BKB mit MS Spitsbergen 15.8.2016

    • B-K-B
    • BKB mit MS Spitsbergen 15.8.2016

      Hallo Foris,
      endlich ist es soweit, dass ich von meiner Tour berichten kann:
      Tag 1, Anreise und Start
      Um es vorweg zu nehmen, es war der befürchtete Horror. Der ursprüngliche Flug von Berlin über Kopenhagen nach Bergen wurde von SAS zweimal geändert. 1. Flug über Oslo (Achtung Gepäck durch den Zoll) mit einer Umsteigezeit von 1h 20 min (das sollte so gerade zu schaffen sein) 2. Umsteigezeit auf 50 min verkürzt. Mein Versuch, den Anschlussflug nach Bergen umzubuchen auf einen späteren Termin (ich hatte genug Puffer eingebaut) wurde von SAS verweigert, weil es theoretisch klappen kann (Sollzeit 45 min.). Es hat natürlich nicht geklappt, die Umbuchung in Oslo war problemlos, aber schon wieder knapp in der Zeit, da der nächste Flug schon 50 min. später startete. Wir haben den Flieger erreicht, nur unser Gepäck nicht. Nicht so schlimm der nun folgende Flug sollten wieder gut eine Stunde später eintreffen. Vorsorglich wurde das Fehelen der Koffer angezeigt. Der Flug hatte eine Dreiviertel Stunde Verspätung, langsam würde es knapp, nichts mehr mit Flybussen und von Festplassen laufen (übrigens bei Bergen untypischem Sonnenschein). Die Koffer waren wieder nicht dabei, aber da der nächste Flug fast planmäig kam, warteten wir diesen auch noch ab und konnten mit Freude unsere Koffer in Empfang nehmen. Der letzte Hurtigrutenbus brachte uns als fast letzte Paxe zum Schiff. Mehr später
      Viele Grüße Harald S.

    • Haa, wunderbar, der nächste Livvebericht. :thumbsup:
      Na das ging ja gut los, wennich im Frühjahr nicht soviel Puffer ( fast 3 Stunden) in Kopenhagen gehabt hätte, hätte ich vielleicht auch ein Problem gehabt, aber zu guter Letzte ist ja alles gut gegangen. Viel Spaß auf eurer Tour, gutes Wetter ( was auch immer gut für euch bedeutet) und genug Zeit uns auf dem Laufenden zu halten :whistling:
      LG Sehpferd /Helga :ilhr:

      [/url]
    • Erste Nacht und Tag 2
      Die Betten sind königlich, wie auf einem Thron und damit ist genug Platz, um den größten Koffer darunter zu schieben, zumindest gilt das für unsere Kabine 708. Mit der eingeschränkten Sicht kann man leben, etwas unangenehm ist nur das von außen vollkommen durchsitige Fenster (Umlauf zu den Rettungsbooten). Nachts störte ein maschinengewehrartiges Klopfen, bis ich festgestellt hatte, dass es nur eine unter der Resonaz der Schiffsdiesel klappernde Salbentube auf dem Klapptisch war.
      Der Morgen begann mit Sonnenschein auf der Fahrt in den Geirangerfjord . Die Sonne blieb uns den ganzen Tag erhalten (25 Grad in Geiranger ) so dass wir uns entschlossen, auf der Rückfahrt (Ørnevejen ist bekannt) ganz dekadent die Landschaft aus dem Whirlpool (ja, sie funktionieren!) zu betrachten. Entschuldigt die neue Namensfindung "Geilranger". Das erste Anlegemanöver in Ålesund verlief unspektakulär und butterweich.
      Die Fahrt an sich ist sehr angenehm und die Reisegeschwindigkeit über 14 Knoten deutet auch auf eine funktionierende Technik hin. Zurzeit sind wir auf dem Weg nach Molde bei wolkenlosem Himmel und leichtem Dunst, keine schlechten Anzeichen für morgen. Wenn es mir gelingt, auch ein paar Bilder auf Forumformat zu verkleinern, werde ich sie von unterwegs hochladen, ansonsten nach Ende der Reise.
      Das Essen ist wie gewohnt gut, könnte aber immer noch wärmer am Tisch ankommen. Kaffee gibt es in der Explorerbar oder auf Deck 8 fast den Gazen Tag, die Spezialitäten nur bei geöffnetem Restaurant (außer abends), Mehr morgen.
      Viele Grüße Harald S.

    • Den guten Wünschen für Eure Tour schließe ich mich natürlich gerne an und freue mich schon auf die Fortsetzung Eures Liveberichts. Besonders nachdem es im Mai mit meiner Tour auf der Spitsbergen nicht geklappt hat, sauge ich Berichte von Bord wie ein Schwamm auf. ;)
      Grüße
      Jörn


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    • ruder-rabe schrieb:

      übrigens bei Bergen untypischem Sonnenschein

      wieso - ich kenne Bergen fast nur mit Sonnenschein, und ich war mittlerweile wahrlich schon oft da ;)

      ruder-rabe schrieb:

      dass es nur eine unter der Resonaz der Schiffsdiesel klappernde Salbentube auf dem Klapptisch war.

      :laugh1:

      ruder-rabe schrieb:

      Das Essen ist wie gewohnt gut, könnte aber immer noch wärmer am Tisch ankommen

      Diese Diskussion hatte ich auf meiner letzten Reise, da ich feststellte dass es nicht nur auf dem Schiff oft wärmer hätte sein können, auch in Bergen und Oslo habe ich das festgestellt. Als ich eine in Norwegen lebende schweizer Freundin darauf ansprach meinte sie, stimmt - ihre Familie stellte oft fest dass sie das Essen viel zu heiss serviere...

      Weiter gute Fahrt!
      Jan 2009 FM ~ Jan 2010 NL ~ Jan 2011 FRAM (Antarctica) ~ Apr 2011 NN ~ Mrz 2012 LO ~
      Jan 2013 LO (Alta) ~ Feb 2014 KH ~ Jan 2016 LO ~ Feb 2018 LO

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    • Tag 3 nur Sonne
      wie erhofft, schien den ganzen Tag die Sonne. Da wir Trondheim 2013 schon einen kompletten Tag unsicher gemacht hatten, stand diesmal noch Nidoras-Dom an. Wir waren so früh dort, dass wir für erste Besteigung um 10 Uhr noch warten mussten. Am spektakulärsten ist der Aufstieg, sehr eng und steil, man sollte in jeder Beziehung nicht zu schwer sein. Die anschließende ruhige Fahrt haben wir auf dem sog. Explorer-Deck
      verbracht. Trotz des unangenehmen Windes findet man weniger zugige Ecken; sogar hinter den schräg stehenden Scheiben an der vorderen Reling kann man es aushalten. Die Fahrt durch den Stocksund habe ich auf dem Umlauf ganz vorn am Bug erlebt, während sich die meisten Paxe auf Deck 8 gedrängelt haben. Also auch auf schwierigen Passagen kann man da drauf. Die Winke-Konkurrenz mit der Finnmarken in Rørvik fiel leider trotz Wartens der Spitsbergen aus, weil die FM nicht los kam – schade denn wir waren mit Fahnen und Handtüchern nahezu komplett an Deck.
      Viele Grüße Harald S.

    • Tag 4 Zwischenbericht und Nachtrag
      Der Tag begann früh. Bereits nach 6 Uhr war das Explorer-Deck gut besucht, denn die Fahrt durch den wunderschönen Holandsfjord zum Svartisen wollten sich nicht viele entgehen lassen. Dort angekommen wurden wir bei wieder strahlender Morgensonne und spiegelglattem Wasser mit einem unvergesslichen Blick belohnt. Leider war mein Versuch, die Rib-Boatsafari zum Saltstraumen etwas vorzuverlegen (Springflut mit größtem Pegel kurz nach 12) nicht erfolgreich. Zu meinem Verdruss wurde uns dann auch noch das sicher interessante Kulturprogramm auf dem Hinweg serviert, so dass das größte Spektakel schon vorbei war. Dennoch, der Ausflug hat sich gelohnt. Gerade (16:20) sind wir auf dem Weg nach Stamsund von der Lofoten überholt worden (wegen der Staffelung des geplanten Trollfjordbesuchs?).
      Nachtrag zu Tag 2: In Ålesund legte die Lofoten mit "Brems-Anker" vor uns an und es verließen viele Tagesgäste das Schiff (bei uns keine Tagespaxe).
      Viele Grüße Harald S.

    • Wir waren vorige Woche gemeinsam im Trollfjord. So klein ist der gar nicht, da hätte locker noch ein Schiff Platz zum Manövrieren gehabt. Absprache der Kapitäne ist halt erforderlich.

      Die Spitsbergen fährt aktuell nicht Linie, daher nimmt sie auf der gesamten Strecke keine Distanzreisenden auf. Die notwendige Kapazität muss momentan alleine von der Lofoten zur Verfügung gestellt werden. Ich habe erlebt, was es heißt, wenn in Alesund das ausgebuchte Schiff von mehr als 100 Tagesgästen geentert wird. Das führte soweit, dass der Reiseleiter mehrmals in mehreren Sprachen durchsagte, dass man reservierte Sitzplätze räumen darf, wenn dort länger als für einen Toilettengang niemand sitzt.
      Gerda (Alta Connection) :lofoten2:
    • ruder-rabe schrieb:

      (wegen der Staffelung des geplanten Trollfjordbesuchs?).

      Wohl kaum - wie norwegenfans.123 schon schreibt haben da beide Schiffe platz, ausserdem liegen ja noch zwei Häfen dazwischen. Die LOFOTEN kann in diesen Häfen ja nicht früher losfahren.

      Ja - eine mit Kurzreisenden volle LOFOTEN ist eine Herausforderung, haben wir im Winter zwischen Tromsø und Skjervøy erlebt, als wegen einem Lawinenniedergang die Strasse gesperrt war und alles was nach Hause wollte auf das Schiffchen gepackt wurde.
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    • Tag 4, Teil 2
      Ich habe doch gar nichts von Platzproblemen beim Trollfjordbesuch geschrieben. Trotz gleicher Ankunft in Svolvær hat die Lofoten eine halbe Stunde vor uns (22:30) abgelegt. Es ist schon dunkel und die Felswände sollen von den Schiffsscheinwerfern angestrahlt werden. Ob es da Blendungen gäbe oder einfach der optische Eindruck bei Einzelbesuchen schöner ist, sollte egal sein.Wir sind jedenfalls so spät dran, dass es die obligatorische Fischsuppe schon ca. eine Stunde vor erreichen des Trollfjords gibt. Momentan (kurz nach 23 Uhr) ist eine tolle Spätabendstimmung. Der wolkenfreie Westhimmel hat noch Reste vom Tageslicht, auch gen Norden ist die blaue Stunde noch nicht vorüber, so dass die Berge eine schwarze Silhouette zeichnen während
      Sich über uns der Himmel zugezogen hat. Vielen Dank für die Ergänzung, warum wir keine Tagespaxe aufgenommen hatten (war von mir wegen Platzmangels ausgelassen worden). Weiteres Indiz: Die Spitsbergen führt auch noch nicht die Postflagge.
      Viele Grüße Harald S.

    • ruder-rabe schrieb:

      Trotz gleicher Ankunft in Svolvær hat die Lofoten eine halbe Stunde vor uns (22:30) abgelegt

      Nun ja - LOFOTEN fährt im Liniendienst und ihre Zeit in Svolvær ist 2100 - 2200.

      ruder-rabe schrieb:

      Die Spitsbergen führt auch noch nicht die Postflagge.

      Wird sie vermutlich auch nicht kriegen, da sie zwar eine zeitlang MIDNATSOL ersetzt, letztendlich aber als Expeditionsschiff vorgesehen ist.
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