Ein Traum geht im März 2018 in Erfüllung

    • Ein Traum geht im März 2018 in Erfüllung

      Ihr Lieben, ich kann es nicht fassen. Vor etlichen Wochen packte mich plötzlich der Wunsch, Eisberge im Wasser :dance4: zu sehen, trotz meiner körperlichen Einschränkungen. Mein Reisebüro und ich suchten und prüften. Jeden Tag befaßte ich mich mit meinem Reisewunsch. Um die Fülle und neuen Erkenntnisse zum Norden - auch aus diesem Forum - zu verarbeiten, tippe ich alles in den Computer. Ich war noch nie in der Kälte. (im März 2017 waren es durchaus - 20 Grad!!).
      Jetzt habe ich die Reise gebucht und sie wurde bestätigt. :thumbsup:
      Flug Düsseldorf nach Kopenhagen, dort 1 Nacht, dann nach Kangalussuaq mit 2 Übernachtungen (hoffentlich Hundeschlitten und Polarlichter) und dann zum absoluten Höhepunkt Ilulisat Hotel Arctic 5 Übernachtungen mit einigen Ausflügen und nach Hause.
      Es bleiben viele Fragen ?( u.a.:
      1.) Wie warm ist es in den Hotels? So wie in Deutschland?
      2,) Wie schützt Ihr Euer Gesicht?
      3.) Wie kriege ich warme, dicke Klamotten in Übergröße in einen nur 20 kg Koffer? Lohnt sich etwas Handwäsche im Hotelzimmer? Muß man nicht viel zum Wechseln mitnehmen, wenn man - wie ich gelesen habe - in Grönland unter den "Zwiebelklamotten" schwitzt?
      4.) Leider soll das Handgepäck nur 6 kg betragen. Das ist wenig, wenn man den Camcorder, Tablet und die vielen Ladekabel/Netzteile u.a. mitnehmen muß. Was macht Ihr?
      5.) Wie filmt man, wenn man dicke Handschuhe trägt? Wie verpackt man den Camcorder?

      Würde mich freuen, von Euch zu hören bzw. zu lesen.
      Gruß
    • Hallo @Gletschermaus,

      erst mal herzlichen Glückwunsch zu der Entscheidung! Was man gemacht hat, kann einem keiner mehr nehmen. Ein Leben lang seine Träume vor sich herzuschieben, um dann festzustellen, dass man sie nicht mehr realisieren kann, ist wohl am Ende ziemlich frustrierend. Also viel Spaß auf der Reise!

      Zu den Fragen:

      1.) Wenn man nicht gerade im Schneehotel gebucht hat, dann sollte sich das in einem für uns normalen Rahmen bewegen.

      2.) Bei mir hat immer der hohe Kragen, den Winterjacken ja üblicherweise mitbringen gereicht. Ggfs. ergänzt um einen Schal. Es gibt für besonders empfindliche Naturen natürlich ein reiches Sortiment. Z.B. Balaclava. Aber dann sieht man eben schnell aus wie Darth Vader. Sowas nimmt im Koffer aber auch nicht viel Platz weg. Ich habe in einem Geschäft sogar mal eine mit Gänsedaunen gefüllte Gesichtsmaske gesehen. Ich denke aber, dass sich so etwas eher für Temperaturen unter -30° eignet - wenn überhaupt.

      3.) Das Zwiebelprinzip soll ja gerade vermeiden, dass man a) friert oder schwitzt und b) dass man viele Garnituren von dick bis dünn mitnehmen muss. Wenn man also in der Zwiebel den ganzen Tag schwitzt, dann hat man etwas falsch gemacht. Es ist aber natürlich schwierig, immer das richtige Mass zu finden. Insbesondere, wenn die Aktivitätsgrad sich am Tag erheblich ändert. Also z.B. der schweißtreibende Weg zum Aussichtspunkt und dann dort das Warten auf das perfekte Licht ohne Anstrengung. Da müsste man theoretisch jewweils eine oder mehrere Schichten hinzu- und wieder wegnehmen...

      Koffer, Volumen und 20kg: Ich bin auch nicht unbedingt zierlich gebaut. Aber Kleidung, die gut gegen Kälte isoliert, tut dies ja durch die eingeschlossene Luft. Daher lässt sie sich meist sehr gut komprimieren. Bei mir war das dann immer so, dass alles zerbrechliche im Handgepäck war und die Kleidung im Koffer; da bin ich schwer genug, um ihn zu zu bekommen. Ich würde das Gewicht eher als Problem sehen. Aber da man die äußeren Schichten, die auch am schwersten sind, nur einmal braucht...

      Gewicht lässt sich ja auch bei sowas wie Duschgel, Shampoo etc. sparen. Für die angestrebte Reisedauer muss es ja vielleicht nicht jeweils die große Flasche sein. Vor dem großen Grübeln und ausprobieren würde ich aber erst einmal nachfragen, wie es denn mit einem zweiten Gepäckstück aussieht. Bei normalen Linienflügen in Europa ist das meist gar nicht so teuer wie man manchmal meint. In Bezug auf Grönland kenne ich mich aber nicht aus. Fragen kostet aber nichts. Wenn es gar nicht geht, dann muss man eben durch den schwierigen Auswahlprozess. Natürlich ist ein weiteres Gepäckstück auch auf den diversen Reiseabschnitten immer lästig; muss man sich eben das geringste Übel aussuchen.

      4.) 6kg ist für Handgepäck wirklich sehr wenig. Ich kenne sonst von Fluggesellschaft zu Fluggesellschaft eher 8, 10 oder gar 12kg (KLM). Es wäre aber zu überlegen, ob man zumindest bei der Ladetechnik sparen kann, wenn es ein für alle Geräte verwendbares "Multi"-Ladegerät gäbe. Da würde ich versuchen, mich kundig zu machen.

      5.) Wenn man nicht ohnehin an der Kamera festgewachsen ist, dann ist das bei mir immer so gewesen, dass man immer nur relativ kurze Szenen aufnimmt. Danach kommt dann jeweils eine Pause, in der man die Hände wieder wärmen kann. Bei mir war das immer so, dass ich 2 Paar Handschuhe hatte - ein relativ dünnes (Fleece) zum andauernd anbehalten und ein dickes (Daunen) zum Drüberziehen in den Pausen.

      Mal sehen, was die anderen so schreiben. Mehrere Meinungen geben schließlich immer die beste Möglichkeit, sich das Beste herauszusuchen.

      LG Klaus
    • Beitrage hierher verschoben, da es nicht um Hurtigruten geht


      Also ich hatte noch nie Probleme mit der Gepäckmenge - ein paar warme Pullis, dies ist meistens das Schwerste (das Schwerste ist bei mir immer der Troyer, aber der leistet gutet Dienste), zwei Paar Hosen, plus Unterwäsche, ein paar Halbschuhe wenn man im Schiff / Hotel ist, Kulturbeutel. Föhn nehme ich nicht mit, ich föhne nie, Kommen noch ein paar Kleinigkeiten plus Stativ dazu. Dass die warmen Stiefel und der Wintermantel "auf Frau" sind auf der Reise ist klar. Ins Handgepäck kommt die Elektronik und Ladekabel. Wobei die Kabel ja relativ leicht sind.

      Zu den Kameras - wenn man sie nicht gerade nutzt stecke ich sie mir manchmal vorne in den Mantel um den Akku zu schonen. Zu den Handschuhen - ich habe mit Klapphandschuhen gute Erfahrungen gemacht.
      Jan 2009 FM ~ Jan 2010 NL ~ Jan 2011 FRAM (Antarctica) ~ Apr 2011 NN ~ Mrz 2012 LO ~
      Jan 2013 LO (Alta) ~ Feb 2014 KH ~ Jan 2016 LO ~ Feb 2018 LO

      Reiseberichte siehe Profil!

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    • Themen zusammengeführt


      Ausruhen - Reisetagebuch schreiben - Fotos sichern - dafür sorgen dass alle elektronische Geräte geladen werden - mit Mitreisenden klönen - sich ein Bierchen genehmigen...
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    • Leider konnten wir bei unserer Tour in Iluissat nicht anlegen, daher kann ich dir auch nur Informationen geben, die man im Reiseführer findet.
      Bedenken solltest du als erstes, dass es im März anfangs noch einen recht frühen Sonnenuntergang gibt. Anfang März so gegen 17:30 Uhr, Mitte so gegen 18:30 und am Ende März so gegen 20:15 Uhr. Das spielt natürlich schon eine Rolle, da die Unternehmungen im Dunkeln eher geringer sein werden.
      Ist es hell genug ist sicherlich ein kleiner Rundgang im Ort interessant. Der Ort (rund 4.500 Einwohner) hat viele bunte Kolonialhäuser und am Hafen befindet sich das "schwarze Lagerhaus", eines der ältesten Gebäude der Stadt von 1741. Hier findet man altes Werkzeug und Maschinen aus der Kolonialzeit. Nebenan befindet sich das Museum für Jagd und Fischfang. Oberhalb soll noch ein Kunstmuseum existieren.
      Auf dem Weg zur sehenswerten, braunen Zionskirche von 1779 soll sich der Besuch des Brædtet, des Fisch- und Fleischmarktes lohnen.
      Ist Zeit genug vorhanden und man gut zu Fuß, kann eine Wanderung zum Eisfjord lohnend sein. Normalerweise sieht man den ja nur vom Boot oder aus der Luft. Die Wanderung soll rund 2 - 4 Stunden dauern (je nach Tempo und Pausen) und 6,9 km lang sein.
      Neben dem Arctic Hotel soll man von den Felsen eine gute Rundumsicht haben. Zum Übernachten im Hotel kann man übrigens auch einen komplett ausgestatteten Iglu mieten. Das Hotel vermietet auch Fahrzeuge, mit denen man für 600 DKK (Stand 2015) kilometerfrei einen Tag herumfahren kann.
      Ansonsten bleibt noch die Hotelbar oder Restaurants in der Stadt. Eine Discothek soll es ebenso geben wie ein Kulturhaus in dem Kino, Theater und sonstige kulturelle Angebote verfügbar sind.

      Weitere Informationen zu Ilulissat findest du in unserem Wiki.
      Gruß Jobo,

      Die gefährlichste aller Weltanschauungen ist die Weltanschauung der Leute, welche die Welt nicht angeschaut haben.
      - Alexander von Humboldt -

      (Links zu meinen Reiseberichten finden sich im Profil/über mich)

    • Gletscherbrille im März für Grönland notwendig? Welcher Schutz für die Augen?

      In großer Vorfreude möchte ich folgendes wissen: Brauche ich Mitte bis Ende März für die Eisberge in Grönland (Kangerlussuaq, Ilulissat) eine Gletscherbrille oder reicht eine normale gute Sonnenbrille (selbsttönend). Wie ich gelesen habe ist es unpraktisch, 2 Brillen zu nutzen. Ich weiß auch nicht, welches Wetter (Sonne) mich zu der Zeit erwartet.
      Was ratet Ihr mir als Schutz gegen Reflektionen und Wind z.B. bei der Hundeschlittenfahrt? :8):
    • Also ich war bisher noch nicht in Grönland, aber in der Antarktis . Eine normale Sonnenbrille hat mir gereicht. Und bei der Hundeschlittentour (die ich widerum von Norwegen kenne) gab es weniger "Fahrtwind" wie manchmal am Bug vom Schiff ;)
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    • Ich habe nicht mal eine Sonnenbrille gebraucht. Schau dir doch mal die Bilder in meinem Bericht an, dann hast du einen Eindruck wegen der Eisberge.

      Hundeschlittentour, eine warme Jacke (evtl. auch einen Schutzanzug darüber, da die Hunde gerne während der Fahrt alles erledigen - wirklich alles ) ....
      Gruß Jobo,

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    • Hundeschlittentour, eine warme Jacke (evtl. auch einen Schutzanzug darüber, da die Hunde gerne während der Fahrt alles erledigen - wirklich alles ) ....[/quote]

      Hast Du das erlebt oder bist Du davon verschont worden, weil Du vorher Bescheid wußtest. Wer denkt auch schon an so etwas :)

      Habe dann noch den Film Happy in Greenland gesehen und bin hin und weg. Ich konnte nicht still sitzen. :!:
    • ❄️
      Bin seit 22.5.18 zurück von meiner Traumreise. :) Sie war es wirklich. Schöner als erwartet. Besser, als Worte es ausdrücken können. Bis auf einige Stunden Verspätung bei den Flügen hat alles gut geklappt. Allerdings fand der Bootsausflug nicht statt, weil kein Boot den Hafen verlassen konnte, da er zugeeist war. (Auf die Rückerstattung warte ich immer noch).
      Bei dem Ausflug nach Sermermiut mußte ich passen, d.h. ich nahm nicht daran teil. Bei den vorherigen Wanderungen/Spaziergängen hat mir die trockene kalte Luft so zugesetzt, dass ich oft nur am Japsen war. Auch das unsichere Gehen auf Eis war ich nicht gewöhnt, auch wenn mir manchmal Spikes halfen. Trotzdem war Konzentration nötig, um "Fehltritte" zu vermeiden. Man mußte auch schon mal auf dem Hosenboden einen kleinen Abhang hinunter rutschen. Ich kam an die Grenze meiner "Fitness bzw. das Fehlen davon". Da ich jedoch ein Panoramafenster auf die Eisberge hatte im Hotel Arctic, konnte ich trotzdem Eisberge und Schnee genießen. Sogar die Nordlichter erschienen am Fenster. Die traumhaften Sonnenuntergänge [font='"Apple Color Emoji"; font-size: 28px; background-color: rgb(255, 255, 255)'][/font] und die Farben überhaupt, herrlich. Habe deshalb auch mein Profilbild angepasst.
      Gefroren habe ich nicht, denn ich war passend angezogen. (Was aber sehr mühevoll war). Im Gegenteil, ich schwitzte oft, weil die Räume überheizt waren.
      Leider versagten mein Smartphone [font='"Apple Color Emoji"; font-size: 28px; background-color: rgb(255, 255, 255)'][/font]und der Camcorder[font='"Apple Color Emoji"; font-size: 28px; background-color: rgb(255, 255, 255)'][/font] oft wegen der Kälte. Trotzdem bekam ich etliche Fotos und Videoszenen hin.
      Mittlerweile ist mein Fotobuch fertig und ich sehe es mir immer wieder an. Manchmal kann ich es nicht glauben, dass ich dort war.

      Die Einheimischen und die Mitreisenden waren alle sehr nett. Ich möchte am liebsten noch 2 x hin, d.h. noch 1 x im Winter und dann 1 x im Sommer (ev. Ende Sept., wenn die Mückenplage vorbei ist). Ein Teil von mir ist noch dort.
      Es war ein super Erlebnis und ich sammelte viele Erfahrungen, zumal ich solch eine Reise noch nie gemacht hatte, d.h. vor allem auch allein. Mir fehlt der Heilbutt- und der Moschusochsenburger. So lecker und frisch hab ich noch nie vorher gegessen.