Darf es auch mal Sonne sein? - Wir haben noch eine Rechnung offen, ihr Regengötter.

    • 2018

    • 3.Mai 2018 – Sete Cidades, Ponta Delgada-Botanische Gärten



      Der letzte Tag auf den Azoren steht an. Nach dem Duschen hinterlasse ich in zwischen keine Thermalbadspuren mehr im Badehandtuch :blush2: . Das Wetter ist durchwachsen, aber trocken bei sehr angenehmen Temperaturen so um die 22-23°C. Ich plane daher eine letzten kleine Fahrt über die Insel, die ich dann nach dem wieder leckeren Frühstück auch starte.



      Ich beginne die Tour in nordwestlicher Richtung und fahre die Küstenstraße entlang bis kurz vor Feteiras. Hier biege ich auf die ER9 ab, die ins Inselinnere bis zum Vista do Rei führt. Wie schon 2015 möchte ich hier am Königsblick Halt machen und die tolle Aussicht genießen.
      Doch an dem tollen Aussichtsplatz wird kräftig gebaut und erneuert und ich muss mich einige Meter weiter, schon in der Abfahrt zur Sete Cidades, mit einem provisorisch eingerichteten Halteplatz begnügen.
      Weiter unten mache ich dann einen Stopp am Aussichtsplatz über dem Lagoa de Santiago, der tief im Wald eingebettet liegt. Dann fahre ich hinunter zu den beiden Hauptseen der Sete Cidades, dem Lagoa Verde und dem Lagoa Azul.



      Da ich heute über reichlich Zeit verfüge, besuche ich auch den Ort Sete Cidades, der von vielen Touristen meist übersehen wird. Zentraler Punkt des Ortes ist, wie so oft auf den Azoren, die Dorfkirche mit den großen Garten davor. Da die Kirche offen ist und auch nirgendwo ein Hinweis steht, dass Fotografieren verboten wäre, mache ich auch einige Bilder der einfachen, aber schönen Kirche. Als ich wieder rauskomme, fährt gerade der Bauer mit seinem Pferdefuhrwerk vorbei, den ich zuvor am Ortsanfang überholt hatte.



      An der Kirche vorbei führt die Straße hoch zum westlichen Kraterrand. Nachdem sie dort scharf nach links abknickt, erreicht man den Miradouro da Lomba do Vasco. Von diesem Aussichtsplatz kann man sowohl einen großen Teil der westlichen Küste sehen, bis hin zur Ortschaft Mosteiros, als auch einen Blick in den Krater Sete Cidades westlich der Kraterseen und direkt unter mir in die Caldeira do Alferés werfen.



      Ich fahre nun weiter hinunter zur Küste und biege zuerst rechts ab zur Ponta do Escalvado. Hier an dem gleichnamigen Miradouro stoppe ich nur kurz, da bereits einige Touristen hier angehalten haben um die Aussicht zu betrachten und gerade noch ein voll besetzter Kleinbus in Richtung des Parkplatzes vor der Aussicht unterwegs ist. Ich steuere durch die kleine Ortschaft Várzea weiter südlich, nicht ohne der Kirche des Ortes einen Blick zu gönnen.



      In Ginetes biege ich erneut rechts ab und fahre den langen Weg hinunter bis zum sehenswerten Leuchtturm Farol da Ponta da Ferraria. Hier ist es schön ruhig und ich bin lange Zeit alleine hier, bis ich ein weiteres Fahrzeug sehe, dass sich dem Leuchtturm nähert. Für die Strecke zurück bis Ginetes gibt es keine Alternative um wieder zur Hauptküstenstraße zu gelangen.



      Fast wäre ich am Ortsende von Ginetes an der schönen kleinen Kapelle vorbeigefahren. Ein schmaler Treppenweg führt von der Hauptstrecke zu der Kapelle hinauf. Noch einmal halte ich in Candelária an der Moinho da Bibi, einer alten Windmühle, in der man auch übernachten kann.
      Anschließend fahre ich zurück nach Ponta Delgada und tanke hier schon den Toyota voll für die morgige Abgabe.
      Danach stelle ich das Auto auf dem Hotelparkplatz ab und gehe kurz auf mein Zimmer.



      Den Nachmittag habe ich jetzt noch zur vollen Verfügung und entschließe mich, die Botanischen Gärten in Ponta Delgada erneut zu besuchen. Ich kaufe mir noch im Supermarkt eine kleine Brotzeit und spaziere dann zuerst hoch zum Jardim Antonio Borges. In dem schönen Park, der mir trotz Regens bereits 2015 so gut gefallen hat, setze ich mich auf eine Parkbank und mache hier eine ruhige Brotzeit. Einige gefiederte Freunde leisten mir dabei sogar Gesellschaft.



      Im Gegensatz zu damals sind heute doch recht viele Besucher hier unterwegs. Vor allen viele Gruppen Jugendlicher, ich vermute hier vielleicht einen Schulausflug. Trotzdem wirkt die herrliche Anlage nie überfüllt und man findet reichlich ruhige Plätzchen. Ich bin erneut erstaunt, wie man es hier auf kleinstem Raum geschafft hat, soviel an Pflanzen unter zu bringen und einen größer wirkenden Park entstehen zu lassen.



      Von diesem schönen Park aus gehe ich am oberen Ausgang wieder die Straße entlang zu den beiden räumlich größeren Parks. 2015 war der vordere der beiden Parks ja geschlossen und ich habe den Jardim José do Canto besucht, der mir nicht ganz so gut gefallen hatte. Heute ist der Jardim do Palácio de Sant'Ana geöffnet und ich gehe hinein.



      Doch ganz so einfach ist das mit dem Eintritt nicht. Es kostet 2 Euro Eintritt und dazu werden die Personalien erfasst. Man muss sich also ausweisen. Der Palast in diesem Park ist seit 1978 die Residenz des Präsidenten der Azoren und damit für die Öffentlichkeit tabu. Ebenso werde ich belehrt, dass es nicht erlaubt ist an der Front- und Rückseite näher an den Palast heran zu treten. Lediglich seitlich kann man bis auf wenige Meter an das Gebäude heran. Fotografieren darf man das Gebäude aber.



      Der Park selbst ist sehr schön angelegt. Hinter dem Palast befindet sich ein breiter Bereich in dem Blumen verschiedenster Art angepflanzt werden. Ein kleiner Brunnen in der Mitte wird von den Fröschen gerne genutzt. Am oberen Ende führt ein fliederbewachsener Wandelgang quer durch den Park.
      Hier befindet sich mittig auch eine Toilettenanlage, die nicht nur extrem sauber, sondern auch behindertengerecht eingerichtet ist, sehr vorbildlich.



      Schräg hinter dem Palast befindet sich noch ein Nebengebäude. Vor dem Palast sind große, sehr schön angelegte Blumenrabatte. Am vorderen Ende befindet sich dann noch ein größerer Teich um den herum Bambus, Strelitzien und andere große Pflanzen stehen. Rund um den großen Teich stehen noch einige Parkbänke, auf denen man sich ausruhen kann.



      Auch ich verweile auf einer dieser Bänke noch eine Weile und lasse die entspannte und ruhige Atmosphäre auf mich einwirken. Dann verlasse ich den Park. Direkt davor steht die Ermida de Sant'Ana und gegenüber führt die Rua de Sant'Ana wieder hinunter in die Stadt. Man kommt direkt an der Igreja de Colegio heraus, nur ein kleines Stück oberhalb des Hotels in dem ich die erste Nacht verbracht habe.



      Nur wenige Meter entfernt ist der Jardim Antero de Quental, ein kleiner Stadtpark an dessen Mäuerchen fleißig gepinselt wird. Oberhalb steht ein schönes, stark efeubewachsenes Gebäude. Die nächste Querstraße entlang, gelange ich wieder zur Uferpromenade und wandere hier zurück zum Hotel.

      Am Abend ein letztes Mal ins O Corisco, zu Queijo das Ilhas und Lulinhas Grelhadas. Danach noch einen kleinen Verdauungsspaziergang und zurück zum Hotel. Ich bekomme später noch mein „Early Breakfast“ für den nächsten Morgen auf Zimmer gebracht, ein Doppeltoast mit Schinken, ein Stück Kuchen dazu Maracujasaft, Yoghurt und einen Apfel.

      Nachdem ich meinen Koffer weitestgehend gepackt habe, gehe ich früh schlafen. Mein Handy habe ich auf 4:30 Uhr Weckzeit gestellt.


      …. es folgt der 4.Mai
      Gruß Jobo,

      Die gefährlichste aller Weltanschauungen ist die Weltanschauung der Leute, welche die Welt nicht angeschaut haben.
      - Alexander von Humboldt -

      (Links zu meinen Reiseberichten finden sich im Profil/über mich)


    • 4.Mai 2018 – Ponta Delgada – Lissabon – München



      Das Handy klingelt mich aus dem Bett. Ich fühle mich wie gerädert obwohl ich doch recht früh im Bett war. Also erst mal unter die Dusche zum richtigen Wachwerden. Als ich mich danach anziehen will, werfe ich zufällig einen Blick auf meine Armbanduhr. Sie zeigt 2:50 Uhr :search: . Erst jetzt fällt es mir wie Schuppen von den Augen, das Handy hatte ich ja gar nicht umgestellt :dash: . Es steht nach wie vor auf MESZ, also zwei Stunden vor der Ortszeit :blush2: .
      Ich lege mich daher noch einmal hin, kann aber nicht mehr richtig einschlafen und döse nur so eine gute Stunde vor mich hin. Um 4:00 Uhr stehe ich endgültig auf und beschäftige mich mit meinem „Early Breakfast“. Den Apfel stecke ich ein für später und verlasse mein schönes Zimmer.
      Ich hole das Auto und checke im Hotel aus.



      Bis zum Flughafen ist es nicht weit und das Auto ist schnell abgegeben. Auch eingecheckt habe ich schnell und da die Sicherheitskontrolle gerade relativ frei ist, gehe ich gleich durch bis zum Gate. Boarding und Start erfolgen überpünktlich. Ich habe eine Fensterplatz in einer Dreierreihe, der Mittelplatz bleibt leer. Die Sitze in der TAP-Maschine bieten reichlich Fußraum, so dass es nichts macht, das der Flieger ansonsten zu gut zwei Drittel gefüllt ist.



      Der Flug verläuft sehr ruhig, wenn auch über einer größtenteils geschlossenen Wolkendecke. Erst kurz bevor wir das portugiesische Festland erreichen, verschwinden die Wolken komplett. So können wir die Küste vor Lissabon bei klarem Wetter gut erkennen. Hier leitet der Flugkapitän auch den Landeanflug ein.



      Erneut bieten sich mir während des Landeanfluges zahlreiche Fotomotive. Ich muss zugeben, dass mir die Hauptstadt Portugals von oben sehr gut gefällt und ich verspüre nicht wenig Lust die Stadt einmal ausgiebig kennen zu lernen. Jedenfalls steht sowohl Lissabon wie auch Porto ziemlich weit oben auf meiner „damussichunbedingtnochhin“-Liste :good3: .



      Es tauchen die beiden großen Fußballstadien unter mir auf und auch der große Aquädukt ist wieder gut zu sehen. Das lange Bogenbauwerk ist unübersehbar. Kurz bevor wir auf der Landebahn aufsetzen, sehe ich noch ein großes Gebäude, das Externato São Vicente de Paulo.

      Im Flughafen von Lissabon habe ich jetzt viel Zeit. Der Flug nach München startet erst knapp vier Stunden später. Also mache ich es mir hier und da gemütlich und so geht schließlich auch diese Zeit vorbei. Etwa 40 Minuten vor dem Abflug wird das Gate bekannt gegeben. Dort muss ich aber noch länger warten, bis endlich das Boarding beginnt.

      Letztlich starten wir mit gut 30 Minuten Verspätung. Die Maschine ist voll und ich bin froh, dass ich mir im Vorfeld einen Platz mit mehr Fußfreiheit reserviert habe. Ansonsten ist der Flug sehr ruhig und ich kann wieder schön die Landschaft unter mir beobachten.

      So bin ich dann doch recht erstaunt, als die Durchsage zum Anschnallen kommt, da wir nun den Landeanflug auf München beginnen. Demnach hätten wir nicht nur die 30 Minuten aufgeholt, sondern wären sogar noch früher in München. Ein Blick aus dem Fenster nach unten und ....... ich sehe den Bodensee 8| . Da hat sich während meiner Abwesendheit aber einiges getan und scheinbar hat man die Stadtgrenze von München massiv ausgedehnt :pleasantry_1: .

      Wie schon 2015 fliegen wir weiter entlang der Alpen und erst über dem Starnberger See drehen wir nach Norden ab. In München landen wir ......... natürlich immer noch mit gut 30 Minuten Verspätung, also um etwa 19:30 Uhr :pardon: . Den Bus um 19:05 Uhr hätte ich auch bei pünktlicher Landung um 18:55 Uhr wohl nicht mehr bekommen, aber der nächste fährt ja erst um 20:15 Uhr. Den sollte ich doch wohl problemlos bekommen, denke ich mir noch :whistle3: .

      Doch wir legen am neuen Gate K an. Von dort geht man noch gut 6-7 Minuten bis zur Shuttle-Bahn. Die letzte ist natürlich gerade weggefahren und es dauert noch einmal fünf Minuten bis die nächste hier ist. Die Bahn benötigt nur eine Minute bis zum Terminal 2, aber dort laufe ich erneut rund fünf Minuten bis zur Kofferausgabe, nur um dort zu lesen, dass die für unseren Flug in etwa 10 Minuten startet :fie: .

      Mein Koffer kommt dann erst mit dem zweiten Schwung heraus und ich muss mich wirklich beeilen, um schließlich um 20:13 Uhr am Bus zu sein. Kurz nach 21:00 Uhr bin ich dann wieder zu Hause.



      …........... es folgt ein kleines Fazit
      Gruß Jobo,

      Die gefährlichste aller Weltanschauungen ist die Weltanschauung der Leute, welche die Welt nicht angeschaut haben.
      - Alexander von Humboldt -

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    • Bevor wir auf die Fram gingen, gönnten wir uns zwei Übernachtungen in Lissabon, unsere Bekannten blieben eine Woche und hatten ausreichend zu tun. Porto haben wir vom Schiff aus besucht, leider war die Reiseführerin nicht besonders gut. Lissabon kann ich jedenfalls sehr empfehlen, ich würde jederzeit wieder hinfliegen und Porto würde ich auch noch einmal lieber selbst erkunden.

      Vielen Dank für den Bericht und besonders für die Fotos mit Mond.

      Liebe Grüße, Kamilla

    • Fazit der Reise


      Vieles zu den Azoren und den Inseln habe ich ja schon in meinem Fazit zur Reise 2015 gesagt, deshalb werde ich mich hier auf die neuen und einige zusätzliche Punkte beschränken.


      Die Inseln:

      São Miguel: Die Hauptinsel ist nach wie vor die Vielfältigste der Inseln und hat von allem etwas. Obwohl ich zur gleichen Zeit unterwegs war wie 2015, waren diesmal deutlich mehr Touristen auf der Insel. Insgesamt sind die Azoren aber immer noch ein kleiner Geheimtipp

      Terceira: Auch hier war touristisch wesentlich mehr los als 2015, was aber gerade in Angra eher positive wie negative Auswirkungen hatte (größeres Angebot an guten Restaurants und Geschäften, usw.). Solange dies nicht überhand nimmt, ist es nicht zu beanstanden.

      Flores: Diese Insel war eine der Inseln, die neu für mich waren. Die Landschaft ist sehr grün, im Inselinnern wenig besiedelt. Die Ortschaften sind eher überschaubar. Eine wunderschöne Inseln mit viel Natur und den bisher freundlichsten Menschen, die ich auf den Azoren getroffen habe. Egal wo ich mit dem Auto oder zu Fuß unterwegs war, überall wurde ich freundlich gegrüßt. Aus jedem entgegenkommenden Fahrzeug wurde mir freundlich zu gegrüßt. Die Insel ist durchaus einen mehrtägigen Aufenthalt wert, vielleicht so zwei bis vier Tage (evtl. mit einem Tag auf Corvo).

      Corvo: Es ist die kleinste der Azoreninseln und bei schönem Wetter sicherlich einen Kurzbesuch wert, schon wegen der Überfahrt mit dem kleinen Boot. Ist jedoch die Insel und damit der Caldeirão tief in Wolken verhüllt, sollte man einen Besuch (falls möglich) auf einen anderen Tag verschieben.

      Graciosa: Die zweitkleinste der Inseln befindet sich noch in einem sehr ursprünglichen, wenig touristischen Zustand, was ihr durchaus eine angenehme Atmosphäre verleiht. Die Menschen sind etwas zurückhaltender aber nicht minder freundlich. Insgesamt ist die Landschaft eher flacher, aber auch im Inselinnern gut besiedelt. Mehr als drei Tage machen nur dann Sinn, wenn man die Insel z.B. erwandern will. Mit dem Mietwagen hat man eigentlich nach spätestens drei Tagen alles gesehen. Die Grotte in der großen Caldeira sollte man unbedingt besuchen.


      Die Hauptorte:

      Zu Ponta Delgada gibt es meinem Fazit von 2015 nichts hinzuzufügen.

      Angra do Heroísmo - ist auch bei Sonnenschein eine wunderschöne Stadt :blush2: . Man sollte hier unbedingt bei Spaziergängen auch mal aus dem eigentlichen Stadtkern heraus die umliegenden Gebiete erkunden, es lohnt auf jeden Fall.

      Santa Cruz das Flores – ein eher kleiner, überschaubarer Ort. Trotzdem habe ich mich hier sehr wohl gefühlt. Hauptattraktion ist sicherlich die große Kirche im Ort. Der Flughafen quasi mitten im Ort stört wenig, bei den zwei Starts und Landungen am Tag. Die tolle Natur ist klar die Stärke der Insel.

      Vila Nova do Corvo – ist nicht nur der Hauptort der Insel, es ist eigentlich auch der einzige richtige Ort der Insel. Außer den drei alten Windmühlen ist mir nur die kleine Kirche aufgefallen. Am Hafen wurde heftig gebaut, was den Ort jetzt nicht unbedingt lohnenswerter macht. Vielleicht ist dies anders, wenn der Hafen mal fertig gebaut ist.

      Santa Cruz da Graciosa – ein sehr schöner Ort mit einer ruhigen und freundlichen Ausstrahlung. Schön um mal kreuz und quer darin herum zu schlendern. Sehenswert der große Hauptplatz mit den Wasserreservoirs und den beiden Kirchen. Aber auch der schöne, teilweise wilde Küstenabschnitt des Ortes hat seinen Reiz. Ebenso die drei kleinen Kapellen auf dem Hausberg des Ortes.
      Auch São Mateus (Praia) ist einen Besuch wert.


      Die Menschen:
      Hier habe ich meinen Ausführungen von 2015 nichts hinzuzufügen, sie gelten immer noch. :good3:


      Die Hotels:

      Hotel do Colegio – Das schöne und stilvolle Hotel liegt mitten in der Stadt. Das Zimmer war sehr gut, ebenso das Frühstücksbuffet und der Service. Einzig die Lage des Hotel stellt bei An- und Abfahrt mit dem Mietwagen aufgrund des labyrinthartigen Einbahnstraßenverkehrs in Ponta eine Herausforderung für den nicht ortskundigen Fahrer dar. Ebenso die Parkmöglichkeiten. Auf die Ruhe in den Zimmern hatte die Lage keinen Einfluss.

      Hotel Talisman – Ein tolles Hotel das keine Wünsche offen lässt. Ideale Lage in der Nähe des Convento und des Stadtkerns samt Uferpromenade. Normalerweise sind auch Parkmöglichkeiten in Hotelnähe ausreichend vorhanden, allerdings während der Zeit des großen Festes lohnt die Buchung des hoteleigenen Parkplatzes in der nächsten Nebenstraße.

      Hotel Terceira Mar – wie immer hervorragend (siehe Ausführungen 2015)

      Hotel das Flores – von außen gewöhnungsbedürftig und eher unpassend für die Landschaft. Zimmer, Frühstücksbuffet und Service waren aber sehr gut. Die Lage ist traumhaft, direkt an der Küste am Ortsrand. Bis zum Ortskern geht man, bei gemütlicher Gangart etwa 15 bis 20 Minuten.

      Graciosa Resort Hotel – ähnlich die äußere Erscheinung wie das Hotel das Flores (gleiche Hotelkette), Lage noch akzeptabel, ca. 1 km außerhalb des Ortes. Das Zimmer war soweit noch ok, wenn auch der Balkon nicht sehr einladend war und die Fenster kaum durchschaubar. Absoluter Minuspunkt des Hotels, und damit auch der ganzen Reise, war die fehlende Sauberkeit und Hygiene im Restaurant. Leider gibt es kaum eine Alternative in der Hotelklasse, wobei ich hier definitiv keinen 4-Sterne Standard gesehen habe.
      Lobenswert war aber die Freundlichkeit des restlichen Hotelpersonals.


      Das Essen:
      Lapas, Lulas, Polvo, Camarão, Gambas, Peixe aber auch Alcatra und dazu Batada-doce, oh mein Gott hier möchte ich leben …. :dance3:


      Mietwagen:
      Auf drei Inseln hatte ich wieder Mietwagen von Autatlantis/Sunny Cars. Wie immer alles sehr unkompliziert. Fahrzeuge waren soweit ok, ohne größere Beanstandungen und Übernahme und Abgabe stellten keine Probleme dar.
      Das gleiche gilt auch für den Mietwagen auf Graciosa von Medina&Filhos.


      Die Flüge:
      Diesmal mit TAP nach und von Ponta Delgada, da SATA diese Strecke nicht mehr anbietet. Die Flüge und der Service der TAP ist aber auch vorbildlich, keine Beanstandungen.
      Auch die Inselflüge mit SATA in den kleinen Inselhoppern sind immer wieder sehr angenehm und haben ihren besonderen Reiz.


      Reisebüro/-veranstalter:

      Diesmal habe ich mich an Seabreeze.travel, einen Veranstalter aus Augsburg mit Schwerpunkt auf die Atlantikinseln (Azoren, Madeira, Kanaren und Kapverden) gewandt und habe es nicht bereut. Ich wurde hier von Frau Ettner hervorragend betreut. Sie ist jederzeit auf meine Wünsche und Bedürfnisse eingegangen und hat mir ein Gesamtpaket erstellt, dass meinen Wünschen entsprach und im zeitlichen Ablauf komplett stimmig war. :good3:


      Reiseunterlagen:
      (die hier erwähnten Reiseführer und Karten sind reine Empfehlungen und sollen nicht als Werbung gedacht sein, es gibt auch gute weitere Reiseführer und Karten die ich hier nicht explizit erwähne. Ich empfehle hier auf jeden Fall sich die Reiseführer in einem guten Buchladen anzuschauen und mal ein wenig darin zu blättern, ob einem der Stil des jeweiligen Reiseführers zusagt, bzw. ob man mit der Karte zurechtkommt)
      Neben den Unterlagen von seabreeze.travel (hier auch die gute Karte von Kompass) hatte ich verschiedene Reiseführer dabei (die ich auch empfehlen kann):
      Azoren von Michael Bussmann, Michael Müller Verlag (Ausgabe von 2013)
      Azoren von Susanne Lipps, Dumont (Ausgabe von 2014)
      Azoren von Birgit Siegel und Thomas Stankiewicz, Bruckmann (Ausgabe von 2017), diesen Reiseführer würde ich jetzt nicht als alleinigen Reiseführer empfehlen, da er auch etwas anders aufgebaut ist. Er stellt aber eine sehr gute Ergänzung zu den anderen Reiseführern dar, da hier auch alternative Ziele und Informationen zu finden sind.
      Azoren von Roman Martin, Rother Wanderführer (Ausgabe von 2017)
      Dazu habe ich den Sprachführer vom Hueber Verlag benutzt: Portugiesisch unterwegs, ein steter Begleiter, ohne den ich das Hotel nie verlassen habe. :ok: :imsohappy:

      Zusätzlich habe ich die Infobroschüren benutzt, die an Flughäfen und in den Hotels ausliegen, sowie die Infos die man von den Mietwagenfirmen bekommt.

      Als besonderen Tipp empfehle ich jedem, der ein mobiles Navi mit Karten von Portugal(Azoren) besitzt, dieses mitzunehmen. Es ist gerade in Ponta Delgada und anderen Orten und bei Fahrten im Nebel eine wirkliche Hilfe.


      Das Wetter:
      Ja, ihr Regengötter, ihr habt alles wieder gut gemacht und ich akzeptiere die Wiedergutmachung für 2015. Wir sind somit quitt. :thank_you:
      Spass beiseite, für die Azoren, auf denen man eigentlich immer auch mit Regen rechnen muss, hatte ich diesmal wirklich Traumwetter. Lediglich einen Nachmittag hat es geregnet, ansonsten war es trocken und ich hatte viel blauen Himmel und Sonnenschein.



      Es war definitiv nicht meine letzte Reise auf die Azoren, zumal mir ja immer noch São Jorge und Santa Maria fehlen.
      Gruß Jobo,

      Die gefährlichste aller Weltanschauungen ist die Weltanschauung der Leute, welche die Welt nicht angeschaut haben.
      - Alexander von Humboldt -

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    • Sehr schöner Bericht mit vielen tollen Fotos.
      Die Azoren interessieren mich auch sehr, du hast mir einen sehr schönen Einblick geboten.
      Lissabon und vor allem Porto kann ich dir wirklich sehr ans Herz legen.
      LG Regina
      Am Ende wird alles gut. Wenn es nicht gut wird, ist es noch nicht das Ende. (Oscar Wilde)
    • Hallo Jobo,

      vielen herzlichen Dank für den tollen, unterhaltsamen Reisebericht und die wunderschönen Fotos. :good3: Was für ein Unterschied zu deinem letzten Reisebericht. Ja, das macht Lust auf einen Urlaub auf den Azoren. Bei deinen Beschreibungen vom Essen läuft mir immer das Wasser im Mund zusammen, manches kannte ich noch nicht, musste ich erst noch googeln. :winki:
      Viele Grüße
      Seemaus