Skandinavien mit dem Cabrio oder: Die andere Art von Hafen zu Hafen zu kommen (29.08. – 11.10.2018)

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      Donnerstag, 20. September 2018 – Tag 23

      Einmal rund um Bø bevor es rund geht mit den Böen

      Als wir aufwachen, hat sich der Himmel wieder zugezogen, der Wind hat sich dafür weitgehend gelegt. Der Wetterbericht verheißt uns für den Vormittag 1 – 2 Stunden Sonne, bevor ein Sturm aufzieht :/ Somit ist schon mal klar, dass wir uns heute auf den westlichen Teil der Vesterålen beschränken – aber das hatten wir nach dem langen Vortag eh schon so geplant.

      Wir frühstücken gemütlich und fahren kurz nach 9 Uhr los nach Nykvåg, einem der größten Fischerorte der Insel mit vorgelagertem Vogelfelsen.
      Im Ort angekommen gibt es allerdings nur Möwen zu sehen, die restlichen Vögel haben sich wohl schon vor dem Sturm in Sicherheit gebracht :mosking: Gut, dass zumindest der kleine Rastplatz sturmsicher verankert ist :D



      Auf dem Rückweg bewundern wir noch einmal die ausgewaschenen Felsen südlich des Orts :rolleyes:



      Ein paar Kilometer weiter müssen wir durch einen Tagebau durch – jetzt erinnert die Landschaft eher an eine Schlammwüste als an die norwegische Küste X/

      Bald haben wir diese Passage hinter uns und folgen der Küste weiter nach Süden. In Vinje machen wir Halt am Bø bygdemuseum. Wie bereits vermutet hat das Museum geschlossen, aber zum Glück ist es ja nicht das einzige Ziel an diesem Ort. Ein paar hundert Meter weiter versteckt sich wieder eine Skulptur, nämlich der „Mannen fra havet

      Genau passend kommt auch die Sonne hervor :thumbsup:



      Wir folgen der Küste weiter nach Süden, dann nach Osten. Bald darauf stoßen wir auf eine schöne kleine Holzkirche :)



      Von hier aus haben wir einen schönen Blick über den Vesterålsfjord nach Hadsel. Mit einem guten Fernglas könnte man von hier aus ganz links bereits die Vororte von Stokmarknes sehen :search_1:



      Der Wind nimmt langsam zu und wir erinnern uns wieder an den Wetterbericht: Auf die Sonne folgt der Sturm :fie: So lassen wir uns nun von der Straße nach Norden führen und sind eine halbe Stunde später gegen 12 Uhr wieder an unserer Hütte, gerade rechtzeitig vor dem ersten Schauer :S

      Die nächste Stunde können wir die Aussicht über das Meer in wechselnden Lichtstimmungen genießen :8):



      Dann schlägt der Sturm richtig zu und bei einer Windstärke von 15 – 18 m/sec mit Dauerregen ziehen wir es vor, den Rest des Tages in der Hütte zu verbringen :wacko1: – gut dass wir genug zu lesen und zu spielen dabei haben.
      Gut dass wir drinnen sitzen. Der Sturm kommt aus Südwest, so dass der Regen von schräg hinten kommt und wir zusätzlich noch durch die Hügel hinter dem Campingplatz geschützt sind. Dennoch pfeift es ganz ordentlich… :|



      Tageskilometer: 81 (gesamt 6947)
      Chor: Wir sind alle Individualisten :)
      Einzelstimme: Ich nicht :P


      Reiseberichte siehe Profil :lofoten2:


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      Freitag, 21. September 2018 – Tag 24

      Auf in den Süden

      In der Nacht tobt sich der Sturm noch ordentlich aus, aber gegen Morgen geht ihm die Puste aus. Der Regen hat sich allerdings noch nicht verabschiedet, so dass wir den Tag ruhig angehen lassen :/ Heute haben wir uns wieder ein Rendezvous vorgenommen, hierfür haben wir aber noch viel Zeit ;)
      Gegen 12 Uhr lässt der Regen nach – genau wie es der Wetterbericht vorhergesagt hat :thumbup: So fahren wir kurze Zeit später gen Osten bis zum Ort mit dem schönen Namen Frøskeland, der verkehrstechnisch das Zentrum der Insel Langøya bildet, da hier die Straßen in alle Richtungen abzweigen. Wir halten uns gen Süden, immer am Eidsfjord entlang.
      Nachdem wir den Valfjord umfahren haben, bietet sich uns ein schöner Blick gen Norden. :)



      Wir folgen der Straße weiter gen Südwesten, aber leider ist es ziemlich trüb. An der Grønningbukta halten wir am Cafe Mocca, das allerdings bis Juli nächsten Jahres geschlossen hat. Da das Outdoor-Wohnzimmer am Landungssteg nicht wirklich einladend ist, fahren wir schnell weiter :pardon:



      Gegen 14 Uhr erreichen wir die Südspitze von Langøya und nutzen die Brücke um nach Børøya überzusetzen. Am Südende der Insel befindet sich endlich wieder eine Skulptur, allerdings ohne ausgewiesenen Parkplatz :huh: Gut dass ich schon einmal hier war, denn einen Wegweiser gibt es auch nicht an der Straße.
      Wir parken gegenüber dem kleinen Park und steigen zum Meer hinab, wo wir bald schon die „Dager og netter“ sehen können.

      Kaum am Ufer angelangt, sehen wir allerdings noch etwas anderes :8o:



      Jetzt können wir uns beruhigt das Kunstwerk anschauen, während im Hintergrund ein ebenfalls in den Farben schwarz und weiß gehaltenes Schiff die passende Dekoration liefert :thumbsup:



      Wir laufen langsam zurück zum Auto und begeben uns in Richtung Hafen. Dort angekommen gehen wir kurz auf die MS Lofoten. Eigentlich möchten wir uns bei Harald für die Begrüßung in Gibostad bedanken, aber er schläft. Wir treffen noch ein Besatzungsmitglied in der Cafeteria und quatschen uns ein wenig fest, dann schauen wir uns im Shop des Hurtigrutenmuseums um, bevor wir uns pünktlich zur Abfahrt erneut an den Kai begeben.
      Hier sehen wir, dass die MS Lofoten abfahrtsbereit am Kai liegt, alle Passagiere sind an Bord. Was allerdings fehlt, ist der Gabelstaplerfahrer, um die Gangway zu entfernen ?( Dieser ist anderweitig beschäftigt, da er mit einem mittelgroßen Kran Container stapelt :fie: Kurzentschlossen wird die Gangway an Land geschoben und die Tür geschlossen :D Nun legt das Schiff langsam seitwärts ab, um dann im gleichen Tempo rückwärts zu fahren :/ Dann bleibt es erst einmal liegen, anscheinend findet der Kapitän den ersten Gang nicht mehr :whistle3:



      Wir warten die eigentliche Ausfahrt nicht mehr ab sondern gehen zum Auto zurück und fahren gen Süden zur schönen achteckigen Hadsel kirke.

      Hier verabschieden wir uns von der MS Lofoten und folgen dem Sortlandsund gen Norden zur gleichnamigen Stadt. Wir besorgen uns und dem Auto noch etwas zu futtern, schauen uns die wichtigsten Denkmäler an und verlassen die Stadt wieder gen Norden.
      Bald darauf verlassen wir auch das Meer und fahren durch das Holmstaddalen gen Westen. An der Passhöhe bietet sich uns ein grandioser Ausblick :rolleyes:



      Ein paar Minuten später erreichen wir wieder den Eidsfjord. Auch hier bieten sich uns schöne Stimmungsbilder an :pardon:



      Wir fahren weiter im Wolkenloch nach Frøskeland, wo wir schon wieder zu einem Zwischenstopp gezwungen werden :mosking:



      Auf der weiteren Fahrt nach Westen zurück zu unserem Domizil zieht es sich wieder zu, so dass wir den Rest der Strecke ohne weiteren Halt hinter uns bringen. Gegen 18 Uhr sind wir wieder zurück und genießen noch ein paar schöne Abendstimmungen über dem Ryggefjord :)



      Tageskilometer: 172 (gesamt 7119)
      Tunnel: 2 (gesamt 38)

      Chor: Wir sind alle Individualisten :)
      Einzelstimme: Ich nicht :P


      Reiseberichte siehe Profil :lofoten2:


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      Samstag, 22. September 2018 – Tag 25

      Optimale Nutzung der Regenpause oder: Die lange Anfahrt nach Klo

      Als wir am Morgen wach werden, regnet es endlich mal wieder :S Es soll aber später besser werden, so bereiten wir nach dem Frühstück schon mal alles vor was wir für einen Ausflug brauchen könnten.
      Gegen 11.15 Uhr lässt der Regen tatsächlich nach und bald darauf klart es auch schon auf :thumbup: Jetzt können wir tatsächlich die Aussicht aus unserer Hütte genießen.



      Nicht viel später sitzen wir wieder im Auto auf der Fahrt nach Osten. Jetzt können wir auch erstmals den Ausblick nach der Passage des obligatorischen Tunnels genießen, ohne den wir „unsere“ Halbinsel nicht verlassen können ^^



      In Frøskeland wenden wir uns diesmal nach Norden und folgen dem Storeidet.
      Am gleichnamigen See werden wir vom Herbst empfangen :rolleyes:



      Nicht viel später erreichen wir wieder das Meer, genauer den Steinlandsfjord.



      Wir folgen der Küste an Myre vorbei gen Norden, bis wir nach insgesamt 1 ½ Stunden Nyksund erreichen.
      Hierbei handelt es sich um ein ehemaliges Fischerdorf, dass verlassen und vor rund 30 Jahren langsam wieder aufgebaut wurde (der Besitzer des ersten damals eröffneten Hotels ist übrigens ein Deutscher). Inzwischen sind weite Teile des Dorfs wieder restauriert und es existiert sogar eine touristische Infrastruktur :thumbsup:

      Als wir ankommen ist es windstill bei 12 (gefühlten 20) Grad und strahlendem Sonnenschein :D Der Ort liegt auf zwei Inseln, die jeweils über einen Damm erreichbar sind. Wir parken vor dem ersten Damm und gehen zu Fuß weiter. Der Ort zeigt sich uns in seiner ganzen Pracht :good3:



      Auch die Details sind sehr stilecht gehalten :mosking:



      Am zweiten Damm angekommen können wir nach Südwest noch die Auswirkungen des letzten Sturms bewundern =O



      In die andere Richtung zeigt sich ein dörfliches Idyll :rolleyes:



      Auf dem Rückweg sehen wir, dass bei einem Cafe gerade die Tische draußen gedeckt werden. Das nutzen wir natürlich aus und genießen den selbstgebackenen Kuchen :cookie: Als wir gerade fertig sind, ziehen auch schon die ersten Wolken des nächsten Tiefs heran, was uns auf dem Weg zum Auto noch einmal einen dramatischen Blick über den Ort und den Prestfjord beschert :8o:



      Wir fahren nun wieder zurück, aber nur rund 10 Kilometer. Hier biegen wir links ab und fahren zur Ostseite der Halbinsel, wo Moor und Meer nahtlos ineinander übergehen :/



      Wir folgen der Straße ganz in den Norden bis Stø.
      Im Hafen fühlen wir uns an Hitchcock erinnert – genug Möwen für ein Remake der Vögel sitzen hier :S Allerdings können wir uns nicht daran erinnern, dass es in dem Film auch Wale zu sehen gibt, so wie hier :whistle3:



      Wir fahren wieder gen Süden und genießen die Aussicht auf die benachbarte Insel Andøya .



      Bald darauf passieren wir den Ort Klo (der ins Deutsche übersetzt Kralle oder Klaue heißt, aber außer dem Ortsschild keine weiteren Sehenswürdigkeiten bietet :D ) und folgen auch auf dem weiteren Weg der Ostküste. Etwas später erreichen wir den Ort Alsvåg, wo wir einen kurzen, aber stimmungsvollen Blick auf den Risøysund erhaschen können :)



      Bald darauf schließt sich der Kreis und wir erreichen wieder die Straße nach Frøskeland. Gegen 18 Uhr sind wir wieder zurück an unserer Hütte. Hier können wir noch einmal eine schöne Aussicht über den Ryggefjord genießen, bevor es bald darauf anfängt zu regnen :|





      Tageskilometer: 167 (gesamt 7286)
      Tunnel: 2 (gesamt 40)
      Chor: Wir sind alle Individualisten :)
      Einzelstimme: Ich nicht :P


      Reiseberichte siehe Profil :lofoten2:


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      Sonntag, 23. September 2018 – Tag 26

      Tag der Tierbeobachtungen

      Ein erster Blick aus dem Fenster zeigt einen strammen Wind, aber keinen Regen. Dennoch hängen die Berge in den Wolken :/ Ein Blick in den Wetterbericht zeigt uns, dass wettermäßig gerade die besten Stunden des Tages sind: Sowohl Wind als auch die Regenwahrscheinlichkeit sollen im Laufe des Tages noch zunehmen, ab Mittag soll es wieder mit 18-20 m/sec. stürmen :/ Somit entscheiden wir beim Frühstück, dass wir den eigentlich für heute geplanten Ausflug nach Andenes streichen – mehr als 5 Stunden reine Fahrtzeit bei dem Wetter :pinch: ? Das muss nicht sein :thumbdown:

      Noch beim Frühstück können wir direkt vor dem Fenster einer Ente bei der Arbeit zuschauen: :mosking:



      Eine Stunde später kommen ein paar Fischer rein, gerade noch rechtzeitig vor dem Sturm. Sie nehmen die Fische aus und werfen die Innereien in den Fjord. Für uns ein Glücksfall, denn keine 2 Minuten später kreisen schon 2 Seeadler über uns :search_1:
      Einen davon erwischen wir, als er seine Beute in Sicherheit bringen will.



      Gegen 11 Uhr geht dann der Sturm los :wacko1: Der Rest des Tages besteht aus Spielen, Lesen, Fotos sichern und nicht zuletzt der Planung der nächsten Tage :cookie: :tee: :essen:



      Tageskilometer: 0 (gesamt 7286)
      Chor: Wir sind alle Individualisten :)
      Einzelstimme: Ich nicht :P


      Reiseberichte siehe Profil :lofoten2: