Die Reise mit dem ungeliebten Schiff - oder - Von Zweien die auszogen, das Ende des Regenbogens zu finden

    • B-K-B
    • 2010
    • Ronald schrieb:

      Wie wrid denn Euer Reisebericht von der Nordnorge ausfallen, wenn Ihr alle mitschreibet?????

      Du wirst das Gefühl haben ein Dutzend Leute waren auf verschiedenen Schiffen und verschiedenen Gegenden... :dance3:
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    • Jobo - 3.Seereisetag 13.September



      Wir befinden uns bereits im Trondheimfjord und nähern uns Rissa, als ich nach dem Duschen meine Kabine verlasse, um Renate bis zum Frühstück Gesellschaft zu leisten. Die See ist hier sehr ruhig und wir gleiten sanft über die kleinen Wellen. Die winzigen Häuser und Gehöfte an den Ufern wirken auch noch irgendwie verschlafen, noch sind nirgens Aktivitäten zu sehen. Die Bewölkung am Himmel weist hier und da schon vereinzelte helle Stellen auf, das verspricht noch besser zu werden.

      Das hatte uns Rock Lobster aber auch schon per SMS angekündigt, überhaupt herrscht schon ein reger SMS-Verkehr, Renate mit Seebär, ich mit Rock Lobster, Rock Lobster mit Renate, usw., und das sollte auch die ganzen weiteren Reisetage so weitergehen. Kurz vor sieben Uhr gehen wir hinunter zum Restaurant, der Frühstückshunger hat sich eingestellt. Doch hier warten schon viele Passagiere, sicher diejenigen, die heute in Trondheim die Ausflüge gebucht haben. Die Ausflüge starten ja direkt nach dem Anlegen, daher bemüht man sich doch, bis dahin schon gefrühstückt zu haben.

      Unser Tisch war aber trotzdem noch frei und nachdem ich die Teller mit dem was der Mensch so zum Start in den Tag benötigt vor mir ausgebreitet habe, stand einem leckeren Frühstück nichts mehr im Wege. Gesättigt und zufrieden sind wir dann wieder aufs Außendeck gegangen, weit voraus war schon Trondheim zu sehen. Am Himmel zeigte sich auch bereits ein heller Streifen, der immer größer wurde.

      Das versprach jetzt wirklich ein schöner Tag zu werden. Bevor man aber Trondheim von See kommend erreicht, passiert man eines der Wahrzeichen der Stadt, die Insel Munkholmen . Die Insel beherrbergt eine große Festungsanlage und hat eine bewegte Vergangenheit. Sie war schon Hinrichtungsstätte, Kloster, Festung, Gefängnis und wurde im Krieg von den deutschen Truppen sogar als Verteidigungsanlage verwendet.

      Heute wird die Insel nur noch als Ausflugsziel und im Sommer als Badeinsel benutzt. Ist man an der Insel vorbei, hat man das Panorama der Stadt Trondheim vor sich. Schon von weitem fällt der mächtige Nidarosdom auf, die größte Kathedrale Nordeuropas. Hier wurden in der Vergangheit die norwegischen Könige gekrönt. Wer zum ersten Mal in Trondheim ist, sollte sich die Stadtrundfahrt mit der anschließenden Besichtigung der Kirche nicht entgehen lassen.

      Zumal es sich dann eigentlich anbietet, den Weg von der Kathedrale zurück zum Schiff zu Fuß zu gehen und sich an den schönen alten Speicherhäusern links und rechts der Nidelva zu erfreuen. Im Hafen ist auch schon die MS POLARLYS zu sehen, mit der wir nun für einige Stunden zusammen am Kai liegen werden. Nur vier einsame Passagiere stehen dort auf dem vorderen Balkon um unsere Ankunft zu beobachten.

      An diesen ziehen wir nun langsam vorbei, nur noch mittschiffs stehen einige Crewmitglieder, und legen hinter dem schönen runden Heck der POLARLYS an, sie ist wirklich ein schönes Schiff von außen. Wir wollen natürlich die POLARLYS besichtigen, warten nun aber erst ab, bis unsere Tagesausflügler das Schiff verlassen haben und in den bereitstehenden Bussen verschwunden sind.

      Nun erst verlassen wir unser Schiff, um entlang des Kais zur POLARLYS zu gehen. Es ist ja bekannt, dass Renate ein farbliches Problem mit dem Innern der POLARLYS hat und sie mag auch nicht so recht mit mir das Schiff besichtigen, aber mit sanftem Zureden, ich brauche ja Bilder aus dem Innern für unser Wiki , kann ich sie dann doch überreden.

      Also betreten wir das Schiff über die Gangway auf Deck 3 und stehen dort vor der Rezeption. Über die Haupttreppe gelangen wir nun aufs nächsthöhere Deck. Hier erwartet uns schon die Skulptur einer Frau ohne Arme, keine Ahnung wen das darstellen soll, aber über Kunst kann man bekanntlich trefflich streiten.

      Um die Ecke befinden wir uns vor der Cafeteria, an deren Seite, wie bei den meisten Hurtigrutenschiffen, breite Arkadengänge nach achtern verlaufen. Hier befindet sich das Restaurant, in dem noch gefrühstückt wird. Zurück nach vorne, erneut an der Cafeteria vorbei, gelangen wir zu der geräumigen Bar. Man stellt schnell fest, das sich der Innendesigner in dieser farblich ausgetobt hat.

      Nun begeben wir uns ganz nach oben auf Deck 7, das Panorama- und Außendeck. Auch hier fällt die Farbenvielfallt in den Räumen auf, irgendwie wirkt es manchmal so, als hätte der Polsterer seine ganzen Reststoffe hier verarbeitet. Grundsätzlich ist ja gegen mehrere Farben nichts einzuwenden, wenn sie denn mal nicht alle in einem Raum sind. Da finden sich rot-gelbe Teppichböden, blaue Sessel mit bunt gestreiften Rückenlehnen, gegenüber dann türkisfarbene Sessel mit Rückenlehnen in Lila.

      Trotzdem bin ich der Meinung, das die Farbenpracht aber Niemanden von der Reise mit diesem, ansonsten sehr schönen Schiff abbringen sollte, auch wenn es hier und da den Anschein hat, dass man das Schiff seines Innendesigns nach wohl besser Rainbow genannt hätte. Es gibt aber auch durchaus einige Räume, die sehr ansprechenden gestaltet sind und einen sehr gemütlichen Eindruck machen. Ich könnte mir durchaus auch eine Reise auf diesem Schiff vorstellen.

      Wir verlassen das Innere des Schiffes, indem wir jetzt das Oberdeck betreten. Gleich fällt mir der großräumig überdachte Bereich auf, der vielen Passagieren Schutz gegen Nässe bietet. Doch das Auffälligste an diesem Schiff befindet sich noch über uns. Der geflügelte Schornstein ist einmalig in der Hurtigrutenflotte, und macht die POLARLYS schon von weitem genauso erkennbar wie die riesige Satkugel die NORDNORGE.

      Nach einem Rundgang über den umlaufenden Freigang auf Deck 5 verlassen wir die POLARLYS wieder und betrachten das schöne Schiff noch ausgiebig von außen, klar die Schokoladenseite der POLARLYS. Es geht zurück auf die VESTERÅLEN, wo wir uns in die Cafeteria begeben, um endlich unsere Postkarten an die Daheimgebliebenen zu schreiben.

      Kurz vor Zehn wird es Zeit auf den vorderen Balkon der VESTERÅLEN zu wechseln, schließlich wollen wir die Abfahrt der POLARLYS nicht verpassen. Diese legt auch pünktlich ab, mittlerweile haben sich die Wolken gänzlich verzogen und strahlend blauem Himmel Platz gemacht. Die POLARLYS drückt sich nun vom Kai weg, legt sich vorne schneidig in die Kurve, zieht an den Hafengebäuden vorbei hinaus in den Trondheimfjord, wo sie dann immer kleiner wird.

      Da es bis zu Abfahrt der VESTERÅLEN noch lange dauert, machen wir uns zu einem kleinen Hafenrundgang auf. Renate möchte auch dem Supermarkt, der sich seit kurzem hier im Hafen befindet, einen Besuch abstatten. Wir finden zwar das Kai hinter den Lagerhallen und dort auch eine Wikingerstatue, aber vom Supermarkt ist nichts zu sehen. Auf Nachfrage erfahren wir dann, dass wir nur noch um die nächste Ecke hätten gehen müßen.

      Hier finden wir tatsächlich den Supermarkt und decken uns mit Obst und Gebäck ein, bevor wir wieder zurück aufs Schiff gehen, dabei das Gekaufte schon gemeinsam verspeisend. Auf dem Schiff halten wir uns dann bis zur Abfahrt wieder in der Cafeteria auf. Hier ist es jetzt schön ruhig und leer, da die meisten Passagiere sich auf den Ausflügen befinden.

      Wie schon bei der Einfahrt, so wird auch nun bei der Ausfahrt wieder die Insel Munkholmen passiert. Renate hat sich etwas hingelegt, sie findet den Trondheimfjord eher langweilig. Ich warte Munkholmen noch ab, und suche dann auch meine Kabine auf, um schon mal die ersten Bilder herunter zu laden und noch einige Minuten die Augen zu schließen. Doch hier zeigt sich nun ein großer Nachteil meiner Kabine.

      Meine Kabine befindet sich ja direkt neben der Eingangstür zu diesem Kabinentrackt, diese hat auch einen automatischen Schließmechanismus. Sobald nun jemand durch die Tür geht, wird diese das letzte Stück von dem Schließer hefig ins Schloß gezogen und knallt mit lauten Getöse in den Rahmen. Da sich zwischen der Tür und meiner Koje nur eine dünne Wand befindet, haut es mich fast jedesmal dabei aus dem Bett. An Schlaf ist so nicht zu denken.

      Also gebe ich den Versuch nach etwa einer Stunde wieder auf und verlasse meine Kabine. An Deck stelle ich fest, das wir gerade wieder Rissa, die Geburtstsätte der MIDNATSOL und der TROLLFJORD, vor uns haben. Es ist für mich immer wieder erstaunlich, wie es diese kleine Werft geschafft hat, solch große Schiffe hier zu bauen.

      Wir fahren den Trondheimfjord weiter hinauf und biegen in die Trondheimsleia ein. Erst als wir die Insel Garten umfahren haben, drehen wir wieder auf Nordostkurs und fahren die Küste von Ørlandet entlang. Das Wetter zeigt sich jetzt von seiner allerbesten Seite, warum nicht gleich schon von Beginn an so.

      Backbord voraus taucht in der Ferne der wohl meist fotografierte Leuchtturm Norwegens auf, Kjeungskjær. Seine rote Farbe strahlt weit und für alle deutlich über das Meer hinweg. Nachdem die Reiseleiterin, Anna-Kristin, die Vorbeifahrt angekündigt hat, kommen nun mehr und mehr Passagiere an Deck um diese Attracktion zu sehen.

      Ich nutze das schöne Wetter und die gute Sicht und mache wohl rund 30 Aufnahmen von allen Seiten des Leuchtturms. So schnell wie die anderen Passagier zuvor gekommen sind, so schnell verschwinden sie jetzt auch wieder. Im Grunde sind es immer die gleichen Personen, die an Deck stehen und die herrliche Landschaft genießen.

      Als Kjeungskjær hinter uns immer kleiner wird, suche ich meine Kabine auf um noch einmal einen Versuch zu starten, ein wenig zu schlafen, aber die Eingangstür lässt es wieder nicht zu. Zum Glück laufen hier nachts nicht dauernd Leute rein und raus, sonst wäre an Schlaf nicht zu denken.

      Also lichte ich meine Kabine kurz ab, lade die Akkus der Kamera noch einmal auf, und bin um 15:35 Uhr wieder an Deck, Renate ist auch schon da. Wir befinden uns bereits in der Anfahrt auf den Stokksund , auf den ich sehr gespannt bin. Im Winter wird ja auch der selten gefahren, dadurch ist es für mich die Premiere.

      Zuerst taucht die schmale Durchfahrt zwischen den beiden kleinen Inseln vor uns auf, auf beiden kann man deutlich die kleinen Leuchtfeuer erkennen, dann ist schon die Stokkøybrücke zu sehen. Langsam geleiten wir unter der Brücke hindurch, bevor wir unser, immer etwas krächzendes, Horn erklingen lassen.

      Das ist an dieser Stelle absolut notwendig, da wir hart Backbord um einen Felsen drehen. Der dahinter liegende Sund ist erst einsehbar, wenn man schon am Felsen vorbei ist, daher ist der Signalton zuvor notwendig. Der Sund wird hier auch zuerst noch enger, bevor er sich dann langsam wieder weitet, und wir schließlich aus ihm herausfahren.

      Wieder im offenen Gewässer schieben wir uns die Küste entlang immer nordostwärts. Das Wetter ist weiterhin sehr angenehm, die See friedlich. Ich habe längst wieder den vorderen Balkon verlassen, den ich für die Stokksund-Durchfahrt aufgesucht hatte, und befinde mich wieder in dem Bereich vor unseren Kabinen, neben dem Achterdeck, unserem Stammplatz für diese Reise. Wir durchfahren gerade den Bessakersund, als ein kleines Sportboot mit Anglern an steuerbord an uns vorbeizieht.

      So genießen wir die ruhige Fahrt, als plötzlich, in Höhe der Insel Hepsøya, ein Seeadler am Ufer auftaucht. Leider ist er doch ziemlich weit vom Schiff entfernt, daher muss ich die 300mm Brennweite schon voll aufziehen, um ihn noch ins Bild zu bekommen. Wenig später passieren wir die markante Leuchtfeuerstation Buholmråsa.

      Nachdem wir Buholmråsa hinter uns gelassen haben, geht es nun hinaus auf die Folda , bei schlechtem Wetter eine gefürchtete offene Seestrecke, doch heute herrscht hier völlige Stille. Lediglich draußen über der See sind dunklere Wolken zu sehen, die uns aber auf unserer Route nicht betreffen. Es ist auch Zeit fürs Dinner, unser erstes auf dem Schiff. Wir haben einen Platz an einem großen Tisch für acht Personen. Neben uns sitzt ein deutsches Paar, beide auch schon Skandinavien erfahren durch Reisen mit dem Wohnwagen in Schweden, auch eine ältere Dame sitzt mit am Tisch.

      Das Essen war gut und reichlich, das Personal wie gewohnt absolut freundlich. Natürlich wurde auch wieder die Zettel für das Spiel "wann überqueren wir morgen den Polarkreis " ausgeteilt, an dem wir uns aber nicht beteiligen. Von meinem Tischnachbarn gefragt, empfehle ich ihm 7:15 bis 7:20 Uhr, als gute Zeit für die Überquerung. Wir kommen wieder hoch an Deck, als gerade der Leuchtturm Grinna an unserem Schiff vorübergleitet. Der Schiffsverkehr nimmt hier wieder zu, ein sicheres Zeichen, dass wir uns einem Hafen nähern.

      Tatsächlich ist auch schon die Brücke von Rørvik zu sehen, hier läuft gerade die MS NORDLYS ein. Wir laufen, unter der Brücke hindurch, in den Hafen ein und machen um 20:40 Uhr direkt hinter der NORDLYS am Kai fest. Unser Abfahrtzeit ist um 21:15 Uhr, das sollte für eine Kurzbesichtigung der NORDLYS reichen.

      Also stürmen wir aus unserem Schiff raus und in die NORDLYS rein. Dort dann gleich an der Rezeption vorbei die Haupttreppe hinauf zur Cafeteria. Das Treppenhaus wirkt zwar auch ein wenig bunt, aber der Bereich von der Cafeteria die Arkade entlang zum Restaurant, hier läuft wohl noch die zweite Dinner-Sitzung, wirkt sehr angenehm.

      Wir schauen uns auf diesem Deck noch etwas um, Renate kennt das Schiff ja gut von ihrer letzten Hurtigruten-Reise, merken dann aber, dass die Zeit uns etwas davonläuft, für eine Besichtigung von Deck 7 und den Außendecks reicht es leider nicht mehr. Also noch ein letzter Blick in die Kabinengänge, bevor wir wieder das Schiff verlassen.

      Natürlich werden auch von außen noch einige Aufnahmen von der NORDLYS gemacht, sie wird zum Glück gut von der Hafenbeleuchtung angestrahlt, dann wandern wir wieder zu unserer VESTERÅLEN zurück. Nur wenige andere Passagiere beider Schiffe nutzen, wie wir, die Zeit zu einer kleinen Besichtigung. Diese eilen jetzt wieder zwischen den Schiff hin und her, um ihre Abfahrt nicht zu verpassen.

      Als ich nun die VESTERÅLEN so von vorn am Kai liegen sehe, braucht sie sich vor den anderen Schiffen wirklich nicht zu verstecken, von ihrem Heck sieht man ja glücklicherweise nichts. Wir begeben uns wieder an unseren Stammplatz auf Deck, um unsere Abfahrt hier zu beobachten, die dann auch nur wenig später erfolgt.

      Zurück bleiben eine hell erleuchte NORDLYS und die Lichter von Rørvik , die aber hinter uns immer schwächer werden, bevor uns die Nacht vollends verschlingt. Nach einem Gute-Nacht-Bierchen in der Cafeteria, Renate hatte sich schon in ihre Kabine verabschiedet, noch schnell die Bilder runtergeladen, bevor auch ich mich hinlege, um an meiner Koje zu schnüffeln.


      ------------- Fortsetzung folgt ------------






      Renate - 13.9.2010 Trondheim - Rörvik

      Um 5.00 bin ich aufgestanden und war um kurz vor 6.00 mit Kaffee an Deck.
      Es war wolkig, aber ein kleines bisschen Morgenrot zeigte sich im Osten.
      Eine wichtige Tätigkeit am frühen Morgen - SMS abrufen..vom Seebär. Der spinnt
      manchmal, dachte ich ungehalten, fragt mich doch glatt :"Wie ist das Essen auf
      der Vesteraalen"... " Keine Ahnung " " Wieso, kriegst Du nix zu essen?...." :punish:
      Also wirklich....Dabei wusste ich es wirklich nicht. In Bergen gab's wie üblich
      Buffet und in Molde saßen wir im Alexandra-Hotel. Heute Abend könnte ich ihm es
      genau sagen, könnte auch eine genaue Menue-Beschreibung ins Handy tippen.... :wacko1:
      Aber ich war friedlich gestimmt, hatte ja Urlaub.
      Auch Rock Lobster meldete sich zu Wort - nicht nur bei Jobo.Bis Trondheim
      war noch viel Zeit, und es gab noch reichlich zu tippen. Zunächst freuten wir
      uns aber auf unser Frühstück. Um 8.15 schoben wir uns an der Polarlys vorbei auf
      den hinteren Parkplatz. Bei denen war kein Hansel an Deck. Dabei ist es doch
      spannend, wenn das nordgehende Schiff ankommt - Ignoranten. :cool:
      Wir spazierten gleich nach der Ankunft hinüber, kamerabewaffnet. Jobo zerrte mich
      dann gleich über sämtliche Decks und ständig machte es "click". Büsche waren leider
      nicht im Weg, aber ich habe bei dem Stress doch glatt vergessen einen Kaffeebecher
      zu kaufen für meine Sammlung. Na gut, nicht sooo tragisch, nicht alle sind ja auch zwingend
      notwendig... :pleasantry_1: . Midnatsol wurde mir im März quasi aufgeschwatzt, war also vorhanden und Trollfjord ?
      Mal sehen, der Seebär wollte einen haben..., dann habe ich ihn auch.. :mosking:
      Inzwischen kam die Sonne immer mehr durch.
      Bei der stressigen Besichtigungstour waren wir auch wieder begeistert von der Farbenpracht
      im Inneren der Polarlys. Nichts wurde hier ausgelassen, besonders die Kombination mit lila
      stach überall hervor, sehr chic.. Dazu die stehenden Kunstwerke auf Deck 4...Wer hat sich das
      bloß ausgedacht - und wer hat's genehmigt? Sorry Seebär, Ronald und alle anderen Polarlys-Fans :hail:
      Am Kai atmeten wir dann erst mal durch, machten einen Zwischenstop auf unserer Vesteraalen und
      marschierten dann zum Supermarkt. Jobo hat auf dem Rückweg alle dort gekauften Weintrauben schnell aufgefuttert.
      Ich kann mich nicht erinnern, dass ich auch nur eine abbekommen hätte Na warte.....
      Um 10 Uhr haben wir dann der Polarlys bei der Abfahrt zugesehen. Von außen sieht sie ja richtig schön aus...
      12 Uhr Abfahrt, das Wetter war inzwischen richtig schön, wie Rock Lobster es in seiner Wetter-SMS
      angekündigt hatte. Wir hielten uns noch eine Weile an Deck auf. Zum Mittag aßen wir nur eine
      Kleinigkeit ( ich jedenfalls) und schrieben danach an unseren Tagebuchnotizen :umnik:
      Trondheim , für mich immer sehr ermüdend. Ich legte mich hin und- der rote Leuchtturm ?
      Jobo hat ihn bestimmt 20x fotografiert. Gegen 15.30 war ich wieder an Deck, bald sollten
      wir ja durch den Stokksund fahren.
      Die Durchfahrt war auch wirklich schön. Jobo hatte sich auf den Balkon begeben und ich blieb
      auf dem Oberdeck am Heck. Arbeitsteilung nennt man so was, und Jobo hatte es sogar genehmigt :friends: ...
      Dadurch konnten wir verschiedene, tolle Bilder machen. Bis zum Abendessen blieben wir an Deck.
      Das Wetter war schön, die Folda ruhig. Nur ganz weit im Westen zogen bedrohliche Wolken auf.
      Gegen die flach stehende Sonne bescherte uns das aber super Wetter- Fotos.
      Wir liefen pünktlich in Rörvik ein. Die Nordlys war auch gerade eingetroffen. So hatten wir etwas Zeit
      zu einem Fotobesuch. Gerade ein halbes Jahr war es her, dass wir mit unserer kleinen Forumstruppe
      auf der Nordlys gefahren sind. So konnte ich Jobo unsere Versammlungsplätze zeigen... :imsohappy:
      Schön, dass auch im nächsten Jahr wieder alle Svalbards, Kraniche, Seebären, Jim Knopf und Hans dabei
      sein werden, dazu noch Arctica und natürlich Jobo -aber dann auf der Nordnorge :good3: .
      Mit 10 Minuten Verspätung fuhren wir ab. An diesem Abend ging ich früh schlafen, bloß nicht den
      erhofften Sonnenaufgang am nächsten Morgen verpassen .

      Fortsetzung folgt.
      Gruß Jobo,

      Die gefährlichste aller Weltanschauungen ist die Weltanschauung der Leute, welche die Welt nicht angeschaut haben.
      - Alexander von Humboldt -

      (Links zu meinen Reiseberichten finden sich im Profil/über mich)

    • Wieder ein toller Bericht mit noch schöneren Fotos von euch beiden :good3:
      Für mich sehr interessant, euer aufopferungsvoller Schiffsbesichtigungsmarathon, den ihr natürlich nur uns Newbies zuliebe auf euch genommen habt ;) . Bekommt man doch so mal, gerade vom quietschbunten bis gediegen hellen Innenleben einiger Schiffe, einen Eindruck.

      Freu mich schon auf die Fortsetzung der doppelten Perspektive :mosking:
      Vielen Dank an euch beide

      LG Bhagira
    • Jobo schrieb:

      das wir gerade wieder Rissa, die Geburtstsätte der Midnatsol und der Trollfjord, vor uns haben. Es ist für mich immer wieder erstaunlich, wie es diese kleine Werft geschafft hat, solch große Schiffe hier zu bauen.


      Nicht nur diese beide Schiffe wurden dort gebaut, sondern auch die Fertigstellung von The World fand in dieser Werft statt.

      Hilsen fra Kopenhagen
    • Das ist keine Geschmacksverirrung, weil ich davon überzeugt bin, dass Du zu Hause
      keine pinkfarbenen Sofas mit lila Wülsten in den Lehnen in der Stube hast.
      Außerdem war es auf der Nordlys teilweise auch recht bunt - und wir haben uns pudelwohl
      gefühlt. Dazu ist die Polarlys natürlich von außen ein besonders schönes Schiff :good3:
      Gruß
      Renate
    • Viele, viele Lichter müssen sein.
      Jetzt fängt wieder die Lichterzeit an!
      Im Wohnzimmer und auf der Treppe (auf jeder einzelnen Stufe) sind insgesamt 27 Teelichter (Snowball Kosta Boda, Oerefors usw).
      Dann ein schönes Gericht und ein gutes Gespräch, was will man mehr?
      LG Ronald