Mit dem Frachtschiff ein Stück auf dem Kurs der Hurtigruten

    • 2016
    • Mit dem Frachtschiff ein Stück auf dem Kurs der Hurtigruten

      So einen letzten Frachtschiffsreisebericht habe ich noch für Euch, alle guten Dinge sind ja drei... ;)

      Tag 1 – 04.10. Hamburg/Cuxhaven/Brunsbüttel

      Ja, eigentlich sollte es heute Nachmittag an Bord gehen aber da mein Schiff letzte Woche gut 30 Stunden vor Bremerhaven abgewettert hat, wegen eines starken Sturmes in der Nordsee (ich hätte wohl eine Woche früher Buchen sollen), hat sich mein Reisebeginn um gut einen Tag nach hinten verschoben... :/
      Da ich aber so etwas immer einplane (sollte man auch tun bei Frachtschiffsreisen) hatte ich natürlich auch einen Plan B für den zusätzlichen Tag im Norden, also bin ich einer meiner Lieblingsbeschäftigung nach gegangen, dem hin und her fahren... :whistling:

      Ich stehe pünktlich um 06:30 Uhr auf und gehe Frühstücken, ich bin erster und habe das ganze Frühstücksbuffet und den Frühstücksraum für mich alleine... :rolleyes:
      Um 08:00 Uhr gehe ich zu den Landungsbrücken und fahre um 09:00 Uhr mit dem „Halunder Jet“ bei schönstem Wetter nach Cuxhaven.





      Dort um 11 Uhr angekommen gehe ich um den alten Fischereihafen herum zum Albert Ballin Platz wo die HAPAG-Hallen sind und der Steubenhöft ist, von denen früher die Amerika Liner mit den Auswanderern abgefahren sind. Dort kaufe ich mir ein Ticket für die ElbLink Fähre (ganze 10,- Euro hin und zurück kostet der Spaß) und mache eine Mini-Cruise mit der MS „Anne-Marie“ nach Brunsbüttel und wieder zurück nach Cuxhaven... ^^





      Ich muss sagen es ist recht nett so die Elbe rauf und runter zu fahren, die Fähren sind recht bequem und mit Restaurant sowie Café gut ausgestattet. Allerdings kann ich auch nicht wirklich glauben das sich das ganze Rechnet für die ElbLink-Reederei. Es waren zwar auf der Hin- und Rückfahrt etliche PKW, auch ein/zwei LKW und ein gutes Dutzend Fußgänger oder Radfahrer an Bord aber ausgelastet war das Schiff bei weiten nicht, und wenn ich mir die Preise so anschaue, glaube ich nicht das selbst wenn die Schiffe bei jeder Fahrt voll ausgelastet sind, die Kosten für zwei solche Fährschiffe zusammen kommen. Aber wenn man in Cuxhaven oder näherer Umgebung Urlaub macht kann man damit einen sehr schönen Tagesausflug nach Brunsbüttel machen oder umgekehrt... :thumbup:



      Zurück in Cuxhaven schaue ich mir noch die kleine Ausstellung im Steubenhöft an und fahre dann mit der „Cuxlibahn“ zurück zur „Alten Liebe“. Dort sehe ich mir kurz das Feuerschiff Elbe 1 an, höre eine weile den Erklärungen zu den Schiffen die auf der Elbe vorbeikommen an der Aussichtsplattform zu und gehe noch einen Kaffee trinken, bevor es um 18:15 Uhr wieder mit dem „Halunder Jet“ zurück nach Hamburg geht... :8o:



      Fortsetzung folgt...
    • Tag 2 – 05.10. BallinStadt und Aufsteigen

      Heute schlafe ich mal aus und gehe erst um 09:00 Uhr zum Frühstück, das wieder sehr gut ist... ^^

      Da ich ja keinen Zeitdruck habe packe ich in aller ruhe meine sieben Sachen zusammen und Checke gegen 11:00 Uhr aus. Ich gehe zur S-Bahnstation Landungsbrücken und fahre mit der S3 nach Veddel. Dort gehe ich in die BallinStadt und schaue mir das neu gestaltete Auswanderer Museum an. Das Museum ist wirklich sehr schön und beschränkt sich jetzt nicht mehr nur auf die Auswanderer Zeitraum vom 19. bis Anfang des 20. Jahrhundert, sondern behandelt das Thema bis in unsere Zeit... :thumbup:
      Nach gut zwei Stunden bin ich durch das Museum durch und gehe gleich noch was Essen im sich an die Ausstellung anschließenden Restaurant „Nach Amerika“. Da ich mein Gepäck im Hotel gelassen hatte gibt es leider keine Bilder von der BallinStadt, aber zu empfehlen ist die Ausstellung auf jeden Fall.

      Ich fahre wieder mit der S3 zurück bis zu den Landungsbrücken und hole mein Gepäck aus dem Hotel. Dann mache ich die nächste Hafenrundfahrt um mein Schiff zu begrüßen, dass schon am Eurogate festgemacht hat, leider bekomme ich kein gutes Foto vom Schiff da gerade so eine olle Bunkerschute zum betanken fest gemacht hat. Wieder zurück an den Landungsbrücken, klingelt auch schon mein Telefon, die Agentur ist dran und sagt Bescheid das ich bis spätestens 20 Uhr an Bord sein soll. Ich schaue also wann die nächste Fähre 61 nach Waltershof rüber geht und ich habe Glück ich bekomme noch die letzte um 17:55 Uhr vor der Pause bis 21:40 Uhr, das spart dann mal locker 35,- Euro die ich sonst für ein Taxi investieren hätte müssen... ;)



      Vom Anleger in Waltershof sind es noch mal gut 15 min. bis zum Eurogate, dort angekommen melde ich mich bei der Portsecurity und die rufen mir dann ein Shuttle Bus der mich zum Schiff bringt. Kurz vor 19 Uhr gehe ich die Gangway rauf und bin endlich wieder auf einem richtigem Schiff... :rolleyes:
      Der Wachsmatrose lässt es sich wieder nicht nehmen mir gleich mein Gepäck aus den Händen zu reißen und es auf meine Kammer zu bringen. Ich nehme meinen Reisepass und melde mich beim zweiten Offizier auf der Brücke an, es gibt wieder gleich eine kurze Sicherheitseinweisung aber als ich Ihm sage das ich selber Seemann bin ist das Thema auch gleich erledigt und er meinte Er wäre froh das ich ja dann im Ernstfall alleine die Musterstation finden würde und er mich nicht an die Hand nehmen müsse... :whistling:

      Ich gehe wieder in meine Kammer, packe meine Sachen aus und richte mich für die nächsten Tage ein. Für diese fahrt habe ich mir die Lotsen Kammer ausgesucht, die ist zwar nicht so groß wie die Eigner Kammer aber dafür gleich unter der Brücke, muss ja nicht immer eine Mini-Suite sein... :8):



      Nach einer weile merke ich das die Hauptmaschine angelassen wird und gehe mal schauen was los ist. Auf der Brücke erfahre ich das wir zum HHLA Terminal nach Altenwerder Verholen, ich suche mir einen Platz im Hintergrund wo ich keinem im Weg stehe und schaue zu wie der Chiefmate das Schiff wie einen PKW rückwärts ausparkt einmal um die Ecke fährt und wieder sauber an die Pier bringt, ich sehe der Mann weiß was Er tut... :thumbup:
      Mittlerweile ist es schon fast 23 Uhr und ich begebe mich in meine Koje, mal sehen was es morgen zum Frühstück gibt... :8o:

      Fortsetzung folgt...
    • Tag 3 – 06.10. Hamburger Hafen und Reisebeginn

      07:00 Uhr der Tag beginnt, ich schaue erst mal kurz raus, wir sind immer noch in Hamburg, nur liegen wir jetzt am HHLA Terminal Burchardkai, ich habe so gut geschlafen das ich das Verholen heute Nacht/Morgen gar nicht mitbekommen habe... :whistling:



      Nach einer runde in der Nasszelle gehe ich Frühstücken, dort treffe ich auch den Kapitän zum ersten mal. Er ist Ukrainer und macht einen sehr netten Eindruck, wir kommen sofort ins Gespräch. Die ganze Mannschaft ist übrigens aus Osteuropa, es sind Russen, Ukrainer, Litauer und Weißrussen an Bord. Ich erfahre das wir um 15 Uhr Auslaufen sollen und das es gleich nach Tananger geht und nicht erst nach Bremerhaven wie ursprünglich geplant, man will so versuchen in den alten Fahrplan zurück zu kommen. Das finde ich allerdings sehr schade, da ich ja eigentlich dem kleinen Eisbär im „Zoo am Meer“ besuchen wollte, naja macht nix... :/



      Nach dem Frühstück gehe ich auf die Brücke, schaue etwas beim Be- und Entladen zu und was sonst noch im Hafen so los ist.
      09:00 Uhr der Shuttle Bus kommt und bringt die anderen zwei mitfahrenden Passagiere, ein älterer Herr mit seinem Sohn, die auch zum wiederholten mal eine Frachtschiffsreise machen.
      11:30 Uhr gibt es Mittag, es gibt wie immer zuerst einen Teller Suppe, dann gibt es Schweinebraten mit Reis oder Nudeln und Mischgemüse, außerdem steht noch eine große Schüssel gemischter Salat auf dem Tisch und ein Korb mit Obst. Auch gibt es rund um die Uhr in der Pentry kalte und warme Getränke für alle, ich habe fünf verschiedene Sorten Saft gezählt, Wasser mit und ohne Kohlensäure, Milch, verschiedene Sorten Tee zum selber aufbrühen und einen Kaffeeautomaten hatte es auch... ^^



      Relativ pünktlich kurz nach 15 Uhr kommt der Lotse an Bord und es geht endlich los Richtung Norden... :8o:





      Da das Wetter nicht so besonders ist, es ist stark bewölkt und nieselt leicht, bleibe ich nur bis zum Willkomm Höft in Wedel an Deck und gehe dann runter in die Messe einen Kaffee trinken. Wir werden aber noch ordentlich mit der Britischen Nationalhymne „God save the Queen“ verabschiedet, da die „Rumba“ ja unter der Flagge Gibraltars fährt welches ja noch zum British Empire gehört.



      Nach dem Abendessen, es gab Pizza mit Tunfisch oder klassisch Tomate/Basilikum, gehe ich nochmal auf die Brücke. Der zweite Offizier hat wieder Dienst und ich erkundige mich gleich mal nach dem Wetter und wie es mit Seegang ausschaut auf der Nordsee, naja was soll ich sagen es soll wohl mal wieder nicht sein... :(
      Bei der Gelegenheit erfahre ich auch gleich das wir morgen Abend zwischen 18 und 19 Uhr in Tananger sein sollen. Ich bleibe noch bis wir die Kugelbake vor Cuxhaven um ca. 21 Uhr passiert haben, gehe dann in meine Kammer und nach ein paar Seiten lesen fallen mir die Augen zu, was aber auch an dem ganz leichten Schaukeln liegen kann das eingesetzt hat... :rolleyes:

      Fortsetzung folgt...
    • Tag 4 – 07.10. Seetag 1 und Tananger

      Es ist noch Dunkel draußen, aber da die Uhr schon viertel sieben zeigt stehe ich auf und drehe mich nicht nochmal rum. Kurz ins Bad und frisch gemacht, dann gehe ich runter mir einen Kaffee hohlen, der Koch schaut mich etwas verwundert an, sagt aber nix. Ich nehme meinen Kaffee und gehe über das Außendeck rauf zur Brücke, ganz schön frisch so ohne Jacke auf der Nordsee... =O
      Zuerst sehe ich mal auf der Elektronischen Seekarte nach Position, Kurs und Geschwindigkeit und so wie es ausschaut sind wir im Zeitplan. Ich rede kurz mit dem Chiefmate und gehe dann wieder runter in die Messe zum Frühstück. Es gibt Pfannkuchen mit Rosinen-Quark (ja kannte ich auch noch nicht, war aber lecker) und natürlich die sonst übliche Auswahl an Speisen und Getränken die man aus jedem normalen Hotel kennt... ^^
      Der Kapitän gesellt sich auch zu uns und verkündet den vorläufigen Reiseplan, zuerst geht es nach Tananger was wir um 19:30 Uhr erreichen wollen, dort liegen wir aber nur drei Stunden. Dann geht es weiter nach Husøy für eine Liegezeit von zwei Stunden und anschließend geht es nach Bergen , wo wir morgen um 09:00 Uhr eintreffen sollen, für eine Liegezeit von sechs Stunden, soweit so gut... :8):
      Nach dem Frühstück gehe ich wieder auf die Brücke und sehe das sich so langsam die Sonne durch kämpft.



      Wir fragen den Wachabenden ob wir uns das Schiff ansehen dürfen, der erteilt uns die Erlaubnis, gibt uns noch ein paar Sicherheitshinweise und wir sollen Bescheid geben, wenn wir das Vorschiff wieder verlassen haben. Nachdem wir unsere Helme geholt haben treffen wir uns auf der Musterstation und beginnen unsere Runde, mir fällt dabei auf das auch dieses Schiff wieder einwandfrei in Schuss und sehr sauber ist... :thumbup:







      Wieder zurück auf dem Achterschiff gehen wir in die Messe und machen uns einen Kaffee, da in der Messe auch ein Bordtelefon hängt rufe ich gleich auf der Brücke an und sage Bescheid das alle wieder da sind, feine Sache so ein Telefon, sechs Etagen Treppen gespart... ;)
      Der nächste Tagespunkt ist das Mittagessen, es gibt natürlich erst wieder eine Suppe (Hühnerbrühe mit Nudeln) und als Hauptgericht Schaschlikspieße mit Reis und Salat, als Nachtisch steht wieder eine große Schüssel mit verschiedenem Obst auf dem Tisch. Nach dem Essen trinke ich noch einen Kaffee in der Sonne und gehe dann auf meine Kammer ein kleines Nickerchen machen, ist ja schließlich Urlaub... :rolleyes:
      Gegen 15 Uhr werde ich wach und gehe wieder auf die Brücke, denn da gibt es auch Kaffee für alle. Ich mache mir eine Tasse fertig und plaudere ein wenig mit dem 2.WO, wir liegen gut in der Zeit und das Wetter ist auch noch traumhaft, es soll auch erst einmal so bleiben mein er. Ich setzte mich auf einen Stuhl und schau was es an der Norwegischen Küste und an Schiffen so zu sehen gibt, bis es zeit wird zum Abendessen zu gehen... :8o:

      Zum Abendessen gibt es so eine Art Toast Hawaii nur ohne Toast und das normale Programm, wie z.B. eine kleine Wurstplatte, eine kleine Käseplatte, verschiedene Sorten Brot und eine Schüssel mit gemischten Salat, eine mit Gurken und eine mit roter Beete sowie natürlich die schon erwähnten Getränke.
      Nach dem Abendbrot gehe ich gleich wieder auf die Brücke den wir erreichen gleich den Leuchtturm „Feistein Fyr“ und es schaut so aus als würde es einen netten Sonnenuntergang geben... :rolleyes:



      Eine Stunde später sind wir dann auch schon in Tananger an der Pier, mit dem entladen wird sofort begonnen und so schaue ich noch etwas zu wie die Container mit den Bordeigenen Kränen entladen werden, mal was anderes als mit Containerbrücken und noch etwas mehr Handarbeit... :)



      Zusammen mit uns liegt auch noch die „Bergensfjord“ gegen über am Fjord Line Terminal, die kurz vor uns eingelaufen ist.



      Um 21:30 Uhr verlasse ich dann die Brücke, gehe auf meine Kammer und kurze zeit später in die Koje.
      Wir haben zwar heute Nacht noch einen kleinen Hafen auf dem weg nach Bergen aber im Dunkeln gibt es eh nicht viel zu sehen und da schlafe ich mich lieber für morgen aus und gehe in Bergen ein paar Stunden an Land. Und vielleicht werde ich ja auch wach und da kann ich ja mal kurz rausschauen, da ich ja mit bedacht die Kammer auf Backbord gewählt habe, denn da sind die Kräne und mit der Seite wird angelegt... :whistling:

      Fortsetzung folgt...
    • Stimmt, die Crew weiß im normal fall auch nicht was in den Kisten ist, das einzige was bekannt ist, sind das Gewicht und wenn es sich um Gefahrgut handelt oder leicht Brennbar ist, diese Informationen hat aber meist nur der Chiefmate, denn der ist in erster Linie für die Ladung verantwortlich... ^^
    • Naja, ich denke wenn du tagein- tagaus Container transportierst interessiert es dich doch nicht wirklich was da drin ist, wozu sollte es?
      Jan 2009 FM ~ Jan 2010 NL ~ Jan 2011 FRAM (Antarctica) ~ Apr 2011 NN ~ Mrz 2012 LO ~
      Jan 2013 LO (Alta) ~ Feb 2014 KH ~ Jan 2016 LO ~ Feb 2018 LO

      Reiseberichte siehe Profil!

    • Tag 5 – 08.10. Bergen bei Traumwetter

      06:30 Uhr stehe ich auf um die Anfahrt nach Bergen auf der Brücke mit zu verfolgen aber zuerst gibt es mal Frühstück. Heute hat der Koch Omelett mit Käsefüllung anzubieten und dazu wahlweise kleine Bratwürstchen oder kleine Buletten, alles wieder sehr gut.
      Nach dem Frühstück nochmal schnell auf die Kammer warm anziehen, es hat nur neun Grad Außentemperatur und dann geht es auf die Brücke. Der Sonnenaufgang ist schon mal nicht schlecht und verspricht nicht zu viel, denn es wird ein traumhaft Sonniger Tag in Bergen . So langsam kommt die erste Brücke (Sotrabrua) in Sicht und das eine oder andere Schiffchen sehen wir auch. Es ist wirklich wunderschön im kalten Wind draußen zu stehen diese Traumhafte Anfahrt auf Bergen zu genießen. Nach der zweite Brücke (Askøybrua) geht es nach Steuerbord und geradezu an unseren Liegeplatz im Hafen Dokken, der direkt gegenüber vom Hurtigruten Terminal liegt. So jetzt bin ich unter beiden Brücken sowie in die eine als auch in die andere Richtung durchgefahren... :rolleyes:





      Pünktlich 09:30 Uhr sind wir fest und fünf Minuten später bin ich schon an Land. Wir haben ein Schreiben bekommen das uns als Passagiere der „Rumba“ ausweist und natürlich den Code für das Hafentor, damit wir rein und raus können.
      Ich gehe am Hurtigruten Terminal vorbei in Richtung Zentrum zur Fløibanen, denn an so einem Tag muss man da rauf fahren und ich werde auch dafür mit einen sagenhaften Ausblick belohnt. Es ist erst 10:30 Uhr und schon sehr voll oben, es sind viele Familien unterwegs und Menschen die Joggen oder Wandern wollen. Ich mache erst mal ein paar Bilder und gehe auch eine kleine Runde, dann mache ich es mir bequem auf der Terrasse vom Fløien Folkerestautant, trinke einen Kaffee und esse ein Stück Kuchen, leider gibt es kein Softeis, da hätte ich glatt nochmal eine Ausnahme gemacht... :whistling:





      Um 12 Uhr fahre ich wieder runter und muss feststellen das es jetzt unten an der Talstation rammelvoll ist, ich gehe runter Richtung Hanseviertel Bryggen noch ein paar Bilder machen und dann quer durch die Stadt zur Johanneskirken und weiter bei dem Bergens Sjøfartsmuseum und Roald Amundsen sitt Sydpolkart vorbei zur Puddefjordsbroen, um noch ein paar schöne Aufnahmen von meinem Schiff zu machen... :8o:





      Um kurz vor 14 Uhr bin ich wieder auf dem Schiff, denn in 45 min soll es weiter gehen Richtung Malø, das wir um23:30 Uhr erreichen sollen. Ich hole mir also nur schnell einen Pott Kaffee, bringe den Rucksack auf die Kammer, schaue ganz kurz nach Mails und gehe gleich wieder auf die Brücke, muss mich ja eh noch zurück melden... ^^
      Pünktlich legen wir ab und es geht wieder unter der Askøybrua durch und dahinter nach Steuerbord in Richtung Norden weiter. Ich bleibe noch bis zum Abendessen auf der Brücke und genieße die Fahrt auf dem Kurs der Hurtigruten Schiffe... :8):



      Unser Koch ist ein ganz netter, obwohl ich mich für das Mittagessen abgemeldet hatte, war er so nett und hat mir ein Schnitzel mit Champignons und Käse überbacken aufgehoben. Nur meinte er es dann aber doch etwas zu gut, als er mir besagtes Schnitzel mit dem Hackbraten den es am Abend gab und allen Beilagen zusammen servierte und als ob das nicht genug wäre gab es noch ein Stück Torte dazu, denn eines der Crewmitglieder, der Chief hat heute Geburtstag... :thumbup:
      Nach dem Essen habe ich dann erst mal eine Runde auf dem „Umlaufdeck“ gemacht und bin gleich nochmal die sieben Etagen bis auf die Brücke rauf gegangen, ich glaube aber nicht das es was geholfen hat... :/
      Auf der Brücke bin ich dann noch bis zum Sonnenuntergang geblieben, ich habe noch ein wenig mit dem zweiten Offizier geredet und um acht zur Wachablösung bin ich dann auch in meine Kammer gegangen. Ich schreibe schon mal ein wenig an meinem Reisebericht, bevor wir gegen 23:00 Uhr Malø erreichen. Ich gehe nochmal kurz an Deck ein paar Bilder machen aber eigentlich ist es zu dunkel dafür, also gehe ich nach ein paar Minuten wieder in meine Kammer und lege mich in die Koje.

      Fortsetzung folgt...

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    • Tag 6 – 09.10. Ålesund wieder Traumwetter

      Kurz vor sieben stehe ich auf und gehe pünktlich zum Frühstück, es gibt heute mal nichts warmes aber dafür ein wirklich leckeres Stück Apfelkuchen. Ich nehme mir noch einen Kaffee mit und gehe auf die Brücke, wir sind schon mitten in der Anfahrt auf Ålesund und hinter den Bergen kommt so langsam die Sonne hoch, das verspricht wieder ein sehr schöner Tag zu werden. Nachdem wir im Hafenbecken gedreht haben machen wir hinter der „Samba“ fest, einem kleinen blauen Containerschiff sehr ähnlich dem unseren und „Rumba“/„Samba“ warum nicht denke ich... ^^



      Wir bekommen wieder einen Code für das Hafentor und diesmal noch zusätzlich eine Chipkarte, damit wir wieder den Hafen verlassen und betreten können wie wir wollen, auch sollen wir bis ca. 23 Uhr hier bleiben aber der Kapitän möchte das wir bis spätestens 21 Uhr alle zurück sind. Schnell habe ich einen Plan für den Tag, eine große Runde im Städtchen, auf den Aksla und heute Abend noch die „Kong Harald“ besuchen, schon bin ich unterwegs. Zuerst gehe ich auf den Aussichtspunkt vom Storhaugen Park, denn gleich muss ja die „Kong Harald“ ablegen und von da gibt es bestimmt ein paar schöne Bilder. Dann gehe ich kreuz und quer durch die Straßen bis zu dem kleinen Park unterhalb der Treppe die auf den Aksla führt. Ich schaue mir das ganze von unten an und denke „nee, dass tust du deinen eh schon kaputten Knien nicht an“, ich frage einen jungen Mann, der gerade seine zwei Huskys ausführt, ob es einen Bus gibt der da hinauf fährt. Er meinte das eine Buslinie bis in die neuen Stadtteile auf der Rückseite des Berges fährt und ich dann auf dem Kamm entlang gehen könne und er zeigt mir auch gleich wie ich zum Busbahnhof gegenüber vom Rathaus komme. Ich gehe also in Richtung Rathaus und nach ein paar Minuten komme ich an einer Tankstelle vorbei, dort stehen zwei Taxen, warum kompliziert wenn es auch einfach geht, ich frage kurz und schon bin ich auf dem weg. Der Fahrer bringt mich bis zur Wendeschleife direkt am Aussichtspunkt und das nur für gut 15,- Euro, geht doch... :thumbup:



      Ich drehe eine kleine Runde da oben, gehe noch auf den höchsten Punkt, mache hier und da ein paar Fotos und setze mich dann für ein Weilchen in die Sonne, leider ist das Café noch geschlossen, naja es gibt schlimmeres. Um kurz vor 11 Uhr mache ich mich wieder auf den Weg nach unten, die Treppen runter gehen besser als ich dachte und da man ja immer mal wieder stehen bleibt, ist der Abstieg ganz entspannt. Ich gehe langsam die Untere Uferstraße entlang zurück zum Schiff, das ich pünktlich zum Mittagessen erreiche. Heute gibt es Gegrillte Hühnerbruststücke mit Reis, dazu noch ein Salat und als Nachtisch natürlich Eis, es ist ja Sonntag... :rolleyes:



      Nach dem Mittagessen gehe ich erst mal auf meine Kammer, die gemachten Bilder sichern und sichten, einmal kurz ins Forum schauen und nach Post, sowie ein wenig die Füße hochlegen und ein Stündchen Ausruhen. Gegen 15 Uhr bin ich wieder fit und mache mich fertig für die zweite Runde. Ich gehe auf die Brücke, trinke noch schnell einen Kaffee und sage Bescheid das ich das Schiff wieder verlasse. Diesmal dauert es aber ein paar Minuten bis das Hafentor mit mir spricht und sich öffnet, keine Ahnung warum, heute morgen klappte es immer beim ersten Versuch. Ich gehe wieder ein bisschen durch die Gassen und schaue mich noch etwas um, bis ich wieder am Rathaus ankomme. Von da gehe ich immer am Wasser entlang bis zum Fähranleger, dort muss ich mit entsetzen feststellen an dem Kiosk vor mir gibt es Softeis, ja ich konnte nicht widerstehen... :whistling:



      Es ist noch gut eine halbe Stunde Zeit bis die „Kong Harald“ kommt, so setze ich mich mit meinem Softeis auf eine Bank in die Sonne und beobachte das treiben im kleinen Innenhafen. Pünktlich 17 Uhr kommt Sie dann um die Ecke, ich gehe vor an die Pier und mache ein paar Bilder von der Anfahrt und dem Anlegen. Es wollen viele von Bord, auch sonst scheint das Schiff gut gebucht zu sein und so dauert es ein paar Minuten bis ich an Bord kann. Ich laufe über eine Stunde durch alle Decks und schaue mir alles an, wenn man nicht weiß das man auf einem Schiff ist, könnte man meinen man ist in einem ganz normalen Low Budget Hotel, so mein Eindruck, naja meins ist das nicht... :/
      Ich setze mich noch ins Café und trinke einen Cappuccino, der allerdings war sehr gut, aber die Stühle sind nicht wirklich bequem im Vergleich mit den Sesseln davor. Was aber das allerschlimmste ist, das ganze macht jetzt schon einen sehr gebrauchten Eindruck, hatte glaube ich auch schon jemand im dazu bestehenden Thema festgestellt... :huh:
      Die durchsage kommt das alle Besucher das Schiff jetzt verlassen müssen und so mache ich mich wieder auf den Heimweg zu meinem richtigen Schiff... :8o:





      Zurück an Bord melde ich mich auf der Brücke zurück und gebe auch gleich meine Chipkarte wieder ab, dabei stelle ich fest das gerade ein Kapitäns Wechsel statt findet. Der alte Kapitän stellt mir den Neuen gleich noch vor und verabschiedet sich dann von uns in den Urlaub. Unser neuer Kapitän ist übrigens Norweger. Ich gehe auch in meine Kammer und sichere noch Bilder, schaue nochmal ins Internet (ein paar MB müssten noch übrig sein) und schreibe weiter meine Eindrücke der Reise auf. Bald lege ich mich auf die Koje bleibe aber noch wach und höre Musik, denn es war schon ein sehr langer Tag... :8):

      Fortsetzung folgt...