BKB mit MS Spitsbergen 15.8.2016

    • B-K-B
    • Tag 5
      ..beginnt mit der Einfahrt in den Trollfjord um 0:30. Die Suchscheinwerfer tasteten die Felswände ab, sonst war es bei bdecktem Himmel stockdunkel. Bei solchen Verhältnissen mit 2 Schiffen gleichzeitig zu manövrieren wäre schlicht leichtsinnig (meinten erfahrene Seeleute). Die Fahrt durch den Raftsund verlief dann im Schlaf. Der restliche WEg nach Tromsø war wenig spektakulär: glatte See, viel Sonne, wenige Wolken. Am Abend gab es dann die Dreingabe Lyngenfjord und Anlegen im hübschen Fischerort Hamnnes (6000 Jahre alter Handelsplatz, heute nur noch 35 Einwohner, Stockfischproduktion). Bei der Gelegenheit möchte ich unser gut informierendes Expeditionsteam einmal vorstellen, die deutsche Geologin Friederike Bauer und den schweizer Reiseleiter Heinz Erbacher) die uns an Deck 8 oder in der Explorerlounge über Sehenwürdigkeiten unterrichten.
      Viele Grüße Harald S.

    • Ja ich habe gestern Abend bei MT gestalkt und gesehen, dass ihr in Hamnes angelegt habt. Wir sind Anfang Mai southbound mit dort gewesen, liegt nett, aber ich glaube wohnen möchte ich da nicht. Ich glaube alle 35 Einwohner standen zur Begrüßung fahnenschwenkend parat. :thumbsup:

      Danke fpr deinen Bericht
      LG Sehpferd /Helga :ilhr:

      [/url]
    • Tag 6
      Noch immer ist das Wetter schön, obwohl deutlich mehr Wolken am Himmel sind. In Honnigsvåg stehen 3 Busse zum Nordkapp und einer zur Vogelsafarie für die Spitsbergen und die Lofoten bereit. Da wir schon einmal am Nordkapp waren, nutzten wir die Möglich der Umbuchng des Ausflugs in die Vogelsafari. Bitte liebe Leser, habt zu dieser Jahreszeit keine großen Erwartungen mehr von diesem Ausflug, denn da die Brut schon längst flügge ist, sind zumindest die Papageientaucher (bis auf ein paar Restexemplare) weiter gezogen. So waren die bis zu 10 gleichzeitig zu sehenden Seeadler die eigentliche Attraktion. Spannung gab es dann beim Ablegen, weil 2 Paxe felhten. Da die Rettungsübung der Mannschaft und das Bergen des Rettungsbootes noch nicht abgeschlossen waren, legte die Spitsbergen tatsächlich noch einmal an (mit der zugehörenden Prozedur der Gangway). Da hatten die Paxe Ri Glück, dass die Mannschaft beim Anschlagen (Festmachen) des Rettungsbootes an den Kran noch nicht perfekt war.
      Viele Grüße Harald S.

    • Tag 7
      Heute standen nur 2 Häfen auf dem Programm: Kirkenes und Vardø . Als wir morgens aus dem Fenster sahen, stellten wir fest, dass die Wettervorhersage stimmte. Das erste Mal Regen. Da es kein schlechtes Wetter gibt sondern nur falsche Kleidung sind wir durch Kirkenes in Regenkleidung gelaufen. Für einen Ausflug mit dem Boot oder Quad hatten wir uns zum Glück nicht entschieden. Da heute (Sonntag) die Geschäfte geschlossen waren und der Ort auch sonst nicht so ineressant ist, war es ein kurzer Spaziergang. Wieder südgehend wurde das Wetter besser, so dass wir mit dem Expeditionsteam das "Hexen-Verbrennungs-Mahnmal" und die alte Festung trocken besichtigen könnten.
      Die Barentsee ist momentan ganz schön ruppig, aber die Spitsbergen liegt verhältnismäßig ruhig im Wasser, obwohl es im Vorschiff manchmal ganz schön kracht, wenn der Bug in die Wellen klatscht.
      Viele Grüße Harald S.

    • Tag 8
      Honnigsvåg haben wir komplett verschlafen, nachdem die Nacht durch immer noch rauhes Wasser für uns Landratten etwas unruhig war. Das Frühstück am Nordkapp stand nicht auf dem Programm und ohne Wecker bekommt man so einen Hafenaufenthalt auf der Spitsbergen nicht mit. In Hammerfest war dann der Himmel aufgerissen und der Aussichtsberg konnte wieder zu Fuß erobert werden, bevor der HR-Bus ankam. Nach Hammerfest zog sich der Himmel mit ganz tief liegenden Wolken zu, so dass der Abstecher in den Bergsfjord nicht den angekündigten Gletscherblick ermöglichte, aber immerhin sind wir bis hinein gefahren.
      Am Abend durften wir an einem Quiz des Explorerteams teilnehmen, abgefragt wurde Wissen, das uns von eben diesem vermittelt worden war. Als Preis gab ein vom Küchenchef handsigniertes Kochbuch, das auch viele Rezepte der angebotenen Mahlzeiten enthält.
      Viele Grüße Harald S.

    • Tag 9
      Das erste, was wir heute mitbekommen hatten, war das Abspritzen des Decks vor 4 Uhr! Danach merkten wir, dass die Überfahrt nach Harstad immer noch unruhig war. Die westlichen Winde brachten kühle und feuchte Luft, so dass wieder eine tief liegende Wolkendecke die Gipfel verdeckte; keine guten Voraussetzungen für die Vesterålen-Bustour. Doch gebucht war sie und trotz fehlender Sonne – wenn man Berücksichtigt, dass hier ein sich täglich wiederholendes Programm abläuft – eine eindrucksvolle Fahrt. Im Raftsund wurden die Adler-Safari-Paxe ausgebootet, erreichten den Trollfjord bei Nutzung der Abkürzung nördlich Ulvøya auch erst kurz vor der Spitsbergen. Die Lofoten, die auch diesen Weg nutzte, wartete übrigens trotz Tageslicht, bis wir wieder aus dem Fjord waren. In Svolvær starteten die Lofotentouren. Ich bin gespannt, wie diese in der bald beginnenden Dämmerung empfunden wurden (Aussage folgt morgen). Derzeit (22:15) laufen wir Stamsund bei fast vollständiger Dunkelheit an.
      Viele Grüße Harald S.

    • Tag 10
      Nach einer ruhigen Überfahrt hatten wir etwas länger geschlafen, da der 1 "Piont of Interest" das
      Passieren des Polarkreises war. Auf den üblichen Löffel Lebertran für das Verlassen der Polarregion (vor dem Frühstück <X) haben wir verzichtet. Das Wetter hielt sich ganz gut, bis Sandnessjøen kam die Sonne durch und auch die 7 Schwestern waren gut zu sehen. Am Nachmittag gab es von unserer Expeditionsteam-Geologin einen guten Abriss über die Entstehungsgeschichte der Erde und natürlich speziell der Topografie Norwegens. Während des Aufenthalts in Bronnøysund fand ein sehr informativer Ausflug zu einer nahegelegenen Lachsfarm statt. Leider hatte es bei der Abfahrt dort zu regnen begonnen, so dass das Loch im Torghattan kaum zu erkennen war. Nach dem Quiz von Vorgestern wurde heute ein Quiz zur Musik aus der Zeit der "Jugend der Paxe " (meine Definition) veranstaltet (Preis wieder ein Kochbuch).
      Zu den Ausflügen von gestern bleibt nachzutragen, dass auf der Adler-Safari bis zu 5 Adler gleichzeitig gesichtet wurden und dass die Lofoten-Bustour zwar eindrucksvoll, aber vom Licht schon grenzwertig war, sicher auch dem bedeckten Himmel und der etwas verspäteten Abfahrt geschuldet.
      Viele Grüße Harald S.

    • Tag 11
      Der Tag beginnt in Trondheim mit 30 min. verspäteter Ankunft. Die Verspätung hatten wir uns in Bronnøysund mit dem Warten auf die Lachs-Ausflügler eingehandelt. Nach einem kleinen hafenrundgang wurden wir um 10:30 Uhr über das Ende der Reise in Bergen informiert. Kabinen bis 10, Suiten bis 12 Uhr räumen. Wer wollte konnte dem Küchenchef bei der Lachsfiletierung zuschauen. Wege kräftiger Gegenströmung hatten wir in Kristiansund auf wieder Verspätung, so dass dort nur die Paxe für den Atlantikstraßen-Ausflug von Bord gegangen sind. Das Wetter war wieder einmal durchwachsen, aber wir haben noch einmal den einen (!) funktionierenden Whirlpool genossen.Der Kurzaufenthalt in Molde endete mit sehenswerten Manövern aller drei gleichzeitig im Hafen liegenden Hurtigrutenschiffe (Lofoten, Spitsbergen, Trollfjord). Alle Paxe aus 17 Nationen waren zum Abschiedstrunk mit Captain und Mannschaft in die Exlporerbar geladen. Dort wurde über die Monitore ein Auswahl begeisternder Bilder eines Gastes gezeigt.
      Viele Grüße Harald S.

    • Tag 12, Abreise
      Der Morgen begann wie angesagt im Regen. Der Spaziergang durch Bergen entfiel und wir kauften für die letzten Kronen die Bustickets auf dem Schiff. Aus-Checken und Gepäckübernahme verliefen prima, die HR-Kofferschilder waren sogar so gedreht worden, dass sie lesbar waren. Mein Versuch, die wieder knappe Anschlussverbindung (50 min.) in Oslo vorzuverlegen (wir waren 3 Stunden früher am Flughafen als geplant), wäre nur bei Zahlung von 600 Nkr pro Nase gegangen. Es kam, wie es kommen musste, unsere Maschine hatte 20 min. Verspätung. Da wir schon für den Flug 284 eingescheckt waren, war es nicht so einfach, jemanden zu finden, der sich unseres Problems annahm. Dann ging es alles ganz schnell. Wir rannten zum anderen Gate, um für den Flug 280 neue Bordkarten zu bekommen. Da Flug 282, also der direkt vor unserem, ausfiel, war hier ziemliche Panik, denn wir waren nicht die einzigen (auch andere HR-Paxe trafen wir wieder). Mit Glück und Sonderschleusungen durch eigentlich gesperrte Wege errichten wir unseren Flug nach Berlin, um in der Nacht noch weiter zu fahren zur Hochzeit unseres Sohnes (wir waren mit den Nerven ziemlich fertig).
      Fazit: In Oslo nie weniger als 1,5 Stunden (ohne Zoll!!!) zum Umsteigen einplanen, zumal der Flughafen derzeit umgebaut wird.
      Bilder folgen
      Viele Grüße Harald S.