Nordischer Herbst - mit MS Nordstjernen von Plan A - zu Plan B - zu Plan C...

    • 2018
    • @POLO: Was, ist das schon 5 Jahre her? Wie die Zeit vergeht... Ich muss nochmal den Bericht lesen!

      Weiter geht es hier jedoch mit dem

      Sa, 06.10.18 Flekkefjord - Aalborg, Teil 1

      Schon um 05:45 Uhr bin ich auf Posten an Deck. Auf der elektronischen Seekarte, die auf dem Monitor im hinteren Salon zu sehen ist, kann ich erkennen, dass wir uns im engen Seekanal befinden, dem später die Ansteuerung auf die Einfahrt in den Limfjord folgt. Ich geniesse diese Zeit auf der Nock, langsam nähern wir uns der Ansteuerung, die mit zahlreichen Leuchtfeuern markiert ist. An Backbord überholt uns doch ein Frachtschiff :8o: . Es ist MS Magnus F, fast doppelt so lang und breit wie unsere Lady. Ein neben mir stehender Mitpassagier macht mich auf das rote Blinklicht aufmerksam, welches permanent über dem Peildeck der Magnus F blinkt. Was hat das zu bedeuten? ?(
      Auf MT kann ich sehen, dass der Frachter ca. 4 kn schneller unterwegs ist - den holen wir nicht mehr ein! Im Tagesbefehl steht, dass ca. 07:30 Uhr die Einfahrt in den Limfjord erfolgen soll. Es ist genau 07:08 Uhr, als an Steuerbord der Ort Hals am Eingang des Fjordes passiert wird. Während MS Nordstjernen langsam durch den Meeresarm gleitet und der neue Tag anbricht, erspähe ich ein Objekt, dass rund ums Schiff fliegt - eine Drohne verfolgt uns :8o: . Na, die Bilder möchte ich gerne sehen :!: .

      Die Fahrt bis nach Aalborg wird von Klaus-Peter per Durchsagen fachmännisch kommentiert. Grosse Industrieanlagen säumen den Weg, deren Schlote Qualmwolken ausstoßen. Um 08:45 Uhr kommen wir im Zentrum von Aalborg an - eine ca. 130.000 Einwohner zählende Stadt. Ein kleines Boot kommt uns entgegen und "trompetet". Es ist die "Kysten" - MS Nordstjernen typhont zurück :thumbup: . Später werde ich mit diesem kleinen Schiff einen Ausflug machen auf dem Limfjord! Der Kai, an dem wir anlegen sollen, ist mit einem roten Teppich und einem weissen Segel drapiert. Mensch, wie königlich werden wir hier empfangen :king:
      Später erfahren wir, dass hier auch die Königliche Yacht liegt, wenn Dronning Margrethe II. Aalborg einen Besuch abstattet. Ach soo, und wir dachten, der rote Teppich sei eine Spezialanfertigung für uns ;) . Direkt gegenüber liegt das Aalborger Schloss, die Innenstadt ist auch sehr nah und in 1-2 Gehminuten zu erreichen. An der neugestalteten Hafenfront ist ein Freibad eingerichtet, beim Festmachen von unserem Schiff sehen wir vom Achterdeck, wie ein paar "Nackerte" ein Bad nehmen. Mutig, mutig :D .
      Bald ist das Schiff durch die Behörden freigegeben, ein erster Erkundungsgang rund um den Anleger lockert die Muskeln. Die Tourist-Info der Stadt baut einen Stand am Gate des Liegeplatzes auf, Swing-Musik ertönt aus Lautsprechern :musik: . Na ja, morgens diese Musik zu hören, ich weiss ja nicht...
      Um 09:45 Uhr sammeln sich ca. 30 Passagiere, um mit Margit und Klaus-Peter zur vor uns liegenden "Kysten" zu gehen. Auf diesem Boot aus dem Jahr 1940 erleben wir nun 90 Minuten die Stadt vom Wasser aus - immer eine sehr interessante Perspektive! Sehr freundlich werden wir vom Kapitän Klaus und seiner "Schiffsfrau" Luise begrüsst. Beide wechseln sich am Steuerstand ab - irgendwann merke ich den Grund :smoker: . Uns wird viel über die Baumassnahmen an beiden Stadtufern des Fjordes erzählt, wir fahren in zwei kleine Häfen ein und bewundern schöne und eigenwillige Wasserfahrzeuge. Auch unterqueren wir zwei Klappbrücken. Erstaunlich ist, wie schnell diese Konstruktionen auf- und wieder zugehen :thumbup: . Ich geniesse diesen Ausflug sehr. Um 11:30 Uhr legt "Kysten" wieder an, am Ufer wartet die zweite Gruppe mit Ausflüglern von MS Nordstjernen. Ich gehe zurück an Bord, dusche und sichte Fotos, bevor um 12:30 Uhr das Mittagsbuffet "durchfräst" wird, leider weiss ich nicht mehr, was mein Verkneter zum "Arbeiten" bekommen hat - lecker war es immer!

      Teil 2 folgt bald...
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    • Für uns hat es vor einigen Jahren leider nur für einen Kurztrip von Trondheim nach Molde mit MS Nordstjernen gereicht,für 2 Meter Typen ist aber auch kabinentechnisch nicht viel mehr möglich.... X/ Ich fand die Einrichtung,was deine Fotos nochmals bestätigen,gemütlicher und auch farblich abgestimmter als auf MS Lofoten.Freue mich auf die Fortsetzung! :)
      Gruss Stefan :)
    • Sa, 06.10.18 Aalborg, Teil 2

      Nach einer kleinen Mittagsruhe trete ich auf die Pier und lenke meine Schritte zum Aalborg-Hus, dem Schloss. Schönes Fachwerk sehe ich, ebenso Detailblicke durch einen Torbogen zur MS Nordstjernen. Voller Neugier durchstreife ich Strassen, überquere Plätze, bewundere diverse Architektur nebeneinander und beobachte insgeheim die Menschen. Sie kaufen schnell noch für das Wochenende ein. An einer Bushaltestelle schaue ich amüsiert einer jungen Frau zu, die ihren Vierbeiner (Hund) in eine Tasche regelrecht "einpackt", bevor es in den Bus geht. So witzig ist dieser Anblick :D .

      Dann und wann begegne ich bekannten Gesichtern, nämlich Mitpassagieren :) . Mitten in der Altstadt bekomme ich so von @Senja und GöGa den Tipp, doch mal in diese und jene Gasse zu gehen - Schmuckstücke von Gebäuden sind dort zu bestaunen! Danke, ihr Beiden :thumbup: . Der Gang durch die Stadt ist wirklich sehr interessant und inspirierend :thumbsup: .

      Als ich am späten Nachmittag zurück auf MS Nordstjernen bin, geselle ich mich zu @Jobo und @micha, samt ein paar lieben Mitpassagieren. Im Fjord sichten wir eine Robbe, die immer näher ans Schiff schwimmt. @Jobo fotografiert professionell! Gegen 17:15 Uhr werden Paletten mit Hopfenbrause :beer: angeliefert. Nun ist für viele Passagiere die Welt wieder in Ordnung! Dass die Dosen einer dänischen Bryggeri in 0,33l Behältnissen an Bord sind...wenn diese Menge in ein entsprechend grosses Bierglas eingeschenkt wird, ists nicht so ein Thema. Aber wenn diese Menge in ein 0,5 l Glas eingeschenkt wird an der Bar ?( - Psychologie...ist suboptimal.

      Na ja, die Reise kann nun ohne Meuterei ;) weitergehen. Um 19:00 Uhr ist Abendessen, Vitello Tonnato vom Kalb, Rinderlende mit Kartoffeln, Gemüse und Trüffelsauce wird serviert, als Dessert gibt es eine Joghurtsuppe mit Früchten ?( . Alles sehr delikat; von jemandem am Tisch bekomme ich noch ein zusätzliches Stück Fleisch spendiert :thumbsup: .

      So gesättigt gehe ich beim Ablegen um 20:45 Uhr an Deck - es regnet in Strömen ;( . Unter einer Bedachung stehe ich an Steuerbord und geniesse die abendliche Fahrt durch den Limfjord, langsam verabschiedet sich die schöne Stadt Aalborg von uns. War sehr nett hier!

      Da es von oben nässt, gehe ich bald in meine gemütliche Koje.

      Geht noch weiter...
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    • Sodele, weiter geht es...

      So, 07.10.18 Helsingör - Lübeck, Teil 1

      Bereits um 05:45 Uhr bin ich auf den Beinen und absolviere das inzwischen in Fleisch und Blut übergegangene Prozedere am frühen Morgen :thumbsup: . Leider nässt es aus dem Himmel herab, auch bewegt sich die Lady etwas. Aber ich stelle mich trotzdem auf die Steuerbordnock und erlebe die langsame Ansteuerung auf den Öresund. Auf beiden Seiten sind Lichter und Leuchtfeuer zu sehen - an Steuerbord der Ort Gilleleje, an Backbord die schwedische Küste. Besonders habe ich ein Leuchtfeuer im Auge :search: , denn ich weiss, dass auf der dänischen Seite am Eingang des Öresunds in einem Turm des Schlosses Kronborg ein Leuchtfeuer integriert ist. Ja, ich sehe es irgendwann... :thumbup: . Um 07:00 Uhr schlüpft MS Nordstjernen durch die enge Hafeneinfahrt von Helsingör und legt sachte und langsam am Backbord liegenden Kai an. Auch hier ist ein kleines Zelt als Gate eingerichtet, ein Bauzaun schirmt das Schiff vom Rest der Welt ab ;) .

      Bald bessert sich das Wetter, nach dem Frühstück gehe ich an Deck und erblicke eine in blauem Himmel erwachende Stadt - sieht sehr schön aus :thumbsup: .
      Schnell verlasse ich MS Nordstjernen und strebe Schloss Kronborg und die gegenüberliegende Mole von unserem Liegeplatz zu. Das Wetter wird immer besser, Alles sieht so schön aus! Ich patrouilliere ;) an der Küste unterhalb des Schlosses Kronborg entlang, sogar ein Kiesstrand ist hier! Der Wind ist frisch, auf dem Öresund und dem nördlich von ihm befindlichen Kattegat tanzen Wellen mit Schaumkämmen. Von diesem Anblick kann ich mich kaum losreissen - dennoch möchte ich noch vor dem Mittagessen die Altstadt erkunden.

      Neugierig schlendere ich durch die malerischen, teilweise engen Gassen. Unser 1. Offizier kommt mir entgegen, sowie immer wieder ein paar Mitreisende. Ich finde die Altstadt von Helsingör entzückend :thumbsup: . Weil es hier so kompakt und in einem Guss bebaut ist :thumbup: . Ich lenke meine Schritte auch zum Bahnhofsgebäude, liegt dieses doch strategisch sehr günstig; es ist Fährterminal für die Fähren über den Öresund nach Helsingborg / Schweden und Haltepunkt für die Züge Richtung Kopenhagen und Gilleleje. Ich bin echt beeindruckt von der Architektur innen und aussen :thumbup: .

      Pünktlich zum Mittagessen bin ich wieder an Bord von MS Nordstjernen. Das Buffet bietet Kartoffelsuppe, Bacalao, Schweinebauch, Schinken, Boeuf Stroganoff, Kartoffeln, Pasta, Gemüse und Bratensauce :essen: . Und als Dessert wieder Kuchen und Pudding :thumbsup: . Lecker das Alles!

      Eine kurze Zeit verziehe ich mich in meine Kammer - für den Nachmittag ist ein 4-stündiger Ausflug gebucht. Dafür tanke ich ein wenig Kraft.

      Teil 2 folgt...
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    • So, 07.10.18 Helsingör - Lübeck, Teil 2

      Von einem Mittagsschläfchen gestärkt verlasse ich MS Nordstjernen um 13:45 Uhr. Am Kai warte ich mit 30 weiteren Mitpassagieren. Um 14:00 Uhr startet ein 4-stündiger Ausflug zum Werft- und Seefahrtsmuseum. Darauf freue ich mich sehr :thumbsup: . Nur ein paar Gehminuten sind es bis zum Ziel. Ein Dampfschiff gibt sich die Ehre und legt vor den Museen im Museumshafen an. @Jobo "ermuntert" mich, doch @micha zu "alarmieren", dass der historische Dampfeisbrecher BJÖRN aus Randers gerade vor Ort ist. Schnell morse ich @micha an :to_keep_order: , der lieber auf MS Nordstjernen geblieben ist.
      Die hiesige Reiseleiterin Dorte führt uns nun durch das Werfttor der ehemaligen Werft. Von 1883 - 1983 entstanden hier ca. 400 Schiffe :8o: . Von der Privatyacht eines arabischen Diktators bis zu Eisenbahnfähren und Frachtschiffen war alles dabei, was auf den sieben Weltmeeren unterwegs sein konnte. Auf einem Luftbild von 1977 habe ich bis zu 7 Schiffe gezählt, die ihrer Vollendung in den Docks harrten - da war wohl Vollbeschäftigung garantiert!
      Auf historischen Fotos ist zu sehen, wie Werftarbeiter morgens um 06:30 Uhr durch das sich schliessende Haupttor schlüpfen, um noch rechtzeitig auf der Arbeit zu sein, um keine finanziellen Einbussen befürchten zu müssen.

      Die Besuchergruppe wird aufgeteilt, sodass für jeweils 15 Minuten 15 Leute von uns in einem der zwei zu besichtigenden Gebäuden herumstreifen können. Es ist alles soo interessant zu sehen, ich bin begeistert - vielleicht kehre ich hierhin (und in diese entzückende Stadt :!: ) irgendwann zurück - mal sehen...

      Nach ca. 50 Minuten erreichen wir das Seefahrtsmuseum. Dieses ist in ein Dock der ehemaligen Werft hineingebaut worden - was für eine Architektur!!! Allein die Idee gehabt zu haben :!: . Hier haben wir ca. 45 Minuten Zeit, durch das sehr moderne Museum zu streifen. Überall werden Filmchen gezeigt, sehr viele Originale an Ausstellungsstücken sind zu bewundern - sehr eindrucksvoll :thumbup: . Aber irgendwann kann ich nicht mehr viel aufnehmen an Eindrücken X/ .

      Draussen vor dem Eingang zum Museum (über dem Dock!) sammeln wir uns wieder und machen eine kleine Pause. Dann gehen wir zum Museumshafen - exklusiv für uns öffnet sich hier die Gangway zum "Feuerschiff 17". Wir werden von einem freundlichen Menschen empfangen, der ein wenig von der Geschichte dieses Schiffes erzählt.

      Auf der Position "Gedser Rev" lag es vor Anker, um die Schifffahrt vor den Untiefen zu warnen - so manches Mal wurde es aber auch bei Nebel von vorbeifahrenden Wasserfahrzeugen gerammt :fie: . Na, die Besatzung des "Feuerschiffes 17" hatte nicht nur Ruhe. Es kam auch vor, dass so ca. 50 Mal ein besonderer Funkspruch nach Dänemark abgesetzt wurde:"Wir brauchen Wasser". Das bedeutete, dass Besuch an Bord war, und zwar Flüchtlinge aus der DDR!

      Mit diesen sehr interessanten Informationen im Kopf steige ich sehr enge und steile Stiegen hinunter in den Bauch des Schiffes. Anschaulich ist hier zu sehen, wie an Bord gelebt wurde. Spartanisch :pinch: .

      Voller schöner Eindrücke verlassen wir das Feuerschiff 17 und sammeln uns am Kai. Dorte will nun mit uns noch durch die Altstadt tingeln, bzw. diese uns zeigen. Da ich am Vormittag schon dort war, nehme ich das Angebot von Margit an, den Fortlauf des gebuchten Ausfluges zu schwänzen. Ich kehre nun an Bord von MS Nordstjernen zurück, dusche entspannt und sichte Fotos. Es kommen nach und nach die Ausflügler zurück und erzählen von ihren Erlebnissen in der Altstadt.

      Das Verlassen von Helsingör und der Beginn des Abendbuffets finden zeitgleich statt. Viele Passagiere stehen um 19:00 Uhr auf dem Achterdeck, um das Ablegemanöver zu bewundern :/ - oder verwundert den Kopf zu schütteln :fie: . Immer mehr wird unser Achtersteven, das Heck, Richtung Hafenausfahrt gedreht. Häähh ?( . Was hat Kaptein B. vor? Wir sollen doch so herausfahren, wie wir hereingekommen sind - nämlich mit dem Bug voran :!: . Einige können sich das Elend nicht mehr ansehen und verschwinden im Restaurant. Ich denke nur, dass hoffentlich so wenige Zuschauer an Land wie möglich diesem Trauerspiel beiwohnen X/ . Es kommt, wie es kommen muss - MS Nordstjernen verlässt das Hafenbecken von Helsingör mit dem "Popo" vorweg =O . Uhaa :thumbdown: .

      Nun sitze ich auch im Restaurant und grase das Buffet ab. Es ist angerichtet: Hummersuppe, Arktischer Saibling, Lammsteaks, Schweinefleischeintopf, Sahnekartoffeln, Reis, Gemüse, Helle und Dunkle Sauce - dazu wieder himmlische Desserts :essen: :king: .
      Nach der super Völlerei verdaue ich auf der Nock. An Backbord wird die Insel Ven passiert, an Steuerbord die Lichter des "Speckgürtels" von Kopenhagen. Mit @micha und @Jobo erwarte ich die Anfahrt bei Kopenhagen der Öresundbron - fahren wir darunter hindurch, oder überqueren wir den Tunnel? Am Himmel sind viele bewegliche Lichter zu sehen, auf einer Flug-App kann ich den Flugverkehr verfolgen, der sich im Anflug auf den Flughafen Kopenhagen Kastrup befindet.
      Ein Airbus 320 der Easyjet aus Mailand donnert direkt über uns hinweg und landet Sekunden später auf der Insel Amager an Steuerbord - dort liegt der Kopenhagener Flughafen. Hach, so spannend :thumbsup: . Kerosingeruch weht herüber!

      Ach ja, MS Nordstjernen hat den Öresundtunnel überquert, in der Entfernung sind die beleuchteten Pylone der Hochbrücke zu sehen. Nachdem diese spannende Passage absolviert ist, gehe ich in den hinteren Salon und quatsche noch nett mit lieben Forumlern. Ein Fazit der Reise wird gezogen von uns - Meines werde ich später hier noch schreiben.

      wird noch weitergehen hier...
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    • Helsingör scheint in der Tat ein sehenswertes und auch historisches Städtchen zu sein.Leider kenne ich von Dänemark nur den Kopenhagener Airport und den Hafenbereich von Rømø,welches wir im Rahmen eines Ausfluges mit der Syltfähre kurz kennengelernt haben.Sehr interessant auch der geschichtliche Hintergrund des Feuerschiffes!Wie immer amüsiere ich mich bei deinen Beschreibungen über die Wortwahl und deinen deutlich herauszulesenden Enthusiasmus für dieses schöne Reise. ^^
      Gruss Stefan :)
    • Mo, 08.10.18 Lübeck - Kiel

      Wieder bin ich sehr früh auf den Beinen. Auf der Steuerbordnock begrüsse ich den heranbrechenden Tag, querab ist das Leuchtfeuer Dahmeshöved zu sehen, weit voraus der Lichtschein von Travemünde. Gegen 07:00 Uhr beginnt im Osten über Meck-Pomm der Sonnenaufgang in bombastischen Farben, welche meine Handy-Knipse leider nicht einfangen kann ;( . Um 07:13 Uhr steigt der Lotse pünktlich über, um 07:30 Uhr fahren wir an der Nordermole von Travemünde und bald danach an Backbord an der "Passat" vorbei. Vor uns liegt nun die schmale Trave. Eine sehr friedliche Stimmung breitet sich aus...

      Am Skandinavienkai liegen 3 Fähren, dann wird es wieder idyllisch. Kurz vor Lübeck klappt die Brücke auf und lässt MS Nordstjernen ins Zentrum der Hansestadt einfahren. Vor dem Burgtorkai wird wieder ein Hin- und Her- Anlegemanöver fabriziert. Aber besser so, dass alles in sicheren Bahnen verläuft, nicht wahr :8o: .

      Am Kai warten diverse Menschen im Sicherheitsbereich. Ich stehe genau an der Reling oberhalb der Gangway und zähle die an Bord Gehenden, die uns freigeben sollen - Offizielle: 10 :!:
      Ich kann es nicht fassen und denke mir, dass diese Damen und Herren mal gerne ein sehr schönes Schiff von innen sehen möchten - das tröstet mich! Ansonsten ärgert es mich masslos :!: .

      Nach ca. 10 Minuten dürfen wir deutschen Boden betreten und es beginnt ein Verabschiedungsmarathon am Kai. Ich strebe mit einigen Mitreisenden zu Fuss den Hang hoch, um einen öffentlichen Bus zum Hbf Lübeck zu nehmen. Dort trennen sich viele Wege - ich muss zum ZOB, weil zwischen Lübeck und Plön SEV besteht :thumbdown: .

      Von Plön aus kann ich per Zug nach Kiel fahren. Diese Tour von Lübeck nach Kiel frisst nochmal mindestens 2 Stunden!

      Eine in jeder Hinsicht schöne und abenteuerliche Reise ist nun zu Ende.

      Fazit:

      Eine Schiffsreise auf einem nostalgischen Schiff mit 85 Gleichgesinnten ist proforma erst einmal etwas, auf dass ich mich sehr gefreut habe. Zumal ich wusste, dass ich einige Menschen kenne! Das machte es für mich leichter! Die Mischung aus meiner Individualität und gemeinsamen Erlebnissen mit lieben Menschen machte diese Reise zu etwas Besonderem - wenn dann auch noch "der schwimmende Untersatz" :love: seine Nostalgie verströmt, dann macht dieser Umstand die Fans und Unterstützer solcher besonderen historischen Schiffreisen glücklich :thumbsup: und auch in Teilen demütig.

      Meine Kammer 208 war eine der wenigen im Originalzustand - sprich mit viel Holz ausgestattet, aber ohne eigenes WC und Dusche. Ich habe mich in der Kabine sehr wohl gefühlt! Die Dusche und WC´s waren nicht weit, bei Schiffsbewegungen dennoch manchmal fordernd...

      Das Essen war für meine Begriffe sehr gut, dennoch bemerkte ich nach ca. 4 Tagen Reise, dass z.B. zum Frühstück keine Croissants angeboten wurden, oder nur noch eine Sorte Lachs auf dem Buffet zum Frühstück lag. Alles nicht schlimm, aber bei Bevorzugung dieser Speisen ein Ärgernis, wenn diese nicht mehr vorrätig waren :!: . Und das Eierkochen muss auch noch von der Küchencrew gelernt werden... soll man gekochte Eier trinken???

      Die Probleme mit der Hopfenbrause (Bier) wurden ja schon in den einzelnen Berichten von @Jobo und mir dargestellt...

      Die Servicecrew war sehr freundlich und aufmerksam - für die kommenden Fahrten könnte die Brückencrew dazulernen bezgl. Kommunikation mit der Reiseleitung, damit solche Vorkommnisse vor Ebeltoft beim Abendessen nicht wieder vorkommen - MS Nordstjernen rollt nun mal gerne - das muss Allen klar sein!!!

      Die Auswahl der Strecke / Häfen war abwechslungsreich - dass das Wetter nicht mitspielte - wer kann was dafür? Häfen wie Fredrikstad und Helsingör können meiner Meinung nach immer wieder angelaufen werden :!: .

      Für 2019 sind Frühlings- und Herbstfahrten geplant. Beizeiten wird das genaue Programm bestimmt hier im Forum veröffentlicht, so glaube ich - mal sehen...


      Das war es mit dem Bericht von einer schönen abenteuerlichen Nostalgiereise nach Dänemark und Norwegen - ich hoffe, dass es euch Lesern gefallen hat.


      LG

      foerdesprotte :)
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