ich würde es fast schon Portwein-Greißler nennen. Wir gönnen uns eine Kostprobe mit Oliven und Brot und kaufen sogar eine Flasche des probierten Favoriten (übrigens nicht teurer als im Supermarkt).


      Wir schauen noch etwas in den Gassen um dann wieder die große Straße zu finden, wo Straßenbahn und Busse fahren. Unsere benötigte Station finden wir in der Nähe der Kirche Sao Francisco. Mit dem Bus 500 (sogar ein Stockautobus) fahren wir dann die Küste entlang zurück nach Leixoes. Da wir noch ein bisschen Zeit haben, besuchen wir noch einen Supermarkt, bevor es um 17:30 Uhr „Alle an Bord“ heißt.

      Irgendwie hat mich der Charme von Porto nicht erreicht, was wahrscheinlich daran liegt, dass wir nach Cadiz und Lissabon schon viel gesehen hatten.
      Wir fahren in den Sonnenuntergang, um 20 Uhr genießen wir das Buffet zum Thema Alpen. Die Schlagergranaten-Show sparen wir uns allerdings und lassen den Abend in der Kabine ausklingen.
      :gr-blume: Sandra

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    • Sonntag, 3. März 2019 – La Coruna/Santiago de Compostella

      Da wir ab heute wieder in Spanien sind, wird uns in der Nacht eine Stunde gestohlen. Allerdings können wir es heute gemütlich angehen, wir haben einen Ausflug nach Santiago de Compostella gebucht, Abfahrt ist erst um 10 Uhr.

      Pünktlich um 8 Uhr legen wir in La Coruna an, kurz danach ertönt mal wieder die Stimme des Kapitäns aus dem Kabinenlautsprecher. Es wird das wahr, was ich bereits geahnt habe. Auf Grund des aufziehenden Sturms auf der Biscaya, bleiben wir bis zum nächsten Tag um 12 Uhr in La Coruna. Honfleur wird ausgelassen und wir fahren direkt weiter nach Dover. :girl_cray2: :girl_cray2: :girl_cray2: Wer mich kennt weiß, dass ich mich auf ordentliche Wellen gefreut hätte, allerdings scheint dieses Schiff nicht wirklich seefest zu sein, wenn ich an den Scherbenhaufen der Gläser in der Bar des vergangenen Morgens denke. Und auf das kleine französische Städtchen Honfleur hätten wir uns natürlich auch gefreut.

      Beim Frühstück dreht sich natürlich alles um die Durchsage des Kapitäns, um 10 Uhr sitzen wir bereits im Bus für unseren Ausflug. Eigentlich nur ein Transfer nach Santiago, weil wir uns da auf kein Bahnabenteuer einlassen wollen. Trotzdem ist eine Reiseführerin mit im Bus, die uns ein bisschen was erzählt. Natürlich auch übers Wetter, und dass es kaum einen Tag in Santiago ohne Regen gibt. Also wir uns der Stadt näheren, werden auch die Wolken immer dichter, aber es bleibt vorerst trocken.

      Nach ca 50 Minuten Fahrt werden wir für 4 Stunden „frei“ gelassen. Ich nehme vorweg, dass 4 Stunden sehr ausreichend sind. Wir haben alle Gassen erkundet, 2x Pause gemacht und waren auch in der Kathedrale. Leider eine Enttäuschung, da innen gerade renoviert wird und man im Grunde gar nichts sieht. Der komplette Altar ist ein einziges Baugerüst. Die Bauarbeiten werden wahrscheinlich bis zum nächsten heiligen Jahr 2021 andauern. Sogar die tägliche Pilgermesse um 12 Uhr wird zur Zeit in einer anderen Kirche abgehalten.


      Anstatt Pilger sehen wir lustige Karnevalsgruppen, die durch die Gassen ziehen. Auf den letzten Metern zum Bus müssen wir noch die Regenjacken hervor holen. Am Rückweg fallen mir die Augen zu, meine Seele und mein Körper verlangen schon dringend nach einem Seetag. :wacko1: :sleeping:


      Für den restlichen Nachmittag und Abend geht es wieder in den Wellnessbereich. Das Abendessen steht für uns heute unter dem Motto USA. Die Cotton-Club Show haben wir jedenfalls nicht angesehen, vermutlich sind wir müde ins Bett geschlichen um am nächsten Vormittag noch ein bisschen was von La Coruna zu haben.
      :gr-blume: Sandra

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    • cetraria wrote:

      Der komplette Altar ist ein einziges Baugerüst. Die Bauarbeiten werden wahrscheinlich bis zum nächsten heiligen Jahr 2021 andauern. Sogar die tägliche Pilgermesse um 12 Uhr wird zur Zeit in einer anderen Kirche abgehalten.

      Gut zu wissen - meine bessere Hälfte pilgerte letztes Jahr von Sevilla nach Santiago (mit Abstecher nach Cap Fisterra 1200km!), und war begeistert von der Pilgermesse in der Kathedrale, eine tolle Erfahrung, auch wenn man nicht katholisch ist. Besonders eindrücklich wenn das grosse Weihrauchfass geschwenkt wird. Da er möglicherweise nächstes Jahr wieder pilgern möchte ist er wohl enttäuscht.
      Jan 2009 FM ~ Jan 2010 NL ~ Jan 2011 FRAM (Antarctica) ~ Apr 2011 NN ~ Mrz 2012 LO ~ Jan 2013 LO (Alta) ~ Feb 2014 KH ~
      Jan 2016 LO ~ Feb 2018 LO

      Reiseberichte siehe Profil !


    • @Arctica Ich hatte im Vorfeld der Reise schon herausgefunden, dass der Weihrauch bei den täglichen Pilgermessen nicht geschwenkt wird, auch nicht sonntags. Ich fand die Angabe mit jeweils freitags um 19:30 oder quasi bei den Pilgermessen, wenn es jemand bezahlt. Von der großen Baustelle im Inneren der Kirche habe ich nirgends gelesen. Wir haben auch erst im Bus davon erfahren und wurden auf den Seiteneingang hingewiesen, sowie auf die andere Kirche, wo die Messe statt findet. Im Zuge der Bauarbeiten wird wohl immer wieder ein anderer Abschnitt mit Gerüst versehen werden, bei uns war es so, dass man das Hauptschiff erst gar nicht sah. Da ich sowieso durch die Seetage ein bisschen Spielraum für Bilder habe, hier noch ein 2 vom Handy:


      Montag, 4. März 2019 – La Coruna Tag 2

      Die Nacht im Hafen war grundsätzlich ruhig, bis auf die seit gestern lärmenden Lautsprecher in den Kabinengängen. An der Rezeption erklärt man mir, dass die immer an sind. Aha, warum dann plötzlich erst seit gestern? Jedenfalls liegt so ein Lautsprecher direkt vor unserer Kabine und man kann die Musik auch drinnen wahr nehmen. Asgeir versucht es nochmal an der Rezeption und siehe da, es wird auf Grund mehrere Beschwerden daran gearbeitet.

      Das Bordreisebüro hatte sich bemüht noch 1-2 Ausflüge für den Vormittag in La Coruna zu organisieren, allerdings wären die Abfahrtszeiten mit 7 Uhr sehr früh gewesen. So sind wir kurz nach 9 Uhr unterwegs und spazieren durch die Altstadt, besuchen einen Supermarkt und trinken noch einen Kaffee an der Promenade mit Blick aufs Schiff. Es ist schon etwas kühler geworden, aber in der Sonne lässt es sich gut aushalten.


      Um 11:30 Uhr sind wieder Alle an Bord, gleichzeitig beginnt der Poolbrunch, der immer an Seetagen zu verschiedenen Themen stattfindet. Die Offiziere stehen dabei in der Line am Buffet und bedienen die Gäste. Allerdings ist es da immer sehr eng mit den Plätzen und es isst sich eher ungemütlich auf den Liegestühlen.

      Schlepperbande :mosking:

      Pünktlich um 12 Uhr verlassen wir La Coruna und gleich nach der Hafenausfahrt setzen die Wellen ein. Die maximale Wellenhöhe am Weg bis nach Dover wurde mit 6,5 m geschätzt, also nicht recht wild. Ich habe auch das Gefühl, dass die Gäste die Bewegung mehrheitlich genießen, während die Crew hektisch Stühle in der Calypso Bar zusammen stapelt.



      Um 14 Uhr gibt es wieder einen Vortrag von Herrn Kiesewetter zum Thema Biscaya, Ärmelkanal und Nordsee. Danach nutzen wir mal das Kuchenbuffet, bevor wir den restlichen Nachmittag im Wellnessbereich oder in der Kabine verbringen. Unser gewähltes Abendbuffet steht unter dem Motto „Brasilien“. Eigentlich ist heute ja Rosenmontag und es war für Abends eine große Karnevalsshow geplant. Da sich das Theater aber im Bug des Schiffes befindet, wird diese abgesagt. Stattdessen wird ein Film auf Leinwand gezeigt bei dem ich hängen bleibe bevor es in die Koje geht. Es schaukelt sehr angenehm.

      Dienstag, 5. März 2019 – Seetag

      Damit wir uns einen Tag länger daran gewöhnen können, werden in der Nacht mal wieder die Uhren 1 Stunde zurück gedreht. Trotzdem gehen wir den Tag langsam an, zelebrieren das Frühstück und kommen zu spät zur Nautischen Stunde des Kapitäns, der sympathisch Rede und Antwort steht.

      Dann beginnt sie wieder, die Suche nach einem gemütlichen Plätzchen, wo man sein Buch lesen kann. Im Endeffekt verziehe ich mich nach Kaffee und Kuchen wieder in den Wellnessbereich. Heute gehen wir dann schon früher als sonst zum Thema Provence zum Abendessen. Heute wären wir ja eigentlich in Frankreich gewesen und haben die französische Saunanacht mit Massage gebucht. Um 20:30 geht es los, es gibt 2 Aufgüsse in der Finnischen Sauna, 25 Minuten Massage, Körperpeeling zum selbst auftragen, eine Gesichtsmaske mit Entspannung bei einer Traumreise. Leider sind die 2,5 Stunden dafür fast zu knapp bemessen. Aber so erleben wir um 23 Uhr noch die Ankunft in Dover im Bademantel an Deck. Mittlerweile regnet es. Der Kapitän hat die frühe Ankunft extra so berechnet, weil es wieder Sturm geben soll.
      :gr-blume: Sandra

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