Mit dem Kussmundschiff unterwegs im Atlantik

    • 2018
    • 11. November 2018 – Ponta Delgada
      07:15 Uhr: Bewölkt aber trocken, knapp 15 Grad, Windstärke 4. Im Moment kommt gerade die Marco Polo rückwärts in den Hafen. Im Hintergrund geht die Sonne auf. Die Marco Polo sieht aus wie ein richtiges Schiff, sehr schön. Sie hat ebenfalls Schleppereskorte. Ein Flugzeug ist auch im Landeanflug. Richtig Verkehr so früh am Tag :)

      20:15 Uhr: 15 Grad, Windstärke 3. Ein toller Tag liegt hinter uns. Nachdem wir unseren Wagen, einen C3, übernommen haben (eigentlich hatten wir eine kleinere Autoklasse gebucht, aber was soll's :D ), finden wir auf Umwegen die passende Straße aus der Stadt heraus. Ich habe mir vorher die AIDA-Ausflugsbeschreibungen durchgelesen und jetzt fahren wir antizyklisch, also zuerst zum berühmten Aussichtspunkt Vista do Rei und den Kraterseen im Westen der Insel. Allein die Straßen mit den Hortensien links und rechts auf dem Weg dorthin sind der Wahnsinn.



      Von Vista do Rei fahren wir mit Zwischenstopp an einem weiteren Aussichtspunkt...



      ...hinab nach Sete Citades.



      Von hier aus geht es weiter Richtung Nordküste...



      … wo uns in einem kleinen Ort plötzlich mitten auf der Straße ein Pulk Läufer jeden Alters und mit Startnummern entgegen kommt. Eigentlich wollen wir die Teeplantagen besuchen und Tee kaufen, aber es ist dummerweise Sonntag... also weiter Richtung Furnas...



      ...mit Fotostopp auf dem Weg dahin.



      Als wir in Furnus ankommen, öffnet der Himmel seine Schleusen und es schüttet 10 Minuten wie aus Eimern. Da aber ohnehin den ganzen Tag Aprilwetter ist, sitzen wir den Schauer im Auto aus. Wir essen was Kleines auf die Hand und lassen uns den Schwefelgeruch der heißen Quellen um die Nasen wehen <X



      Die Straße führt uns weiter am Lago do Congro vorbei, wo wir diesen tollen Baumfarn entdecken... :8o:



      ...zur Südküste und hinauf zum Lago do Fogo. Da geht leider gerade wieder einmal die Welt unter und es wehte ein bitterkalter stürmischer Wind auf dem Aussichtspunkt Pico Barrosa (947 Meter).



      Auf dem Rückweg tanken wir in Lagoa und finden durch Zufall in Ponta Delgada im ersten Anlauf die richtige Straße und die Hafeneinfahrt. Ein blindes Huhn findet eben auch mal ein Korn :mosking: 17:30 Uhr geben wir das Auto wieder ab, da beginnt es bereits zu dämmern und dunkel zu werden. Das geht ja hier immer so schnell. Wir haben uns den ganzen Tag mit der einfachen Karte von der Autovermietung durchgeschlagen. Auch mal schön, so ganz analog :pleasantry_1: unterwegs zu sein. Jetzt sind wir beide ziemlich müde und werden wohl bald in die Federn sinken. Die Marco Polo hat sich vorhin aus dem Staub gemacht. Wir werden 23 Uhr ablegen und Kurs auf die nächste Azoreninsel nehmen :girl_witch:
    • 12. November 2018 – Praia da Vitoria (Terceira)
      08:00 Uhr: Bin heute nur seeeeehr schwer aus der Horizontalen gekommen. War wohl doch anstrengend gestern. Der Himmel ist blau mit paar Wolken. 16 Grad sagt das Thermometer im Moment. Das Zentrum von Praia da Vitoria ist 4 Kilometer entfernt. Wenn ich das richtig sehe, liegen wir an der Außenmole, daher der lange Weg. Wir blicken aus der Kabine heraus auf Container. Es wird ein kostenpflichtiger Shuttle ins Zentrum angeboten, den wir nach dem Frühstück nutzen wollen. Muss noch paar Karten schreiben und dann mal gucken, wo es uns so hintreibt.

      22:45 Uhr: Ein wundervoller Tag liegt hinter uns, mit gaaaaanz viel Sonne. Und leider einem überraschenden Ende. Wir haben uns gerade fertig gemacht, um das Auslaufen 18 Uhr auf Deck 6 zu verfolgen, als vom Kapitän eine Durchsage kam, dass wir Horta nicht anlaufen können. Es zieht ein Sturm auf mit Windstärke 9-10. Vor dem werden wir flüchten und einen Tag eher in Madeira ankommen. Dort liegen wir dann zwei Nächte im Hafen statt nur einer. Manno. Nicht, dass Madeira nicht schön ist, aber wir haben die Reise doch gerade auch wegen der Azoren gebucht ;(
      Na ja, kann man nichts machen. Zum Glück habe ich heute alle Postkarten geschrieben und wir haben sogar Tee kaufen können von der Plantage, die wir eigentlich gestern besuchen wollten. Mein persönliches Erfolgserlebnis heute :D

      Unterwegs in der Stadt...



      ...mit Frischfleisch :hmmz:



      ...und darüber hinaus.



      Kühe mit Ausblick :mosking:



      Heute war es auch wieder mal Zeit für eine Kirche und wir besuchten die Igreja de Santa Cruz (15. Jahrhundert). Besonders schön finde ich das Eingangsportal ^^



      Mittag gibt’s in einem kleinen Lokal an der Promenade mit Meerblick, serviert auf AC/DC (Powerage) :musik: Alfons ist übrigens auch wieder mit unterwegs.



      Abends kam eine Show mit Liedern von Bryan Adams im Theater. Nachts wird die Uhr wieder eine Stunde vor gestellt. Aktuell sind noch 20 Grad draußen und Windstärke 6. Wir sind mit 16 Knoten auf dem Weg nach Madeira :girl_witch: Letzte Nacht muss es wohl etwas geschaukelt haben, zumindest haben wir das aus Gesprächen am Nachbartisch heraus gehört. Aber wir haben davon beide nüscht mitbekommen.
    • Tanja wrote:

      Abends kam eine Show mit Liedern von Bryan Adams im Theater.

      :heart: - hoffe sie wurden (fast) eben so gut vorgetragen...

      Tanja wrote:

      Aber wir haben davon beide nüscht mitbekommen.

      Immer diese Hurtigfahrer... :laugh1:
      Jan 2009 FM ~ Jan 2010 NL ~ Jan 2011 FRAM (Antarctica) ~ Apr 2011 NN ~ Mrz 2012 LO ~
      Jan 2013 LO (Alta) ~ Feb 2014 KH ~ Jan 2016 LO ~ Feb 2018 LO

      Reiseberichte siehe Profil!

    • @Arctica: Na ja, ich finde, die weiblichen Gesangsanteile waren mir zu sehr gekreischt :wacko: Die Männer haben ganz gut gesungen.

      13. November 2018 – Seetag
      09:45 Uhr: Frühstück beendet. Gehen gleich ins Theater, um den nautischen Erklärungen des Kapitäns zum Wetter auf den Azoren zu lauschen. Der Himmel ist mal blau und mal wolkig. Das Thermometer zeigt 19,7 Grad bei Windstärke 7. Mit 16 Knoten geht es immer weiter Richtung Funchal. Haben eben spontan einen Ausflug für morgen Nachmittag gebucht. Wenn wir schon ungeplant länger liegen, müssen wir auch irgendwas mit der gewonnenen Zeit anfangen. Die Meerestiefe ist im Moment 4000 Meter. Noch 708 Kilometer bis Madeira :girl_witch:

      15:15 Uhr: Der Kapitän könnte mir alles verkaufen, glaube ich. Er kam ins Theater, blickte sich um und sagte: „Das ist offenbar die bestbesuchte Veranstaltung der Reise.“ :laugh1: Dann erklärte er sehr kurzweilig die Hafensituation in Horta und die Schwierigkeiten. Wenn ich es mir richtig gemerkt habe, dann ist dort alles recht eng, so dass das Anlegen schon bei gutem Wetter sehr schwierig ist, bei Windstärke 9 unmöglich. Die Cara hat nur im vorderen Bereich Seitenstrahlruder, zudem gibt es in Horta keine Schlepper, die das Schiff unterstützen könnten. Er begründet die Entscheidung auch damit, dass wir nun dem schlechten Wetter einen Tag voraus sind. Wind mit bis zu 60 Knoten könnten auf dem offenen Atlantik ungemütlich werden, sagt er :hmm: Das Theater ist wirklich brechend voll, sogar auf den Treppen sitzen die Leute. Trotzdem ist die Atmosphäre sehr entspannt und keiner nörgelt herum, dass ist schön ^^

      22:30 Uhr: Eben die zweite Show von El Mago Masin gesehen und wieder herzlich gelacht. Es sind immer noch 17 Grad draußen und ein wundervoller Sternenhimmel. Wir halten die 16 Knoten Fahrt, der Wind hat abgeflaut (4).

      14. November 2018 – Funchal (Madeira)
      08:15 Uhr: Blauer Himmel, Dekowolken und schon 17 Grad heute morgen. Wir nähern uns mit 15 Knoten Madeira. Um 11 Uhr sollen wir den Lotsen einsammeln, hat der Kapitän gestern in seiner Abendansprache erzählt. So lang sollte es also nicht mehr dauern, bis wir Madeira entdecken können. Die Nacht habe ich wieder geschlafen wie ein Murmeltier.

      22:30 Uhr: Und es gibt sie doch! Als wir uns heute früh Funchal nähern, sehe ich etwas weiter weg mehrmals den Blas von einem oder mehreren Walen. So genau kann ich das nicht erkennen, das dämliche Fernglas liegt ja wieder in der Kabine... Zweimal springt ein Wal sogar aus dem Wasser.
      Im Hafen warten schon die Costa Pacifica und der wahrscheinlich größte AIDA-Fan der Welt auf die Liebste :hi:



      Pünktlich um 12 liegen wir fest verzurrt an der Pier vorm Hotel mit Christiano Ronaldo-Museum. Nach dem Mittag startet der Ausflug mit Namen „Malerische Aussichten“. Habe ich schon mal erwähnt, dass ich im nächsten Leben kein Busfahrer werden möchte?! :whistling: Auf dem Weg zum Aussichtspunkt Eira do Serrado (1095 m) fahren wir eine mehr als abenteuerliche Straße. Unsere heutige Reiseleiterin kommt aus Finnland, ist geschätzt 70 bis 80 Jahr alt und absolut rührig. Sie liefert auch meinen persönlichen Versprecher des Tages: „Madeira hat viel zu verbieten“ :mosking:



      Nächstes Ziel ist das Cabo Girão, mit 580 Metern die höchste Steilklippe Europas und die zweithöchste der Welt. Da steht man nun auf der Aussichtsplattform mit Glasboden, guckt nach unten und denkt sich so eieiei... :cool:



      Danach geht es weiter zum Aussichtspunkt Pico das Torres mit Blick auf Camara de Lobos und anschließend noch direkt runter in den Ort.



      Nach dem obligatorischen Poncha-Umtrunk bewundern wir diese Kunstwerke. John Lennon besteht zum Beispiel aus Etiketten von Nestea, Mahatma Ghandi aus Brisa-Etiketten und bei Freddie Mercury entdecke ich u.a. Coca Cola.



      18 Uhr sind wir wieder an Bord, da macht sich die Costa eben davon. Nach dem Abendessen drehen wir noch eine Runde durch Funchal. Auch hier hängt schon überall die Weihnachtsdeko, ist aber noch nicht an. Außer im Ritz. Da steht sogar drinne schon der Weihnachtsbaum fix und fertig da :wacko: Es sind noch angenehme 18 Grad bei Windstärke 1.

    • Tanja wrote:

      Auf dem Weg zum Aussichtspunkt Eira do Serrado (1095 m) fahren wir eine mehr als abenteuerliche Straße

      Darum ärgere ich mich immer etwas wenn manche Leute sagen die norwegischen Busfahrer sind die Besten der Welt - nichts gegen norwegische Busfahrer, die zweifellos ihr Handwerk beherrschen, aber in anderen Ländern gibt es sie durchaus auch ;)
      Jan 2009 FM ~ Jan 2010 NL ~ Jan 2011 FRAM (Antarctica) ~ Apr 2011 NN ~ Mrz 2012 LO ~
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      Reiseberichte siehe Profil!

    • Das kann ich nur bestätigen, ich erinnere mich ich an eine Busfahrt auf Madeira, von Curral das Freiras zurück nach Funchal. Rechts 100 m Abgrund, links 100 hoch, die Straße knapp so breit wie der Bus. Das Madonnenbild und der Rosenkranz am Innenspiegel hatten durchaus ihre Berechtigung.
      Es grüßt Capricorn :hut:

      7/11 RW // 3/12 NX // 7/12 FM/VE // 3/13 VE // 1/14 TF // 3/14 LO //
      7/14 NX Verweise auf Reiseberichte im Profil

    • 15. November 2018 – Funchal (Madeira)
      08:30 Uhr: Die Sonne lacht. Gegenüber parkt eben die Oriana von P&O Cruises ein. Es sind aber schon etliche Wolken unterwegs, die Wetter-App sagt über den Tag verteilt 40-60 Prozent Regenwahrscheinlichkeit voraus, mpf. Es sind nur 17 Grad und Windstärke 3. Der Kapitän hat in seiner täglichen Morgenansprache erklärt, dass das heute die Reste vom Sturm über den Azoren sind. Wenn das Jensl aus dem Bad kommt, gehen wir frühstücken. Sind schon ganz schön faul geworden :rolleyes:

      21:45 Uhr: Das war ein Tag mit Aprilwetter. Immer wieder zog eine Wolke über die Berge und es regnete, obwohl unten in Funchal eigentlich die Sonne schien. Deswegen war Monte heute keine Option. 18:30 Uhr entschwand die Oriana. Laut MT geht es für sie jetzt nach Barbados. Sechs Tage auf See, ich würde einen Lagerkoller bekommen :fie: Es sind jetzt 15 Grad und Windstärke 2.

      Wir sind den ganzen Tag umher gelaufen oder haben Kaffee getrunken. An der Promenade treffen wir auf diese schöne Erinnerung an Nelson Mandela. Von dort aus bummeln wir weiter zur Markthalle und holen uns eine Nase Fisch. Nach einem Kaffee mit Blick aufs Meer holen wir uns einige Fassaden-Gestaltungstipps :good3:



      Ob die Miezekatzen wissen, dass sie sich hier besonders fotogen präsentieren? :winki:



      Die Festung war vor zwei Jahren geschlossen, heute können wir hinein. Der Ausblick lohnt den Weg, es geht teilweise ganz schön steil bergauf. Und das WC ist super sauber. Überhaupt gibt es hier sehr ordentliche öffentliche Toiletten, die in der Regel sogar kostenfrei sind. Die Portugiesen halten übrigens auch ganz vorbildlich an jedem Zebrastreifen.



      Danach bummeln wir durch die Gassen abwärts. Und sehen diesen gigantischen Weihnachtsstern. Wir besuchen auch die englische Kirche. Der Friedhof hat leider geschlossen. Nach einem Kaffee in einer der zahlreichen gemütlichen Gassen treffen wir auf die Igreja de São Pedro. Von außen eher unscheinbar, aber ihre Innenwände sind mit portugiesischen Kacheln verziert :woot:



      In der ganzen Innenstadt werden kilometerweise Lichterketten um die Bäume gewickelt und überall hängt Weihnachtsdeko. Sogar in dem lecker Burgerladen, den wir vor zwei Jahren entdeckt und heute wiedergefunden haben, steht schon die Weihnachtsdeko. Ich mag aber immer noch nicht so recht in Weihnachtsstimmung kommen... :mosking:



      Bananen gibt’s hier überall.



      Auf dem Rückweg zum Schiff schlendern wir durch den „Stadtpark“ und den Santa Catarina Park. Zum Abschluss noch ein Gruppenfoto der Liebsten mit der Oriana :girl_sigh:



      Heute gibt es keinen abendlichen Stadtbummel. Wir sind nämle fußlahm :hechel:
      Images
      • AIDA167.jpg

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    • 16. November 2018 – Funchal (Madeira) & Seetag
      20:45 Uhr: Ups, den ganzen Tag noch nichts aufgeschrieben. Das liegt wohl daran, dass ich heute morgen gleich raus gestürzt bin, um das Morgenrot zu fotografieren. 8 Uhr legen wir ab Richtung Lanzarote.



      Letzter Blick auf Madeira, heute mal von ganz oben auf der Liebsten. Hier klingen die Lautsprecher viel besser als auf dem Umlaufdeck. Dafür sieht man nach unten gar nüscht, kann also gar nicht erkennen, ob und wann die Leinen gelöst werden.



      Nach dem Frühstück gibt es eine nautische Stunde mit dem Kapitän und man kann Fragen stellen :D Jetzt weiß ich u.a., dass die Cara bei voller Fahrt einen Bremsweg von 1200 Metern hat und beim nächsten Werftaufenthalt auch für Landstrom ausgerüstet werden soll. Der Kapitän erzählt auch bissel über seinen Werdegang. Er hat nämle seine Karriere auf See auf dem DDR-Schiff MS Fichte begonnen. Das Schiff ist bekannt aus der Fernsehserie „Zur See“. Nach dem Mittag folgt ein Vortrag über die Kanarischen Inseln und hinterher bin ich so müde von dem anstrengenden Seetag, dass ich über eine Stunde auf einem Liegestuhl auf Deck 6 geschlafen habe. Hingesetzt, Augen zu und weg war ich :sleeping:
      Im Calypso-Restaurant ist heute Themenabend Thailand. Sehr lecker. Allerdings haben wir den dritten Abend nacheinander beim Essen über den Solidaritätszuschlag diskutieren müssen (mit jeweils anderen Tischgenossen). Ich mag nicht mehr! :pinch:

      Die aktuellen Daten: 15 Knoten Fahrt, 19 Grad und Windstärke 4.
      Ankunft in Arrecife ist morgen 7:30 Uhr, etwas früher als ursprünglich geplant. Der Kapitän erklärt in seiner Abendansprache, dass nach Sonnenaufgang der Wind auffrischen soll, deswegen wollen wir vorher in den Hafen huschen. Den Lotsen sammeln wir 6:30 Uhr ein. Wetterprognose: bewölkt bis regnerisch...

      17. November 2018 – Arrecife (Lanzarote)
      20:00 Uhr: Der mit Abstand wettertechnisch schlechteste Tag liegt hinter uns. Vormittag war alles noch i.O. Wir hatten von zuhause aus einen Ganztagesausflug bei Guidos Taxi gebucht. 9:30 Uhr sammelte uns Guido zusammen mit zwei Pärchen aus Bochum am Kreisverkehr vorm Hafen ein. Die Chemie stimmt sofort.
      Mit einem Großraumtaxi geht es zunächst zum Jameos del Aqua. Der auf Lanzarote geborene Künstler Manrique hat die Anlage in eine Lavaröhre hinein gebaut. Unser Gruppenpapa holt die Eintrittskarten, so dass wir an der wartenden Schlange vorbei gehen können, hihi. Weil erst um 10 geöffnet wird, ist es noch nicht so überlaufen. Sehr interessant finde ich das Spiel mit der indirekten Beleuchtung (typisch für Manrique) :thumbup:



      Nach dem ersten Stopp fahren wir weiter zu einem Aussichtspunkt mit Blick auf die kleine Nachbarinsel La Graciosa.



      Auf dem Weg dahin machen wir Halt in einer kleinen privaten Bodega, wo wir alles mögliche probieren dürfen. Käse, Schnaps und verschiedene leckere Soßen bzw. Dips. Kaufen kann man die Sachen natürlich auch.



      Weil heute irgendein Extremlauf stattfindet, können wir nicht durchs Tal der 1000 Palmen fahren und landen erst mal am Meer beim Tapas essen. Guido bestellt für uns und am Ende teilen wir die Rechnung einfach durch drei. Alfons ist auch dabei und lernt Josef aus Bochum kennen :mosking:



      Frisch gestärkt geht es weiter zum Kaktusgarten (ebenfalls ein Werk Manriques), wo die ersten Tropfen fallen.



      Diese kleine Schnecke hat sich offenbar einen besonders sicheren Schlafplatz ausgesucht :D



      Danach nimmt das Wetterunheil seinen Lauf. Kaum sind wir im Timanfaya-Nationalpark angelangt und sitzen im Bus für die Rundfahrt durch die Lavafelder, da fängt es an zu schütten und zu stürmen. Der Regen kommt waagerecht und die Wolken hängen so tief, dass man kaum etwas sieht.Total doof :sdagegen:



      Grillplatz über einer Vulkankluft



      Eigentlich wollen wir noch die Fundacion Manrique besuchen, die sich im ehemaligen Wohnhaus des Künstlers befindet. Da aber immer noch die Welt untergeht und wir bei Verlassen unseres Taxis sofort tropfnass sein würden, entscheiden wir uns dagegen. Moment – eigentlich sind wir schon tropfnass, weil wir ja im Nationalpark vom Bus ins Restaurant und von dort dann wieder zum Taxi geflitzt sind... :wacko: Wir treten also den geordneten Rückzug zum Hafen an, wo uns Guido kurz nach 17 Uhr abliefert. Natürlich hört es am Schiff auf mit dem Regen, ist ja klar.

      Eben haben wir abgelegt und kommen Mitternacht in Fuerteventura an. Die aktuellen Daten: 19,8 Grad, 15 Knoten Fahrt, Windstärke 6.
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      18. November 2018 – Puerto del Rosario (Fuerteventura)
      08:00 Uhr: Wolken und Sonne heute morgen. Warum war das nicht gestern bei unserem Ausflug so?! Gegenüber von uns liegt ein Zerstreuer und dahinter ein paar Segelbötchen. Das Land sieht vom Kabinenfenster aus karg und trocken aus. Nach dem Frühstück gehen wir mal eine Runde durch den Ort. Heute ist gemütliches Ausklingen und daudeln angesagt. Und natürlich Koffer packen. Im Moment sind 18,6 Grad und der Wind hat Stärke 4.

      20:00 Uhr: ein eher ereignisarmer Tag liegt hinter uns. In Puerto del Rosario war aber auch so gar nüscht los. Also spazierten wir bissel kreuz und quer umher. Zwischendurch gehen wir in eine Turnhalle, wo gerade ein Nachwuchsbasketballspiel stattfand. Könnte B-Jugend gewesen sein. Dann einmal quer über den Flohmarkt und einen Abstecher in die Kirche gemacht. Sogar der Friedhof war verschlossen. Vorm Einkaufszentrum steht ein riesiger Weihnachtsbaum :huh: Irgendwann landen wir an der Strandpromenade, wo den lieben langen Tag ein Alleinunterhalter spielt und den ganzen Strand beschallt. Er musiziert sich durch die verschiedensten Genres und mischt auch mal ein Weihnachtsmedley mitten rein :S Am Zerstreuer steht ein lange Schlange Menschen. Offenbar ist da so eine Art Tag der offenen Tür. Auf dem Rückweg zum Schiff gibt es sogar ein Eis. So endet der Urlaub, wie er begonnen hat.
      Die aktuellen Daten: 16 Knoten, 19 Grad und Windstärke 8.



      Morgen gegen 4 erreichen wir Las Palmas de Gran Canaria. Etwas früher als ursprünglich geplant, weil einige Passagiere wohl sehr früh am Flughafen sein müssen. Unser Transfer geht 08:45 Uhr, also ganz entspannt für uns.


      19. November 2018 – Abreise von Gran Canaria & Fazit

      Gestern Abend haben wir bei der Abfahrt von Puerto del Rosario den beleuchteten Weihnachtsbaum vorm Einkaufscenter in all seiner Pracht gesehen :mosking:
      Wie die Hinreise klappt die Rückreise ganz problemlos und ist gut organisiert. Wir haben unsere Köfferchen auf der Kabine behalten und nehmen sie selbst mit von Bord. Am Ausgang gibt es noch ein Stück Schoki. Dann müssen wir der Liebsten Adieu sagen.



      Mein Fazit zu unserer ersten Kussmundtour: Wir haben uns sehr wohl gefühlt, Kabine & Personal super. Die Route sowieso, deswegen hatten wir ja gebucht :D Einziges Manko war für mich der abendliche Kampf um einen Platz im Restaurant. Da sind wir wahrscheinlich bissel von den Kreuzfahrten mit Phoenix verwöhnt. Da hat man eben seinen festen Tisch und muss nicht suchen :rolleyes: Das Essen an sich war voll in Ordnung, es gab so viel Auswahl, dass man immer was gefunden hat.
      Dem Bespaßungsprogramm kann man gut aus dem Weg gehen und auf dem Umlaufdeck gab es immer ein ruhiges Eckchen, wo man sich hinsetzen konnte. Ausflüge haben wir nur zwei mitgemacht, deswegen kann ich da wenig zu sagen. Im allgemeinen ist mir nur aufgefallen, dass ich die Preise im Vergleich zu Phoenix relativ hoch fand. Mit einem kleinen AIDA-Schiff würden wir durchaus noch mal fahren, wenn die Route passt :thumbup: Zu den Vielfahrern werden wir aber wohl nicht mehr aufholen, einige abendliche Tischbekanntschaften sprachen von der 10., 14. oder gar 18. Fahrt mit AIDA :S