Antarktis – Eis ohne Bären (5.11.-20.11.2018)

    • Antarktis
    • nick wrote:

      Es war nie lang, nicht aufdringlich und man hat auf der Midnatsol ja immer die Chance auf die obere Etage des Panoramasalons auszuweichen.

      Das ist der Vorteil der MIDNATSOL, auf der FRAM hat man ja kaum Ausweichmöglichkeiten.

      nick wrote:

      da es von fleißigen Händen bis nach Buenos Aires gebracht wird.

      Habe gerade Kopfkino wie eine Karawane Burschen mit den Koffern nach BA rennt... :laugh1:

      nick wrote:

      Diesmal bitten wir den Kellner vorher um getrennte Rechnungen,

      Etwas das in der Tat in südlichen Ländern immer Unverständnis und Kopfschütteln auslöst... :whistling:
      Jan 2009 FM ~ Jan 2010 NL ~ Jan 2011 FRAM (Antarctica) ~ Apr 2011 NN ~ Mrz 2012 LO ~ Jan 2013 LO (Alta) ~ Feb 2014 KH ~
      Jan 2016 LO ~ Feb 2018 LO

      Reiseberichte siehe Profil !


    • nick wrote:

      Diesmal bitten wir den Kellner vorher um getrennte Rechnungen


      Arctica wrote:

      Unverständnis und Kopfschütteln auslöst..


      Nicht nur das, man spricht dort dann meistens von einer Bezahlung "auf deutsche Art" .... 8|
      Gruß Jobo,

      Die gefährlichste aller Weltanschauungen ist die Weltanschauung der Leute, welche die Welt nicht angeschaut haben.
      - Alexander von Humboldt -

      (Links zu meinen Reiseberichten finden sich im Profil/über mich)

    • lynghei wrote:

      Die 'gelbe' Kirche wirkt richtig schön .


      Ja finde ich auch, das Sonnengelb macht sie so freundlich.

      19.11. Tigre-Delta, Abreise

      Wir treffen uns zu einem gemeinsamen Frühstück im Hotel bevor E nach Iguacu weiterfliegt. Der Tangoabend hat ihm sehr gut gefallen.
      Ein Bus holt uns zum Ausflug ins Tigre Delta ab. Ein sehr schöner, warmer Tag erwartet uns.
      Es ist Feiertag (National Sovereignty Day), eigentlich am 20.11., aber Feiertage werden in Argentinien mit dem Wochenende verbunden.
      Die Fahrt führt nach Norden durch schöne Vororte von Buenos Aires. Grace begleitet uns als kompetente Reiseführerin.

      Die Straßen sind leer, am Tigre ist dafür sehr viel los. Viele Argentinier sind mit Picknickausrüstung, Kinderwagen, Kanu oder Ruderboot unterwegs.

      Wir steigen auf ein Ausflugsboot und genießen 1h Rundfahrt durch das Delta.



      Nette Häuschen, alles wird hier aufgrund fehlender Alternativen mit dem Boot erledigt, sogar der Supermarkt fährt auf dem Wasser.
      Unterwegs gibt es einen merkwürdigen Kaffee und einen Keks. Es ist aber ein Gerücht, dass der Tigre wegen des Kaffees so braun ist. :D



      Nach einer Stunde im Hotel geht es mit dem Shuttlebus zum internationalen Flughafen.



      Lars von Hurtigruten ist wieder da.

      Bei der Passkontrolle wird erneut ein Foto gemacht und ein Fingerabdruck abgenommen.
      So langsam macht sich Hunger breit. Aber auch dagegen findet sich etwas auf dem Flughafen.

      Der Abflug erfolgt pünktlich, auch der Kapitän der Midnatsol fliegt mit.
    • 20.11. The End
      Pünktliche Ankunft in Frankfurt nach einer Nacht mit wenig Schlaf.
      Nach einer herzlichen Verabschiedung von den letzten beiden aus unserer „Alleinreisegruppe“, für die hier Schluss ist, gehe ich zu meinem Anschlussflug und muss davor noch meine Wasserflasche bei der Sicherheitskontrolle abgeben. Mein Einwand, dass das auf dem Langstreckenflug auch kein Problem war, überzeugt niemanden.

      Nun bin ich tatsächlich wieder zuhause. Es ist auch kalt und die Reste des ersten Schnees sind noch sichtbar. Aber es ist trotzdem eine völlig andere Welt.
      Es war eine ganz besonders schöne Reise, wie man vielleicht schon aus dem Bericht herausgelesen hat. Ich bin dankbar, dass ich die Antarktis besuchen konnte. Ja, ich würde sofort wieder fahren!

      Vielen lieben Dank für das Mitlesen und die Kommentare. :sdanke:

      Wenn jemand noch mehr wissen möchte, kann er sich sehr gerne bei mir melden.

      Dies und das – oder was bisher keinen Platz hatte:

      Reisezeit: Zu Beginn des antarktischen Sommers, zweiter möglicher Termin. Wir hatten an allen Anlandestellen noch viel Eis und Schnee, was den typischen Pinguingeruch stark reduzierte. Dafür wären zu einem späteren Zeitpunkt dann die Jungtiere zu sehen und die Tage (noch) länger.

      Die Midnatsol als Expeditionsschiff: Größer als viele andere, dadurch vermutlich stabiler bei der Überfahrt, bestens ausgerüstet. Das Umlaufdeck bietet viel Patz und ist zum Fotografieren super, man traf dort meistens die gleichen wenigen Mitreisenden. Bei einigen Anlandepunkten in der Antarktis gibt es Beschränkungen für die Größe (=Passagieranzahl) der Schiffe, für Port Lockroy z.B. waren wir zu viele. Es gibt zwei Tenderpits für die Polar Circle Boote, was das Ein- und Aussteigen beschleunigt.

      Verpflegung: Ich fand das Essen immer sehr lecker. Gefühlt gab es immerzu etwas, zusätzlich zu den drei Hauptmalzeiten noch einen Nachmittagssnack und ein Frühstück für Frühaufsteher. Wasser, Tee und Kaffee standen immer bereit. Bei der Rückkehr von den Bootsausflügen kam man immer an Thermoskannen mit heißem Tee vorbei.

      Das Personal vom Zimmermädchen bis zum Kapitän war extrem freundlich und machte den Eindruck, als wäre es sehr gerne da. Jeder sprach Englisch, einige auch Deutsch. Die Mitglieder des Expeditions-Teams waren immer präsent und standen jederzeit für Fragen zur Verfügung.

      Die Kabine: Für mich war die Innenkabine genau richtig. Sie bot alles, was ich brauchte. Dazu gehören für mich eine gute Matratze und eine ordentliche Dusche. Ich habe nur sehr wenige Stunden darin verbracht, da die Nächte meist sehr kurz waren und ich ansonsten so viel wie möglich draußen sein wollte. Zu zweit muss man sicherlich gut organisiert sein, da der Platz für nasse Kleidung, Stiefel und anderes begrenzt ist.

      Alleine in die Antarktis reisen? Ja, jederzeit wieder. Wer möchte, hat unendlich viele Möglichkeiten Kontakte zu knüpfen. Auch für die Teilnahme an Aktivitäten wie Amundsen Night oder Kajakfahren findet sich immer ein passender Partner.
    • Auch von mir herzlichen Dank für den tollen Bericht, der Erinnerungen wach werden liess :)
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    • nick wrote:

      (....) Wir hatten an allen Anlandestellen noch viel Eis und Schnee, was den typischen Pinguingeruch stark reduzierte. (....)

      Das war die Antwort auf meine nicht gestellte Frage, die mich schon die ganze Zeit während des Mitlesens beschäftigte, als ich die braunen Pinguinspuren auf den Fotos sah. :mosking:

      Vielen lieben Dank für deinen fantastischen Reisebericht, bei dem ich zeitweise das Gefühl hatte, selbst dabei gewesen zu sein! :good3: Bei deinen grandiosen Bildern gerate ich geradezu ins Schwärmen. :love:

      Was für eine Reise?! Ein Traum!!! :girl_sigh:
    • Ich hatte ganz zu Anfang Deines Berichtes gesagt, dass die Antarktis bei uns auch ganz oben auf der Liste steht. Und Dank dieses tollen Berichtes mit den fantastischen Fotos hat sich daran rein gar nichts geändert. Wenn sie nicht schon auf der Poleposition gestanden hätte, wäre sie jetzt dort.

      DANKE!
      Gruß Rainer

      Reiseberichte im Profil.