Flora und Fauna Norwegens

    • Toter Pottwal auf Senja gestrandet

      Letztendlich war es der üble Geruch, der sich nach einer Winddrehung zu pestillenzialischem Gestank steigerte, der Elin Eriksen und Jan Richardsen, Hütteneigentümer in Skrolsvik auf Senja auf die Spur ihres neuen "Nachbarn" brachte, den gestrandeten Kadaver eines Pottwalbullen gut 1 km von ihren Hütten entfernt. Es handelt sich bei dem gestrandeten Wal um ein Alttier, das offenbar natürlichen Grundes verendet ist.
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    • Volkszählung auf Norwegisch

      Immer schön aufpassen müssen auch die ganz besonderen Volkszähler, die in der Kommune Vestvågøy auf den Weg - oder besser in die Luft - geschickt werden. Ihre Aufgabe ist nämlich die Ermittlung der Elchszahl in den Kommunegrenzen, über deren Größe Unklarheit herrscht. Zudem ist die nennenswerte Elchspopulation in der Lofotengemeinde erst recht neuen Datums. Die Gemeinde wird sich mit NOK 65.500 an dem mit NOK 130.000 veranschlagten Zählwerk beteiligen.

      Na hoffentlich sagt vorher jemand den Elchen, wann und wie lange sie stehenbleiben sollen ;)
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    • Ein Fjord voller Delphine

      Eigentlich war Markus Birkeland in der Nacht zum Sonntag auf dem Weg von seiner Hütte am Myrlandsfjorden in Vesterålen nach Hause. Fast dort angekommen, bekam er Bescheid, dass der ganze Fjord voller Delphine sei - und er kehrte wieder um. Und tatsächlich: Um die hundert Meeressäuger tummelten sich unter der Mitternachtssonne im Wasser. Also nix wie aufs Wasser und fotografiert, während um ihn herum Flippers Cousins in die Mitternachtssonne sprangen.
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    • Unglaublich !

      Die NRK-Mitarbeiterin traute im Büro in Tromsø ihren Augen nicht..... :threaten: :fie:
      Auf dem Dach lebte eine kleine Austernfischer-Familie. Einer der Vögel setzte sich auch gerne auf den Fenstersims und guckte durchs Fenster auf die Bildschirme. Marit Garfjeld ahnte heute früh nichts Böses, als sie plötzlich durch Lärm und Geschrei vor dem Fenster aufgeschreckt wurde. Seitdem ist sie völlig geschockt. :8o: Der kleine Austernfischer hatte keine Chance. Ein Mann jagte und fing ihn. Dann steckte er den schreienden Vogel in einen Brotbeutel und setzte sich in sein Auto. Dort versuchte er den Beutel mit dem immer noch schreienden Vogel zuzubinden. :cursing:
      Marit Garfjeld hatte den Ford-Kombi mit dem Mann (schwarzer Pferdeschwanz) schon kommen sehen, konnte aber nicht mal das Fenster öffnen oder sonst irgend etwas tun. Obendrein saßen während der Entführung auch noch die Familienmitglieder des Austernfischers auf dem Dach und schrien ebenfalls.
      Marit Garfjeld konnte aber Fotos machen und das ausländische Autokennzeichen notieren. Ornithologen stopfen Vögel nicht in Brotbeutel, stellte sie entsetzt fest. Das war kriminell :thumbdown: Die Polizei kann nicht mehr machen, als die Kollegen auf den Straßen zu bitten, auf dieses Auto zu achten. Sie haben es unter "Umweltfrevel" eingeordnet, weil man nicht viel Erfahrung mit Vogel-Kidnapping hat ;(
    • Die Entführung des kleinen Austernfischers hat hohe Wellen geschlagen. Ein Berater des Umweltministeriums erklärte dazu, dass es sehr schwer sei, diese Art "Fauna-Kriminalität" zu bekämpfen. Es sei weit verbreitet in Norwegen, Wildvögel oder deren Eier zu stehlen, da man im Ausland dafür viel Geld bekommen würde, vor allem für Greifvögel. Z.B. würde man für einen Gerfalken bis zu 1 Mio NOK bekommen. Aber auch andere norwegische Vögel seien sehr begehrt. Die Polizei und der Zoll seien dabei schon auf Tipps aus der Bevölkerung angewiesen, weil in der Regel Privatautos benutzt werden und im Sommer viel Verkehr herrsche. Der Austernfischer sei zwar in ganz Europa geschützt, trotzdem sei es ihm ein Rätsel, warum man sich gerade an ihm vergriffen habe ;(
      Die Bilderfolge stammt vom Dach der Uni Bergen ^^
    • Hamburgerin schrieb:

      weit verbreitet in Norwegen, Wildvögel oder deren Eier zu stehlen, da man im Ausland dafür viel Geld bekommen würde

      Ferner wird erläutert, das auch viele Norweger sich die norwegische Fauna in Sommer- und Winterkleid gerne ausgestopft in die Wohnung stellen... ;(
      Es grüßt Capricorn :hut:

      7/11 RW // 3/12 NX // 7/12 FM/VE // 3/13 VE // 1/14 TF // 3/14 LO Verweise auf Reiseberichte im Profil
      7/14 NX
    • Noch mehr Adler

      Diesmal ein großer, toter Seeadler, der plötzlich wieder lebt 8|
      Bei einem Spaziergang mit ihrer Kamera fand Marianne Østby zufällig am Wegesrand ein großes Seeadler-Weibchen. Sie rief den Raubtier-Beauftragten zur Hilfe. Der kam und zusammen brachten sie ihn zum Tierarzt. Dabei hatte Marianne den fast 5 Kg schweren Vogel auf dem Schoß. Der Arzt stellte keinerlei Schäden oder Verletzungen fest, aber seinen Tod. Eventuell könnte eine direkt über der Fundstelle laufende Stromleitung schuld sein.
      Was nun tun, ihn vielleicht in die Wildnis zurückbringen? Oder ausstopfen lassen ? Marianne nimmt ihn zunächst mit nach Hause und trifft auf ihre Freundin. Die hatte auch noch nie so einen großen Adler aus der Nähe gesehen und beugt sich über ihn......wieso tot ? ?( Er atmet :thumbsup: Nun macht er wohl ein langes Nickerchen, um sich zu erholen. Vielleicht schafft er es ja :good3:

      edit : Noch eine gute Nachricht : Eine außerordentliche Zählung hat ergeben, dass sich die Moschusochsen von der schweren Epidemie im letzten Jahr erholen. Es wurden 49 Kälber gefunden :thumbsup:

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    • Moltebeeren pflücken leicht gemacht...

      Keine Geduld, stundenlang gebückt mit einem Eimerchen in der Hand durch die Botanik zu stolpern und Beeren abzurupfen? Trotzdem Hunger auf Multebeeren? Nun, mit Glück kann da geholfen und das liebe Rückgrat geschont werden.

      So jedenfalls erlebte es Bjørn Heitmann aus Vardö , als er beim Leuchtfeuer seinem Hobby, eben dem Beerensammeln, nachging und einen wahren Multebeer-Giganten zwischen die geübten Pflückfinger bekam: 9cm Umfang, 3,5cm Breite und 2,5cm Höhe bei einem Gewicht von vollen 10gr wies das gute Stück auf. Ein wahrhafter Riese seiner Art. Und das Beste: Sie war nicht alleine, sondern nur die Größte unter den Großen.

      Beeren-Experte Bjørn, der im Schichtdienst bei Kystverket in der Verkehrsüberwachung arbeitet, ist selbst erstaunt. So etwas habe er noch nie zuvor erlebt.

      Na denn: Guten Appetit
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    • Das Eichhörnchen als besondere Herausforderung

      In einer Hütte in Finnskogen leben drei Eichhörnchen, die das Interesse von NRK erweckt haben. Gesagt, getan: Ein Kamerateam wurde entsandt, u.a. um die Ziehmutter, die die Nager vor den Fluten im Frühjahr gerettet hatte, zu interviewen. Doch nicht der Fokus der Aufmerksamkeit zu sein, gefiel den Rotpelzen so gar nicht. Aber seht nur selbst...
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    • Pottwal vor Bergen

      Nahzu unglaublich war es für Renathe Rong aus Kvalen (!) auf der nordwestlich von Bergen gelegenen Inselgruppe Øygarden, als ihre Mutter sie heute Morgen mit den Worten, es sei ein Wal vor dem Haus, weckte. Und tatsächlich drehte vor dem am Wasser gelegenen Domizil der Familie Rong ein gut 15m langer Pottwal seine Runden. Unklar sei, ob der Wal nur spielen wollte oder sich verirrt hatte, das Tier verhielt sich aber ruhig.

      Renathes Vater Valter griff sich seine wasserdichte Videokamera und sprang in sein Boot, um den ungewöhnlichen Gast zu filmen. Das Jungtier habe auf ihn einen ermatteten Eindruck gemacht und sei möglicherweise krank. Versuche der Anwohner, den Pottwal aus dem engen Gewässer zu lotsen, seien nicht geglückt.

      Die zuständige Polizeidienststelle hatte heute mehrere Anrufe wegen des Pottwals bei Øygarden erhalten und entsandte eine Patroullienboot. Die Bevölkerung wurde nach Rücksprache mit Walexperten aufgerufen, guten Abstand zu dem Tier zu halten, da so die Chance am größten sei, dass es einen Weg aus seiner prekären Lage aus dem für ihn nahrungsarmen Gewässer finde.

      Pottwale sind Norwegen eigentlich nur vor Andenes auf Vesterålen heimisch, dass ein Tier sich in die südlichen Schärengärten verirrt, sei bisher noch nicht vorgekommen, sagte Meeresbiologe Ulf Lindström von Havforskningsinstituttet.
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    • Nicht nur Pottwalen...

      ...scheint es im Øygarden zu gefallen :D Am Mittwoch fuhr ein Mann mit seinen 5 Enkelkindern im Boot hinaus und entdeckte ein großes Walross, das sich auf einem Felsen sonnte :8o: Robben und Schweinswale ja, aber so etwas hatte er noch nie gesehen. Für Walrosse sind es schließlich tropische Gewässer vor Bergen . :D Zuletzt wurde eins im März vor Sotra gesehen. Der letzte Besuch davor liegt allerdings 30 Jahre zurück.
      Ein Fachmann der Uni Bergen warnte : Fotografieren ja, aber nicht zu dicht heranfahren und ärgern. Schon manches Boot hat die Zähne nicht überlebt :mosking:
    • Was soll mit dem Rong-Wal geschehen?

      Der Rong-Pottwal ist noch immer vor Ort und findet aus "seiner" Bucht keinen Ausweg. Ganz offenbar liegt in der Mündung ein Unterwasserfelsen gut vier Meter unter der Wasseroberfläche und verhindert ein Herauskommen des Tieres.

      Nun soll der Jungbulle erst einmal von Experten untersucht werden, weshalb Pottwalexpertin Marta Acosta aus Andenes angereist sind. Nach ihren Angaben sei die Kenntnis des Gesundheitszustand des Tieres von wesentlicher Bedeutung für das weitere Vorgehen. Auf jeden Fall äußerte sich der Leiter der technischen Betriebe in Øygarden kritisch zu dem bisherigen Umgang mit dem Tier - entgegen aller Aufgrufe waren immer wieder auch Boote und Schwimmer zu dem Wal herausgefahren bzw. -geschwommen und hätten ihm so unnötig Stress zugefügt.

      Inzwischen ist der Rong-Wal schon deutlich matter als am letzten Donnerstag, an dem er in die Bucht hineingelangte. Das Kernproblem ist also der Zeitdruck, denn ein Pottwalbulle von 15 Metern Größe benötigt nach Aussagen von Walexypertin Acosta eine halbe Tonne Nahrung pro Tag.

      Das weitere Vorgehen hängt nun offenbar von den Ergebnissen der Untersuchungen durch Marta Acosta ab, die vier Szenarien sieht:

      1. Der Wal schafft es aus eigener Kraft, aus der Bucht zu schwimmen.
      2. Dem Wal muss beim Verlassen der Bucht von Rong geholfen werden - wenn er dieses, z.B. Schlepphilfe, zulässt.
      3. Der Wal geht ein.
      4. Der Wal muss getötet werden.

      Ein weiterer Bericht findet sich hier.
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    • BRITANNICUS schrieb:

      Dem Wal muss beim Verlassen der Bucht von Rong geholfen werden
      Zunächst haben die Helfer es geschafft :S Sie sind mit einem kleinen Boot an ihn herangefahren und haben mittels Metallstangen und Hammer Krach gemacht. Nach ihrer Aussage machte der Wal dadurch einen gestressten Eindruck. :huh: Als sie an dem Riff ankamen, dass offenbar für den Wal den Ausgang aus der Bucht versperrte, versuchte er prompt umzukehren. Als die Helfer mit dem Boot vorbeifuhren, ging es ein bisschen besser. Jetzt ist er im tiefen Wasser. Die Helfer warten jetzt ab und passen auf, dass er nicht doch noch zurückkommt. Fall er nicht krank ist, sollte er nun gerettet sein :whistling:
    • Dummes Schaf ?

      Nein, sagt Per Kristian Elvan von Andøya nach diesem Erlebnis :D Er hielt sich in seiner Hütte auf, von einer Schafherde umgeben. Das alleine war nicht ungewöhnlich, nur dass eins der Schafe laut blökend und jammernd ganz nahe an die Treppe kam. Als er hinaustrat, ging das Schaf ein paar Schritte weg, machte aber weiter Lärm. Per fand das merkwürdig, weil es zurückkam, wenn er sich abwandte. ?( Also ging er langsam Richtung Wald, dem Schaf hinterher, die anderen folgten. Es schien ihm, als würde er gelockt. Als er nach einer Weile umkehren wollte, entdeckte er zufällig ein Lamm, das zwischen Steinen eingeklemmt war. Er brauchte seine ganze Kraft, um es zu befreien :good3: Lamm gerettet, Muttertier freut sich, alles gut..... :thumbsup: . Bisher war Per skeptisch bei solchen Tiergeschichten. Aber diese war besonders, das Schaf wollte mich holen...meinte er. ;)
    • Wo laufen sie denn? :8o: Das hätte böse ausgehen können. Ein Landwirt auf den Lofoten bekam Nachricht, dass sich 2 Schafe mit 2 Lämmern auf einem Felsvorsprung hoch oben am Hustinden befinden. Niemand konnte sich erklären, wie die da überhaupt hingekommen sind. 8| Der Bauer rief die freiwilligen Tierretter von der DNFD in Salangen. Es herrschte Nebel, Regen und Wind, als sich die Retter an den Aufstieg machten. Ausgerüstet waren sie mit Gurten und Seilen für die Personenrettung. Die Rettungsaktion ist im Video zu sehen :) Eins der Schafe war sehr verschmust, berichtete einer der Retter. Es rieb sich immer an seinem Hosenbein, als wenn es um Hilfe bitten wolle ^^ Rettung mit List und Tücke geglückt, Bauer ist erleichtert. ;)
      Die Tierrettung ist sehr teuer. Darum ist der Dienst auf Spenden angewiesen. Immer erfreuen sich die freiwilligen Retter aber auch großer Wertschätzung derjenigen, deren Tiere sie heil und gesund zurückgebracht haben. Im letzten Jahr hatten sie 30 erfolgreiche Einsätze. :good3:
    • Werden die Seeadler zur Plage?

      Nur wenige Jahre nachdem der Seeadler in Norwegen von der Roten Liste gestrichen werden konnte (aber weiterhin unter Naturschutz steht), hat der Bestand der Population Rekordhöhen erreicht. Experten gehen davon aus, dass inzwischen 4000-6000 Seeadler längs der norwegischen Küste leben und brüten.

      Bedenkt man, dass zwischen 1846 und 1968, als der Bestand sein historisches Tief erlangt hatte und die Art geschützt wurde, gut 116.000 Adler in Norwegen erlegt wurden - angefeuert von einer bis in die 1960er Jahre gezahlten Abschussprämie - so ist diese Entwicklung fraglos eine ganz große Erfolgsgeschichte.

      Doch reine Freude herrscht nicht überall, denn die Seeadler verdrängen zunehmend andere Seevögel wie Papageientaucher und Trottellummen aus ihren Brutgebieten, die sie aufgrund ihrer Überlegenheit leerfressen - inklusive der Brut und der Brütenden. Besonders dramatisch soll es letztes Jahr in der Vogelkolonie auf Hornøya bei Vardö zugegangen sein, als sich dort elf Seeadler niederließen und die Bäuche vollschlugen.

      Wie mit der Lage umgegangen werden soll, ist unter Experten umstritten. Einige vertreten die Ansicht, dass sich die derzeitige Überpopulation von selbst regulieren werden, andere fordern hingegen Abschussquoten zum Schutz akut bedrängter Arten. Zu dieser drastischen Lösung wolle Miljødirektoratet nach Angaben des Beraters Arild Espolin aber nicht gehen, bevor nicht belastbare Langzeitdaten vorlägen, aus denen ein klarer Trend der Bestandsentwicklung hervorgehe.
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