Mit MS Hamburg äääh MS Deutschland von Spitzbergen nach Grönland

    • 2015
    • Mit MS Hamburg äääh MS Deutschland von Spitzbergen nach Grönland

      Prolog...
      1. Juni 2015 – Knapp drei Wochen vor Beginn unserer dritten Schiffsreise:
      Mittsommernacht unterm Eismeerhimmel – unter diesem vielversprechenden Titel buchten wir im August 2014 unsere dritte Reise mit einem Schiff. Angefangen hatte alles mit einer ZDF Reportage, die Anfang August ausgestrahlt wurde... Grönland, kleines Schiff, kein Schickimicki – das überzeugte uns und der Katalog lag am nächsten Tag auf unserem Couchtisch. Eigentlich wollten wir nicht schon wieder so lang im Voraus buchen. Und eigentlich wollten wir nicht schon wieder so viel Geld für einen Urlaub ausgeben. Eigentlich... Na ja, das Ende der Geschichte ist bekannt... :rolleyes: Mit steigender Aufregung und näher rückendem Reisedatum begann ich, „unsere“ MS Hamburg bei Marine Traffic im Auge zu behalten. Kurze Chronologie der Ereignisse:
      Ende April: die MS Hamburg liegt auffällig lang in Tanger (Marokko) und kurz darauf in Portimão (Portugal). Die Hiobsbotschaft: Motorschaden nach Leck in einer Tankleitung. Die aktuelle Kreuzfahrt wurde abgebrochen. Schaden bald behoben, Schiff fährt weiter.
      Anfang Mai: Auf dem Weg nach London verfängt sich ein Fischernetz in der Schiffsschraube. Das Schiff fährt statt nach London nach Southampton, um das Malheur von Tauchern beheben zu lassen. Alles gut, Schiff fährt weiter.
      Mitte Mai: MS Hamburg hat auf ihrem Weg nach Tobermory, Isle of Mull, Schottland, eine Grundberührung. Das Schiff fährt nach Belfast in die Werft, die Reise wird abgebrochen. Schiff fährt nicht weiter. Die nachfolgende Kreuzfahrt wird ebenfalls abgesagt.
      19. Mai: Laut Katalog soll heute die Tour „Auf der Ostsee zu Besuch“ starten – ab Hamburg. MS Hamburg liegt immer noch in Belfast, wie auch in den kommenden Tagen. Plantours schweigt. Ich werde ein wenig unruhig... ?(
      Ende Mai: Die Spekulationen beginnen zu blühen. Die Probleme am Schiff scheinen doch größer zu sein, die Reparatur dauert länger. Ein nicht namentlich genanntes Ersatzschiff wird ins Spiel gebracht.
      29. Mai: der Name MS Deutschland als Ersatzschiff fällt. Plantours dementiert nicht, gibt aber auch keine Bestätigung. MS Hamburg soll jetzt nach Bremerhaven in die Werft fahren.
      30. Mai: Unser Pannenschiff hat sich laut MT tatsächlich auf den Weg nach Bremerhaven gemacht. MS Deutschland liegt unverändert in Gibraltar. Nach wie vor keine Nachricht von Plantours.
      31. Mai: Plantours bestätigt offiziell, dass MS Deutschland für vier Reisen als Ersatz gechartert worden ist. Nun kommen wir tatsächlich in den unverhofften Genuss einer Ex-Traumschiffreise. Wer hätte das gedacht. Da die Traumschiff-Filme ja von ZDF produziert werden, ist die Sache jetzt irgendwie rund, schließlich ist der Sender auch Schuld daran, dass wir gebucht haben! :mosking:
      1. Juni: Jetzt ist auch MS Deutschland unterwegs, zunächst mit Ziel Lissabon (laut MT).

      Wie es weiter ging:
      In den darauf folgenden Tagen geht alles ganz schnell: Am 2. Juni bekommen wir schon eine E-Mail vom Reisebüro mit der Info, dass wir nun mit MS Deutschland fahren und unsere Kabinennummer die 5015 sein wird. 5015?!? Moment mal, dass ist ja eine Außenkabine!!! Haben wir nicht gebucht, aber wir freuen uns riesig. Wir hatten uns für eine TOP-Innenkabine entschieden, sprich Roulette. Eine Woche später, am 9. Juni, flattern die Reiseunterlagen ins Haus – mit der Bestätigung der Kabine 5015! Interessanterweise steht sogar in den Unterlagen drin, welche Kabine wir auf der Hamburg gehabt hätten, nämlich die 108. Ganz unten aber auch außen.
      Neu ist auch, dass wir direkt von Berlin-Tegel mit Air Berlin nach Longyearbyen fliegen. Start 22:30 Uhr. Das entspannt den Anreisetag um einiges, denn ursprünglich hieß es, dass wir noch einen Zwischenstopp in Düsseldorf einlegen. Nach den bangen Tagen wird nun doch alles gut! :)
      Irgendwann zwischendurch haben wir auch das Ausflugsprogramm bekommen, allerdings erst auf Nachfrage. Annette und Karsten hatten das Programm schon lange gehabt, aber bei uns kam nix an. Ich hab dann im Reisebüro angefragt und schließlich haben wir es per E-Mail bekommen. Eine Woche vor der Reise: Ich schreibe noch mal eine Mail an Plantours mit der Bitte um einen gemeinsamen Tisch mit Annette und Karsten. Positive Antwort - es kann also losgehen!
    • Klasse! Eine "Traumschiff" - Reise hatten wir wohl hier noch nicht.
      Ich freue mich, wie es weiter - äh, natürlich erst einmal los - geht.
      Und so erfahren wir ja auch so ganz nebenbei, was unser Ex - Chef jetzt in seiner vielen freien Zeit so treibt :D
      LG Marion :girl_witch:
    • Da bin ich doch sehr gespannt, wie es weiter geht.

      Wir hatten ja auch mit dieser MS Hamburg Reise geliebäugelt, uns dann aber für eine Reise mit der MS Delphin entschieden, weil wir länger nach Grünland wollen und nicht nach Spitzbergen. Die Reise kam dann leider nicht zu Stande, sodass unsere Grönland-Reise erst mal auf Eis liegt.

      Um so gespannter werden wir jetzt euren Reisebericht verfolgen. Wir freuen uns sehr aufs Mitreisen!
    • Ja, leider ist es schon wieder vorbei... ;( Livebericht war angesichts der Internetpreise an Bord unbezahlbar. Und der normale Handyempfang beschränkte sich auf die Ortschaften, sobald man vom Land weg war, ging nix mehr.

      20. Juni – es wird ernst


      12 Uhr mittags: Die Koffer sind gepackt und alles ist verstaut (hoffe ich). Jetzt essen wir noch ein Brötchen und dann machen wir uns auf den Weg zu Annette und Karsten nach Berlin. Rund 10 Monate Warten haben endlich ein Ende. In den letzten Tagen hatte ich die Aufregung noch gut im Griff. Zu viel musste bedacht und vorbereitet werden, aber jetzt fängt es an im Bauch zu kribbeln...

      21. Juni

      04:00 Uhr früh – es ist taghell: geschafft! Wir sind tatsächlich auf Spitzbergen, haben MS Deutschland geentert und unsere Kabine 5015 bezogen. Die Fahrt nach Berlin brachte uns dank Stau eine Stunde Verspätung. War natürlich typisch: wir haben eine kurze Pause gemacht, ich schreibe Karsten eine SMS, dass der Verkehr läuft und prompt geht 10 Minuten später gar nichts mehr :pinch: Kurz nach 17 Uhr sind wir schließlich bei den beiden aufgeschlagen und haben uns auf den Weg zum Abendessen gemacht. Bei den riesigen Portionen konnte man denken, wir bekommen die nächsten 14 Tage nix zu essen... Hinterher passen wir glücklicherweise trotzdem noch alle mit Gepäck in unser Auto :whistling:
      Das Einchecken und Begutachten der Mitreisenden offenbart wie vermutet eher gehobenes Alter. Natürlich starten wir auch nicht pünktlich 22:30 Uhr. Ehe die Unmengen an sperrigem Handgepäck verstaut sind, dauert es... manche scheinen direkt zu Hause ausgezogen zu sein?!? Dabei fahren wir doch nur in den Urlaub!!! Die Flugbegleiterin zeigt Nerven und meint zu uns: „Also so etwas habe ich noch nicht erlebt!“ :S
      Endlich in der Luft ist es faszinierend zu beobachten, wie aus der dunklen Nacht eine helle Nacht wird. Es beginnt mit einem hellen Streifen und als ich später wieder munter werde, ist es ganz hell draußen. Und dann der Anflug auf Longyearbyen nach gut 3 Stunden und 45 Minuten: erst einmal viele viele Wolken – dann karge, schneebedeckte Berge und so gut wie keine Spuren von Zivilisation. Wir überfliegen MS Deutschland, die da ein bisschen wie ein Fremdkörper am kleinen Kai liegt. Die Landebahn taucht erst auf, als wir aufsetzen. 5 Grad und bewölkt, es weht ein frisches Lüftchen. Wir werden aus dem Flugzeug ohne Umweg über das Rollfeld zu den Bussen gelotst. Die Koffer kommen wohl direkt aufs Schiff. Bis jetzt sind sie aber noch nicht da. Dabei würden wir uns gern mal die Zähne putzen und eine Mütze voll Schlaf nehmen. Ich habe zwar im Flieger bissel gebutzelt, aber richtig erholsam und bequem war das nicht. Ich konnte mich nicht mal am Jens anlehnen, weil der eine Reihe hinter mir saß. Dafür hatten wir beide einen Fensterplatz. Man muss eben Prioritäten setzen ^^

      Nachtrag: Die Koffer kamen gegen halb fünf, so dass wir kurz danach im Bett lagen. Halb acht klingelte aber schon wieder der Wecker. Es war immer noch bedeckt und nach dem Frühstück sahen wir uns Longyearbyen an. Da es Sonntag ist, wirkt der Ort wie ausgestorben. Der Bergbau ist allgegenwärtig und auf dem steinigen Boden blühen sogar kleine gelbe Blümchen. Und auch der riesige Weihnachtsmannpostkasten ist nicht zu übersehen. Es ist merkwürdig, bisher habe ich den Ort nur mit der Livecam im Internet gesehen und plötzlich sind wir hier. Einiges kommt mir bekannt vor. Schon putzig. Ich kann mir natürlich auch kein Foto von dem Eisbärenschild am Ortsausgang verkneifen. Das ist einfach zu schön! :rolleyes:
      Kurz vor dem Ablegen 12 Uhr gab es die allgemeine Sicherheitsübung mit Schwimmwesten und allem Drum und Dran. Mit einem Gläschen Sekt ging es dann endlich los und bei der Abfahrt zog sich der Himmel auf. Uns entgegen kam die MS Berlin. Leider fuhren beide Schiffe in großem Abstand aneinander vorbei und es gab auch keine Begrüßung mit Typhon.
      Nachmittags erreichten wir den Tempelfjord, wo wir in einiger Entfernung zur Gletscherabbruchkante ankerten. Ums Schiff flogen zahlreiche Sturmvögel oder sie badeten im eiskalten Meerwasser, brrr. Die Begrüßungsveranstaltung durch den Kreuzfahrtdirektor (im Kaisersaal - vornehm geht die Welt zugrunde :huh: ) bringt keine neuen Erkenntnisse, außer: "In die Toilette gehören nur Stoffwechselendprodukte!" ;)
      Nach dem Abendessen taucht am Horizont wieder MS Berlin auf, fährt ein paar Schlangenlinien durch den Fjord und entschwindet unseren Blicken.
      Wir gönnten uns mit Annette und Karsten einen Schlummertrunk im „Alten Fritz“. Selbst nach 22 Uhr waren die Sonnendecks noch gut gefüllt. Kein Wunder: bei blauem Himmel und Sonnenschein mitten in der Nacht auf einen Gletscher gucken... Wir sind aber alle vier nicht allzu alt geworden und noch vor Mitternacht in die Betten gesunken :sleeping:
      Unser Kreuzfahrtdirekttor Lutz Stemme erinnert mich an irgendjemanden, aber ich komme nicht darauf, bis Annette sagt, dass er wie Dieter Nuhr spricht. Genau das ist es! Das mit dem gemeinsamen Tisch hat übrigens trotz E-Mail nicht geklappt. Karsten und Annette sollten am Tisch 21 sitzen und wir am Tisch 38, sozusagen einmal quer durchs Restaurant. Vielleicht haben die das so verstanden, dass wir bloß nicht beieinander sitzen wollten?!? :mosking: Nach kurzer Rücksprache mit dem Restaurantchef haben wir einen Tisch zusammen in der ersten Tischzeit bekommen. Neben unserem Tisch steht gleich noch ein Vier-Personentisch, der mit älterem Klientel besetzt ist. Dieser Umstand sollte uns später noch reichlich Gelegenheit zum Schmunzeln geben. Leider darf ich das Meiste hier nicht so schreiben, was wirklich zu schade ist... :blush2:
      Mit an Bord ist auch Lektor Andreas Umbreit, der für uns als Eisbärenwächter fungiert. Er erzählt im Laufe des Tages immer wieder über die Landschaft, die wir durchfahren und dass Spitzbergen eigentlich Plattbergen heißen müsste, weil die meisten Berge ganz platt sind. Bei der Einfahrt in den Tempelfjord weist er mehrmals beharrlich darauf hin, dass es sich aber jetzt wirklich lohnt, mal an Deck zu gehen... :clapping:
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    • Hallo Tanja,
      nach den Aufregungen im Vorfeld, hat sich für Euch ja alles zum Guten gewendet. Auch, wenn der gelbe Schornstein der Deutschland gewöhnungsbedürftig ist ;) , freue ich mich auf weitere Fotos und Infos vom Schiff und von Eurer Tour. Wir waren ja fast zeitgleich mit der Fram in Westgrönland unterwegs.
      LG Lundefugl

    • Tanja schrieb:

      sobald man vom Land weg war, ging nix mehr.
      Und, was ist passiert? Wahrscheinlich nix... außer totale Entspannung und man hat endlich Urlaub... ;) :whistle3:

      @Tanja :sdanke: für den Bericht und die (wieder mal) tollen Bilder. Freue mich auf die Fortsetzung ... :thumbsup:

      @Ex-Chief Karsten:
      Womöglich liest Du hier auch noch mit? ;) ... und darfst/kannst nicht antworten (selber schuld ;) ;) ;) , LG nach Berlin)
      Liebe Grüße, Goldfinch
      :ilhr:


      Links zu meinen Reiseberichten: siehe Profil ...
    • Tanja schrieb:

      Selbst nach 22 Uhr waren die Sonnendecks noch gut gefüllt.

      So war es auch an unserem letzten Abend auf der MS Deutschland :love: . Ich lag noch bis 22.30 Uhr in der Sonne, die noch richtig auf der Haut brannte. Dann aber mussten wir langsam das schöne Schiff verlassen :( und in den Bus steigen, der uns erst nach einer Rundfahrt zum Flughafen brachte. Leider seid Ihr mit dem Flieger zu spät angekommen, wir hätten uns dort zumindest zurufen oder winken können, denn wir standen eine Zeitlang draußen. Kurz danach sind wir dann abgeflogen und es wurde überhaupt nicht dunkel während des Fluges. Zu Hause angekommen war es früh am Morgen und die Sonne schien immer noch :thumbup: .
      Gruss
      Gerti
    • effemuc schrieb:

      aber auch ziemlich viel Lesestoff...

      War ja irgendwie klar ;) Ich befürchte aber, der nächste Tag wird genauso lang, am Anfang war ich immer noch so motiviert und hab recht viel aufgeschrieben :mosking:

      Goldfinch schrieb:

      Womöglich liest Du hier auch noch mit?

      Natürlich liest er mit :D


      22. Juni 2015

      07:30 Uhr: Draußen ist es bewölkt und wir liegen schon auf Reede vor Barentsburg. Jens ist gerade noch im Bad, dann geht es auf zum Frühstück und anschließend mit dem Tenderboot rüber an Land. Die Nacht habe ich trotz Helligkeit geschlafen wie ein Murmeltier, war nur einmal gegen zwei Uhr auf. Wir haben am Fenster ein Rollo und einen Vorhang, aber ganz dunkel bekommt man die Kabine damit trotzdem nicht. Ich setze dafür auf die gute Seeluft, da wird man gut müde von und hat immer ordentlich Appetit ^^ Gestern gab es ein interessantes Lektorat über Barentsburg und ich bin wirklich gespannt, was uns erwartet.

      13:00 Uhr: Endlich gab es wieder was zum Essen :8o: Im Ernst, ich hatte schon wieder voll Hunger und so sind wir direkt 12 Uhr zum Mittag gegangen. Heute mal auf Deck 9 ins Lido-Restaurant mit Buffet. Es war sehr lecker aber ziemlich voll und eng. Da ist es auf Deck 6 im Restaurant Berlin entspannter.
      Barentsburg heute Vormittag war schon eine eigene Welt. Das Austendern klappte gut und im Laufe der Zeit zog sich der Himmel immer mehr auf. Am Ende, als wir mit dem letzten Boot zurück sind, lag MS Deutschland im Sonnenschein. Was für ein Kontrast: die Kohlesiedlung Barentsburg mit vielen trostlosen, verfallenen Häusern und im Hintergrund dieses gigantische Bergpanorama mit den schneebedeckten Gipfeln. Es gibt hier sogar 50 Kinder, die eine kleine Schule haben (sehr hübsch von außen), im Moment sind aber Ferien. Was machen die da bloß die ganze Zeit? In Barentsburg selbst gibt es nicht viel und woanders hin fahren kann man auch nicht so einfach. Im Moment leben wohl um die 400 Menschen hier. Statt Eisbären haben wir heute wieder Schneeammern gesehen bzw. gehört. Nicht so spektakulär aber sie können definitiv besser singen :whistling: Die sind etwa spatzengroß, schwarz-weiß und die einzigen Singvögel auf Spitzbergen. Und nicht dass ihr denkt, ich kenne mich mit so was aus: das hat uns Andreas Umbreit beim Landgang verraten :thank_you:
      Ca. 11 Uhr haben wir den Anker gelichtet und sind nun auf dem Weg nach Island. Bis dahin liegen zwei Seetage und etwa 1.760 Kilometer vor uns. Seit wir die geschützten Gewässer verlassen haben, bewegt sich das Schiff ganz leicht und man kann merken, dass wir auf einem Schiff sind. Schööön.

      17:30 Uhr: Gerade haben wir spontan beschlossen, den Kapitänsempfang zu schwänzen und 18 Uhr direkt zum Abendessen zu gehen. Irgendwie ist uns das zu viel SchiSchi. Nachmittags gab es wieder einen interessanten Vortrag über die Landschaft Spitzbergens. Am besten hat mir folgende Erkenntnis gefallen: am Nordkap ist eigentlich nur der nördlichste Parkplatz der Welt. Auch gut: Wenn Sie sich in Spitzbergen unter einen Baum legen, sind Sie eigentlich tot und unter der Erde (die Bäume kriechen nur auf dem Boden entlang) :pardon: Die Dunkelheit während des Vortrages hatte zur Folge, dass bestimmt die Hälfte der Zuhörer zwischendurch einnickte. Das ist aber wirklich gemein: die ganze Zeit ist es hell und mit einmal wird das Licht ausgemacht und der Raum verdunkelt. Kein Wunder, dass der Körper sofort auf Schlaf umstellt... :sleeping:
      16 Uhr gab es wieder mal was zum Essen. Da die Lido-Bar mit Rentnern überfüllt war, sind wir mit Kaffee und Kuchen rausgegangen. Obwohl es wieder bewölkt ist, ließ es sich im Windschatten aushalten. Wahrscheinlich würden wir zu Hause nie auf die Idee kommen, bei 6 oder 7 Grad draußen Kaffee zu trinken. Hier hatte das für uns einen positiven Nebeneffekt, wir sehen nämlich einen Wal-Blas und kurz darauf auch seinen Rücken. Noch nicht unbedingt fototauglich aber ein vielversprechender Anfang ^^

      23:00 Uhr: Mein Zeitgefühl ist völlig im Eimer. Es ist immer noch hell (natürlich) und die Müdigkeit vom Nachmittag wie weg geblasen. Na ja, mal gucken, ob das mit dem Einschlafen so gut klappt wie gestern. Da wir den Kapitänsempfang geschwänzt haben, waren wir die Ersten im Restaurant und konnten noch etwas mit unserem Getränkekellner Eddy schwatzen. Dann der große Auftritt von Karsten (mit Anzug und Krawatte) und Anette (mit Hosenanzug) :8):
      Nach dem Essen sind wir natürlich noch mal raus aufs Deck und hatten direkt Glück: zwei Papageitaucher gefolgt von einer Lumme flogen immer um das Schiff herum. Das nährte in mir den Verdacht, dass die von Plantours engagiert worden sind?!? Kurz darauf tauchten kleine Wale auf? Oder sind das Delphine? Sie sehen aus wie kleine Orcas. Da müssen wir morgen im Vortrag über Wale aufpassen, ob wir die entdecken und den Namen erfahren. Nun gut, jetzt wollen wir mal den Schlafversuch starten :sleeping:
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    • Ich hab 2006 auf Spitzbergen meine ersten Schritte auf norwegischem Boden gemacht. Allerdings in Ny Alesund . Leider kenne ich Longyaerbyen und Barentsburg nicht...ich glaub ich muss da nochmal hin :D
      :gr-blume: Sandra

      2011 NO * 2012 NN * 2012 LO * 2013 LO * 2014 2x LO * 2015 VA * 2016 2x NX * 2018 Fram, NX, LO
      Reiseberichte im Profil
    • Es folgen zwei unspektakuläre Seetage...

      23. Juni 2015
      07:45 Uhr: 3 Grad-bewölkt-Ententeich. Noch 684 Seemeilen bis Akureyri. Ich habe Hunger! :pinch:
      Das Einschlafen hat gestern super geklappt. Mittlerweile haben wir sogar unseren TV auf der Kabine zum Laufen gebracht und der versorgt uns jetzt mit allen wichtigen Infos zur aktuellen Position, Wetter etc. Kleiner Nachtrag zu gestern: Die vielen Spiegel an Bord bergen durchaus Gefahren in sich: Der Jens ist nach dem Treppenaufgang schwungvoll nach links abgebogen und da hätte es fast gerasselt... 8|

      17:30 Uhr: Die Meerestiefe beträgt im Moment 2970 Meter, im Laufe des Tages waren sogar schon mal 3800 Meter angesagt worden! Es sind nur 2 Grad, Schuld ist der Seenebel, der wie aus heiterem Himmel aufzog, als wir ab 16:30 Uhr im Vortrag über Jan Mayen saßen. Bereits während des Walvortrags heute Vormittag schlug das Wetter um: als wir rein gegangen sind, war es grau, als der Vortrag zu Ende war, strahlte die Sonne vom makellos blauen Himmel. Das Meer hatte dadurch eine überirdisch schöne Farbe und wir legten uns nach dem Mittag mit einer Decke in die Sonne und butzelten ein bisschen. Heute Nachmittag nun das Gegenteil: bei Sonnenschein rein – bei Nebel raus. Die Insel Jan Mayen werden wir voraussichtlich morgen früh gegen 06:30 Uhr erreichen. Insofern wir denn etwas sehen. In der Regel versteckt sie sich zwischen Nebel und/oder Wolken. Jan Mayen liegt ungefähr auf dem selben Breitengrad wie das Nordkap und die Insel ist immer noch vulkanisch aktiv. Der Beerenberg ragt über 2000 Meter aus dem Meer. Heute Vormittag hatten wir übrigens die Gelegenheit, Andreas Umbreit zu fragen, was wir da gestern für Wale gesehen haben: es waren Weißschnauzendelphine. Noch nie gehört-wieder was dazu gelernt! ^^
      Der Nebel liegt im Moment wirklich direkt über dem Wasser, schaut man nach oben, sieht man den blauen Himmel durchscheinen. Die geplanten Brückenführungen sind alle abgesagt worden. Es ist ein merkwürdiges Licht draußen, so milchig weiß. Annette und Karsten waren heut Nachmittag im 40 Grad warmen Außenpool baden. Wir haben gar keine Badesachen eingepackt, aber so richtig scharf bin ich eh nicht darauf, da oben ein Bad zu nehmen, während mir alle dabei zu gucken.

      22:00 Uhr: Draußen tutet in regelmäßigen Abständen das Nebelhorn. Alles ist grau und undurchsichtig, wenn man aus dem Fenster schaut. Während des Abendessens hatte es sich wieder aufgezogen, so dass wir noch einen Verdauungsspaziergang an Deck machten. Der Nebel kam aber alsbald zurück, so dass wir doch im „Alten Fritz“ gelandet sind. Am Ende des Urlaubs habe ich bestimmt die ganze Cocktail-Karte durchprobiert :beer:
      Die aktuellen Daten: 0 Grad - 505 Seemeilen bis Akureyri – Ententeich. Ich hoffe ernsthaft, der Nebel ist kein Vorgeschmack auf Jan Mayen morgen. Der Wecker ist für 5:15 Uhr gestellt... und so was im Urlaub. Na ja, wenigstens dürfen wir die Nacht eine Stunde länger schlafen. Das nenne ich ausgleichende Gerechtigkeit. Heute Nachmittag sind vier Orcas gesichtet worden. Leider waren wir zu langsam, mussten uns ja erst von der Liege hieven und aus der Decke schälen :sleeping:

      24. Juni 2015

      06:50 Uhr: Wir sehen, dass wir nichts sehen. Wie gestern Abend befürchtet, hüllt sich Jan Mayen in Nebel. Das Einzige, was auf Land schließen lässt, ist die geringe Meerestiefe von 110 Meter. Wir waren etwas schneller als geplant und fahren bereits eine Stunde entlang der Küste Jan Mayens. Aktuelle Temperatur ist 1 Grad, Fahrtgeschwindigkeit 13,4 Knoten und das Nebelhorn ist im Dauereinsatz. Es kann also nur besser werden. Ich frage mich gerade auch eher, wie ich es bis zum Frühstück aushalten soll?!? Das beginnt erst 8:30 Uhr... :wacko:
      07:40 Uhr: Sch... ist das kalt draußen. Wie verschieden sich doch 1 Grad anfühlen kann! Die Bordkamera offenbarte kurz nach 7 Uhr, dass der Nebel weniger wurde. Zum Glück bin ich direkt raus, um ein Beweisfoto zu machen. Zwischen Meer und Nebel kann man einen schmalen Landstreifen sehen bzw. konnte man sehen. Denn innerhalb von Minuten war er wieder verschwunden. Da hatte der Jens Pech. Wer so im Bad bummelt, den bestraft eben das Leben oder in dem Fall der Nebel, hihi :mosking: Am Bug ging ein eisiger Wind, brrr. Wenn das heute so bleibt, ist definitiv lange Unterhosen-Wetter.

      09:00 Uhr: Fertig mit Frühstück. Kaum erreichten wir das südliche Ende von Jan Mayen, da verschwand der Nebel. Vielleicht haben die ihre eigene Nebelküche dort? Das Meer wird wieder tiefer, 440 Meter. 10 Uhr gehen wir zu einem Vortrag über Island in den Kaisersaal auf unsere „Muppetscouch“. Karsten hat gestern versuchsweise am Bingo teilgenommen. Zu was so ein Seetag doch so alles gut ist :hmm:

      22:45 Uhr: Nach dem obligatorischen Absacker im „Alten Fritz“ machen wir uns jetzt bettfertig. Der Tag war durchgängig eher grau und ereignislos, sieht man von den beiden Vorträgen über Island (vormittags) und Seevögel (nachmittags) und den wiederkehrenden Walbeobachtungen ab. Im wesentlichen haben wir den Tag mit Essen verbracht. Die kommende Nacht können wir schon wieder eine Stunde länger schlafen. Akureyri werden wir gegen 12 Uhr erreichen. Im Moment sind es noch 172 Seemeilen bis dahin. Die anderen aktuellen Daten: 1260 Meter Seetiefe, 3 Grad und Ententeich. Das Meer ist glatt wie ein Spiegel. Im Moment sind wir bei rund 68 Grad nördliche Breite, angefangen haben wir auf Spitzbergen bei 78 Grad! :!:
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    • 25. Juni 2015
      06:30 Uhr: Eben im Bad fertig und startklar für einen Morgenspaziergang an Deck. Als ich kurz vor sechs Uhr munter wurde und die Sonne durchs Rollo blinzeln sah, hielt mich nichts mehr im Bett. Aktuelle Daten: 6 Grad, 53 Seemeilen bis Akureyri und blauer Himmel ohne Wölkchen. Am Horizont ist bereits Island mit seinen schneebedeckten Gipfel zu sehen. Wenn das Wetter so bleiben würde... ein Traum! :love: Irgendwann heute früh überqueren wir auch den nördlichen Polarkreis .

      22:30 Uhr: Das Wetter ist so geblieben, zumindest bis auf einen kleinen „Wolkenzwischenfall“ beim Erreichen des Eyjafjördur. Das ist der gut 50 Kilometer lange Fjord, an dessen Ende Akureyri liegt. Die Wolken hielten aber nicht lange durch und nach und nach blitzten wieder die Berggipfel hervor. Bei strahlendem Sonnenschein erreichten wir kurz vor 12 Uhr unseren ersten Hafen auf Island. Traumwetter für das Traumschiff!!! ^^ Für das letzte Stück kam sogar ein Lotse an Bord. Das Anlegemanöver dauerte ungewohnt lange. Wenn ich da an Hurtigruten denke: das ging das immer Zack-Zack und die Gangway war schon unten, als das Schiff noch nicht mal richtig festgemacht war.
      Akureyri selbst ist ein beschaulicher Ort und die viertgrößte Stadt Islands. Im flachen Wasser am Hafen schwammen Entenfamilien (könnten Eiderenten gewesen sein). Die plüschigen Küken ploppten nach ihren Tauchgängen wie kleine Korken zurück an die Oberfläche. Voll niedlich :girl_sigh: Wir spazierten durch die 100 Meter lange Fußgängerzone und ich hielt den Jens erfolgreich davon ab, irgendwelche Souvenirs zu kaufen. Dann besuchten wir die markante Kirche des Ortes und zündeten eine Kerze für Papa an. Anschließend schlenderten wir durch den Botanischen Garten. Was für eine Blütenfülle: Mohn in allen Gelb- und Rottönen, Tulpen und saftige Farne, Akelei in allen Farben und Formen... Und das alles so knapp unterhalb des nördlichen Polarkreises. Hätte ich nicht gedacht.
      Pünktlich um 17 Uhr löste sich das Schiff vom Kai und steuerte durch den Fjord zurück aufs offene Meer. Wir genossen die Ausfahrt auf dem Lidodeck bei einer Tasse Kaffee. Jetzt sind wir auf dem Weg nach Isafjørdur, das wir morgen gegen 8 Uhr erreichen sollen. Der Wetterbericht prognostiziert Sonne und 10 Grad, also wie heute :ok:
      Beim Abendessen haben wir herausgefunden, dass das ältere Pärchen (er ist 96!) neben uns gar nicht verheiratet ist. Sie haben sich mal auf einer Reise kennen gelernt und fahren seit dem zusammen in den Urlaub. Wenn man die beiden erlebt, würde man nie glauben, dass sie nicht verheiratet sind! :mosking:
      Die aktuellen Daten: 7 Grad, Windstärke 5 und Meerestiefe nur 100 Meter. Seit Reisebeginn haben wir schon über 1.100 Seemeilen zurück gelegt.

      Das war heute ein Tag zum Genießen! :girl_sigh:
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