8. – 19. November 2014: HURTIG unterwegs mit der MS Nordnorge

    • unvollständig
    • 8. – 19. November 2014: HURTIG unterwegs mit der MS Nordnorge

      Tag 0: Bergen

      Sätze, die mit "eigentlich" beginnen...

      "Eigentlich" war seit fast elf Monaten alles klar: am Samstag, den 8. November, gegen Mittag, fahren wir zum Düsseldorfer Flughafen, steigen in eine AirBerlin-Maschine nach Bergen ; der gebuchte Transfer bringt uns zum Schiff. Danach genügend Aufenthalt zur Stadtbesichtigung: Laut Plan legen die Schiffe im Winter 22:30 Uhr ab.

      Am Montagabend, also fünf Tage vor Abfahrt, finde ich im Netz die Info, dass die MS NORDNORGE eine Grundberührung hatte. Nichts Schlimmes und da das Schiff turnusgemäß Freitag/Samstag in die Werft geht, scheint also alles im Plan.

      Am Donnerstag erhalten wir einen Anruf vom Reisebüro: Die MS NORDNORGE fährt nicht, wir können einen Tag früher auf die MS RICHARD WITH gehen, der Flug wird deshalb drei Stunden vorverlegt. Wir erbeten uns Bedenkzeit, denn es ist noch nicht klar, wo unsere Kabine liegen wird. Am Freitag dann die halbgute Nachricht: die MS NORDNORGE fährt, allerdings erst ab Ålesund .


      Tag 1, Samstag, 8.11.14: Neuss – Ålesund

      Taxi; Fahrt zum Flughafen, einchecken, alles ohne Aufregung... nur, dass der Mann am Schalter der AirBerlin noch nie etwas von Ålesund gehört hat.
      10.45 Uhr sind wir an Bord; die Maschine ist gut besetzt, wenngleich nicht voll.
      Angenehmer Flug, hin und wieder sogar mit "Durchblick".


      Wir bekommen einen ersten Eindruck von der sehr spannenden norwegischen Landschaft. Wenn es am Boden auch nur annähernd so schön wird, wie das, was sich aus der Vogelperspektive zeigt, dann wird der Urlaub phantastisch.


      Nach zwei Flugstunden landen wir in Ålesund , es ist halb bewölkt, die Temperaturen sind angenehm.


      Da wir pauschal reisen, ist alles organisiert: insgesamt drei Busse bringen die Passagiere zum Hotel Rica Parken.
      Nach einer kurzen Infoveranstaltung durch den Reiseleiter gibt es eine kleine Stärkung (Sandwich) und wir haben "Freizeit". Es ist schon dämmrig, als wir uns auf den Weg zum "Stadtberg" Aksla machen. Leider ist der Weg nach oben hinter Bauzäunen versteckt; uns bleiben zwar 418 Stufen erspart, aber der vielgerühmte Blick über die Stadt eben auch verwehrt (und ich schleppe extra das Stativ mit!)

      Wir machen noch einen kleinen Gang zum Hafen; so richtig gemütlich ist es nicht: ein kalter Wind bläst.




      Tag 2, Sonntag, 9.11.14: ÅlesundMoldeKristiansund (nordgehend)

      Am Morgen regnet es aus Kübeln.
      Gegen 13.00 Uhr können wir endlich unsere Kabine auf der MS NORDNORGE beziehen. Kleiner Schiffsrundgang, erste Fotos.
      Wir beschließen, das "plötzlich und unerwartet" schöne Wetter zu nutzen und machen schnell noch einen Stadtrundgang bei Sonnenschein.


      Pünktlich um 15.00 Uhr legen wir mit der Nordnorge ab. Endlich! Die Plätze in der ersten Reihe der Panorama Lounge auf Deck 7 sind sofort gut besetzt, im Zweifelsfall mit allen beweglichen Gütern, außer Handtüchern...
      Mich zieht es nach draußen. Hier gibt es sooo viel zusehen. Es dauert nicht lange und die Sonne verschwindet. Zurück bleiben spektakuläre Wolkenformationen. (Hinweis: die Bilder sind nicht gephotoshopt - die Farbe war so!)



      Nach drei Stunden erreichen wir den ersten Hafen: Molde . Wir haben nur 30 Minuten Aufenthalt. Ich springe trotzdem kurz an Land: viel zu sehen gibt es nicht.

      19.00 Uhr der nächste "offizielle" Termin: das Abendessen. Da wir so wenige Gäste sind (ca. um die 135), bleiben uns "Essensschichten" erspart. Wir sitzen an Tisch 15, zusammen mit Ehepaar O. aus A.
      Es gibt ein Dreigangmenü; für mich 'Irgendwas mit Lachs'. Alles lecker.

      Abends machen wir für eine Dreiviertelstunde in Kristiansund fest; zu knapp, um durch den Ort zu stürzen, doch zum Schauen und Fotografieren perfekt.
      <>

      (hier gehts gleich weiter ... muss die Fotos verkleinern ... bitte um etwas Geduld ;o)

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von „nina.g“ ()

    • DAAAAAS glaub ich ja nicht........

      Lese ich da richtig 8. - 19. November unterwegs mit der MS NORDNORGE .....

      Da bin ich ja sooooo was von gespannt....

      und warum ???

      Das verrückte ist, dass wir schon im Juli gebucht haben ....

      für die Reise 8. - 19. November 2015 auf der MS NORDNORGE .
      ... 2012 M/S Nordkapp
      ... 2013 M/S Finnmarken
      ... 2014 M/V Plancius
      ... 2015 M/S Nordnorge
    • ​Lese ich da richtig 8. - 19. November unterwegs mit der MS NORDNORGE .....


      Hallo Irchel,
      ja, Du liest richtig - unglaublich, oder!

      Unsere Reise war traumhaft: richtig viel Grün und das passende Wetter.

      Wünsche Dir/Euch zunächst einen guten Rutsch und dann eine traumhafte Reise (ohne die Schwierigkeiten, die wir am Anfang hatten ;o))

      lG, Nina
    • ?( ...nun wollte ich meinen RB erweitern bzw. im ersten Teil noch ein paar Fotos einfügen - aber ich kriege das nicht hin.
      Was mache ich falsch? Oder geht das gar nicht? :/

      Vielen lieben Dank schon mal für Eure Hilfe ... und wenn ich weiß, wie's technisch geht, dann kommt auch der "Rest" vom RB :)
    • Dank Nordlichts superflinker Antwort :) weiß ich nun Bescheid ... und so geht es hier weiter, nämlich mit dem
      Fotonachtrag zuKristiansund:




      Tag 3, Montag, 10.11.14: TrondheimRørvik (nordgehend)

      Weder von den Motoren noch von Wellenbewegungen bekommen wir in unserer Kabine, mittschiffs auf Deck 6, etwas mit. Das einzige nennenswerte Geräusch ist das der Klimaanlage. Folgerichtig verschlafen wir das Anlegemanöver morgens um sechs inTrondheim. Aufstehen, Frühstück (sehr gutes Büfett „mit allem”)


      Vor uns am Kai liegt die „südgehende” MS Lofoten. Wir lassen uns die Gelegenheit nicht entgehen und besichtigen die 50 Jahre alte Hurtigruten-Veteranin. Das ist schon eine andere Generation – Schifffahrt von Hand, sozusagen. Wir sind jedenfalls froh, etwas mehr Komfort zu haben. Immerhin geht es sehr persönlich auf der Lofoten zu: aktuell sind gerade einmal 20 Passagiere an Bord.

      Der Friseurstuhl des Grauens ähh des Käpt'ns ;o)



      Durch die tief stehende Sonne entsteht ein „frühmorgendlicher” Eindruck. Das Licht scheint unwirklich, erst eisig-blau, dann milchig-gelb. Es dauert, bis wir klare Farben bekommen. Wir verlassen das Hafengebiet und gehen „Richtung Innenstadt”. Irgendwie haben wir den ersten Kreisverkehr übersehen; irgendwann merken wir, dass der Fußweg in einer vierspurigen Straße aufgeht; nirgendwo mehr ein anderer Fußgänger... Glücklicherweise hat mein GöGa den wunderbaren Stadtplan, der zum Mitnehmen bereitlag, eingesteckt. So kommen wir mit einem kleinen Umweg davon und als „Entschädigung” am sehr interessant gestalteten „Rockheim”, dem norwegischen Museum für Pop- und Rockmusik, vorbei.


      Es ist schon nach halb zehn, als wir die eigentliche Innenstadt erreichen. Im flotten Schritt, mit nur kleinsten Fotopausen, geht es durch die Altstadt. Sie ist, wie könnte es anders sein, fast komplett von Wasser umgeben.


      Die alten Lagerhäuser am Nidelv und ihre moderne Interpretation nur wenige hundert Meter weiter in Richtung Flussmündung (also das, was Architekten und „Projektentwickler” heutzutage erschaffen) bieten jene Ansichten, die man mit Norwegen verbindet.
      Trondheim kann sich in gewisser Weise glücklich schätzen, dass es lange Zeit recht arm war, denn Armut ist bekanntlich der beste Bewahrer alter Bausubstanz. Wie andernorts auch, gab es Pläne, die heruntergekommenen Viertel platt zu machen. Das wurde von den Bewohnern verhindert. Mittlerweile sind die Norweger zu Geld gekommen und die früher ärmlichen Behausungen des Handwerkerviertels Bakklandet zu charmanten, durchaus exklusiven, aber keineswegs protzigen Häusern saniert.



      Die Alte Stadtbrücke mit ihren markanten roten „Toren” führt über den Nidelv und verbindet Bakklandet mit der Altstadtinsel.
      Über dem Grab von Olav I. Tryggvason (seine Karriere begann er als heidnischer Wikinger auf Raubzug, dann ließ er sich taufen, brachte das Christentum nach Norwegen und ging als erster christlicher König in die Geschichte ein. Er fiel 1030 in der Schlacht von Stiklestad) wurde zuerst eine Holzkapelle errichtet und letztlich, fast tausend Jahre später, der heutige Nidarosdom ( Trondheim hieß im Mittelalter Nidaros). Alle Vorgängerbauten fielen den Flammen zum Opfer und Mitte des 19. Jahrhunderts wurde begonnen, die noch erhaltenen Teile des mittelalterlichen Mauerwerks zu ergänzen. Nach langen Hin und Her und Pausen und Umplanungen wurde der Wiederaufbau offiziell 2001 beendet. Damit ist er als leuchtendes Vorbild für BER durchaus geeignet ;o)
      Der Nidarosdom ist der größte Sakralbau Skandinaviens. Seine Westfassade ist beeindruckend und kann gut und gerne mit denen der französischen Kathedralen mithalten. Der Innenraum besticht durch Größe und Klarheit. Direkt neben dem Dom liegt das Erzbischöfliche Palais, na ja, für meinen Geschmack weniger Palast als eine Art Wirtschaftshof.


      Von dort führt uns unser Weg durch das Stadtzentrum hurtig zurück zum Schiff.
      Schlag zwölf legen wir ab. Alle sind an Deck, denn das Wetter ist gut.

      Mitten im Trondheimfjord liegt „ Munkholmen ”. Wir hatten das Inselchen schon auf unserem „Irrweg” gesehen. Vor dem 11./12. Jhdt. diente die Insel als Hinrichtungsstätte, ab ca. 1050/1100 bis zur Reformation lebten hier Benediktinermönche, im 17. Jhdt. wurde die Festung errichtet. Heute ist die Insel ein beliebtes Ausflugsziel – welch schöne Verwandlung.

      Nach dem Mittagessen zieht es mich an Deck – Wetter und Aussicht sind einfach wunderschön. Ich drehe ein paar Runden in immer schneller werdendem Wanderschritt, bis ich beschließe, zuerst dem Laufen angepasstere Sachen anzuziehen und anschließend das Tempo zu erhöhen. So kommen, ungeplant, zwölf Decksrunden zusammen (das entspricht 3.500 Schritten bzw. 2.640 Meter).

      Irgendwann kommt die Durchsage, dass wir bald am Leuchtturm Kjeungskjær vorbeifahren – da stehe ich gerade unter der Dusche. Leider verpasse ich die Vorbeifahrt an dieser ochsenblutroten Bilderbuch-„Hölle” um zwei oder drei Minuten. Aber glücklicherweise steht mein GöGa an Deck und aus seinem Film schneide ich ein „Beweis-Bild“ aus. Als ich endlich auch draußen bin, liegt der Leuchtturm schon hinter uns. Immerhin kann ich die recht spezielle Lage noch ganz gut einfangen.


      Der Sonnenuntergang ist so einmalig schön, da reicht sogar Handy-Foto-Qualität.


      Nach dem Schutz des Trondheimfjordes und der Schären haben wir auf unserem Weg nachRørvik die offene See erreicht. Der Wind hat zugelegt, angeblich auf 6 Beaufort. Die Wellen sind ziemlich hoch. Das macht sich in den Schiffsbewegungen deutlich bemerkbar. Einmal spritzt das Wasser sogar deutlich über das Panoramadeck (Deck 5) hinaus. Juhu, endlich merkt man mal was vom Bootfahren!

      Das Abendessen besteht aus Heilbutt auf einer norwegischen Paella, im Hauptgang Ente bzw. für mich „Weißfisch” auf einem Pastinakenbett mit Kichererbsen und zum Abschluss einem Aquavit-Eis mit Vanillecreme. Alles sehr schmackhaft und macht nicht den Eindruck einer „Convenience/ Cateringversorgung”. Dabei sollte man wissen, dass es einen festen Speiseplan gibt, identisch für alle Schiffe: auf der Fahrt vonTrondheim nachRørvik gibt es den gesamten Winter auf jedem Schiff genau dieses Essen. Mit den Jahreszeiten wird dann auch der Küchenplan gewechselt. Allerdings stellen wir fest, dass unser Menüplan doch (leicht) abweicht.

      20.45 Uhr erreichen wirRørvik. Hier liegt dieMS MIDNATSOL. War dieMS LOFOTEN die kleinste und älteste, so ist dieMS MIDNATSOL die mächtigste und jüngste der insgesamt elf Postdienst-Schwestern. Im Jahre 2003 gebaut, bietet die „Mitternachtssonne” 1000 Passagieren Platz. Mit den vielen Suiten und der deutlich „gehobeneren” Ausstattung (ein Traum von Fitnessraum auf Deck 9, mit Aussicht!) gehört sie in die Kategorie Kreuzfahrtschiff. Auf dem Rückweg zu „unserer” Nordnorge kommen uns die Passagiere der Midnatsol entgegen, die die Zeit ihrerseits genutzt haben, unser Schiff zu begutachten. Irgendwie strahlen alle. Es scheint, dass jeder mit „seinem” Schiff glücklicher ist. Statt 21.15 Uhr legen wir zehn Minuten später ab. Das Manöver ist beeindruckend, denn beide Schiffe liegen ziemlich dicht aneinander. Das „Eindampfen in die Vorspring” klappt bilderbuchmäßig.
      Als letzter Termin steht für heute die „Polarkreis-Lotterie” an: Schätzungen, zu welcher exakten Uhrzeit wir morgen früh denPolarkreis queren, sind bis 21.30 Uhr abzugeben. 22.30 Uhr Bettruhe. Draußen gibt es nichts zu sehen, was mich freut, denn ich bin hundemüüü...chrrrrrr...üüü...

      [da kommt noch was, versprochen!]
      Bilder
      • IMG_6639_k (350x233).jpg

        108,68 kB, 350×233, 83 mal angesehen
      • IMG_6669_AF_k (350x233).jpg

        107,29 kB, 350×233, 80 mal angesehen
    • nina.g schrieb:

      Ich drehe ein paar Runden in immer schneller werdendem Wanderschritt,

      ... solange du nicht die Nordic walking-Stöcke dabei hast! ;)

      nina.g schrieb:

      Leider verpasse ich die Vorbeifahrt

      Ein Grund zum Wiederkommen!

      Danke für´s Weitermachen!
      Und Danke auch für die zusätzlichen Erläuterungen! Grundsätzlich weiß ich das alles, aber es tut gut, dass es wieder in Erinnerung gerufen bzw. bewusst gemacht wird!
      Gerda (Alta Connection) :lofoten2:
    • ... und nicht nur das Duschen, liebe Arctica. Ständig 'muss' man irgendwas machen, selbst im Winter, wenn es die meiste Zeit finster ist ;o)

      lG, Nina


      ... Nachtrag: jetzt wollte ich weiter am RB schreiben und nun kann ich nix mehr Hochladen, wohl aber diese Antwort editieren. Versteh' ich nicht... Werde es "nachher" noch einmal versuchen...

      Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von „Bine“ () aus folgendem Grund: Zitat entsprechend den Forenregeln entfern, es ist nicht notwendig den vorherigen Beitrag komplett zu zitieren./Bine

    • Printe schrieb:

      vielleicht liegt es hieran? Es kann nach meiner Erinnerung auch dann weitergehen, wenn jemand anders zwischenzeitlich etwas gepostet hat.
      Dann müsste es jetzt wieder gehen ... :)


      Liebe Printe, Du hast mich auf den richtigen Weg gebracht > vielen lieben Dank :o))


      @all: ich hadere noch etwas mit der Technik, doch mit Nordlichts Unterstützung werde ich das sicherlich alles hinkriegen - 1000 Dank dafür - und aufgeschoben ist nicht aufgehoben, das WE naht und damit hoffentlich etwas Zeit

      vlg, Nina