Kalaallit Nunaat (Grönland 14.02.-24.02.2019)

    • 2019
    • Kalaallit Nunaat (Grönland 14.02.-24.02.2019)

      Prolog



      Grönland - oder wie es in der Landessprache Kalaallisut heisst Kalaallit Nunaat - hat mich im Gegesatz zu vielen hier nie gross interessiert. Bis - ja, bis ich den Reisebericht von @komma20 über Grönland im Winter las. Der hat mich regelrecht elektrisiert und mir war klar - das muss sein (man sieht mal wieder - das Forum ist an allem Schuld!). Im Sommer zeichnete sich dann ab, dass im Januar / Februar dieses Jahres nichts weiter ansteht und mein Mann - bisher kein weiteres Interesse an Nordlandreisen im Winter - die mir zweitliebsten Worte spricht: buch' doch. Gesagt getan. Sofort kam die Bestätigungsmail und gleich tätige ich die Anzahlung. Ein paar Tage später sitze ich abends gegen 21 Uhr friedlich auf meine Sofa, als mein Handy klingelt, eine dänische Nummer. Kenne ich jemand in Dänemark? Eigentlich nicht. Es meldet sich ein netter deutscher Herr vom Veranstalter in Kopenhagen - ihre Webseite ist gehackt worden und sie sind nicht sicher ob Kreditkartennummern abgegriffen wurden. Fünf Minuten später ist meine Karte gesperrt und eine neue beantragt. Die Frage war jetzt - haben die Spitzbuben vielleicht die Anzahlung abgegriffen? Eine Mail am nächsten Tag bestätigt aber den korrekten Eingang der Anzahlung - alles gut.



      Donnerstag, 14.02.2019


      Göga bringt mich um 0730 zum Flughafen. Check-In geht schnell, an der Security muss man etwas warten, geht dann aber auch problemlos. Auch von der Spiegelreflex wollen sie nichts wissen. Gehe erstmal in ein Bistro zu einem Cappuchino und einem Croissant. Beim boarden kommt ein kleiner Zettel aus einem Maschinchen, ähnlich wie ein Kassenbon, der aussagt dass ich einen anderen Sitz bekomme. Offensichtlich gab es einen Maschinenwechsel und die Reihe 12 wäre nun in der Businessclass. Ich sitze nun statt links am Fenster rechts am Fenster, auch gut. Es hat noch viel Platz, so dass ich jetzt eine ganze Reihe für mich habe. Wir starten auf die Minute um 1045 (A321)

      Wir landen pünktlich um 1200 in Kopenhagen Kastrup, Gepäck kommt auch schnell. Ich fahre mit der unbemannten Metro in die Stadt, merke aber dass ich nicht am Bahnhof bin, sondern eine Station weiter, die Metro fährt am Bahnhof vorbei. Ich könnte noch in die S-Bahn umsteigen, da ich aber noch früh bin spaziere ich zum Hotel, ca. 20 Minuten. Im Hotel bin ich ziemlich schlapp mit dem Koffer ziehen, aber man sagt mir, dass ich erst um 15 Uhr ins Zimmer kann, ausser ich zahle early check-in. Ist nicht so schlimm habe sowieso Hunger und Durst, so gehe ich erst was trinken und eine Kleinigkeit essen und stelle so lange das Gepäck in den Gepäckraum.

      Finde in der Nähe ein Café und esse einen Salat mit (reichlich) Lachs und dazu gibt es ein grosses Tuborg Pilsener. Beim Bier erledige ich auch gleich den online-check-in für morgen.

      Gehe ins Hotel, entere mein Zimmer und halte eine kleine Siesta. Gegen 1800 gehe ich nochmals los. Es ist viel los, die Strassen sind mehrspurig und meistens hat es eine ganze Spur für Fahrräder. Man sagt in Kopenhagen kommen auf vier Einwohner fünf Fahrräder. Nach einiger Zeit drehe ich wieder um, laufe zurück und beschliesse ins nahe Tivoli zu gehen. Es ist der zweite Winter wo es geöffnet hat, alles ist wunderschön beleuchtet und überall liegt Kunstschnee. Eintritt 120 DKR (16 Euro) ohne Fahrgeschäfte zu nutzen. Ich bummle durch den Park. Viele Leute kommen in den Park, zum Teil mit Kinder, Pärchen und auch Afterworkleute. Als ich nach rd. einer Stunde den Park verlasse hat es am Eingang eine lange Schlange.





      Ich gehe zu einem Steakhouse neben meinem Hotel und esse ein kleine Rumpsteaks mit Fries und Whiskeysauce. Gegen 2100 bin ich im Hotel.
      Jan 2009 FM ~ Jan 2010 NL ~ Jan 2011 FRAM (Antarctica) ~ Apr 2011 NN ~ Mrz 2012 LO ~ Jan 2013 LO (Alta) ~ Feb 2014 KH ~
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      Reiseberichte siehe Profil !


    • Oh, da lese ich doch gespannt mit. Wir sind ja diesen Sommer das zweite Mal in Grönland - aber mal im Winter hin - dieses Forum bringt einen doch auf Ideen... :saint:
      Grüessli, Jacqueline


      Es gibt keinen vernünftigen Grund, die gleiche Reise immer und immer wieder zu machen,
      aber es gibt tausend gute Gründe <3
    • Freitag, 15.02.2019


      Stehe um 0530 auf, packe zusammen und gehe zum nahen Bahnhof. 0607 fährt der Zug zum Flughafen. Air Greenlandschalter finde ich schnell und gebe meinen Koffer ab.. Suche mir erst mal eine Cafetería für einen (Filter-)Kaffee und ein herrliches Croissant. Dann durch die Security, geht auch problemlos. Gemütlich spaziere ich zum Gate, wo ich noch einige Zeit habe. Pünktlich um 0830 ist boarding und ebenso pünktlich fliegen wir um 0915 mit A330 los.

      Schon bald kommen Getränke und kurze Zeit später ein warmes Essen, überbackene Hörnlinudeln mit Hähnchen. Habe schon schlechter gegessen in einem Flieger. Leider ist es fast auf der ganzen Strecke bewölkt. Nach 4,5 Stunden landen wir bei nun strahlendem Sonnenschein und -27 Grad in Kangerlussuaq. Wir stellen unsere Uhren um vier Stunden zurück, sind also fast zur gleichen Tageszeit gelandet wie wir gestartet sind.

      Der Flughafen und somit das Ort Kangerlussuaq wurde unter dem dänischen Namen Søndre Strømfjord 1941 als US-Army-Stützpunkt gegründet. 1992 wurde der Flugplatz an Grönland übergeben. Somit ist er der grösste Flugplatz Grönlands. Air Greenland besitzt eine A330 (alle anderen Flugzeuge sind DASH8 und Hubschrauber) die mehrmals in der Woche nach Kopenhagen shuttelt. Der Flug ist nicht nur wichtig für den Personentransport, sondern auch für Fracht. Der Ort hat heute 550 Einwohner, die vor allem mit und für den Flugbetrieb und der dazugehörigen Infrastruktur arbeiten. Der Tourismus nimmt immer mehr zu, allerdings bestehen Pläne in Ilulissat und Nuuk internationale Flughäfen zu bauen und Kangerlussuaq zu schliessen, was natürlich in der Bevölkerung mit Sorge beobachtet wird.

      Es gibt etwas Verwirrung, zwar ist der Flughafen klein und übersichtlich, trotzdem sieht man kein Kofferband. Erst nach Nachfragen finden wir eine Treppe um in die untere Etage zu gelangen. Offensichtlich sind wir zur falschen Tür ins Terminal. Mein Koffer ist einer der ersten. Schnell findet man auch den Guide. Wir sind ausser meinereine: ein Schweizer Ehepaar, zwei Herren aus Hamburg, deren Gattinnen meinten Urlaub nur wenn man Bikini tragen kann, zwei Dänen - Vater und Sohn - und ein Sachse mit Schweizer Lebensgerfährtin. Ein Wort zu der Reise - sie gilt als Individualreise, man bucht beim Veranstalter Flüge ex Kopenhagen und Unterkunft. Dazu kann man Ausflugspakete buchen. Da es nicht als Gruppenreise gilt sind bei den Ausflügen natürlich noch andere Reisende dabei.

      Mit einem Kleinbus werden wir zum Hostel Old Camp gebracht. Old Camp liegt zwei Kilometer ausserhalb des Zentrums mit dem Flughafengebäude und besteht aus mehreren einstöckigen Holzhäusern. In unserem Haus gibt es ausser den Zimmern eine Küche und zwei Aufenthalsräume. Es gibt vier Bäder mit Duschen. Im Haupthaus findet man eine Rezeption mit einem kleinen Souvenirshop. Zimmer sind klein, aber ok. Es gibt vier Bäder. Um 1100 gibt es ein Infotreff, das Programm wird kurz erklärt sowie das Verhalten bei der Kälte. Auch kann man für die drei Tage Abendessen plus zwei Lunchpakete zubuchen, man wird dann vom Bus abgeholt. Machen wir alle. Alternativ müsste man sich selbst etwas kochen oder den Weg zum Flughafen unter die Füsse nehmen.



      Old Camp


      Um 1300 werden wir abgeholt und fahren einmal durch Kangerlussuaq, dann geht es wieder zurück und über die längste Strasse Grönlands (50km) bis zum zugefrorenen Hafen am Fjord. Hier gibt es einen Fotohalt.





      Die längste Hauptstrasse






      Der zugefrorene Hafen am Fjord (oben rechts sieht man Eisfischer)


      Weiter geht es den Berg hoch, wo man einen herrlichen Ausblick hat.



      Oft sehen wir Rentiere







      Hier beobachten wir auch eine Nebensoone

      Wieder zurück fahren wir nochmal durchs Ort bis zum Base (der südliche Teil des Ortes, hier lebten und arbeiteten früher die Amerikaner). Wieder beobachten wir eine Halo.



      Hier gibt es ein kleines Museum und wir hören einen kurzen Vortrag über Nordlichtfotografie. Auf dem Rückweg zum Old Camp machen wir noch einen Stop beim Supermarkt, wo wir uns mit ein paar Dingen eindecken können. Zum Supermarkt führt eine kleine metallene Rampe, da man nicht weiss ob sie vielleicht doch etwas vereist ist langt man automatisch an das metallene Geländer - etwas das man bei diesen Temperaturen ohne Handschuhe gefliessentlich unterlassen sollte. Noch müssen wir lernen mit der (sehr trockenen) Kälte zu leben. Gegen 1600 sind wir zurück und haben nun frei bis 1800. Ich halte eine kleine Siesta und mache dann schon alles bereit für den abendlichen Nordlichtausflug.

      Um 1800 werden wir zum Abendessen abgeholt. Unterwegs sammeln wir noch an zwei Punkten weitere Leute ein, so dass der Bus voll wird. Der Weg zum Restaurant führt ziemlich weit am Flughafen vorbei durch Base ins nichts. Wir finden ein nettes, grosses Lokal in der Nähe vom zugefrorenen Lake Ferguson. Als Vorspeise gibt es ein gerolltes Gemüseblatt, wir können nicht herausfinden was es ist. In dem Röllchen ist eine Creme mit Lachsstücken. Dann kommt ein grosses Stück Heilbutt mit etwas Mais und Lauch sowie Butterkartöffelchen. Sehr lecker. Wir sitzen gemütlich schwatzend zusammen, bis jemand kommt, wer zur Nordlichttour will soll sich beeilen, der Bus fährt gleich. Alarmstart, jeder muss ja noch sein Getränk zahlen. Es geht den ganzen Weg zurück, unterwegs laden wir unsere Mitfahrer wieder aus und sind kurz nach 2000 wieder im Hotel. Im Galopp eines gehetzten Affen gehts es in die „Nordlichtkleidung“, gut liegt schon alles bereit, Kamera und Stativ gepackt ab wieder in den Bus – für alles haben wir keine 10 Minuten gebraucht. Zurück ins Ort und alles wieder einsammeln. Da wir die entfernteste Unterkunft haben sind wir immer die ersten resp. die letzten. Dann fahren wir raus aus dem Ort. Leider hat es ein paar Wolken, die immer dichter werden und der schon ziemlich volle Mond stört auch. Ausser einem Mitglied unserer Gruppe haben schon alle Nordlicht gesehen und befinden den Ausflug als Quatsch bei den Wolken. Dazu nervt der Bus - bei der Kälte lässt der Fahrer jeweils den Motor laufen, selbst wenn wir zwei Stunden unterwegs sind. So umwabert uns Nähe Bus ständig ein Abgasgestank. Bei -32 Grad stehen wir eine Stunde rum, bevor Übungsabbruch befohlen wird. Wir fahren nun an der Flugpiste wieder links zum Base ins kleine Museum, wo ein Film über die Entstehung von Nordlicht gezeigt wird. Vorher gibt es aber noch eine Demonstration von „Nordlyskaffee": Whiskey , Kalua, Kaffee, Schlagsahne, über die brennender Grand Marnier gegossen wird. Ich muss zugeben – schmeckt lecker. Dann geht es zurück ins Hotel, wo wir gegen 2245 eintreffen. Da unser Tage heute 28 Stunden hatte ziehen sich alle müde zurück.

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    • Arctica wrote:

      ins Terminal.


      Arctica wrote:

      ausserhalb des Zentrums


      Terminal? Zentrum?
      Als wir damals dort ankamen, habe ich nur einige Hütten rund um den Flugplatz bemerkt. :hmm: Von einem Flughafen zu sprechen halte ich hier für eher übertrieben bei einer Start-/Landebahn. :laugh1:
      Wir hatten damals auch kein Terminal gesehen, sondern wurden direkt am Flieger in die Busse gesetzt und zum Schiff gefahren. :locomotive:

      Immerhin hattet ihr schönes Wetter und Schnee, bei uns war es nur nass und grau. :fie:
      Gruß Jobo,

      Die gefährlichste aller Weltanschauungen ist die Weltanschauung der Leute, welche die Welt nicht angeschaut haben.
      - Alexander von Humboldt -

      (Links zu meinen Reiseberichten finden sich im Profil/über mich)

    • Nun ja, sehr alt sieht es nicht aus - das Terminal besteht aus einer kleinen Halle mit einem Touristinfoschalter, einem Schalter von Air Greenland, einem kleinen Souvenirshop und einer sehr grossen Cafetería mit einem Superfutterangebot. Wie geschrieben, eine Ebene tiefer gibt es ein winziges Kofferband. Ausserdem befindet sich in dem Terminal noch ein Hotel (Hotel Kangerlussuaq) und ein nach Zeugenaussagen ausgezeichnetes Restaurant.
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    • Guten Morgen!
      Dass mein Reisebericht diese Folgen hatte, freut mich sehr!!!!
      Wenn ich jetzt deinen Bericht lese und die Bilder sehe, würde ich am liebsten noch mal die
      dicken Klamotten einpacken!
      Grönland ist schon was ganz besonderes. Bin gespannt auf den zweiten Teil deiner Reise. In Ilulissat
      waren wir ja damals nicht.
      LG, Gilla
      Reisebericht über Grönland im Profil
    • @Arctica Echt toll. Die Bemerkung mit „Urlaub = Bikini“ kenne ich. :) Die Erscheinung im letzten Bild dürfte eher ein Eisregenbogen sein, da er vor den Bergen steht. Halos und Nebensonnen entstehen nur in hohen Wolkenschichten, folglich können bei denen keine Berge davorstehen.
      Weiter bitte !!
      Es grüßt Capricorn :hut:

      7/11 RW // 3/12 NX // 7/12 FM/VE // 3/13 VE // 1/14 TF // 3/14 LO //
      7/14 NX // 4/16 FR // 3/18 VE // 7/19 FR

    • Man soll nie nie sagen. Bei uns war es ja damals auch nur deshalb, weil ein neuer Anbieter (Island Pro Cruises) im ersten Jahr noch wirklich günstige Angebote hatte. Daher immer die Augen offen halten.
      Gruß Jobo,

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      - Alexander von Humboldt -

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    • Samstag, 16.02.2019


      Habe mir den Wecker auf 0800 gestellt, werde aber kurz vor 0700 wach, ist doch etwas Jetlag da. Ab 0730 gibt es Frühstück – verschiedene Brötchen und verschiedenes Brot, Käse, Marmelade, Honig und Nutella. Heute morgen haben wir frei. Wir machen zu dritt einen kleinen Spaziergang zu den Rentieren an der Flugpiste hinter dem Hotel, die Sonne scheint herrlich, es kommt aber etwas Wind auf, die Schneekristalle fliegen waagrecht, so dass wir bald wieder ins Haus gehen, es sind -25 Grad.





      In der Küche lagern mittlerweile Sandwiches, die grössten die ich je gesehen habe, praktisch Brote. Jedes ist mit etwas anderem dick belegt, es gibt Brote mit Lachs, mit Krabben, unterschiedliche Fleischsorten. Mit dabei Gurken, Tomaten, Käse usw., man bekommt es kaum in den Mund.

      Um 1300 werden wir abgeholt, wieder sammeln wir die anderen an den beiden Hotels ein und fahren über eine Schotterpiste zum Punkt660 auf das Inlandeis. Das grönländische Eisschild ist die zweitgrösste permanente Eisfläche hinter dem Antarktischen Eisschild. Es hat eine Ausdehnung von bis zu 2500km in Nord-Südrichtung und bis zu 1100km in West-Ostrichtung. Die Dicke des Eispanzers beträgt im Durchschnitt 1,5km, an manchen Stellen bis zu 3,3km.

      Unterwegs machen wir zwei Fotostopps, unter anderem bei den Resten eines 1969 in einem Schneesturm abgestürzten amerikanischen Flugzeug.





      Am Ende der Fahrt machen wir eine einstündige Wanderung hoch zum Punkt 660 (Bezeichnung der Höhe über Meer). Es geht über einen Trampelpfad, Geröll und Schnee, zum Teil aber über Eisplatten. Die letzen Meter schenke ich mir hoch zu 660, kurz vor dem Gipfel wird es steiler und eisiger. In Kangerlussuaq gibt es keinen Arzt und ich habe keine Lust auf einen Hubschrauberflug mit gebrochenen Knochen.












      Auch die Steine faszinieren mich...



      Wir gehen wieder zurück zum Bus, der die ganze Zeit mit wegen der Kälte laufendem Motor da stand. Wir fahren zurück, nochmal mit Fotostopps, da jetzt die untergehende Sonne den Russellgletscher beleuchtet. Immer wieder sehen wir Rentiere. Unser Fahrer hält jeweils ohne Probleme wenn jemand bittet dass er fotografieren möchte.







      Kurz vor 18 Uhr sind wir im Hotel, so dass uns gerade mal fünf Minuten bleiben um mit dem Bus zum Restaurant zu starten. Wir schon geschrieben sind wir immer die ersten die losfahren und die letzten die ankommen, so dass wir immer sehr wenig Zeit haben, während die Leute in den anderen Hotels zum Teil fast eine halbe Stunde haben. Nun ja, Fotografieren hat halt auch Nachteile...

      Wir sind wieder im gleichen Restaurant wie gestern, heute gibt es Lammkotelett mit Kartoffelbrei, wieder sehr lecker, unsere Boys sind allerdings der Meinung ein Kotelettchen mehr auf dem Teller hätte nicht geschadet.

      Rückfahrt zum Hotel, die ganze Gruppe möchte heute Abend nicht zur Nordlichttour. Zum Einen ist es im Old Camp dunkel genug dass wir Nordlicht auch so sehen würden und zum Anderen haben wir keine Lust uns bei eisiger Kälte wieder in die Pampa zu stellen, zumal es auch wieder bewölkt ist und wir kaum Chancen auf Nordlicht haben. So verbringen wir den Abend gemütlich mit Erzählen und Bilder sichern. Die Raucher der Gruppe haben die Aufgabe einen Sicherheitsblick zum Himmel zu werfen.
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