Kaffeefahrt nach Rajasthan - oder: romantische Zeit mit Tempelsocken... (Indien 07.10.-18.10.2018)

    • 2018
    • Kaffeefahrt nach Rajasthan - oder: romantische Zeit mit Tempelsocken... (Indien 07.10.-18.10.2018)

      Prolog

      (wie ich am Stammtisch in Berlin erfuhr, gibt es hier Leute, die lange Prologe in Reiseberichte lieben! Oder habe ich da was falsch verstanden @effemuc ?)

      Schon lange hegte ich den Wunsch, einige Highlights von Indien in natura zu sehen. Nun würde ich eine längere Fernreise gerne mit meiner besseren Hälfte machen, ihn zieht es aber so gar nicht nach Indien. Naja - erstmal in die Schublade "vielleicht später". Ende letzten Jahres nun fiel mir in der Zeitung eine Leserreise zu den Höhepunkten Rajasthans auf, 12 Tage, preiswerter wie eine Hurtigreise, inkl. Flug und Halbpension, 3*-Hotels. Der Einzelzimmerzuschlag war auch nicht der Rede wert. Leserreise? Siedelte ich irgendwie in der Nähe Kaffeefahrt ein, eine Busladung Leute. Aber was solls - die Sehenswürdigkeiten bleiben ja diesselben. Und Göga sagte mal wieder die zwei Worte die ich am Liebsten von ihm höre - buch' doch :D (sagte er auch wenn wir gemeinsam verreisen... ;) ). Das Ganze kam in der Familie nochmal zur Sprache und ganz schnell sprang noch meine Lieblingsschwägerin (LS) auf. Lieblingsschwägerin ist sie, weil ich eh nur eine habe. Aber ihr Lieblingsreisegebiet ist Südostasien und sie war schon zweimal am Taj Mahal. Nun lässt auch sie keine Reisemöglichkeit aus und in der Reise sollten noch Sehenswürdigkeiten dabei sein, die sie noch nicht kannte.

      Gebucht - Anzahlung geleistet und zeitgerecht die Formulare für das indische Visum ausgefüllt und dem Reiseveranstalter geschickt. Die Fragen waren etwas seltsam, z. B. Geburtsort der Grossväter. Naja, Hauptsache ist wohl, sie sind nicht in Pakistan geboren. Drei Wochen vor der Reise liege ich gemütlich auf der Dachterrasse meines spanischen Hauses als mich das Telefon aufschreckt - eine nette Dame des Veranstalters, ob wir nicht endlich die Unterlagen fürs Visum schicken wollen Ist doch schon seit vier Wochen bei Ihnen!!! Nach Intensivsuchen kam dann nach zehn Minuten die Entwarnung :whistling:


      Sonntag, 07.10.2018

      GöGa bring mich zum Flughafen. Beim Gruppencheck-In treffe ich auch schon gleich LS (remember: Lieblingsschwägerin) und bald noch mehr Mitreisende und den Reisebegleiter. Er fragt uns ob wir schon in Indien waren - LS: ja - er rät uns dann noch eine Flasche Whiskey oder ähnlich Hochprozentiges zu kaufen und morgens und abends jeweils einen Schluck zu nehmen um etwelchem bösen Kleingetier, dass sich gerne in Essen oder Trinken versteckt aus dem Weg zu gehen. Als ich sage ich habe eine Buddel Williams dabei meint er, er müsse sich ja dann wohl um uns nicht kümmern. Tat er aber trotzdem :8o:

      Check-In geht schnell, die Lufthansadame stammt aus Argentinien und wir unterhalten uns prächtig auf spanisch.

      Wir wandern lange zur Security Halle C., unterwegs wird Visum und Pass nochmals kontrolliert. Security gibt es eine kürzere Schlange, kurz darauf kommt aber die Polizei und schliesst die halbe Halle. Wir haben aber Glück und kommen gerade noch durch. Boarding ist pünktlich, Lufthansa A380. Allerdings zieht sich alles etwas dahin, es kommt die Durchsage zwei Passagiere hätten ein falsches Visum und können nicht mit, die Koffer sind aber schon an Bord, so dass sie wieder ausgeladen werden. Dadurch verlieren wir unseren Slot und letztendlich starten wir mit einer Stunde Verspätung um 14:40. Später erfahren wir dass die zwei Reisenden aus unserer Gruppe sind, sie haben ein dreiseitiges Visum, auf zwei Seiten war der Name korrekt geschrieben, auf der dritten Seite stand der Name einer Mitreisenden (die ein korrektes Visum hatte). Gemerkt wurde es erst bei der zweiten Kontrolle, daher waren die Koffer schon weg.. Das Paar kommt am nächsten Tag mit dem nächsten Flieger.

      Der Flug verläuft ruhig, Flugzeit sieben Stunden. Essen kann man zwischen vegetarisch und Hühnchen wählen, ist schon etwas indischer, sprich würziger. Später gibt es noch einen Snack, eine Empanada würde man in Südamerika sagen (im Teig gebacken), ebenfalls Hühnchen oder vegetarisch.

      Wir landen um 01:30 in Delhi, die Stunde Verspätung konnte nicht aufgeholt werden. Als erstes müssen wir ein kleines Zollformular ausfüllen, man hatte vergessen die Formulare an Lufthansa zu schicken, normalerweise macht man das im Flieger, wo man jede Menge Zeit hat. Dann geht es zur Immigration. Nu arbeitet der indische Beamte nachts um zwei nicht unbedingt in rasantem Tempo - kann ich sogar nachvollziehen - aber in unserer Schlange geht es speziell langsam, zumal eine Dame aus Afrika einen der zwei Schalter komplett aushebelt - ich fürchte sie steht immer noch da... Und wer keinen biometrischen Pass hat muss die Fingerabdrücke auf einem elektronischen Gerät hinterlassen, und dieses Gerät funktioniert meist erst nach Einsatz von Handcreme und Reinigungsmittel. Alles in Allem stehen wir zwei Stunden vor den Schaltern.

      Endlich durch treffen unseren indischen Reiseleiter Sohan und mit dem Bus geht es zum Hotel. Letztendlich sind wir um 05:00 im Bett. Ach ja - übrigens sind wir nur zwanzig Leute.
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    • Montag, 08.10.2018

      Der Wecker klingelt um 08:00, Frühstück um halb neun, Abfahrt um 10:00. Als erstes Fahren wir zum höchsten Minarett Qutb Minar. Richtung Innenstadt ist der Verkehr wie man ihn von Bildern kennt (Klischee erfüllt) und man kommt nur langsam durch.




      Qutb Minar zählt zu den höchsten Turmbauten der islamischen Welt.















      Wir fahren weiter zur grössen Moschee Indiens und einer der grössten Moscheen weltweit, Jama Masjid









      Nächster Punkt ist die Verbrennungsstätte von Mahatma Gandhi.





      Hier werden wir von zwei Mädchen angesprochen, die ein Foto mit LS und mir machen wollen. Da sollte auf unserer Reise noch öfters vorkommen, dass - gerade junge Menschen - mit uns Selfies machen möchten.

      Wir brauchen mit dem Bus Stunden durch die Stadt, der Verkehr ist wirklich schlimm, Busse, Autos, Tuks-Tuks, Rikschas und Fussgänger zwängen sich zentimetergenau. Zuletzt fahren wir noch durchs Regierungsviertel, wir fotografieren aus dem Bus, man darf nicht anhalten. So richtig Lust haben wir aber auch nicht mehr, schliesslich haben wir nur drei Stunden geschlafen und die Temperatur ist um die 35°.





      Im Bus sind wir durch eine Glasscheibe mit Tür vom Fahrer getrennt, im Passagierbereich gibt es eine Klimaanlage, ein Luxus, den Fahrer und Busboy nicht haben. Der Busboy ist ein Mitfahrer, er macht kleine Handreichungen, verteilt Wasser, das man für wenige Rupien bei ihm kaufen kann und hilft dem Fahrer, in dem er auf der linken Seite schaut ob der Bus an den Hindernissen vorbei kommt, beim Rückwärtsfahren auch mal aussteigt etc. Beim Reiseleiter können wir zum offiziellen Kurs Rupien tauschen, ein Service den wir gerne in Anspruch nehmen und der uns das Leben doch erleichtert.

      Gegen 17:00 sind wir wieder im Hotel. Seit Stunden träume ich von einem kühlen Bier. Weil ich im Hotel nicht den Lift nehme, sondern das Treppenhaus erspähe ich als erstes eine offene Bar und erstürme sie. Es gib Budweiser, Carlsberg und Kingfischer, ein sehr gutes indisches Bier, in 0,65L Flaschen. LS weiss zu berichten dass Kingfisher auch mal eine Airline hatte, mir der sie schon mal geflogen ist, diese scheint es aber nicht mehr zu geben. Der Besitzer Vijay Mallya war auch Teilhaber des Formel 1-Teams Force India. Leider wird meine Kreditkarte nicht akzepiert, angeblich ist sie gesperrt. War wohl eher das Gerät das nicht funkionierte.

      Anschliessend ziehen wir uns zurück und duschen. Um 19:30 trifft sich die Gruppe zum Abendessen im Hotel, es gibt Buffet, das Essen mundet ausgezeichnet – Pfeffersuppe, eine Art Gemüsesuppe mit Pfeffer, Hähnchen an Sauce, Spinat mir einer Art Frischkäse, Linsen an Sauce, Reis und Kartoffeln. In diesem Rahmen sollten alle Abendessen sein, immer sehr lecker, aber nicht scharf, wohl auf europäische Zungen abgeschmeckt. Ich hätte es mir manchmal etwas schärfer gewünscht, die asiatische Reissuppe von Göga, ein Lieblingsgericht unserer Familie, ist da um einiges schärfer. Salat und Eis lassen wir mal noch aussen vor.

      Wir sitzen noch etwas mit Mitreisenden zusammen, langsam lernt man sich kennen, aber wir ziehen uns bald zurück, schliesslich hatten wir letzte Nacht nur drei Stunden Schlaf.
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    • @Arctica
      Toll, ein Reisebricht mal aus einer ganz anderen Himmelsrichtung. Der Prolog: Super, so etwas gehört doch dazu! :girl-dance:
      Ich lese alles mit großem Interesse und schaue mir auch die Fotos gerne an. Indien hat mich immer interessiert , bin aber nie selbst dahin gekommen. Deshab freue ich mich besonders über deinen Bericht bzw. und nun auf die Fortsetzung.
      Liebe Grüße von Trollebo

    • Dienstag, 09.10.2018 - I


      Abfahrt 09:00, es liegen 275km vor uns nach Alsisar. Der Weg führt durch viele kleine Orte, unterwegs sehen wir viele Felder die fast an Andalusien erinnern, auch Baumwollfelder.







      Unterwegs mach wir eine Pause und wer wollte konnte eine Kleinigkeit essen. Die Strasse wechselt zwischen Schnellstrasse und Schlaglochpiste, vor allem in den Dörfern ist sie meist sehr schlecht. Wir sehen Dromedare als Zugtiere. Einmal gibt es einen Halt in einem Örtchen, wo wir kurz spazieren können und dann wieder in den Bus steigen.










      Wasserkastanien



      Die Hauptstrasse strapaziert manchmal die Stossdämpfer


      Um 16:00 kommen wir in Alsisar in einem schönen Heritagehotel an. Heritagehotels sind Hotels in alten Palästen, Bauernhäuser, Burgen etc. Rechnet man die Mittagspause ab haben wir für 275km etwas über fünf Stunden gebraucht.






      So ein Schloss hatte ich noch nie an einer Hoteltür...






      Fortsetzung folgt...
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    • Arctica schrieb:

      So ein Schloss hatte ich noch nie an einer Hoteltür...

      Ich kenn da jemanden, die wäre angesichts eines solchen Zimmerschlosses ausgerastet und stante pede wieder abgereist. :S

      Ich freue mich auf Deinen weiteren Bericht !
      Es grüßt Capricorn :hut:

      7/11 RW // 3/12 NX // 7/12 FM/VE // 3/13 VE // 1/14 TF // 3/14 LO //
      7/14 NX Verweise auf Reiseberichte im Profil

    • Dienstag, 09.10.2018 - II


      Um 17:00 brechen wir auf zu einem Rundgang.






      Hier sieht man oben die Swastika, ein Glückssymbol, das in vielen Kulturen des Altertums gebräuchlich war
      und zum Teil auch heute noch ist. Hier in Rajasthan begegnet man dem Glückssymbol - das abgewandelt
      in Europa leider kein Glück brachte - auf Schritt und Tritt.
      Mir ist das Zeichen schon in den mexikanischen Kulturen begegnet.



      Erst besichtigen wir ein Haveli. Havelis sind in Nordindien und Pakistan alte Geschäftshäuser, meist mit Innenhöfen, von wohlhabenden, meist muslimischen Händlern. Erbaut wurden sie zwischen 1830 und 1930.







      Unser Weg führt uns weiter durch das Dörfchen.







      Als nächstes besichtigen wir einen alten Brunnen...







      ...und zum Schluss einen Brahmatempel.









      Dann geht es zurück zum Hotel. 19:30 Abendessen auf der Terrasse, ist wunderschön, noch richtig warm und windstill. Das Essen ist wieder ausgezeichnet, aber nicht scharf, die Suppe müssen wir sogar nachsalzen. Später gibt es noch eine kleine Marionettenvorführung, ein Junge spielt die Trommel, ein Mann singt. Weit entfernt von den tollen Vorführungen die man manchmal im TV sieht, aber gerade dadurch hat da Ganze Charme. Und ein paar Marionetten werden für wenige Rupien auch gekauft, sicher eine schöne Erinnerung.



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    • effemuc schrieb:

      lasst Bilder sprechen!!

      Keine Angst Stefan, ich glaube ab sofort werden es viele Bilder... ;)

      Capricorn schrieb:

      Ich kenn da jemanden, die wäre angesichts eines solchen Zimmerschlosses ausgerastet und stante pede wieder abgereist.

      AHA - abends um 17 Uhr in einem 5000-Einwohnerort mitten in Indien... :whistling: Aber ein blödes Gefühl bei dem Schloss gab es tatsächlich, wenn man im Zimmer war hat man das Schloss natürlich mit rein genommen, trotzdem ging einem mal der Gedanken durch den Kopf wenn von aussen mal jemand ein Schloss dranhängt wärend man drin ist... ;(
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    • Mittwoch, 10.10.2018 - I


      Um 08:30 fahren wir los, unsere heutige Tagesetappe sind 263km nach Khimsar.





      Unterwegs besichtigen wir nochmals ein Haveli.












      Um die Mittagszeit halten wir an einer Art Touristenraststätte zum Mittagsimbiss. Oft sieht man an Eingängen zu Raststätten, Hotels, etc. Waschbecken, wo man sich erstmal den Staub der Strassen (und eventuell der Rupien...) abwaschen kann.





      Fortsetzung folgt...
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    • Mittwoch, 10.10.2018 - II


      Wir fahren weiter nach Nagaur, wo wir das Fort mit dem alten Königspalast besichtigen.




















      Nach weiteren 45km sind wir im Heritage Hotel in Khimsar, einem traumhaften, alten, weitläufigen Palast.





      Abendessen ist ein tolles Buffet auf der Dachterrasee, auch etwas schärfer, nur leider zum Teil nicht mehr warm. Nach dem Essen fragt eine Dame am Tisch den Kellner – sie tragen Uniform – ob er einen Espresso habe. Nein, leider nur Kaffee. Nach ein paar Minuten kommt er zurück uns sagt, Espresso gebe es in einem anderen Restaurant, er gehe jetzt los und hole einen. Wir fanden das nett, witzelten aber, bis er die weiten Wege gelaufen ist auf dem riesigen Gelände, ist der Espresso sicher kalt. Irrtum, die Tasse kam in Alufolie gewickelt und das Getränk war richtig heiss. Super Service.

      Während dem Essen überfliegt uns eine Militärmaschine sehr tief. Ich wette wir wurden fotografiert...
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    • Donnerstag, 11.10.2018


      Noch ein paar Bilder von unserem Hotel







      07:15 Frühstück, leider gibt es nur Nescafé. Abfahrt 08:15 nach Jodhpur, 136km. Wir kommen gegen 11:00 an und fahren direkt zu einem Antiquitätenhändler, der aber vor allem Stoffe für die ersten Häuser der Welt – Armani, Hermes usw. - herstellt. Man führt uns Decken und später Schals vor und das eine oder andere Mitbringsel wird gekauft, vor allem Paschminaschals.

      Wir fahren zum Mittagessen, anschliessend fahren wir zu einer Verbrennungsstädte...












      ...und besichtigen dann das nahe Fort Mehrangarh mit seinem Palast. Es liegt auf einem Berg und man muss im Palast vieler Stufen hoch.






      Die Handabdrücke von Witwen, die sich mit ihren verstorbenen Gatten verbrennen liessen





      Sänfte









      Da viele Häuser blau angestrichen sind nennt man Jodhpur auch die "Blaue Stadt"


      Wir sind gegen 17:00 zurück beim Bus und wollen zum Hotel. Irgendwie hat der Fahrer eine falsche Adresse oder was auch immer, jedenfalls fahren wir erst mal das falsche Hotel an, aber nach längerer Fahrt durch die Stadt finden wir dann doch unser recht neues, modernes Hotel.
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    • Kannte den Film nicht, habe aber gerade mal gegoogelt - der Film wurde in einem Hotel bei Udaipur gedreht. Es kommen aber noch Orte, die in dem Film vorkommen ;)
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    • Freitag, 12.10.2018

      Abfahrt 08:15, unser Tagesziel ist Udaipur und wir haben rd. 290km vor uns. Nach einer viertel Stunden meldet sich eine Mitreisende, sie hat ihre Wertsachen im Safe vergessen, wir fahren zurück. Gott sei Dank ist noch alles da.





      Am Mittag halten wir an einer schönen neuen Raststätte mit Hotel. LS und ich wollen nicht zu Mittag essen und wir bummeln etwas in der schönen Anlage.







      Nach kurzer Fahrt erreichen wir die Tempel von Ranakpur, wie es heisst eine der schönsten Tempelanlagen Indiens. Wir besichtigen drei Tempel. Im ersten Tempel muss man pro Handy / Kamera 100 Rupien (Rd. € 1,20) zahlen, man wird auch kontrolliert. Bei den meisten Palästen und Sehenswürdigkeiten muss man zum Fotografien einen Obulus entrichten. Tempelanlagen darf man wie Moscheen nur ohne Schuhe - sprich Barfuss oder in Socken - betreten. Unser Reisebegleiter riet schon im Vorfeld sich vielleicht extra "Tempelsocken" mitzunehmen. Diese Tempelsocken wurden in unserer Gruppe fast Kult, zumal schon mal eine Diskussion ausbrach als wir unverhofft einen Tempel besuchten und die Socken nicht griffbereit waren. Meine Schwägerin bekam fast Schnappatmung, sie hat sich noch nie Gedanken über so etwas gemacht und auf ihren bisherigen Asienreisen einfach die Schuhe ausgezogen und gut war. Soviel zur Überschrift des Reiseberichtes - mit "romantischer Zeit" umschrieb unser indischer Reiseleiter Sohan elegant das intime Zusammensein zweier sich liebenden Menschen.













      Auf dem Spaziergang zum dritten Tempel spritz direkt neben mir plötzlich Flüssigkeit von einem Baum – erst jetzt sehe ich dass jede Menge Affen in den Bäumen rumklettern...





      Es folgt eine Fahrt durch eine wunderschöne Berglandschaft, auf enger Strasse winden wir uns bis auf 980 m hoch.







      Gegen 18:30 sind wir in Udaipur im Hotel. Duschen – dabei gibt es mehrere kleine Stromausfälle. Das Abendessen ist wieder ausgezeichnet.



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    • Über diesen Reisebericht freue ich mich sehr. :) Wir haben 2007 ebenfalls eine Rundreise durch Rajastan unternommen und waren begeistert. Extreme Armut und ungemein viel Schönes finden sich in Indien nahe beieinander. Leider haben wir damals noch nicht digital fotografiert und deshalb über 40 Filme gebraucht.
      Deine Route ist nicht deckungsgleich mit unserer. Wir haben aber auch fast immer in Heritage Hotels mit schönen alten Schlössern an den Zimmertüren übernachtet. :D

      Ich bin gespannt, wo Ihr weiterhin unterwegs wart. Nennst du vielleicht noch den Veranstalter der Leserreise? Bei uns war es damals DER Tours.

      Viele Grüße
      Laminaria



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