Großbritannienkreuzfahrt mit Überraschungshäfen

    • 2016
    • effemuc wrote:

      Ach und Tanja,die arme Möwe zu ärgern war nicht nett!

      Nein, ich weiß :rolleyes: Aber lustig war's trotzdem ^^

      5. August 2016: Fairlie (Schottland)


      19:00 Uhr: Nach einem spannenden Tag in Glasgow sind wir wieder zurück auf der Albatros. Das Wetter hat den ganzen Tag durchgehalten – kein Regen ^^
      Eigentlich sollte unser Ausflug nach Glasgow 9:15 Uhr starten, aber durch die Ebbe konnten die Tenderboote zunächst nur mit 25 Passagieren besetzt werden. Es dauerte also etwas länger und wir saßen erst nach 10 Uhr im Bus. Eine gute Stunde Fahrt brachte uns in die mit etwa 600.000 Einwohnern größte Stadt Schottlands. Erster Anlaufpunkt ist St. Mungo's Cathedral. Die Kathedrale hat wunderschöne bunte Glasfenster, in ihrer Krypta befindet sich das Grab des Glasgower Schutzpatrons St. Mungo. Direkt hinter der Kathedrale liegt Glasgow Necropolis, ein großer viktorianischer Friedhof. Leider reicht die Zeit nicht, um sich dort umschauen zu können. Ebenfalls bei der Kathedrale sehen wir das älteste Haus Londons aus dem 15. Jahrhundert.



      Der Bus brachte uns jetzt ins Zentrum und warf uns am George Square raus. Wir hatten Zeit, um auf eigene Faust durch die Fußgängerzone zu laufen. Überall standen Musiker, viele Menschen aus den verschiedensten Ländern waren unterwegs. Es ist Freitagmittag und herrlich lebendig in der Stadt. Vor der Gallery Of Modern Art steht ein Denkmal von Wellington – Reiter und Pferd sind gut behütet :mosking:



      Am George Square – dort befindet sich auch das Rathaus von Glasgow (City Chambers) – steigen wir wieder in den Bus und weiter geht es zum Kelvingrove Art Gallery Museum, dem größten Museum der Stadt und gleichzeitig Kunstgalerie. Hier liegt außerdem ein Wohnviertel für die etwas besser Betuchten Glasgower. Auf der anderen Seite des Flusses Kelvin dominiert die Universität Glasgow das Bild, dazwischen ist der Kelvingrove Park wie eine grüne Oase :) Im Museum gibt es eine Abteilung von Charles Rennie Mackintosh, die interessiert mich besonders (er war Vertreter der Arts and Crafts- bzw. Art Nouveau-Bewegung, bei uns Jugendstil genannt).



      15:45 Uhr starten wir am Museum zurück nach Fairlie. Der Ort wurde übrigens zum ersten Mal angelaufen und ist ziemlich klein (ca. 1.500 Einwohner). Wir nutzten die verbleibende Zeit bis zum Abendessen und spazierten an der „Promenade“ entlang. Was für ein Ausblick hat man hier aus seinem Haus! :8o:



      22:30 Uhr: Im Moment werden die letzten Tenderboote verpackt, 23 Uhr geht es dann los Richtung Belfast. Auch morgen machen wir einen Ausflug mit, der sogar schon 8:30 Uhr startet, also geht 6:30 Uhr der Wecker... Im Tagesprogramm steht wieder Regen... Ich hab das ruhige Schiff heute Abend genutzt und ein paar „nächtliche“ Aufnahmen gemacht.



      Die aktuellen Daten: 79 Seemeilen bis Belfast, Seestärke 3, Windstärke 4 und 15 Grad. Wassertiefe hat es heute leider nicht angezeigt X/
    • 6. August 2016: Belfast (Nordirland)

      Irgendwann abends: Der Tag begann mit der wieder mal super pünktlichen Einfahrt in den Hafen von Belfast (kurz vor 7:30 Uhr). Das Wetter sah vielversprechend aus. So viel zum Thema Regen :rolleyes:



      Der Wecker hatte uns, wie schon erwähnt, zeitig aus dem Bett geworfen. 8:15 Uhr war Treffpunkt in der Atlantik Lounge. Nachdem unsere Ausflugsgruppe komplett war, brachte uns der Bus direkt ins Titanic Quartier, wo wir u.a. an den beiden großen Kränen Samson und Goliath der Harland&Wolff-Werft, dem Trockendock der Titanic und den Titanic Studios (Paint Hall Studios) vorbeikamen, in denen Teile von „Game Of Thrones“ gedreht werden.
      9:15 Uhr betraten wir schließlich das „Titanic Experience“. Das Gebäude ist schon von außen sehr beeindruckend! :8o: Es symbolisiert mit seiner Form und auch der Höhe den Bug der Titanic. Die Belfaster nennen es Eisberg, wegen seiner Außenhülle. Von der Rückseite aus hat man einen schönen Blick auf die Albatros.



      Wir bekamen einen Audioguide in die Hand gedrückt und los ging unsere Reise durch die Geschichte der Titanic, von der Idee, über die Konstruktion, den Bau, ihre Ausstattung, die Jungfernfahrt bis hin zum Untergang. Es war ein tolles Erlebnis ^^ Sogar der Jens, eigentlich eher ein Museumsmuffel, war begeistert und tat nicht drängeln. Wir hatten über zwei Stunden Zeit. Das war ok, aber man hätte gut und gern noch zwei Stunden länger dort verbringen können. Die Ausstellung ist sehr interaktiv gestaltet und hat uns voll in ihren Bann gezogen! Besonders bewegend fand ich einen Raum, in dem man das Gefühl hatte, unter Wasser zu sein und ringsherum an den Wänden standen die Funksprüche der letzten Stunden vorm Untergang... und plötzlich war es still... ;( beim Schreiben bekomme ich direkt wieder Gänsehaut. Am Ende gibt es außerdem ein kleines Kino in dem Unterwasseraufnahmen vom Wrack gezeigt werden. Das kennt man sicherlich aus dem Fernsehen, aber auf Kinoleinwandgröße ist es natürlich viel eindringlicher. Neben dem Museum steht noch ein kleiner Backsteinbau, in dem die Konstrukteure des Schiffes ihre Büros hatten. Im Moment ist noch nicht klar, was daraus werden wird. Auf der anderen Straßenseite liegt die SS Nomadic in einem Trockendock. Sie wurde 1911 als Tenderboot für die Titanic und ihr Schwesterschiff Olympic gebaut und lag nach einer wechselvollen Geschichte zuletzt als Restaurantschiff in Paris. 2006 kehrte sie Heim nach Belfast und wurde anhand alter Aufnahmen restauriert :)



      Nach dem Besuch der Ausstellung brachte uns der Bus zur City Hall. Hier gibt es ein Titanic Memorial an dem alle Namen der Opfer aufgeführt sind. Und es sind so viele, wenn man sie alle vor sich sieht und nicht nur die Zahl hört... :/ Hinterher machten wir einen Abstecher zur Queen's University – kein Vergleich zu den nüchternen Universitätsgebäuden zu Hause!



      In der Stadt wird heute der Christopher Street Day gefeiert und die Straßen sind voll mit Menschen, die Regenbogenfahne tragen. Es gab an mehreren Stellen der Stadt Bühnen mit Musikprogramm und am Nachmittag eine Parade mit Straßensperrungen. Deswegen wurde unser ursprünglich für Nachmittag angesetzter Ausflug auf Vormittag vorgezogen. Sehr günstig, denn dadurch war es in der Titanic-Ausstellung noch nicht so voll :thumbup: Die Japaner kamen erst später :mosking:
      Auch viele Gebäude in der Stadt hatten sich mit Regenbogen-Fahnen geschmückt und in den Straßen standen hin und wieder „Gegendemonstranten“, die aus Protest Kirchenlieder sangen und Flyer verteilten. Aber dennoch war alles sehr bunt und friedlich.

      Nach dem Mittag an Bord sind wir zu Fuß noch mal in die Stadt. Der Weg durch das Hafengelände ist ungemütlich, aber nach 20 Minuten überstanden :S Es ist ein typischer Industriehafen. Wir liefen vorbei am König-Albert-Uhrturm, dem schiefen Turm von Belfast, weiter zur Belfaster Kathedrale und dann kreuz und quer, bis wir wieder vor der City Hall standen. Von dort aus fanden wir mit freundlicher Unterstützung eines Nordiren (der uns ansprach, weil wir vermutlich schon wieder so hilflos aussahen :help: ) den Crown Liqueur Saloon, dem ältesten Pub Nordirlands. Gegenüber steht das Europa Hotel (28 Bombenanschläge). Irgendwann landen wir an der King George's Markthalle. Die ist zwar noch offen, aber leider ist keine Marktzeit mehr und die Händler sind beim Aufräumen. Am Fluss Lagan sind wir schließlich zurück zum Hafen gelaufen. 17:10 Uhr enterten wir die Albatros, 17:30 Uhr ist letzter Einschiffungstermin. Wir sind geschafft... :hechel:


      18 Uhr ist Abfahrt, also im Eiltempo duschen. Das Thermometer zeigt sagenhafte 22 Grad! 17:45 Uhr meldet sich der Kreuzfahrtdirektor... an der westirischen Küste ist ein kräftiges Tiefdruckgebiet im Anmarsch, mit Sturm und hohem Wellengang. Seit einigen Tagen beobachtet die Brücke diese Entwicklung und hat an einem Plan B gearbeitet... nun kommen also die Überraschungshäfen ins Spiel: statt Killybegs-Galway-Glengarrif heißt es nun Belfast-Liverpool-Dublin. Ab Cobh sind wir wieder im Plan. Es gibt gleich eine Infoveranstaltung, in dem Kapitän und Kreuzfahrtdirektor noch einmal alles erklären und Fragen beantworten. Erstaunlicherweise nehmen es die meisten Passagiere gelassen und die notorischen Nörgler scheinen in der Unterzahl zu sein :wtf:
      Ich bin mir nicht sicher, ob ich mich freuen soll oder nicht. Gerade auf die Landschaften an der irischen Westküste habe ich mich sehr gefreut. Auf der anderen Seite hätten wir vermutlich drei Tage auf dem Schiff fest gesessen, da ein Tendern bei solchem Wetter vollkommen unmöglich sein dürfte. Wir halten kurz Kriegsrat: Ein weiterer Tag in Belfast heißt, wir könnten uns die Peace Line anschauen und die großen Wandgemälde :search: Das haben wir heute nicht geschafft. Oder wir machen einen weiteren Ausflug mit, vielleicht aufs Land. Es wird eine Landschaftsfahrt mit Pubbesuch angeboten.. Hm... :hmm: schwierige Entscheidung. Wir entscheiden uns schließlich für die Landschaftsfahrt, da wir die nächsten Tage ja ebenfalls in Städten verbringen werden. Gesagt-Gebucht.
      Wir beenden den Tag mit einem Cocktail und Blick auf zwei Bohrinseln, wie romantisch ^^ H&W baut mittlerweile keine Schiffe mehr, sondern hat sich auf die Wartung von Bohrinseln und auf Windkrafträder spezialisiert. Unser Tisch im Restaurant Möwe hat heute übrigens netten Zuwachs bekommen: die Tochter unserer Tischnachbarn ist zugestiegen und wird bis Bremerhaven mit bei den beiden in ihrer Suite wohnen.

      Die Anlegestelle der Albatros im Hafen ist für einen längeren Aufenthalt nicht so toll. 50 Meter weiter liegen große schwarze Haufen, die wie Kohle aussehen. Der Wind pustet den Staub stetig Richtung Schiff, so dass auf allen Außenbereichen inklusive Stühlen und Tischen ein schwarzer Hauch liegt X/ Direkt gegenüber befindet sich das Trockendock, in dem die Titanic gebaut worden ist. Schon ein komisches Gefühl, von einem Schiff aus darüber zu gucken und sich vorzustellen, wie es vor über 100 Jahren da drüben zuging.



      Die Crew freut sich über den verlängerten Aufenthalt und eine ganze Gruppe Mitarbeiter macht sich abends auf den Weg in die Stadt. Wenn wir nicht so kaputt wären, würden wir vielleicht auch noch mal losziehen, aber für heute reicht es definitiv :sleeping:
    • Tolle Aufnahmen von Glasgow und Belfast.Besonders die Kathedralen haben es mir angetan. ^^ Hast du vielleicht noch ein oder zwei Fotos der Glasgower Kathedrale von innen(gern auch per PN)?
      Jens' Eltern waren von Belfast sehr angetan,mehr als von Dublin. :huh: Im Titanic Museum waren sie auch.Bin schon auf die Fortsetzung gespannt!
      Gruss Stefan :)
    • @effemuc: Uns hat Belfast auch sehr gut gefallen. Besser als Dublin würde ich aber nicht sagen. Anders trifft es vielleicht eher...? ?(

      7. August 2016: Belfast Tag 2

      Wir butzelten heute bis 8 Uhr und machten hinterher gemütlich Frühstück. Überhaupt verbummelten wir den Vormittag ganz entspannt auf dem Schiff, denn unser Ausflug begann erst nach dem Mittag. Da gab es übrigens Fish&Chips :D
      Wir fuhren zunächst zum Stormont, dem nordirischen Parlament, das oben auf einem Hügel liegt. Eine Straße (1,6 Kilometer) führt schnurgerade hinauf. Da es oben (fast) immer windig ist, heißt es Stormont. Liegt ja irgendwie auf der Hand.



      Danach fuhren wir weiter zur Grey Abbey, einer Klosterruine aus dem 12. Jahrhundert und von dort in den Ort Donaghadee, wo wir im Pub ein lecker Guinness tranken, hmmm :beer: Der Reiseleiter hat vorher im Bus abgefragt, wer eins trinken will und hat dann im Pub angerufen, damit die schon mal mit Zapfen anfangen können. Ein gutes Guinness braucht nämle eine Viertelstunde, bis es gezapft ist. Wieder was dazu gelernt. Anschließend ging es zurück zum Schiff. Es hatte mittlerweile angefangen zu regnen und war recht ungemütlich geworden.



      Im Bus wechselte ein Mitreisender die Batterie von seinem Hörgerät. Das war eine schlechte Idee, denn er ließ es prompt fallen und hinterher suchte es der halbe Bus hektisch auf dem Boden... am Ende wurde es zum Glück gefunden... auf dem Sitz :hmmz:

      22:30 Uhr: Unsere Belfast-Verlängerung liegt hinter uns, nun haben wir Kurs auf Liverpool genommen. Der Lotse ist schon an Bord, er ist mit dem Flieger nach Belfast gekommen, weil die Wettervorhersage für Liverpool auch nicht so toll aussieht. Phoenix geht auf Nummer sicher. Wir sind vorhin etwas eher losgefahren. Das Ablegemanöver war richtig spannend zu beobachten :8o: Es hat vorn und hinten ein Schlepper festgemacht und uns von der Pier weg in ein größeres Hafenbecken gezogen. Dort drehten sie die Albatros um und ab hier konnten wir aus eigener Kraft weiterfahren. Das Wetter war zur Abfahrt zum Glück wieder trocken.



      Die aktuellen Daten: Wir rasen mit 20 Knoten (?) bei Seestärke 1 und Windstärke 8 durch die Nacht. Draußen sind noch 15 Grad. Schon wieder keine Wassertiefe angezeigt :pinch:
    • 8. August 2016: Überraschungshafen Liverpool

      Im Wetterbericht für heute stand wieder mal Regen. Bei meiner morgendlichen Vorfrühstückrunde an Deck war es bewölkt, aber trocken. Wir fahren durch einen riesigen Windpark. Da unser Liegeplatz noch belegt ist, schleichen wir die letzten Seemeilen nach Liverpool im Schneckentempo. Die Ankunftszeit ist mit ca. 11 Uhr im Tagesprogramm angegeben. Als wir in den Fluss Mersey einfahren, kommt schon ein Schlepper heran geeilt, der uns an die Leine nimmt und um 180 Grad dreht. Wir müssen warten, bis zwei Militärschiffe aus Portugal und Spanien für uns Platz machen und ein großer Fender aus dem Wasser gehievt ist. Dann parkt die Albatros ein und liegt so ziemlich genau 11 Uhr festgezurrt an der Pier. Wieder mal eine zeitliche Punktlandung :thumbup:



      Wir blicken vom Schiff auf die „Drei Grazien“ (Royal Liver Building, Cunard Building und Port of Liverpool Building) und dahinter die Albert Docks – kurz: wir liegen wirklich mitten drin in Liverpool! Nach einem zeitigen Mittag erobern wir die Stadt. Mittlerweile hatte es sich aufgezogen und in windstillen Ecken wird es richtig warm. Wir durchliefen bzw. umliefen die Albert Docks, machten einen Stopp im Beatles Shop (inklusive einer LP-Errungenschaft :rolleyes: ) und besuchten das maritime Museum. Auch da tauchte die Titanic auf. Irgendwie verfolgt sie uns wohl. Es gibt zudem eine Ausstellung zur Lusitania und ihrem Untergang. Zwischendurch machen wir eine Pause und setzen uns in einen Park, um das öffentliche Leben zu beobachten. Das gefällt mir: Familien und Studenten liegen auf der Wiese, picknicken und quatschen. Ringsherum spielen Kinder. Und trotzdem ist alles super gepflegt und sauber ^^ Was auch nicht fehlen darf: ein Abstecher in den Cavern Club, gefühlte hundert Meter unter der Erde... ist das warm und laut da unten... das ist nichts für mich :wacko: Natürlich bekam ich den Jens nicht am FC Liverpool Fanshop vorbei gelotst... er musste sich unbedingt eine Tasse kaufen, aber zumindest konnte ich ihm alle Shirts und Pullover ausreden. Hinter uns stand der Kapitän an der Kasse. Er hatte ein Mitbringsel für Freunde in der Hand. Jetzt wissen wir also, warum wir eigentlich nach Liverpool gefahren sind :mosking: Als Abschluss sonnen wir uns bei nun makellos blauem Himmel an den Albert Docks und blicken auf den Fluss. Was für ein toller Tag! :girl_sigh: Liverpool gefällt uns beiden richtig gut (zumindest das, was wir heute gesehen haben), vor allem der Kontrast zwischen neu und alt. Dieser Überraschungshafen ist also definitiv keine Enttäuschung :thumbsup:



      Unsere Abfahrt heute Abend verzögert sich etwas. Geplant ist 22 Uhr, aber es ist erst gegen 22:30 Uhr ein Schlepper frei, der uns hilft, von der Pier weg zu kommen. Der Wasserstand ist gerade wieder recht niedrig. Nach der Abfahrt ging ein straffer Wind, so dass am Bug kein Vorwärtskommen mehr war. Also 23 Uhr geordneter Rückzug in die Kabine. Leider hat sich der Jens erkältet und kränkelt bissel rum. Das ist schlecht für ihn und auch für mich, denn in der Regel steckt er mich an... :girl_cray2:

    • 9. August 2016: Überraschungshafen Dublin

      18:00 Uhr: Trotz der verspäteten Abfahrt in Liverpool sind wir natürlich überpünktlich in Dublin. 8 Uhr liegt die weiße Lady an der Pier, nachdem der Kapitän sie vorher akkurat rückwärts eingeparkt hat. Auf der anderen Seite des Kais liegt MS Rotterdam von der Holland-Amerika-Linie. Da wir diesmal echt weit draußen liegen und es dem Jens nicht so mega gut geht, gönnen wir uns den Shuttlebus für 10 € pro Nase. Der bringt uns zum Merrion Square, von wo aus wir also unsere Expedition starten :8):
      Dublin ist eine pulsierende Stadt voller Leben, haben wir heut mitbekommen. Schon früh waren viele Menschen unterwegs und unzählige Busse verstopften die Straßen. Auf dem Weg zur St. Patricks Kathedrale laufen wir durch den Park St. Stephen's Green. Die St. Patricks Kathedrale ist sehr schön und wir haben endlich Gelegenheit, mal eine Kerze für meinen Papa anzuzünden. Wenn der wüsste, wo wir schon überall Kerzen für ihn angezündet haben... In der Kathedrale gibt es ein offenes W-Lan und ich nutze die Chance, ein paar Grüße zu verschicken.



      Nur einen Steinwurf entfernt liegt die Christ Church, die wir uns aber nur von außen anschauen.



      Von hier aus laufen wir weiter in Richtung Dublin Castle und das Kneipenviertel Temple Bar mit der Temple Bar und vielen anderen hübschen Pubs, aus denen hin und wieder Livemusik klingt :rolleyes: Zum Mittag holen wir uns eine Art Burger auf die Hand und setzen uns an den Fluss Liffey... umzingelt von Möwen und Tauben, Leider hat es sich mittlerweile bewölkt und sieht nach Regen aus.
      Während unserer Sightseeing-Tour kauften wir auch Postkarten und holten Briefmarken an einem Automaten. Das ist putzig. Es gibt 2er oder 5er Briefmarkensets. Man steckt das Geld rein und unten kommt eine Art Streichholzschachtel raus, wo die Marken drin stecken ^^



      Auf dem Rückweg zum Merrion Square kommen wir noch am riesigen, durch Elisabeth I gegründete, Trinity College vorbei. In der Alten Bibliothek findet man das berühmte Book of Kells.



      Viertel fünf sind wir wieder auf unserer Albatros und stärken uns bei einem Kaffee. Es hat angefangen, etwas zu regnen.

      22:00 Uhr: Das Ablegemanöver ging vorhin viel zu schnell. Geplant war 18:30 Uhr, ich bin 18:15 Uhr raus und da waren schon alle Leinen los und das Typhon ertönte <3
      Es ist immer noch wunderbar mild draußen (16 Grad). Den Jens habe ich nach dem Abendessen ins Bett gesteckt und bin allein noch ein paar Runden ums Deck gedreht. Das Essen war heute ungewohnt reichhaltig. Ich habe mal die Pasta probiert und das war ein richtig voller Teller mit viel Käse oben drauf. Sonst gibt es immer nur Kinderportionen :mosking:

      Die aktuellen Daten: Wir sind mit 18 Knoten bei Seestärke 2 und Windstärke 5 unterwegs. Noch 98,9 Seemeilen bis Cobh.
    • 10. August 2016: Cobh (Irland)

      19:00 Uhr: Wir sind seit heute wieder im "Fahrplan". Noch eine Stunde warten, bis das „Buffet Magnifique“ für uns beginnt. Wir sind in der 2. Tischzeit eingeteilt und schieben Hunger :wacko: Draußen scheint die Sonne und es ist 19 Grad mild. Heute früh war es noch düster und es zog sich erst im Laufe des Vormittags auf. MS Albatros lag wieder mitten im Ort. Direkt vor uns der Bahnhof, von wo aus man ins nahe gelegene Cork fahren kann. Von oben sieht er aus wie eine Modellbahnanlage. Da der Jens noch nicht wieder so fit ist, ließen wir das aber lieber sein.



      Wir besuchten die alles überragende St. Colman-Kathedrale. Ein sehr schönes neugotisches Bauwerk! :8o: Anschließend war es wieder einmal Zeit für einen Friedhof. Etwas außerhalb liegt der alte Friedhof von Cobh. Über 100 Opfer des RMS Lusitania-Untergangs von 1915 sind hier begraben. Auf dem Weg dorthin kommen wir zum Glück an einem Lidl vorbei und können unsere durch Jens' Schnupfen geschröpften Vorräte an Taschentüchern auffüllen :D



      Nach dem Mittag setzten wir unseren Rundgang fort. Cobh hieß eine zeit lang Queenstown (1949-1922) und ist als letzter Hafen der RMS Titanic bekannt. Da ist sie wieder. Dieses Schiff lässt uns wohl nicht mehr los :hmm: Es gibt sogar ein kleines Titanic Memorial. Wir genießen die Ruhe und schlendern mal hier und mal dort hin.



      17 Uhr ist Abfahrt und die ist wie immer traumhaft schön. Da ich mich nicht losreißen kann, schnappt sich der Jens die Taschenknipse und geht „Buffet Magnifique“ fotografieren. Es gibt eigens zwei Fotozeiten für die zwei Tischzeiten. Der Jens ist mit seinen normalen tagsüber-unterwegs-Klamotten rein und musste sich doch tatsächlich von einer Passagierin anhören, dass er sich hätte ruhig mal bissel schick anziehen können. Wie jetzt?!? Um mein Essen zu fotografieren, muss ich mich auch schon schick anziehen? :fie: Das verstehen wir beide nicht. Das war allerdings nicht seine einzige merkwürdige Erfahrung an diesem Tag. Während er so vorn seitlich am Bug stand, öffnete sich die Tür einer Suite und heraus kamen ihre Bewohner, ein Ehepaar. Er sagte zu ihr: „Mach bitte die Tür zu, damit der Mob nicht reinkommt“ :dash:



      23:00 Uhr: Das Buffet war mega-lecker, aber ich war zeitweilig mit der Auswahl überfordert :mosking: Es ist ziemlich schummerig im Restaurant, weil alle Vorhänge zugezogen sind. Mit der Zeit haben sich die Gäste dann aber daran zu schaffen gemacht und sie wieder geöffnet. Man will ja schließlich sehen, was man isst!



      Die aktuellen Daten: Wir sind mit 15,6 Knoten bei Seestärke 3 und Windstärke 5 unterwegs. Das Meer ist 100 Meter tief :D Noch 108,2 Seemeilen bis Falmouth. Es ist mit 17 Grad nach wie vor sehr mild.
    • Der Baustil ist tatsächlich neugotisch?Ich hätte die Kathedrale anhand der Bilder eher der Spätgotik zugeordnet... :huh: aber wieder etwas gelernt! :) Bild 106 ist genial kontrastreich!

      Ich bin weiterhin auf die Fortsetzung durch den Mob :D gespannt und freue mich auf dreistellige Wassertiefen.... ^^
      Gruss Stefan :)
    • @effemuc: Hab mal nachgeschaut. Der Bau der Kathedrale wurde 1868 begonnen und 1915 wurde der Turm fertig gestellt :D Ich dachte auf den ersten Blick, dass sie älter ist, aber wenn man direkt davor steht und das Mauerwerk aus der Nähe sieht, kann man erkennen, dass sie noch nicht soooo alt ist.
    • 11. August 2016: Falmouth (Südengland/Cornwall)

      Mein Eintrag im Reisetagebuch für diesen Tag ist recht kurz ausgefallen, musste ich eben feststellen :mosking:
      22:30 Uhr: Was für ein wunderschöner Tag liegt da hinter uns!!! Sonne, blauer Himmel und 19 Grad. Cornwall hat gehalten, was alle Rosamunde Pilcher-Filme versprechen: ein traumhafter Ort mit langen Stränden und Blumenpracht (baumhohe Hortensien). Viel mehr schreibe ich jetzt nicht auf, denn nach den zwei Gläsern Wein (Roland schlich sich wieder an und schwups war das Glas voll) und einem Baileys-Eisbecher und einem Tequila Sunrise ist das Schreiben nicht mehr so leicht :pardon:

      Die aktuellen Daten: Wir sind mit 16,9 Knoten bei Windstärke 5 und Seestärke 3 unterwegs. Die Meerestiefe liegt im Moment bei 70 Meter.

      So, nun die Ergänzung zum Tag:
      Kurz nach 7 Uhr erreichen wir unseren Ankerplatz vor Falmouth. Blauer Himmel – perfekt! :D Also rasch gefrühstückt und dann ab ins Tenderboot und an Land gefahren. Im Moment ist hier Segelregatta angesagt und wir fahren praktisch mitten durch die Segelboote durch :8o:



      Im Ort orientieren wir uns erst in die von Pendennis Castle entgegen gesetzte Richtung. Das Fort wurde vom berühmt-berüchtigten Heinrich VIII. gebaut (genau, der mit den sechs Frauen...). Man merkt, dass wir uns in einer Urlaubsregion befinden, denn es sind viele britische Familien unterwegs. Und diese tollen kleinen Läden die es hier gibt! Überall werden selbst gemachte Dinge verkauft: Kleidung, Accessoires... gefährlich, gefährlich ^^



      Nach einer Mittagspause geht es in die andere Richtung: wir laufen um die Halbinsel, auf der Pendennis Castle liegt und ein Stück an der Strandpromenade entlang. Es ist wunderbar warm in der Sonne. Dem Jens geht es schon besser und mir kratzt es im Hals... :girl_cray2:



      Mit einem der letzten Tenderboote düsen wir zurück zur weißen Lady. Das Einholen der Tenderboote ist immer wieder interessant zu beobachten. Das ein oder andere Fischerboot kommt auch noch vorbei, bevor wir 18 Uhr den Anker lichten und uns von Rosamunde Pilcher verabschieden :girl_sigh:

    • Ohja, das Rosamunde Pilcher-Land ist schon auch wunderschön, ich war 2007 im August dort und hatte fantastisches Wetter. :rolleyes: Die Pflanzenpracht ist schon enorm, die riesigen Hortensien, Rhododendren und die vielen Kübelpflanzen, die wir mühselig überwintern wachsen da einfach so undwahnsinnig üppig. Ich habe sogar Bananenpalmen in Vorgärten gesehn. :8o: Unglaublich.
      Vielen Dank für die tollen Fotos. :thumbsup:
      LG Sehpferd /Helga :ilhr:

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    • @sehpferd: Ja, unsereins ärgert sich rum, weil den Hortensien im Frühjahr die Knospen erfrieren und die Fuchsie nur mühsam über den Winter gerettet werden kann :wacko:

      12. August 2016: Portsmouth (England)

      Ein weiterer wundervoller Tag liegt hinter uns. Das Wetter war wieder mal vollkommen unbritisch: blauer Himmel, Sonne und 22 Grad :thumbup: Morgens sah es allerdings noch düster aus, als wir an der HMS Warrior von 1860 vorbei in den Hafen von Portsmouth fuhren. Portsmouth ist einer der wichtigsten militärischen Häfen in Europa. Hier liegt etwa die Hälfte aller Royal Navy-Schiffe.



      Unser heutiger Ausflug begann 8:30 Uhr, der Bord-Weckdienst zwitscherte also beizeiten los. Vier Busse machten sich auf den Weg nach Stonehenge. Zunächst saßen wir ganz hinten im Bus, bis der begleitende Reiseleiter vom Schiff vor uns stand und sagte: „Die Letzten werden die Ersten sein. Sie dürfen ganz nach vorn hinter den Busfahrer, wenn Sie mögen.“ Blöde Frage, natürlich wollten wir und hatten so einen tollen Ausblick nach vorne :8o:

      Zunächst fuhren wir nach Salisbury. Dabei machte der Bus einen kleinen Umweg durch den New Forest. Hier laufen Kühe, Pferde und Schweine frei herum (mitunter auch auf den Straßen) und es gibt sehr schöne strohgedeckte Häuser. In Salisbury hatten wir nicht allzu viel Zeit. Es reichte gerade so, um einen kurzen Spaziergang durch das historische Zentrum zu machen und die berühmte gotische Kathedrale aus dem 13. Jahrhundert zu bestaunen. Für einen Besuch im Inneren war uns die Zeit zu knapp und wir drehten nur eine Runde durch den Kreuzgang :rolleyes:



      Nun ging es weiter nach Stonehenge. Wie zu erwarten, war es dort recht voll, aber noch erträglich. Im Besucherzentrum bekamen wir einen Audioguide und unsere englische Reiseführerin scheuchte uns alle in einen Shuttlebus, der uns die zwei Kilometer bis zum Steinkreis brachte. Mit dem Audioguide in der Hand ließen wir uns Zeit beim Umrunden der Anlage. Ich finde es immer wieder merkwürdig, wenn man plötzlich an Orten steht, die man nur aus dem Fernsehen kennt. Trotz der vielen Menschen um uns herum ist der Besuch dieser alten Kultstätte etwas Besonderes für uns. Ich kann es nicht begründen, es ist einfach so :)
      Heute war auch wieder Alfons mit uns unterwegs :cool:



      14:15 Uhr starteten wir die Rückfahrt zum Schiff und es zog mir kolossal die Augen zu... Dank eines Staus und einer sehr gründlichen Kontrolle am Hafeneingang (mit Taschen durchleuchten und das ganze Programm rings herum) waren wir gegen 16 Uhr zurück an Bord. Nach einer Tasse Kaffee legte ich mich für eine Stunde hin :sleeping: Wie befürchtet, hat mich der Jens angesteckt und meine Mandeln fühlen sich schon den ganzen Tag an wie Tennisbälle :pinch: Und ausgerechnet heute ist 21:30 Uhr die Crew-Show.

      23:30 Uhr: Die Ausfahrt aus Portsmouth um kurz nach 19 Uhr genießen wir in der warmen Abendsonne :love: Am Horizont sehen wir ein ziemlich großes Kreuzfahrtschiff. Beim Abendessen stellt der Küchenchef sein Team vor. Außerdem überholen wir den schwimmenden Schuhkarton, den wir vorhin gesehen haben. Mir ist schlagartig wieder klar: lieber ein 40 Jahre altes „echtes“ Schiff mit Umlaufdeck, viel Außenbereichen und einem hübschen Heck, an dem sicher hier und da eine Beule mehr dran und vielleicht auch der Lack bissel ab ist – aber so was wie da neben uns schwimmt?!? Neeee :nono:



      Die Crew-Show war übrigens vom Allerfeinsten. Das unser Tischkellner Canada gut singen kann, wussten wir ja schon, aber wie er da Tom Jones gesungen hat... einfach nur wow :good3: Was auch sehr niedlich war: einige Mitglieder der Reiseleiter-Crew (inklusive Kreuzfahrtdirektor) stellten uns musikalisch und anschaulich vor, was sie beruflich machen würden, wenn sie nicht auf einem Kreuzfahrtschiff arbeiten würden. Das war sehr lustig und vor allem für die Zuschauer in den ersten Reihen etwas nass. Sie versuchten sich dann auch mit dem Hochhalten der Getränkekarten vorm Wasser zu schützen, hihi :laugh1: Da in der Atlantiklounge immer gefühlte 40 Grad sind, mussten wir hinterher erst mal Frischluft tanken.

      Als Bonbon dieses tollen Tages gab es einen gigantischen Sternenhimmel mit der ein oder anderen Sternschnuppe :girl_sigh: Es ist schließlich gerade Perseiden-Zeit. Für uns der krönende Abschluss eines langen, anstrengenden und wirklich sehr schönen Tages (falls ich das noch nicht genug betont haben sollte) :D

      Die aktuellen Daten: 18,5 Knoten Fahrt bei Seestärke 3 und Windstärke 5. Das Meer ist nur 40 Meter tief und es sind immer noch 17 Grad draußen.
    • 13. August 2016: Vlissingen (Niederlande)

      11:15 Uhr: Vor einer Stunde haben wir angelegt, 45 Minuten früher als geplant. Draußen sind 20 Grad und der Himmel ist blau mit Dekowolken. So gehört sich das! ^^ Nach dem Mittag wollen wir mit dem kostenlosen Shuttlebus in die Stadt fahren. Wir liegen ziemlich weit draußen und im Industriehafen dürfen wir nicht herumlaufen.

      17:00 Uhr: Vor einer halben Stunde sind wir aus Vlissingen zurück auf unser Schiff gekommen. Wir haben heute ganz ruhig gemacht, sind durch die Stadt geschlendert, ich habe noch ein paar Postkarten geschrieben und wir haben einen Kaffee getrunken. Nach dem braunen Wasser auf dem Schiff eine wahre Offenbarung. Zum Abschluss haben wir uns auf dem Deich gesonnt. So lässt sich das Leben aushalten. Gaaaaanz entspannt :8):



      Wir haben unterwegs dieses Schild gesehen. Vielleicht ein neues Wanderziel? :mosking:



      In einer halben Stunde ist auf dem Lido-Deck der abschließende Kapitänsempfang. Das Ende der Reise rückt bedrohlich näher. Wie immer ist mir unser schwimmendes Zuhause ans Herz gewachsen, mit all seinen kleinen Schönheitsfehlern :)
      Ich bin schon wieder hin- und hergerissen: wir haben so viel erlebt in den letzten zwei Wochen, dass mir manchmal der Kopf schwirrt vor Eindrücken. Vielleicht ist es doch gut, wenn bald etwas Zeit ist, das Ganze sacken zu lassen, hm :hmm: Aber das Meer mit seinen Wellen und dem stetigen Wind wird mir fehlen. Zum Glück bleibt mir noch ein Tag Zeit, mich gedanklich von der Reise zu verabschieden.
      Aktuell sind übrigens 22 Grad draußen.

      00:00 Uhr: Wir sind leicht verspätet losgefahren. Es haben zwei Passagiere gefehlt. Wegen der einsetzenden Ebbe blieb jedoch nicht viel Zeit zum Warten. Leider habe ich nicht mitbekommen, ob die beiden es noch rechtzeitig geschafft haben oder ob sie in Vlissingen zurück geblieben sind. Direkt nach den Abschiedsworten des Kapitäns werden die Leinen gelöst und es geht los :girl_witch:



      Unser Tischkellner Canada hatte heute Geburtstag. Die anderen Kellner haben ihm zum Abendessen ein Ständchen gesungen und er hat sich mit einem Tom Jones-Lied bedankt. Natürlich mit Pfeffermühle als Mikro :D
      Wir fahren ziemlich nah am Strand vorbei, so als wenn wir gleich auf Grund auflaufen :huh:



      Wir waren nach dem Abendessen mit unseren Tischnachbarn noch was in der Casablanca-Bar trinken. Die drei saßen heute am Kapitänstisch und wir mussten allein Abendessen. Das Wetter an der westirischen Küste muss wohl noch schlechter gewesen sein, als prognostiziert, hat der Kapitän erzählt. Also alles richtig gemacht.

      Die aktuellen Daten: Wir sind mit 17,7 Knoten, Seestärke 3 und Windstärke 2 unterwegs. Das Meer ist 20 Meter tief, die Temperatur sagt 19 Grad.
    • 14. August 2016: Helgoland

      23:30 Uhr: Die letzte Nacht an Bord... Wir waren nochmal mit unseren Tischnachbarn einen Absacker in Harry's Bar trinken. Die drei sind uns ebenfalls ans Herz gewachsen, Adressen sind schon getauscht :rolleyes: Heute Vormittag gab es ein Frühschoppen mit Freibier, Weißwurst & Co., dass wir auch mit ihnen verbracht haben. So viel Bier vor dem Mittagessen ist eigentlich nichts für mich... :wacko: Am späten Vormittag taucht dann Helgoland am Horizont auf.



      Das Tendern nach Helgoland war eine schaukelige Angelegenheit. Der Kapitän ist erst mit dem dritten Liegeplatz zufrieden, so dass die ersten Boote etwas später starten konnten als geplant. Da nach Decks getendert wird, waren wir erst nach 16 Uhr dran. 20 Minuten dauerte die Überfahrt. 17 Uhr betraten wir erstmals helgoländer Boden und steuerten direkt in Richtung lange Anna und zu den Basstölpeln. Das ein oder andere dicke Küken sitzt noch im Nest. Das Wetter war einmal mehr traumhaft schön. Was für ein Licht! :love:



      Eben hat der Jens unsere Trolleys auf den Gang gestellt und sich direkt ausgesperrt. Da stand er nun im Schlafanzug vor der Kabinentür und begehrte Einlass :mosking: Gegen 1:30 Uhr ist die Abfahrt in Richtung Bremerhaven geplant. Dort sollen wir ungefähr 8 Uhr ankommen. Auch MS Artania treffen wir morgen dort wieder.

      Die aktuellen Daten: Es ist noch 17 Grad warm, Seestärke 2 und Windstärke 4.


      15. August 2016: Bremerhaven

      Natürlich waren wir pünktlich in Bremerhaven, alles andere hätte mich gewundert. Wir frühstücken ein letztes mal gemeinsam mit den lieben Mitreisenden und holen hinterher das Handgepäck aus der Kabine. Wie immer geht am Ende alles viel zu schnell. Runter vom Schiff, Gepäck geholt. Leider ist das Kofferband vom schwarzen Trolley verschwunden. Vor dem Terminal stehen wir nicht lang, bis der Bus zum Hotel da ist. Die Rückfahrt nach Chemnitz verläuft ohne Stau und am Nachmittag stehen wir in der Wohnung mit der üblichen Frage: Waren wir überhaupt weg? :hmm:

      Nun liegt ein toller Urlaub hinter uns. Wir haben uns sehr wohl gefühlt auf MS Albatros. Sonst hätten wir wahrscheinlich auch nicht so schnell wieder eine Reise mit ihr gebucht :D Aber man braucht schließlich ein Ziel worauf man sich freuen kann. Für uns geht es am 24. Oktober noch für ein paar Tage nach Lissabon, danach beginnt das Warten auf nächstes Jahr. Dann machen wir die Ostsee unsicher :rolleyes:

      So, dass war es von der Großbritannienkreuzfahrt mit Überraschungshäfen. Vielen Dank fürs Mitreisen! ^^
    • Dankeschön, für den tollen, interessanten Bericht mit den wunderschönen Fotos.
      :thumbsup: Ein paar Plätzchen in Südengland habe ich auch schon besucht, auch Stonehenge. Ich war dort auch ziemlich beeindruckt. Die Kathedrale von Salisbury ist auch von innen wunderschön, komme leider gerade nicht an die Fotos.
      Vielleicht sollte ich doch einmal nach einer Reise mit der White Lady oder mit der Grand Lady schaun. :whistling:
      LG Sehpferd /Helga :ilhr:

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    • Hallo Tanja,

      vielen Dank für deinen ausführlichen Reisebericht und die tollen Fotos !!! :thumbsup: :thumbup: Ein bisschen schade, wenn man auf so einer schönen Reise krank wird, aber ich glaube, ihr habt trotzdem das beste daraus gemacht. Schöne Vorfreude auf eure nächste Reise !!! :winki:
      Viele Grüße
      Seemaus
    • Liebe Tanja,

      aufgrund wochendlicher Abkömmlichkeit :D habe ich soeben die letzten 4 Reisetage nachgelesen(!) :) Schade,dass es mit einem Besuch des Innerern der Kathedrale von Salisbury nicht geklappt,viel älter geht es bauwerklich gesehen nun wirklich nicht... ^^ Tolle Bilder auch von Helgoland inclusive gefiederten Gästen.Alles in allem war es wohl wettermässig eine Reise der Superlative und ich habe festgesellt,dass wir einige gemeinsame Interessen teilen (ich sage nur Friedhöfe =O ).Leider muss ich jetzt wieder lange auf einen Reisebericht mit Angabe der Wassertiefe warten.... ;)
      Gruss Stefan :)