25.3-5.4.14 - Im Herzen Lapplands

    • B-K-B
    • Tag 7 - 31.03.14

      In der Nacht hatten wir in Alta angelegt, so dass wir nach dem Frühstück in die bereitstehenden Busse steigen konnten, wo wir von zwei Guides begrüßt wurden, welche uns in den nächsten drei Tagen begleiten sollten.



      Nach einer kurzen Stadtrundfahrt ging es dann ins Alta Museum, wo wir in 2 Gruppen á 40 Personen aufgeteilt wurden, welche abwechselnd eine Führung durchs Museum bekamen. Das Museum ist sehr interessant und lohnt sich auf jeden Fall, da man sehr viel über die Geschichte der Sami von der Steinzeit bis in die Neuzeit erfährt.
      Für das kleine Museum waren 40 Personen Gruppen einfach zu groß. Aus diesem Grund haben wir auch nicht alle Einzelheiten der Führung mitbekommen. Während der halbstündigen Führung durch das Museum durfte sich die andere Gruppe einen Werbefilm über das Museum anschauen und im kleinen Shop einkaufen durfte.





      Danach ging es dann mit dem Bus weiter zu dem Eishotel in Sorrisniva. Nach einer Einführung im freien durften wir uns das Hotel anschauen und uns in der Bar einen Drink abholen, welcher hervorragend schmeckte, aber wie Frostschutzmittel aussah. Die Macher des Hotels hatten sich zwar sehr viel Mühe gegeben, aber insgesamt komm das Hotel an Jukkasjärvi nicht ran.



      Mit dem Bus ging es dann weiter nach Maze. Maze ist ein kleines Dorf das von einigen Sami bewohnt wird. Von diesen wurden wir in mehrere Lavvu eingeladen. Die Sami waren in ihrer Traditionellen Tracht, der kofte, gekleidet. Im Lavvu wurde uns allerlei wissenswertes über die samische Kultur und deren Alltag erzählt. Nach der geistigen Nahrung durfte natürlich das Essen nicht fehlen. Es gab Bidos – Rentiereintopf – und Kuchen mit Kaffee zum Nachtisch. Abgerundet wurde das ganze durch mehrere Joik.



      Im Anschluss daran ging es dann nach Karasjok ins Rica Hotel. Das Hotel ist einfach gigantisch. Überall in der Einrichtung ist die samische Kultur mit eingeflossen. Ich kann das Hotel jedem nur empfehlen! Nach dem einchecken gingen wir ins nahegelegen Kulturzentrum um uns mit Souvenirs einzudecken. Abends ging es ins ‚Storgammen‘, wo wir mit traditionellen speisen der Sami bewirted wurden. Das ‚Storgammen‘ war aus mehreren den Lavvu nachempfundenen Hütten zusammengesetzt. Nach dem Essen gab es ein Joik Konzert welches mit fetzigen Rock Rhythmen unterlegt wurde.



      Nach dem Konzert machten wir uns auf die Suche nach dem Nordlicht, doch dieses versteckte sich hinter einer dicken Wolkendecke. Zurück im Hotel begaben wir uns in die Hotelbar wo wir uns mit den Musikern unterhielten und vom Barkeeper mit einigen Geschichten zur lokalen Elchjagd unterhalten wuden.
      Grüße Daniel
    • Mit Eishotel ist das halt so eine Sache. Da diese jedes Jahr wieder neu aufgebaut werden, sehen sie auch jedes Jahr anders aus.

      Mal ist dieses schöner und im anderen Jahr das andere ;)
      ... 2012 M/S Nordkapp
      ... 2013 M/S Finnmarken
      ... 2014 M/V Plancius
      ... 2015 M/S Nordnorge
    • Tag 8 - 01.04.14

      Nach dem Frühstück wurden wir in 2 Gruppen aufgeteilt.
      Die eine Gruppe begab sich zuerst zum Sami Parlament und die andere in den Sapmi-Park.
      So schön gestaltet der Park auch war, so langweilig war die Führung, welche im Prinzip eine Wiederholung vom Vortag war. Das anschließende 'Wer will sich mit dem angebundenen Rentier' fotografieren lassen, fiel dann definitiv in die Kategorie Massentourismus Programm. :x-wacko:



      Nach dem Park ging es mit dem Bus zum Parlament. Dort wurden wir von einem Angestellten durch das Parlament geführt. Die Führung war zwar sehr interessant, aber mit 2,5 Stunden definitiv zu lang. So kam es auch, dass wir das Mittagessen verspätet bekamen und der Tagesablauf ziemlich durcheinander kam.



      Nach dem Mittagessen gab es eine 3 Stunden Busfahrt nach Kautokeino zu Juhls Silbergalerie. In der Führung erfuhren wir viele interessante Details zu den Gründern der Galerie . Nach der Führung hatten wir noch ausgiebig Zeit ein wenig zu shoppen. Neben den Schmuckstücken gab es auch einige Souveniers aus Afghanistan, welche seit einem Besuch der Juhls in den 70er Jahren, ebenfalls verkauft weden.





      Auf der Fahrt zum Hotel kamen wir an dem weltweit einzigen Snowmobilkino vorbei. Muss eine ziemlich frostige Angelegenheit sein so ein Kino. :x-rolleyes:
      Das Abendessen war leider ein ziemlicher Reinfall. Das Personal war überfordert und schlecht organisiert. Nebenbei war auch noch das Essen kalt und das Fleisch bei einigen nicht duch. :x-confused:
      Nach dem Abendessen gab es eine Nordlichttour. Die Tour war zwar gut organisiert, nur leider hatten die Organisatoren keinen guten Draht zu Petrus. Der Himmel war komplett mit Wolken bedeckt.

      Grüße Daniel
    • Tag 9 - 02.04.14

      Nach einem Frühstück fuhr der Bus bei bestem Wetter in Kautokeino los. Je weiter wir nach Alta kamen, desto schlechter wurde das Wetter. Kurz vor der Ankunft in Alta erreichte uns die Nachricht, dass die Midnatsol schon abgefahren sei.Nein. Sie ist nicht ohne uns losgefahren. Es war lediglich der TÜV zu einer unangekündigten Prüfung vorbeigekommen, bei welcher eine Testfahrt durchgeführt wurde Unsere Abfahrt verzögerte sich durch die Testfahrt um eine Stunde, so dass wir noch eine kleine Standrundfahrt mit dem Bus machten.





      Zurück an Bord wurden zuerst wieder die neuen Kabinen bezogen, bevor es zum wohlverdienten Mittagessen ging. Nach dem Mittagessen nahmen wir ein sehr entspannendes Bad im Pool.



      Vor dem Abendessen hielt Reiseleiter Marco noch einen Vortrag über die Antarktis . Es war nicht der übliche HR Werbevortrag, sondern ein selbst zusammengestellter Vortrag mit eigenen Bildern. Den kann man jedem Midnatsol Reisenden nur empfehlen.Nach dem Abendessen wurde uns vom Chefkoch gezeigt wie man einen 40 kg Fisch filetiert. Ziemlich beeindruckend. Geschmeckt hat er übrigens hervorragend. :essen:

      Grüße Daniel
    • Tag 10 - 03.04.14

      Da wir erst gegen 16:30 den ersten Hafen anlaufen sollten, konnten wir den ganzen Tag zum ausgiebigen entspannen nutzen.
      Das erste Highlight des Tages war die Überquerung des Polarkreises mit anschließender Polarkreistaufe.





      Da wir in Brönnöysund mit ca. 90. min Verspätung ankommen würden, beschlossen wir nochmal die Landschaschaft aus dem Pool heraus zu genießen. Kurz vor Brönnöysund wurde dann noch ein Besatzungsmitglied an Land gebracht.





      Der Torghatten musste wegen der Verspätung leider ausfallen. Das gleiche galt für das Treffen mit der Nordnorge in Rörvik .

      Grüße Daniel
    • Tag 11 - 04.04.14

      Wegen des kurzen Aufenthaltes in Trondheim , wir hatten mal wieder Verspätung, beschränkte sich das morgendliche Programm auf einen kurzen Ausflug zur Trollfjord. Im Bereich ihrer Aufzüge gab es eine Ausstellung zum Thema Thor Heyerdahl. Zum Auslaufen wurde durch ein Ständchen von dem Saxophonspieler verabschiedet.



      Bei traumhaftem Kaiserwetter verging die Zeit bis Kristiansund wie im Fluge. :8):








      Während des Abendessens begegneten wir noch der Kong Harald. In Molde folgte ein ungeplanter längerer Stopp bi gegen halb zwölf, da wir einen kleinen Motorschaden hatten. Für uns Passagiere hatte die zur Folge, dass wir viel Zeit hatten uns das schöne Städtchen näher anzuschauen. :rolleyes:



      Grüße Daniel
    • Heute hieß es wieder einmal Abschiednehmen. Nach dem Frühstück wurde das Gepäck hinaus gebracht und die letzten Bilder geschossen. Allerdings wurden die
      Aufenthalte an Deck immer wieder durch plötzlichen starken Regen unterbrochen. Pünktlich zur Einfahrt in Bergen hörte es jedoch wieder auf mit Regnen, so dass wir die letzten Augenblicke der Reise an Deck genießen konnten.





      Fazit:
      Leider blieb die sehr schöne Reise hinter den gewohnten Standards von Hurtigruten zurück. Wenn man diese Sonderreise mit der ‚Polarkreis & Eismeer‘ vergleicht, dann fällt die vergleichsweise schlechte Planung und das teilweise recht geringe Niveau der Vorträge auf. Das ganze wirkte teilweise wie eine Massentouri Veranstaltung.
      Hurtigruten hätte auf die eigenen Reiseleiter zurückgreifen sollen und das Landprogramm nicht komplett von einer Agentur planen und durchführen lassen sollen. Die Reiseleiter waren zwar sehr bemüht, doch man merkte ihnen an, dass sie teilweise doch etwas mit der Situation und der Gruppengröße überfordert waren. Vielleicht lag dies auch daran, dass diese sonst nur halbtages Touren hatten und die Reiseleitertätigkeit auch nicht ihr eigentlicher Broterwerb war.
      Grüße Daniel

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „katzengugge“ ()