Berge, Bäume, Seen sehen (Westkanadarundreise)

    • 2017
    • So, liebe Arctica, nun bin ich auch endlich dazu gekommen deinen tollen Bericht mir den noch tolleren Fotos zu genießen, dafür jetzt in einem Rutsch. ^^
      Kanada zählt auch schon seit meiner Jugend zu meinen Wunschtraumländern. Mal sehn, ob ich es da irgendwann nochmal hinschaffe. Solange reise ich in Gedanken bei deinem Reisebericht mit. Ganz herzlichen Dank :thumbsup:
      LG Sehpferd /Helga :ilhr:

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    • ~ 28. 06. 2017 OOOMittwoch OOOHinton - Jasper - Clearwater ~


      Wetter: Regen, erst gegen Abend leicht bewölkt, erst 10°, abends in Clearwater. 20°


      Wir machen uns Kaffee und packen, es regnet. Abfahrt 09:30, wir fahren in westliche Richtung aus dem Jasper Nationalpark und biegen dann nach Süden ab, unser heutiges Ziel ist Clearwater.





      Mittagessen gibt es in einem AW (Fastfoodkette). Es hat wenig Verkehr und schon ausserhalb des Parks sehen wir beim Vorbeifahren bei einem einsamen Parkplatz einen Bären. Also bei der nächsten Möglichkeit umdrehen und zurück. Mittlerweile steht ein zweites Auto da. Der Bär ist sehr gross, vermutlich ein Männchen. Man merkt auch dass er scheuer ist wie die vielbeachteten Bären im Park, als ich nochmal etwas näher fahren möchte macht er gleich Anstalten zum gehen, gibt uns aber dann doch weiter die Ehre. Bei diesem Teddy hätte mich nichts aus dem sicheren Auto gebracht.





      Wir haben Alberta verlassen und sind wieder in British Columbia – somit stellen wir die Uhr wieder von Mountain auf Pacific Time (9 Std. hinter Deutschland). Gegen 14:30 sind wir im Motel, richten uns ein, halten eine kleine Siesta und erkunden dann die Umgebung:







      Wetter wird jetzt besser und bald scheint die Sonne. Wir erkunden auch die Geschäfte im kleinen Einkaufszentrum in der Nähe des Motels und kaufen ein Schmerzgel, GöGa schmerzt die Schulter. Gegen 18:30 spazieren wir zu einem Restaurant das uns der Chinese von der Rezeption empfohlen hat. Das urige Restaurant scheint sehr beliebt zu sein, es ist recht voll. Das Essen ist gut und mal was anderes wie Burger und Sandwiches. Auch das selbstgebraute Bier mundet. Den Rest vom Abend verbringen wir in unserem Zimmer, hier läuft im Gegensatz zur letzten Unterkunft Internet einigermassen stabil.
      Jan 2009 FM ~ Jan 2010 NL ~ Jan 2011 FRAM (Antarctica) ~ Apr 2011 NN ~ Mrz 2012 LO ~
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    • ~ 29. 06. 2017 OOODonnerstag OOOClearwater ~


      Wetter: schön und warm


      Wir gehen zur AW (Fastfoodkette) frühstücken. Gegen 10:30 fahren wir in den Wells Gray Provincial Park. Im Visitors Center bekommen wir eine Karte, wo die Dame einzeichnet welche View Points nicht mehr wie 10 Minuten zu laufen sind.




      Clearwater Valley




      Spahats Falls









      Sicht von einem Aussichtsturm




      Die Dawson Falls






      Der Helmckenfall - 141m hoch und somit der vierthöchste Fall Kanadas






      Murtle Lake

      Überall findet man bei View Points oder auf Überlandstrasse bei Rest Areas solche Toilettenhäuschen. Es gibt ein "Plumspklo", eine Toilette ähnlich wie im Dixie, alles fällt in eine Grube. Man wird gebeten den Deckel wieder zu schliessen und die Hüttchen haben oben Luftschlitze, so dass keinerlei Geruchs- und auch kaum Mückenbelästigung entsteht. Die Dinger sind immer sehr sauber, wir haben sie auf den langen Fahrt viel genutzt und nie war das Papier alle. Wasser zum Händewaschen gibt es nicht, aber fast überall Spender mit einer Lösung zum Hände waschen. Wo es mal fehlte - ich hatte ein Fläschchen mit Handwaschlösung im Auto. Es herrschte nie Not unterwegs.





      Um 16:30 kommen wir aus dem Park, Wells Grey war für uns - obwohl "nur" ein Provincial Park -, der schönste, zumal nur sich wenige Besucher im Park tummelten . Am 9. Juli wurde er nun bis auf weiteres wegen Waldbrandgefahr geschlossen.

      Wir machen eine kleine Siesta und gehen früher wie gestern wieder zu dem angesagten Restaurant, da die Plätze schnell knapp werden. Wieder essen wir ausgezeichnet. Fleisch und Fisch wird hier im Steamer zubereitet. Den Rest des Abends verbringen wir im und vor dem Zimmer mit Lesen und Computer.
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    • Diese Plumpsklos sind fast die gleichen wie in Norwegen, nur dass sie dort in der Regel zweiteilig sind (ein Teil für Rollstuhlfahrer, eins für den Rest der Bevölkerung).
      Falls nicht gerade wieder Wohnmobilisten versuchen, dort ihre chemische Toilette zu entsorgen :fie: , sind sie dort meist auch sehr sauber. Und das Desinfektionsmittel gibt es neuerdings auch dort, die Idee haben sie bestimmt von Kanada geklaut :D

      Bin mal gespannt wie es mit dem bärig guten Bericht weiter geht :bear: :)

      Viele Grüße
      Noschwefi
      Chor: Wir sind alle Individualisten :)
      Einzelstimme: Ich nicht :P


      Reiseberichte siehe Profil :lofoten2:


    • Noschwefi schrieb:

      nur dass sie dort in der Regel zweiteilig sind (ein Teil für Rollstuhlfahrer, eins für den Rest der Bevölkerung).

      Es waren immer zwei Hüttchen, eines für Herren und eines für Damen und beide waren rollstuhlgängig.
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    • ~ 30. 06. 2017 OOOFreitag OOOClearwater - Lillooet ~


      Wetter: schön, bis 33°




      Sonnenaufgang in Clearwater


      Frühstücken im AW, tanken, packen. Gegen 09:30 sind wir auf der Strasse und fahren durch bis Lilliooet. Nach Lillooet gibt es mehrere Fahrstrecken, wir entscheiden uns durch den Green Lake Provincial Park zu fahren, eine gute Entscheidung, sehen wir doch stundenlang kaum ein Auto. Erst geht es Richtung Süden, in Little Fort biegen wir Richtung Westen ab auf den HWY24 um dann bei Lone Butt die Hauptstrasse zu verlassen und am Green Lake entlang zu fahren. Auch hier sind wir froh unser Navi zu haben, denn die Strassenkarte stimmt mal wieder nicht.

      Die Strecke ist hauptsächlich geprägt duch Mischwald und Farmen.









      In 70 Mile House stossen wir wieder auf die Hauptstrasse, den HWY97. Die Landschaft wird jetzt langsam karger und das Bild ändert sich gänzlich. Es begleiten uns die Schienen der Canadian Pacific Railway.




      Bald erreichen wir den Fraser River, an dem die Stassen nun entlang führt. Es ist eine der regenärmsten Gegenden Kanadas, Lillioot hat jährlich nur 260 mm Niederschlag.





      Lillooet ist ein kleines Ort mit rd. 2330 Einwohner, viele First Nations. Das Ort entstand 1858 zum Goldrausch und soll zu seiner Blütezeit um die 20'000 Einwohner gehabt haben. Wir checken in unserem Motel ein, es wird von einem koreanischen Ehepaar geführt, das der Hektik von Vancouver entfloh. Zum erstenmal haben wir drei Einzelbetten statt Queensize oder Kingsizebetten.





      Erst gehen wir zum kleinen Einkaufszentrum und decken uns im Liquor Store mit Bier und im Supermarkt mit Wasser ein. Anschliessend gibt es etwas Trinkbares und ein Törtchen in der dem Motel angeschlossenen Bäckerei. Sohn und Mutter halten eine kleine Siesta während Göga das Ort kurz erkundet, was aber nicht wirklich lange dauert in dem kleinen Ort, zumal bei 33° Aussentemperatur. Am frühen Abend gehen wir über die Strasse in ein griechisches Restaurant, wo wir ausgezeichnet Lamm essen – lecker und viel. Nach dem Essen entern wir noch einen Pub, der offensichtlich auch von First Nations geführt wird. Hier ist aber noch nichts los, da sind wir zu früh, macht nichts, ein Bierchen gibt es allemal. Anschliessend ziehen wir uns zurück und die Jungs schauen mal wieder Football. Draussen ist immer noch eine drückende Hitze.



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    • Ein toller Reisebericht. Die Bilder haben Sehnsuchtspotential. Gerne hätte ich da eine Radreise gemacht, aber:

      Arctica schrieb:

      Bei diesem Teddy hätte mich nichts aus dem sicheren Auto gebracht.


      Ich hätte dann kein sicheres Auto dabeigehabt und bei den großen Entfernungen öfters in der Wildnis Im Zelt übernachten müssen. Da hätte ich kein Auge zu bekommen.
      Dazu kommt die lange Anreise per Flugzeug.
      Habe bisher immer das Fliegen vermieden, weil ich mein Rad unter keinen Umständen fremden Händen anvertrauen möchte und schon gar keinen Gepäckmenschen am Flughafen. Wer weiß, wie das dann ankommt.
      Meine Räder sind alle vom Rahmenbauer aus Heidelberg für mein Körpermaß gefertigt. Habe den Laufradsatz mit SON-Nabendynamo und Whitenabe im Zentrierständer mit Meßuhren und einem Tensiometer für gleichmäßig hohe ,aber nicht zu hohe Speichenspannung aufgebaut. Meine Laufräder haben mich bei meinen vielen Kilometern mit Gepäck nie im Stich gelassen. Hatte nie einen Speichenbruch oder einen Schlag im Rad. Würde in der Fremde nie und nimmer Ersatz beekommen.
      Deshalb bin ich lieber in Norwegen, Schweden, Dänemark und Finnland geblieben.
      Gruß

      Jürgen

    • ~ 01. 07. 2017 OOOSamstag OOOLillooet - Squamisch ~

      CANADA DAY

      Wetter: schön, 28°


      Heute ist Canada Day - Nationalfeiertag. Schon seit Tagen fiebert das ganze Land auf diesen Tag hin, es ist nämlich kein normaler Nationalfeiertag, sondern 150 Jahre Unabhängigkeit.

      Wir frühstücken in der hauseigenen Bäckerei, im TV wird der Empfang von Kronprinz Charles und Camilla aus Ottawa übertragen. Wir packen zusammen und starten um 09:45. Als erstes statten wir der alten Brücke von Lillooet einen Besuch ab. Sie stammt aus dem Jahr 1913 und ist heute für Autos gesperrt. Neugierig schaut mir ein junger Weisskopfadler aus seinem Penthouse über der Brücke beim Fotografieren zu.







      Nun fahren wir Richtung Whistler. Interessante Fahrt durch Berge, ständig sieht man Flüsse und Schneeberge.









      Eigentlich wollten wir in Whistler Halt machen und uns diesen bekannten Wintersportort ansehen, hier ist aber die Hölle los und totales Chaos, aussichtslos einen Parkplatz zu bekommen. Zudem läuft gerade eine Parade. Nach fast drei Wochen Landschaft erschreckt uns das Ganze und wir nehmen reissaus. So fahren wir ohne anzuhalten weiter, von Vancouver kommen uns tausende von Autos entgegen, wir fragen uns wo die in Whistler noch alle hin wollen. Dazu muss man sagen, weil Canada Day auf einen Samstag fällt wurde der Montag kurzer Hand zum freien Tag erklärt, also langes Wochenende..

      Da wir ohne Pause fahren sind wir schon um 13:30 in Squamish, können aber mit nur 10 Minuten Wartezeit unser Zimmer beziehen. Patrick bekommt heute eine Schlafcouch in der Fensternische.





      Wir stürzen uns erstmal in die Festivität, der Festplatz liegt wenige Meter von unserem Hotel in einem kleinen Stadtparkt, wo eifrig gefeiert wird. Alt und Jung sitzen einfach auf der Wiese auf Campingstühlen oder Decken und schauen dem Treiben zu, in einem Pavillion treten Bands auf, alles recht ruhig und gesittet. Viele tragen Shirts, Hüte, Girlanden und alles wo man die kanadische Flagge drauf machen kann.





      Wir spazieren noch etwas weiter durch die Hauptstrasse, kehren dann zurück ins Hotel, wo wir etwas zu Mittag essen. Das Hotel ist eine ehemalige Brauerei. Dazu muss man sagen, es gibt zwar eine paar nationale Biere, die man überall kaufen kann, dazu natürlich noch das amerikanische Budweiser, aber in fast allen Restaurants gibt es einheimisches Bier von kleinen örtlichen Brauerein. So ist es jedesmal spannend Bier zu bestellen und es ist immer anders. Gerne wird dunkles Ale getrunken, mundete meinem Mann sehr, während ich eher dem helleren India Pale Ale zusprach. India Pale Ale hat einen höhren Hopfengehalt, seinen Namen hat er weil es früher in England für die indischen Kolonnien gebraut wurde. Uns mundeten die Biere, mal mochte man einen Geschmack mehr, mal weniger, richtig schlechtes gab es aber nie. Unsere Devise ist immer - es gibt prinzipiell nur einheimisches Bier, wir würden z. B. nie ein deutsches Bier in Spanien trinken. Ich trinke zum Essen auch gerne mal einen Wein, letztendlich war der mir in Kanada aber zu teuer, obwohl Kanada durchaus auch gute Weine hat.

      In dem Restaurant von Squamish nun gab es eine Karte mit zwei Seiten unterschiedlicher Biere. Auf der Speisekarte wurde dann bei jedem Gericht geschrieben welches Bier sie dazu empfehlen.




      Die Hauptstrasse


      Nach einer kleinen Siesta spazieren Walter und ich zum kleinen Yachthafen.




      Immer und überall Holz - selbst hier im Yachthafen...


      Wir gehen nochmal in den Stadtpark und hören etwas der Musik zu. Da Alkohol in der Öffentlichkeit verboten ist ist der Bierausschank hinter einem Maschendrahtzaun. Hier muss man auch das Bier trinken, Jugendliche haben keinen Zutritt (unser Sohn musste immer seinen Ausweis zeigen, was ihn mit seinen 27 doch schmunzeln lies). Auf der angrenzenden Strasse fährt ein grosser Truck vor, der Fahrer hält an, steigt aus, zündet sich eine Kippe an und geniesst auch die Musik, bevor er wieder auf seinen Bock steigt und nach einem Abschieshupen weiterfährt.

      Wir halten uns noch etwas im Hotel auf und gehen gegen 19:30 zum Abendessen im Hotelrestaurant, pünktlich um 22:00 sind wir wieder auf dem Festplatz im Park um das Abschlussfeuerwerk zu sehen. Zurück im Hotel setzen wir uns auf ein Absacker an einen Bartisch vom Restaurant, da hier mittlerweile eine Band aufspielt. Kurz vor Mitternacht ziehen wir uns zurück.
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    • ~ 02. 07. 2017 OOOSonntag OOOSquamish - Tofino ~


      Wetter: schön, auf dem Festland warm, in Tofino 16°


      Der einzige Tag in unserem Urlaub in dem wir den Wecker stellen, auf 07:00, da wir die 10:40-Fähre nach Vancouver Island gebucht haben. Allerdings sind wir schon früher wach. Internet checken, dann gemütich fertig machen und um 08:20 sind wir unterwegs.





      Es sind nur 45km, so sind wir viel zu früh in Horseshoebay am Fähranleger. Hier waren wir ja schon am zweiten Tag unseres Urlaubs. Man fährt auf mehreren Spuren an Kassenhäuschen, ähnlich der Mautstellen auf Autobahnen, zahlt und bekommt eine Spur zugewiesen. Die Fähre hatte ich in Anbetracht des Feiertags schon zu Hause gebucht, kostet 10 Dollar Buchungsgebühr, die einem angerechnet werden. So zahlen wir für drei Personen plus Auto 116 Dollar (minus die 10 müssen wir noch 106 zahlen) rd. 80 Euro . Dann müssen wir erstmal warten. Ich gehe am nahen Kiosk Kaffee / Schokolade und Croissants holen. Pünktlich um 10:15 beginnt das Verladen, alles geht schnell und zügig und mit 5 Minuten Verspätung starten wir um 10:45. Wetter ist schön, aber kühl, zumal auf dem Schiff ein ziemlicher Wind geht.






      Hinter uns liegt Vancouver







      Das Gegenschiff



      Nanaimo


      Um 12:20 sind wir in Nanaimo und fahren direkt nach Tofino. Erst geht es einige Kilometer auf einem Highway an der Küste entlang, biegt dann nach Westen ab quer über die Insel. Die Strasse ist nun horizont und vertikal sehr kurvig und obwohl wir eigentlich Fans von kurvenreichen Strassen sind ist sie sehr mühsam zu fahren. So braucht man für 205km über drei Stunden. Wir checken im Hotel ein und Walter und ich machen erstmal einen Spaziergang durchs kleine Ort.




      Wir haben einen schönen Balkon mit Aussicht


      Restaurants gibt es nur wenige, die Saison ist hier sehr kurz, gerade mal zwei Monate. Überhaupt ist das Ort sehr übersichtlich, einige Gallerien, ein Supermarkt, sonst noch ein paar Geschäfte und ich beginne mich zu fragen warum viele Leute - Kanadier, Ausländer, Reiseführer und - hefte - einem ans Herz legen Tofino unbedingt zu besuchen. Nun ja, die Umgebung ist recht schön, vielleicht bin ich einfach nur verwöhnt. Wir buchen eine Whalewatchingtour für den nächsten Tag.







      Zurück holen wir Patrick ab und gehen um 18:15 zum Essen in ein Restaurant ganz in der Nähe vom Motel, den Rat gab uns die Dame von der Rezeption. Wir müssen ca. 10 Minuten warten, dann bekommen wir einen schönen Tisch. Zur Vorspeise gibt es ein warmes halbes Pfund Brot mit einem Pfännchen mit gebackenen Rosenkohl und Blumenkohl – sehr lecker. Als Hauptspeise hat Walter Wildlachs auf Risotto und darauf angemachten Salat, soll auch gut gewesen sein. Patrick und ich haben Fettucine mit Muscheln und Shrimps. Zum Nachtisch gönnen Paddy und ich uns ein dunkles Schokomousse und Walter Apfelkuchen mit Vanilleeis – riesig. Dazu trinken wir einen ausgezeichneten Espresso – verblüffend!

      Dann ziehen wir uns zurück, wobei Walter noch einen kurzen Verdauungsspaziergang macht.
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    • ~ 03. 07. 2017 OOOMontag OOOTofino ~


      Wetter: schön, kühl, aber wärmer wie gestern


      Wir gehen los und frühstücken lecker in einem Kaffee. Dann kaufen wir im Supermarkt etwas zu Abend, dass wir im Zimmer essen wollen, da wir ja auf Walsafari wollen und möglicherweise relativ spät zurück kommen. Anschliessend fahren wir nach Ucluelet. Unterwegs halten wir bei Radar Hill, wo man eine schöne Aussicht geniesst.





      Ucluelet gibt auch nicht viel her, so fahren wir zurück und machen unterwegs halt bei einem Regenwald-Loop. Eindrücklich, wie ein verwunschener Wald mit z. T. über 800 Jahre alten Bäumen. Mich erinnert die Szenerie manchmal an alte Computerspiele, wo gerne so Wälder vorkamen.









      Zurück in Tofino gehen wir ein Eis essen und halten dann Siesta, bevor wir uns zum Whalewatching aufmachen. Jeder bekommt einen Anzug und da es heute sehr windig ist auch noch eine Regenjacke.





      Wer möchte kann sich auch noch Mütze und Handschuhe mitnehmen. Wir fahren mit einem Zodiac mit zwölf Passagieren. Es ist sehr windig und schon nach kurzer Zeit sind wir klatschnass.





      Paddy findet es nicht witzig, schimpft wie ein Rohrspatz, aber bald versöhnt ihn ein Grauwal





      Nach einiger Zeit fahren wir etwas weiter und sehen noch Robben und ein Weisskopfseeadlernest.





      Wir sind um 17:30 losgefahren und gegen 20:00 zurück, gehen ins Motel duschen und essen.
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    • ~ 04. 07. 2017 OOODienstag OOOTofino - Victoria ~


      Wetter: schön und angenehm, knapp über 20°

      Wir gehen ins gleiche Cafe wie gestern frühstücken. Man bestellt an der Theke, zahlt und bekommt eine Nummer, die man sich auf den Tisch stellt, damit die Serviererin weiss wohin mit dem Essen (kennen wir ja von Norwegen). Nach dem Zahlen geht man an der Theke aber erst um die Ecke und bekommt dort seinen Kaffee. So stellt die „Kaffeemacherin“ vor Walter einen Capucchino hin, er nimmt ihn und geht, ich warte auf die Getränke für Patrick und mich. Plötzlich kommt ein junger Mann und moniert seinen Kaffee – er stand die ganze Zeit mitten im Raum und tippte auf seinem Handy. Ich entschuldige mich, da sei wohl der Kaffee meines Mannes gewesen – meinte das „Kaffeemädchen“ ob er denn schon davon getrunkten hätte – weiss ich doch nicht, Mann und Kaffee sind draussen! Sage ich ihr, mach dem jungen Mann einfach einen neuen Kaffee und gut ist! Irrtümlich machte sie aber statt Capuccino einen Milchkaffee – merkte der Typ aber nicht, da er den Blick nicht vom Handy nahm – ein typischer Fall von Smombie…

      Wir gehen die paar Meter zurück ins Hotel, packen und sind um 10:15 auf der Strasse. Wir müssen wieder die kurvenreiche 207km zurück bis nach Nanaimo und dann noch weiter 100km auf dem Highway bis Victoria. Die Strasse ist voll, es geht mehrmals durch Ortschaften mit vielen Ampeln, die aber auch nicht aufeinander geschaltet sind. Eine äusserst nervige Fahrerei.

      In Victoria finden wir unser Hotel schnell. Erst erschrecken wir und fürchten wir sind in der falschen Absteige gelandet - ein elegantes riesiges Holzhaus direkt am Hafen, eine edle Rezeption mit eleganten Gepäckwägelchen, so einen Nobelschuppen habe ich doch gar nicht gebucht! An der Rezeption liegt auch keine Reservation vor (die Reservation hat bisher überall geklappt!) - doch das falsche Hotel? Aber die Reservation findet sich dann doch noch und in den Gängen und Zimmern relativiert sich auch der erste Eindruck. Trotzdem, ein gutes Hotel an einem ausgezeichneten Platz.






      Ein Teil unsere Hotels


      Wir machen einen ersten Bummel durch die Stadt und essen in der Nähe des Hotels zu Abend.




      Das Parlament. Victoria ist heute die Hauptstadt von British Columbia








      Oft sieht man in Kanada gut gepflegte Oldtimer



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    • Ich war in 2001 in der Gegend unterwegs.
      Vieles was Du beschreibst, habe ich auch erlebt. Außer Bären. Davon gab es damals wohl noch nicht so viele. :lol:
      Und Vielen Dank für die tollen Fotos.

      Dafür hatte ich bestes Wetter auf der Inside Passage. :hihi:
      Ulriken-Topp-Bezwinger 10.10.2016
    • Esther schrieb:

      Habt ihr von Victoria heute auch so einen sauberen und gepflegten Eindruck?

      Ja, nicht nur Victoria, alles was wir in Kanada gesehen haben ist top gepflegt und sauber. Allerdings muss ich sagen (hier greife ich meinem Reisebericht etwas vor), dass Victoria zwar eine schöne, touristisch aufgemachte Uferpromenade am inneren Hafen hat, sich sehr anstrengt als touristisch sehenswerte Stadt, letztendlich gibt es aber gar soviel her.
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    • lynghei schrieb:

      Ich bekomme das Gefühl, dass Ihr soviel erlebt, dass Ihr doch bald 'übersättigt' seid!?

      Ja, länger hätte die Reise nicht dauern dürfen, für eine Rundreise sind drei Wochen genug.
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    • ~ 05. 07. 2017 OOOMittwoch OOOVictoria ~


      Wetter: schön und warm

      Frühstück gibt es im Hotel in einem schönen Wintergarten. Dann gehen wir zum nahen Hafen und entern einen Hop-on-hop-off-Bus. Gleich an der ersten Station steigen wir aber wieder aus und sehen uns Chinatown an. Chinatown Victoria ist das älteste Chinatown von Kanada und das zweitälteste von Nordamerika, hinter San Francisco.












      Fan Tan Alley ist mit 90cm die schmalste Gasse von Chinatown




      Man sieht manch kurioses, auch die kanadische Post beweist Humor...


      Mit dem nächsten Bus fahren wir weiter und steigen erst bei Fishermans Warf wieder aus. Hier gibt es kleine Wohnhäuser, die wie Wohnboote im Wasser schwimmen. Eines der Häuschen steht zum Verkauf. Da wohl gerade eine Maklerin zu Gange war wird sie von einer deutschen Touristin angesprochen. Als sie gerade aus dem Häuschen kommt frage ich sie – zwei Zimmer, Küche, Bad 350 000 Euro! Naja, dafür ist man eine touristische Attraktion. Viele Häuschen wurden zu Kneipchen umfunktioniert. Sehr touristisch das Ganze. Wir sehen eine Robbe, die um die Häuser schwimmt.




      Bei Fishermans Warf





      Wir entern wieder den Bus und absolvieren die restliche Tour.



      Im Beacon Hill Park sehen wir mit 39m Höhe einer der höchsten Totempfähle



      Die Berge am Horizont gehören bereits zu USA


      Im alten Steamshipterminal trinken wir etwas und gehen dann für eine Siesta ins nahe Hotel, irgendwie haben wir im Moment genug. Später kehren wir zurück ins Steamshipterminal zu einem ausgezeichneten Essen und bummeln dann noch am Hafen entlang, wo nun gegen Abend jede Menge Strassenkünstler die Leute unterhalten.. Nach einem Absacker geht’s zurück ins Hotel.




      Steamship Terminal, hier geht mehrmals täglich die Fähre nach Port Angeles im US-Bundesstaat Washington.
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