Elbfähre Brunsbüttel-Cuxhaven

    • nun ja, ich finde es traurig aber es verwundert mich nicht. Als Unternehemen muß man sich auch um Kunden bemühen und kümmern. 2mal habe ich im letzten Jahr vergeblich versucht eine Fahrpreisauskunft zu erhalten. Damit stand für mich fest, daß ich meine Elbquerungen lieber anders bewerkstellige. Auf eine Antwort warte ich nun sicher auch nicht mehr.
      Womo
    • Seemann schrieb:

      Also ich hatte die Preise und den Fahrplan ganz einfach auf der Internetseite gefunden... :/
      Tja lieber Seeman, dazu bin ich gewiß auch in der Lage, aber für bestimmte Dinge reichen diese Infos halt nicht. Man könnte auch einen Brief schreiben oder einen Reiter los schicken. Nur wenn das heutzutage Einfachste nicht klappt... ja dann. Eine Emailanfrage ist wie der Beginn eines Gesprächs. Auf ein höfliches "Guten Tag" erwartet man eine höflicher Erwiederung! Wer das nicht drauf hat ist nicht mein Partner.
      Womo
    • Tja, lieber @Womo, es steht selbstredend jedem frei, seine Entscheidung bezüglich der Wahl eines Transportdienstleisters zu treffen und dessen Service entsprechend einzuordnen. Meine Beobachtungen decken sich allerdings mit denen von @Seemann - was ich an Infos gebraucht habe, habe ich auf der Internetseite immer gefunden und habe mich von dem Angebot gut bedient gefühlt.

      Aber nun erst einmal zurück zur Information ;)

      Die Elb-Link-Sache bleibt unübersichtlich und dementsprechend leider spannend - besonders für die 52 Beschäftigten, die ihre Februar-Gehälter bisher nicht bekommen haben sollen. Es laufen wohl Verhandlungen über die Gründung einer Auffanggesellschaft, die den Betrieb mit einem Schiff fortsetzen soll, wozu es aber Landeszuschüssen bedarf, was wohl rechtlich nicht so ganz einfach zu realisieren ist. Und bei all dem herrscht auch noch Zeitdruck, denn wenn sich nicht schnell etwas tut, müssen die Beschäftigten zeitnah entlassen werden (weitere Infos/Belege finden sich auch in den in den Vorbeiträgen verlinkten, inzwischen ergänzten Artikeln). Ein Einschiffbetrieb ist technisch wohl möglich, da die beiden Fähren bislang mit gedrosselten Maschinen gefahren sind, um die Betriebskosten geringer zu halten. Nach Angaben des NDR ist mit einem Schiff technisch eine Überfahrtszeit von einer Stunde statt bislang anderthalb im Zweischiffbetrieb möglich.

      Eine Rückkehr zu einem Zweischiffbetrieb im Rahmen einer Auffanggesellschaft scheint wohl unwahrscheinlich, da eines der beiden Schiffe (wohl die SAAREMAA/ANNE-MARIE) inzwischen vom Eigner nach Norwegen verchartert sein soll und sich in den nächsten Tagen von der Elbmündung verabschieden dürfte...

      Persönlich bedauere ich diese Entwicklung außerordentlich, denn ich habe die Linie immer wieder gerne benutzt, selbst bei Sauwetter war es angenehm, die Mitarbeiter - sowohl in Cuxhaven als auch Brunsbüttel - stets freundlich, der Service an Bord gut (OK, für die Bockwürste hätte ein anderer Zulieferer gewählt werden können ;) , aber dafür gab es auf den 6 Uhr-Abfahrten Kaffee und Teilchen umsonst, weil die Cafeteria erst zur zweiten Abfahrt öffnete :) ). Besser konnte man sich eine Pause von der Autofahrt nicht wünschen und folglich habe ich schon seit langem nicht mehr im Elbtunnelstau gestanden. Tja, einfach schade, aber wohl nicht zu ändern ;(
      Takk for oss

      BRITANNICUS :)
    • BRITANNICUS schrieb:

      Tja, lieber @Womo, es steht selbstredend jedem frei, seine Entscheidung bezüglich der Wahl eines Transportdienstleisters zu treffen und dessen Service entsprechend einzuordnen. Meine Beobachtungen decken sich allerdings mit denen von @Seemann -

      Ich sagte, daß ich besondere Auskünfte benötigte die nicht auf der Webseite zu finden sind. z.B für Sonderfahrzeuge und damit verbundenem Transport besonderer Güter (nach GGVSEB in Verbindung mit GGAV). Mit den Fähren über den NOK ist das kostenfrei möglich, allerdings nur als Alleinfahrt und wegen der besonderen Regelung für künstliche Waserstraßen. Ich gehe davon aus, daß Du und Seemann nach solchen Transportangelegenheiten nicht gesucht habt.
      Selbstredend, daß ich auch nicht froh uber die Sitation bin so wie derzeit gegeben ist. Und ich kenne einige aus dem Raum Brunsbüttel, für die diese Fährverbindung eine schöne Sache war um z.B. Ware aus dem Raum Cuxhaven herbeizuschaffen. Der Weg über HH und durch den Elbtunnel oder Wischhafen ist nun wirklich nicht das Gelbe vom Ei.
      Womo
    • Ich wurde 70 nach Cux versetzt. Wir benutzten die damalige Fährverbindung für Dienstreisen nach Heide. Ich erinnere mich an einen Winterabend, an Bord waren wir drei Mann mit zwei Dst-Kfz auf Rückreise. Und eines Tages bekamen wir Fahrbefehle über Wisch-Glück. Cux-Bruns war gut, während der Überfahrt kannt man sich entweder langmachen oder Doko spielen.

      Ich denke, Frau Both-Walberg kann die wirtschaftliche Aussicht sehr gut einschätzen.
    • Insolvenz beantragt

      Heute hat die Elb-Link-Reederei beim Amtsgericht Cuxhaven Insolvenz für die Fährverbindung Cuxhaven-Brunsbüttel beantragt :( Ob das nun das endgültige Aus bedeutet, steht damit aber noch nicht fest, denn es soll es Investoreninteresse an der Verbindung geben und auch das niedersächsische Wirtschaftsministerium bestätigte seine Involvierung in Gespräche mit dem Ziel, eine Auffanggesellschaft zu gründen, über die der Fährbetrieb wieder aufgenommen werden könnte.
      Takk for oss

      BRITANNICUS :)
    • Inzwischen ist ein vorläufiger Insolvenzverwalter für die Elb-Link-Reederei bestellt worden, während gleichzeitig die Verhandlungen darüber, den Fährbetrieb zwischen Cuxhaven und Brunsbüttel im Rahmen einer Auffanggesellschaft wieder aufzunehmen, an Fahrt gewinnen. Heute Abend berät die Cuxhavener Ratsversammlung über eine mögliche Beteiligung der Stadt an dieser Gesellschaft, und auch die niedersächsische Landesregierung hat erstmals Bereitschaft zu einem direkten finanziellen Engagement signalisiert. Auf Schleswig-holsteinischer Seite ist man dagegen zurückhaltender: Die Landesregierung in Kiel lehnt finanzielle Unterstützung ab, die Stadt Brunsbüttel will noch entscheiden, ob man in konkrete Beratungen über eine Beteiligung an einer Auffanggesellschaft für Elb-Link eintritt.

      Ein Problem könnten dabei aber die Schiffe werden. Zwar liegen beide Fähren noch in Cuxhaven, der recht kompliziert gestaltete Chartervertrag war aber Ende Februar beendet worden und es halten sich nach wie vor die oben bereits gemeldeten Aussagen, eine der Fähren sei bereits nach Norwegen weiterverchartert worden.

      Das zunächst recht bedrohlich klingende Wort "Insolvenz" mag zunächst nicht wirklich zu den Bemühungen um eine Betriebsfortführung passen, für die Elb-Link-Beschäftigten dürfte der gestern gegangene Schritt aber zunächst eine Erleichterung bedeuten, denn durch ihn erwerben sie Anspruch auf Insolvenzgeld anstelle ihres Arbeitseinkommens.
      Takk for oss

      BRITANNICUS :)
    • Die ersten Gesprächsrunden lassen die Anhänger der Elbfähre zwischen Brunsbüttel und Cuxhaven ein wenig hoffen: Der Cuxhavener Verwaltungsausschuss hat den Bürgermeister der Stadt beauftragt, sich aktiv in die weiteren Gespräche einzubringen und das Land Niedersachsen hat eine Landesbürgschaft für den Betrieb der Fährverbindung in Aussicht gestellt. Zudem sollen zwei Reedereien aus Hamburg und Schleswig-Holstein ihr Interesse geäußert haben, den Betrieb der Strecke Brunsbüttel-Cuxhaven auch recht kurzfristig zu übernehmen.
      Takk for oss

      BRITANNICUS :)
    • :laugh1: - also wenn mir wieder mal jemand sagt sie seien ausgebucht werde ich darauf bestehen ein 0,166666667-Passagier zu sein...
      Jan 2009 FM ~ Jan 2010 NL ~ Jan 2011 FRAM (Antarctica) ~ Apr 2011 NN ~ Mrz 2012 LO ~
      Jan 2013 LO (Alta) ~ Feb 2014 KH ~ Jan 2016 LO ~ Feb 2018 LO

      Reiseberichte siehe Profil!

    • Radio-Tipp zum Thema - Verbleib der Schiffe

      Morgen Abend widmet sich die Radio Bremen-Sendung Nordwestradio unterwegs dem Thema Elbfähre Cuxhaven-Brunsbüttel.

      Bezüglich der Schiffe gibt es auch Neuigkeiten: Die Aussage, dass eines der beiden nach Norwegen verchartert worden sei, waren offensichtlich nur Gerüchte. Inzwischen heißt es, die Bank wolle die noch immer in Cuxhaven liegenden Schwesterschiffe nur im Paket verchartern.
      Takk for oss

      BRITANNICUS :)
    • Stand der Dinge

      Im Zuge der laufenden Gespräche über die Zukunft der Fährverbindung Brunsbüttel-Cuxhaven hat das Land Niedersachsen erneut seine Bereitschaft bekräftigt, eine Landesbürgschaft für einen Investor zu übernehmen. Nach Angaben des vorläufigen Insolvenzverwalters Jan Antholz liefen derzeit Gespräche mit mehreren möglichen Investoren, in denen nicht näher erläuterte Fortschritte erzielt worden seien.
      Takk for oss

      BRITANNICUS :)