Spätwinterrunde mit Frühlingstagen (B-K-B)

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    • Spätwinterrunde mit Frühlingstagen (B-K-B)

      Hallo liebe Foris,

      Anfang März haben wir uns ein zweites Mal auf die Runde B-K-B begeben. Unsere erste erfolgreiche Rundreise im Herbst 2013 war ja schon toll, aber eigentlich wollten wir die Reise von Anfang an im Winter machen.

      Warum das erst im zweiten Anlauf gelang ist eine längere Geschichte, die ich hier überspringen möchte. Fest steht, wir wollten es wissen
      und haben wieder gebucht. Das es wieder die MS NORDLYS wurde, ist ein Stück weit dem Fahrplan zu verdanken. Dass die Kabine wieder die 610 war liegt
      daran, dass wir sie für eine gute Wahl in Sachen Preis/Leistung halten.

      Hier nun unser Reisebericht, der auch auf unserer Webseite zu finden ist, ebenso wie der Bericht von 2013, der hier im Forum leider seine Bilder verloren hat.

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      Mittwoch - 02.03.2016 - Frankfurt - Bergen






      Um 9:00 Uhr nehmen wir das Taxi zum Flughafen. Der Check-in und die Sicherheitskontrolle im Frankfurter Terminal 2 sind recht schnell und so haben wir noch einige Wartezeit vor unserem Abflug mit KLM nach Amsterdam. In Amsterdam ist dann die Umsteigezeit auch großzügig (2h) bevor es weitergeht nach Bergen .

      Nach zwei guten und recht ruhigen Flügen gelangen wir per Transferbus ins Stadtzentrum von Bergen und zu unserem Hotel (Scandic Strand) direkt am historischen Stadthafen on Bergen . Von unserem Zimmerfenster können wir schräg über den Hafen direkt auf die berühmte Fassadenzeile von Bryggen schauen.

      Nachdem wir uns im Hotel eingerichtet haben, unternehmen wir einen Rundgang in der Innenstadt. Das Wetter ist bewölkt, aber immerhin trocken - ein gutes Wetter für Bergener Verhältnisse. In der Stadt liegen nur wenige Schneereste, aber die Berge, die Bergen ja an 3 Seiten umgeben, sind weiß. Wir suchen uns bei unserem Rundgang ein Restaurant für den Abend aus und landen schließlich in einem der Fischrestaurants direkt im neuen Fischmarkt - damit haben wir es danach keine 100m mehr bis zu unserem Hotelbett. Ich drehe trotzdem am Abend noch eine kleine Fotorunde, um " Bergen bei Nacht" einzufangen.














      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „tobi“ ()

    • tobi schrieb:

      der hier im Forum leider seine Bilder verloren hat


      Hallo Tobi, du solltest vielleicht als Information dazu noch sagen, dass du damals die Bilder von einer Webseite eingebunden hattest, die es wohl nicht mehr gibt. ;)

      Ich habe jetzt mal den ersten Beitrag deines damaligen Berichtes editiert und die Webadresse korrigiert. Du hattest damals urlaub2013.docscharmann.de bei den Bildern angegeben, die heutige Adresse ist aber urlaub2013-2.docscharmann.de.

      tobi schrieb:

      unserer Webseite


      Für die eigene Webseite gibt es im Profil einen extra Platz, daher ist eine weitere Verlinkung in Beiträgen nicht erlaubt. Bitte trage deine Webseite in deinem Profil ein.
      Gruß Jobo,

      Die gefährlichste aller Weltanschauungen ist die Weltanschauung der Leute, welche die Welt nicht angeschaut haben.
      - Alexander von Humboldt -

      (Links zu meinen Reiseberichten im Profil)

    • Ich habe die Links in deinem damaligen Bericht jetzt alle korrigiert. Schau mal rein, ob alle Bilder da sind, oder ich evtl. einen Link übersehen habe.
      Es waren ja nur drei Beiträge, dadurch ging es recht schnell.
      Gruß Jobo,

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    • Donnerstag - 03.03.2016 - Bergen



      Heute Morgen ist es wieder bedeckt und knapp über 0°C warm. Wir stehen gemütlich auf und nehmen um 10:00 Uhr die Standseilbahn auf den Fløyen . Unser Fehler: Wir lassen die Geh-Spikes im Koffer im Hotel zurück. Das war ziemlich dumm, denn hier ober sind alle Wege ziemlich böse vereist.

      Wir machen uns dennoch auf den Fußweg hinunter in die Stadt. Unterwegs setze ich mich 2x unfreiwillig hin. Beim zweiten Mal muss ich auf meine Kamera gefallen sein, denn das Objektiv trägt einen leichten Schaden davon. Zum Glück funktioniert es noch.

      Nachdem wir zu Fuß wieder bei Bryggen angekommen sind, laufen wir weiter auf die Landzunge beim Aquarium. Hier können wir das einlaufende Hurtigrutenschiff MS Nordlys begrüßen, wo wir in Kürze an Bord gehen werden. Es kommt nun zwischenzeitlich sogar die Sonne heraus.

      Zurück am Fischmarkt holen wir unser Gepäck aus der Aufbewahrung im Hotel und laufen hinüber zum Hurtigrutenterminal. Wir checken als erste ein und erhalten die Sicherheitseinweisung. Die Kabinen sind wie immer erst ab 18:00 Uhr bezugsklar. Darum gehen wir nochmals von Bord und genießen einen Kaffee bei Starbucks.

      Um 18:30 Uhr sind wir wieder an Bord. Nachdem wir unsere Kabine (wieder die 610) bezogen haben, stärken wir uns am "Bergen-Buffet". Nach der obligatorischen Begrüßungsveranstaltung durch den Reiseleiter bzw. hier durch das "Expedition Team" haben wir noch Zeit bis zum Auslaufen um 22:30 Uhr.

      Unsere Abfahrt verfolgen wir noch bis unter die Askøybrücke mit, danach gehen wir dann schlafen.




















      Freitag - 04.03.2016 - Ålesund



      Am Morgen sind wir früh an Deck, weil wir live die Umrundung des Vestkapp verfolgen wollen. Stadhavet ist heute ausgesprochen ruhig und so schippern wir dicht an der Klippe vorbei und lassen uns von unserem Expedition Guide diesen oft sehr stürmischen Küstenabschnitt erklären.

      Nach kurzem Anlegen in Torvik sind wir am Mittag dann in Ålesund . Da wir die Stadt selbst schon recht gut kennen, nehmen wir den Busausflug zum Aquarium und auf den Stadtberg Aksla .

      Das Aquarium liegt direkt an der Westküste der westl. Stadtinsel und hat neben zwei Außenbecken mit Robben und kleinen Pinguinen vor allem ein riesiges Seewasserbecken mit einheimischen Fischen, die durch eine gewaltige Panoramaglasscheibe betrachtet werden können. Im großen Becken werden die Fische durch einen Taucher persönlich gefüttert und von einem Guide erklärt. Danach geht es weiter auf den Aksla . Den Blick von hier über die Stadt kennen wir schon bei Sommerwetter, er sieht aber auch mit weißem Hintergrund wieder sehr schön aus.

      Danach fährt uns der Bus zurück zum Schiff. Gegen Abend erreichen wir Molde und während wir dort im Hafen liegen, wird es langsam dunkel. Danach fahren wir über die Hustadvika in Richtung Kristiansund . Obwohl das Werter scheinbar sehr ruhig ist, fängt das Schiff an sich unangenehm stark zu bewegen.

      Ich darf dann allein zu Abend essen und ein paar Cracker mitbringen :( Kurz vor Kristiansund ist der Spuk dann vorbei und die Nacht verläuft sehr ruhig.



















      Samstag - 05.03.2016 - Trondheim



      Heute hat das Schiff schon früh um 6:00 Uhr in Trondheim angelegt. Vor uns liegt tatsächlich fahrplanmäßig MS Polarlys. Das Schiff war ja kürzlich in der Werft und kam verspätet zurück. Sie hat ihren Platz im Fahrplan gerade erst am Vorabend in Rørvik wieder eingenommen.

      Es hat frisch geschneit (nur ein wenig) und der Kai und auch viele Gehwege sind gut vereist. Wir nutzen unsere Gehspikes und gehen in die Stadt. Die Läden öffnen erst langsam (um 9 bzw. 10 Uhr). Ich kaufe mir ein paar neue Fingerhandschuhe und Kathrin ersteht etwas Bastelbedarf in der örtlichen Filiale von Panduro.

      Wir drehen noch eine kleine Runde über die alte Brücke und durch das Holzhausviertel am Nidelven und kehren danach zurück zum Schiff. Den Rest des Tages über vertreiben wir uns unsere Zeit an Bord, denn der einzige weitere Halt ist Rørvik und während der Liegezeit dort essen wir zu Abend. Unser Abendesssen wird gestört durch eine Durchsage "Nordlicht!", was den Saal während des Hauptgerichtes augenblicklich räumt. Wir essen zunächst in Ruhe auf, um im Anschluss noch ein paar Fotos vom verbliebenen Nordlicht zu machen. Das Wetter ist trocken, bewölkt mit einigen wenigen Sonnenstrahlen.


















      Sonntag - 06.03.2016 - Bodø und Lofoten



      Ich springe schon früh aus dem Bett um die Überquerung des Polarkreises nicht zu verpassen und bin um 6:40 Uhr an Deck. Wegen des Morgenlichts hat sich das schon gelohnt, allerdings haben wir Verspätung und passieren die Globusstatue erst kurz vor 7:30 Uhr.

      Gegen 12:30 Uhr erreichen wir Bodø . Die Innenstadt ist ja hier nicht besonders sehenswert, die Läden sind heute - da Sonntag - geschlossen. Darum machen wir kurzentschlossen bei der geführten Winterwanderung mit. Wir werden mit Gehspikes ausgestattet und wandern vor den Toren der Stadt ca. 4 km durch die Winterlandschaft. Die Spikes sind absolut nötig, denn unter dem losen Schnee befindet sich blankes Eis. Wir bekommen dabei einiges zur Geschichte von Bodø erläutert und erreichen zu Ende der Tour den Fjord, wo der ursprüngliche Hafen der Stadt lag. Genau zur Abfahrt des Schiffes um 15:00 Uhr sind wir zurück.

      Bei sehr ruhiger See überqueren wir den Westfjord und erreichen mit der Abenddämmerung Stammsund. Zwischen Stammsund und Svolvær sehen wir das erste Nordlicht dieser Reise. Auch nach dem Stopp ist wieder Nordlicht zu sehen, aber es wird langsam diesig während das Schiff an der Einfahrt zum Raftsund häufig seine Suchscheinwerfer einsetzen muss, um den ausgelegten Stellnetzen der Fischer auszuweichen.

      Spät am Abend (22:30 Uhr) erreichen wir den Trollfjord . Wegen der Lawinengefahr im Winter kann das Schiff nicht einfahren, bleibt aber lange vor der Einfahrt stehen und leuchtet auch mit den Suchscheinwerfern hinein. An Deck gibt es Fiskekaker und Trollfjordpunsch.





















      Montag - 07.03.2016 - Tromsø



      Heute dreht Kathrin eine Morgenrunde an Deck. Wir fahren bei weiter bedecktem aber ruhigen Wetter mit einzelnen Sonnenstrahlen durch die Inselwelt der Vesterålen. Nach dem "Frühstückshalt" in Harstad verbringen wir einen ruhigen Vormittag im auf dem Panoramadeck, unterbrochen von dem kurzen Halt in Finnsnes .

      Am frühen Nachmittag laufen wir in Tromsø ein. Ein Bus bringt uns durch den langen Tunnel unter der Stadtinsel Tromsøya, über die Brücke nach Kvaløya und dort zum Vilmarkssenter. Dort leben etwa 300 Schlittenhunde. Wir steigen auf einen Hundeschlitten und werden ca. 6 km durch die tiefverschneite Landschaft gefahren, mit schönen Ausblicken auf das Meer und die Nachbarinseln.

      Nach einer kleinen Aufwärmpause mit viel Erzählung über die Auswahl und Aufzucht der Hunde sowie die Geschichte des Vilmarkssenter geht es zum "Streichelzoo" (einige Wochen alte Welpen) und dann noch in den Kennel mit den großen Hunden. Schon erstaunlich, wie friedlich die Tiere in diesem großen Rudel zu Fremden sind.

      Kurz vor Abfahrt kommen wir zurück zum Schiff. Nach Einbruch der Dunkelheit und nachdem die Lichter der Stadt Tromsø weit genug entfernt sind, können wir sehr schönes Nordlicht beobachten. Je weiter wir Richtung Skjervøy fahren, desto diesiger wird der Himmel und das Nordlicht wird sehr diffus. So ist es auch nach der Abfahrt in Skjervøy und wir gehen langsam schlafen.





















      Dienstag - 08.03.2016 - Nordkapp



      Wir verschlafen den Halt in Hammerfest und frühstücken gemütlich. Nach der Begegnung mit der MS Lofoten erreichen wir Havøysund . Draußen ist es kalt und leicht bewölkt, aber es drückt auch die Sonne. Zeitweise gibt es einzelne Schneeflocken.

      In Honningsvåg besteigen wir die Busse und fahren in Richtung Nordkapp. Die Insel Magerøya ist tief verschneit und am Straßenrand sieht man das Werk der Schneefräsen. Das letzte Stück (ab dem Abzweig nach Skarsvåg) geht es im Konvoi mit dem Schneepflug, wobei heute das Wetter und die Straße gut sind. Am Nordkapp liegt viel Schnee und wir haben bestes Wetter, kaum Wind. Wir sind lange draußen und gehen erst kurz vor Abfahrt nach den Souvenirs und einer warmen Waffel schauen.

      Bei unserer Rückkehr nach Honningsvåg liegt die MS Nordlys an einem anderen Kai und mit der falschen Seite zum Kai. Offenbar wurde für irgendwelche Arbeiten die Bootsluke benötigt, die direkt und ohne Lift in den Laderaum führt. Kurze Zeit später rangiert das Schiff zurück an den richtigen Pier und nimmt uns wieder an Bord.

      Im weiteren Tagesverlauf genießen wir wunderschönes, sonniges Wetter bis zum Sonnenuntergang in der Nähe der Finnkirka. Kurz nach Einbruch der Dunkelheit gibt es wieder schönes Nordlicht. Später bezieht es sich.



















      Fortsetzung folgt ...

      Dieser Beitrag wurde bereits 7 mal editiert, zuletzt von „tobi“ ()

    • Wouhhh Tobi ...... wunderschöne Bilder, da kommt richtig Sehnsucht auf und bald ...... ja bald dürfen wir auch wieder.

      Herzliche Grüsse
      Gruss Cara

      08 Nordkapp B-Alesund / Nordlys Alesund-B-K * 10 Midnatsol B-K* 12 Lofoten B-K-B* 13/14 Nordkapp B-K-B* 16 MS Finnmarken B-K-B geplant
    • ... weiter geht's:

      Mittwoch - 09.03.2016 - Kirkenes



      Am Morgen lassen wir es gemütlich angehen. Draußen ist allerdings schon morgens wunderbar sonniges Wetter. In der Bucht vor Kirkenes treiben einige wenige Eisschollen (in der verg. Woche gab es hier -17 °C), das Wetter ist heute aber sehr warm (um 0°C) für diese Gegend und Jahreszeit. Die Reiseleitung erklärt, das wäre hier auch ein Super-Wetter für Ostern :)

      Wir unternehmen einen Stadtspaziergang durch Kirkenes . Es liegt viel Schnee in der Stadt - hier muss am Vortag der Finnmarksløppet angekommen sein, das größte europäische Hundeschlittenrennen - es stehen noch einige Absperrungen auf der Straße und auf dem Zielplatz sind noch ein paar Gespanne - die Hunde schlafen fast alle, vermutlich sind sie noch ein wenig geschafft.

      Wir beginnen heute Mittag unsere Rückfahrt. Am frühen Abend halten wir in Vardø . Wir unternehmen den kurzen Spaziergang zum Steilneset-Denkmal (Hexenverfolgung) und sehen dort den Sonnenuntergang an. Dabei sehen wir die Vorbereitungen für einen internationalen Schneeballschlacht-Wettkampf - eine japanische Produktion - der hier am Wochenende stattfinden wird.

      Am Abend haben wir teilweise extrem helles Nordlicht, allerdings ist der Wind an Deck eisig. Um ein Uhr nachts steigen wir in Mehamn aus. Wir werden komplett mir passender Garderobe und Helmen ausgestattet und fahren dann im Konvoi mit Motorschlitten durch die Nacht. Ein Bus bringt uns dann nach Kjøllefjord , wo wir gegen drei Uhr nachts wieder an Bord gehen.

































      Donnerstag - 10.03.2016 - Hammerfest



      Nachdem wir ja erst nach 3:00 Uhr morgens ins Bett gekommen sind, verschlafen wir die morgendlichen Hafenanläufe und sind erst ab Hammerfest wieder im Einsatz. Wir unternehmen einen Stadtrundgang und machen ein paar Einkäufe. U.a. besichtigen wir kurz die Stadtkirche St. Michael lutherische Kirche - wie alles hier nach der Zerstörung durch abrückende deutsche Truppen nach dem 2. Weltkrieg neu erbaut. Am Nachmittag fahren wir bei strahlendem Sonnenschein den Küstenabschnitt bis Tromsø entlang. Die Ausläufer der Lyngenalpen sind strahlend schneebedeckt und bilden eine wahnsinnig schöne Kulisse.

      Am Abend gibt es zeitweise wieder schönes Nordlicht zu sehen, insbesondere zwischen Skjervøy und Tromsø . In Tromsø selbst erleben wir ein sehr schönes Mitternachtskonzert in der Eismeerkathedrale. Drei Musiker (Sopran, Querflöte, Klavier bzw. Orgel) spielen für uns und die Atmosphäre und die Akustik in dem Gebäude sind wie immer sehr beeindruckend. Um 1:30 Uhr legen wir in Tromsø ab und fallen sofort ins Bett.






























      Freitag - 11.03.2016 - Vesterålen und Lofoten



      Heute sind wir sehr spät auf und frühstücken erst nach dem Halt in Harstad . Am Vormittag ist noch einmal herrliches Wetter mit Sonnenschein, während wir die Risøyrenna passieren. Erst bei Sortland bezieht es sich und als wir nach Stokmarknes den Raftsund erreichen, beginnt es kräftig zu regnen - Lofotenwetter ... Der Kapitän sagt die Fahrt zum Eingang des Trollfjordes ab - wegen Wetter, wegen mangelnder Sicht und wegen Verspätung.

      Der Wetterbericht sagt für den Abend und die Nacht Südwind Stärke 6 (Böen bis 8) für den Westfjord voraus und prompt fängt der Tanz schon in der Ausfahrt des Raftsundes an. Unser kleiner Landgang fällt wegen des starken Regens sehr nass und kurz aus. Wir schaffen es, das Abendessen noch im Hafen von Svolvær zu verputzen - danach verziehen wir uns in die Kojen - der Ritt über den Westfjord fällt erwartet sehr lebhaft aus. Erst als wir vor Bodø wieder hinter die Inseln kommen, wird es ruhiger und der Schlaf besser.





















      Samstag - 12.03.2016 - Helgelandsküste



      Wir schlafen wieder recht lang - der erste Teil der Nacht war wie gesagt recht unruhig - aber am Morgen ist das Wetter wieder schön. Etwas diesig zwar, aber es verspricht schön zu werden. Wir schippern die Helgelandsküste entlang und genießen das Panorama und die Sonne. Am Mittag sind wir in Sandnessjøen und danach passieren wir die Sieben Schwestern - heute sichtbar bis zu den Gipfeln und mit wunderbarem Licht.

      In Brønnøysund unternehmen wir einen Spaziergang und gönnen uns das gerühmte Softeis am Hafenkiosk. Es hat inzwischen 12 °C - ein ungewöhnlicher Frühlingstag für Anfang März in diesen Breiten. Nach dem Ablegen fahren wir die übliche Schleife, um das Loch im Torghatten von Deck bewundern zu können.

      Am Abend gibt es einen Cocktailempfang mit dem anschließenden Abschiedsdinner. Etliche Gäste werden uns morgen früh in Trondheim verlassen.


















      Sonntag - 13.03.2016 - Trondheim und Kristiansund




      Die Nacht war kurzzeitig etwas unruhig (Querung der Loppa ). Am Morgen sind wir fahrplanmäßig um 6:30 Uhr in Trondheim angekommen. Nach einem gemütlichen Frühstück brechen wir um 8:30 Uhr zu einer Visite auf der hinter uns liegenden MS Kong Harald auf. Eigentlich ein Schwesterschiff der MS Nordlys, hat sie vor einigen Wochen ein massives Facelift der Innenausstattung bekommen und wir sind nun neugierig, wie es geworden ist. Stark verändert hat sich das Schiff - das muss man sagen. Das Styling ist modern geworden, ob es in allen Punkten praktisch geblieben ist, daran darf man auch zweifeln. Die Neugier ist jedenfalls groß, mit uns sind große Teile des Offiziercorps der Nordlys zu Gast auf der Kong Harald, um das umdekorierte Schiff in Augenschein zu nehmen. Noch ist einiges unfertig und soll im laufenden Betrieb komplettiert werden. Im Laufe des Aprils sollen die Arbeiten abgeschlossen werden.

      Im Trondheim selbst ist es wolkig, es regnet mal mehr und mal weniger. So wird es auch den ganzen Tag über bleiben. Wir machen einen kurzen Spaziergang in Kristiansund , ansonsten verbringen wir den Tag drinnen.

      Auch auf der Folda wird es etwas wackelig. Am Abend treffen wir im verregneten Molde die MS Lofoten. Sir ist etwas verspätet, denn sie hat heute Vormittag in Fiskarstrand ihren Deckskran nach Überholung wieder abgeholt.

      In der Nacht wird es nochmal unruhig - nachdem wir mit ca. 1h Verspätung (viel Fracht) in Ålesund aufgesammelt haben, schüttelt uns Stadhavet in der Nacht nochmal durch.

























      Montag - 14.03.2016 - zurück in Bergen



      Am Morgen bekommen wir die Durchsage, dass wir trotz der aktuellen Verspätung von ca. 1 Stunde wohl pünktlich in Bergen sein werden - was sich dann auch als richtig herausstellen wird. Es ist heute zuerst mal neblig und wir fahren durch flache Schären und viele Inselchen auf Bergen zu. Schön ist die Durchfahrt durch das Inselgewirr am Steinsund . Die Sonne hat sich inzwischen durch den Nebel gekämpft, es wird ein schöner, warmer aber leicht diesiger Tag.

      Nach unserer Ankunft gegen 14:30 Uhr in Bergen laufen wir über den Hügel zum Hotel Strand und laden unser Gepäck im Zimmer ab. Am Nachmittag spazieren wir noch einmal durch Bryggen und gehen noch ein paar Lebensmittel-Souvenirs einkaufen. Ein wunderschöner Urlaub klingt langsam aus.

















      frische Waffel ... gg. Aufpreis mit Brunost :)


      Dienstag - 15.03.2016 - Bergen und Rückflug

      Der Shuttlebus zum Flughafen verkehrt im 2-Stunden-Takt. Für unseren Abflug um ca. 12:40 Uhr müssen wir daher schon um 9:10 Uhr den Bus zum Flughafen besteigen. Auch heute Morgen ist wieder Nebel, zum Glück geht unser Flug nicht morgens, am Flughafen herrscht ein wenig Chaos wegen gestrichener Flüge.

      Wir kommen aber pünktlich weg und auch der etwas knappe Transfer in Amsterdam (1 Stunde Umsteigezeit) gelingt problemlos. Unsere Alukoffer kommen in Frankfurt leider mit frischen Dellen an, aber das Gepäck ist ok und komplett. Ein Taxi bringt uns heim und dann ist der Urlaub endgültig vorbei.

      Dieser Beitrag wurde bereits 5 mal editiert, zuletzt von „tobi“ ()

    • tobi schrieb:

      U.a. besichtigen wir kurz die Stadtkirche St. Michael

      Damit es zu keinen Missverständissen kommt - die abgebildete Kirche ist jeweils die evangelisch-lutherische und nicht St. Michael ;)

      Super Fotos - Danke!
      Jan 2009 FM ~ Jan 2010 NL ~ Jan 2011 FRAM (Antarctica) ~ Apr 2011 NN ~ Mrz 2012 LO ~
      Jan 2013 LO (Alta) ~ Feb 2014 KH ~ Jan 2016 LO ~ Feb 2018 LO

      Reiseberichte siehe Profil!

    • Hallo Arctica, vielen Dank für den Hinweis.

      Ich hatte versucht, mich in Wikipedia zu bilden. Da steht unter Sehenswürdigkeiten:
      • Lutherische Kirche von Hammerfest und die gegenüber liegende Kapelle, das einzige Gebäude, das den Zweiten Weltkrieg überstanden hat.
      • Kirche St. Michael, erbaut von deutschen Freiwilligen. Das Mosaik in der Kirche besteht aus ca. 10.000 Teilen.
      Daraus hatte ich messerscharf geschlossen, die gezeigte Kirche (die m.E. offensichtlich ein Nachkriegsbau ist) wäre St. Michael.
      Wenn Du Dir sicher bist, dann ist anscheinend Wikipedia nicht ganz fit ...
    • Schau mal ins Wiki , dann kannst du die St.Martins Kirche sehen. Die befindet sich an der Hauptstraße. Dazu musst du vom Anleger bis zur Hauptstraße und dann nach links. Nach etwa 500 Metern befindet sich die Kirche auf der rechten Seite, etwas erhöht.
      Gruß Jobo,

      Die gefährlichste aller Weltanschauungen ist die Weltanschauung der Leute, welche die Welt nicht angeschaut haben.
      - Alexander von Humboldt -

      (Links zu meinen Reiseberichten im Profil)

    • Die Erfahrung haben wir allerdings schon öfter gemacht, obwohl ich Wikipedia eigentlich eine gute Sache finde.
      Gruß Jobo,

      Die gefährlichste aller Weltanschauungen ist die Weltanschauung der Leute, welche die Welt nicht angeschaut haben.
      - Alexander von Humboldt -

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    • Hier zwei Bilder von St. Michaelis, der angeblich nördlichsten katholischen Kirche.



      Übrigens - ev.-luth. Kirchen haben praktisch nie ein Sankt im Namen ;) Und Wiki irrt nicht - es sind Aufzählunspunkte der Sehenswürdigkeiten und es handelt sich eindeutig um zwei verschiedene Punkte ;)

      So - jetzt aber *klugscheissermodusaus*... :ssorry:
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    • Hallo Arctica - so, ich habs dann langsam auch verstanden ...

      Auf der Seite Wikivoyage.org ist es vermutlich korrekt dargestellt:
      1. Die lutherische Kirche von 1961 ist ein moderner Bau, auffällig die Dreiecksform als Stilelement. Vor dem Altar ist ein großes Glasmosaik, auch an den Seitenwänden befinden sich Glasmosaike mit christlichen Motiven. Über der Galerie an der Rückseite ist eine 2010 gefertigte Orgel. In einer kleinen Seitenkapelle befinden sich sakrale Gegenstände, die aus den vorhergehenden Gotteshäusern stammen. Unter der Kirche befinden sich Versammlungsräume, sie wurden als Luftschutzraum konzipiert.
      2. Die Grabkapelle liegt im Friedhof auf der gegenüberliegenden Straßenseite. Sie wurde 1937 erbaut und ist das einzige Gebäude von Hammerfest , das den Zweiten Weltkrieg überlebte. Sie ist von 1937 und das älteste Gebäude der Stadt.
      3. Die Kirche St. Michael ist die katholische Kirche der Stadt, erbaut im Jahre 1961 von zahlreichen Freiwilligen.

      Damit ist (mir jetzt) klar, dass weder St. Michael noch die lutherische Kirche Vorkriegsbauten sind, sondern nur die Grabkapelle. Das war nämlich dass, woran ich mich bei Wikipedia gestört hatte. Und richtig, wenn man den Wikipedia-Eintrag sehr sorgfältig liest, dann behauptet der Autor auch nichts anderes.

      So - und ich schaue demnächst an der Kirche nach, wie sie heißt und nicht erst hinterher online :8):
    • Der Aufbau dieses Threads dauert immer sehr lange und die Posts springen hin und her, bevor die endgültige Ansicht erscheint. Woran könnte das liegen? Mir fällt auch auf, dass die Bilder in einem speziellen Format bearbeitet und eingestellt worden sind.

      Lupo