Bildbericht kompakt: Nordischer Sommerausklang mit MS Nordstjernen (20. September - 01. Oktober 2018)

    • 2018
    • Bildbericht kompakt: Nordischer Sommerausklang mit MS Nordstjernen (20. September - 01. Oktober 2018)

      Liebe Fories, ja, Ihr seid eine andere Art von Reiseberichten von mir gewöhnt.
      Die augenblickliche Lage in Familie und Freundeskreis läßt einen solchen aber längerfristig nicht zu.
      Damit nicht noch mehr Zeit ins Land geht, habe ich mich zu einem recht kompakten Bilderbericht entschlossen - manchen "Textverweigerer" wird's freuen ;)
      Für präzise Angaben verweise ich freundlichst auf den detaillierten Reisebericht von @Älbler der hier schreibt, begleitet von wunderbaren Fotos. :good3:
      Ich werde möglichst Bilder einstellen, die Jörn so nicht gemacht hat - entweder wegen anderer Ausflüge oder anderer "Wahrnehmung" :rolleyes:



      Wie @Älbler auch, sind Göga und ich mit der Dovrebahn angereist, saßen allerdings im Nachmittagszug und hatten etwas mehr Wetterglück:



      In Trondheim waren wir nach dem langen Sitzen in Zügen, Flugzeugen und Wartebereichen froh, vom Bahnhof bis zum Ila Kai zu Fuß gehen zu können.
      Der "Trondheimtag", den wir vor dem Ablegen noch eingeplant hatten, war recht regnerisch und windig.



      Und dann begann unsere Reise mit einem wunderbaren alten Schiff von Trondheim nach Lübeck:



      Stop in Andalsnes mit Regenspaziergang von Vordach zu Vordach, dicht in Regenzeug verpackt



      Abends dann Alesund mit Einblicken und Ausblicken.



      Den Aksla erspurteten wir noch nach 21 Uhr bei heftigem Wind. Der Ausblick war jedoch wunderbar, obwohl man die Kamera kaum für eine Aufnahme still halten konnte



      Fortsetzung folgt, wenn Ihr wollt...
      Grüße, Bavaria :)

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Bavaria58“ ()

    • Der "Surferhotspot" ist tatsächlich einladend



      Die kleine Kirche in der Bucht wird eigens für uns geöffnet und die Glocke angeschlagen.



      Dann geht es, unterbrochen von zwei weiteren Stopps, zurück zum Schiff



      wir gleiten in den Abend. Immer wieder gibt es Regenschauer. Kurze Sonnenminuten dabei sorgen für viele Regenbögen
      Grüße, Bavaria :)
    • @Bavaria58 ,

      vielen Dank, dass Du Dir trotz der familiären Situation die Zeit nimmst, einen kurzen (Bilder)bericht einzustellen.

      Den verfolge ich natürlich auch interessiert mit und freue mich schon jetzt auf die Fortsetzung. So sehe auch ich manch Neues oder Bekanntes aus anderer Perspektive.

      Und mit Deinem textlich kurzen Bericht ergänzen wir uns auf jeden Fall gut. Fories, die auf viel Text stehen, kommen wohl in meinem Reisebericht auf ihre Kosten. So dürfte für jeden das Passende dabei sein.
      Grüße
      Jörn


      Reiseberichte im Profil
    • Der Morgen erwacht auf dem Weg nach Flåm

      Wir gleiten durch den Nærøyfjord und genießen die Stille



      Undredal bleibt rechts liegen, wir werden das hübsche Dörfchen am Nachmittag besuchen.

      Margit macht uns auf alte Höfe hoch am Hang backbordseitig aufmerksam - heute gehören sie zu einem Freilichtmuseum

      die Fähre ist dagegen hypermodern

      Schließlich erreichen wir Flåm - und sind froh, dass wir das einzige - und kleine Schiff sind.

      Wir lächeln über das Zugcafé und bewundern das Brauereigebäude

      Am Bahnhof tummeln sich viele asiatische Gäste



      Wir nehmen Platz, und dann geht es auch schon los:



      Ehrlich gesagt: Wenn man schon ab und an mit Zügen (Motorrädern und Autos) in den Alpen unterwegs war, ist diese Bahn nicht sooo spektakulär, denn dann hat man viel Vergleichbares gesehen. :hail:
      Die Fahrt über das Dovrefjell hat mich da landschaftlich deutlich mehr beeindruckt.
      Nichtsdestotrotz verdient die bauliche Leistung höchsten Respekt. :search:

      Im nächsten Beitrag besuchen wir Undredal - der leckere Ziegenkäse und die Rentiersalami, die wir dort kauften, sind leider längst aufgegessen :essen:
      Grüße, Bavaria :)
    • effemuc schrieb:

      Bildbericht „Kompakt“,das wünscht man sich hier häufiger...


      Wer ist man? Du?

      Die meisten hier freuen sich auf ausführliche und interessante Reiseberichte. Das Agnes hier einen kompakten Bildbericht liefert ist ok und jeder hat in der Situation Verständnis dafür, aber sonst sind eher ausführliche Berichte erwünscht. Deshelb nennt sich die Rubrik ja auch Reiseberichte.
      Gruß Jobo,

      Die gefährlichste aller Weltanschauungen ist die Weltanschauung der Leute, welche die Welt nicht angeschaut haben.
      - Alexander von Humboldt -

      (Links zu meinen Reiseberichten finden sich im Profil/über mich)

    • Undredal also..
      das Anlegemanöver gelingt - wie @Älbler schon schrieb - erst nach längerer "Übungsphase". Irgendwie zu viel Schiff an zu wenig Kai :pardon:
      aber schließlich ist es geschafft und wir werden an der ersten Kreuzung von dem Tier begrüßt, das der Dorfbewohner Einkommen sichert.



      Doch bevor wir den Undredaler Ziegenkäse verkosten, wandern wir erst die Dorfstraße hinauf zur kleinsten Stabkirche Norwegens.

      Die Kirche ist wirklich klein, obwohl nach vorne und hinten angebaut wurde.
      Besonders anrührend finde ich die Geschichte der an die Holzdecke gemalten Engel, die allesamt sehr traurig schauen.



      Es wird erzählt, dass nach einer Auswanderungswelle die Zahl der Dorfbewohner nur noch gering war.
      Sogar die Engel hätten darum traurige Gesichter, weil sie sich nach denen sehnten, die fern der Heimat waren und blieben.

      Die Spatzen pfeifen es nicht vom Dach, sondern aus dem Gebüsch:

      Der Dorfladen hat alles, was in der einsamen Lage von Undredal (bis 1988 nur per Schiff erreichbar) gebraucht werden könnte und bietet auch eine Auswahl von Ziegenkäse unterschiedlichen Alters an - lecker sind sie alle und wir nehmen einige vakuumverpackte Stücke mit, die selbstverständlich auf der Nordstjernen für uns gekühlt aufbewahrt werden. :imsohappy:

      Grüße, Bavaria :)
    • Bavaria58 schrieb:

      Undredal (bis 1988 nur per Schiff erreichbar)

      Über die Zeit gibt es einen tollen, kleinen Bildband von Ole Fretheim, der im Frühjahr 1973 Undredal und die Fähre TANSØY dokumentiert hat und damit ein Stück des im Zeitalter von Straßen allerorten längst vergangenes Norwegen zumindest visuell hat überleben lassen :love:

      Fretheim, Ole: Undredal og fjorden - ei reise attende. Undredal and the fjord - a journey back, Leikanger : SKALD, 2012.
      ISBN: 978-82-7959-179-5
      Takk for oss

      BRITANNICUS :)
    • Bevor die Pflichten laut rufen, noch schnell eine Fortsetzung:

      Wie immer bin ich lange vor dem Frühstück draussen. Das Wetter ist auch heute eher "suboptimal", aber gäbe es gerade nicht so viel Regen, wären die zahllosen Wasserfälle deutlich weniger imposant. Das Donnern des Wassers müsst Ihr Euch dazu denken ;)



      Von Ferne erspähe ich zwei nebeneinander fahrende Boote und warte gespannt auf ihr Näherkommen



      Dann ist die Hardangerbrücke voraus zu sehen. Ebenso wieder Regen und frischer Wind

      Schließlich erreichen wir Eidfjord und legen pünktlichst an :thumbsup:

      Wie immer stehen auf dem Tagesprogramm mehrere "Wanderrouten". Weil wir dem Wetter (noch) nicht trauen, soll es erst mal die kürzere Route sein.
      Sie führt uns an der geschlossenen Kirche vorbei zu einer Holzwerkstatt.



      Der Besitzer (Jahrgang 1932) erzählt uns von den dort ausgestellten Hardangerfideln, wir bekommen per CD eine Hörprobe und er zeigt uns dasHolzstück, an dem er gerade schnitzt - ein Leuchterkranz.
      Ein kleiner gedrechselter Vogel steht seit unserem Besuch dort auf dem heimischen Fensterbrett. ;)
      Auch hier rauscht das Wasser geräuschvoll und imposant zu Tal und die Wanderwege gefallen uns sehr

      Wieder am Fjord angekommen, bietet sich ein hübscher Blick zur Nordstjernen

      und die bestrickten Bäume sind für mich natürlich Pflicht.

      Weil sich das Wetter inzwischen stabilisiert hat, machen wir uns doch noch auf den Weg und gehen die "große" Runde.
      Vom höchsten Punkt aus geht der Blick Richtung Fjord

      Zurück im "Zentrum" werden Turbine und Füchse gemeinsam abgelichtet,

      bevor es wegen akutem "Wollbedarf" noch in einen Laden geht. Ich sehe eine hübsche "Komplettpackung", die Füchse haben mich wohl inspiriert
      Ich hatte zwar bewußt kein Strickzeug mitgenommen, aber.... :blush2:

      Das Ergebnis ein paar Tage später möchte ich Euch nicht vorenthalten
      Die (Förster)-Tochter freut sich jetzt über die Stulpen :saint:
      Grüße, Bavaria :)
    • Oh ja, das Donnern des Wasserfalls war beeindruckend - und die Straße davor gesperrt.
      Allerdings konnte der Langfossen am nächsten Morgen durchaus "mithalten".

      und das Regenwetter mit frischem Wind begleitete uns auch durch diesen Vormittag

      In Haugesund angekommen umkreisen alle Paxe beeindruckt die beiden alten Busse

      mit denen wir dann auch gleich unsere "Ekstratur" starten.



      nachdem die alte Olavskirche nicht nur zugesperrt, sondern unter der Bauplane erst gar nicht zu sehen ist :thumbdown: , (den Tourstopp hätte man getrost weglassen können!)

      widmen wir uns lieber dem Blick unter die Motorhaube unseres betagten Dodge

      schon interessant, an alte "unsynchronisierte" Autofahrtage zu denken. :D

      Zu Fuß geht es ein Stück durch kleine Gässchen mit hübschen zu entdeckenden Details zutück zu unserem Oldtimer-Bus und wieder zurück zur Nordstjernen.



      Der Abend vergeht schnell, denn das Essen wird in Windeseile serviert und danach hat nur noch GÖga ungetrübtes Schiffsvergnügen.
      Ich wettere offene Seestrecken und Skagerrak ganz entspannt in der Koje ab. Nur für den Besuch im (eigenen) Bad muß ich Wellen zählen und die günstigsten Schiffsbewegungen abpassen :pardon:
      Aber alles geht ohne Probleme und Übelkeit...

      bei nächster Gelegenheit folgt eine Fortsetzung
      Grüße, Bavaria :)
    • Neu

      Dankeschön, Stefan! @effemuc

      Skagen also...
      nach doch recht viel Regen in den vergangenen Tagen und dem Geschaukel letzte Nacht begrüßt uns Dänemark mit Skagens Leuchtturm und seinem geschäftigen Betrieb im Hafen mit Sonnenschein.




      Obwohl wir durchaus gerne wandern, haben wir den Busausflug nach Grenen gebucht, weil er auch die Dünen und die versunkene Kirche beinhaltet.
      Das wäre zu Fuß nicht machbar.

      Mit dem "Sandwurm" fahren wir dorthin, wo sich Nordsee und Ostsee treffen. So beeindruckend hätte ich mir das nicht vorgestellt. Das Wasser "kocht" förmlich.
      Die Robbe zeigt sich allerdings völlig unbeeindruckt. Ein großer Kreis, mit dem Stiefel in den Sand gegraben, hält allzu eifrige Fotografen und Neugierige vom Näherkommen ab. :thumbdown: Unser Sandwurm-Fahrer legt sich auch gleich mit einem Ignoranten an :thumbup:



      Ein Zoom zur Laterne des Leuchtturms bestätigt: unsere "Wanderer" @Älbler haben ihn bereits bestiegen :)

      Auf dem Weg zu den Dünen kommen wir wieder am alten Leuchtturm vorbei

      Dann stapfen wir durch den weiten Sand


      Auch die Laurentius-Kirche, von der nur noch der Turm sichtbar ist, ist beeindruckend. Sanddorn wächst ganz in der Nähe



      Schließlich bringt uns der Bus noch zum "Sonnenuntergangsplatz"

      den wirklichen Sonnenuntergang schauen wir uns dann wieder von Bord der Nordstjernen an

      ..wird fortgesetzt, sobald es die Lage erlaubt...
      Grüße, Bavaria :)