Die große Arktis-Expedition: Spitzbergen-Ostgrönland -Island 24.8.-8.9.2017

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    • Unsere Reise geht weiter:

      Die FRAM ist die ganze Nacht leise und wie auf Schienen südwärts geglitten.
      Gegen 7.30 Uhr nähern wir uns dem Gully-Gletscher im Alpefjord, einem Teil der Stauning Alpen. Die Sonne hat es noch nicht über die hohen Gipfel geschafft und wir freuen uns heute über den Schnee von gestern: Bei blauem Himmel ist alles frisch überzuckert.



      Unser Tagesprogramm sieht vor, dass alle Passagiere mit den Tenderbooten an der Gletscherkante entlang etwa eine halbe Stunde lang spazieren gefahren werden. Imposanter kann man Gletscher kaum erleben!



      Dann nimmt die FRAM erneut Kurs auf den Kong Oscar Fjord entlang der Berzeliusberge mit ihren wunderschönen Farben.
      Beim Mittagessen mit einem englischsprachigen Paar stellen wir lachend fest, dass mich die Farbschichten an Wolle bzw Pullover (was sonst? ) den Herren gegenüber aber an Kuchen erinnern. :)



      Kurz darauf begegnet uns die "Sea Spirit" und wir sehen winkend Anja Erdmann an der Reling. Natürlich winken wir kräftig zurück und ein "Juhuuu" erschallt von beiden Schiffen :clapping:

      Während der ganzen Reise sahen wir keine Schiffe außer der "Nordstjernen" in Longyearbyen und nun die "Sea Spirit".

      Der Fjord weitet sich und die absolute Windstille zaubert eine unwirklich scheinende Stimmung



      Plötzlich weist uns eine Stimme aus dem Lautsprecher auf einen Moschusochsen backbords hin.
      Wer nicht schon an Deck ist, kommt mit Kamera und/oder Fernglas angesaust.
      Aber das Tier ist relativ weit weg und entfernt sich weiter

      Wir bewegen uns in Richtung Mesters Vig, einem weiteren Standort der Siriuspatrouille, besetzt mit zwei Mann.



      Bevor wir dort ankommen, stellen wir fest, dass frische Waffeln auch ohne Hunger schmecken :good3:
      und wegen der Bildermengen vertröste ich Euch mit dem weiteren Bericht auf die

      Fortsetzung...
      Grüße, Bavaria :)
    • @Bavaria58
      Jeden Tag öffne ich erwartungsvoll die Forumsseite und werde nicht enttäuscht.
      Was muß das für ein Erlebnis sein, so nah an den Eisbergen entlang zu fahren! Ich glaube, dieses Gefühl wird man sein Leben nicht vergessen und die Bilder helfen einem dann bei der Erinnerung.
      Ihr hattet ja auch wirklich Glück, daß ihr an so vielen Orten anlanden konntest, wo es nicht immer selbverständlich ist.
      Mein Lieblingsbild diesmal? Nr. 92 der Felsbrocken mit den bunten Flechten. Aber schön und interessant sind eigentlich alle Bilder, jedes für sich, von den Eisbergen über die Minihütten bis zu den Blümchen, die ums Überleben kämpfen. Ich danke dir auch für deine sachlichen Informationen und die weiterführenden links.
      Hoffentlich geht die Reise und damit dein Bericht und das Mitreisendürfen :girl_witch: nicht so schnell zu Ende !
      Liebe Grüße von Trollebo

    • Liebe @Trollebo , ein paar Tage haben wir noch vor uns. Allerdings mache ich von Sa bis Mi eine zeittechnische Pause. Dann geht es wieder zügig weiter.
      Und jetzt auch erst mal, nämlich mit Mesters Vig.

      In Mesters Vig wurde von 1956 bis 1963 Zink und Blei abgebaut. Leider stehen noch viele Maschinen, Gabelstapler, Bagger usw recht wenig dekorativ am Strand herum - alle mit deutschsprachigen Schildern. Nachdem wir die letzten beiden Wochen jeder Zivilisation sehr fern waren und die einzigen Zeichen dafür die alten schuhschachtelgroßen Trapperhütten/Siriusunterkünfte waren, mutet dieser Schrott schon sehr seltsam an. Ölhaltende Teile wurden (angeblich) ausgebaut. Trotzdem fragt man sich, warum der Rest des Mülls - und das ist es, da definitiv ungeeignet zum weiteren Gebrauch, nicht abtransportiert wird. Hier im ostgrönländischen Nationalpark hat es jedenfalls nach unserem Dafürhalten nichts zu suchen. :pinch:
      Bei den Booten haben wir so eben noch Verständnis...

      Da wir die Schrottsituation ganz sicher nicht ändern können, wenden wir uns der Rundwanderung zu, die diesmal auf einen Punkt hoch über der Bucht führt.
      Vorbei an Wollgras, altem Arbeitsgerät

      geht es zunächst leicht bergauf, wird aber zunehmend zur etwas schweißtreibenden Felsenkletterei.



      Aber die Aussicht entschädigt für alles und im nächsten Tal ist auch die momentane Siriusstation klar zu erkennen

      Die kleinen "Rotjäckchen" verteilen sich über das weitläufige Gelände

      Wunderschöne Spiegelungen erfreuen unser Herz

      ebenso wie die tapferen Blümchen, die auch hier zu finden sind, wenn man nur die Augen offen hält.



      Manchmal ist fürs Foto etwas Windschutz durch den ebenfalls auf dem Boden liegenden Göga nötig ;)

      Und so mancher Stein hat leuchtende "Juwelen" aus Flechten angelegt

      Schließlich kommen wir zurück an Bord und sehen nach dem Umziehen, duschen und Essen vom Panoramasalon aus den Eisbergen zu.
      Die bunte und engagierte Crewshow unterhält uns am späteren Abend bestens.
      Tränen lachen wir mit "unseren" Ober in der Bar.
      Man hat uns alle bereits informiert, dass das Wetter deutlich umschlagen wird und ein handfester Sturm bevorsteht.
      Als ich dem Ober sage, wir werden uns "morgen Abend" deshalb vermutlich nicht sehen, meint er: "Did they tell you already?"
      Und er empfiehlt mir, die extrem schnell seekrank wird und kaum ohne "Doping" auf ein Hurtigrutenschiff kann: "You have to take a Sissi-Pils"
      Als wir noch rätseln, welches Bier wohl ein Sissipils sein könnte, kapieren wir endlich: Es ist kein Pils, sondern es sind "Sea sick pills" gemeint :lol: :laugh1: :laugh1:

      Na, und wie es besonders mir damit erging, ist wieder ein Fall für die Fortsetzung...
      Grüße, Bavaria :)
    • @Bavaria58
      Wieder sooo schöne Bilder !
      Ja über den Abfall, der ja wahrscheinlich sogar umweltschädlich ist- nicht aber die Schippe- kann man nur staunen.
      Auf der anderen Seite denke ich immer: Wenn so viele Touristen in diese Nordgebiete fahren, werden sie nicht dies und das als Souvenir heimlich mitnehmen? Es gibt ja nicht nur rücksichtsvolle Paxe . Oder wird von den Expeditionsleitern darauf geachtet ?

      Über deine Sendepause bin ich diesmal sogar glücklich, denn wir sind in der Zeit auf einer sog." Minicruise" nach York. Diese haben wir schon mal vor drei Jahren gemacht. War ein Wiedersehen nach vielen Jahren und hat uns sehr gut gefallen, war und ist mit geführtem Stadtrundgang. Solch eine kleine Schiffsreise lindert dann den HR-Virus Befall ein bißchen: Zwei Nächte mal wieder auf einem Schiff! Und natürlich stehen Rotterdam und Amsterdam wieder mit auf dem Plan. Aber ein ganzer Tag ist für York vorgesehen.
      Doch solange du noch schreiben kannst, werde ich auch online sein. :girl_sigh:
      Liebe Grüße von Trollebo

    • Der letzte grönländische Reiseabschnitt hat begonnen - diesmal länger und mit der vollen Bilderanzahl, denn es geht erst kommende Woche weiter, dann mit Island ;)

      Also los:
      Bereits nachts spüren wir erste Auswirkungen des ankommenden Sturmes, die sich allerdings im Bett als mehr oder weniger heftiges Geschaukel auswirken. Als wir in den Scoresbysund (grönländisch = Kangertittivaq) steuern und Ittoqqortoormiit anlaufen (Info auch hier) , haben wir gute Landabdeckung und dadurch weniger Wind. Dennoch ist die Anlandung wieder von gehörigem Schwell begleitet. Man muß beherzt aus den Tenderbooten ins knietiefe Wasser springen und einen schnellen großen Schritt an den Strand machen.
      Und es schneeregnet.
      Manche Paxe verzichten unter diesen Umständen auf den Landgang.
      So wirklich einladend ist es nicht gerade, zumindest was das Wetter angeht. Wie hübsch müssen diese bunten Häuschen im Sonenschein aussehen!



      Doch einen kleinen 400-Seelen-Ort in Grönland kennen zu lernen, ist etwas, was nicht alle Tage möglich ist. Die nächsten Nachbarn liegen 800 km entfernt.
      Ittoqqortoormiit liegt im Süden von "Liverpool Land" im Nordosten der "Rosenvine Bucht" am nördlichen Ausgang des Scoresbysundes. Die ersten Häuser wurden 1924 von Ejnar Mikkelsen (genau! "Alabamahuset" ;) ) gebaut. Eine weitere Besiedlung erfolgte im Jahr 1925 durch 70 Inuit aus dem südlicheren Ammassalik. Die Kolonialherren und Priester lebten in größeren Häusern während die Grönländer selbst in kleineren Aussensiedlungen um die eigentliche Kolonie herum angesiedelt wurden. 1927 wurde eine Radio- und seismologische Station errichtet, 1927/28 eine Kirche und 10 Häuser.
      An Land machen wir uns auf den Weg zur wirklich hübschen kleinen Kirche. Eine Einheimische namens Maalia ist mit ihrem Kind dort. Die beiden tragen ihre grönländische Tracht und lassen sich gerne fotografieren. Wir füttern als eine Art Entgelt zusammen mit der Kleinen den Opferstock der Kirche.



      Draussen im Schneeregen ist man mit schwerem Gerät zugange. Straßenbau auf grönländisch heißt, einigemaßen ebene Betonplatten zu gießen.



      Nach einem Besuch des Touristbüros, in dem sich offenbar die meisten Paxe aufhalten - jedenfalls herrscht drangvolle Enge - kosten wir dort Moschusochsenfleisch und gehen anschließend den Hügel hinauf Richtung Schule. Von dort haben wir wieder einen Blick auf die FRAM



      Natürlich schauen wir in der Polizeistation und im Gefängnis vorbei. In der kargen Zelle dort liegt ein Eisbärfell, um sie etwas wärmer zu gestalten. Laut diensthabendem Polizist wird die Zelle regelmäßig gebraucht. Besonders an den Wochenenden gibt es häufiger alkoholisierte Einheimische und Raufereien drehen sich meistens um das weibliche Geschlecht.
      Wir spazieren zwischen den Häusern wieder talwärts und statten dem Supermarkt einen Besuch ab. Man hat den Eindruck, es gäbe nichts, was es nicht gibt:



      Am Eingang duftet es verführerisch nach süßen Backwaren und in den Regalen finden sich alles von Lebensmitteln, Spielsachen, Klamotten, Fitnessgeräten, Marinebedarf, Plastikblumen bis - natürlich - Wolle. Nur vorhandenes Obst und Gemüse hat schon deutlich frischere Tage gesehen. Einmal mehr wird uns deutlich bewußt, in welchem Luxus wir sowohl daheim als auch auf der FRAM leben.
      Weil es kurz vor 11 Uhr ist, warten wir ein paar Minuten, um den täglichen Start des Wetterballons zu beobachten, der von der Station auf dem gegenüberliegenden Hügel erfolgt. Auch Ejnar Mikkelsen wurde dort ein Denkmal gesetzt



      Bald wird es Zeit für uns, wieder zurück an Bord zu gehen. Aber das kleine Museum wollen wir uns nicht entgehen lassen!



      Im Eingangsbereich sitzen zwei Frauen, die Oma und Enkelin sein könnten. Die Oma strickt und unterbricht es, um lächelnd mit ihrem Finger auf meinen Kopf zu zeigen. Ich hatte mir noch am letzten Abend daheim eine "Grönland-Mütze" gehäkelt, die die Flagge Grönlands abbildet.
      Das scheint ihr gut zu gefallen und ich nehme die Mütze vom Kopf und gebe sie ihr mit einer Geste des Geschenk-machens. Es gibt noch einen kurzen wortlosen Austausch, wie die Mütze gearbeitet ist - gehäkelt nicht gestrickt, was sie glucksend und lachend mit einem Nicken bestätigt.
      Wieder draussen reicht auch meine Kapuze für die kurze Strecke hinunter ans Ufer, auf das Tenderboot und die Fahrt zurück zur FRAM.

      Mittags esse ich nur eine winzige Kleinigkeit und werde mich angesichts der üblen Wettervorhersage mit den schiffseitig bewährten Mittel gegen Seekrankheit versorgen. Schon eine Stunde bevor wir in den Sturm steuern, suche ich meine Koje auf und leg mich mit Postafen im Magen hin. Man muß ja nichts herausfordern...

      Wir haben den Wind von achtern und das mehr als 20 Stunden lang.
      Göga spaziert zum Abendmenue und auf dem Schiff herum, als würde sich gar nichts bewegen. Ich hingegen kann lediglich auf dem Rücken liegen, denn seitlich wird mir noch übler, als es mir ohnehin schon ist. Manchmal döse ich etwas weg, aber das Geschaukel ist heftig und weckt mich immer wieder mit entsprechenden Auswirkungen :bad: :puke: :wacko1: :doofy: :fie:

      Die Außendecks sind längst gesperrt, bei der zweiten Sitzung des Abendessens hat sich eine komplette Bestückung des Ausgabebuffets nebst Gläsern und Tellern auf den Boden verabschiedet, Paxe stürzen oder fallen mitsamt ihren Stühlen um.

      Mein seefester Ehemann fotografiert nach dem Essen, was sich draussen so alles abspielt



      Am nächsten Morgen geht es sehr spät für mich zum Frühstück. Ich fühle mich wie ein Karton roher Eier und würde liebend gerne auf das an der Tür klemmende Sturmzertifikat pfeifen und besser ohne Sturm die Dänemarkstraße passiert haben.

      Aber schwarz auf weiß wird mir bescheinigt die "stormy waters of Danmark Strait with waves of up to 10 m high and Wind speed of 41 m/s 12 in Beaufort Scale" gesegelt zu haben. Nun denn, immerhin hab ich es überlebt. :S
      Auch wenn ich an diesem Vormittag vermutlich wesentlich besser aussehe, als ich mich fühle. :blush2:
      Mit fortschreitendem Tag und an der frischen Luft sehe ich aber der Ankunft in Isafördur und somit in Island zunehmend fröhlich entgegen.


      Aber das ist eine Sache für die Fortsetzung...
      Grüße, Bavaria :)
    • Oh je Agnes,wenn ich die Bilder von S. sehe,wird mir auch gleich übel! X/ Da scheint Postafen nicht wirklich etwas gebracht zu haben,oder?Ich habe leider auch noch kein Patentrezept gegen die Seekrankheit entdeckt und habe nun wirklich schon sehr viel ausprobiert.Das Vernünftigste wäre wohl,sich einfach ein anderes Hobby zu suchen.... ;) Ach und das Sturmzertifikat wäre mir auch Wurscht gewesen. :D
      Gruss Stefan :)
    • Du Arme...Wie fühle ich mit dir...Und das, wo unsere Wellen im April "nur" 6 bis 8 Meter hoch waren...
      Mir hat übrigens Stugeron geholfen. Den hilfreichen Tipp hatte mir ein hilfsbereites Forenmitglied gegeben.
      Alles Liebe und Gute für dich, auf dass das Wetter bald wieder besser werde und du dich wieder richtig wohl fühlen kannst auf dieser super Reise!
      Danke für den wunderbaren Bericht!
      Esther
    • @Esther Agnes schreibt hier ja einen Reise- und keinen Livebericht ;) Es sollte ihr also schon seit einigen Monaten wieder viel besser gehen :D Das Wetter könnte hier in Bayern aber trotzdem besser werden. Der Sturm, den wir gerade haben ist wohl nahezu vergleichbar mit dem, den Agnes auf der MS Fram bei ihrer Fahrt nach Island erlebt hat.
      Gruß JKmuc
    • @Esther Lieben Dank für Dein Mitgefühl! Stugeron ist sowieso täglich angesagt, wenn auch nur etwas Bewegung im Schiff ist. X/
      und bis auf die Stunden mit dem heftigen Sturm habe ich mich auf der ganzen Reise wirklich wohl gefühlt! :)
      Da wir nun durch den Sturm und die Danmark Strait durch sind und in Island angekommen sind,
      erfolgt die Fortsetzung mit Isafjördur baldmöglichst, versprochen!
      Grüße, Bavaria :)
    • So, nun soll die Reise weitergehen mit ISLAND.

      Nach dieser heftig stürmischen Überfahrt von Grönland nach Island fühlen sich Kopf und Magen bei mir etwa so an wie die Wolken draussen aussehen.
      Doch die gute Laune und der Optimismus sind zurück. Der Lotse geht an Bord und bald legen wir an.



      Ursprünglich war ein optionaler Ausflug nach Vigur Island, einer Vogelinsel angeboten worden. Bereits im Vorfeld der Reise wurden wir informiert, dass ein großes Kreuzfahrtschiff Isafjördur just am selben Tag anlaufen würde und Hurtigruten es nicht mit der Firmen-Philosophie vereinbaren könne, einen so kleinen Ort mit noch mehr Menschen zu "überschwemmen". So stand für alle Paxe die Anlandung in Vigur Island statt eines Besuches in Isafjördur auf dem Programm.
      Der Sturm warf dann wieder alles über den Haufen: Der Kreuzfahrer kam (noch) nicht und auf Vigur war wegen zu hoher Welle ein Anlegen/Anlanden nicht möglich.
      Also doch Isafjördur!
      Wir gehen von Bord und spazieren zuerst in Richtung Westfjord Heritage Museum



      Dann geht es um die Gebäude herum, die Hafenmole entlang in Richtung Zentrum



      Die Wolken nehmen die Sicht auf die Gipfel und es fällt nicht schwer, sich vorzustellen, dass und warum die Isländer an Elfen glauben.

      Einige hübsche Häuschen saumen die Straße

      und Göga entdeckt, wo und wie hier Fisch getrocknet wird

      Wellblechverkleidete Häuser sieht man bei uns eher weniger. In einem davon haben Hund und Katze eigene Aussichtsplätzchen


      Wir spazieren durch die Straßen an der Schule vorbei

      bis zur anrührenden Skulptur von Asmundur Sveinsson

      Grabpflege scheint hier recht unkompliziert zu sein und die Kirche ist leider geschlossen

      Fast daneben steht das Denkmal zu Ehren der Fischer und Seeleute Islands

      Obwohl die Auslage einer Konditorei sehr verführerisch aussieht und ein Wollgeschäft zauberhaftes Garn anbietet, verzichten wir auf Einkäufe.
      Schon morgen werden wir in Reykjavik sein - darum geht es bald wieder zurück zur FRAM und wir legen sanft ab und gleiten Richtung Hauptstadt


      edit: dieses Video mit neuen Zebrastreifen in Isafjörud möchte ich Euch nicht vorenthalten. Als wir dort waren, gab es sie allerdings noch nicht...


      und dafür folgt eine Fortsetzung...
      Grüße, Bavaria :)

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    • @Arctica möglicherweise noch Sturmfolgen: ^^ nein - die rauhe Islandwolle ist dann doch nicht so wirklich meins.
      Auch in der Hauptstadt hat mich das Wollangebot nicht wirklich umgehauen - es war eben auch eher "landestypisch".
      Dafür habe ich eine Strickidee = Pulli, aber ohne Ärmel "geklaut" und daheim mit norwegischer Wollmischung aus Wolle und Alpaka selber gestrickt - zu einem Drittel des isländischen Preises und den Strickspaß hatte ich obendrein :imsohappy: So schauts aus, das Teil

      Grüße, Bavaria :)

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    • heute ist etwas Zeit, um die Reise noch bis Reykjavik fortzusetzen :)

      Die FRAM fährt uns ruhig durch die/den/das Ísafjarðardjúp und bald sehen wir auf beiden Seiten des Schiffes immer wieder kurz Wale.

      Auf dem Foto gibt sich das allerdings eher wie ein Suchbild

      Aber wenn man die Augen nicht nur aufs Wasser richtet, sieht man auch das ein oder andere schöne Bild

      und Göga entdeckt einen blinden Passagier, der einige Stunden auf dem Rettungsboot mit uns fährt

      Am Abend werden beim Abschiedscocktail die Flagge der FRAM und die Seekarten der Reise versteigert. Der chinesische Guide Ibo ist Profifischer und hat wohl auch Erfahrung mit Versteigerungen. Er bringt seine Landsleute dazu, mit ihren Geboten ziemlich hoch zu gehen. So fällt der Hammer bei der Flagge bei 1800 US-Dollar und bei den Karten gibt er den Zuschlag bei 800 Dollar. Beide Objekte gehen in chinesischen Besitz über. Da manche Paxe ganze 88 Tage an Bord sein werden, haben noch mehrere die Möglichkeit, viel Geld für Flagge oder Karten auszugeben.

      Am nächsten Morgen bin ich früh draussen. Gerade kommt das Lotsenboot und der Lotse klettert an Bord. Er macht das ohne erkennbare Schwimmweste :huh:
      und die FRAM hisst die entsprechende Flagge



      Backbordseitig meldet die Sonne einen schönen und farbenfrohen Tagesbeginn
      und Reykjavik mit seiner Konzerthalle "Harpa" zeigt sich in goldenes Sonnenlicht getaucht von seiner wohl schönsten Seite :love:



      Wir legen an und es dauert eine Weile, bis wir von Bord gehen können. Einige Paxe brauchen Ewigkeiten, um ihre Pässe abzuholen. 8|
      Dann besteigen wir den bereitstehenden Bus. Wir haben noch zwei Tage in Island dazu gebucht und freuen uns jetzt auf einen Eindruck von diesem Land. :)
      Es ist sehr schön, erst mal wieder an Land "anzukommen" und nicht vom Schiff in den Bus zum Flughafen zu müssen. :thumbup:
      Mit dem Bus und einem einheimischen deutschsprachigen Guide geht es gleich zur "Blauen Lagune". In der Beschreibung der beiden Zusatztage stand zwar "Ausflug zur blauen Lagune", aber nichts darüber, dass man dort auch Zeit zum Baden hat. :thumbdown: Ich hatte allerdings darauf spekuliert und die Badesachen in unseren Rucksack gepackt. Manche Mitreisende haben die Badesachen aber zuunterst in ihren Koffern und sind entsprechend enttäuscht.
      Der Eintrittspreis ist schon im Ausflugspaket enthalten und so kann es ins blaue Wasser gehen...



      Das Wasser ist wunderbar, aber mit 32 bis 38 Grad recht warm für mich "südbayerisches Kaltblut" :blush2:
      Es gibt eine Bar im gut hüfttiefen Wasser, die Bademeister im Wasser tragen neongelbe Sicherheitswesten.
      Drei badebemützte Damen mit Schüsseln und Löffeln spendieren interessierten Badegästen dreierlei mineralischen Schlamm für Masken und Peeling.
      Die Selfiestick- und Kameradichte ist extrem hoch :wacko1:

      Wir genießen das Wasser und versuchen natürlich auch eine der Masken. Beim Abwaschen amüsieren wir uns, denn der etwas angetrocknete Mineralschlamm löst sich gar nicht so einfach wieder von der Haut. Da braucht es etwas rubbeln..
      Unsere Badezeit geht zu Ende und wir kühlen uns im "Blue Café" noch ein bisschen ab, bevor wir mit den anderen wieder in den Bus steigen.
      Der bringt uns zum Hotel Natura in Reykjavik. Gleich mit dem Einchecken lassen wir uns das kostenlose Zweitagesticket für den Linienbus geben und machen uns nach dem Zimmerbezug auf in die Stadt.

      Das ist aber wieder etwas für die Fortsetzung...
      Grüße, Bavaria :)