Der Hurtigruten-Mord von Tromsø

    • Der Hurtigruten-Mord von Tromsø

      Inzwischen ist es fast 14 Jahre her, dass die 69-jährige amerikanische Touristin Myrtha Vogt im Rystraumen bei Tromsø von Bord der HARALD JARL geworfen oder geschubst wurde und ertrank. Zeugen für den als "Hurtigruten-Mord" bekannt gewordenen Vorgang gab es nicht, im Rahmen der polizeilichen Ermittlungen machte sich aber ein damals 35-jähriger Mann aus Tromsø verdächtig und wurde wegen Mordes verurteilt. Im Zuge späterer psychologischer Untersuchungen stellte sich dann heraus, dass der Verurteilte in strafrechtlichem Sinne unzurechnungsfähig sei, da er "Stimmen" gehört habe, die ihm die Tat befohlen hätten. Folglich wurde das Urteil von Strafhaft in die Einweisung in eine psychiatrische Einrichtung umgewandelt und die Einweisung 2006, 2009 sowie 2012 um jeweils drei Jahre verlängert.

      Nun steht turnusgemäß wieder eine Entscheidung an, und der Oberstaatsanwalt Lars Fause, zuständig für Troms und Finnmarken, hat eine erneute Verlängerung der Einweisung um drei Jahre beantragt. Er sehe nach dem Studium der neuesten psychiatrischen Gutachten der Uniklinik Tromsø weiterhin die Gefahr, dass der inzwischen 49 Jahre alte Täter erneut entsprechende Gewalthandlungen vollziehen könne und damit eine Gefahr für die Gesellschaft darstelle.

      Ulf Hansen, der Anwalt des Täters von 2001, wollte sich bislang noch nicht zu der Ankündigung von Oberstaatsanwalt Fause äußern, da ihm die Gutachten, auf die sich die Strafverfolgungsbehörde bezieht, noch nicht zugegangen seien.
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      BRITANNICUS :)