Winterreise mit Umstieg in Molde (MS Finnmarken und MS Lofoten 16.11. - 16.12.2018

    • Sonstiges
    • 23.11.2018 - Florø - Molde

      Erst einmal muss ich sagen, dass diese Information leider ein wenig später kommt als ggfs. möglich gewesen wäre. Das liegt daran, dass ich den Internetzugang nicht extra für die 2 Kurzbuchungen Bergen - Molde (MS Finnmarken) und Molde - Bergen (MS Lofoten) gebucht habe. Damit ist das Schreiben erst jetzt möglich, wo ich ab dem 24.11. wieder eine 11-Tages-Reise mache :)

      Die Halte des 23.11. ( Florø , Måløy , Torvik und Ålesund ) habe ich alle an Bord der MS Finnmarken verbracht. Ab 12:00 Uhr musste ich ja die Kabine räumen. Das "große" Gepäck wurde entsprechend im Gepäckaufbewahrungsraum neben der Rezeption geparkt. Mit Handgepäck bewaffnet habe ich mich für den Rest des Tages bis 18:00 Uhr auf Deck 7 ans Fenster begeben. Erst um 18:00 Uhr kam dann der Abschied von der MS Finnmarken, die ich aus dem Warteraum beim Narvesen am Kai in Molde in die Nacht entschwinden sah. Es gibt dort 9 große und 8 kleine Schließfächer; wenn das mal jemand wissen muss. Sie sind mit Münzen (10er oder 20er Stücke) zu bezahlen. Für mich war das nicht notwendig, da ich die Hände ja ohnehin nicht für einen Stadtrundgang frei haben musste. So gestalteten sich die drei Stunden zwischen 18:00 und 21:00 Uhr nicht sehr aufregend ;) Aber schon kurz vor der vom Fahrplan angegebenen Zeit kam die MS Lofoten aus dem Dunkel. Hotelmanager (Petter) und Rezeptionsmanager (Madis) höchstpersönlich trugen mein Gepäck in die Kabine. Ich bekam sogar auch für die eine Nacht von Molde nach Bergen die selbe Kabine, in der ich vom 24.11. bis zum 05.12. untergebracht sein werde. Sehr vorteilhaft! So muss ich nicht erneut umziehen.

      Fortsetzung folgt...
    • 24.11.2018 - Molde - Bergen

      Der heutige Samstag verlief auf der Fahrt nach Bergen wie im Fluge. Ich konnte die Vorzüge - na. sagen wir: einen Vorzug - der 400-er Kabinen voll ausnutzen: Im Bett liegen und dabei aus den zwei großen Fenstern das sonnige Wetter und die Landschaft genießen. Das geht mit oder ganz ohne Bullauge nicht so gut.

      Nach der Ankunft in Bergen konnte ich diesmal einfach in der Kabine bleiben; während die anderen (paar) Mitreisenden um 10:00 Uhr ihre Kabinen zu räumen und nach Ankunft das Schiff zu verlassen hatten. Meinen neuen Umschlag habe ich mir dann um 15:50 Uhr an der Rezeption abgeholt - kurz bevor die bereitstehende Masse der neuen Reisenden das Schiff entern durfte.

      Laut offizieller Aussage sind knapp 110 Reisende ab Bergen an Bord. Sicherheitsschulung war wie immer im Eisbärsalon. Beim Abendessen traf ich einen Mitreisenden, mit dem ich bereits im März/April 2016 gemeinsam eine Fahrt auf der MS Lofoten gemacht hatte.

      Dann kam die Abfahrt. Im schönsten Mondschein verließen wir den Anleger in Bergen . Mittlerweile sind wir unter der Askøy-Brücke hindurch. Wie immer feierlich (und nur für uns :D ) beleuchtet.

      Zum Schluss habe ich noch fast das Schiff versenkt. Da denkt man, es sei eine durchaus akzeptable Möglichkeit, sich auf dem geschlossenen Deckel (welcher wohl) vor das Waschbecken im Bad zu setzen. Das kann in einer D-Kabine schon mal nicht vorkommen. Gestern abend hat der Deckel meinen Gewichtskräften auch widerstehen können. Heute hat er dann seinen Unmut durch lautstarken Bruch angezeigt und ich saß ein kleines Stückchen tiefer. In vollster Schamesröte musste ich dann an der Rezeption vorsprechen und den Schaden melden. Wie schrieb ich weiter oben bereits letzte Woche: Hier bin ich Depp.......

      Fortsetzung folgt...
    • @Klaus E.
      Habe vorhin in MT nachgesehen wo die Lofoten jetzt ist und gedacht, daß du darauf sein müßtest. Schön zu erfahren, daß der Umstieg in Molde so gut geklappt hat. Wir haben auf unseren Reisen in den letzten Jahren, seit wir sie brauchten auch immer sehr nette Hilfen bekomnen, meist sogar ohne darum bitten zu müssen, sei es in Bus, Bahn oder Schiff.
      Genieße nun die lange Reise und laß uns durch deine Berichte mitreisen.
      Wann wird es eigentlich dunkel und wann hell ? Zeiten mit Tageslicht und somit mit Sicht sind doch recht kurz, nicht wahr?
      Ich glaube, das wäre nichts für mich. 24 Std Tageslicht, wie bei unser ersten HR-Tour war zwar interessant, aber mir genügt diese einmalige Erfahrung, dies andere Extrem brauche Ich auch nicht. Mitte Februar bis Anfang März und Mitte September bis Anfang Oktober war super. Bin jetzt auf die nächste HR Tour Anfang Mai gespannt.
      Liebe Grüße von Trollebo

    • 25.11.2018 - Florø - Kristiansund

      Der heutige Tag brachte erneut schönes Wetter. Der Himmel war zwar nicht immer ganz so strahlend blau wie in den letzten Tagen; aber für wunderbare Lichtstimmungen in vielen Farben (auch aus dem Babybereich) reichte es allemal. Da schmerzte es schon ein wenig, dass die Eindrücke auf keiner Speicherkarte landen konnten. Aber zwischen den Ohren ist ja vorläufig noch ein wenig Speicherplatz frei.

      Die Situation im Speisesaal (Mittagsbuffet ab 11:30) wurde durch die Ankunft in Ålesund um 12:00 Uhr schlagartig entspannt. Der Beginn es Abendessens fiel zeitlich genau zusammen mit der Ankunft in Molde und damit auf das 48 Stunden Jubiläum meiner letzten dortigen Ankunft ;) Wie immer am Tag 2 bot sich die Gelegenheit, die neue Tischgemeinschaft in Augenschein zu nehmen. Diesmal ein echter Glücksfall (wie ja meistens, wenn auch nicht immer).

      Mittlerweile ist Kristiansund bereits hinter uns und wir dampfen (oder schwerölen) in Richtung Trondheim .

      Leider hat sich jetzt herausgestellt, dass die Gummifüße meiner Krücken (sorry: Unterarmgehstützen) kurz vor ihrem abnutzungsbedingten Lebensende stehen. Nun muss ich mal sehen, dass ich den morgigen sechsstündigen Aufenthalt in Trondheim dazu nutzen kann Ersatz zu beschaffen.

      Fortsetzung folgt...
    • 26.11.2018 - Trondheim - Rørvik

      Die online anzeigbare Verfügbarkeit einzelner Artikel in den jeweiligen Filialen einer großen norwegischen Apothekenkette erlaubte es, (scheinbar) gezielt zu einer Filiale in Trondheim in Solsiden zu marschieren und nach "doppsko" also "Gummifüßen" für meine Unterarmgehstützen zu fragen. Diese sollten an Lager sein. Wie sich herausstellte, gab es sie aber entgegen der Online-Angabe nur in einer Ausführung für einen Rohrdurchmesser von 16mm statt 19-20mm. So sind meine Armverlängerungen nun mit roher Gewalt neu beschuht worden. Mal sehen wie es hält.

      Während des zeitlich parallel laufenden Einkaufs habe ich mir in Trondheim am Kai den Weg zur MS Trollfjord gemacht. Durch den Tausch der Lofoten mit der Vesterålen kann der Lofotenreisende dies ja nun. Wie drücke ich es aus? Welch ein Schiff!

      Um 12:00 Uhr ging es dann pünktlich weiter in Richtung Folda und danach Rørvik . Unterwegs lag natürlich Kjeungskjær Fyr und der Stokksund auf unserem Weg. Letzteren durchfuhren wir jahreszeitgemäß im Dunkeln. Interessant, wenn man zwar weiß, was man jetzt wo sehen könnte; es aber nicht wirklich sieht. Auf der Brücke über den Stokksund stand heute nur ein einzelner Interessent. Keine größeren Winkegruppen. Die Folda war heute ziemlich ruhig. Beim Abendessen (erste Sitzung 18:00) gab es kaum eine Bewegung im Schiff/Tisch.

      Wir erreichten Rørvik um 21:00 Uhr um 15 Minuten zu spät. Das hätte einen Besuch auf der Kong Harald ziemlich sinnlos aussehen lassen. Es wurde aber sofort durchgesagt, dass es auch eine angepasste Abfahrtszeit gibt: 21:30 Uhr. Demnach war die Länge der Liegezeit wieder die alte. Für mich muss ein Besuch der Kong Harald aber weiter warten, da ich mit den (zwar frisch beschuhten) Armverlängerungen doch lieber nicht durch den frischen Schnee/Schneematsch am Kai wollte. Man muss die Sturzgefahr ja nicht extra suchen.

      Nun sind die Schätzungen für die für den kommenden Morgen zu erwartende Zeit der Polarkreisüberquerung eingereicht und wir dieseln (danke @Capricorn für die Korrektur) in Richtung Brønnøysund .

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    • 27.11. Brønnøysund - Svolvær

      Der Polarkreis wurde heute morgen um offiziell 07:10:21 Uhr überquert. Die zeremonielle Taufe der Gewinnerin der Fahne und der sonstigen Freiwilligen konnte ganz wie geplant auf dem Außendeck erfolgen. Dabei gab es wieder viele beeindruckte Gesichter zu sehen.

      In Bodø war das Wetter eher ungemütlich. In Vorfreude auf den Vestfjord wurden auf dem B-Deck schon einmal die Bullaugen geschlossen. Die Überfahrt über den Vestfjord nach Stamsund war relativ ruhig (natürlich nur meine Meinung :D ). Dennoch war das Abendessen im Restaurant in der ersten Sitzung um 18:00 Uhr nur schwach besetzt; dabei waren vor allem die Forelle und das verschleierte Bauernmädchen wieder ganz hervorragend. Nachdem wir Stamsund verlassen hatten, fanden auch die Gäste der zweiten Sitzung ihre jeweilige Freude beim Essen. Ententeich geht jedenfalls definitiv anders.

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    • 28.11. - Stokmarknes - Skjervøy

      Der Winter ist nun (endlich?) hereingebrochen. Alles ist weiß. Der blechern hinterlegte Schokoladentafelbub in Finnsnes ist zwar dank klaren Wetters problemlos zu sehen; der Weg zu ihm hätte aber über winterliche Oberflächen geführt.

      In Tromsø bietet sich die Gelegenheit, das Hafenterminal mal bei (weitgehend) geöffneten Läden zu durchschreiten. Beim Besuch des Mitternachtskonzerts ist ja immer alles geschlossen und man folgt nur dem kürzesten Weg zwischen Schiff und Busbahnhof - gekennzeichnet durch die gelben Streifen auf dem Boden. Heute werden mal alle Seitenwege beschritten. Ergebnis: Ich zumindest kann nicht nachvollziehen, wo man sich verlaufen könnte. Das einzige wäre, dass man Hurtigruten und Hurtigbåt verwechselt. Aber dafür extra Passagierlotsen einzuführen?!?

      Beim Verlassen von Skjervøy kommt der Kellner zu allen besetzten Tischen in der Cafeteria, um zu informieren, dass die nun gleich beginnende Loppa für manche vielleicht besser im Bett zu ertragen sein könnte. Nachdem die Realität seine Worte zu untermauern beginnt, leeren sich Cafeteria und Bar bis auf wenige "Aufrechte".

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    • Hej, bin gerade vorgestern von der Reise auf der Trollfjord zurückgekommen. Habe auch in Trondheim die Gelegenheit genutzt, die Lofoten anzusehen. Ja, das ist schon ein Unterschied, hat mir aber auch sehr gut gefallen. Und wenn ich in deinem Bericht vom Mitternachtskonzert in Tromsö lese, werde ich ganz traurig. Das ist nämlich bei uns wegen großer Verspätung aufgrund des starken Gegenwindes ausgefallen. Soooo schade. Und auch der Schnee war bei uns nicht da.... Trotzdem ne wunderschöne Reise! Ich frage mich gerade, wielange du wohl nach einem Monat auf dem Schiff brauchen wirst, bis das Gefühl nachlässt, dass der Boden schaukelt.... bei mir schaukelt es auch nach 12 Tagen jetzt, mehr als 48 Stunden nach Reiseende immer noch heftig. Ich wünsche dir noch weiter viele schöne, bestimmt auch immer wieder neue, Eindrücke!
    • Nachschaukeln? Kenne ich irgendwie überhaupt nicht. Vielleicht habe ich ja nur Glück - vielleicht liegt es auch daran, dass die MS Lofoten mangels Stabilisatoren ganz anders schaukelt als die neuen Schiffe? Wie auch immer...

      29.11.2018 - Øksfjord - Båtsfjord

      Für Passagiere, die das Schiff nicht verlassen, war heute wieder ein weitgehend ruhiger Tag. In Hammerfest morgens vor 06:00 Uhr ist im Winter ja ohnehin nicht so richtig viel zu tun. In Havøysund gibt es auch nur einen kurzen Stopp. In Honningsvåg sollen es diesmal ca. 20 Teilnehmer auf dem Weg zum Nordkapp gewesen sein. Das bedeutete wohl, dass man gute Chancen hatte, die Weltkugel mal nur mit den gewünschten Personen aufs Zelluloid zu bannen - oder eben auf die Speicherkarte ;) In meiner Kabine konnte ich diesmal sehr eindrucksvoll an der Sicherheitsübung der Mannschaft "teilnehmen", weil das benutzte Rettungsboot direkt vor den zwei Fenstern meiner Kabine herabgelassen und später natürlich auch wieder hinaufgezogen wurde.

      In Berlevåg mussten wir vor der Einfahrt in den Hafen erst einmal einige Zeit warten, weil die leider ein wenig verspätete MS Polarlys erst noch ihre Aktionen verrichten musste. Die Menge der zu ent- bzw. beladenden Fracht in Berlevåg sorgte dann dafür, dass wir mit ca. 45 Minuten Verspätung in Richtung Båtsfjord starteten. Diese haben wir dann auch durch die Nacht bis nach Kirkenes mitgenommen.

      Fortsetzung folgt...
    • 30.11.2018 - Vardø - Båtsfjord

      Wie im vorigen Beitrag bereits geschrieben, brachten wir die bereits in Berlevåg eingeheimsten 45 Minuten Verspätung bis nach Kirkenes mit. So war der heutige Aufenthalt in Kirkenes eben etwas kürzer als vom Fahrplan vorgesehen. Der Ausflug mit dem Bus zur russischen Grenze soll aber doch "vollständig" und sehr interessant gewesen sein. Nur leider war Herr Putin nicht mit nacktem Oberkörper auf seinem Pferde herangaloppierend zu sehen. Er hatte wohl doch wichtigeres zu tun ;) So verließen wir Kirkenes pünklich um 12:30 Uhr. Bei erstaunlich wenig Bewegung im Schiff (auf der MS Finnmarken vor 13 Tagen war wirklich entscheidend mehr "los") erreichten wir auf diese Weise Vardø so gut wie pünktlich. Das ermöglichte mir sogar einen kurzen Besuch im Kolonialladen; und ich war lange vor Abfahrt wieder an Bord. Nur der recht glatte, festgefahrene Schnee auf den Straßen zwang mich mit den Stützen an den Unterarmen zu einer sehr langsamen Gehweise. Kaum wieder an Bord, dachte ich, es sei eine gute Idee, mal ein Telefonat nach Hause zu führen. Aber nichts: Keinerlei Netz. Na ja, man will ja nicht zu anspruchsvoll sein - ein paar Funklöcher im Bereich der Barentssee dürfen schon sein... Aber dann kam die Durchsage, dass in ganz Ostfinnmarken alle wichtigen Kommunikationsmittel inklusive Mobilfunk und VHF-Schiffsfunk außer Betrieb sind. Dies erforderte, dass wir statt um 16:45 Uhr Vardø zu verlassen bis 20:15 Uhr warten mussten. So bekamen wir also ca. 3,5 Stunden Verspätung. Diese haben wir bis Båtsfjord sogar noch ein wenig ausgebaut. Soeben haben wir Båtsfjord mit über 4 Stunden Verspätung verlassen. Ob das für das Mitternachtskonzert in Tromsø gute Voraussetzungen sind? Wir werden sehen.

      Fortsetzung folgt...

      PS: Die Störung der Kommunikationssysteme soll angeblich durch einen Glasfaserbruch irgendwo in der Region verursacht gewesen sein.
    • 01.12.2018 - Berlevåg - Skjervøy - Ein verschobener Tag

      Die gestern durch die Störung der Kommunikationssysteme angehäufte Verspätung blieb uns während der Nacht erhalten. So sahen wir Honningsvag um 10:00 Uhr mal nicht bei finsterster Nacht. Auch ein stark verkürzter Aufenthalt im bereits stark abgedunkelten Hammerfest brachte nur wenig zeitliche Entlastung. So kam es dazu, dass die Wichtigkeit des Umweltschutzes heute ein klein wenig in den Hintergrund rückte: Die Reiseleitung gab einen neuen Tagesplan mit angepassten Zeiten heraus. Auf diesem wurde wie auch bei einer entsprechenden Durchsage die Durchführung des Mitternachtskonzerts in Tromsø abgesagt. Letztendlich kamen wir um 02:00 Uhr in Tromsø an und lagen dort nur etwa 30 Minuten. Somit blieb bei Abfahrt aus Tromsø nur noch etwa eine Stunde.

      Nun sieht es so aus, dass die Busexkursion über die Vesterålen von Harstad nach Sortland "ordnungsgemäß" durchgeführt werden kann.

      Ach so - ganz vergessen: kurz vor Mitternacht gab es übrigens nun auch ein leichtes, fast nur angedeutetes Nordlicht zu sehen. Der Himmel war ja klar, Sterne gab es reichlichst zu sehen, nur die Intensität der Erscheinung war den üblichen Zäpfchen in der Netzhaut wieder ein wenig zu schwach. Nun können sich auch die Reisenden, die nur die südgehende Route absolvieren, nicht über die Abwesenheit der Aurora Borealis beschweren.

      Bei der heutigen Versteigerung in der Bar bekam nicht nur die "übliche" Postfahne einem neuen Besitzer. Auch das Messingaufstellschild "Captain's Table - M/S Lofoten", das viele Jahre brav seinen Dienst im Restaurant verrichtet hatte, fand einen Liebhaber, der bereit war, sich im Austausch von über 2000 NOK zu trennen. Das wäre ja mal ein Gegenstand für ein Stammtisch des Forums gewesen. Aber bei den Preisen?!?

      Fortsetzung folgt...
    • 02.12.2018 - Tromsø - Stamsund - Wieder im Fahrplan

      Tatsächlich haben wir bis Harstad die Verspätung fast komplett wieder aufgeholt. Die Teilnehmer am Vesterålen-Ausflug können also beruhigt loslegen; sie kommen auch in Sortland in der passenden Sekunde auf der Brücke an, so dass Bus und Schiff einander grüßen können.

      In Risøyhamn wird die Gangway zwar am Schiff festgemacht, sie wird aber auch wieder entfernt bevor jemand darüber gelaufen ist. Da auch keine Fracht zu laden ist, kann man sagen, dass es diesmal wirklich "nur ein kurzer Stopp" gewesen ist. Auch auf der Weiterfahrt über Sortland nach Stokmarknes dürfen wir uns über (wenn auch nur leicht) schneebedeckte Berge und gute Sicht freuen; wenn auch keine Verhältnisse mit blankem Himmel herrschen.

      Das Wetter bleibt gut, wenn auch der Wind ziemlich kalt bläst. Den Raftsund erreichen und durchfahren wir jahreszeitbedingt im Dunkeln. Da gibt es nicht ganz so viel zu sehen und zu staunen wie in anderen Jahreszeiten. Einen kurzen Höhepunkt ergibt der Abstecher zum Eingang des Trollfjords. Die Suchscheinwerfer kommen zum Abtasten der Felsen zum Einsatz. Eine Einfahrt in den Fjord verkneifen wir uns aber lieber.

      Schon die letzten Minuten vor Svolvær sind von etwas intensiveren Bewegungen des Schiffes geprägt. Das Buffet zum Abendessen mit freier Platz- und Zeitwahl kann man also sehr gut in die Zeit legen, in der wir in Svolvær am Kai liegen. So ist es nicht so voll im Speisesaal und es schaukelt auch nicht. Praktisch! (Außer man möchte in Svolvær das Schiff verlassen :D

      Die durch den kurzen Aufenthalt in Stamsund geteilte Befahrung des Vestfjords bringt (wie man im Herbst ja durchaus erwarten darf) viel Spaß für diejenigen Passagiere, die sich gerne schaukeln lassen. Die anderen haben wohl eher weniger Freude gehabt.

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    • 03.12.2018 - Bodø - Rørvik

      Heute war mal ausnahmsweise ein etwas längeres Verweilen in der Kabine vor dem ersten Auftauchen in öffentlichen Bereichen des Schiffes angesagt. Von Weltkugeln auf der Insel Vikingen und deren Ehrung mit Löffelerwerb in der Bar ließ ich mich nicht herauslocken. Selbst das Mittagsbuffet im Restaurant konnte keine außerkabinlichen Aktionswünsche in mir wecken. Erst der zugegebenermaßen sehr kurze Landgang in Brønnøysund zur Qualitätseistheke führte dazu, dass meine Bordkarte mal ausgeführt wurde.

      Das um 18:00 Uhr für mich fällige 125-Jahre-Jubiläums-Abendessen - heute für mich bereits zum fünften Mal in 2018 - ließ mich ernsthaft die Kabine verlassen. Man kann doch auch einmal so richtig nach einer Pause verlangen! Heute gab es die Ansage, dass man sich die Sonderkarte des Abendessens mit ausführlicher, viersprachiger Erläuterung (NO-EN-DE-FR) gerne als Souvenir mitnehmen dürfe. An diese Aussage kann ich mich von meinen früheren 2018-er Reisen nicht erinnern. Ob das damit zu tun hat, dass wir mittlerweile Dezember haben?!?

      Nach dem Essen stand nur noch der Aufenthalt in Rørvik auf dem Programm. Hier bot sich trotz mäßigen Regens die erstmalige Vollrundengelegenheit, von der südgehenden MS Lofoten aus die parallel am Kai liegende MS Nordlys zu besuchen. Für mich eine Premiere. Unter den aktiven HR-Schiffen, die nicht die MS Lofoten sind, ist die MS Nordlys (Vorsicht - persönliche Einschätzung:) eines der schöneren Schiffe. Bei der Rückkunft auf dem Rezeptionsdeck der MS Lofoten gab es noch eine sehr erfreuliche Überraschung: Der aktuelle Rekordhalter für Komplettrunden (aktuell führt er offenbar seine 51-ste Reise durch), der vorher beim Jubiläumsessen der ersten Sitzung am Kapitänstisch hatte sitzen dürfen, übergab mir als Geschenk eine Kopie seiner Fotos vom 25.11.2016, die mich bei meiner Zwangstaufe wegen gewonnener HR-Fahne zeigen. Von diesem Ereignis hatte ich bisher noch keine Bilder. Da sage ich doch auch hier ganz laut DANKE!

      Danach kam dann für den Rest des Tages wieder selbst verordneter Kabinenaufenthalt. Dieser wurde glücklicherweise sehr unterhaltsam von der Folda unterstützt.

      Fortsetzung folgt...
    • Hallo Klaus, das mit den Fotos nenne ich doch mal eine gelungene Überraschung :) Zu deiner Einschätzung der Nordlys, ich denke du könntest Recht haben ( kenne sie bisher leider nur von Fotos von innen, da ich die wenigen Gelegenheiten zur Besichtigung leider immer irgendwie verpasst habe), doch auch hier wird der Renovierungswahn zuschlagen und sie wird den anderen renovierten Schiffen angepasst werden.
      Dir sage ich DANKE für deinen Bericht und freue mich auf die Fortsetzungen und weitere Erlebnisse :)
      LG Sehpferd /Helga :ilhr:

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      04.12.2018 - Trondheim - Molde

      Nach pünktlicher Ankunft in Trondheim wartete die nordgehende MS Nordkapp bereits auf uns. So konnte trotz besten norwegischen Winterwetters mit starkem Wind und wechselnder Regenintensität ein Besuch von Schiff zu Schiff stattfinden. Weitere Aktivitäten in Trondheim waren bei dem Wetter für Läufer mit Handkraftbedarf nicht sinnvoll.

      In Kristiansund ist die Liegezeit ohnehin eher dafür ausgelegt, mit gesunden Beinen mal eben beim Denkmal für die Klippfischfrau vorbeizuschauen.

      Der Weg nach Molde ( Hustadvika ) war derart bewegt, dass von zwei auf eine Sitzung umgestellt wurde. Per Durchsage wurde der Aufenthalt in den Kabinen empfohlen und der an Deck untersagt. Die einzige Sitzung fand dann ab 20:00 Uhr statt (geplant - in Realität war es eher 20:20). Das führte zwar dazu, dass drei Tische in der Cafeteria mitbenutzt werden mussten. Das war aber sicher eine gute Entscheidung. In der Bar war nach der heißen Phase der Einsatz des Industrienasssaugers unabdingbar.

      Für die Nacht und die entsprechende Umrundung von Stad war dann auch viel Bewegung versprochen. Mehr dazu morgen.

      Fortsetzung folgt...