Andalusisches... II

    • 2017
    • Butenbörkumer schrieb:

      Und die armen Männer unter den Gestellen kommen bestimmt ordentlich ins Schwitzen

      Naja, sie machen es freiwillig - und es sind beileibe nicht nur Männer, seit einiger Zeit gibt es auch Mädelscrews.

      Vor ein paar Jahren brach in Sevilla ein junger Träger unter "seinem" Christus mit einem Herzinfarkt tot zusammen. An dem Ort wurden von den Mitbürgern jede Menge Blumen niedergelegt. Seine Beerdigung machte der Bischof und sie wurde im Fernsehen übertragen.
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    • Ich bin immer noch in Andalusien. Schon mehrfach wurde ja der Ostwind angesprochen, den es hier an der Costa de la Luz durch den Düseneffekt zwischen Europa und Afrika gibt. Auch @Utha spricht ihn in ihrem Livebericht an, als sie jetzt mit der MIDNATSOL in der Gegend waren.

      Als wir vor zwei Wochen kamen war es recht stürmisch, darauf folgte eine wunderschöne Karwoche, windstill und mit sonnigen Wetter. Und nun ging es Dienstagabend los, gestern blies er den ganzen Tage recht kräftig und steigerte sich gestern Abend zu einem Sturm und ich wie viele Einheimische sind uns einig - so etwas haben wir hier noch nicht erlebt! Windböen von Windstärke 10-11 brettern konstant ums Haus, bisher gabe es in der Provinz fünf Verletzte und unzählige Schäden, bisher mussten zwei Schulen geschlossen werden und hier in Medina das Sanitätszentrum. In Cádiz haben sich Motorboote losgerissen und wurden ans Ufer gespült. Erst morgen gegen Vormittag soll es langsam etwas abflauen.
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    • Der Sturm hat nachgelassen, jetzt soll es etwas regnen. Hier gibt es Sturmbilder von Cádiz , auf vielen Strassen musste Sand weggeschippt werden. Die VIKING SEA hat gestern Cádiz annulliert und ist direkt weiter nach Lissabon, heute sind die Kreuzfahrer wieder rein (MEIN SCHIFF4 und CLUBMED2) Da hatte die MIDNATSOL mit @Berna und @Utha am Mittwoch noch Glück.
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    • Das ist ja unglaublich, da hatten wir ja echt Glück, wohl gerade noch so rechtzeitig aus dem Hafen gekommen zu sein.
      Die Boote nach dem Sturm sehen ja echt schlimm aus - ist das traurig.
      Eine Frage noch:
      Ist der Levante sonst auch so böig oder eher gleichmäßiger?
      LG Utha
    • Er ist sehr böig und nicht gleichmässig - von lauem Lüftchen bist Sturm, von einer halben Stunde bis drei Wochen (letzten Sommer sechs Wochen, das ist aber aussergewöhnlich!), wobei er meist nur 1 - 2 Tage Sturmstärke hat und er kann das ganze Jahr vorkommen, also nicht jahreszeitenabhängig. Aber wie schon geschrieben, dieser war aussergewöhnlich stark.
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    • Wir sind wieder mal in Andalusien. Heute machten wir eine kleine Tour zur Ebene La Janda, einer ehemaligen Lagune zwischen Tarifa und Vejer de la Frontera.



      Die Störche sammeln sich am Rande der Reisfelder und warten auf gute Thermik um genügend Höhe zu gewinnen um über die Strasse von Gibraltar nach Afrika zu fliegen. Es waren wohl ein paar Probeflüge, aber da es heute ziemlich windig war müssen sie wohl noch warten ( - und ja ich weiss - ich muss dringen den Sensor reinigen!)



      Reis



      Süsswasserkrebse - ein Leckerbissen für die Adebars...



      ... und was sonst noch so kreucht und fleucht ...
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    • Noch ein paar Bilder aus Andalusien. Im Moment werden die letzten Baumwollfelder abgeerntet



      Gestern machte ich mal wieder einen Ausflug in die Berge, nach Grazalema. Das Ort im Hinterland der Costa de la Luz liegt 816 m.ü.M









      Auf der Heimfahrt sah dann seltsame Vögel...


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    • Da spielt natürlich noch etwas das Tele mit. Aber keine Angst - es ist noch keiner erstickt. Und in engen Gassen wird es im Sommer dann auch nicht ganz so heiss.
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    • Ich bin mal wieder in Andalusien, zusammen mit GöGa, Schwägerin sowie deren LAB. Gestern machten wir einen Ausflug zum Caminito del Rey (Provinz Málaga). Bitte lest die Geschichte im Link nach. Jedenfall galt der Weg bis er nach mehreren Toten geschlossen wurde als einer der gefährlichste Wanderwege der Welt. Heute ist er ausgebaut und ein gemütlicher Wanderweg, auch wenn es sicher für Leute mit Höhenangst nicht zu empfehlen ist.

      Man darf den Weg nur von Norden nach Süden begehen und muss sich im Internet anmelden. So werden die Leute etwas kanalisiert, alle halbe Stunden werden ca. 50 Leute eingelassen. Wir hatten aber das Glück dass gestern kaum Besucher da waren, heute und Freitag ist hier Feiertag (heute Verfassungstag und Freitag Maria Empfängnis), somit Donnerstag Brückentag und es ist alles ausgebucht. Man zahlt zehn Euro plus noch 1,55 für den Bus zurück zum Parkplatz am Ende der Tour.

      Man fährt den mit dem Auto zum nördlichen Eingang, ab da wandert man ca. 2,5km zum Eingang. Hier gibt es eine kleine Sicherheitsbelehrung und man wird mit einem Helm ausgerüstet, es können doch immer mal Steine von oben fallen. Dann darf man auf den Wanderweg, der sehr leicht zu begehen ist, da es keinerlei Steigungen oder Gefällte gibt. Auf einem engen Steg geht es der Schlucht entlang. Ein Zwischenstück ist dann wieder Wanderweg bevor man auf den zweiten Teil des Steges kommt. Dieser Teil ist sehr spektakulär, immer wieder sieht man auch den alten Weg und man kann sich kaum vorstellen dass in früherer Zeit Hausfrauen zum Einkauf oder Kinder diesen Steg als Schulweg nutzten. Wenn man gemütlich geht - man muss ja immer wieder schauen, die Natur auf sich einwirken lassen und fotografieren - ist man in rd. zwei Stunden durch. Am Ende des Weges besteigt man dann den Bus, der einem zurück bringt.






      kaum zu glauben dass diese Stege früher als Schulweg und zum Einkaufen genutzt wurden







      Der Wanderweg zwischen den Teilen mit den Stegen



      Ständig kreisen Geier über uns





      Auf der gegenüberliegenden Seite sieht man ein Viadukt der Eisenbahnlinie nach Málaga



      Unter dem neuen Steg sieht man noch den alten, auf dem rechten Bild zu sehen. Im Gegensatz
      zu heute gab es keine Sicherung








      Zum Schluss geht es über eine sehr bewegungsfreudige Hängebrücke



      Hier ein Film wie es war vor dem Ausbau. Und nein - keine zehn Pferde hätten mich dahin gebracht...

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      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von „Arctica“ ()

    • Danke für Deinen tollen Bericht von diesem mir bislang völlig unbekannten Weg. Absolut beeindruckend, aber uhhhh, bestimmt nix für mich...

      Den Weg (natürlich nicht den alten) hätte ich wohl noch irgendwie überstanden. Aber an der Brücke wäre definitiv Schluss gewesen. Gitterboden und dann bewegt sich das Teil auch noch... Nicht für ‚ne Million. <X Und das am Ende eines Wegs mit Einbahnregelung... =O

      Ich würde mir wohl am Anfang der Brücke eine Eremitage einrichten und den Rest meiner Tage von Almosen leben müssen... :D

      So lange der Untergrund sich net bewegt, hab ich meine Höhenangst einigermaßen gut im Griff, aber wenn sich was bewegt, ist‘s komplett aus. Da blockiert dann alles...
      Grüße
      Jörn



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    • @Arctica
      Was für ein Wanderweg! Und den bist du gegangen?
      Vor 40 Jahren hätte ich das wohl auch gemacht, so kaltblütig wie man in jungen Jahren an so etwas herangegangen ist!
      Muß für dich aber toll gewesen sein.
      Danke für das Mitnehmen in dieses Gebiet, das ich nicht kenne, aber durch deinen Bericht davon erfahre.
      Liebe Grüße von Trollebo

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