Wie viele Pinguine muss man fotografieren? – Eine unvergessliche Reise ins Eis mit MS Fram

    • Antarktis
    • 2018
    • cetraria wrote:

      nur wenig kann man wirklich als Flohmarkt bezeichnen. Wobei wir schon die einen oder anderen Kuriositäten entdecken.
      Die heimischen Entdeckungen habt ihr hoffentlich erstanden?
      Da habt ihr an den ersten Tagen ja schon viel gesehen und die Fotos vermitteln einen guten Eindruck der Gegensätze von Buenos Aires. Bei schwülen 38 Grad wüsste ich nicht, ob ich überhaupt hätte was unternehmen können :arghs:
      Gruß JKmuc
    • @JKmuc - wollte ich auch gerade schreiben, hoffe doch dass diese Streuer nun deine Wohung ziehren... :D
      Jan09 FM B-K ~ Jan10 NL B-K-B ~ Jan11 FRAM (Antarctica) ~ Apr11 NN B-K-B ~ Mrz12 LO B-K-B ~
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    • Ach Gerda - du nimmst einem ja auch wieder jede Illusion... :D
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    • JKmuc wrote:

      einen guten Eindruck der Gegensätze von Buenos Aires

      Mit den Gegensätzen geht es gleich weiter, allerdings kann ich schon so viel verraten, dass Buenos Aires in Zukunft sicher nicht zu meinen Lieblingszielen gehören wird.



      31.12.2017 – Buenos Aires – San Telmo & La Boca Teil 2


      Und weil es am Stadtplan mal wieder nicht sooo weit aussieht laufen wir durch teilweise streng riechende dunkle Gassen weiter nach La Boca. Wieder eine andere Welt, in der ich mich aber nicht so richtig wohl fühlen mag.

      Auf der Hafenseite wirkt die Fahrradskulptur von Ai Weiwei irgendwie fehl am Platz.

      Durch die die Vielzahl an Touristen haben die bunten Blechbauten von La Boca für mich ihren Charme verloren. Es sieht alles etwas aufgesetzt aus. Es reiht sich Restaurant an Restaurant, überall schallt Tango-Musik, aber es berührt mich nicht. Ich möchte lieber weg von hier.

      Und dann passiert etwas unerwartetes. Wir suchen einen Bus, der wieder in Richtung San Telmo fährt. Eine junge Frau hinter uns bekommt das mit und halleluja sie spricht gutes Englisch. Bis jetzt hatten wir uns mehr mit Händen und Füßen verständigt. So schaffen wir es jedenfalls noch vor 16 Uhr in die schon vormittags ausgespähte Parillada. Eigentlich waren wir davon ausgegangen, dass diese ganztägig geöffnet ist, aber letztendlich sind wir die letzten Gäste, die das Lokal durch ein kleines Loch im Blechrolladen verlassen. Aber zurück zum Essen, im Grunde unser Silvesterdinner. Natürlich bestellen wir Steak und was soll ich sagen, ich hab noch nie ein besseres Stück Fleisch gegessen!

      Da unsere Sube-Karte leer ist und wir nun gut gestärkt sind, gehen wir zu Fuß zu unserem Hotel zurück. Wir haben keinen richtigen Plan für den Abend. Asgeir zieht nochmal los zu einem noch geöffneten Supermarkt um ein bisschen Schinken, Käse und Brot zu kaufen. Sonst haben wir noch Sekt und Wein, den uns eine supernette Flugbegleiterin noch im Flugzeug zugesteckt hat. Wir haben ein bisschen recherchiert und anscheinend ist Silvester in Buenos Aires ein Familienfest. Andere versammeln sich beim Obelisco. Wir wissen aber nicht so genau, ob es überhaupt viel Feuerwerk geben wird oder nicht. Mir ist Silvester nicht wichtig, sondern die Zeit, die ich mit Asgeir verbringen kann. Wir machen es uns daher erstmal gemütlich. Feiern um 20 Uhr virtuell mit unseren Familien in Europa. Außer ab und an mal ein Kracher ist bis Mitternacht nicht viel los. Da ich mich im Dunklen auf den Straßen nicht wohl fühlen würde, bleiben wir im Hotel.

      Unser Zimmer liegt im 3. Stock und so sehen wir eigentlich recht gut hinaus, allerdings nicht in Richtung Zentrum. Wir sehen trotzdem ein paar Feuerwerke. Direkt vor unserer Fensterfront an der Straßenkreuzung kracht es ordentlich. Als wir glauben, dass es ruhiger wird so gegen 1 Uhr gehen wir ins Bett. Doch diese Rechnung haben wir ohne den Menschen unten auf der Straße gemacht. Da werden plötzlich Stühle und Stereoanlage auf die Straße gebracht und plötzlich stehen wir im Bett. Die Musik ist grässlich und ladet nicht unbedingt zum Mittanzen ein. Um 4 Uhr wandere ich auf die Couch im Frühstücksraum aus um wenigstens zu ein bisschen Schlaf zu kommen. Erst gegen halb 6 Uhr morgens ist die Party zu Ende und wir entnervt und hundemüde.
      :gr-blume: Sandra

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    • Klar ist La Boca sehr touristisch, aber ich fand es witzig mit den bunten Häuschen :)
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    • Vielleicht lag es auch daran, dass wir schon lange unterwegs waren und ich hungrig und dadurch grantig war :pardon:

      1.1.2018 Buenos Aires – Plaza de Mayo

      Wir versuchen etwas länger zu schlafen, um heute tagsüber nicht ganz tot zu sein. Heute ziehen wir ins Hurtigruten-Hotel um. Ich hab mich noch nie so sehr auf 5* und sowas wie schalldichte Fenster gefreut. Wir wollen wohl beide nur noch weg, sodass wir zackig bis 11 Uhr alles gepackt und gefrühstückt haben und im Taxi sitzen. Eigentlich ist unser kleines Hotel gar nicht so schlecht gewesen, aber die letzte Nacht und die unfähige Frühstücksdame sind wohl zu viel für unser Wohlbefinden.

      Das Hurtigruten-Hotel liegt mehr oder weniger fast direkt am Plaza de Mayo. Der beste Ehemann hat in den frühen Morgenstunden ein Mail ans Hotel geschickt und um frühere Check-in Möglickeit gebeten. Mit Ausblick in den Hinterhofschacht ist es für die eine Nacht sicher ruhig. Am Dach befindet sich auch ein kleiner Swimmingpool, allerdings ist es da oben ganz schön heiß, obwohl die Temperaturen auch heute unter 30 Grad betragen.

      Da wir am ersten Tag nur kurz am Plaza de Mayo waren, wollen wir uns den Platz und seine Umgebung heute nochmal etwas genauer ansehen. Durch den Feiertag ist kaum ein Auto auf den Straßen.

      Leider ist die Casa Rosada nicht fotografierbar, einerseits durch eine Baustelle und andererseits durch absichtliche Barrieren.

      Außerdem werfen wir einen Blick in die von außen sehr unscheinbare Catedral Metropolitana. Erst bei einem Blick ins Innere bemerkt man die Länge des Gebäudes, die ehemalige Wirkungsstätte von Papst Franziskus.

      Da es nicht so viel Spaß macht durch die Fußgängerzonen des Zentrums zu laufen, wenn die Geschäfte geschlossen sind, entscheiden wir uns zu einem früheren Mittagessen. Wie sich später noch herausstellen sollte eine gute Entscheidung. Durch den Feiertag haben allerdings nur die Super-Touristenlokale in der Av. de Mayo geöffnet. Man könnte meinen, dass das Personal hier wenigstens ein bisschen Englisch spricht, aber weit gefehlt. So erklärt Asgeir mit Händen und Füßen, dass er sein Spiegelei am Burger gerne auf beiden Seiten gut durchgebraten hätte. Der Kellner tut so, als hätte er verstanden. Als nach Ewigkeiten dann endlich das Essen kommt, ist das Spiegelei natürlich nicht doppelseitig gebraten – ich glaube insgesamt ist es 3x zurück in die Küche gegangen. Zuguterletzt beobachte ich, wie der gute Mann jeden Gast unverschämt auf das Trinkgeld hinweist. Nachdem wir auch mehrere Male um die Rechnung bitten müssen, hat er sich sein Trinkgeld verspielt. Um nicht diskutieren zu müssen, stecken wir den Barbetrag ins Mäppchen und verlassen das Lokal. Oh Mann hat der böse geschaut. :miffy:

      Gegen 15:30 sind wir dann im Hotel zurück, da soll auch die Repräsentantin von HR kommen und uns die letzten Informationen in Sachen Weiterreise nach Ushuaia geben. Die Flugzeiten werden erst vor Ort mitgeteilt und nicht mit den Reiseunterlagen. Hier treffen wir auch auf die ersten Mitreisenden, in dem Hotel sind anscheinend alle deutschsprachigen Gäste untergebracht. Leider ist weder ein Infotisch noch ein Konferenzraum vorbereitet und das ganze läuft sehr chaotisch ab. Der erste Schock - kleines Frühstück um 2 Uhr morgens, Abfahrt zum Flughafen 2:15. Zweiter Schock – es soll nur 1 Handgepäcksstück mit 8 kg und keine zusätzliche kleine Tasche/Rucksack erlaubt sein. Jetzt haben Kameraausrüstung und Laptop aber allein schon die 8 kg und sonst braucht man auch noch ein paar Dinge bis man am nächsten Tag aufs Schiff darf und sein Gepäck wieder hat. Also verbringen wir den restlichen Nachmittag mit Umpacken, denn einiges braucht man in der Antarktis nicht und es ist möglich einen kleinen Trolley im Hotel zu hinterlassen. Danach brauche ich ein Entspannungsbad, ziehe dem Pool aber die Badewanne vor und schlüpfe bald ins Bett.
      :gr-blume: Sandra

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    • Hallo Sandra.
      Nun bin ich auch hier im Forum und kann Deinen tollen Bericht mit Bildern verfolgen. Freue mich auf jeden Teilbericht.
      Ich weiss, wie viel Zeit das kostet. Schön, dass Du uns teilhaben lässt. !! LG Regina
    • cetraria wrote:

      Sonst haben wir noch Sekt und Wein, den uns eine supernette Flugbegleiterin noch im Flugzeug zugesteckt hat.
      Wie habt ihr das denn geschafft? Uns ist das auch schon 2x passiert :winki:

      Vielen Dank Sandra, für die Fortsetzung deines Reiseberichtes, der uns wieder an vielen Details teilhaben lässt :good3:
      Das ist ja schon heftig von Hurtigruten, dass man vorher nicht die Flugzeiten erfährt und dann mitten in der Nacht abgeholt wird. Die Handgepäck-Regelung ist ja eigentlich nicht ungewöhnlich, scheint aber in Argentinien streng kontrolliert zu werden. Ich bin schon gespannt, wie es weiter geht.
      Gruß JKmuc
    • Da waren wir mit 7 Uhr morgens ja gut bedient :)

      cetraria wrote:

      Außerdem werfen wir einen Blick in die von außen sehr unscheinbare Catedral Metropolitana

      Ich dachte damals erst es sei ein Theater... :whistling:
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    • Liebe Sandra, da habt ihr ja schon ein aufregendes Vorprogramm gehabt. Schön, dass wir jetzt noch einmal fast live die Reise miterleben dürfen! Die Informationen von unterwegs konnten ja nicht so ausführlich sein wie in einem Reisebericht mit so schönen Bildern! Danke schon mal an dieser Stelle! Ich bin gespannt wie es euch weiter ergeht!
      Viele Grüße Antonia :) :) :)






    • 2.1.2018 Buenos Aires nach Ushuaia – Tierra del Fuego Nationalpark
      Ich würde jedem einen längeren Aufenthalt in Buenos Aires als 1 Nacht vor Weiterflug nach Ushuaia empfehlen. Denn die 1 Nacht im HR-Hotel kann sich als nur 1/3 Nacht entpuppen. Der heutige Tag beginnt also um 1:15 morgens. Nach dem Chaos am Vortag hatte ich nicht erwartet, dass es für uns tatsächlich ein kleines Frühstück bestehend aus süßen und salzigen Minicroissants, Saft, Tee und Kaffee überhaupt gibt. Aber es steht tatsächlich alles bereit für eine kleine Stärkung bevor wir in den Bus einsteigen. Im Bus erhalten wir auch die fix und fertigen Bordkarten. Wir haben Glück, unsere Plätze sind nebeneinander.

      Am Flughafen stehen wir dann alle schön brav in der Schlange um die Koffer abzugeben, es gibt bei niemanden Probleme mit dem Handgepäck. Um diese Uhrzeit interessiert das auch keinen. Der Flug verläuft ruhig, alle schlafen, gegen 7 Uhr gibt es Service...Kaffee, Tee, Sodas, ein kleines Päckchen Nüsse und ein Müsliriegel. Gut, dass wir im Hotel noch ein paar lebensrettende Croissants eingepackt haben. Kurz nach 8 Uhr landen wir dann nach einem schönen Anflug entlang des Beagle Kanals in Ushuaia. Das Handgepäck wird nochmal auf Lebensmittel gescannt, die Äpfel müssen wir abgeben, Croissants dürfen wir behalten. Es dauert einige Zeit bis unsere Koffer da sind und wir endlich dem Rummel in der kleinen Gepäckhalle entfliehen können. Den Koffer geben wir auch gleich wieder ab, den sehen wir erst vor unserer Kabine am Schiff wieder.

      Auf Grund der frühen Ankunft und der Tatsache, dass wir erst um 15 Uhr aufs Schiff können, haben wir noch den Ausflug in den Nationalpark Tierra del Fuego gebucht. Zuerst fahren wir ein bisschen durch die Stadt und holen bei einem Hotel noch Passagiere ab. Dann folgen wir der Nationalstraße 3, die ihren Beginn in Buenos Aires hat und nach über 3000 km im Nationalpark endet.

      Hätte ich keine Fotos, könnte ich mich kaum an Details erinnern. Die Landschaft sieht nicht fremd aus, es könnte sich auch um norwegische Berge und Fjorde handeln. Die Vogelarten sehen etwas exotischer aus, allerdings noch immer keine Pinguine.

      Bevor wir ganz ans Ende der Nationalstraße 3 in die Lapataia-Bucht fahren, halten wir im Besucherzentrum Alakush, wo wir auch eine Box-Lunch (unser Guide nennt das braune Papiersackerl mit der Jause liebevoll so) bekommen.

      Um ausgedehntere Spaziergänge an der Lapataia-Bucht unternehmen zu können, ist die Zeit leider zu knapp. So fahren wir wieder in die Stadt zurück, wo wir auch noch etwas Zeit verbringen können. Überraschenderweise gibt es hier auch ein Hard Rock Cafe, dass natürlich nicht unbesucht bleibt. Leider regnet es jetzt immer wieder. Um 15 Uhr treffen wir uns schon mit Aussicht auf die MS Fram wieder beim Bus, der uns vor das Schiff fährt. Nun ist es endlich so weit!!!!!

      Schon der erste Schritt aufs Schiff über die Treppe fühlt sich sehr vertraut an, obwohl ich noch nie auf der Fram war. Auf Deck 3 werden wir eingecheckt. Die Bordärztin sammelt gleich die obligatorischen medizinischen Fragebögen ein. Und dann einmal mit müden Augen in die Kamera gelächtet, bekommt man gleich am Schlüsselband seine Bordkarte. Unsere Kabine ist die 641, die Koffer stehen schon bereit.

      Was mir gleich auffällt ist die superlaute Lüftungsanlage, die nur in der Temperatur, aber nicht in der Intensität des Gebläses reguliert werden kann. Später melden wir sicher 5-6 Mal, dass trotz absoluter Minus-Stellung, die Kabine zur Sauna neigt. Es wird immer irgendwie gerichtet, um einige Zeit später wieder warm zu werden. Tagsüber ist man ja nicht viel in der Kabine, aber schlafen bei Wärme ist unangenehm und auch das Anziehen für den Landgang.

      Es ist gerade so viel Zeit, dass wir auspacken können, dann sollen wir schon unsere Jacken auf Deck 2 holen. Das läuft sehr schnell ab und man wird auch gut beraten. Um 17:30 soll die Rettungsübung stattfinden, dazu werden alle in die Panorama-Lounge gebeten, es wird abgehakt. Leider dauert das Prozedere ziemlich lang, weil es in 3 Sprachen vorgetragen wird (Englisch, Deutsch, Chinesisch). Plötzlich merke ich noch während der Vorführung wie der Anzug angezogen wird, dass sich das Schiff bewegt – heimlich, still und leise haben wir abgelegt. Ich will raus! Vorher müssen wir allerdings noch eine Runde an unserem Rettungsboot vorbei gehen.
      Wir genießen fast einsam an Deck die Ausfahrt durch den Beagle Kanal. Wir sind wirklich da und wir werden Eisberge und Pinguine sehen. Ich kann es noch immer nicht glauben und muss ein paar Glückstränchen verdrücken.

      Das wäre ein schöner Abschlusssatz für diesen Tag gewesen, allerdings haben wir noch hunger. Als wir am Weg ins Restaurant sind, kommt die Durchsage, dass es voll ist. Etwas später bekommen wir dann doch noch einen Platz. Um 21:30 heißen uns dann Kapitän und Expeditionsteam noch willkommen. Immer in 3 Sprachen; es ist ermüdend und dann schauen wir noch der Tatsache ins Auge, dass die größte Nationalität an Bord mit 87 Personen aus China stammt. Gefolgt von etwa 60 deutschsprachigen Gästen und ca. 55 aus Amerika und Canada. Der Rest ist sehr gemischt, ich selbst werde als Norwegerin geführt.
      :gr-blume: Sandra

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    • Na da erkenne ich doch so das eine oder andere Fleckchen wieder. Der Kiosk ist wohl in den sieben Jahren seit unserer Reise etwas überarbeitet worden, ist aber nicht mehr so bunt ;)

      Weisst du wieviele Paxe es insgesamt waren?
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    • Im Januar 2015 war ich auch in diesem HR-Hotel beim Plaza del Majo. Den Swimming-Pool wisst Ihr noch zu schätzen auf der Rückreise, von kalt in diese Hitze. HR scheint jedoch in BUE Geld zu sparen mit schlechterem Service. Dazumal mussten wir die Koffer am Vorabend bis 22 Uhr vor die Zimmertüre des Hotels stellen und sahen die erst wieder in Ushuaia auf dem Band.
    • cetraria wrote:

      Wir waren insgesamt 242 Passagiere.

      Gleiche Anzahlt wie bei uns. Aber auf dem Aussendeck waren meistens sowohl oben wie unten jeweils nur eine Handvoll.
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    • Die Erfahrung mit den ruhigen Außendecks habe ich auch gemacht. Und unangenehm aufgefallen sind immer die gleichen 15-20 Personen. Aber das wurde hier an anderer Stelle schon mal diskutiert. Sicher ist die Lautstärke mancher Menschen ungewohnt und erscheint respektlos, wütend wurde allerdings nicht nur ich, wenn die Regeln der IAATO mit Füßen getreten wurden. Aber nun weiter in Richtung Pinguine...

      3.1.2018 – Drake Passage

      Nun befinden wir uns also auf der berühmt-berüchtigten Drake Passage. Ich bin ehrlich enttäuscht, ein bisschen mehr Bewegung könnte schon sein.

      Wenn jetzt einer glaubt, wir hätten uns ausschlafen können – nein. Frühstück von 7-9 Uhr. Gut dass ich gestern, dass mit dem frühen Vogel nicht verstanden hab. Man könnte morgens mit jemanden des Expeditionsteams Ausschau auf Seevögel halten. Ich hab das nicht so genau gelesen und dachte es handle sich nur um das Early Bird Frühstück zwischen 6 und 7 Uhr. Rund um die Uhr und im Reisepreis inbegriffen gibt es übrigens Tee, Kaffee, heiße Schokolade und Wasser im Bistro.

      Um 9 Uhr ist dann der erste Vortrag des Tages über die zubuchbaren Aktivitäten. Die Vorträge werden gottseidank immer in die 3 Sprachen getrennt, sonst würde alles noch länger dauern. Die zubuchbaren Aktivitäten sind Polazirkelbootfahrten (spezielle Boote mit 11 bequemen Sitzen), Kayaking, Geologie-Polarzirkelbootfahrt bei Deception Island, eine Wanderung auf Deception Island, Schneeschuhwandern und Camping/Zelten an Land. Bis 16 Uhr dürfen wir uns entschieden und die Anmeldeformulare abgegeben sein.

      Nach dem Aktivitäten-Vortrag dauert es nicht lange und unsere Bootgruppe wird aufgerufen zum Ausfassen der Muck-Boots/Gummistiefel, die dann verpflichtend bei jedem Landgang oder Polarzirkelboot-Cruising angezogen werden müssen. Die Stiefel sind schwer, aber mit 2 paar kuscheligen Socken sehr warm und ich hatte nie kalte Zehen, obwohl ich die Queen of kalte Zehen bin.

      Um 11:30 Uhr gibt die Bordfotografin ein paar Tipps zum Fotografieren von Tieren und Eisbergen. Natürlich macht sie auch Werbung für ihren Fotokurs. Außerdem gibt es die Möglichkeit einen USB-Stick mit Fotos der Reise oder ein Fotobuch zu erwerben.

      Ich stelle fest, dass ich meine Nase noch gar nicht in den Fahrtwind gehalten habe und drehe mal eine Runde an Deck, bevor das Mittagessen ruft.

      Um 14:30 geht es weiter mit einem Vortrag über Pinguine, den ich mir auf Deutsch anhöre, Asgeir geht zur englischen Version.
      Obwohl es sicher noch 2 interessante Vorträge diesen Nachmittag gibt, reicht es uns vorerst mit zuhören. Das Jacuzzi will getestet werden, leider auch das einzige Mal, dass wir das genießen. Danach gehe ich noch in die Sauna und stolpere prompt über ein paar lockere Holzfliesen, die aber nach einer Meldung an der Rezeption sofort repariert werden.

      Heute gibt es serviertes Abendessen, wir sind für die 2. Sitzung um 20:00 eingeteilt. Doch zuvor gilt es noch einen der begehrten Zelte für das Camping an Land bei der Verlosung zu ergattern. Der Andrang ist trotz des Preises von NOK 3500 pro Person enorm. Es soll daher 2x mit jeweils 16 Zelten an Land gehen, natürlich immer abhängig vom Wetter. Bei der zweiten Gruppe wird dann auch unsere Kabinennummer gezogen – YESSSS!
      Wir teilen uns den Tisch mit 2 Norwegern. Mein lieber Mann unterhält sich prächtig und ich kann mich auf das ausgezeichnete Menü konzentrieren. Um 21:30 wird noch die Mode aus dem Bordshop von Kapitän, Offizieren und Expeditionsteam präsentiert. Dann geht es in die Waagrechte – morgen wartet zumindest auf mich der frühe Vogel.
      :gr-blume: Sandra

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