Heimfahrt mit der Nordnorge

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      Dieses Jahr ist hat uns die große Winterreise auf die Varanger-Halbinsel geführt, wo wir seit drei Wochen einen wunderbaren Urlaub erleben. Angefangen in Kirkenes bei Freunden, dann Kurztrip nach Murmansk, skifahren in Bjørnevann, interessante Begegnungen in Ytre Kiberg, Vadsø und auf Ekkerøy-und jetzt klingt das ganze in Berlevåg aus, bevor wir Dienstag auf die Nordnorge steigen, die uns nach Ørnes bringt. Von da aus ist es mit dem Auto nur noch quer rüber bis nach Hause in Skelleftehamn. Drei Tage Hurtigruten als krönenden Abschluss :) .
      Vorhin haben wir uns die Schiffsbegegnung Vesterålen und Polarlys von außen, nämlich von der Mole in Berlevåg angeguckt. Das war toll. Am Leuchtturm in Kjølnes , wo wir übernachten, waren wir schneller als die Vesterålen und konnten sie so gleich zweimal angucken.
      Melde mich dann hoffentlich von der Fahrt wieder!
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    • Sind nach fünf Stunden Warten in Kongsfjord und zwei Stunden kolonnkjørning über Kongsfjord- und Båtsfjordfjell in Båtsfjord angekommen. Wegen eines Rettungseinsatzes im Fjell war die Nachmittagskolonne ausgefallen.
      Es schneit und stürmt immer noch kräftig. Immer noch sind zahlreiche Straßen hier oben ganz gesperrt bzw. nur in Kolonne befahrbar. Sind froh, dass wir hier und nicht in Berlevåg aufs Schiff gehen. Das wäre bei dem Wind doch etwas spannender gewesen. Heute hält anscheinend kein Schiff in Berlevåg ...

      Morgen Abend geht sie los, unsere letzte Etappe der großen Varangerreise :) <3 . Und dann freue ich mich auch auf Zuhause, wo wir doch bedeutend mehr Schnee haben :) .

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    • Danke schön! Übrigens habe ich in meinem letzten Jahr in Deutschland dann auch Palliativmedizin gemacht und es so geliebt, dass ich jetzt in Schweden auch wieder die Finger danach ausstrecke :).
      Die Nordnorge ist in Vadsø und hat ihre gestrige Verspätung wieder reingeholt. Noch 12 Stunden *freu*!!
    • So. Wir sind unterwegs. Verzeiht, dass ich mich jetzt erst melde, aber den gestrigen Abend habe ich fast durchgehend in der Waagerechten verbracht...
      Die Nordnorge war pünktlich, zum Glück. Wir hatten nämlich mittags unser Domizil geräumt, hatten noch eine sightseeing-Tour von unserem Host bekommen, Proviant gekauft und gekocht und dann vier Stunden im Wartehäuschen gewartet.
      Auto hochfahren war nicht ganz einfach, man ignorierte uns recht lange. Ich hab dann schonmal Gepäck reingeschleppt und dann durfte Olaf auch drauf. Eine schöne Kabine und als Überraschung hörten wir, dass wir anscheinend Frühstück mit drin haben. Das ist ja toll!
      Es war wesentlich weniger Wind als vorgestern, aber eben doch nicht wenig, und so knabberte ich quasi sofort die erste Postafen, die ich extra noch in Norwegen erstanden hatte und mal testen wollte. Dann in den Whirlpool, denn da geht es mir meist am besten, wenn Körper, Gleichgewichtssinn und Umwelt ihre Eindrücke synchronisieren können. Nach 20 Minuten schlagartig wieder raus, über glatte Stufen zum Mülleimer, und mich mit bloßen Füßen und im Badeanzug der Postafen und allem, was ich sonst so im Magen hatte, wieder entledigt. In die Kabine, dicke Sachen angezogen und gewillt, bis Berlevåg draußen auszuhalten. Mit Daunenjacke aufs Klo, Planänderung. Ab halb 10 platt gelegen mit vier weiteren Brechpausen. Nicht schön.
      Vor allem nicht schön:
      Verpasst habe ich
      - die Fahrt an "unserem" Leuchtturm vorbei
      - die Einfahrt nach Berlevåg
      - die Ausfahrt von Berlevåg
      - Nordlicht vor Berlevåg
      - und vor allem die Schiffsbegegnung mit meinem Lieblingsschiff der Trollfjord.
      Gab aber nichtmal Tuten, ich war empört. Soweit das ging in meiner misslichen Lage.
      Ab Mitternacht etwas geschlafen. Vorhin ab Honningsvåg losgefahren. Jetzt Frühstückshunger, was ja gut ist. Überall auf dem Flur stehen Tüten, ich war also wohl nicht die Einzige.
      Nächstes Mal nehme ich wieder Kaugummis, die spuckt man wenigstens nicht aus.

      Vi hörs!
    • Hallo cassia,

      da ging dein Start ja heftig los, mich hat die Seekrankheit bisher noch nicht ereilt, im Gegenteil, es macht mir Spaß zu schaukeln. Die Trollfjord war gestern Abend auch ein bisschen spät dran, vermutlich, weil sie mit ihren Gästen das Nordkap von untern besuchtigt hat, da der Busausflug wegen gesperrter Straße nicht stattfinden konnte. Ich war im Winter auch enttäuscht, da gab es einmal nur ein kurzers Tut und einmal nur Lichtsignale.
      Das Wetter scheint sich ja zu beruhigen und ich wünsche dir heute wenig Seegang, damit du den Tag genießen kannst.
      LG Sehpferd /Helga :ilhr:

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    • Vielen Dank für die guten Wünsche. Heute gab es viel Frühstück, als sei nix gewesen ;) . Ich kenne das ja schon von mir, bin quasi zertifizierter Anti-Brechmittel-Tester. Mir wird auch im Bus schlecht und neulich erstmals im Flugzeug. Auf kleinen Fischerbooten habe ich es nicht, aber auf der Hurtigruten eigentlich immer ein bisschen. So doll wie gestern allerdings noch nie ... Egal. Weiter geht's.

      Ja, die Trollfjord war spät, dachte ich auch. Vor zwei Tagen trafen sich die beiden (Vesterålen und Polarlys) ja direkt vor der Hafenmauer. Gute Reise allen, die da drauf sind!!!
      Gerade sind wir der Kong Harald im dichten Schneetreiben hinter Havøysund begegnet. Wieder kein Tuten :( . Und ganz viele winkende Menschen konnte ich auch nicht sehen, weil es so schneeig und neblig war. Schön gerade. Das Schiff ist very british. Hoffentlich fahren die alle nicht nur bis Tromsø , ich höre das so gerne <3 . Sehpferd, das ist ja cool mit der Nordkapp-Extrarunde. Wir hatten die vegvesen-Seite ja fest im Blick, weil wir übers Fjell mussten und wussten genau, wie viele Straßen hier gerade gesperrt waren. Viele.. Aber jetzt geht's ja wieder.

      Nach kurzer Nacht muss ich jetzt etwas schlafen. Nachher geht's in Hammerfest auf den Berg, wenn das Wetter fein ist :) .
      Vi ses!
    • Herregud, ist das warm. Durch die Stadt nur mit Fleecejacke und jetzt im T-Shirt in der Sonne, Eis schlabbernd. Ich will noch keinen Vårvinter! Der Winter war doch bis jetzt so toll!!!
      Aber schön aussehen tut es schon mit der Sonne :) .
      Klar for avgang!
    • Vilken kväll! Nachdem ich die Loppa freiwillig verschlafen habe (war aber ruhig und friedlich) und wir dann gemütlich unser mitgebrachtes middag verspeist hatten, ging das Nordlicht an. Erst ein "normaler" grüner Bogen, dann immer mehr und bunter und sehr aktiv. Deck 7 voll natürlich, viele glückliche Gesichter. Eine Asiatin, die auf ihrem Telefon ihre bereits gemachten Bilder beguckte, weinte sogar. Ich hab mich total für alle gefreut, besonders für die Briten, die natürlich leider doch wie immer in Tromsø aussteigen. Erst ein allerletztes Restlicht an den Bergkanten, dann Sternenhimmel. Superschön.

      Vorhin dann Schiffsbegegnung mit der Lofoten, auch wieder unter Nordlicht. Das war schön.
      Jetzt warten wir, dass die Wolken weiterziehen, damit wir weiter gucken können. Next stop Tromsø . Vi hörs!

      Edit: weiß nicht, ob das erlaubt ist, aber hier der Blogartikel mit ein paar unscharfen Bildern. way-up-north.com/2018/03/14/aurora-on-the-hurtigruten/

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    • Update: nach der Modeschau (wirklich ganz lustig :) ) nochmal "kurz" auf Deck, nur kurz gucken ... Lady Aurora tanzt unablässig, es war wieder sternenklar, Vorhänge, Kreise, wunderschön. Ich habe in meinem Leben ja schon einige Nordlichter gesehen, und für alle gehe ich nicht mehr raus (diesen Winter hatte ich sogar 2x welche vom Balkon aus, was selten ist, weil vom Eisstadion nebenan immer Flutlicht an ist), aber heute war schon wirklich ziemlich ziemlich schön! Trotzdem jetzt Bett. Vi ses!
    • In Harstad wieder pünktlich. Strahlender Sonnenschein, aber echt wenig Schnee (und ich fand schon, dass Varanger wenig hatte verglichen mit zuhause und Finnland). Nachdem die Briten heute Nacht ausgestiegen waren und in Harstad drei Busse die Vesterålentour anfingen, war es beim Frühstück angenehm leer, und es gab sogar pannkakor. Jetzt lese ich im Panoramasalon mein Buch um "Nordmenns fåfengt kamp mot den kalde årstid" fertig, dann Hotpot. Heute ist ein angenehm fauler Tag. :)

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    • Wo bist du denn, @Juergen?
      Wir haben uns gerade ein Mittagsbuffet gegönnt. Das Schiff ist seit heute Morgen ziemlich voll, weil eine Menge Folk nach Svolvær zur Skrei-Fiske-WM fährt. Über 70 Boote, das kann ja lustig werden heute Abend. Es geht allerdings erst morgen los, und heute ist nur Registrierung und so.
      Im Hotpot waren wir jedenfalls zu fünft. Drei Italienerinnen, die glaubten sterben zu müssen in der Kälte. Wir hingegen glaubten sterben zu müssen in der Hitze. Die Sonne knallt. Vårvinter.
      Jetzt liegen wir in Stokmarknes , wo wir Freunde haben. Leider hat die eine Patienten und der andere muss den Hühnerstall ausmisten. Wird also nix mit Fika.

      Immer noch ein fauler Sonnentag. Richtig fein :) .
    • Ja, und jetzt schaukeln wir schon sanft über den Vestfjord, und wenn morgen früh der Wecker klingelt, müssen wir wieder runter von der Nordnorge und vor allem nach Hause fahren. 580km sind es dann noch, durchs Saltfjellet und dann über den Silvervägen heim.
      Unspektakulär ist die Reise heute weitergegangen. Den Raftsund habe ich wie so oft aus dem Liegestuhl auf Deck 7 beguckt. Beim Trollfjord lag noch rosa Restlicht über den Bergen . In Svolvær sind wir etwas spazieren gegangen, zahlreiche Distanzreisende sind ausgestiegen und der Ort macht sich klar für die Skrei-WM morgen.
      Beim Wiedereinsteigen wurde ich auf meine Skellefteå-Mütze angesprochen. Einer aus dem Reiseleitungsteam kennt Skellefteå sehr gut, macht jedes Jahr da Urlaub und fährt im April wieder hin. "Jamen, pratar ni svenska??" Ja då, das haben wir mit dir schon seit vorgestern geredet ;) . Anscheinend sind auch mehrere Kollegen aus dem Team aus Lycksele, so klein ist die Welt :) .
      Wir haben dann unser letztes Couscous gegessen und sind nochmal in den Hotpot planschen gegangen. Dann packen, und jetzt Bett. Es ist wolkig. Polarlicht ist nicht zu sehen.

      Natti allihopa!
    • Die Überfahrt nach Bodø war völlig ruhig, ich habe tief und fest geschlafen. Um 6 klingelte der Wecker, aber da wir gestern schon vorgepackt hatten, haben wir viel Zeit. Die Helgelandskysten zieht in rosa getaucht an uns vorbei, Ørnes sieht man noch nicht.
      Ruhig ist es auf der Nordnorge. Ziemlich warm ist es wieder. Zuhause sind minus 18 Grad, und ich hoffe, zumindest im März bleibt es auch noch Winter. Das Wetter und die Straßenverhältnisse von Svolvær gestern reicht auch noch im April ...

      In einer halben Stunde endet unsere kleine Seereise, und damit ist die diesjährige Wintertour auch fast zuende. Vier schöne und spannende Wochen und schon eine Idee für nächstes Mal. :)
      Die Nordnorge hat mir gut gefallen, aber die Trollfjord bleibt mein Lieblingsschiff: der windgeschützte Platz, der trotzdem im Freien auf Deck 9 ist und wo man stundenlang mit freier Sicht (!!!) ohne Glasbegrenzung aufs Meer gucken UND LESEN kann, der ist nicht zu ersetzen. Die Liegedrehstühle im Nordnorge- Panoramasalon sind allerdings super zum Mittagsschlafen :) . Das Personal war supernett (klar, kamen ja auch teilweise aus Västerbotten!), die Reiseleitung engagiert und auf zack, die Begleitinfos prima. Und die Renovierung finde ich ganz gut gelungen @norwegenfan.123 . Alles in allem ein schöner Reiseabschnitt.

      Danke fürs Mitlesen und bis zum nächsten Mal.
      Ha det så gott!
      Annika