MS MIDNATSOL und Bergen - Kirkenes - Bergen vom 21. September bis 2. Oktober 2010

    • B-K-B
    • 2010
    • MS MIDNATSOL und Bergen - Kirkenes - Bergen vom 21. September bis 2. Oktober 2010

      Ein ganz tolles Hallo :hut: Auch wir sind wieder zurück von unserer Tour :verysad:

      Auf der Reise haben wir auch die Monchis aus Hamburg kennenlernen dürfen. Sehr, sehr nette und angenehme Reisepartner, :thumbsup: auf deren Bericht wir auch schon ganz gespannt sind. Auf diesem Weg auch noch gleich einen dicken Gruß nach Hamburg! Wir hoffen, ihr seid auch wieder gut zuhause angekommen.

      So, da ja hier bestimmt schon einige unruhig mit den Hufen scharren, stell ich unseren Reisebericht gleich mal ein und wünsch euch viel Spaß beim Lesen. Falls ihr Fragen habt, natürlich jederzeit gern. Die Bilder dazu stell ich wie immer auf meiner Homepage ein. Das dauert allerdings wie letztes Mal auch ein wenig, da einige tausend Bilder gesichtet und bearbeitet werden wollen. Ich geb dann immer mal wieder Bescheid, wenn es sich lohnt, rüberzuspicken! :D



      Tag 1:

      Um 2:30 Uhr ist Aufstehen angesagt, da unser Taxi zum Bahnhof für 4:00 Uhr bestellt ist. Von dort geht es mit dem ICE nach Frankfurt an den Flughafen. Geschickt, dass man dort direkt aussteigen kann. So sind unsere Wege kurz, und wir haben viel Zeit, den Direktflug um 9:15 Uhr nach Bergen zu erreichen. Dachten wir zumindest vorher. Eigentlich hatten wir geplant, am Flughafen gemütlich zu frühstücken, aber daraus wird nichts. Da wir das Abfluggate nicht kennen, fangen wir bei unserer Suche mit A an, werden zwar schnell mit B fündig, aber wegen der langen Wege und der doch schon vielen Reisenden um diese Uhrzeit geht doch alles sehr zäh. So verrinnen die Minuten wie im Flug. Schnell werden aus knapp zwei Stunden nur noch ein paar Minuten. Dann stellt sich heraus, dass unser Gate doppelt belegt ist und der Flug nach Göteborg vor uns dran ist. Also mindestens eine halbe Stunde warten. Wie kann das heutzutage passieren? Der Flug an sich wenigstens verläuft reibungslos, und wir landen im Regen in Bergen . Zuerst einmal nach dem ominösen HR-Schalter gesucht, an dem man seine Koffer aufgeben kann. Aber den gibt es nicht, obwohl es so im Infoheftchen steht. Also raus und nach den Bussen geschaut. Der HR-Bus fährt erst eine Stunde später, deshalb nehmen wir den Flybussen bis an den Busbahnhof und gönnen uns ein Taxi, da es immer noch regnet. Wir müssen kurz warten, weil erst um 13:00 Uhr die Koffer abgegeben werden können. Anschließend laufen wir über den Fischmarkt, wo wir uns mit "Rundstykken" mit leckerem Lachs und frischen Krabben stärken, zur Floienbahn und fahren nach oben. Mittlerweile scheint auch die Sonne, und es ist angenehm warm. Danach geht es durch Bryggen zurück zum HR-Terminal. Wir können gleich die Bordkarten abholen und ein wenig später einchecken. Wir schauen uns ein wenig um, machen Fotos und holen uns gleich die Teetassen. Anschließend gibt es das Buffet, das wir letztes Mal leider verpasst haben. Hmmm! Koffer auspacken, aufs Ablegen warten und nichts wie ab in die Kiste.


      Tag 2:

      Aufstehen um 6:00 Uhr, anschließend Frühstück. Einfach immer was ganz Leckeres! Danach lockeres Aufwärmen für den Tag mit Bildermachen und ein wenig Herumschlendern. Und schon stand um 12:00 Uhr Alesund mit dem Aksla (418 Stufen bis zur Fjellstue!) auf dem Programm. Das Wetter zeigte sich nun von seiner schlechteren Seite mit starkem Wind und Regen. Aber davon ließen wir uns nicht abhalten. Oben angekommen, waren wir Regen triefend nassgeschwitzt, die Klamotten waren wohl doch zu warm. Schnell was getrunken und die obligatorischen Fotos gemacht, dann wieder auf nach unten. Dort sind wir noch schön durch die Stadt geschlendert, haben ein Sportgeschäft entdeckt und eine Regenhose für Sabine gekauft, da sie noch keine hatte. Und es kam, wie es kommen musste: Von da an fiel kein Tropfen mehr. Zurück aufs Schiff, Sabine ist in die Sauna und ich hab mich im Whirlpool aufgewärmt. Anschließend gemütliches Herumlungern mit Teetrinken, und nach dem kurzen Stopp in Molde gab es Abendessen. Unsere Tischnachbarn für die nächsten zehn Tage (zum Glück die erste, frühere Sitzung) haben wir heute auch kennengelernt – die Welt ist klein! Sabines Mutter war das Kindermädchen von ihm, und seine Frau kommt aus dem gleichen Ort, in dem Sabine früher gewohnt hat!!!
      Futter war heute Klippfischbolinhos mit Ruccola-Tomaten-Salat, Hähnchenbrustfilet mit Paprikasauce, Gemüserisotto und Linsenragout. Nachtisch: warmer Apfelkuchen mit Vanilleeis.


      Tag 3:

      Heute Morgen stand nach dem Frühstück, das komischerweise alle ein wenig karg fanden, Trondheim auf dem Programm. Wir haben unsere Tour entlang des Flusses über die "Gamle Brue" auf die Festung gemacht. Man kommt durch ein nettes Viertel mit kleinen Häuschen und hat von oben einen tollen Blick über die Stadt. Danach sind wir wieder auf der anderen Flussseite zurück. Auch hier gibt es eine Menge sehenswerter kleiner Gassen. Schnell im Supermarkt am Hafen eingekauft und wieder aufs Schiff. Nach dem Ablegen war eine Landeübung des Rettungshubschraubers angesagt, was natürlich eine Menge Schaulustiger anzog. Der Pilot hat das prima hingekriegt, es aber noch ein zweites Mal geübt. Danach ging es bei veränderlichem Wetter am Leuchtturm mit dem unaussprechlichen Namen vorbei in Richtung Stokksund . Folda forderte wie immer ihre Opfer, obwohl es eigentlich gar nicht so windig war. Aber die Wellen kamen wohl aus der richtigen Richtung.
      Zu essen gab es heute Blumenkohlsuppe mit Schinkencroutons, gebratenen Lachs mit kleinen Kartöffelchen und Fenchel-Mangold-Gemüse und als Dessert Schoko-Muffin mit Eis und Mangosorbet.
      Nachher geht es noch schnell in Rörvik raus zu einem kurzen Spaziergang, anschließend ein Absacker in der Bar.


      Tag 4:

      Nach dem Frühstück und einem kurzen, aber sehr schönen Wegstück lagen wir in Oernes . Eigentlich nichts Besonderes, vor allem ohne Schnee. Auf dem weiteren Weg nach Bodö wurden unsere Namen ausgerufen; wir sollten uns gleich bei der Reiseleitung melden. Alles Mögliche schießt einem da durch den Kopf, was wohl passiert sein wird. Aber man wollte uns nur mitteilen, dass wir bei der Brückenbesichtigung um 10:30 Uhr (gratis wegen des Ambassador-Programms) teilnehmen könnten. Sabine, die sofort ihr Training auf dem Laufband unterbrochen hatte, hätte Hild, die dicke Reiseleiterin, umbringen können! Natürlich haben wir uns die Gelegenheit aber nicht entgehen lassen und anschließend die Urkunde entgegengenommen. In Bodö sind wir raus und gemütlich Richtung Hafen gelaufen. Hier hatten wir einen kleinen Fischkutter mit frischen Garnelen entdeckt. Der nette Kerl verkaufte uns ein paar, und wir konnten nicht widerstehen und testeten sie gleich. Oh Mann, wie lecker! Auf dem Schiff verspeiste Sabine den ganzen Rest, und ich hab mir einen Bacalao in der Caféteria gegönnt. Der war mindestens genauso gut. Anschließend haben wir die Überfahrt über den Vestfjord bei herrlichem Sonnenschein auf Deck 9 genossen und uns sonst noch ein wenig auf dem Schiff herumgetrieben.
      Zu essen gab es heute Krabbencocktail mit Salat, anschließend Schweinerippchen, die sich leider als fettes Bauchfleisch entpuppten, mit gebackenen Kartoffeln, Rotkohl und Apfel-Chutney. Nachtisch war eine Kreation namens „Verschleierte Bauernmädchen“ (in Zimt eingelegte Apfelstückchen mit Knusperkeks und Sahnetopping).
      Den Stopp in Stamsund haben wir noch beim Essen erlebt, die Fahrt nach Svolvaer bei einem Kaffee mit Josef und Brigitte. In Svolvaer haben wir uns ein wenig die Füße vertreten und nette Rorbü-Häuschen, ein urgemütliches Hotel sowie nebenan ein Restaurant mit brennendem Kaminfeuer direkt am Wasser entdeckt. Dann kam die Durchsage, dass wir in den Trollfjord fahren. Also noch schnell dick einpacken, und los geht’s. Wir sind schon sehr gespannt, obwohl einige hier recht müde sind. Noch im Sitzen kommt dann zur allgemeinen Überraschung Nordlichtalarm. Alle raus, wie üblich eben. Das Licht ist schwach, aber erkennbar. Ich hab zuerst die Kamera in der Hektik nicht mehr holen können, geh in die Kabine, mümmel mich ein und nehm die Kamera nur schon mal vorsorglich für den Trollfjord mit. Als ich nach oben komme, ist das Licht immer noch da! Ich mache ein paar Aufnahmen, obwohl es immer schwächer wird. Die Fahrt in den Trollfjord ist zwar neu, aber irgendwie nicht so doll, zumindest wenn es dunkel ist.


      Tag 5:

      Heute Morgen haben wir verpennt, da ich gestern nach dem Trollfjord den Wecker vergessen habe. Also schnell raus und gefuttert. Danach waren wir kurz in Finnsnes draußen, ansonsten haben wir ein wenig die Fahrt nach Tromsö auf dem Schiff genossen. Dort sind wir erst in Richtung Polaria, in die Stadt nach oben und zurück in Richtung Hafen gelaufen. Natürlich gönnten wir uns wieder einen Besuch in den Mack-Ölhallen. Anschließend etwas Obst einkaufen und wieder aufs Schiff.
      Zu futtern gab es heute Erbsensuppe mit knusprigem Speck, gebratenes Seelachsfilet mit Minikartoffeln, knackigem Gemüse und Thymian-Zwiebel-Sauerrahm. Nachtisch war Nusskuchen mit Kokossorbet.
      Anschließend mit Josef und Gitti in der Caféteria abgehangen.


      Tag 6:

      Zum Aufstehen sind wir in Hammerfest . Der Tag beginnt recht trüb, und so lassen wir uns beim Stücken Zeit. Danach etwas Rumlümmeln und Warten auf Honningsvag . Dort stürmt die ganze Meute von Bord. Wir wollen die Zeit nutzen und den Ort erkunden, aber da Sonntag ist, hat außer dem Kiosk am Hafen nichts offen. Also wird es aus dem ersehnten nördlichsten Bananensplit der Welt nichts. Stattdessen halt eine kleine Wanderung und wieder aufs Schiff, wo es ausnahmsweise schön ruhig ist. Als alle wieder da sind, geht es über Kjöllefjord weiter. Hier ist die Überfahrt etwas bewegt, was man an den wenigen Gästen auf Deck 9 bemerkt.
      Zu essen gibt es heute das berühmte Nordkap-Buffet, das wir leider nicht richtig genießen konnten. Um Meeresfrüchte und Schalentiere zu knacken und zu essen, braucht es nun mal etwas Zeit. Da war die einfache Sitzung an Weihnachten weitaus besser! Josef und Gitti sind zwar da, aber sie verabschiedet sich wieder früher, und ihm geht es wohl auch nicht gut. Man hatte beide außer zum Ausflug ans Nordkap den ganzen Tag nicht gesehen. Aber auch unter den restlichen Gästen scheint sich Neptun seine Opfer zu holen :-)))


      Tag 7:

      Heute Morgen waren wir kurz in Vadsö , einem kleinen Fischerort. Bei der Weiterfahrt nach Kirkenes zeigte sich die Sonne. Es war recht angenehm, wenn auch frisch. In Kirkenes haben sich zwar einige verabschiedet, aber arg viel leerer kam uns das Schiff trotzdem nicht vor. Wir sind gleich auf den Aussichtspunkt über dem Hafen und haben Fotos gemacht, auch ein paar von der Natur hier, und nach einer Tour durchs Stadtzentrum und die Wohngebiete zurück zum Schiff. Das neue Thon-Hotel liegt ganz nett, und auch den alten Bunker am Wasser fanden wir interessant. Außerdem mussten wir über ein antiquarisches Feuerwehrauto lachen. Die Überfahrt nach Vardö war wieder sehr angenehm, da immer noch die Sonne schien.
      Am Abend gab es Fischcremesuppe mit Gemüsestreifen, Rentiersteaks mit Wurst, Kartoffel-Sellerie-Püree, Rosenkohl und einer leckeren Rotweinsoße, als Dessert Moltebeeren unter Sauerrahm.


      Tag 8:

      Nach dem Frühstück in Höhe Honningsvag ging wieder alles seinen gewohnten Gang. Landschaft beobachten und Bilder machen. Ein Künstler von den Lofoten hatte im Kino eine Ausstellung mit Fotos und Holzarbeiten, welche uns jetzt aber nicht vom Hocker riss. Der nächste Halt war Hammerfest . Hier wollten wir eigentlich auf den Aussichtspunkt, aber der Regen machte uns einen Strich durch die Rechnung. Also haben wir uns die Norwegische Kirche (mit den bunten Glasfenstern sehr sehenswert), die Grabkapelle aus Vorkriegszeiten und den Ort angeschaut, natürlich auch durch den Eisbärenclub und ab aufs Schiff. Das Wetter nun wieder besser, und die Fahrt nach Öksfjord ließ einige schöne Fotos zu. Danach ging es durch das erstaunlich ruhige Lopphavet weiter in Richtung Skjervöy .
      Zu mampfen gab es Brie auf Toast mit Feigensirup und Salat, Eismeersaibling mit grünem Spargel, Kartoffelscheibchen und Sauce Hollandaise, Nachtisch: Käsekuchen mit Waldbeerenkompott.


      Tag 9:

      Heute haben wir einen tollen Tag erwischt. Nach einem traumhaften Sonnenaufgang fahren wir Richtung Harstad , wo wir bei strahlendblauem Himmel ankommen. Leider ist da gerade Frokost angesagt, so dass aus dem geplanten Spaziergang nichts wird. Die Weiterfahrt über die Risöyrenna , Sortland und Stokmarknes gestaltet sich als Schaulaufen allererster Güte. Man weiß gar nicht, wo man zuerst hinschauen soll. In Stokmarknes muss ich die Speicherkarte überspielen, damit für den Raftsund und die Adlersafari wieder Platz ist. Im Raftsund holt uns ein kleines Boot ab, während sich die restlichen Reisenden die Nasen an den Scheiben plattdrücken. Neben meiner Sabine steht eine alte Dame, beobachtet das Ganze ziemlich weggetreten und denkt sich wohl im wahrsten Sinne des Wortes, "da pups ich doch drauf". Alle anderen drehen sich ungläubig um und sehen das Omchen mit ihrer feuchten Rückseite davonschlurfen. Wenn wir sie danach erblickten, mussten uns Sabine und ich jedesmal verschwörerisch angrinsen.
      Wir auf dem Boot fahren in den Trollfjord ein und warten aufs Schiff. Schon toll zu beobachten, wie die Midnatsol wenig später hier ankommt! Auf der Weiterfahrt halten wir immer mal wieder wegen der Adler, die sehr majestätisch ihre Bahnen ziehen. Nach einem ruppigen Endspurt laufen wir kurz vor unserer Hurtigrute im Hafen von Svolvaer ein, was auch wieder ein schönes Schauspiel ist. Da wir etwas Verspätung haben, bleibt für das Essen nicht mehr so viel Zeit.
      Heute gab es Kartoffel-Porree-Suppe mit Croutons, gebratenen Dorsch mit Kartoffelmus, Erbsenpüree und Rotweinsoße, anschließend mein heißgeliebtes Panna Cotta mit marinierten Kirschen.


      Tag 10:

      Und wieder geht ein beeindruckender Tag zu Ende. Schon zum Frühstück in Örnes bekamen wir einen tollen Sonnenaufgang zu sehen. Weiter ging es über die schönen Örtchen Nesna , Sandnessjöen , Brönnöysund und Rörvik . Das Wetter war ein einziger Traum und unsere Blicke auf die Sieben Schwestern und den Torghatten sagenhaft schön. Auch der Polarkreis-Globus präsentierte sich in bestem Licht, ebenso wie das öffentliche Badezimmer. Man kann gar nicht alles aufzählen. Zu erwähnen ist aber auf jeden Fall noch der Kiosk mit kleiner Eisdiele in Brönnöysund . Schon auf dem Schiff hatten wir gehört, dass das Eis dort so gut sein soll. Nachdem der zweite Reiseleiter Martin dann gleich reingesprungen war, um zwei Becher zu holen, wollten wir es natürlich auch probieren. Wir wählten Schoko und Hardcore: die Sorte Lakritz, schwarz wie Kaviar. Schmeckte absolut toll! Echt leckeres Eis, das mit so manchem Italiener bei uns locker mithalten kann.
      Zum Essen gab es heute Räucherlachs mit Ziegenkäsecreme auf Erbsenflachbrot, dann Rinderfilet mit Sahnekartoffeln, knackigem Gemüse und Zwiebelkompott, Nachtisch war Eisbombe mit frischem Obstsalat. Anschließend machten wir in Rörvik einen kurzen Spaziergang und konnten, da sich die Nordstjernen verspätete, deren Anlegemanöver beobachten. Es war schon ein Spektakel für sich, wie es staubte, als der Anker ausgeworfen wurde. Auch die anschließende Besichtigung sorgte für Staunen und einige Aha-Effekte. Nach einem kurzen Bier an der Bar gingen wir müde ins Bett.


      Tag 11:

      Heute legten wir – wieder bei schönstem Sonnenaufgang – in Trondheim an. Gefrühstückt und, da die Zeit zu knapp war, ins Städtchen zum Bummeln zu gehen, nur kurz in den Supermarkt. Anschließend schlenderten wir gemütlich auf der MS Trollfjord rum und liefen zum anderen Ende des Hafenbeckens, von wo man einen besonders tollen Blick auf die beiden Schwesterschiffe hat. Die Fahrt danach verlief sehr ruhig bei strahlendem Sonnenschein und vermutlich 15 bis 20 Grad. In Kristiansund konnten wir es kaum erwarten, rauszukommen, da wir gelesen hatten, dass es dort Stockfisch zu kaufen geben sollte. Und tatsächlich haben wir gleich beim Hafen die „Klippfischbutikken“ entdeckt, einen urigen kleinen Laden mit vielen Spezialitäten und einer sehr netten Verkäuferin. Sie gab uns Tipps zum Transport in die EU und erklärte, wie man den Fisch am besten zubereitet. In einem Rezeptheft zeigte sie uns unter anderem das Lieblingsrezept ihrer Oma und erzählte, dass sie den Laden gerade von ihrem Vater übernommen hatte. Außerdem könnte man bei ihr den Fisch per Mail bestellen. Super, genau das hatten wir schon lange gesucht! Wir entschieden uns schnell für zwei große Packungen schon zerkleinerten, enthäuteten Klippfisch, der einfacher zu handhaben ist. Anschließend durften wir die Luxuskabine der Monchis anschauen, die uns natürlich auch gefiel. Dann war leider schon das erste Kofferpacken fällig.
      Zu Abend gab es heute gebeiztes Rentierfleisch mit Salat und Vogelbeerengelee, als Hauptgericht Räucherlachs auf gebratenem Heilbutt und Lachs mit Kartöffelchen, Gemüsestreifen, Basilikumsauce und einer uns allen unbekannten Frucht- oder Gemüseart. Anschließend Beerensuppe mit Kräutercreme.
      Zum Glück waren wir zeitig fertig, um die Kong Harald begrüßen zu können. Den Landgang in Molde schenkten wir uns, in Alesund schliefen wir schon.


      Tag 12:

      Der letzte Tag ist bei uns immer geprägt von Abschiedsstimmung. Als das Schiff in Florö hält, sitzen wir noch beim Frühstück. Aber eine Viertelstunde ist auch zu kurz, um großartig nach draußen zu gehen. Da der nächste Stopp erst wieder in Bergen ist, bleibt uns nichts anderes zu tun, als das Gepäck fertig zu machen und auf Deck 9 die wunderschöne norwegische Landschaft zu beobachten. Die Ausschiffung in Bergen um 14:30 Uhr geht erstaunlich flott über die Bühne, und wir nehmen den gebuchten Bus zum Flugplatz, wo wir in unserem Clarion-Airport-Hotel einchecken, mit dem wir schon beim letzten Mal beste Erfahrungen gemacht haben. Eigentlich wollten wir es uns im Spa-Bereich gemütlich machen, fanden aber ein Schild „Stengt“ (geschlossen) vor. Wir erkundeten stattdessen die restlichen Bereiche des Hotels und schauten rüber zum Flughafen, ob wir eventuell heute Abend dort futtern sollten. Da kam uns die Menükarte im Hotel aber viel verlockender vor, und wir ließen es uns auch später dort schmecken: Mich machte mal wieder ein Burger mit knusprigen Pommes an, Sabine bestellte Cesar's Salad mit Hähnchenfleisch und total leckerem Kartoffelpüree. Danach fielen wir müde ins Bett. Am nächsten Morgen ging der Flug ja auch schon um 7:20 Uhr nach Frankfurt. Aber zum Glück gab es ab 4:00 Uhr ein so genanntes "Mini-Buffet", was manch anderem Hotel die Tränen in die Augen treiben würde. Außer den heißen Sachen war eigentlich alles vorhanden. Und zehn Sorten Knäckebroed! :) Wir hatten ja damit gerechnet, allein beim Frühstück zu sitzen, aber es waren doch schon erstaunlich viele Gäste da, auch einige bekannte Gesichter vom Schiff.
      Die restliche Heimfahrt ging recht zügig vonstatten, und wir waren gegen 13:00 Uhr wieder daheim. LEIDER!!!

      Abschließend kann man sagen, dass wir bei der jetzigen Reise zwar mehr von der Landschaft gesehen haben, weil es im Dezember eben dunkler war. Andererseits fanden wir es an Weihnachten und Silvester schöner, weil weniger Passagiere auf dem Schiff mitfuhren und die Stimmung durch die Feiertage entspannter und festlicher war.

      So, das war's erst mal.

      VG, Buljo

      Dieser Beitrag wurde bereits 9 mal editiert, zuletzt von „Buljo“ ()

    • Monchi1980 schrieb:

      Guten Abend ihr Beiden :)
      Danke und vor allem: Das Kompliment geben wir gerne zurück!!

      Schöner Reisebericht. Meiner dauert noch ein wenig. Der muss erst vom handgeschriebenen Tagebuch auf PC getippt werden.



      Ich wusste schon, warum ich das gleich auf dem Netbook geschrieben habe :D Aber wir freuen uns schon drauf und auch die Bilder natürlich :thumbsup:

      VG, Buljo
    • Vielen Dank für den Bericht!

      Buljo schrieb:

      Heute Morgen haben wir verpennt, da ich gestern nach dem Trollfjord den Wecker vergessen habe.

      ääähhh - hatte man vergessen euch zu sagen dass ihr im Urlaub seid... :xD:
      Jan 2009 FM ~ Jan 2010 NL ~ Jan 2011 FRAM (Antarctica) ~ Apr 2011 NN ~ Mrz 2012 LO ~
      Jan 2013 LO (Alta) ~ Feb 2014 KH ~ Jan 2016 LO ~ Feb 2018 LO

      Reiseberichte siehe Profil!

    • Arctica schrieb:

      Buljo schrieb:

      Heute Morgen haben wir verpennt, da ich gestern nach dem Trollfjord den Wecker vergessen habe.

      ääähhh - hatte man vergessen euch zu sagen dass ihr im Urlaub seid... :xD:


      :D Nee, dessen waren wir uns schon bewußt, aber die Landschaft ist eben viel zu schön zum pennen, das kann man zuhause wieder. außerdem wollten wir doch unbedingt den Wettbewerb, wer am besten am Sonnendeck die Liegestühle reservieren kann gewinnen :D :P

      VG, Buljo
    • Danke Buljo für den Bericht.
      Super, dass Ihr die Speisenfolgen aufgeschrieben habt. Da freut mach sich dann schon wieder drauf. Wir hatten, soweit ich mich erinnere im Februar 2009 auf der POLARLYS das gleiche Essen.
      Das verschleierte Bauernmädchen ist DIE Nachspeise in Norwegen und wird von unserer Freundin in Grimnstad immer suuuper lecker zubereitet.
      Gruß aus Hamburg
      Ronald
    • Hey Olli,

      danke für das Lob :blush2: Leider sind gerade die Nordlichtbilder die schlechtesten, da wir vollkommen überrascht waren, überhaupt welche zu sehen. Da musste alles schnell und ohne Stativ gehen.

      VG, Buljo

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Buljo“ ()

    • Wunderschöne Fotos hast du da gemacht!

      Ich hoffe, dass es okay ist, dass ich mir die Nordlichtfotos heruntergeladen habe. Die würde ich gerne bei uns mit ins Fotoalbum tun, da wir davon keine haben. Ich mach auch nen Vermerk, dass die nicht von uns sind :)
    • Monchi1980 schrieb:

      Wunderschöne Fotos hast du da gemacht!

      Ich hoffe, dass es okay ist, dass ich mir die Nordlichtfotos heruntergeladen habe. Die würde ich gerne bei uns mit ins Fotoalbum tun, da wir davon keine haben. Ich mach auch nen Vermerk, dass die nicht von uns sind :)


      Klar darfst Du die nutzen, auch ohne Hinweis ;) Ich hatte auch alle drei Bilder etwas unterschiedlich bearbeitet um das Ergebnis besser beurteilen zu können. Anhand dessen wird vieleicht das ein oder andere noch dazukommen und die Galerie aufwerten :D

      @alle:

      Freut mich, daß euch die Bilder gefallen. Aber abgesehen davon gibt es hier auch immer wieder einige Knaller zu bewundern, die es verdient hätten in den Kalender zu kommen. Aslo nur zu mit den Vorschlägen.

      VG, Buljo
    • Njord schrieb:

      Moin Ronald,

      einfach auf Buljo's Homepage klicken, dann auf Alben und Hurtigruten 2010.

      Und schon siehst Du die Bilder.

      Gruß nach HH :)


      Danke Olli,

      besser hätte ich es nicht erklären können. Momentaner Stand sind die überarbeiteten und noch mehr Polarlichtbilder und der Weg weiter bis Kjoellefjord :wacko1:

      VG, Buljo

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